TKKG – 176. Verbrechen im Rampenlicht

TKKG – 175. Nachtwanderung mit Schrecken

TKKG – 174. Doppelgänger auf der Rennbahn

TKKG – 173. Die Skelettbande

TKKG – 172. Das Geheimnis der Moorleiche

TKKG – 171. Das lebende Gemälde

TKKG - 170. Schock im Schnee

TKKG - 169. Tatort Dschungel

TKKG - 168. Millionencoup im Stadion 

TKKG - Das Geheimnis um TKKG

TKKG - 167. Der Unsichtbare

TKKG - 166. Das Mädchen mit der Kristallkugel

TKKG - 165. Advent mit Knalleffekt

TKKG - 164. Operation Hexen-Graffiti

TKKG - 161. Ein Yeti in der Millionenstadt

TKKG - 160. Das Grauen naht um Zwölf

TKKG - 159. Böses Spiel im Sommercamp

TKKG - 158.Trainer unter Verdacht

TKKG - 157.Oskar und die sieben Zwerge

TKKG - 156.Erpresser fahren Achterbahn


TKKG – 176. Verbrechen im Rampenlicht



Erster Eindruck: Die etwas andere Castingshow

In der Fußgängerzone werden junge Menschen angesprochen, um an einer völlig neuen und etwas anderen Castingshow teilzunehmen. Gesucht wird ein mutiges Kind, dass in verschiedenen Aufgaben Mut und Durchsetzungsvermögen beweist. Als TKKG von der Sache erfahren werden sie erst einmal stutzig, denn zu Anfang sollen die Kandidaten in ein Geschäft einbrechen...

TKKG geht ja durchaus mit der Zeit. Nicht nur, dass in der 176. Folge Klößchen sein neues Smartphone in Schokobraun präsentiert. Denn auch das Thema ist momentan sehr populär: Castingshows, die jungen Menschen den schnellen Ruhm versprechen. Wie weit das unter Umständen führen kann, wird hier aufgearbeitet. Die Idee der Show klingt interessant und bietet immer wieder reizvolle Gedankenspiele, besonders gelungen ist aber, wie die beiden Produzenten den Kindern mit möglichen Gewinnen und Werbeverträgen die Sache schmackhaft machen. Hier zeigt sich, wie einfach man sich dann auch zu merkwürdigen Taten hinreißen lässt und sogar auf die absolute Geheimhaltung vor Freunden und den eigenen Eltern eingeht. So gut der Hintergrund der Folge, so vorhersehbar ist die Handlung und so konstruiert wirkt das Motiv der Täter. Mit dem merkwürdig spannungslosen Verlauf, einigen unlogischen Entscheidungen und den zwiespältigen Erklärungsversuchen Gabys, warum die Freunde Klößchen immer wieder wegen seines Gewichts triezen, kann diese Folge die hohen Ansprüche, die durch das interessante Thema geweckt werden, jedenfalls nicht halten.

Viele junge Sprecher sind schon aufgrund der Idee der Folge zu hören, dabei machen sie meist einen ordentlichen Job. Julia Fölster wirkt als Celine emotional und ein wenig aufgewühlt, was gut zu der Rolle passt. Jannik Schümann kann als Max mal seine egoistische und unsympathische Seite ausleben, er wirkt ebenso glaubwürdig. Leonhard Mahlich und Gabriele Libbach arbeiten gut als skrupellose Fernsehmacher zusammen. Weitere Sprecher sind Linda Fölster, Anton Sprick und Manuela Bäcker.

Viele bereits bekannte Melodien untermalen das Geschehen, sie kamen schon in einigen vorigen Folgen und anderen Serien vor. Das stört hier aber nicht weiter, sie sind dennoch sinnvoll eingefügt und können die jeweilige Stimmung wiedergeben. Auch die Geräusche passen gut in die Handlung und verleihen eine lebendigen Eindruck.

Dieses mal sind nicht alle Mitglieder von TKKG auf dem Cover zu sehen, nur Tim ist abgebildet, wie er mit den anderen Teilnehmern der Show in das Geschäft einsteigt. Ein nettes Cover, das seine Wirkung aber wieder vor allem mit dem Look als Zeitungsausschnitt erzielt. Im Inneren ist wieder die übliche Aufmachung mit der dieses mal recht langen Sprecherliste zu finden.

