TKKG – 200. Der große Coup

TKKG – 199. Verfolgungsjagd vor Mitternacht

TKKG – 198. Der Golem vom Dunkelsee

TKKG – 196. Tatort Wagenburg

TKKG – 195. Dem Sonnenkönig auf der Spur

TKKG – 194. Friedhof der Namenlosen

TKKG – 193. Das Weihnachts-Phantom

TKKG - 192. Feuer auf Gut Ribbeck

TKKG – 191. Nord-Nordwest zum Hexenplatz

TKKG – 190. Der eiskalte Clown

TKKG – 189. Iwan, der Schreckliche

TKKG – 188. Die blauen Schafe von Artelsbach

TKKG – 187. Ausspioniert!

TKKG – 186. Die schlafende Chinesin

TKKG – 185. Der unsichtbare Dieb

TKKG – 184. Die ewige Finsternis

TKKG – 183. Blindgänger im Villenviertel

TKKG – 182. Im Bann des Übersinnlichen

TKKG – 181. Der vertauschte Koffer

TKKG – 180. Alarm im Raubtierhaus

TKKG – 179. Abzocke im Online-Chat

TKKG – 178. Hai-Alarm im Aquapark

TKKG – 177. Die Spur der Wölfin

TKKG – 176. Verbrechen im Rampenlicht

TKKG – 175. Nachtwanderung mit Schrecken

TKKG – 174. Doppelgänger auf der Rennbahn

TKKG – 173. Die Skelettbande

TKKG – 172. Das Geheimnis der Moorleiche

TKKG – 171. Das lebende Gemälde

TKKG - 170. Schock im Schnee

TKKG - 169. Tatort Dschungel

TKKG - 168. Millionencoup im Stadion 

TKKG - Das Geheimnis um TKKG

TKKG - 167. Der Unsichtbare

TKKG - 166. Das Mädchen mit der Kristallkugel

TKKG - 165. Advent mit Knalleffekt

TKKG - 164. Operation Hexen-Graffiti

TKKG - 161. Ein Yeti in der Millionenstadt

TKKG - 160. Das Grauen naht um Zwölf

TKKG - 159. Böses Spiel im Sommercamp

TKKG - 158. Trainer unter Verdacht

TKKG - 157. Oskar und die sieben Zwerge

TKKG - 156. Erpresser fahren Achterbahn


TKKG – 200. Der große Coup



Erster Eindruck: Aufruhr beim großen Jubiläum

Große Feierlichkeiten stehen auf dem Internat an, das von TKKG besucht wird: Zum 200. Jubiläum sind alle Schüler mit ihren Eltern eingeladen. Doch Tim findet die endlosen Reden ziemlich langweilig und will sich auf sein Zimmer zurückziehen – doch dort trifft er auf einen vermummten Einbrecher. Die Verfolgung misslingt, sodass TKKG natürlich erste Ermittlungen anstellen, nicht ahnend, das dies das Ende der Bande bedeuten könnte...

200 Folgen – so lange hält kaum eine Hörspielserie durch. Dieses Jubiläum wird von Europa mit einer Doppelfolge gefeiert, die gleich doppelte Laufzeit wird jedoch gelungen ausgefüllt. So wird bei allen Bandenmitgliedern auch viel auf die familiäre Situation eingegangen, besonders Tim steht dabei im Fokus. Seine Mutter möchte ihm ihren neuen Partner vorstellen, allerdings läuft es auf dem Internat nicht wirklich rund bei ihm, und Tim rasselt ordentlich mit dem Direktor aneinander. Das ist alles gut aufeinander abgestimmt und wirkt in der Folge sehr passend, mir gefällt, dass die Charaktere zum Jubiläum noch einmal so in den Mittelpunkt gerückt werden – und auch wieder in ihren klassischen Mustern agieren. Auch hier ist Tim wieder lobend zu erwähnen, der wieder selbstbewusster und kämpferischer wirkt. Und dann ist da natürlich noch der Fall an sich, und auch dieser konnte mich voll überzeugen. Er ist sehr dynamisch erzählt und enthält so einige Tricks, um den Hörer bei Laune zu halten. Toll ist auch, dass eines der Bandenmitglieder direkt bedroht wird und die Folge so eine gewisse Brisanz erhält. „Der große Coup“ hat aus den Fehlern der vergangenen Folgen gelernt und ist sehr lebendig, sinnig und unterhaltsam erzählt, sodass das „alte“ Feeling der Serie wieder auflebt. Ein sehr gelungenes Jubiläum!

Die Sprecherliste ist hier etwas länger als gewohnt, wobei die Rollen wieder größtenteils mit guten Akteuren besetzt wurde. Natürlich ist Sascha Draeger wieder als Tim mit dabei, der hier mit viel Energie und rauem Charme eine sehr positive Leistung abliefert. Marianne Bernhardt spricht Klößchens Mutter Erna mit eine sehr liebenswerten Art, kann sowohl die mütterliche Sorge als auch einige witzige Momente sehr gekonnt herüberbringen. Till Demtröder ist in einer Nebenrolle als Rudi Kaluschke zu hören, auch er agiert sicher und solide, sodass eine lebendige Figur entstanden ist. Weitere Sprecher sind Heidi Schaffrath, Henry König und Martin May.

Akustisch hat sich Europa nicht allzu weit vom gewohnten Sound entfernt, sodass hier die gewohnte und solide produzierte Kost geboten wird. Viele Szenen sind mit einer passenden Geräuschkulisse unterlegt, sodass sie lebendiger wirken. Und auch die Musik in den Szenenwechseln ist stimmig aus dem umfangreichen Europa-Archiv ausgewählt worden, hier ist eine Mischung aus einigen bekannten und einigen neuen Melodien entstanden.

In Sachen Gestaltung hat sich Europa auch für diese Jubiläumsfolge an die bereits bekannte Gestaltung gehalten, die beiden CDs sind in einer schlichten Doppel-CD-Hülle verpackt, die leider keinerlei Extras bietet. Das Cover zur Folge ist in düsteren Farben sehr ansprechend gestaltet, TKKG verfolgen darauf einen dunkel angezogenen Mann – warum dieser leicht zu lächeln scheint, erklärt sich beim Hören der Folge.

Fazit: Doppelte Laufzeit zum Jubiläum, und dennoch kommt keine Langeweile auf. Im Gegenteil: Der große Coup ist eine sehr starke Folge und überzeugt mit einer guten Darstellung der Charaktere und einer spannenden und kurzweiligen Handlung, die mehrfach das Ende der Jugendbande bedeuten könnte. So kann es gern weitergehen!

VÖ: 17. März 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853901722


TKKG – 199. Verfolgungsjagd vor Mitternacht



Erster Eindruck: Silvester in der Millionenstadt

Es ist der 31. Dezember, der Jahreswechsel steht kurz bevor, und Tim und Klößchen wollen noch schnell einige Feuerwekskörper in dem Geschäft von Stefan Thomsen kaufen. Die beiden sind erstaunt, dass an diesem Tag tatsächlich bei dem gutmütigen Mann eingebrochen wurde, und selbstverständlich wollen sie die Diebe auf eigene Faust fassen. Ein vergessener Handschuh bringt sie dabei auf eine erste Spur...

Weihnachtsfolgen haben ja in Kinder- und Jugendhörspielen eine große Tradition, doch Geschichten speziell für Silvester sind da eher die Ausnahme. Kurz vor dem nächsten großen Jubiläum wird aber nun eine solche bei TKKG präsentiert, die sich „Verfolgungsjagd vor Mitternacht“ nennt. Und tatsächlich wird dabei die ganz besondere Stimmung dieses Tages eingefangen, was nicht nur an dem Kauf von Böllern liegt, sondern auch an der Erwartung des Glockenschlages um Miternacht. Hübsch gemacht, und auch die Geschichte dahinter kann zu grpßen Teilen überzeugen. Zwar ist die Spur eines einzelnen Handschuhs etwas zu dünn, um damit direkt den Täter zu finden, hier hätte man ruhig noch eine kleine Stolperfalle für das Detektivquartett einbauen können. Doch die Verfolgungsjagd quer durch die Stadt ist recht dynamisch gelungen, hinzu kommen ein paar Ermittlungen und die gut ausgeprägten Charaktere der Hauptdarsteller. Dass es am Ende noch eine kleine Wendung gibt, die die bisherigen Ereignisse in einem anderen Licht erscheinen lassen, ist ebenso positiv anzusehen. Mal wieder eine recht gelungene Folge der Serie, zwar kein Top-Highlight, aber solide und spannend erzählt.

Peter Weis ist in der Rolle des Stefan Thomsen zu hören, er macht seine Sache ordentlich und kann einen glaubhaften Eindruck hinterlassen, wirklich herausstechen kann er in dieser Folge aber nicht. Auch das Duo aus Marco Schaeffler und Timo Kinzel hätte ruhig noch eine kleine Schippe drauflegen können, dennoch geben die beiden ein flinkes und dynamisches Ganovengespann ab. Manou Lubowski meckert sich als Klößchen wieder durch die Folge, bleibt dabei aber auf dem Boden und kann seine Passagen charmant vermitteln. Weitere Rollen werden von Volker Bogdan, Stephan Schad und Barbara Schipper übernommen.

Auch bei dieser Folge hat sich das erfahrene Team um Heikedine Körting (die wieder eine kleine Erwähnung im Hörspiel findet) wieder viel Mühe für eine passende akustische Umsetzung gegeben, was aufgrund der vielen eingesetzten Geräusche auch gelungen ist. Lediglich am Ende hätte ich mir ein etwas lauteres Feuerwerk gewünscht. Die Musik ist passend und insgesamt eher unauffällig ausgewählt worden.

Der Weihnachtsbaum ist im Hintergrund noch festlich geschmückt, die Straßen sind schneebedeckt. TKKG kommen samt Oskar bei ihrer Verfolgungsjagd aus einer Bahnhaltestelle, während die beiden Schurken einen explodierenden Böller in ihre Richtung schmeißen: Das Cover ist wieder stimmig gestaltet und verwendet wieder die angedeutete Zeitungsoptik, die sich auch in der restlichen Gestaltung wieder bewährt.

Fazit: Eine gute Folge der Serie, die mit einer kurzweiligen und spannenden Handlung punktet. Der Fall passt gut zu den Charakteren und dem Geist der Serie, der Verlauf ist stimmig, die Atmosphäre wird gut eingefangen, und am Ende gibt es noch einen gelungenen Kniff. So kann es bei der langlebigen Serie gern weitergehen!

VÖ: 2. Dezember 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751804623


TKKG – 198. Der Golem vom Dunkelsee



Erster Eindruck: Gruselgeschichten am Lagerfeuer

TKKG verbringen die Sommerferien in einem Zeltager für Jugendliche, wobei sich Klößchen einen dicken Sonnenbrand einfängt und Tim das Wettschwimmen gewinnt. Das passt dem arroganten Roland so gar nicht. Und als dann Gaby 20 Euro gestohlen werden, glauben TKKG, sofort den Täter ausfindig gemacht zu haben. Und dann verschwinden weitere Gegenstände aus dem Lager...

Bak to the roots scheint das Motto der 198. Folge von TKKG zu lauten, denn die vielen abgedrehten Ideen der Vergangenheit sind hier nicht zu finden, dafür gibt es entspannte Lagerfeueratmosphäre, bei der Gruselgeschichten erzählt werden. Und auch wenn das Zusammenspiel der vier Freunde hier gut funktioniert, ist die Folge leider recht langgezogen. Zu viele Dialoge dienen offensichtlich nur als Lückenfüller und haben nur wenig mit der eigentlichen Handlung zu tun, diese ließe sich komplett in wenige Sätze fassen. Inhaltich werden zwar ganz nette Ansätze geboten, besonders die Gruselgestalt des titelgebenden Golems vom Dunkelsee bringt etwas mehr in die Handlung, hätte aber auch noch prägnanter eingebaut werden können. Und auch das Ende ist dann leider recht lahm umgesetzt worden, wirkliche Spannung kommt dabei nicht auf, immerhin gibt es aber eine Versöhnung, die zeigt, dass man auch mal über seinen eigenen Schatten springen sollte. Zudem rettet die wirklich gelungene Atmosphäre die Folge noch auf eine durchschnittliche Bewertung.

Die Rolle des Karl wird in dieser Folge von Tobias Diakow übernommen, der seine Sache zwar gut macht und seinen eigenen Weg findet, den wissbegierigen „Computer“ umzusetzen, dennoch muss man sich erst einmal an den neuen Klang gewöhnen. Fabian Harloff ist als Roland zu hören, er spricht den impulsiven Gegenspieler von TKKG mit viel Energie und einer glaubhaften Betonung. Volker Harnisch, der den Betreuer Julian spricht, bringt eine liebenswerte und warme Atmosphäre mit in die Handlung. Weitere Sprecher sind Theresa Berlage, Michael Bideller und Lea Sprick.

Die eingebaute Musik wirkt zwar frisch und ist nicht bereits aus vorigen Folgen bekannt, passt aber leider auch nicht recht zu der Stimmung der Episode, ein paar entspannte Gitarrenklänge wären eine ebenso abwechslungsreiche, aber stimmigere Umsetzung gewesen. Die Geräusche sind jedoch wieder sehr professionell und mit perfektem Timing eingebaut.

Der Golem vom Düstersee ist in der nächtlichen Szenerie auf dem Cover abgebildet, grün leuchtende Augen scheinen die vier Detektive zu beobachten, die erschrocken im Licht stehen. Die Umsetzung des Comicstils ist wieder gelungen, auch der Look mit dem Zeitungsausschnitt kommt wieder gut zur Geltung. Das wird wie immer auch in der restlichen Gestaltung umgesetzt.

Fazit: Auch wenn die Atmosphäre gelungen und die Abwechslung zu anderen Folgen wünschenswert ist, ist diese Folge leider zu spannungsarm geraten. Der Fall bietet einfach zu wenig Aufregung und ist mit zahlreichen langwierige Passagen durchzogen. Selbst das Finale hätte knackiger erzählt werden können.

VÖ: 30.September 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751804524


TKKG – 196. Tatort Wagenburg



Erster Eindruck: Starker Schauplatz, schwächelnde Geschichte

Am Rande der Millionenstadt leben einige Menschen friedlich in einer Gruppe von Bauwagen zusammen, werden von ihren Nachbarn jedoch argwöhnisch beäugt. Als dann jedoch Diebesgut unter einer der ungewöhnlichen Behausungen Diebesgut entdeckt wird, scheint das Ende dieser alternatven Lebensform besiegelt – zumindest, wenn Tim, Karl, Gabi und Klößchen nicht Verdacht geschöpft hätten und der Sache auf den Grund gehen...

Auch wenn der langlebigen Hörspielserie TKKG öfters sich wiederholende Themen vorgehalten werden – Folge 196 beweist das Gegenteil. Denn die „Wagenburg“, ein Zusammenschluss äußerst interessanter Charaktere, die in schlichen Bauwagen und Eisenbahnwaggons ein zurückgezogenes Leben mit ganz eigenen Idealen verfolgen, ist schon fast gesellschaftskritisch anzusehen und zeigt eben Leute, die nicht immer der Norm folgen. Das kommt auch in der Folge gut zur Geltung, die leider ansonsten eine eher spannungsarme Geschichte erzählt. So wirklich in Schwung kommt die Sache jedenfalls nicht, vielleicht auch weil sich die Auflösung schon nach kurzer Zeit zumindest erahnen lässt. Doch trotz der etwas flachen Geschichte gibt es einige aufregende Momente, beispielsweise bei einem heimlichen Abstecher in ein Baumhaus mit unerwartetem Besuch, und auch die vier Hauptcharaktere kommen wieder gut zur Geltung und bringen viel Chare mit in die Handlung. Besonders Tim zeigt sich zwar wieder mutig und draufgängerisch, beweist aber auch seine liebevolle Art, während Klößchen mit seinem immerwährenden Hunger wieder einige Lacher auf seiner Seite hat. Mir fehlt etwas der Pfiff in der Geschichte, due druckvoller und überraschender hätte erzählt werden können, sodass sie leider nur im Mittelmaß bleibt.

Pia Werfel ist in dieser Folge als Pia Vogt zu hören, ihre Stimme passt sie sehr gut dem Charakter an und sorgt in der Folge für die passende Stimmung. Tim Kreuer beweist als Julien sein Talent für das richtige Timing und eine ausdrucksstarke Sprechweise, auch hier kommt er glaubwürdig herüber und lässt seine Rolle präsent wirken. Michael Harck hat mir als Philipp Futterknecht sehr gut gefallen, er brintgt mit einem ungewöhnlichen Klang seine ganz eigene Note in das Hörspiel. Weitere Sprecher sind Angela Roy, Till Huster und Birte Kretschmer.

Neben des Sprechern präsentiert sich auch die akustische Gestaltung routiniert und sicher, wobei das umfangreiche Archiv an verschiedenen Melodien mal wieder Pate gestanden hat. Ausgewählt wurden dabei treffende und die Stimmung unterstützende Klänge in den Szenenübergängen, während die Geräusche gewohnt präzise und lebendig eingefügt wurden.

Sehr atmosphärisch ist dieses mal das Cover gelungen, das mit seiner nächtlichen Szenerie eine düstere Ausstrahlung entwickelt. Tim fährt darauf mit seinem Fahrrad vor einem Einsatzwagen der Polizei her, während sich Scheinwerfer und Tims Smartphone von der Kulisse der dunklen Millionenstadt abheben. Im Inneren gibt es wieder die hübsch gestalteten Informationen über das Ensemble.

Fazit: Die Grundidee ist gelungen, das Leben in der Wagenburg und die Anfeindungen kommen hier sehr gut zur Geltung, und auch die Charaktere sind stark in Szene gesetzt. Leider ist die Handlung etwas zu flach geraten, um wirklich aufregend oder spannend zu wirken, ein paar Wendungen mehr hätten der Geschichte gut getan.

VÖ: 15.April 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751804326


TKKG – 195. Dem Sonnenkönig auf der Spur



Erster Eindruck: Viele Wendepunkte, viele Gags

Um sich sein Taschengeld etwas aufzubessern, pflegt Tim während der Osterferien den Garten der verreisten Elsa Helmholtz. Und obwohl die Villa mit viel technischem Gerät gesichert wird, wird dort eingebrochen. Klar, dass Tims Spürnase geweckt wird, sodass er sich gemeinsam mit Klößchen, Karl und Gaby auf die Suche nach dem Täter macht. Denn alles deutet darauf hin, dass diese noch einmal zuschlagen wollen...

Mit „Dem Sonnenkönig auf die Spur“ wird eine Folge der langlebigen Hörspielserie TKKG kurz vor dem nächsten großen Jubiläum veröffentlicht, die stellenweise tatsächlich an die Anfangszeit der Serie erinnert und die Detektive in reiche Vorgärten, heruntergekommene abrissreife Gebäude und ein Einkaufszentrum führt – das volle Programm, zumal die Handlung sehr flüssig verläuft. Straff erzählt und ohne überflüssige Szenen wird schnell Tempo aufgebaut, Leerlauf kommt keiner auf. Ganz in alter Manier bekommt der Hörer auch einen kleinen Einblick in die Gespräche des Täters geboten, Motive und Vorgehensweise werden dabei schnell klar. Das nimmt aber keinesfalls die Spannung, weil es immer wieder kleine Wendepunkte gibt, die einen neuen Aspekt einbringen und so die Handlung sehr unterhaltsam gestalten. Sehr gut gefällt mir der Humor der Folge, immer wieder gibt es witzige Anspielungen und heitere Szenen. Da verzeiht man gern, dass sich einige Unglaubwürdigkeiten eingeschlichen haben.

Die Sprecher machen ihre Sache wirklich gut, was sowohl für die Nebenrollen als auch die vier Hauptsprecher Sascha Draeger, Niki Nowotny, Manou Lubowski und Rhea Harder gilt. Rosemarie Wohlbauer hat einen kurzen, aber sehr gelungenen Auftritt als Elsa Helmholtz, den sie mit viel Nachdruck und einer leicht überdrehten Art zum Besten gibt. Stefan Weißenburger ist als Alfred Hecker zu hören, er wirkt authentisch und kann besonders die Wandlung des Mannes gleubhaft darstellen. Nicolas König spricht Mario Lemak mit sehr standfester Stimme und ktaftvollen Ausdruck, was seine Figur stets sehr präsent wirken lässt.

