Hui Buh – 27. Das Monster von Burgeck



Tommy wünscht sich zu seinem Geburtstag nichts sehnlicher als einen Hund, doch wegen der Allergie von König Julius ist das nicht möglich. Die Idee von Hui Buh, ein Tier mit einem Fluch zu belegen, stößt auf wenig Gegenliebe. Doch der Schlossgeist gibt so schnell nicht auf und beschließt, einen Geisterhund herbeizurufen, dagegen kann nämlich selbst Julius nicht allergisch sein. Allerdings ahnt Hui Buh da noch nicht, was er mit seiner Idee alles in Gang setzt...

Die Neuauflage der Hui Buh-Hörspielserie bei Europa setzt noch verstärkter auf Elemente aus der Geisterwelt als es noch das Original getan hat, woran sich nun auch die 27. Folge anschließt. Nach einem wieder mal kurzweiligen und humorvollen Intro und der unheimlichen Beschwörung, die Hui Buh eines nachts vollzieht, geht die Handlung so richtig los. Der Geisterhund sorgt für einigen Wirbel im gesamten Dorf, aber schnell erkennen die Bewohner des Schlosses die Parallelen zu einer alten Sage. Die Zusammenhänge werden dabei nur langsam aufgedeckt, was viel Reiz in die Geschichte bringt, was aber nie zu sehr von dem Geisterhund ablenkt, der besonders Hui Buh und Tommy ordentlich auf Trab hält. Das ist alles sehr unterhaltsam, wird aber von der sehr gelungenen Abschlussszene noch getoppt. Hier wird erklärt, was es mit dem Monster auf sich hat, hier werden die Figuren in ein unheimliches und gefährliches Abenteuer verwickelt und müssen Auswege aus mehreren Dilemma gefunden werden. Wirklich hübsch, zumal der Humor der Serie wieder zündet und auch die gruseligsten Szenen entschärft. Schön, wie hier alles verknüpft ist und für Tommy dann am Ende auch eine kleine Lösung gefunden wird – allerdings auf andere Art als man vermuten könnte.

Christoph Maria Herbst ist natürlich wieder als König Julius zu hören, sein markanter Witz und die immer etwas aufgeblasen wirkende Sprechweise machen auch hier wieder viel Spaß – besonders, wenn er das Niesen zu treffend einbaut wie in der Schlussszene. Erzähler Andreas Fröhlich sorgt während seiner Passagen wieder für eine ebenso warme wie leicht unheimliche Note, die sehr gut in die Szenerie passt. Maximilian Artajo bringt die Rolle des Tommy wieder sehr abenteuerlustig und authentisch herüber, auch er macht seine Sache sehr gut. Weitere Sprecher sind Benny Hagitte, Marlin Wick und Jürgen Thormann.

Akustisch wieder sehr treffend in Szene gesetzt kann auch diese Folge den positiven Eindruck ihrer Vorgänger fortsetzen. Die Musik ist melodisch und mal fröhlich, mal düster und passt sich so immer perfekt an die jeweilige Szenerie an. Bei den Geräuschen wechseln sich natürliche Klänge und einige computergenerierte Sounds ab, sodass auch hier immer der richtige Ton getroffen wurde.

Auf den ersten Blick zeigt das Cover die beiden Kinder Tommy und Marie sowie den freundlich, etwas erstaunt dreinblickenden Hui Buh. Der Schatten eines riesigen Hundes mit dem blau leuchtenden Auge ist erst auf den zweiten Blick zu sehen und bringt die richtige Würze in das Titelbild. Im Inneren wirkt wieder alles schlicht und aufgeräumt.

Fazit: Eine gut komponierte und flüssig erzählte Folge der Serie, die den Humor besonders gut auskostet, sodass auch die gruseligen Szenen kindgerecht wirken. Die Geschichte um den Geisterhund weiß aber auch mit vielen anderen kleinen Elementen und einer tollen Verknüpfung zu einer alten Sage zu überzeugen.

VÖ: 20. April 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758085425

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