Fazit: Ein interessantes Thema und damit verbunden einige gute Szenen, aber der Verlauf ist zu spannungsarm, einige Hintergründe zu unglaubwürdig.

VÖ: 10.Februar 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886919066326


TKKG – 175. Nachtwanderung mit Schrecken



Erster Eindruck: Plötzlich fehlt ein K...

TKKG besuchen in ihren Ferien wieder das Jugendcamp an der Nordsee. Dieses mal wollen sie aber ihrem ehemaligen Betreuer Rasputin unter die Arme greifen. Doch schon bald sorgen mehrere Diebstähle für Ärger. Doch erst muss ein ein Mitglied von TKKG verschwinden, um die Detektive auf die richtige Spur zu bringen...

Das Jubiläum zur 175. Folge war dem Produzententeam einer der langlebigsten Hörspielserien gleich eine Folge in doppelter Laufzeit wert. Der Fall „Nachtwanderung mit Schrecken“ von TKKG läuft somit wesentlich länger, ist aber auch in anderer Hinsicht eine Jubiläumsfolge: Ereignisse und Personen aus der neunten Folge werden hier aufgegriffen und sorgen für Retro-Feeling z.B. ist da das Zitat aus Tims Tagebuch, das auch schon in der Vorlagen-Folge verwendet wurde. Auch dass Rasputin auftaucht und auf andere Charaktere angespielt wird, ist für Fans ein kleiner Leckerbissen und glaubhaft in die Handlung integriert. Leider schwächelt die Geschichte an einigen Stellen und flacht nach einigen gelungenen Introszenen deutlich ab. Die Dichte an Schlüsselszenen und interessanten Informationen ist einfach zu gering, um über die gesamte Laufzeit Spannung bieten zu können. Die Idee mit der Rückkehr zum Ferienlager ist an sich nicht verkehrt aberder Fall an sich bietet leider nicht genügend Inhalt, um diese lange Zeit gut füllen zu können. Vielleicht hätte man sich zum Jubiläum etwas anders einfallen lassen sollen anstatt die Folge doppelt so lang werden zu lassen.

Niki Nowotny gehört schon seit langen zum Stammcast der Serie und stellt den Karl mit der ihm üblichen nüchternen Sachlichkeit dar. Dennoch verwundert es schon ein wenig, wie emotionslos er nach der überstandenen Entführung reagiert. Douglas Welbat ist als Rasputin zu hören, er bringt den sympathischen Mann herrlich verschroben und eigenwillig herüber. Auch Luise Lunow ist als Frau Brebeck wieder wunderbar und spricht die liebenswerte alte Dame mit ihrer typischen kratzigen Stimme. Weitere Sprecher sind Lutz Mackensy, Anton Sprick und Kai Schwind.

Musikalisch ist diese Folge solide produziert, immer wieder hübschen kleine Melodien die Szenerien auf. Nur Ferienstimmung mag nicht so recht aufkommen, auch bei der durchaus hörenswerten Akkordeon-Szene. Bei den Geräuschen geht es erneut vielfältig und treffend zu, zahlreiche Szenen werden so deutlich aufgewertet und für den Hörer attraktiver.

Auch die Jubiläumsfolge hat die Produzenten nicht dazu hinreißen lassen, auch bei der Gestaltung zusätzliche kleine Extras einzubauen. Vielmehr ist die Gestaltung schlicht wie immer, nachdem vor einiger Zeit die Idee mit den Zeitungsausschnitten umgesetzt wurde. Das Titelbild zeigt eine Lagerfeuerszene mit Rasputin im Hintergrund, während drei der vier TKKG-Mitglieder eher aufgeregt dargestellt werden.

Fazit: Die doppelte Laufzeit verursacht einige Längen. So bleibt es eine TKKG Folge unter 174 anderen die nicht sonderlich herraussticht, da hätte man mehr draus machen können.

VÖ: 25.November 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886979063723


TKKG – 174. Doppelgänger auf der Rennbahn



Erster Eindruck: Aufregung auf dem Fasanenhof

Auf dem Fasanenhof gehen merkwürdige Dinge vor sich. Das Rennpferd Vivaldi wird kurz vor einem wichtigen Rennen gegen ein Pferd ausgetauscht, das ihm zum verwechseln ähnlich sieht. Kati bittet Gaby und ihre Freunde von TKKG um Hilfe, die sich sofort in die Ermittlungen stürzen – und stellen den Verbrechern eine Falle...