Die akustische Umsetzung der Handlung ist dem Team um Heikedine Körting erneut sauber gelungen. Besonders die Geräusche sind sehr gut auf die Handlung abgestimmt. Mal werden diese recht leise zur Hintergrundgestaltung eingesetzt, mal werden dramatische Handlungen dadurch noch einmal verstärkt. Die Musik ist ebenfalls gut eingefügt und verstärkt die Stimmung der jeweiligen Szenerie.

Zwei Männer mit schwarzen Mützen und dunklen Sonnenbrillen gehen am hellichten Tag in den Vordergarten einer Villa – beobachtet vom misstrauisch dreinblickenden Tim: Auf dem Cover ist eine Szene aus dem Hörspiel zu sehen und im ansprechenden, leicht comichaften Stil gezeichnet.

Fazit: Nicht nur in Sachen Humor punktet diese Folge mit vielen witzigen Szenen. Auch die flüssig und spannend erzählte Handlung kann überzeugen, auch der Einblick in die Pläne des Gegenspielers sind gut gelungen und steigern den Reiz der Folge.

VÖ: 19.Februar 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751804128


TKKG – 194. Friedhof der Namenlosen



Erster Eindruck: An der Nordseeküste

TKKG haben sich für die Ferien zum Freiwilligendienst gemeldet und verbringen deswegen einige Tage auf einer Nordseeinsel, um die alten Gräber von Seefahrern zu restaurieren. Doch gleich am ersten Tag läuft einiges schief, sodass es sich TKKG nicht nur mit dem Leiter der Aktion verscherzen, sondern auch noch einen der Grabsteine umwerfen. Dabei entdecken sie ein Geheimversteck, das sie auf die Spur eines alten Schatzes führt...

Sicherlich hat sich die TKKG-Serie im Laufe der Jahre deutlich verändert, doch auch in den letzten Folgen konnten sich einige Produktionen beweisen und haben zwar andere, aber immer noch gute Geschichten erzählt. Auch die Nummer 194 macht einen soliden Eindruck, weist aber auch kleinere Schwächen auf. So ist die Szene mit dem umgestoßenen Grabstein beispielsweise reichlich überzogen – wegen einer Kleinigkeit in Streit zu geraten und deswegen sogar handgreiflich zu werden sieht der eingeschweißten Bande so gar nicht ähnlich. Auch andere kleine Ungereimtheiten oder zu langwierige Szenen schleichen sich ein, dem gegenüber stehen aber auch unterhaltsame Nebencharaktere und einige stimmige Handlung. Denn neben dem Finden des Schatzes müssen die vier Hobbydetektive auch noch einer freundlichen älteren Dame samt Papagei aus einer ziemlich Misere befreien und ermitteln deswegen an mehreren Orten – klassische Beschattungen und kleine Rätsel inklusive. Das ist insgesamt kurzweilig erzählt, hat aber eben auch einige oben genannte Stolpersteine, sodass eine gelungene, aber nicht überragende Folge entstanden ist.

Heidi Berndt ist als Ingrid Harms zu hören und liefert eine sehr solide Leistung ab, indem sie der netten alten Dame viel Charme und eine ganz eigene Ausstrahlung verpasst, aber auch ihre Verzweiflung passend darstellen kann. Auch Christine Wlhelmi macht ihre Sache sehr überzeugend, die resolute Gastgeberin der vier Freunde macht einen sehr herzlichen Eindruck, sie ist ein positiver Ruhepol innerhalb der Handlung. Bernd Stephan ist als Herr Knoll im Einsatz und gestaltet seine Rolle sehr ausdrucksstark. Weitere Sprecher sind Gerd Baltus, Antje Otterson und Iris Rufner.

Auch akustisch wird wieder eine saubere Leistung abgeliefert. Die kleinen Melodien, die Szenenwechsel einläuten, passen gut zu der Stimmung der Folge und sind nicht zu laut eingestellt. Die Geräusche unterstützen die Wirkung der Folge, besonders als Geräuschkulisse im Hintergrund wird hier eine passende Szenerie für die Nordseeinsel abgeliefert.

Die vier Bandenmitglieder schauen auf dem Cover ziemlich betreten drein, was sich durch den umgefallenen Grabstein ziemlich gut erklären lässt. Die Aufmachung wirkt wieder recht modern, was sich besonders durch den Zeichenstil und die Zeitungsoptik auszeichnet. Im Inneren gibt es wie immer die wichtigsten Informationen und auf der Rückseite die obligatorische kleine Trackliste.

Fazit: „Der Friedhof der Namenlosen“ hat zahlreiche erheiternde oder spannende Momente, gelungen gezeichnete Nebencharaktere und eine meist flüssige Handlung, dem gegenüber stehen einige Ungereimtheiten und langwierige Szenen. Durch die gelungene Atmopsphäre ist aber eine runde Folge entstanden.

VÖ: 20.November 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888751150621


TKKG – 193. Das Weihnachts-Phantom



Erster Eindruck: Ungewöhnliche Auflösung zur Weihnachtszeit

Kurz vor Weihnachten müssen auch TKKG noch einmal in die Innenstadt, um die letzten Geschenke zu besorgen. Doch sie können einen dreisten Ladendiebstahl beobachten, eine ganze Ladung voll von modernen Winterjacken wurden von einem vermummten Dieb entwendet. Doch er hinterlässt auch etwas, doch der Zettel mit der kryptischen Botschaft führt TKKG nicht zum Ziel...

Weihnachten in der Millionenstadt – das klingt nach einem neuen Fall für TKKG. Die 193. Folge der langlebigen Jugenddetektiv-Reihe weicht deutlich von vielen anderen Produktionen ab und präsentiert so eine recht abwechslungsreiche Folge. Nach einer kurzen Vorstellung der Grundsituation wird schon der oben beschriebene Diebstahl thematisiert, doch schnell ist klar, dass es sich dabei nicht um einen gewöhnlichen Raub handelt. Später kommen noch weitere ergaunerte Gegenstände hinzu, doch alles taucht auch wieder an unerwarteter Stelle auf. Umso interessanter ist dabei die Figur des geheimnisvollen Täters, der TKKG immer wieder knapp erwischt und einen unerklärlichen Hang zu Rätseln hat – eines der wenigen Elemente, die mit nicht so sehr zugesagt haben. Denn die verschlüsselten Botschaften wirken fehl am Platze und unglaubwürdig, die kleinen Kommentare auf den Zetteln hätten ihren Zweck genauso erfüllt. Das ungewöhnliche Motiv des Täters, die immer wieder durchschimmernde vorweihnachtliche Stimmung und die kurzweilige und abwechslungsreiche Handlung machen „Das Weihnachts-Phantom“ aber zu einer hörenswerten Episode von TKKG.

Henry König und Marianne Bernhardt sind mal wieder als Ehepaar Sauerlich zu hören, sie agieren wie immer sicher und können ihre Szenen passend umsetzen. Martin May setzt seine markante Stimme auch als Hector Lees wieder gekonnt ein, wobei er einen glaubhaften Eindruck hinterlassen kann. Auch Ahhim Schülke macht seine Sache als Hans Küppers sehr ordentlich und passt gut in das Ambiente der Folge. Weitere Sprecher sind Michael Harck, Michael Grimm und Gerd Baltus.

Nur sehr dezent zieht sich weihnachtliche Stimmung in Sachen Musik verbreitet, vielmehr wird der bekannte Mix aus passenden und eher zurückhaltenden Melodien gewählt. Dafür ist beispielsweise die anfängliche Szene in der überfüllen Einkaufsstraße mit zahlreichen Geräuschen unterlegt worden, sodass diese lebendig wirken. Die passende Geräuschkulisse unterstützt auch die übrigen Szenen in ihrer Wirkung.

Eine Szene aus dem Hörspiel ist auch auf dem Cover zu sehen, Tims Verfolgungsjagd auf dem rutschigen Eis ist ansehnlich und detailreich umgesetzt worden, wobei besonders der im Hintergrund befindliche Weihnachtsmarkt gut zur Geltung kommt. Wie immer kommt die restliche Gestaltung ohne zusätzliche Extras aus, dafür ist aber eine kleine Kapitelübersicht auf der Rückseite zu finden.

Fazit: Mir gefällt sehr, wie sich weihnachtliche Stimmung mit einer gut erzählten Folge kombinieren und eine ungewöhnliche Auflösung mit einem spannenden Verlauf kombiniert. Leider wollen nicht alle Rätsel wirklich überzeugen, ansonsten ist aber eine sehr runde und kurzweilige Folge entstanden.

VÖ: 25.September 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888750782526


TKKG - 192. Feuer auf Gut Ribbeck



Erster Eindruck: Brandgefährliches Abenteuer

TKKG besuchen Gabys Freundin Sabine in ihrem Zuhause, einem SOS Kinderdorf. Auf dem nahe gelegenen Reiterhof kümmert diese sich um die Pferde, doch nach einem gemeinsamen Ausritt steht der Hof lichterloh in Flammen – und alles deutet auf Brandstiftung hin. TKKG haben recht schnell einen Verdacht, wer dahinter stecken könnte. Aber ist der freundliche Hausmeister Herr Peters wirklich in der Lage zu einem so schlimmen Vorfall?

Europa hat in seinem Sommerprogramm 2015 gleich mehrere seiner bekannten Serien mit einem ganz speziellen Thema ausgestattet: Den SOS.Kinderdörfern. Zwar steht dies bei der 192. Folge von TKKG nicht allzu sehr im Vordergrund, klärt aber dennoch über die Hintergründe dieser wichtigen Einrichtungen auf und steigert die Sensibilität hierfür – und auch hier wird für jede verkaufte CD ein Betrag an die Kinderdörfer gespendet. Vorrangig geht es jedoch um das Titel gebende Feuer, und die Frage, wer dies gelegt haben könnte. Dazu wird das Feuer erst einmal in einer dramatischen und gelungenen Szene dargestellt, während die späteren Ermittlungen zwar manchmal etwas ins Stocken geraten, insgesamt aber stimmig und unterhaltsam erzählt werden. Gleich mehrere verdächtige Personen werden durch die mittlerweile auf fünf Personen angewachsene Detektivgruppe ins Visier genommen, deren Motive und Alibis überprüft werden. Dabei ergeben sich immer neue Fakten und Ungereimtheiten, sodass man immer mehr erfährt und langsam die ganze Geschichte durchschaut. Das sich dabei ergebende Familiendrama ist recht eindringlich erzählt, wobei der Bogen zu den Kinderdörfern wieder geschlagen wird. Ganz am Ende gibt es dann sogar noch eine packende Verfolgungsszene, die temporeich erzählt wurde und über die kleinen Längen in der Handlung hinwegtröstet – und auch über einige Ungereimtheiten, denn die Juniordetektive lassen sich in einer entscheidenden Szene ziemlich übertölpeln, obwohl die Gefahr entdeckt zu werden sehr präsent war. Die stimmig erzählte Geschichte kann überzeugen, womit der positive Trend der letzten Folgen anzuhalten scheint.

Sabine, die Freundin von Gaby, wird von Merete Brettschneider gesprochen, die sich gut in das bestehende Team einfügt und eine authentische Leistung abliefert. Besonders die stillen Momente, in denen sie von ihrer schwierigen Kindheit bei ihren Eltern berichtet, können dabei positiv hervorstechen. Rüdiger Hellmann spricht den Hausmeister und rechte Hand des Reiterhofs Herrn Peters, er klingt meist sehr freundlich, lässt sich aber auch mal zu heftigen Gefühlsausbrüchen hinreißen. Die wunderbare Elga Schütz ist als Anna Ribbeck zu hören, mit ihrer tiefen und rauen Stimme passt sie sehr gut zu der Rolle und kann einen markanten Eindruck hinterlassen. Weitere Sprecher sind Wolfgang Rositzka, Oliver Böttcher und Tanja Geke.

Die Folge ist akustisch solide umgesetzt und kann dabei durchaus einige passende Stimmungen schaffen. Dafür sind insbesondere die vielen realistischen Geräusche verantwortlich, die die Szenen lebendiger wirken lassen und zum Beispiel den Pferdehof gelungen umsetzen. Die Musik ist manchmal vielleicht etwas zu dramatisch für die jeweilige Handlung, aber auch insgesamt stimmig.

Das Feuer auf Gut Ribbeck ist auf dem Cover noch sehr harmlos dargestellt, lediglich einige Rauchsäulen steigen aus dem Pferdestall nach oben – obwohl dieser laut Folge lichterloh brennt. Im Mittelpunkt steht hier Klößchen, der mit besorgtem Gesichtsaudruck eines der Pferde in Sicherheit bringt. Die passende Gestaltung, die an eine Zeitung erinnert, wird auch wieder im Inneren fortgesetzt.

Fazit: Sabine bringt frischen Wind mit einem Hauch Melancholie in die Folge mit ein, und auch die anderen Charaktere sind gut und markant beschrieben. Einige dramatische Szenen reihen sich an wenige langwierige Passagen ein, insgesamt ist aber eine hörenswerte und kurzweilige Folge entstanden, die mit einem recht ernsten Hintergrund daher kommt und für Verständnis wirbt.

VÖ: 5.Juni 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 88875052652


TKKG – 191. Nord-Nordwest zum Hexenplatz



Erster Eindruck: Auf der Jagd im Wald

Beim Geocaching im nahe gelegenen Wald treffen Tim, Karl, Klößchen und Gaby auf einen ziemlich merkwürdigen Mann, der etwas Schweres vom Feld in den Wald schleift. Als kurze Zeit später noch ein tief fliegendes Flugzeug und eine alte Kräutersammlerin auftauchen und an einem geheimnisvollen Platz eine Seance abgehalten wird, sind die vier schon mitten in einem neuen Fall...

Geocaching liegt momentan voll im Trend, und auch in diversen Jugendserien wird die moderne Schnitzeljagd gern aufgegriffen – TKKG ist dabei in seiner 191. Folge ein weiterer Vertreter. Dies wird jedoch nur als Einstieg in die Handlung benutzt, die sich dann in eine ganz andere Richtung entwickelt und stattdessen eine recht mysteriöse Stimmung aufbaut. Der titelgebende Hexenplatz taucht zwar etwas später auf, doch durch die düstere Hexenbeschwörung gibt es dann eine sehr starke Szene, die TKKG aus der Ferne beobachten. Auch die anderen oben beschriebenen Elemente fügen sich gut ein und unterstützen die geheimnisvolle Atmosphäre, die allerdings von Erwachsenen oder geübten Hörspielhörern recht schnell zu durchschauen ist. Das macht aber nicht allzu viel, denn durch viele packende Szenen und die gelungene Thematik passen gut zusammen und lassen die Handlung spannend wirken. Zwar sind einige Szenen überzogen und wirken unglaubwürdig, insgesamt ist aber eine runde und spannende Folge entstanden.

Sabine Hahn ist in der Rolle der Theresia von Steinbach sehr gut besetzt. Die freundliche alte Dame bekommt durch ihren warmen Klang und ihre ausdrucksstarke Sprechweise eine ganz besondere Aura, die gut in die mysteriöse Stimmung passt. Robin Brosch ist ebenso überzeugend als Kurt Fechner, er spricht markant und kann seine Szenen intensiv wirken lassen. Marion Martienzen ist als Safira ziemlich forsch und energiegeladen, neigt aber gerade gegen Ende etwas zur Übertreibung. Weitere Sprecher sind Erkki Hopf, Stephan Schad und Wolfgang Kaven.

Wie immer haben Heikedine Körting und ihr Team eine stimmige und passende Atmosphäre erzeugt, wobei natürlich besonders die Szene am Hexenplatz heraussticht und ziemlich düster wirkt. Doch auch die restlichen Szenen sind mit stimmiger Musik und vielen realistischen Geräuschen unterlegt, die alles noch lebendiger und nahbarer wirken lassen.

Karl nimmt dieses mal die Hauptrolle auf dem Cover ein, mit Kamera bewaffnet wird er wie im Hörspiel auf dem Feld von dem tief fliegenden Flugzeug verfolgt. Das wirkt recht dynamisch und wird mit der gelungenen Zeitungs-Optik und der typischen tiefblauen Farbe zu einem gelungenen Cover. Das Innere ist wie immer übersichtlich gestaltet, beschränkt sich aber auf die üblichen Informationen.

Fazit: Sicherlich hat auch „Nord-Nordwest zum Hexenplatz“ seine Stolpersteine, wirkt stellenweise überzogen und ist recht leicht zu durchschauen. Dennoch wird durch zahlreiche spannende Szenen, eine geheimnisvolle Stimmung und starke Charaktere eine gelungene Erzählung erzeugt, die kurzweilig ist und gut zu unterhalten weiß.

VÖ: 10.April 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888750526229


TKKG – 190. Der eiskalte Clown



Erster Eindruck: Erpresser hat TKKG im Griff

Tim besucht Gaby und ihre Eltern zum Abendessen, als plötzlich in den Laden von Gabys Mutter eingebrochen wird. Die Aufregung ist groß, obwohl nichts gestohlen wird. Doch als Gaby wieder in ihr Zimmer kommt, fehlt ihr Tagebuch. Kurz darauf werden peinliche Passagen daraus im Internet veröffentlicht, Gaby wird zum Gespött der Schule. Und die Forderungen des Diebs sind heftig...

TKKG kennen sich schon ewig, und auch Gabys Eltern wurden von Anfang an mit in die Handlung einbezogen. Merkwürdig nur, dass es bei der Eröffnungsszene wirkt, als würden sich Tim und Gabys Eltern kaum kennen, so unbeholfen ist das Verhalten der Charaktere. Und auch im weiteren Verlauf der Handlung verhalten sich die Figuren nicht so, wie man es von ihnen kennt: Gaby ist ungewohnt zickig und terrorisiert ihre Kollegen von TKKG regelrecht, Tim ist von mutigen Haudegen zum zurückhaltenden Sprücheklopfer geworden. Dabei ist der Einstieg in die Handlung gar nicht so schlecht gelungen, das Thema des Cybermobbings ist gut dargestellt (auch wenn die veröffentlichten Passagen aus dem Tagebuch so fürchterlich peinlich gar nicht sind), und auch die Verlagerung der Geschichte in die Ugebung der Schule erinnert an gute alte Zeiten. Doch danach entwickelt sich die Geschichte recht merkwürdig und bringt zu viele Themen mit ein, die sich nicht so recht miteinander vertragen wollen. Immer wieder muten einzelne Szenen komisch an, sodass der Gesamteindruck deutlich getrübt wird. Schade, denn reduzierter hätte die Folge durchaus gut funktionieren können.

Rhea Harder bringt Gaby wieder mit viel Energie und Schwung herüber, neigt bei den zickigen Szenen des tierlieben Mädchens aber etwas zur Übertreibung. Gefreut habe ich mich über Renate Pichler-Grimm als ihre Mutter Margot, die mit ihrer sehr weichen und warmherzigen Stimme eine angenehme Atmosphäre schaffen kann. Julia Fölster hat als Sabine zwar keine allzu große Rolle, kann diese aber sehr gut herüberbringen. Weitere Sprecher sind Tim Kreuer, Jona Mues und Stephan Benson.

Musikalisch ist das Hörspiel durchaus rund und stimmig umgesetzt worden, wobei wieder auf das Archiv des Labels zurückgegriffen wurde. Die ausgewählten Melodien passen aber gut zu den verschiedenen Stimmungen der Handlung und gestalten besonders die Szenenwechsel angenehm. Wie immer wurden auch zahlreiche Geräusche eingebaut, die die Szenerie lebendiger machen.

Natürlich ist der eiskalte Clown, der als Titelfigur dieser Folge fungiert, auch auf dem Cover abgebildet. Mit dem roten Haarkranz und dem zum breiten Grinsen verzogenen Mund erinnert er stark an den Clown aus der Stephen-King-Verfilmung „Es“ und wirkt recht unheimlich. Gaby steht einige Meter weiter weg und schaut ihn erschrocken an, der Rest der Bande ist auf diesem Cover nicht zu sehen.