Eine der dienstältesten Detektivserien der deutschen Hörspiellandschaft wird auch heute nicht müde, immer weitere Folgen zu veröffentlichen: TKKG. Wiederholungen und Variationen sind dabei nicht vermeidbar, doch mit der 174. Folge wurde ein Thema gefunden, dass zumindest bei dieser Serie noch nicht überreizt ist: Pferderennen. Und so beginnt die Folge auch bei einem eben solchen, Tim, Karl, Klößchen und Gaby sorgen dabei für einen lockeren Einstieg in die Folge. Ein paar Szenenwechsel sorgen anfangs auch wirklich für reges Interesse, das aber schleichend im Laufe der Handlung abzunehmen beginnt. Irgendwie scheint nichts wirklich Hand und Fuß zu haben und versinkt in einer Belanglosigkeit, die einfach nicht reicht, um eine ordentliche Folge auf die Beine zu stellen. Zudem mutieren Karl und Klößchen hier zu witzigen Nebenfiguren, alles scheint sich um Tim und Gaby zu drehen – die Stärke der Serie wird aber aus allen vier Charakteren und ihrem Zusammenhalt gezogen. Und dass hier viel Zeit zur Vorstellung von Kati verwendet wird, hat zwar einen ganz bestimmten Grund, lässt die Hauptcharaktere aber noch mehr in den Hintergrund treten. Keine sehr starke Folge, aus dem unverbrauchten Thema hätte man mehr herausholen können.

Die Sprecher sind hier gut ausgewählt und können insgesamt einen positiven Eindruck hinterlassen. Carolin von Groben ist als Kati zu hören und klingt frisch und dynamisch, bald wird es auch ein Wiederhören mit ihr geben. Krystian Martinek ist als Heino Schnuller eine gute Wahl, er kann den Charakter des Mannes überzeugend widerspiegeln. Gleiches gilt für Tim Grobe als Ulrich Rösner, dessen einprägsame Stimme gut in das Szenario passt. Weitere Sprecher sind Regina Lemnitz, Henry König und Anja Topf.

Die Auswahl der Musik ist ein kleines Sammelsurium aus bekannten Melodien aus früheren Produktionen von Europa und einigen frischen Musikstücken, die bisher nicht aufgefallen sind. Alles ist stimmig zusammengefügt und passt gut zu der Handlung – ebenso wie die Geräusche, die wieder sehr glaubhaft eingefügt sind und das Geschehen lebendiger wirken lassen.

Das Cover gestaltet sich hier recht unspektakulär, ist fast schon unauffällig. Ein wegfahrendes Auto mit einen Pferdetransportanhänger ist das Motiv, ein aufgeregter Mann steht davor. Die vier Juniordetektive von TKKG sind nur klein im Hintergrund zu sehen. Im Inneren ist alles beim Alten geblieben, nur dass dieses mal auch kleiner Flyer enthalten ist.

Fazit: Eine eher mäßige Folge von TKKG, die einfach nicht genug Kraft hat, um die Spannung die ganze Laufzeit zu halten.

VÖ: 23. September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886979032729


TKKG – 173. Die Skelettbande



Erster Eindruck: Das Geheimnis der Knastis

Eine Einbrecherbande treibt in der Millionenstadt ihr Unwesen, und dabei gehen sie nicht sonderlich subtil vor, sondern haben sich Skelette auf ihre schwarze Kleidung gemalt. Was steckt hinter dieser Bande, und wie können sie gestoppt werden? TKKG sind bald mitten drin in den Ermittlungen und müssen vergangene Ereignisse zu Rate ziehen...

Nicht immer gelingt es der folgenreichsten Juniordetektiv-Hörspielserie „TKKG“ insbesondere die Fans der ersten Stunde zu überzeugen, gerade in letzter Zeit musste immer wieder Kritik eingesteckt werden. Mit „Die Skelettbande“ ist eine Folge entstanden, die hier entgegenwirken und wieder einmal den Geschmack der Fans treffen könnte – hier passte einfach vieles gut zusammen. Schnell startet die Folge mit der eigentlichen Handlung, ohne sich in langem Vorgeplänkel zu verlieren. Und diese ist dann auch noch recht spannend und dynamisch gelungen. Das große Rätsel, das aufgeklärt werden muss, ist nämlich der Hintergrund der geheimnisvollen Bande, dem der Hörer in Rückblenden immer näher auf die Spur kommt. Gerade diese Verbindung aus den aktuellen Ereignissen aus Sicht von TKKG und manchmal der Skelettbande sowie der Vergangenheit hält den Hörer auf Trab, da es immer wieder neue Erkenntnisse zu entdecken gibt. Auch wenn die Auflösung dann etwas an Kraft verliert, die sehr gute Verlauf der Folge macht das locker wieder wett. Hinzu kommt, dass die vier Hauptcharaktere besser zur Geltung kommen, Klößchen beispielsweise nicht nur zur Witzfigur mutiert, jeder seine eigenen Stärken einbringen kann. Eine sehr runde Folge, die vielleicht nicht mit den besten Fällen der Serie mithalten kann, aber in letzter Zeit eine der besten Geschichten bietet.

Interessant ist hier die Doppelbesetzung der Mitglieder der Skelettbande, die sowohl in ihrer heutigen wie in ihrer jüngeren Version zu hören sind. Hier wurden gute Paarungen zusammengestellt, die man problemlos in einer Figur vereinen kann. So wird Anette beispielsweise sowohl von Mara Bergmann wie Theresa Underberg gesprochen, die beide eine gewisse Kraft in ihre Stimme legen. Lucas Sperber gibt sich als junger Richard mal wieder in Topform und kann die Spannung der Figur halten, während Ingo Nommsen in seiner älteren Version sehr ausdrucksstark wirkt. Weitere Sprecher sind Marek Harloff, Dustin Sattler-Semmelrogge und Juliane Szalay.

Akustisch gesehen ist diese Folge auf dem gleichen Stand wie seine Vorgänger und insgesamt solide produziert. Die Musik wurde zwar nicht eigens für diese Serie eingespielt, wurde aber aus dem großen Archiv von Europa ausgewählt und passt recht gut zu den einzelnen Szenen. Die Geräusche wirken glaubhaft und sind gut in die Handlung integriert.

Auf dem Cover bekommt man direkt einen Eindruck von den Kostümen der Skelettbande, auch wenn die Figur hier recht platt wirkt. Da wirken die vier Mitglieder von TKKG schon dynamischer, insbesondere Tims Darstellung kommt gut herüber. Die dunkle Eingangshalle der Vierstein-Villa verleiht dem Cover sogar etwas Flair.

Fazit: Eine insgesamt gute und spannende Folge, die mit den Blicken in die Vergangenheit einen dynamischen Eindruck macht.

VÖ: 8. April 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978473127


 TKKG – 172. Das Geheimnis der Moorleiche



Erster Eindruck: Rätselhafter Fund

Es sollte in gemütlicher Nachmittag in der freien Natur für Tim, Karl, Klößchen und Gaby werden, doch als ihr Hund Oskar ausbüchst müssen die vier Freunde das Torfmoor nach ihm durchsuchen – und stoßen dabei auf eine Leiche, die durch das Moor mumifiziert worden ist. Vorerst lässt sich nicht feststellen, wie lange die Leiche schon dort liegt, und deswegen beginnen TKKG mit ihren Ermittlungen...