Fazit: Hier fallen die ungewohnten Verhaltensweisen der Charaktere und die Vielzahl an angesprochenen Themen negativ auf, dabei sind viele passende Ansätze erkennbar, ab und an kann auch Spannung aufkommen. Insgesamt scheint die Handlung aber nicht ganz in die Serie zu passen und konnte mich nicht so recht überzeugen.

VÖ: 13.Februar 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888750377425


TKKG – 189. Iwan, der Schreckliche



Erster Eindruck: Großer Einsatz für Oscar

Auf dem Weg zu Klößchens Elternhaus treffen Tim, Karl, Gaby und Klößchen auf ihren Klassenkameraden Robert, der gerade aus einer zwielichtigen Kneipe geschmissen wurde. Er hat dort sein Geld verspielt und sogar einen Kredit aufgenommen, den er nicht zurückzahlen konnte, weswegen der Wirt ihm sein neues Smartphone abgenommen hat. Natürlich wollen TKKG helfen und stoßen schon bald auf einige merkwürdige Vorgänge...

Unzählige Klassenkameraden von TKKG geraten in der nicht näher benannten Millionenstadt in große Schwierigkeiten – und sorgen damit immer wieder für den Start in eine neue Folge der langlebigen Europa-Serie. In Folge 189 ist es der bisher nicht näher in Erscheinung getretene Robert, der die Jugendbande auf die Spur von skrupellosen Verbrechern schickt. Der Titel „Iwan, der Schreckliche“ lässt dabei Schlimmes vermuten, doch diese Erwartungshaltung wird nicht ganz erfüllt. Zwar zrickst der Verbrecher ganz schön rum, lässt sich dann aber in einer merkwürdig anmutenden Schlussszene in aller Ruhe übertöpeln. Immerhin ist der Weg bis dorthin solide erzählt, bietet einige spannende Momente und entwickelt sich konsequent weiter, ohne ins Stocken zu geraten. Die Idee des manipulierten Glücksspiels ist gelungen und wird gut dargestellt, doch so wirklich zünden kann die Handlung nicht – vielleicht weil alles etwas zu routiniert und gleichförmig erzählt wird. Eine durchaus unterhaltsame Folge, die insgesamt jedoch eher im Mittelmaß bleibt.

Sascha Drager ist hier wie immer als Tim zu hören, er wirkt wieder elanvoll und kann mit Energie und Entschlossenheit seine Rolle gekonnt gestalten. Robert, der Klassenkamerad von TKKG, wird von Woody Mues gesprochen, der eine gelungene Leistung abliefert und die verschiedenen Gefühlsregungen des Jungen glaubwürdig darstellt. Udo Schenk ist – natürlich – als Bösewicht der Folge zu hören, seiner markante und eindringliche Stimme setzt auch hier wieder gelungene Akzente. Weitere Sprecher sind Stephan Schad, Sven Dahlem und Tim Grobe.

Ebenso routiniert wie die Erzählweise der Geschichte ist auch die akustische Gestaltung geworden, sodass es keine großen Überraschungen gibt – und keine Ausreißer nach oben oder unten. Präzise sind die einzelnen Geräusche eingebaut, und ebenso passend wurden die einzelnen Musiktitel zur Gestaltung der Szenenwechsel ausgewählt. So entsteht wieder die für die Serie typische Stimmung.

Verfallener Industriecharme wird auf dem Cover präsentiert, was durchaus stimmig in Szene gesetzt wurde. Gezeigt wird eine Szene aus dem letzten Drittel des Hörspiels, in der TKKG das verlassene Gelände inspizieren und sich mit ängstlichen Gesichtern umschauen. Die farbenfrohe Kleidung der Juniordetektive steht in krassem Kontrast zu der gräulichen Umgebung. Ein passendes und gelungenes Cover.

Fazit: Die Handlung wurde solide erzählt und mit einigen Spannungsmomenten und kleinen Überraschungen aufgepeppt, nur der Schluss kann mit der unglaubwürdigen Überführung des Täters nicht so recht punkten. Insgesamt kommt so eine Folge heraus, die eher im Mittelmaß anzusiedeln ist.

VÖ: 21.November 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888430745629


TKKG – 188. Die blauen Schafe von Artelsbach



Erster Eindruck: Ermittlungen im bayrischen Dorf

TKKG machen Urlaub auf dem Land und haben sich schnell mit Xaver, dem Sohn von Bauer Butzmann, angefreundet. Am Tag, bevor die Schafe geschoren werden, zelten die vier in der Nähe des Stalls. Doch in der Nacht hören sie verdächtige Geräusche und entdecken, dass die ganze Herde blau angesprüht wurden – die Wolle ist unbrauchbar. Doch im Dorf scheinen gleich mehrere Bewohner ein Motiv zu haben, sodass sich TKKG mit Xaver durch viel Dorfgetratsche arbeiten müssen...

Für gewohnt ermitteln TKKG in der nicht näher benannten Millionenstadt, doch in Folge 188 geht es in ein ungewohnten Umfeld, das ländliche Dorf bietet dennoch viel Potenzial – und nicht nur ein Verbrechen, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt. Doch was etwas überladen wirkt sorgt auch für den Unterhaltungswert von „Die blauen Schafe von Artelsbach“, die vielen missmutigen Bewohner des Dorfes und das vielleicht etwas klischeebeladene, aber unterhaltsame Getratsche sind gut getroffen. Dabei ermitteln TKKG zusammen mit Xaver und haben unterschiedliche Verdächtige, entdecken immer neue Motive und Zusammenhänge. Auch die Konfrontationen mit den Dorfbewohnern im örtlichen Wirtshaus ist mit derbem Humor und dem nachgesagten Sturkopf gekonnt und glaubhaft in Szene gesetzt. Allerdings sind die Situationen, in denen die Detektive aus einem Versteck heraus beobachten und dann natürlich doch entdeckt werden, nicht nur zu häufig eingebaut, um noch wirklich spannend zu wirken, sondern auch zu einfach aufgelöst. Wegen der gelungenen Darstellung des Dorflebens, den interessanten Charakteren und der überraschenden und unerwarteten Auflösung eine durchaus hörenswerte Folge der Serie.

Stefan Hossfeld ist hier als Bauer Butzbach zu hören, er kann mit passendem bayrischen Dialekt und lautem, polterndem Auftritt eine überzeugende Leistung abliefert. Sein Sohn Xaver wird von Philipp Drager gesprochen, der zwar gerade gegen Ende noch Potenzial nach oben hat, insgesamt aber recht glaubwürdig wirkt. Kornelia Lüdorff ist als schroffe Wirtin zu hören und kann das Dorf-Urgestein mit ganz eigenem Charme ausstatten. Weitere Sprecher sind Pat Murphy, Stephan Schwartz und Martin Krah.

In Sachen Produktion wurde besonders viel wert auf eine vielfältige Geräuschkulisse gelegt, sodass jede Szene mit den passenden Sounds unterlegt wurde. Seien es diverse Tiergeräusche, Tellergeklapper oder Türknarzen, die Szenen wirken so deutlich lebendiger. Die Musik tritt dabei deutlich in den Hintergrund, ist aber wie immer stimmig ausgewählt.

Die nächtliche Szene im Schafstall ist auch auf dem Cover dargestellt, TKKG entdecken gerade die besprühte Herde und schauen ziemlich erschrocken drein. Die düstere Szene ist zwar stimmungsvoll umgesetzt, die Gesichter wirken auf mich jedoch unnatürlich, besonders Tim schaut merkwürdig drein. Die gelungene Gestaltung mit den Zeitungsausschnitten kommt auch hier wieder gut zur Geltung.

Fazit: Die Stimmung des kleinen Dorfes wird gekonnt dargestellt, besonders die durchaus komplexen Beziehungen zwischen den Bewohnern und der Dorftratsch werden gut dargestellt. Das hilft, die kleinen Schwächen im Drehbuch zu verzeihen, auch wenn das Ende doch etwas unglaubwürdig wirkt. Insgesamt aber eine solide und unterhaltsame Folge der Serie.

VÖ: 12.September 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888430745421


TKKG – 187. Ausspioniert!



Erster Eindruck:

TKKG dürfen das Tonstudio besuchen, in dem der Klang für den neuesten Schokoriegel der Firma Sauerlich designt wurde. Doch nach diesem interessanten Ausflug treffen die vier einen am Boden zerstörten Hermann Sauerlich an, denn genau dieses neue Produkt wurde von einer Konkurrenzfirma bis ins Detail kopiert und einige Wochen früher auf den Markt gebracht. TKKG finden sich bald mitten in einem Fall wieder...

Zugegeben, nicht alle Folgen von TKKG konnten überzeugen, besonders einige Folgen jenseits der 100 waren für Fans der kultigen Jugendkrimiserie ziemlich ernüchternd. Umso erfreulicher ist es da, dass die Serie seit einigen Folgen solide bis gute Hörspiele auf den Markt bringt, und diese Kette reißt auch mit Folge 187 nicht ab. Im Gegenteil, „Ausspioniert!“ ist sogar recht interessant, da das Thema Industriespionage bisher noch nicht behandelt wurde und so frischen Wind in die Handlung bringt. Zwar gibt es auch hier einige Schwachpunkte, wie den Einbruch bei der Konkurrenzfirma mit Bolzenschneider und Stehlen eines Laptops seitens der nicht mehr ganz so integer scheinenden Detektive. Davon abgesehen ist die Folge aber kurzweilig erzählt, die Charaktere fügen sich – abgesehen von Karls doch etwas unrealistisch wirkenden Computerkenntnissen – gut in das Geschehen ein, es gibt gelungene Szenenwechsel und insbesondere eine sehr stimmungsvolle Verfolgungsszene im Wald, die viel Aufschluss über den weiteren Verlauf der Folge verspricht. Auch die Schlussszene kann mit ihrem ungewöhnlichen Ort und einer spannenden und trickreichen Jagd punkten, auch wenn die Auflösung des Täters nicht überraschend kam, sondern schnell deutliche Hinweise hierauf hinwiesen. Insgesamt also eine durchaus starke Folge mit einigen, vernachlässigbaren Schwächen.

Die Sprecher gefallen mit hier recht gut, besonders Henry König konnte mich als Klößchens Vater Hermann Sauerlich mit seiner markanten Stimme und dem glaubhaften Auftreten überzeugen. Brigitte Bottrich spricht seine Gattin Erna mit einem ebenso souveränen Auftritt. Caroline Kiesewetter sorgt in der anfänglichen Szene im Tonstudio für eine angenehme Stimmung und kann zudem einige technische Details lebendig und einprägsam erklären. Weitere Sprecher sind Oliver Böttcher, Peter Lakenmacher und Joachim Kerzel.

Schön, wie auch hier einige Soundeffekte eingespielt werden, um Leben in die Handlung zu bringen und einige Vorgänge besser verständlich zu machen. So wirkt alles in sich stimmig, zumal die eingespielte Musik für die passende Atmosphäre sorgt. Diese wird zwar meist nur während der Szenenwechsel eingespielt, kann hier dann aber auch mit passendem Klang überzeugen.

Das Cover zeigt die oben erwähnte Szene mit einer unerwartet verlaufenden Szene im Wald. Während der geheimnisvolle Mann samt gut und Trenchcoat sein Gesicht vor dem Betrachter verbirgt, weil er mit dem Rücken zu ihm steht, sind die vier Detektive und Hund Oskar in erschrockenen Posen in einigem Abstand zu sehen. Die gut gestaltete und detailreiche Hintergrundlandschaft ist sehr hübsch anzusehen.

Fazit: Das sehr gut gewählte und ungewöhnliche Thema der Wirtschaftsspionage wurde hier gekonnt umgesetzt, auch wenn einige Szenen nur wenig überzeugend wirken. Doch es wurde geschafft, eine stimmige und dynamische Geschichte zu schaffen, die durchaus seine Highlights hat und mit einer gelungenen Wendung punkten kann. Hörenswert!

VÖ: 11.April 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888430314023


TKKG – 186. Die schlafende Chinesin



Erster Eindruck: Knuddeldrache und zuckersüße Asiatin

Eine neue Kunstausstellung im Museum lockt zahlreiche Kunstinteressierte in die Millionenstadt, auch Klößchens entfernte Tante Dorothea wird insbesondere von einer wertvollen Statue, der schlafenden Chinesin, angelockt, hat aber auch genügend Energie, ihren Neffen mit ihrer Liebe zu überhäufen. Doch kurz vor der Eröffnung wird unter merkwürdigen Umständen genau diese Statue gestohlen – und TKKG scheinen die einzigen Zeugen zu sein…

Kunstraub ist zugegebenermaßen nicht das neueste und originellste Thema der Juniordetektivserie TKKG, doch auch wenn einige Motive bereits bekannt sind, wurden diese hier gut neu zusammenkomponiert und ergeben so eine recht gute Episode für Tim, Karl, Klößchen und Gaby. Zuerst fällt auf, dass die Geschichte nicht nur einseitig von einem Mitglied der Bande erzählt wird, sondern jeder seine Stärken und Fähigkeiten einbringen kann. Auch die Nebencharaktere sind gut geschildert und bieten reichlich Potenzial, um sie spannend und markant erscheinen zu lassen. Eine sehr witzige Komponente wird durch Klößchens Tante eingebracht (auch wenn dieser nicht müde wird zu erklären, dass es sich bei Dorothea nicht um seine richtige Tante, sondern eine entfernte Verwandte handelt). Mit ihrer Aufdringlichkeit und ihrem sehr schrulligen Verhalten bringt sie Schwung und Humor mit. Der Fall ist reichlich rätselhaft, sodass auch der Hörer mitknobeln kann, was hinter den merkwürdigen Ereignissen steckt. Besonders gelungen ist, dass man als erfahrener Hörer auf eine falsche Fährte gelockt wird und jemand ganz anderen in Verdacht hat. Die Auflösung ist dann plausibel geschildert und lässt alle Details der Handlung schlüssig wirken. Auch, wie TKKG den Täter überführen, ist ein gelungener Einfall und eher untypisch, auch das bringt neue Energie. Eine sehr positive Folge, die mir mal wieder wirklich gut gefallen hat.

Traudel Sperber kann als Tante Dorothea ihre komödiantische Seite zeigen, mit viel Elan und Energie überschüttet sie Klößchen mit ihrer Liebe und sorgt dabei für zahlreiche Lacher. Ihre Darstellung ist dabei sehr treffend und dürfte die Hörer an die eigenen zuckersüßen Schreckgespenster ihrer Jugend erinnern. Birke Bruck ist als überdrehte und ziemlich unsympathische Frau von Dünkelsheim zu hören. Zwar ist ihre Passage zwar nicht die längste, mit ihrer aufgedrehten und leicht schroffen Art kann sie aber Eindruck hinterlassen. Rasmus Borowski spricht Olaf Greimel und formt einen etwas einfältigen Charakter, der sich gut in das Konzept der Folge einfügt. Weitere Sprecher sind Eberhard Haar, Klaus Dittmann und Sven Dahlem.

„Die schlafende Chinesin“ ist sehr sauber produziert worden, Musik und Geräusche wurden professionell wie immer eingefügt. Dabei wird auf die jeweilige Stimmung der einzelnen Szenen eingegangen, sodass während der Szenenwechsel die passenden Melodien zu hören sind. Geräusche wurden hier eher punktuell und nicht als Gestaltung einer bestimmten Szenerie verwendet.

Obwohl der Titel anderen vermuten lässt, ist auf dem Cover nicht das Abbild der schlafenden Chinesin zu sehen, sondern ein Szenenbild mit TKKG. Sie stehen vor einem großen Anwesen, während im Hintergrung ein Polizeiwagen anfährt. Besonders niedlich ist hier Oskar abgebildet, der sich die Seele aus dem Leib zu bellen scheint. An der restlichen Aufmachung hat sich nichts geändert, wieder wurde das Design mit den Zeitungsausschnitten angewendet.

Fazit: Hier wurden einige bereits bekannte Motive variiert und zu einer frisch und ungezwungen wirkenden neuen Geschichte geformt. Dabei können sowohl die Nebenfiguren als auch die spannende und kurzweilige Handlung überzeugen. Für Überraschungen und brenzlige Szenen ist gesorgt, sodass eine richtig gute Folge entstanden ist.

VÖ: 14.Februar 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888430108028


TKKG – 185. Der unsichtbare Dieb



Erster Eindruck: Diebstahl auf hohem Niveau…

Tim wurde bestohlen! Als er von Gaby von einem Jogginglauf ins Adlernest zurückkommt, das Klößchen gerade geputzt hat, ist seine teure Armbanduhr verschwunden. Doch der Dieb hat keinerlei Spure hinterlassen. Zuerst haben sie einen Mitschüler im Verdacht, doch als ein weiterer Diebstahl ohne Spuren begangen wird, wittern die drei einen Fall größeren Ausmaßes. Wie kann ihnen Karls Vater weiterhelfen?

Nach 185 Folgen TKKG ist es nicht immer einfach, die Fans zu überzeugen, nicht alle der letzten Folgen konnten punkten, sodass ein eher durchwachsener Eindruck der Serie entstanden ist. „Der unsichtbare Dieb“ hingegen ist aber wieder richtig gelungen, auch wenn es anfangs gar nicht danach aussieht. Denn durch recht offensichtlich gelegte Hinweise zu Beginn hat man schnell eine Ahnung, in welche Richtung der Fall führen könnte – aber dass dies nur ein geringer Teil der Lösung ist, überrascht dann doch. Zunächst wird aber noch ein kleines Zwischenstück mit einem Mitschüler eingebaut, das typisch für die Serie ist und zudem noch auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht. Später wird dann der Fall in die eigentliche Richtung gelenkt, nimmt von dort an aber immer wieder kleinere Wendungen und offenbart die kompletten Hintergründe erst ganz am Schluss. Stück für Stück puzzeln die Detektive hier am Gesamtbild, und dabei werden die einzelnen Charaktere gut ausgenutzt: Tim ist für die glücklicherweise nicht im Übermaß vorhandenen Actionszenen verantwortlich, Klößchen für den Humor, der hier aber nicht allzu platt ist, Gaby hat durch ihren Vater die Verbindung zur Polizei und kann mit ihr ausgeglichenes Wesen einbringen, während Karl endlich mal wieder seine ganzen Computerkenntnisse ausspielen. Zudem ist sein Vater stark in den Fall eingebunden, was sehr passend ist und sich gut einfügt. Auch der Aufbau ist gelungen, die Spannung nimmt stetig zu und endet in einer sehr guten Überführung des Täters. Schön, dass wieder eine so runde Folge entstanden ist, eine der besten Folgen der letzten Zeit.

Volker Bogdan ist als Karl Vater zu hören und kann diesen sehr überzeugend darstellen. Mit seiner leicht zerstreuten Art und seiner glaubwürdigen Sprechweise kann er hier in einer etwas größere Rolle überzeugen. Bruno F. Apitz spricht Peter Sturm, er hat einen recht einprägsamen Klang und spricht die Rolle sauber und mit gelungenem Sprechrhythmus. Auch Angela Roy kann überzeugen und spricht die Rolle der Frau Teichtl mit Elan und in jeder Situation passend. Weitere Sprecher sind Woody Mues, Alexandra Doerk und Dietmar Krause.

In Sachen Musik und Geräusche wird gewohnte und solide Kost geboten, und das bedeutet insbesondere zahlreiche Sounds, die von Wanda Osten eingespielt wurden. So wirkt hier alles glaubwürdig und stimmig, die Szenen wirken lebendig und lassen sich gut nachvollziehen. Auch die Musik vom fetzigen Titelsong bis zu kleinen, eigespielten Melodien kann überzeugen.

Eine Szene aus dem Hörspiel ist auf dem Cover zu sehen, in kräftigen Farben und mit dem typischen, sehr klaren Zeichenstil werden TKKG zusammen mit Hund Oskar auf dem Gelände einer Tiertrainerin von einem Hund verfolgt. Der detailreiche Hintergrund wirkt dabei ebenso gut wie die Juniordetektive im Vordergrund. Die restliche Gestaltung ist wie immer sehr schlicht außer der üblichen Trackliste auf der Rückseite sind keine weiteren Extras vorhanden.

Fazit: TKKG präsentieren hier mal wieder eine richtig starke Folge. Einige falsche Fährten, ein wendungsreicher Verlauf und die sehr gute Einbindung der Charaktere sorgen für ein kurzweiliges Hörspiel. Besonders die Auflösung des Ganzen ist nicht nur sehr schlüssig, sondern kann auch kleine Details aus der Handlung sinnvoll aufklären. Solche Folgen könnten gerne zur Regel werden.

VÖ: 22.November 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887654415820


TKKG – 184. Die ewige Finsternis



Erster Eindruck: Totale Finsternis in der Millionenstadt

Tim, Gaby, Karl und Klößchen hatten kurz vor Weihnachten auf einen gemütlichen Kinoabend gehofft. Doch ein kompletter Stromausfall legt die ganze Stadt lahm, weder die Straßenbeleuchtung noch die Alarmsysteme der Stadt oder die Haushalte werden mit Elektrizität versorgt. Am nächsten Tag wird Bilanz gezogen: Zwar kann man sich nicht erklären, warum der Strom plötzlich ausgefallen ist, aber dafür haben einige Ganoven die Gunst der Stunde genutzt…

Es geht auf Weihnachten zu, und dieses Thema wird auch immer wieder in diversen Hörspielen aufgegriffen. Auch die 184. Folge von TKKG spielt mitten im Dezember, doch statt besinnlich Plätzchen zu backen muss das Detektivquartett wieder mal einen Kriminalfall lösen – und der ist gar nicht mal so schlecht erzählt und eine der besseren Folgen der letzten Zeit. Der mangelnden Qualität, die einige Fans den Vorgängern vorwarfen, wurde hier mit einer gelungenen Geschichtsführung und einer guten Ausnutzung der einzelnen Charaktere begegnet. Gerade vier Hauptfiguren wirken glaubwürdiger und werden nicht so überzogen, fast schon sich selbst karikierend dargestellt. Tim ist kein unschlagbarer Superheld, Gaby nicht einfach nur das Mädchen ohne selbstständige Eigenschaften. Die Dunkelheit in der Stadt wird gut genutzt, um eine unheimliche Stimmung zu schaffen, einige der Szenen wirken wirklich unheimlich und spannend. Auch der Verlauf der Geschichte ist flüssig und kommt zu großen Teilen ohne überflüssigen Ballast aus. Eine Höchstwertung wird jedoch durch einige Elemente verhindert, die einfach nicht passen wollen und die Glaubwürdigkeit arg trüben. Dass in einer so großen Stadt gerade für Banken auch bei einem Stromausfall keine Elektrizität für Alarmanlagen zur Verfügung gestellt wird beispielsweise. Auch wurden einige Themen zu viel verarbeitet, die Handlung wirkt an einigen Stellen etwas zu überladen. Aber eine deutliche Steigerung der Serie ist zu erkennen, entstanden ist eine runde und gelungene Folge.

Wolfgang Draeger hat hier mal wieder einen etwas größeren Auftritt als Kommissar Glockner und kann dabei sehr warmherzig klingen, aber auch mal seine etwas strengere Seite hervorkehren. Als Gastsprecher ist unter anderem Hein Lieven als Karl-Walter Wichtigmann zu hören, der gut in die Atmosphäre dieser Geschichte passt und seinen Charakter gut auszustatten weiß. Auch Rüdiger Schulski, der schon in anderen Folgen der Serie auftrat, kann als Leopold Odenhafer eine überzeugende Leistung abliefern. Weitere Sprecher sind Henry König, Robert Steudtner und Alexander Mettin.

Von heimeliger Weihnachtsmusik ist hier natürlich nichts zu hören, dafür wurden einige passende und stimmige Melodien ausgewählt, um der Geschichte die passende Atmosphäre zu verleihen – einige davon sind schon aus anderen Produktionen bekannt. Doch es sind die verschiedenen Geräusche, die hier effizient und gut platziert eingesetzt wurden, um die unheimliche Stimmung einiger Szenen umzusetzen.

Die Gestaltung mit den Zeitungsausrissen wird seit einigen Folgen eingesetzt und verliert auch hier seine Wirkung nicht, auch die Trackliste auf der Rückseite gehört hierzu und lockert gleichzeitig die Gestaltung auf. Das Titelbild zeigt die dunkle Stadt und wirkt dabei hübsch unheimlich und greift somit die Stimmung der Handlung auf. Auch die stellenweise Beleuchtung von Mond und Taschenlampe wirken hier gut.

Fazit: Auch wenn einige Elemente überzogen oder unglaubwürdig wirken, ist insgesamt eine gute und positiv zu bewertende Folge entstanden. Der Verlauf ist flüssig und kurzweilig, viele Szenen sind spannend und stellen die Charaktere in ein Licht, in dem sie gut wirken können. Hier wird gezeigt, was noch alles in der Serie stecken kann.

VÖ: 27.September 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887654415721


TKKG – 183. Blindgänger im Villenviertel



Erster Eindruck: Alleingang für Gaby

Klößchens Eltern sind für ein paar Tage in den Herbstferien verreist und haben TKKG ihre Villa überlassen. Doch für Gaby heißt es trotzdem früh aufstehen, denn sie hat einen Ferienjob in einem Juwelierladen angenommen, um bei der jährlichen Inventur zu helfen. Doch am Morgen ziehen zwei Polizisten durch die Straße, um die Bewohner zu evakuieren – eine alte Fliegerbombe wurde in der Nachbarschaft entdeckt und muss eventuell gesprengt werden…

Schon seit längerer Zeit tun sich viele Fans mit der Entwicklung der langlebigen Hörspielserie „TKKG“ von Europa recht schwierig, und daran dürfte auch 183. Folge nichts ändern, denn viele Fehler der Vergangenheit wurden hier übernommen. Dass nach einer so hohen Anzahl an Geschichten nicht mehr alles innovativ und neu sein kann, ist klar. Dennoch sollte man erwarten können, dass etwas mehr Abwechslung präsentiert wird als hier. Schon nach wenigen Minuten ist klar, was hinter dem Verbrechen steckt, alles wirkt vorherbestimmt und bietet so nur Spannung in einem sehr eingegrenzten Rahmen. Und auch die Charaktere agieren nicht so, wie man es von ihnen kennt. Superhirn Karl erkennt die falschen Polizisten nicht, Tim hat plötzlich riesige Angst in der Kanalisation und lässt Gaby des nachts alleine aus dem Haus, diese wiederum hat nichts Ängstliches mehr, sondern löst den Fall quasi im Alleingang. Noch zahlreiche weitere Ungereimtheiten tauchen auf, sodass der Hörer oft ein befremdliches Gefühl bekommt. Und wieder einmal wird Gaby entführt – wahrscheinlich haben viele aufgehört zu zählen, wie oft dies bisher passiert ist. Die anfängliche Anspielung auf einen gewissen Film von Stephen King ist allerdings ganz witzig, zumal darauf auf im weiteren Verlauf noch einmal angespielt wird. Leider konnte mich diese Folge nicht überzeugen, zu viele Stolpersteine wurden hier eingebaut, zu unstimmig die einzelnen Komponenten, zu unspannend die Handlung.

Auch die Sprecher können hier nicht mehr viel retten, was insbesondere an den merkwürdigen Wandlungen der Rollen liegt. Gut ist Eberhard Haar als Juwelier Andresen, der anfangs sehr nett und freundlich klingt und später eine ganz andere Seite zeigt. Dafür sind seine beiden Kumpanen Leonhard Mahlich und Daniel Welbat (unglaublich die stimmliche Ähnlichkeit zu seinem Vater) recht unglaubwürdig, was an den wirklich merkwürdig trottelig angelegten Charakteren liegt. Rhea Harder finde ich als Gaby nicht schlecht, aber sie wirkt wie ein komplett anderer Mensch wie vorher. Natürlich sind auch Sascha Draeger, Niki Nowotny und Manou Lubowski wieder zu hören.

Hier sind viele, neue und modern wirkende Musikstücke eingebaut, der für das Label typische Griff in das umfangreiche Archiv hat also nicht stattgefunden. Das gefällt mir gut, denn so werden eingetretene Pfade verlassen, und die Geschichte bekommt einen frischeren Anstrich. Die Geräusche sind gut eingefügt und klingen glaubwürdig, sodass sich hier ein stimmiges Gesamtbild ergibt.

Es ist eine mondbeschienene, finstere Nacht, in der Gaby auf dem Cover ihren Spaziergang mit Oskar macht. Dieser rennt freudig durch die Straße, während sich Gaby erschrocken nach ihm umdreht. Das Motiv greift gleich eine der ersten Szenen auf und passt sehr gut zu der Folge. Das Artwork mit dem Zeitungsausschnitt ist wieder stimmig und zieht sich durch die gesamte Aufmachung der Folge.

Fazit: Zu viele Stolpersteine stören den Verlauf der Handlung – unglaubwürdige Charaktere, unsinnige Begebenheiten, eine vorhersehbare Geschichte, kein wirklicher Spannungsbogen. Diejenigen, die mit TKKG aufgewachsen sind, werden hieran kaum Spaß haben, zu anders sind die Geschichten, und auch für Neu-Hörer gibt es deutlich bessere Folgen.

VÖ: 26.Juli 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887654415622


TKKG – 182. Im Bann des Übersinnlichen



Erster Eindruck: Wahre Magie oder Betrug?

Die Millionenstadt, in der Tim, Karl, Klößchen und Gaby wohnen, ist völlig von Magie und übersinnlichen begeistert, denn der berühmte Magier Alessandro Andrea Giovini gibt seine spektakulären Shows zum Besten. Doch als ein zwielichtiger Hellseher auf dem Rummel gleich mehrere Besucher um ihr Geld erleichtert, wittern TKKG einen Zusammenhang und beginnen damit, den Magier zu beschatten…

Gleich zwei Umbesetzungen aufgrund von Todesfällen im Hauptcast musste die langlebige Juniordetektivserie TKKG in den letzten Jahren verkraften, nach dem Tod von Edgar Bessen ist nun, in Folge 182 mit dem Titel „Im Bann des Übersinnlichen“, ist nun ein neuer Kommissar Glockner zu hören. Ansonsten ist die Mixtur der Serie gleich geblieben, mit einem durchaus spannenden Thema wird hier ein Fall verknüpft, der wieder etwas „klassischer“ ist und viel Ermittlungsarbeit bietet. Der Beginn ist mit dem Besuch auf dem Rummel und Klößchen plötzlicher Not gut gelungen, sodass TKKG gleich persönlich in den Fall eingebunden sind. Und auch danach geht es zumindest kurzweilig und unterhaltsam weiter, auch wenn der Fall für geübte Hörspielhörer nicht allzu viele Überraschungen bietet. Dafür recherchieren die Vier Mal wieder richtig, beobachten im Stillen, um zum richtigen Zeitpunkt zuzuschlagen. Ein gekonnt erzählter Fall mit interessantem Thema, sodass sich alles gefällig zusammenfügt.

Die Sprecher machen hier ihre Sache richtig gut, auch die Nebenrollen können hier überzeugen. Mit Wolfgang Draeger gibt es nach dem Tod von Edgar Bessen einen Neuzugang als Kommissar Glockner – und Fans der Serie dürften ihn natürlich noch aus den ersten Folgen in eben dieser Rolle kennen. Mit seiner sehr sympathischen Stimme kann er den Vater von Gaby als einen freundlichen Mann darstellen, aber auch mal ein wenig härter klingen und so die Rolle als Polizist ebenso einnehmen. Robert Missler macht seine Sache als Alessandro Andrea Giovini sehr gut, er kann ihn sehr undurchsichtig erscheinen lassen, man zweifelt gleich an seiner Aufrichtigkeit. Gut gefallen hat mir hier wieder Manou Lubowski, der als Klößchen sich wieder gegen seine Rolle als reiner Pausenclown wehrt und wieder ein wenig mehr Ernsthaftigkeit einbringen. Weitere Sprecher sind Regina Lamster, Lutz Mackensy und Anton Sprick.

In Sachen Musik und Geräusche wird hier auf bewährte Kost gesetzt, sodass alles zu einem klassischen Juniordetektivhörspiel verschmilzt. Dabei werden die Dialoge stets in den Vordergrund gerückt, während die Musik nur als Szenenübergang eingesetzt wird und dort die Stimmung auflockert. Die Geräusche verleihen der Handlung mehr Glaubwürdigkeit und lassen die Szenen lebendiger wirken.

Auf dem Cover ist eine Szene aus der Zaubershow von Alessandro Andrea Giovini zu sehen, auf der hell erleuchteten Bühne mit dem Schriftzug seines Namens im Hintergrund lässt er eine seiner Assistentinnen in der Luft schweben, während weitere Utensilien seiner Show um ihn herum aufgebaut sind. Die vier Mitglieder von TKKG sind hier nur schwach beleuchtet und halb von hinten im Publikum zu sehen.

Fazit: Das Thema mit dem geheimnisvollen Magier verknüpft mit einem interessanten Betrugsfall lassen diese Folge unterhaltsam werden, zumal auch die Sprecherleistung stimmt.

VÖ: 12.April 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887654415523


TKKG – 181. Der vertauschte Koffer



Erster Eindruck: Kinderarbeit und Steuersünder-CDs

Klößchen ist mit dem Zug auf der Rückreise aus der Schweiz und findet in der alten Dame Elfriede Düsberg eine nette, aber recht geschwätzige Reisegefährtin. Zu Hause angekommen merkt Klößchen, dass er versehentlich den Koffer verwechselt hat – und dass Frau Düsberg jede Menge Bargeld in ihrem Gepäck transportiert hat. Doch als er sie zusammen mit Tim, Karl und Gaby besucht, will sie plötzlich nichts mehr davon wissen…

Nach Stefan Wolf, dem Erfinder von TKKG, schreiben nun wechselnde Autoren die Geschichten um Tim, Karl, Klößchen und Gaby. Eine alte Bekannte der Serie hat nun erstmals zum Stift gegriffen: Katja Brügger, die ansonsten eher als Sprecherin bekannt ist, hat die 181. Folge der Serie mit dem Titel „Der vertauschte Koffer“ verfasst. Und siehe da, sie hat es geschafft, das Wesen der Bande einzufangen und sogar ein paar nostalgische Gefühle einzubringen, die an die vielgelobten „alten Zeiten“ der Serie erinnern. Dabei werden gleich zwei aktuelle Themen eingeflochten und weitergehende Informationen zu diesen gegeben: Zum einen Kinderarbeit, die am Rande erwähnt wird und auch in Bezug zu Herrn Sauerlichs Schokoladenimperium gesetzt wird. Zum anderen ist Steuerflucht das zentrale Thema der Folge, und auch der Ankauf von Steuer-CDs wird hier thematisiert. Interessant, da so auch jugendliche Zuhörer verständliche Informationen erhalten. Der Fall, der darum gestrickt wurde, hat zwar einige Längen, die sich ziehen und nur wenige entscheidende Informationen zum Fall bieten, ist insgesamt aber unterhaltsam, besonders im letzten Drittel passiert recht viel. Und gerade hier erinnert viel an frühere Folgen, auch wenn deren Charme nicht ganz erreicht wird. Eine insgesamt durchaus gelungene Folge und ein guter Auftakt für die neue Autorin.

Heidi Berndt ist als Elfriede Düsberg zu hören und kann die ältere Dame mit viel Herzlichkeit und einer großen Portion Geschwätzigkeit versehen, aber auch die emotionaleren Momente gut einfangen. Ihr Sohn Bruno wird von Leonhard Mahlich gesprochen, der einen typischen skrupellosen Bösewicht der Gegner ist und diesen mit hartem Ausdruck gut vermitteln kann. Sehr gut gefallen hat mir Marianne Bernhardt als Frau Sauerlich, die mit ihrem angenehmen Klang für schöne Momente sorgt. Weitere Sprecher sind Guido A. Schick, Fabian Harloff und Lutz Harder.

In Sachen Musik und Geräusche wird wieder auf bereits bekannte, solide Kost gesetzt, sodass hier qualitativ ein guter Standard erreicht wird. Die Geräusche passen bestens in die Handlung und haben teilweise nostalgischen Charme, sie gestalten die Szenen lebendiger und lassen einige Vorgänge klarer werden. Die Musik ist wie immer passend ausgewählt und kann Szenenübergänge gut überbrücken.

Verfolgt von einem Auto werden TKKG auf ihren Fahrrädern auf dem Cover dargestellt, im Hintergrund die Millionenstadt in einsetzender Dämmerung – ein ansprechendes Bild, das aber recht beliebig ist und zu (fast) jeder anderen Folge auch gepasst hätte. Auf der Rückseite ist wieder eine Trackliste zu finden, während die Gestaltung mit den Zeitungsausschnitten wieder sehr gut zur Geltung kommt.

Fazit: Eine gute Folge der Serie mit aktueller Thematik und einem ansprechenden Verlauf, besonders das letzte Drittel ist gelungen.

VÖ: 15.Februar 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887654283320


TKKG – 180. Alarm im Raubtierhaus



Erster Eindruck: Abenteuer im Zoo

Ein Schulpraktikum steht für TKKG an, und während sich Tim und Karl auf einer Art Bauernhof umsehen, sind Gaby und Klößchen im Zoo im Einsatz. Doch dort häufen sich die Pannen, und nachdem eine Katastrophe mit einer offenen Tür beim Eisbären verhindert werden konnte, sind bald die Geparden auf freiem Fuß und stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Menschen dar, TKKG beschließen, einzugreifen...

TKKG und die Tierwelt – schon des öfteren wurde dieses Motiv in den Geschichten rund um die Jugendbande aufgegriffen. Wirklich etwas Neues kann man hier also nicht erwarten, aber das ist bei Folge 180 sicherlich auch zu viel verlangt. Und so wechseln sich auch bei dieser Folge wie immer in letzter Zeit Licht und Schatten ab. Positiv ist anzumerken, dass hier wirklich über lange Zeit nicht klar ist, wer der Täter und was das Motiv ist. Miträtseln ist also angesagt, und die Aufklärung hält dann auch wirklich einige Überraschungen bereit, ohne allzu überzogen zu wirken. Auch scheint sich die Verteilung der Sprechparts auf die einzelnen Mitglieder nicht mehr so deutlich auf Tim zu konzentrieren, auch Karl und Gaby tragen deutlich zur Lösung des Falles bei. So ist der Verlauf auch durchaus spannend und abwechslungsreich gelungen – doch das ist erst nach etwa 20 Minuten der Fall, die Introszenen sind nämlich recht schwerfällig geworden. Hier kommen viele eher belanglose Zusatzinformationen ins Spiel, auf die man gut hätte verzichten können. Eine Kürzung um ein Viertel der Laufzeit hätte das ganze gestrafft und dynamischer wirken lassen. Und wirkliche Spannung mag trotz aller Unwägbarkeiten nicht aufkommen. So kommt eine durchschnittliche Folge der Serie heraus, die sicherlich schon deutlich schlechtere Episoden hervor gebracht hat.

Schön, dass mal wieder Eckart Dux in einem Hörspiel mit dabei ist, den Zoodirektor Bauernfeind kann er mit seiner markanten Stimme gut auskleiden und immer wieder für interessante Momente sorgen. Frank Meyer-Brockmann spricht Tierpfleger Meyer und kann dabei ebenfalls seine Rolle gut gestalten und diese glaubwürdig herüberbringen. Gustav Adolph Artz ist als Bauer Dirk mit dabei, der den ungewöhnlichen Charakter mit viel Elan spricht. Weitere Sprecher sind unter anderem Mario Grete, Peter Weis und Katja Brügger.

Solide ist die akustische Umsetzung dieser Folge, die wie immer vorrangig Melodien aus dem großen Archiv von Europa stammen. So entsteht eine interessante Mischung aus Nostalgie und neuen Eindrücken. Wirklich gut ist die Umsetzung an Geräuschen, die ohne große Knalleffekte auskommen und trotzdem den Kern der Handlungen gut ausdrücken können und das Geschehen lebendiger erscheinen lassen.
Fauchende und zähnefletschende Geparden, eingesperrt in einen Metallkäfig mit strohbedecktem Boden – das ist das Hauptmotiv des Covers und steht klar im Vordergrund. Dass TKKG gerade in eben diesen Raum eintreten, wird da fast schon zur Nebensache. Insgesamt ein ansehnliches und gelungenes Cover, das wieder von der pfiffigen Gestaltung mit den Zeitungsausschnitten profitiert.