In letzter Zeit kamen die Folgen der Serie TKKG bei den meisten Fans nicht mehr ganz so gut an, zu viele Fehler hatten sich im Laufe der Jahre eingeschlichen. Mit dem Erscheinen von „Das Geheimnis der Moorleiche“, der 172. Folge der Serie, dürfte sich aber viel von der Kritik abmildern, denn diese Folge ist ziemlich gut gelungen. Am auffälligsten ist dies bei der eigentlichen Geschichte: Der Fall ist bei weitem nicht so platt oder vorhersehbar, wie viele seiner Vorgänger es waren. Nie ist so ganz klar, in welche Richtung sich das Hörspiel demnächst entwickeln wird – der Rätselfaktor ist hier somit wesentlich höher. Und auch das Thema an sich ist interessant und gut in die Handlung integriert worden, der Fund der Leiche bietet einen gekonnten Einstieg in die Folge und wird gut weitergeführt. So sind mal wieder richtig gute Ermittlungsarbeiten zu hören, die nach und nach weitere Puzzlesteine zum Gesamtbild hinzufügen, ganz in der Tradition der früheren Folgen, wo dies den großen Beliebtheitsgrad der Serie ausgemacht hat. Eine richtig gute Geschichte also, doch auch drumherum wurde hier vieles verbessert. So ist die Sprache wieder glaubwürdig geworden, die vier von TKKG verlieren sich nicht in gezwungen jugendlichen oder allzu hölzernen Ausdrücken, sondern haben eine normale, vernünftige Sprache wie man es von einem Hörspiel erwarten darf. Und da das Hauptaugenmerk dieses mal auf dem Fall und nicht auf den Charakteren liegt, sind diese ebenfalls gut integriert und können ihre speziellen Eigenschaften einbringen, ohne übertrieben zu sein. „Das Geheimnis der Moorleiche“ hat mir richtig Spaß gemacht, eine gute und spannende Geschichte, eine sinnvolle Auflösung und ein interessanter Handlungsverlauf sorgen für gute Unterhaltung.

Die Rollen sind wieder mit guten Sprechern besetzt, die alle ihre Sache gut machen. Wolfgang Draeger ist als Professor Graber mit seiner unverkennbaren Stimme zu hören und gestaltet auch hier seine Figur sehr professionell und verleiht ihr eine einzigartige Facette. Andre Minninger ist als Ettel zu hören, den auffälligen Charakter kann er ebenfalls ganz unverbraucht klingen lassen, ohne sich Übertreibungen hinzugeben. Rhea Harder gefällt mir als Gaby wieder richtig gut, ihre warme Stimme passt nicht nur gut zu der Rolle, sondern auch zu den übrigen Hauptsprechern. Auch Edgar Bessen, Robin Brosch und Jens Wendland sind zu hören.

Die musikalische Umsetzung unterscheidet sich kaum von denen der vorigen Folgen, was bedeutet, dass einige bekannte Musikstücke aus dem umfangreichen Archiv von Europa zu hören sind, die dem aufmerksamen Hörer von hier und dort bekannt vorkommen dürften. Das fällt hier aber – im Gegensatz zu einigen vorigen Folgen – nicht ganz so negativ auf, da sie hier sinnvoll und passend für die Handlung ausgewählt wurden.

Das Coverdesign mit dem neuen Zeichenstil sorgt hier für einen moderneren Look der Serie, die Gestaltung wirkt nun um einiges zeitgemäßer. Tim, Karl, Klößchen und Gaby sind darauf vor einer Naturkulisse zu sehen, während der Hund Oskar im Mittelpunkt steht. Auch die restliche Aufmachung orientiert sich an der Idee mit den Zeitungsausschnitten, eine Kapitelübersicht lässt sich wie immer auf der Rückseite finden.

Fazit: Eine richtig gute Folge von TKKG, die mit einer undurchsichtigen Geschichte, guten Sprechern und einer gelungenen Sprachanwendungen überzeugt.

VÖ: 11. Februar 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886977525322

 

TKKG – 171. Das lebende Gemälde

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Erster Eindruck: Aufregung im Altenheim

Ein geheimnisvoller Anruf bringt TKKG zu einem neuen Fall, der an einem für die ungewöhnlichen Ort beginnt: In einem Altenheim. Martha Mühlstein, eine der Bewohnerinnen, stellt Veränderungen an einem ihrer Gemälde fest. Als weitere merkwürdige Ereignisse das Rätsel immer größer werden lassen, müssen TKKG auf Hochtouren ermitteln...

Mit über 170 Folgen ist TKKG die längste Hörspielserie Deutschlands und ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Marktes und etlicher Kinder- und Jugendzimmer. Dass sich eine Serie im Laufe der Zeit verändert, ist dabei ebenso unausweichlich wie notwendig. „Das lebende Gemälde“ vereint einige neue Elemente und bereits bekannte Motive zu einer durchaus interessanten Geschichte. Das Rätsel um das sich verändernde Gemälde ist schön ausgedacht und wird auch gut in die Handlung eingebettet. Der Täter ist aber schon recht früh offensichtlich zu erkennen, was logischerweise einiges an Spannung einbüßen lässt. Trotzdem macht diese Folge insgesamt Spaß, was nicht nur an den charmanten älteren Damen als Nebenfiguren liegt, sondern auch an dem recht kurzweiligen Verlauf der Handlung liegt.