Fazit: Ein langatmiges Intro und zu wenig Spannung, dafür aber mal ein Fall, der nicht allzu durchsichtig ist und nicht zu stark auf Tim fixiert ist. Eine solide Folge, aus der aber mehr hätte herausgeholt werden können.

VÖ: 23.November 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 887254425922


TKKG – 179. Abzocke im Online-Chat



Erster Eindruck: TKKG und die multimediale Welt…

TKKG können ihren Augen kaum trauen, als sie ihren Schulkameraden Patrick Schneider beim Klauen erwischen, dabei hat er doch sonst eine blütenreine Weste. Als sie ihn zur Rede stellen erfahren sie dass er in eine Internetfalle getappt ist und nun gleich mehreren Stellen viel Geld schuldet. TKKKG machen sich natürlich sofort daran, den Fall aufzuklären…

Moderne Themen stehen bei TKKG momentan sehr hoch im Kurs, schließlich soll die mittlerweile einige Jahre zählende Serie ja immer noch frisch und jugendlich wirken. Ob das immer so ganz passen mag, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier geschrieben. Auch die 179. Folge mit dem Titel „Abzocke im Internet“ dreht sich um Verbrechen in der multimedialen Welt, hat aber zum Glück einige sehr reale Anknüpfungspunkte, sodass wir nicht innerhalb der Laufzeit von einer Stunde Karl beim Surfen zuhören müssen. So gibt es auch hier beispielsweise eine nächtliche Geldübergabe im Park, die alles andere als erfreulich für TKKG endet, Verfolgungsjagden und die Entführung eines TKKG-Mitgliedes dürfen dabei auch nicht fehlen. Das ist insgesamt recht unterhaltsam umgesetzt, aber einige Fehler in der Kontinuität der Serie stören ein wenig das Hörvergnügen. So verhalten sich die Mitglieder der Bande oftmals ganz anders, als man es von ihnen bisher gewohnt war, Tim ist beispielsweise manchmal recht kleinlaut und bei weitem nicht mehr so draufgängerisch wie in den anderen Folgen. Eine durchwachsene Folge, die immerhin eine kurzweilige Story bietet.

Die Sprecher sind insgesamt ganz gut drauf, auch die vier Hauptsprecher machen ihre Sache hier ganz gut. Jonas Fischer ist als Patrick Schneider eine gute Wahl und bringt die Unsicherheit des junges Mannes gut zur Geltung. Nova Meierhenrich spricht Silvia und kann dabei mal ihre sanfte Stimme ganz hart und gemein klingen lassen kann. Philipp Huth spricht den Olli Richter und passt dabei gut in die Atmosphäre der Serie. Weitere Sprecher sind unter anderem Reent Reins, Lutz Herkenrath und Manfred Liptow.

Atmosphärisch gesehen ist hier vieles beim alten geblieben, die einzelnen Szenen sind also mit recht vielen Geräuschen unterlegt, was die jeweilige Stimmung unterstreicht und einige Vorgänge leichter erfassbar macht. Musik ist insbesondere während der Szenenübergänge eingesetzt worden, die so dynamischer gestaltet wurden.

Auf dem Cover sind natürlich TKKG zu sehen, bis auf Klößchen, der etwas abseits wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht – dem Essen. Die restlichen drei Mitglieder reihen sich zusammen mit Patrick um Karls Laptop, der Comicstil kommt auch hier wieder gut zur Geltung, die Ausrisse aus der Tageszeitung passen perfekt zum momentanen Stil der Serie.

Fazit: Oft hakt die Geschichte wegen der häufigen kleinen Logikfehler, dennoch ist sie recht unterhaltsam erzählt.

VÖ: 14.September 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 887254425724


TKKG – 178. Hai-Alarm im Aquapark



Erster Eindruck: Gabys Praktikum

Gaby hat einen Praktikumsplatz im Aquapark bekommen und freut sich, den Besuchern die verschiedenen Wassertiere vorstellen zu können. Natürlich kommen Tim, Karl und Klößchen zu Besuch. Doch schon am ersten Abend herrscht große Aufregung, denn eine Verbrecherbande hat zahlreiche Juwelen versteckt. TKKG haben also mal wieder einen neuen Fall...

TKKG hat es momentan nicht wirklich leicht. Immer wieder hagelt es Kritik für die neuen Folgen, nur ein paar Fürsprecher halten den vier Detektiven treu die Stange. Und auch die 178. Folge wird es nicht so richtig leicht haben, auch hier ist die Story nicht gerade optimal erzählt. Etwa eine halbe Stunde lang passiert nur wenig wirklich relevantes, bevor es dann urplötzlich zu einem Showdown kommt, der dann auch noch ziemlich unspektakulär und spannungsarm daher kommt. Eine Schießerei mitten in einem Glastunnel, natürlich mit einem gefährlichen Hai im darüber liegenden Becken und eine plötzlich psychopathische Verbrecherin, die sich nicht zuletzt auch selbst in Gefahr bringt. Das wirkt recht unausgegoren und wie in die eigentliche Geschichte hineingepresst, nur um noch einen Höhepunkt präsentieren zu können. Die vorangegangene Handlung ist insgesamt recht unterhaltsam, wenn auch hier wieder an den Dialogen noch hätte gefeilt werden können. Doch scheinbar weiß man hier nicht so recht, wo man mit der Geschichte eigentlich hin will, lange Zeit dümpelt sie so vor sich hin. Leider eine weitere Folge, die nicht wirklich überzeugen kann.

Da diese Produktion schon etwas älter ist und bereits einmal in einer Sonderedition erhältlich war, ist Edgar Bessen hier noch einmal als Kommissar Glockner zu hören und macht seine Sache wieder einmal richtig gut, bringt Gabys Vater sehr liebevoll herüber. Auch Andre Minninger ist als Ettel wieder witzig und gut innerhalb der Story platziert. Erzähler Wolfgang Kaven wirkt in seinen Kommentaren manchmal etwas lustlos, seine Aufnahmen haben mit schon einmal besser gefallen. Weitere Sprecher sind Celine Fontanges, Nova Meierhenrich und Fabian Harloff.

Die Musik ist wieder gut eingefügt und passt zu der Handlung, einige bekannte Melodien lassen sich hier wieder entdecken. Allerdings ist auch hier ein Kritikpunkt in Sachen Geräusche zu vermerken: Ist während des Hauptteils auch hier noch alles im grünen Bereich, wirkt die Schießerei im Hai-Tunnel ziemlich platt und unglaubwürdig.

Diese Szene wird auch auf dem Cover aufgegriffen, der bösartige Hai, herein schießendes Wasser und die vier von TKKG in heller Panik – nur hat das ja mit der eigentlichen Folge nicht sonderlich viel zu tun. Der comicartige Stil dürfte auf die angesprochene Zielgruppe ansprechend wirken und wirkt gut mit der hübschen Gestaltung zusammen.

Fazit: Lange passiert nicht wirklich viel, dann alles auf einmal. Hier passt nicht wirklich etwas gut zusammen.

VÖ: 8.Juni 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886919983128


TKKG – 177. Die Spur der Wölfin



Erster Eindruck: Beweissuche bei TKKG

TKKG sind mit einer Gruppe von Jugendlichen in einem Zeltlager im Wald, und bei einem kleinen Abstecher treffen sie auf einen Wolf. Doch keiner will ihnen so recht glauben, besonders der arrogante Hank macht sich über sie lustig. Die Vier lassen nicht locker und suchen nach Beweisen für die Existenz des scheuen Tieres, und da kommt alles doch ganz anders als gedacht...

TKKG hat es momentan nicht wirklich leicht. Fans der ersten Stunde wollen das – aus nachvollziehbaren Gründen unerreichbare – Flair der 80er Jahre zurück, andere fordern Innovation und einen anderen Handlungsverlauf. In der 177. Folge „Die Spur der Wölfin“ wurde versucht, auf diesen zweiten Wunsch einzugehen und geht weg von dem Bösewichte-Jagen, nur leider ist dieses Experiment nur bedingt geglückt. Mit dem Aufeinandertreffen mit dem Wolf wird zwar vorerst das nötige Interesse geweckt, doch es ist nicht sonderlich spannend oder dynamisch zuzuhören, wie die vier Mitglieder von TKKG nach einem Beweis für den Wolf suchen. Dieser Teil streckt sich ziemlich und kann nicht wirklich gut unterhalten. Auch im späteren Verlauf nach der Entdeckung des wilden Tieres kann diese Folge nicht wirklich punkten, auch wenn der Verlauf hier schon ein wenig besser gestaltet ist. Aber der langatmige erste Eindruck kann hiermit nicht wieder wett gemacht werden. Bleibt das eigentlich recht gut gewählte Thema, der Versuch etwas neuen und sogar ein bisschen nebenbei vermitteltes Wissen, aber das reicht leider nicht aus, um eine gute Folge zu erreichen.

Tim Kreuer scheint gerade der Sprecher für den jugendliche Unsympath zu sein und kann auch hier die Rolle des Hank gut und nicht zu übertrieben darstellen. Christine Pappert ist als Elly Eichbaum zu hören, die den Jugendlichen den Wald näher zu bringen versucht. Sie wirkt sehr sympathisch, man hört ihr gerne zu – zumal ihre Sprechweise wie immer gelungen und glaubwürdig ist. Rhea Harder gefällt mir als Gaby hier auch gut, sie hat sich in dieser Rolle mittlerweile gut bewährt. Weitere Sprecher sind Urs Affolter, Erik Schäffler und Utz Richter.

Auch dem gewohnten Niveau von Europa ist die akustische Gestaltung dieser Folge. Das bedeutet, dass die Musik zwar aus den Archiven kommt und teilweise schon bekannt ist, aber recht gut zu der Geschichte passt. Gut gelungen sind die Geräusche, die wie immer von Wanda Osten stammen und ebenso glaubwürdig klingen wie sie gut eingebaut sind.

Auf dem Cover wirken TKKG etwas künstlich, für Jugendliche dürfte dies aber kein großer Störfaktor sein. Das Artwork ist das gleiche geblieben, die Idee mit den Zeitungsausschnitten kommt auch hier gut an. Sehr positiv ist, dass im Inneren hier statt der üblichen Folgenauflistung weitere Informationen zu Wölfen sowie ein fiktives Interview von TKKG mit Elly Eichbaum zu finden sind.

Fazit: Ziemlich langatmig und mit einem uninteressanten Verlauf, der etwas bessere Schluss kann da leider nichts mehr herausreißen.

VÖ: 13.April 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886919239522


TKKG – 176. Verbrechen im Rampenlicht



Erster Eindruck: Die etwas andere Castingshow

In der Fußgängerzone werden junge Menschen angesprochen, um an einer völlig neuen und etwas anderen Castingshow teilzunehmen. Gesucht wird ein mutiges Kind, dass in verschiedenen Aufgaben Mut und Durchsetzungsvermögen beweist. Als TKKG von der Sache erfahren werden sie erst einmal stutzig, denn zu Anfang sollen die Kandidaten in ein Geschäft einbrechen...

TKKG geht ja durchaus mit der Zeit. Nicht nur, dass in der 176. Folge Klößchen sein neues Smartphone in Schokobraun präsentiert. Denn auch das Thema ist momentan sehr populär: Castingshows, die jungen Menschen den schnellen Ruhm versprechen. Wie weit das unter Umständen führen kann, wird hier aufgearbeitet. Die Idee der Show klingt interessant und bietet immer wieder reizvolle Gedankenspiele, besonders gelungen ist aber, wie die beiden Produzenten den Kindern mit möglichen Gewinnen und Werbeverträgen die Sache schmackhaft machen. Hier zeigt sich, wie einfach man sich dann auch zu merkwürdigen Taten hinreißen lässt und sogar auf die absolute Geheimhaltung vor Freunden und den eigenen Eltern eingeht. So gut der Hintergrund der Folge, so vorhersehbar ist die Handlung und so konstruiert wirkt das Motiv der Täter. Mit dem merkwürdig spannungslosen Verlauf, einigen unlogischen Entscheidungen und den zwiespältigen Erklärungsversuchen Gabys, warum die Freunde Klößchen immer wieder wegen seines Gewichts triezen, kann diese Folge die hohen Ansprüche, die durch das interessante Thema geweckt werden, jedenfalls nicht halten.

Viele junge Sprecher sind schon aufgrund der Idee der Folge zu hören, dabei machen sie meist einen ordentlichen Job. Julia Fölster wirkt als Celine emotional und ein wenig aufgewühlt, was gut zu der Rolle passt. Jannik Schümann kann als Max mal seine egoistische und unsympathische Seite ausleben, er wirkt ebenso glaubwürdig. Leonhard Mahlich und Gabriele Libbach arbeiten gut als skrupellose Fernsehmacher zusammen. Weitere Sprecher sind Linda Fölster, Anton Sprick und Manuela Bäcker.

Viele bereits bekannte Melodien untermalen das Geschehen, sie kamen schon in einigen vorigen Folgen und anderen Serien vor. Das stört hier aber nicht weiter, sie sind dennoch sinnvoll eingefügt und können die jeweilige Stimmung wiedergeben. Auch die Geräusche passen gut in die Handlung und verleihen eine lebendigen Eindruck.

Dieses mal sind nicht alle Mitglieder von TKKG auf dem Cover zu sehen, nur Tim ist abgebildet, wie er mit den anderen Teilnehmern der Show in das Geschäft einsteigt. Ein nettes Cover, das seine Wirkung aber wieder vor allem mit dem Look als Zeitungsausschnitt erzielt. Im Inneren ist wieder die übliche Aufmachung mit der dieses mal recht langen Sprecherliste zu finden.

Fazit: Ein interessantes Thema und damit verbunden einige gute Szenen, aber der Verlauf ist zu spannungsarm, einige Hintergründe zu unglaubwürdig.

VÖ: 10.Februar 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886919066326


TKKG – 175. Nachtwanderung mit Schrecken



Erster Eindruck: Plötzlich fehlt ein K...

TKKG besuchen in ihren Ferien wieder das Jugendcamp an der Nordsee. Dieses mal wollen sie aber ihrem ehemaligen Betreuer Rasputin unter die Arme greifen. Doch schon bald sorgen mehrere Diebstähle für Ärger. Doch erst muss ein ein Mitglied von TKKG verschwinden, um die Detektive auf die richtige Spur zu bringen...

Das Jubiläum zur 175. Folge war dem Produzententeam einer der langlebigsten Hörspielserien gleich eine Folge in doppelter Laufzeit wert. Der Fall „Nachtwanderung mit Schrecken“ von TKKG läuft somit wesentlich länger, ist aber auch in anderer Hinsicht eine Jubiläumsfolge: Ereignisse und Personen aus der neunten Folge werden hier aufgegriffen und sorgen für Retro-Feeling z.B. ist da das Zitat aus Tims Tagebuch, das auch schon in der Vorlagen-Folge verwendet wurde. Auch dass Rasputin auftaucht und auf andere Charaktere angespielt wird, ist für Fans ein kleiner Leckerbissen und glaubhaft in die Handlung integriert. Leider schwächelt die Geschichte an einigen Stellen und flacht nach einigen gelungenen Introszenen deutlich ab. Die Dichte an Schlüsselszenen und interessanten Informationen ist einfach zu gering, um über die gesamte Laufzeit Spannung bieten zu können. Die Idee mit der Rückkehr zum Ferienlager ist an sich nicht verkehrt aberder Fall an sich bietet leider nicht genügend Inhalt, um diese lange Zeit gut füllen zu können. Vielleicht hätte man sich zum Jubiläum etwas anders einfallen lassen sollen anstatt die Folge doppelt so lang werden zu lassen.

Niki Nowotny gehört schon seit langen zum Stammcast der Serie und stellt den Karl mit der ihm üblichen nüchternen Sachlichkeit dar. Dennoch verwundert es schon ein wenig, wie emotionslos er nach der überstandenen Entführung reagiert. Douglas Welbat ist als Rasputin zu hören, er bringt den sympathischen Mann herrlich verschroben und eigenwillig herüber. Auch Luise Lunow ist als Frau Brebeck wieder wunderbar und spricht die liebenswerte alte Dame mit ihrer typischen kratzigen Stimme. Weitere Sprecher sind Lutz Mackensy, Anton Sprick und Kai Schwind.

Musikalisch ist diese Folge solide produziert, immer wieder hübschen kleine Melodien die Szenerien auf. Nur Ferienstimmung mag nicht so recht aufkommen, auch bei der durchaus hörenswerten Akkordeon-Szene. Bei den Geräuschen geht es erneut vielfältig und treffend zu, zahlreiche Szenen werden so deutlich aufgewertet und für den Hörer attraktiver.

Auch die Jubiläumsfolge hat die Produzenten nicht dazu hinreißen lassen, auch bei der Gestaltung zusätzliche kleine Extras einzubauen. Vielmehr ist die Gestaltung schlicht wie immer, nachdem vor einiger Zeit die Idee mit den Zeitungsausschnitten umgesetzt wurde. Das Titelbild zeigt eine Lagerfeuerszene mit Rasputin im Hintergrund, während drei der vier TKKG-Mitglieder eher aufgeregt dargestellt werden.

Fazit: Die doppelte Laufzeit verursacht einige Längen. So bleibt es eine TKKG Folge unter 174 anderen die nicht sonderlich herraussticht, da hätte man mehr draus machen können.

VÖ: 25.November 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886979063723


TKKG – 174. Doppelgänger auf der Rennbahn



Erster Eindruck: Aufregung auf dem Fasanenhof

Auf dem Fasanenhof gehen merkwürdige Dinge vor sich. Das Rennpferd Vivaldi wird kurz vor einem wichtigen Rennen gegen ein Pferd ausgetauscht, das ihm zum verwechseln ähnlich sieht. Kati bittet Gaby und ihre Freunde von TKKG um Hilfe, die sich sofort in die Ermittlungen stürzen – und stellen den Verbrechern eine Falle...

Eine der dienstältesten Detektivserien der deutschen Hörspiellandschaft wird auch heute nicht müde, immer weitere Folgen zu veröffentlichen: TKKG. Wiederholungen und Variationen sind dabei nicht vermeidbar, doch mit der 174. Folge wurde ein Thema gefunden, dass zumindest bei dieser Serie noch nicht überreizt ist: Pferderennen. Und so beginnt die Folge auch bei einem eben solchen, Tim, Karl, Klößchen und Gaby sorgen dabei für einen lockeren Einstieg in die Folge. Ein paar Szenenwechsel sorgen anfangs auch wirklich für reges Interesse, das aber schleichend im Laufe der Handlung abzunehmen beginnt. Irgendwie scheint nichts wirklich Hand und Fuß zu haben und versinkt in einer Belanglosigkeit, die einfach nicht reicht, um eine ordentliche Folge auf die Beine zu stellen. Zudem mutieren Karl und Klößchen hier zu witzigen Nebenfiguren, alles scheint sich um Tim und Gaby zu drehen – die Stärke der Serie wird aber aus allen vier Charakteren und ihrem Zusammenhalt gezogen. Und dass hier viel Zeit zur Vorstellung von Kati verwendet wird, hat zwar einen ganz bestimmten Grund, lässt die Hauptcharaktere aber noch mehr in den Hintergrund treten. Keine sehr starke Folge, aus dem unverbrauchten Thema hätte man mehr herausholen können.

Die Sprecher sind hier gut ausgewählt und können insgesamt einen positiven Eindruck hinterlassen. Carolin von Groben ist als Kati zu hören und klingt frisch und dynamisch, bald wird es auch ein Wiederhören mit ihr geben. Krystian Martinek ist als Heino Schnuller eine gute Wahl, er kann den Charakter des Mannes überzeugend widerspiegeln. Gleiches gilt für Tim Grobe als Ulrich Rösner, dessen einprägsame Stimme gut in das Szenario passt. Weitere Sprecher sind Regina Lemnitz, Henry König und Anja Topf.

Die Auswahl der Musik ist ein kleines Sammelsurium aus bekannten Melodien aus früheren Produktionen von Europa und einigen frischen Musikstücken, die bisher nicht aufgefallen sind. Alles ist stimmig zusammengefügt und passt gut zu der Handlung – ebenso wie die Geräusche, die wieder sehr glaubhaft eingefügt sind und das Geschehen lebendiger wirken lassen.

Das Cover gestaltet sich hier recht unspektakulär, ist fast schon unauffällig. Ein wegfahrendes Auto mit einen Pferdetransportanhänger ist das Motiv, ein aufgeregter Mann steht davor. Die vier Juniordetektive von TKKG sind nur klein im Hintergrund zu sehen. Im Inneren ist alles beim Alten geblieben, nur dass dieses mal auch kleiner Flyer enthalten ist.

Fazit: Eine eher mäßige Folge von TKKG, die einfach nicht genug Kraft hat, um die Spannung die ganze Laufzeit zu halten.

VÖ: 23. September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886979032729


TKKG – 173. Die Skelettbande



Erster Eindruck: Das Geheimnis der Knastis

Eine Einbrecherbande treibt in der Millionenstadt ihr Unwesen, und dabei gehen sie nicht sonderlich subtil vor, sondern haben sich Skelette auf ihre schwarze Kleidung gemalt. Was steckt hinter dieser Bande, und wie können sie gestoppt werden? TKKG sind bald mitten drin in den Ermittlungen und müssen vergangene Ereignisse zu Rate ziehen...

Nicht immer gelingt es der folgenreichsten Juniordetektiv-Hörspielserie „TKKG“ insbesondere die Fans der ersten Stunde zu überzeugen, gerade in letzter Zeit musste immer wieder Kritik eingesteckt werden. Mit „Die Skelettbande“ ist eine Folge entstanden, die hier entgegenwirken und wieder einmal den Geschmack der Fans treffen könnte – hier passte einfach vieles gut zusammen. Schnell startet die Folge mit der eigentlichen Handlung, ohne sich in langem Vorgeplänkel zu verlieren. Und diese ist dann auch noch recht spannend und dynamisch gelungen. Das große Rätsel, das aufgeklärt werden muss, ist nämlich der Hintergrund der geheimnisvollen Bande, dem der Hörer in Rückblenden immer näher auf die Spur kommt. Gerade diese Verbindung aus den aktuellen Ereignissen aus Sicht von TKKG und manchmal der Skelettbande sowie der Vergangenheit hält den Hörer auf Trab, da es immer wieder neue Erkenntnisse zu entdecken gibt. Auch wenn die Auflösung dann etwas an Kraft verliert, die sehr gute Verlauf der Folge macht das locker wieder wett. Hinzu kommt, dass die vier Hauptcharaktere besser zur Geltung kommen, Klößchen beispielsweise nicht nur zur Witzfigur mutiert, jeder seine eigenen Stärken einbringen kann. Eine sehr runde Folge, die vielleicht nicht mit den besten Fällen der Serie mithalten kann, aber in letzter Zeit eine der besten Geschichten bietet.

Interessant ist hier die Doppelbesetzung der Mitglieder der Skelettbande, die sowohl in ihrer heutigen wie in ihrer jüngeren Version zu hören sind. Hier wurden gute Paarungen zusammengestellt, die man problemlos in einer Figur vereinen kann. So wird Anette beispielsweise sowohl von Mara Bergmann wie Theresa Underberg gesprochen, die beide eine gewisse Kraft in ihre Stimme legen. Lucas Sperber gibt sich als junger Richard mal wieder in Topform und kann die Spannung der Figur halten, während Ingo Nommsen in seiner älteren Version sehr ausdrucksstark wirkt. Weitere Sprecher sind Marek Harloff, Dustin Sattler-Semmelrogge und Juliane Szalay.

Akustisch gesehen ist diese Folge auf dem gleichen Stand wie seine Vorgänger und insgesamt solide produziert. Die Musik wurde zwar nicht eigens für diese Serie eingespielt, wurde aber aus dem großen Archiv von Europa ausgewählt und passt recht gut zu den einzelnen Szenen. Die Geräusche wirken glaubhaft und sind gut in die Handlung integriert.

Auf dem Cover bekommt man direkt einen Eindruck von den Kostümen der Skelettbande, auch wenn die Figur hier recht platt wirkt. Da wirken die vier Mitglieder von TKKG schon dynamischer, insbesondere Tims Darstellung kommt gut herüber. Die dunkle Eingangshalle der Vierstein-Villa verleiht dem Cover sogar etwas Flair.

Fazit: Eine insgesamt gute und spannende Folge, die mit den Blicken in die Vergangenheit einen dynamischen Eindruck macht.

VÖ: 8. April 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978473127


 TKKG – 172. Das Geheimnis der Moorleiche



Erster Eindruck: Rätselhafter Fund

Es sollte in gemütlicher Nachmittag in der freien Natur für Tim, Karl, Klößchen und Gaby werden, doch als ihr Hund Oskar ausbüchst müssen die vier Freunde das Torfmoor nach ihm durchsuchen – und stoßen dabei auf eine Leiche, die durch das Moor mumifiziert worden ist. Vorerst lässt sich nicht feststellen, wie lange die Leiche schon dort liegt, und deswegen beginnen TKKG mit ihren Ermittlungen...

In letzter Zeit kamen die Folgen der Serie TKKG bei den meisten Fans nicht mehr ganz so gut an, zu viele Fehler hatten sich im Laufe der Jahre eingeschlichen. Mit dem Erscheinen von „Das Geheimnis der Moorleiche“, der 172. Folge der Serie, dürfte sich aber viel von der Kritik abmildern, denn diese Folge ist ziemlich gut gelungen. Am auffälligsten ist dies bei der eigentlichen Geschichte: Der Fall ist bei weitem nicht so platt oder vorhersehbar, wie viele seiner Vorgänger es waren. Nie ist so ganz klar, in welche Richtung sich das Hörspiel demnächst entwickeln wird – der Rätselfaktor ist hier somit wesentlich höher. Und auch das Thema an sich ist interessant und gut in die Handlung integriert worden, der Fund der Leiche bietet einen gekonnten Einstieg in die Folge und wird gut weitergeführt. So sind mal wieder richtig gute Ermittlungsarbeiten zu hören, die nach und nach weitere Puzzlesteine zum Gesamtbild hinzufügen, ganz in der Tradition der früheren Folgen, wo dies den großen Beliebtheitsgrad der Serie ausgemacht hat. Eine richtig gute Geschichte also, doch auch drumherum wurde hier vieles verbessert. So ist die Sprache wieder glaubwürdig geworden, die vier von TKKG verlieren sich nicht in gezwungen jugendlichen oder allzu hölzernen Ausdrücken, sondern haben eine normale, vernünftige Sprache wie man es von einem Hörspiel erwarten darf. Und da das Hauptaugenmerk dieses mal auf dem Fall und nicht auf den Charakteren liegt, sind diese ebenfalls gut integriert und können ihre speziellen Eigenschaften einbringen, ohne übertrieben zu sein. „Das Geheimnis der Moorleiche“ hat mir richtig Spaß gemacht, eine gute und spannende Geschichte, eine sinnvolle Auflösung und ein interessanter Handlungsverlauf sorgen für gute Unterhaltung.

Die Rollen sind wieder mit guten Sprechern besetzt, die alle ihre Sache gut machen. Wolfgang Draeger ist als Professor Graber mit seiner unverkennbaren Stimme zu hören und gestaltet auch hier seine Figur sehr professionell und verleiht ihr eine einzigartige Facette. Andre Minninger ist als Ettel zu hören, den auffälligen Charakter kann er ebenfalls ganz unverbraucht klingen lassen, ohne sich Übertreibungen hinzugeben. Rhea Harder gefällt mir als Gaby wieder richtig gut, ihre warme Stimme passt nicht nur gut zu der Rolle, sondern auch zu den übrigen Hauptsprechern. Auch Edgar Bessen, Robin Brosch und Jens Wendland sind zu hören.

Die musikalische Umsetzung unterscheidet sich kaum von denen der vorigen Folgen, was bedeutet, dass einige bekannte Musikstücke aus dem umfangreichen Archiv von Europa zu hören sind, die dem aufmerksamen Hörer von hier und dort bekannt vorkommen dürften. Das fällt hier aber – im Gegensatz zu einigen vorigen Folgen – nicht ganz so negativ auf, da sie hier sinnvoll und passend für die Handlung ausgewählt wurden.

Das Coverdesign mit dem neuen Zeichenstil sorgt hier für einen moderneren Look der Serie, die Gestaltung wirkt nun um einiges zeitgemäßer. Tim, Karl, Klößchen und Gaby sind darauf vor einer Naturkulisse zu sehen, während der Hund Oskar im Mittelpunkt steht. Auch die restliche Aufmachung orientiert sich an der Idee mit den Zeitungsausschnitten, eine Kapitelübersicht lässt sich wie immer auf der Rückseite finden.

Fazit: Eine richtig gute Folge von TKKG, die mit einer undurchsichtigen Geschichte, guten Sprechern und einer gelungenen Sprachanwendungen überzeugt.

VÖ: 11. Februar 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886977525322

 

TKKG – 171. Das lebende Gemälde

wysiwyg image

Erster Eindruck: Aufregung im Altenheim

Ein geheimnisvoller Anruf bringt TKKG zu einem neuen Fall, der an einem für die ungewöhnlichen Ort beginnt: In einem Altenheim. Martha Mühlstein, eine der Bewohnerinnen, stellt Veränderungen an einem ihrer Gemälde fest. Als weitere merkwürdige Ereignisse das Rätsel immer größer werden lassen, müssen TKKG auf Hochtouren ermitteln...

Mit über 170 Folgen ist TKKG die längste Hörspielserie Deutschlands und ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Marktes und etlicher Kinder- und Jugendzimmer. Dass sich eine Serie im Laufe der Zeit verändert, ist dabei ebenso unausweichlich wie notwendig. „Das lebende Gemälde“ vereint einige neue Elemente und bereits bekannte Motive zu einer durchaus interessanten Geschichte. Das Rätsel um das sich verändernde Gemälde ist schön ausgedacht und wird auch gut in die Handlung eingebettet. Der Täter ist aber schon recht früh offensichtlich zu erkennen, was logischerweise einiges an Spannung einbüßen lässt. Trotzdem macht diese Folge insgesamt Spaß, was nicht nur an den charmanten älteren Damen als Nebenfiguren liegt, sondern auch an dem recht kurzweiligen Verlauf der Handlung liegt.

Gleich drei wunderbare ältere Sprecherinnen bereichern das Ensemble in dieser Folge. Ursula Heyer ist als Edith Dahlie zu hören und verleiht ihr eine eigenständige Art zu sprechen, die sie zu einem glaubwürdigen Charakter werden lässt. Luise Lunow ist als Martha Mühlstein dabei und setzt ihre raue, eindringliche Stimme gekonnt ein, um ihrer Rolle etwas Besonderes zu verleihen. Die wunderbare Gisela Fritsch spricht Elisabeth Jahling, sie setzt wieder einmal gekonnt Akzente. Weitere Sprecher sind Rolf E. Schenker, Florentine Draeger und Lea Sprick.

Bodenständig und einfach präsentiert sich die Folge in ihrem akustischen Gewand, bei der musikalischen Auswahl wurde vorrangig auf bereits bekannte Melodien aus dem umfangreichen Archiv des Labels zurückgegriffen. Die Geräusche sind sehr glaubwürdig und steuern einiges zur Atmosphäre der Folge mit bei und machen Handlungsabläufe glaubwürdiger.

Natürlich ist das Gemälde, von welchem die Folge handelt, auch auf dem Titelbild zu sehen. Der bösartige Gnom in dem goldenen Rahmen wird hier von TKKG einer genauen Betrachtung unterzogen und kann einen ersten Eindruck von dem Bild geben. Die restliche Aufmachung hat als kleine Auflockerung wieder den Anschein von Zeitungspapier, während der gelungene Sammelrücken immer weiter fortschreitet.

Fazit: Eine gut erdachte Geschichte mit interessantem Aufhänger, leider recht vorhersehbar. Trotzdem wegen der tollen Nebendarstellerinnen hörenswert.

VÖ: 26. November 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886977525025


TKKG - 170. Schock im Schnee

wysiwyg image

Erster Eindruck: Von wegen Urlaub...

Klößchens Vater hat den Vieren von TKKG einen Winterurlaub spendiert, sie freuen sich auf erholsame Tage, Schnee und Apres-Ski. Doch in der Gegend ist ein Insasse einer Irrenanstalt entkommen und versetzt die Urlauber in Angst und Schrecken. Als Tim, Karl, Klößchen und Gaby dies aus einem Skilift beobachten, ist ihr Spürsinn geweckt...

Es geht auf die kalte Jahreszeit zu - das merkt man nicht nur an sich verfärbenden Blättern und dem ersten Schnupfen des Jahres, sondern auch an den Themen, die in den neuen Europa-Hörspielen behandelt werden. TKKG Folge 170 beispielsweise zaubert mit Skifahren und viel Schnee winterliches Flair hervor. Dies ist gut umgesetzt und tritt immer wieder während der Handlung hervor - und auch der Fall ist besser gelungen als viele andere der neu produzierten Folgen. Der Gedanke eines gefährlichen Psychopathen ist reizvoll umgesetzt, da er eine gewisse Unberechenbarkeit mit sich bringt. Dies hätte noch intensiver geschehen können, ist in dieser etwas harmloseren Variante aber auch noch kindgerecht. Die daraus resultierende Spannung steigert sich im Laufe der Zeit, was besonders nach dem leicht schleppenden Anfang gut tut und die Folge zu einer unterhaltsamen Dreiviertelstunde werden lässt. Das Ende kommt vielleicht etwas schnell, schließt die Handlung aber sinnvoll ab. Eine durchaus hörenswerte Folge mit interessantem Thema.

Die Anzahl der Sprecher ist für diese Folge recht stattlich, fast 20 Schauspieler tragen ihren Teil zu "Schock im Schnee" bei. Erzähler ist wie immer Wolfgang Kaven, er schafft zusätzliche Atmosphäre in seinen Passagen und gestaltet diese recht kurzweilig. Gerrit Schmidt-Foss spricht die Rolle des Armin mit seiner einprägsamen Stimme und lockeren Art, die natürlich und glaubwürdig wirkt. Kaja Möller und Alexandra Doerk geben als Schwestern Gerda und Bärbel ein tolles Duo ab. Weitere Sprecher sind Luise Helm, Nils Noller und Ingeborg Christiansen.

Der Titelsong ist wohl bekannt und hat sich bewährt. Nach mehrfachem Hören wirkt er jedoch etwas zu lang und hätte ruhig etwas knapper ausfallen können. Er bleibt auf jeden Fall lange im Ohr und bildet einen gelungenen Wiedererkennungswert. Die restliche akustische Gestaltung ist grundsolide, die Geräusche fallen hier positiv auf.

Die anfängliche Szene, in der die vier Hobbydetektive einem verletzten Skifahrer zu Hilfe eilen, ist auf dem Cover ansprechend und schön dargestellt. Der moderne Look der Gestaltung macht sich auch hier positiv bemerkbar. Die Übersicht aller bisher erschienenen 170 Folgen füllt das Innere des Faltblatttes komplett aus.

Fazit: Die Idee des ausgebrochenen Insassen trägt die Folge und macht die Spannung aus - eine gute Folge der berühmten Serie.

VÖ: 24. September 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886976842727


TKKG - 169. Tatort Dschungel



Erster Eindruck: Schnitzeljagd im Zoo

Der neue Erlebnispark "Dschungel-Land" öffnet seine Pforten, klar, dass sich auch Tim, Karl, Klößchen und Gaby die seltenen Tiere ansehen wollen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft entdecken sie ein geöffnetes Terrarium, die Schlangen sind verschwunden. Kann ihnen die beschriebene Karte des Parks helfen, die Klößchen gefunden hat?

Entführung, Falschgeld, Erpressung - die sind Themen, die immer wieder in der kultigen Jugend-Hörspielserie TKKG aufgegriffen werden. Letzteres ist auch die Grundlage für die 169. Folge mit dem Titel "Tatort Dschungel", ein Fall, der im Voraus von Schülern im Unterricht gelöst werden konnte. Doch leider - wer nun denkt, die Folge müsse demnach etwas besonderes sein, der täuscht. Schon der Anfang ist höchst konventionell, auch der weitere Verlauf bietet keine wirklichen Überraschungen. Zu vorhersehbar das Schema, nach dem die Folge verläuft. Zu früh werden Hinweise auf den Täter gegeben, sodass hier kein Spannungspotential aufkommt. Die Idee mit der "Schnitzeljagd", die durch die verschiedenen Erpresserbriefe entsteht, kann dann aber doch kurzzeitig unterhalten, wird aber durch einige unglaubwürdige Ereignisse gestört. "Tatort Dschungel" ist keine wirklich schlechte Folge, kann aber über das untere Mittelmaß nicht hinauskommen und bietet zu wenig Außergewöhnliches.

Die Sprecher sind wiederum gut ausgewählt und passen zu ihren Rollen. Sascha Draeger kann Tims Tatendrang, Neugier und Gerechtigkeitssinn sehr gut ausdrücken. Niki Nowotny hat als Karl wieder auffällig wenige Passagen, gestaltet die aber altklug wie immer. Erzähler Wolfgang Kaven führt mit präziser Aussprache und angenehm warmer Stimme durch die Handlung. Gastsprecher dieser Folge sind unter anderem Celine Fontanges, Christian Rudolf und Simona Pahl.

Die Musik ist wieder eine bunte Mischung aus dem großen Archiven des Europa-Verlages. Einige Melodien werden einem bekannt vorkommen, andere wirken frisch und unverbraucht. Auch die Geräusche von Wanda Osten können überzeugen und sind hier realitätsnah eingesetzt.

Das Titelbild zeigt die vier Helden im Dschungel-Land beim Fund des ersten Briefes. Der neue Zeichenstil ist angenehm, auch die angedeutete Zeitung passt wieder. Ansonsten wird auch hier nicht mehr geboten, ein Hinweis auf die Aktion an den Schulen wäre wünschenswert gewesen.

Fazit: Durch Vorhersehbarkeit und Spannungsarmut kann diese Folge leider nicht begeistern.

VÖ: 25.Juni 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886976135621


TKKG - 168. Millionencoup im Stadion



Erster Eindruck: Piraten in der Millionenstadt

Kommissar Glockner ermittelt in dem Fall einer abgebrannten Lagerhalle, in der wertvolle WM-Trikots gelagert wurden. Schnell bekommen auch Tim, Karl, Klößchen und Gabi Wind von der Geschichte und wittern einen neuen Fall für TKKG. Als Klößchen auf dem Schulhof ein Trikot ergattert, haben die vier eine erste Spur...

Im WM-Jahr 2010 scheint es nur ein Thema zu geben, Fußball beherrscht nicht nur die Medien, sondern auch diverse Hörspielserien. So ist auch aus der 168. Folge der Europa-Kultserie TKKG ein Hörspiel mit Fußballthema geworden. Und zwar geht es um einen recht unschönen Zweig, um Produktpiraterie, hier vorgenommen Trikots vom minderwertiger Qualität, aber mit originalem Label. Schön ist die standhafte Aussage gegen diese Machenschaften, von der sich vielleicht noch einige jüngere Zuhörer beeinflussen lassen. Und der Fall an sich? Verpasst es erneut, bei einem guten Thema eine ebenso gute Geschichte darum zu stricken. Über die Vorhersehbarkeit der Folge - die meisten Inhalte erscheinen dem Hörer viel früher offensichtlich als dem Ermittler-Quartett - kann man noch hinwegsehen, da nach so vielen Folgen immer wieder gewisse Muster auftreten. Leider kommt aber auch wenig bis gar keine Spannung auf, die Geschichte plätschert so vor sich hin. Dabei ist sie nicht wirklich langweilig, aber in ihrer Aussage einfach zu blass. Schade, aber das Gebotene will einfach nicht für einen guten Eindruck reichen.

Rhea Harder hat sich anscheinend endgültig in ihre Rolle als Gaby eingefunden und liefert eine überzeugende Darstellung des tierlieben Mädchens ab. Johannes Karut, Leiter der Firma mit der abgebrannten Lagerhalle, wird von Dietmar Mues gesprochen, der diese Rolle locker schultert und sehr gradlinig bleibt. Sein Sohn Steven wird von Woody Mies gesprochen, der ebenfalls einen guten Eindruck hinterlässt. Weitere Sprecher sind Nick Seidensticker, Sascha Rotermund und Dimitrji Marakow.

Wanda Osten ist verantwortlich für die Geräusche, und mit stimmigen Hintergründen kann er die verschiedenen Situationen gut gestalten, auch wenn er hier ruhig etwas mutiger sein darf. Auch die eingefügten einzelnen Geräusche, die das Geschehen "kommentieren", sind glaubwürdig und passend.

Tim, Klößchen und Gabi stehen auf dem Titelbild ratlos um ein T-Shirt mit Fußballaufdruck, der Hintergrund soll direkt auf das Thema aufmerksam machen. Dass Karl auf dem Cover fehlt ist vielleicht dem geschuldet, dass er auch in der Folge nur am Rande auftaucht. Die Gestaltung mit der angedeuteten Zeitung gefällt mir immer besser.

Fazit: Recht interessantes Thema, spannungsarmer Verlauf und eine vorhersehbare Auflösung. Leider ist Nummer 168 der Serie kein Volltreffer.

VÖ: 21. Mai 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 61357 2


TKKG - Das Geheimnis um TKKG



Erster Eindruck: Eine Radiosendung und ein Diamant

Eine eigene Radiosendung über TKKG - im örtlichen Radiosender werden die vier Hobbbydetektive vorgestellt. Zusammen mit dem im Krankenhaus liegenden Herrn Berthold lauschen Tim, Karl, Klößchen und Gabi dem Bericht, der plötzlich eine ganz andere Richtung einschlägt als gedacht - wollen die vier wirklich an den wertvollen verschwundenen Diamanten kommen?

"Das Geheimnis um TKKG" lautete der Titel einer Sonderfolge der beliebten Junior-Krimi-Serie, die im Jahre 1995 veröffentlicht wurde - 15 Jahre ist des also schon her. Grund genug, um sie ein wenig aufzufrischen. Die Sprecher wurden neu aufgenommen und teilweise neu besetzt, das Skript leicht überarbeitet, alles klingt ein wenig moderner, die Story ist aber die gleiche geblieben. Was die Folge so besonders macht ist die anfängliche Radiosendung über die vier, in der sie alle noch einmal gründlich vorgestellt und ihre Beziehungen zueinander erklärt werden. Der Rest der Geschichte ist mehr oder weniger ein typischer Fall für TKKG, mit der Ausnahme, dass insbesondere Tim in ein schlechtes Licht gerückt wird. Der Diamantenraub ist mir persönlich einfach zu schlicht und schnörkellos, schnell ist die Geschichte aufgeklärt und bietet nur wenig Spannung für den Zuhörer. Zudem ist es merkwürdig, dass Herr Berthold, angeblich ein so guter Freund der vier, hier plötzlich auftaucht und danach wieder in der Versenkung verschwindet. Ein schöner und interessanter Ansatz, auch die Neuveröffentlichung ist sinnig, leider ist der Fall dahinter etwas zu flach.

Die Sprecher sind durchaus ansprechend und gestalten ihre Rollen gut. Als Konrad Berthold ist in dieser Fassung Volker Bogdan zu hören, der den alten Mann sehr sympathisch wirken lässt, aber auch dessen "ausgefuchste" Seite gut darstellt. Oliver Böttcher ist als Sascha Tellerwerfer zu hören und kann seine Rolle ebenfalls gut umsetzen. Erzähler ist wie momentan in der Serie Wolfgang Kaven, dessen dynamische Stimme diese Passagen abwechslungsreich wirken lässt. Weiterhin zu hören sind unter anderem Rhea Harder, Lutz Herkenrath und Edgar Bessen.

Als Titelsong klingt am Anfang noch immer ein lautet "TKKG, die Profis in spe" aus den Lautsprecherboxen, danach geht es in der gewohnten musikalischen Marnier der letzten Folgen weiter. Und das bedeutet nichts anderes, als dass die Musik nicht immer ganz passend ist, den Spannungsbogen aber rcht gut unterlegt.

Bei diesem speziellen Fall der vier Detektive müssen diese auf dem Cover logischerweise im Mittelpunkt stehen. Und so sehen wir alle vier in einem Portrait, auf ihre typischen Eigenschaften wird auch angespielt. Damit auch keine Verwechslung besteht, sind ihre Namen auch noch zu lesen. Zusammen mit den Zeitungsausschnitten und einer Trackauflistung auf der Rückseite ergibt das einen schönen Gesamteindruck.

Fazit: Die Idee ist gut, der Fall dahinter leider eher Mittelmaß. Auch die Neuaufnahme ändert daran nicht viel.

VÖ: 16. April 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 65529 2


TKKG - 167. Der Unsichtbare



Erster Eindruck: Blüten und Käfer

Als sich einer von Tims Geldscheinen als Falschgeld entpuppt, wittert er einen neuen Fall für TKKG. Und tatsächlich tauchen immer wieder gefälschte 10-Euroscheine auf, die im Umfeld eines Kinos entdeckt werden. Als Tim, Karl, Klößchen und Gaby noch von einem verschwundenen Skarabäus erfahren, ist ihr Ermittlersinn endgültig geweckt...

Nach zwei recht guten Folgen der TKKG-Serie von Europa durfte man gespannt sein, ob sich der Aufwärtstrend auch in der 167. Folge fortsetzen würde. Und tatsächlich: "Der Unsichtbare" ist keine Hammer-Folge, aber durchaus lohnenswerte Krimiunterhaltung. Wieder beginnt der Fall eher zufällig, Tims falscher Geldschein ist ein glaubwürdiger Anfang und grenzt die Suche nach der Quelle der Falschgelder beträchtlich ein - ein guter Schachzug, um die Recherchen nicht in die Länge zu ziehen. Diese sind in angenehmen Tempo gestaltet und logisch aufeinander aufgebaut. Dabei ist die Verknüpfung der beiden Themen Geldfälscherei und Kunstdiebstahl gelungen und sorgt für einen spannenden und nicht allzu leicht zu durchschauenden Verlauf der Folge. Zwar sind die Themen schon aus anderen Folgen bekannt, hier abber neu kombiniert, was einen nicht unbedingt völlig in Bann zieht, aber gut zu unterhalten weiß.

Rhea Harder hat in dieser Folge die Rolle von Gaby übernommen und klingt dabei recht sanft, nach kurzer Eingewöhnungsphase wegen der fremden Stimme stellt sie ihren Charakter gut dar. Henry König spricht Klößchens Vater Herr Sauerlich und ist dabei profesionell und überzeugend wie immer. Achim Schülke ist in dieser Folge als Hoddy Hayward zu hören und hat eine sehr präsente Wirkung auf den Hörer. Weitere Sprecher sind Christian Rode, Jörg Gillner und Linn Mac Kenzie.

Akkustisch bietet die Folge nichts wirklich Neues, kann aber durch den Einsatz von temporeichen Musikstücken die Spannung durchaus aufrecht erhalten. Wie immer ist der Einsatz von Geräuschen wichtiges Stilelement, das auch hier für Stimmung sorgt und die Geschichte besser verständlich macht.

Die neue Gestaltung mit den Zeitungsausschnitten ist wieder gut eingebaut und zieht sich durch die gesamte Aufmachung hindurch. Auch das Titelmotiv ist hierin eingefasst und wirkt mit dem neuen Zeichenstil moderner. Die gewählte Szene, die dargestellt wird, passt gut und gibt ein positives Gesamtbild ab.

Fazit: Keine wirklich neuen Elemente, aber insgesamt eine gute und spannende Folge der vier Hobbydetektive. Schön, dass sich der positive Eindruck der letzten Folgen fortsetzt!

VÖ: 27. November 2009
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 61100 2


TKKG - 166. Das Mädchen mit der Kristallkugel



Erster Eindruck: Mysteriöses aus der Millionenstadt

Mit Hilfe einer Kristallkugel behauptet Ortrud, eine neue Mitschülerin von TKKG, die Zukunft vorhersagen zu können. Tatsächlich treten ihre Vorhersagen mit unheimlicher Präzision ein. Doch auch die merkwürdigen Diebstähle, bei der keinerlei Spuren hinterlassen werden, interessieren das Detektivquartett...

Eine sehr gute und spannende letzte Folge von TKKG hat Hoffnung auf einen Aufschwung der Serie gemacht, und auch der Nachfolger "Das Mädchen mit der Kristallkugel" kann sich hören lassen. Die Folge baut sich um die angeblichen hellsichtigen Fähigkeiten von Ortrud auf, was dem Ganzen eine Mysteriöse Note verleiht. Selbst wenn dem Hörer von Anfang an bewusst ist, dass keine übersinnlichen Kräfte am Werk sind, sondern eine einfache Betrügerei, ist die Folge recht spannend geraten. Die Verknüpfung mit der Diebstahlserie und die sich zuspitzende Lage mit einem gefährlichen Notfall geben der Folge ihre Substanz und halten sie am Laufen. Auch die teilweise als nervig empfundene Darstellung der vier Hauptcharaktere in den neueren Folgen hat sich hier wesentlich gebessert. "Das Mädchen mit der Kristallkugel" ist nicht so ein Volltreffer wie sein Vorgänger, aber immer noch gute Hörspielunterhaltung, die den positiven Trend fortsetzt.

Steffi Kirchberger ist in dieser Folge als Ortrud zu hören und stellt das Mädchen geheimnisvoll, aber auch mit einer gewissen Härte dar. Judy Winter spricht die Lehrerin Frau Sommer und gestaltet sie in der ihr üblichen leicht strengen Art und setzt ihre angenehm kratzige Stimme wieder gekonnt ein. Ihre Kollegin Frau Klamm wird von Elga Schütz gesprochen, die ebenfalls eine überzeugende Leistung abliefert. Weitere Spreher sind Rhea Harder, Ivo Möller und Sven Dahlem.

Die akkustische Gestaltung der Folge ist ebenfalls wieder gut gelungen. Auch wenn die Musik nicht jedermanns Geschmack ist und ein wenig altbacken und unausgereift klingt, wurde sie gut eingesetzt, um kleine Spannungs- oder Erholungspausen zu setzen. Die Geräusche klingen sehr realistisch und sind gut eingefügt.

Nach kleineren Updates hat die Covergestaltung dieses mal eine komplette Überarbeitung gehalten. Der schlichte Schriftzug in Weiß auf Blau - dieses mal ohne die Köpfe der vier Freunde - prangt am oberen Rand, darunter ist eine pfiffige Idee mit einem Zeitungsausschnitt eingebaut, der sich auch auf der Rückseite finden lässt.Die Illustration an sich wirkt zwar auch moderner, will mich aber aufgrund des merkwürdigen Comicstils nicht so recht überzeugen.

Fazit: Eine recht gute Folge, die mit mysteriösen Elementen und sinnvollen Verknüpfungen überzeugt.


TKKG - 165. Advent mit Knalleffekt



Erster Eindruck: Merkwürdiger Titel, tolle Folge

Es soll ein gemütlicher Adventsnachmittag bei Familie Glockner werden, Tim, Karl und Klößchen sind auch eingeladen. Doch plötzlich explodiert die angezündete Kerze auf dem Adentskranz und ein seltsamer Drohanruf verunsichert die Familie zutiefst. Können TKKG den Fall lösen?

Seit einigen Folgen hat es die Europa-Klassiker-Serie TKKG relativ schwer, selbst eingefleischte Fans waren von den erschienenen Folgen nur mäßig begeistert. "Advent mit Knall-Effekt" setzt dem nun eine sehr starke und spannende Folge der Serie entgegen, der im Titel angekündigte Knall ist also auch hierauf die beziehen. Auch wenn der Titel ziemlich albern klingt, die Geschichte ist es keineswegs. Der direkte Bezug zu den Hauptpersonen - der Familie Glockner - birgt wesentlich mehr Spannung ein als irgendwelche fremden Charaktere. Auch die immer heftigeren Attentate und die daraus resultierende Steigerung des Handlungsbogens verfehlen ihre Wirkung nicht. Konsequent wird die Geschichte weitergeführt und driftet dabei nie ins Unrealistische ab, alles passt gut zusammen und wirkt stimmig. Eine sehr gute Folge für TKKG, die mich endlich wieder einmal vollkommen überzeugt hat.

Lob gebührt auch den Sprechern, die gut zu ihren Rollen passen und diese gut darstellen. Als Margot Glockner, Gabis Mutter, ist Renate Pichler zu hören und komplettiert die kleine Familie durch ihre besorgte Art. Ingrid Andree spricht Martina Habicht und bleibt in jeder Situation glaubwürdig. Ihre Tochter Yvonne bekommt die Stimme von Susanne Lothar geliehen und klingt ebenso überzeugend. Weitere Sprecher sind Andree Minninger, Rüdiger Schulski und Wolfgang Kaven als Erzähler.

Auch musikalisch ist diese Folge sehr gelungen. Die ausgewählten Stücke passen sehr gut zu der Geschichte und verstärken die spannende Wirkung. Auch die Geräusche tragen ihren Teil zum Gelingen bei, nur die Explosionen hätten etwas lauter sein können, um die Dramatik besser zum Ausdruck zu bringen.

Ein kleineres Update hat die Covergestaltung erfahren: Die Illustration haben merklich den Stil gewechselt und wirken nun runder und weicher, auch ein wenig comichafter. Diese detailreiche Gestaltung gefällt mir recht gut, wenn auch Klößchen plötzlicher Wechsel der Haarfarbe gewöhnungsbedürftig ist.

Fazit: Ein Fall für TKKG, der mich doch sehr positiv überrascht und vollkommen überzeugt hat.


TKKG - 164. Operation Hexen-Graffiti



Erster Eindruck: SMVN - Die Profis in spe

Kommissar bittet TKKG um ihre Mithilfe: Eine Sprayerbande "verschönert" neuerdings die Polizeiautos, die vier sollen sich unter anderen Namen in die Szene einschleichen, um den Übeltätern auf die Spur zu kommen. Ein erster Kontakt ist schnell hergestellt, doch da sollen die vier erst einmal selbst einen S-Bahn-Wagen vollsprayen - und werden prompt von der Polizei verfolgt...

"Operation Hexen-Graffiti" lautet der Titel der 164. TKKG-Folge, ein Titel der gut gewählt ist doch leider kann die Story da nicht ganz mithalten. Zugegeben: Ein paar wirklich lustige Gags sind eingebaut, wenn beispielsweise Tim, Karl, Klößchen und Gabi die Vornamen ihrer Sprecher als Decknamen erhalten. Auch wird mit einer wirklich gelungenen Wendung in der Geschichte die Spannung nach recht gradlinigem Verlauf noch einmal angekurbelt, sodass ich dem Mittelteil einige positive Seiten abgewinnen konnte. Doch leider gibt es hier auch negative Seiten: Die Geschichte ist für geübte Hörer vorherzusehen, bis auf die gekonnte Wendung kommt somit nur stellenweise Spannung auf. Auch dass die vier von TKKG eigenhändig sprayen - und das auf Anhieb sehr künstlerisch - und damit immerhin eine Sachbeschädigung begehen, ist ungewöhnlich für die Serie. Hinzu kommt, dass die Dialoge teilweise im "Sprayerslang"gehalten sind, was für den Hörer leicht anstrengend werden kann und nicht wirklich zu den Charakteren passen will. Auch wenn die Geschichte nicht hundertprozentig überzeugen kann, einige gelungene Einfälle, lustige Gags und einige spannende Stellen sind jedenfalls hörenswert.

Wegen der aufgesetzt wirkenden Sprache konnten mich auch einige Sprecher nicht überzeugen, beispielsweise Veronika Neugebauer als Gaby, die oft einfach "drüber" wirkt. Da fällt es schwer zu glauben, dass sie selbst eine gestandene Sprayerin von ihrer Glaubwürdigkeit überzeugen konnte. Auch die Sprecherin ihrer Klassenkameradin Lilli Pepsen, Hanna Reisch, verfällt in dieses Schema und wirkt zu betont cool. Da ist Edgar Bessen als Kommissar Glockner eine angenehme Abwechslung und wirkt geerdet und durchweg glaubhaft. Weitere Sprecher sind Heidi Berndt, André Minninger und Alexandra Garcia.

Die Musik hingegen habe ich als durchaus angemessen empfunden, da sie recht flott wirkt und somit recht gut in die Sprayerszene zu passen scheint. Abwechslungsreiche Stücke wirken Eintönigkeit entgegen. Auch die Geräuschkulisse wirkt in sich stimmig, sodass die Szenen akustisch sehr gut untermalt sind.

Auf dem Cover ertappen wir die "Übeltäter" auf frischer Tat - und zwar TKKG beim besprayen des S-Bahn-Waggons. Insgesamt wirkt das alles sehr stimmig und gibt die aufgeregte Atmosphäre der vier Detektive gut wieder- zumal natürlich auch Oskar seinen festen Platz auf dem Cover hat. Auf der Rückseite lächelt uns mal wieder Gaby an, die gängige Auflistung der einzelnen Tracks darf wie immer nicht fehlen.

Fazit: Eine zwiespältige Angelegenheit: Einer eher durchwachsenen Story stehen auch positive Aspekte gegenüber. Da wird jeder für sich die Qualität des Hörspiels beurteilen müssen.


TKKG - 163. Die Makler-Mafia



Erster Eindruck: Geisterhaftes und Kriminelles

Rosanlinde Sauerlich ist seit einer Geisterbeschwörung völlig verängstigt und bitte ihren Enkel Klößchen um seine Mithilfe. Der besucht sie direkt mit seinen Freunden Tim, Karl und Gaby und nimmt sich dem Fall an. Doch auch die vier Freunde von TKKG können sich die merkwürdigen Erscheinungen nicht erklären. Doch ein zufälliger Besuch in der Damentoilette bringt sie auf eine heiße Spur...

Gruselig geht es am Anfang dieser Folge zu, wenn sich einige Damen am Hexenbrett betätigen - ein toller Auftakt zur 163. Folge von TKKG mit dem Titel "Die Makler-Mafia", der Lust auf mehr macht und vor allem sehr atmosphärisch umgesetzt wurde. Doch bei den folgenden Teiles des Hörspiel bin ich geteilter Ansicht: Einerseits ist diese Geschichte ziemlich vorhersehbar, was auch an dem unglücklich gewählten Titel liegt, hier wird einfach zu viel verraten. Mir war einfach zu schnell klar, wie der Hase läuft und nur noch Feinheiten aufzudecken waren. Einige Szenen haben für mich zudem etwas hölzern gewirkt. Andererseits ist man nach so vielen Fällen diverser Detektivserien auch einfach sehr geübt darin, die Fälle zu durchschauen. Und immerhin sind einige recht ansprechende Szenen eingebaut, die mit Witz und dem typischen Feeling der Serie gut zu unterhalten wissen. Auch geht es wieder etwas härter zur Sache, es wird nicht alles kindlich nebenbei abgetan. Insgesamt ist sicherlich keine überraschende Folge herausgekommen, aber definitiv auch keine schlechte.

Die Sprecher der viel Hauptrollen wirken dieses mal besser in ihren Rollen verankert, besonders Manou Lubowski hinterlässt als Klößchen einen positiven Eindruck und schafft die schwere Gratwanderung zwischen Ernsthaftigkeit und Witz. Eine wunderbare Idee ist es jedenfalls, die momentan sehr aktive Gisela Fritsch als Großmutter Rosalinde Sauerlich einzusetzen, die für die Rolle der liebenswerten Oma wie geschaffen scheint. Doch auch Kiki von Manteufel, eine befreundete ältere Dame, hat mit Inken Sommer eine großartige Sprecherin gefunden. Wieterhin zu hören sind Roman Kretschmer, Holger Löwenberg und Sabine Hahn.

Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch einmal die Geisterbeschwörung am Anfang, die nicht nur wunderbare Sprecherinnen und einen gruseligen Verlauf zu bieten hat. Mit ganz leisen Geräuschen und einer Prise Musik wird hier ein sehr guter Effekt erzielt und lässt die Szene stimmig wirken. Auch der Rest ist soundtechnisch professionell wie immer umgesetzt, wobei der Stil der Serie natürlich überall präsent ist.

Das Titelbild sagt mir leider nicht so sehr zu. Zwar ist die Szene aus dem Hörspiel gut gewählt, der Verbrecher nur schemenhaft sichtbar und die Villa schön dargestellt, leider wirken TKKG insgesamt recht gelangweilt, was nicht so recht passen mag. Die restliche Aufmachung kennt man bereits, wobei auf der Rückseite mal wieder Klößchen abgebildet ist.

Fazit: Einige wirklich gute Szenen werten die durchschnittliche Geschichte auf. Alles in allem völlig okay.


TKKG - 162. Gefahr für Oskar



Erster Eindruck: Der Hundehasser geht um...

Bei einem winterlichen Spaziergang entdecken TKKG mit Rasierklingen gespickte Würstchen, die als tödliche Köder für Hunde ausgelegt wurden. Tierfreundin Gaby ist entsetzt und hat nicht nur Angst um ihren Oskar, sondern auch um die anderen Hunde. Spätestens, als sich der Hund ihrer Lehrerin schwer verletzt, sieht sie rot. Und da bekommen TKKG einen wichtigen Hinweis...

Mit sage und schreibe 162 Folgen ist TKKG die bisher längste Hörspielserie auf dem deutschen Markt. Dass es dabei immer noch gelingt, unterhaltsame Folgen zu veröffentlichen, beweist diese Folge, in der nicht nur Oskar, sondern alle Hunde der Großstadt in Gefahr sind. Positiv anzumerken ist, dass ohne langes Geplänkel der Hörer direkt in den Fall geschmissen wird, der einen auch bis zum Ende beschäftigt und somit keine Durststrecken entstehen. Der Fall mag nicht der innovativste der Serie sein, ist aber insgesamt bis auf Kleinigkeiten gut durchdacht und wird am Ende noch einmal richtig spannend. Dass dabei nicht alles so ist, wie es anfangs den Anschein hat, dürfte fleißigen Hörern längst klar sein. Auf jeden Fall ist "Gefahr für Oskar!" eine recht gute Folge, die durchaus noch einige male in meinem Abspielgerät landen könnte.

Als besorgte Lehrerin Klamm ist die wunderbare Elga Schütz zu hören, die auch diese Produktion aufwertet und eine überzeugende Darstellung abliefert. Auch der kurze Auftritt von Britta Subklew als Frau Lächner hat mit äußerst gut gefallen. Warum bitte ist diese Frau nicht öfter in Hörspielen zu hören? Und auch Werner Cartano, der eine ziemlich fiese Rolle spricht, ist in Hochform. Weitere Sprecher sind Edgar Besssen, Felix Strueven und Achim Schülke.

Musikalisch gesehen hat sich nichts verändert, immer noch sind fast alle Musikstücke irgendwie bekannt und kommen in einigen Europa-Produktionen vor. Da allerdings auf eine zeitgemäße Umsetzung geachtet wurde, dürfen sich auch Neueinsteiger über eine gelungene Umsetzung freuen. Auch die Geräusche gehen so in Ordnung.

Das Cover zeigt uns direkt die Eingangsszene, in der Oskar eine der Würste entdeckt. Lustigerweise sind sogar die beiden turnenden Rentner, die für einen lustigen Spruch sorgen, abgebildet. Wie immer schlicht, aber ausreichend ist die restliche Gestaltung.

Fazit: Durchaus eine der besseren Folgen der letzten Zeit, die insgesamt keinen schlechten Eindruck hinterlassen hat. Ruhig mal anhören!


TKKG - 161. Ein Yeti in der Millionenstadt



Erster Eindruck: Der Schneemensch treibt sein Unwesen...

Während eines - nicht ganz erlaubten - nächtlichen Ausflugs werden Tim und Klößchen von TKKG Zeuge eines seltsamen Überfalls: Ihre Lehrerin Frau Sommer wird von einem als Yeti verkleideten Mann überfallen, der Tim ganz schön zusetzt. Klar, dass TKKG sofort mit ihren Ermittlungen beginnen. Doch erst durch die Hilfe von Kommissar Glockner kommen sie auf eine heiße Spur...

Ein neuer Fall von TKKG, der dieses mal wieder recht schnörkellos daherkommt - einer Tatsache, die dem Fall äußerst gut steht. Die Überfälle des Maskierten stehen völlig im Mittelpunkt und wird konsequent erzählt, ohne dass mit vermeintlich spektakulären Einschüben fernab jeder Realität abgelenkt wird. Der Fall an sich ist logisch und durchdacht, bis auf eine Kleinigkeit am Ende (denn warum sollte Tim seinen Bandenkollegen nichts verraten, wenn er hinter den Fall gekommen ist?) Und hier sehen wir: Weniger ist eben wirklich manchmal mehr, und so ist eine gute, unterhaltsame Folge herausgekommen, die hoffentlich einen Aufschwung der ganzen Serie markieren kann. Mich würde es freuen!

Auch die Sprecher scheinen wieder motivierter zu sein, und so hören wir ein recht harmonisches Team, in dem es keine größeren Ausfälle mehr gibt. Die wundervolle Judy Winter hat einen Kurzauftritt als Frau Sommer, die überfallene Lehrerin, und ist dabei genauso charmant wie überzeugend. Auch Ursula Sieg glänzt in einer Nebenrolle, die einen entscheidenden Hinweis zur Überführung des Täters gibt. Weitere Sprecher sind Eckard Dux, Ivo Müller und Jannik Endemann.

Bei der Musik wurden wieder recht viele Stücke im Europa-Archiv gesichtet und in die Handlung eingebaut. Da diese durchaus immer noch zeitgemäß wirken, ist diese Art der Gestaltung sowohl für Neueinsteiger als auch für Nostalgiker ein guter Weg. Die Geräusche passen wieder gut ins Geschehen und wirken durchweg glaubhaft.

Das Titelbild fängt wunderbar die Szene ein, in der Tim den Yeti einfängt. Schön ist die winterliche Stimmung der Illustration. Das kleine, faltbare Booklet ist wieder in der gewohnt schlichten Aufmachung gehalten und bietet eine komplette Folgenübersicht im Inneren.

Fazit: Die gradlinige Story und die guten Sprecher konnten mich in dieser Folge überzeugen. So kann es weitergehen!


TKKG - 160. Das Grauen naht um Zwölf



Erster Eindruck: TKKG auf dem Gruseldampfer…

Bei einem Kostümwettbewerb hat Gaby den ersten Platz belegt und darf mit drei Freunden auf dem Luxus-Schiff eine gruselige Halloween-Nacht verbringen. Klar, dass Tim, Karl und Klößchen mitkommen. Merkwürdige Gestalten tummeln sich auf dem Schiff, wie die Künstlerin Sabine Kuhlenberg mit ihrem Manager. Doch es geschehen immer mehr merkwürdige Dinge, und plötzlich verschwindet ein Mitreisender…

Der November naht, Zeit, um mit den beliebten Halloween-Folgen anzufangen. Auch TKKG ermitteln in der Nacht der Geister, was vom Thema her schon ziemlich viel versprechend klingt. Doch die Umsetzung ist leider nicht so gelungen. Oft ist alles recht albern geworden, um vom erhofften Grusel ist auch nicht viel zu spüren. Vielmehr geht es um eine Story, die selbst für jüngere Jugendliche schnell durchschaubar sein dürfte und kaum Überraschungen bietet. Teilweise wirken einige Details zusätzlich noch etwas hanebüchen. Schade, denn die Ansätze mit den verschiedenen Verkleidung hätte zu einem spannenden Verwirrspiel werden können.

Zu den vier Hauptsprechern gibt es nicht mehr viel zu sagen, mittlerweile hat man sich an die Sprecher, die teilweise leicht unpassend oder übertrieben wirken, gewöhnt. Anja Nejarri ist allerdings als Sabine Kuhlenberg wunderbar und leicht hysterisch. Auch Edgar Bessen als Gabys Vater, Kommissar Glockner, ist eine gute Besetzung. Weitere Rollen werden von Jacob Weigert, Lutz Herkenrath und Lena Vogt gesprochen.

Die Musik geht okay, ist aber weder wirklich schön noch wirklich passend. Die TKKG-Rufe sind zwar echte Klassiker und eigentlich Pflicht für die Serie, gehen mir aber trotzdem auf die Nerven. Auch die Geräusche sind gut, wobei einige eher zur Verwirrung führen, weil sie erst im Nachhinein erklärt werden.

Das Cover gefällt mir äußerst gut. Der Trubel auf dem Schiff wird gut dargestellt, und wir bekommen direkt die Verkleidungen von TKKG zu Gesicht. Allerdings ist die Beschreibung zu ausführlich und nimmt schon vorweg einen Teil der Spannung.

Fazit: Für die neueren Folgen der Juniordetektivserie ist die Folge ganz gut gelungen, wenn es auch einige Kritikpunkte gibt.


TKKG - 159. Böses Spiel im Sommercamp



Erster Eindruck: TKKG im Ferienlager

Tim, Karl, Klößchen und Gabi freuen sich auf jede Menge Action und Spaß im Ferienlager. Schnell schließen sie die ersten Bekanntschaften, und auch die Betreuer scheinen sehr nett zu sein. Doch schon nach kurzer Zeit laufen die ersten Sachen nicht so ab, wie sie laufen sollten. Nach einem Brand und sogar einem Giftanschlag beschließen die vier Freunde, in diesem Fall zu ermitteln. Werden sie dem Täter auf die Schliche kommen?

Auf stolze 159 bringt es die Kult-Krimi-Serie mittlerweile. Und schon mit den letzten paar Folgen hat sich das Münchner Label Europa nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Auch diese Folge schafft es nicht, die Qualität der früheren Folgen zu erreichen. Besonders am Anfang dümpelt die Folge so vor sich hin, es scheint Ewigkeiten zu dauern, bis mal etwas passiert, und dann ist es auch schon relativ schnell und unspektakulär vorbei. Nicht, dass die Folge vollkommen mies wäre, aber wirklich Spannung oder Charme will sich einfach nicht einstellen, ein wenig halbgar. Dabei leistet Heikedine Körting wieder gute Regiearbeit, wie sie es seit Jahren tut, aber das kann die lahme Story nicht retten. Vielleicht sollte man sich doch so langsam überlegen, ob man eine Serie nicht doch abschließen, wenn einem nichts Innovatives oder wenigstens Gutes mehr einfallen mag, oder ob nicht mal eine längere Kreativpause angebracht war. So jedenfalls steuert die Serie auf eine inhaltliche Katastrophe zu!

Wirkt es nur so, oder haben auch die Sprecher die Leidenschaft an ihren Rollen verloren? Zwar leistet sich keiner einen größeren Patzer, aber sie wirken oft seltsam unmotiviert und haben ihren Charme verloren. Manou Lubowski hat sich als Klößchen hörbar zurück genommen, was ihm äußerst gut steht, weil er nicht mehr allzu sehr im Vordergrund steht. Erzähler Wolfgang Kaven bringt seine Passagen überzeugend herüber. Als Nebenrollen sind Christine Pappert, Nicolas König und Henrike Fehrs zu hören, die zwar eine gute Leistung bringen, aber auch nicht das Hörspiel retten können.

An Musik und Geräuschen hat sich nicht viel geändert, was der Kontinuität der Serie gut tut. Seit Jahren bewährt wirkt die Musik immer noch passend, und auch wenn die Geräusche bekannt sind, wirken sie echt.

Schade, dass das alte, charmante (weil unperfekte) Logo dem neuen im Comic-Stil weichen musste. Das Cover von Reiner Stolt wirkt actiongeladener, als die komplette Folge in Wahrheit ist. Schön ist, dass den einzelnen Trackpunkten Namen gegeben wurden, was das Wiederfinden einzelner Stellen extrem erleichtert.

Fazit: Nicht, dass ich es gerne schreiben würde, aber leider kann auch diese Folge nicht überzeugen. Schade um die einstmals tolle Serie!


TKKG - 158.Trainer unter Verdacht



Erster Eindruck: Leider nichts Neues...

Diemal verschlägt es die die vier TKKGler an die Nordsee, wo Tim und Gaby in einem Fußballcamp fleißig an ihrer Ballarbeit üben. Nachdem die Bande die Sommerferien bisher immer zusammen verbracht haben, kommt Klößchen auf die Idee, dass er und Karl auch einfach mitfahren, um sich ein paar erholsame Tage zu gönnen. Aber ziemlich schnell geraten sie doch wieder in ein Abenteuer. In der Bucht steht eine Yacht auf der der Fußballtrainer ziemlich viel Zeit verbringt....Was hat es damit auf sich und was für Pillen gibt er seinen neuen Talenten? Doping?

Auch hier kommen wir der EM 2008 ein Stück näher, und TKKG beglücken uns auch mit einer Fußball Folge. Nichts gegen Sport- bzw Fußballthemen, aber ich finde es wirkt etwas zu aufgesetzt nach dem Motto "Wir müssen aber jetzt was zur EM machen". Die Story ist streckenweise ganz gut gehalten, jedoch wirkt sie, wenn man die Folge als ganzes betrachtet, schon als x-mal gehört und somit lahm. Die Handlung kommt diesmal nicht wirklich in Fahrt und hat nun auch keinen tollen Spannungsbogen, weil recht früh am Anfang die Sache eigentlich schon klar ist. Die Umsetztung bringt auch so einige Schwächen mit sich, besonders was das Sprechertechnische angeht. Leider!

Die Sprecher der vier Juniordetektive sind leider nicht in Bestform. Manou Lubowski spielt Klößchen anscheinend mit großem Desinteresse, findet sich in seine eher witzig angelegte Rolle aber überhaupt nicht rein. Veronika Neugebauer wirkt als Gaby total zickig und unsymphatisch. Da können auch Hörspielurgestein Sascha Draeger und der akzeptable Niki Nowotny nicht mehr viel retten. Das selbe gilt auch ür die meisten Nebenrollen: Nett, aber nicht die Offenbarung schlechthin.

Die Musik und auch die Geräusche stammen wieder aus der altbekannten Europawerktstatt und setzen sich aus alten bekannten Meldodien und Effekten zusammen die wir alle aus vielen anderen Europaklassikern kennen. Hier kann man so richtig schön nostalgisch werden. Doch wie wir alle wissen kann die Hintergrundkulisse ein lahmes Hörspiel nicht retten.

Das Cover ist in guter alter TKKG-Manier gehalten, es passt und wirkt rund zur Folge gestaltetet. Jeder der TKKG hört wird die Aufmachung kennen, sie ist seit vielen Jahre das Markenzeichen der Serie und hat daher auch einen gewissen Wiedererkennungswert.

Fazit: Ist die Story noch ganz nett anzuhören sind die Sprecher diesmal eine Qual. Vielleicht geht auch ihnen langsam die Puste aus.


TKKG - 157.Oskar und die sieben Zwerge

Erster Eindruck: Bisschen zuviel von allem

Erna Vogel hat Gaby gebeten sie zu besuchen, da Gaby auf einer Tierschutzveranstaltung angeboten hat der alten Dame zu helfen, wenn die mal hilfe braucht. Nun ist es soweit, die TKKGler sollen der guten Frau helfen ihre Hunde zu einer Hundeausstellung zu bringen die in der Stadt statt findet. Alle sind so beschäftigt das sie nicht bemerken das sich vor dem Haus von Frau Vogel zwei Gauner aufhalten. Haben die beiden es wirklich auf die Pudel abgeseheen oder steckt mehr dahinter

Der mittlerweile 157 Fall für die TKKG Truppe und ich muss sagen das ich diese Folge diesmal doch enttäuscht hat.Ich habe schon einige Folgen gehört wo ich mehrere negative Meinungen zu gelesen habe, da fand ich die Folgen dann meist echt gut und dachte immer warum die schlecher geschrieben werden wie sie sind. Aber die Folge hier hat es echt in sich. Die Handlung ist echt danebene, irgentwie geht es gute 60 Minuten nur um die sieben nervigen Pudel der Rentnerin die dann entführt werden. Die Dialoge sind streckenweise auch sehr lang, grad der Anfangsdialog geht fast 15 Minuten. Vielleicht doch etwas lang geraten. Ich denke nach dem "Neustart" der Serie sollte einem mehr einfallen als eine überdrehte Story über 7 Pudel die nach Süsswaren benannt sind.

Die Sprecher mach auch in der Folge einen durchaus guten Job, wenn auch zu sagen bleibt das du gute Veronika "Gaby" Neugebauer es doch hin und wieder zu gut meint und stellenweise zu aufgesetzt wirkt. Manchmal ist weniger mehr. Als Frau Vögel ist Brigitte Böttrich im Einsatz, sie spricht die Rentnerin durchaus gut, wirkt aber insgesamt etwas jung. An den anderen Protagonisten ist weiter nichts auszusetzen. Wolfgang Kaven find ich den bisher besten Erzähler der ganzen Reihe muss ich sagen.

Die Musik als auch die Geräusche sind wie immer Solide und vortrefflich eingesetzt. Nach über 150 Folgen weiss man eben wo welches Geräusch hingehört.

Das Cover passt zur Folge und ist wieder schön Illustriert worden. Es zeigt die Entfüherer bei ihrer Missetat wie sie die 7 rosa Pudel entführen.

Fazit: Als ich den Titel gelesen habe, habe ich irgentwie mit einer weniger guten Folge gerechnet. Wer auf Hundestorys steht wird ihr bestimmt gut unterhalten. Für die nächsten Folgen wünsche ich mir wieder mehr Einfallsreichtum.


TKKG - 156.Erpresser fahren Achterbahn

Erster Eindruck: Eine rasante Fahrt, wenn auch mit Lücken

In die Schulklasse von TKKG kommt der Schaustellersohn Stefan, für zwei Wochen nimmt er am Unterricht teil, da seine Eltern auf dem Rummel, der in der Stadt gastiert, mehrere Fahrgeschäfte betreiben. Die vier Freunde werden von Stefan auf die Kirmes eingeladen. Kaum angekommen auf dem Platz und auf der Suche nach Stefan, bekommen die jungen Detektive mit, dass Stefans Vater wohl erpresst wird. Wenig später sitzen Tim, Karl, Klößchen und Gabi im ersten Karussell, wenige Sekunden später explodiert in eben jenem Fahrgeschäft eine Gondel. Mit dem Schrecken nochmal davon gekommen, nehmen TKKG die Ermittlungen auf. Steckt der geheimnissvolle Erpresser hinter dem Anschlag? Wer ist der Erpresser und waum wird Stefan selber verdächtigt?

Da ist sie also, die 156 Folge aus der TKKG Reihe und somit die erste nach dem Tod von Stefan Wolf. Die Story um das Geschehen auf dem Rummel hat Andre Minniger verfasst. Folgen in denen es um Erpressung ging gab es schon einge von TKKG, ich denke auch, dass man die ultimative neue Story nach über 150 Folgen nicht mehr erwarten kann, irgendwann ist alles mal gemacht worden. Mir hat die Story dennoch gut gefallen.

In den Sprecherrollen sind die üblichen Verdächtigen zu hören, dafür gibt es aber in den Nebenrollen den einen oder anderen Leckerbissen: als Ermittler ist Andre Minniger selber kurz zu hören, Patrick Bach, Traudel Sperber und Elga Schütz. Alles an sich wunderbare Sprecher, doch hin und wieder wirkt alles ein bisschen emotionslos. Das geht doch sicher mit mehr Enthusiasmus.

Auch in der 156 Folge gibt er wieder gute und solide Musik gepaart mit den wunderbaren, lange bekannten Europageräuschen. Allerdings sind Effekte und Musik nicht das Beste was Europa je zu bieten hatte.

Das Cover zeigt die Szene der gescheiterten Geldübergabe in der Achterbahn. Die Illustration stammt aus der Feder von Reiner Stolte. Und passt sicherlich in das lang erprobte Konzept von TKKG.

Fazit: Die Folge war recht kurzweilig, auch wenn an der einen oder anderen Stelle etwas an Storydichte fehlt. Die Handlung war doch leicht zu durchschauen und das doch recht rasche Ende hat mich arg überrascht.