Gleich drei wunderbare ältere Sprecherinnen bereichern das Ensemble in dieser Folge. Ursula Heyer ist als Edith Dahlie zu hören und verleiht ihr eine eigenständige Art zu sprechen, die sie zu einem glaubwürdigen Charakter werden lässt. Luise Lunow ist als Martha Mühlstein dabei und setzt ihre raue, eindringliche Stimme gekonnt ein, um ihrer Rolle etwas Besonderes zu verleihen. Die wunderbare Gisela Fritsch spricht Elisabeth Jahling, sie setzt wieder einmal gekonnt Akzente. Weitere Sprecher sind Rolf E. Schenker, Florentine Draeger und Lea Sprick.

Bodenständig und einfach präsentiert sich die Folge in ihrem akustischen Gewand, bei der musikalischen Auswahl wurde vorrangig auf bereits bekannte Melodien aus dem umfangreichen Archiv des Labels zurückgegriffen. Die Geräusche sind sehr glaubwürdig und steuern einiges zur Atmosphäre der Folge mit bei und machen Handlungsabläufe glaubwürdiger.

Natürlich ist das Gemälde, von welchem die Folge handelt, auch auf dem Titelbild zu sehen. Der bösartige Gnom in dem goldenen Rahmen wird hier von TKKG einer genauen Betrachtung unterzogen und kann einen ersten Eindruck von dem Bild geben. Die restliche Aufmachung hat als kleine Auflockerung wieder den Anschein von Zeitungspapier, während der gelungene Sammelrücken immer weiter fortschreitet.

Fazit: Eine gut erdachte Geschichte mit interessantem Aufhänger, leider recht vorhersehbar. Trotzdem wegen der tollen Nebendarstellerinnen hörenswert.

VÖ: 26. November 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886977525025


TKKG - 170. Schock im Schnee

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Erster Eindruck: Von wegen Urlaub...

Klößchens Vater hat den Vieren von TKKG einen Winterurlaub spendiert, sie freuen sich auf erholsame Tage, Schnee und Apres-Ski. Doch in der Gegend ist ein Insasse einer Irrenanstalt entkommen und versetzt die Urlauber in Angst und Schrecken. Als Tim, Karl, Klößchen und Gaby dies aus einem Skilift beobachten, ist ihr Spürsinn geweckt...

Es geht auf die kalte Jahreszeit zu - das merkt man nicht nur an sich verfärbenden Blättern und dem ersten Schnupfen des Jahres, sondern auch an den Themen, die in den neuen Europa-Hörspielen behandelt werden. TKKG Folge 170 beispielsweise zaubert mit Skifahren und viel Schnee winterliches Flair hervor. Dies ist gut umgesetzt und tritt immer wieder während der Handlung hervor - und auch der Fall ist besser gelungen als viele andere der neu produzierten Folgen. Der Gedanke eines gefährlichen Psychopathen ist reizvoll umgesetzt, da er eine gewisse Unberechenbarkeit mit sich bringt. Dies hätte noch intensiver geschehen können, ist in dieser etwas harmloseren Variante aber auch noch kindgerecht. Die daraus resultierende Spannung steigert sich im Laufe der Zeit, was besonders nach dem leicht schleppenden Anfang gut tut und die Folge zu einer unterhaltsamen Dreiviertelstunde werden lässt. Das Ende kommt vielleicht etwas schnell, schließt die Handlung aber sinnvoll ab. Eine durchaus hörenswerte Folge mit interessantem Thema.

Die Anzahl der Sprecher ist für diese Folge recht stattlich, fast 20 Schauspieler tragen ihren Teil zu "Schock im Schnee" bei. Erzähler ist wie immer Wolfgang Kaven, er schafft zusätzliche Atmosphäre in seinen Passagen und gestaltet diese recht kurzweilig. Gerrit Schmidt-Foss spricht die Rolle des Armin mit seiner einprägsamen Stimme und lockeren Art, die natürlich und glaubwürdig wirkt. Kaja Möller und Alexandra Doerk geben als Schwestern Gerda und Bärbel ein tolles Duo ab. Weitere Sprecher sind Luise Helm, Nils Noller und Ingeborg Christiansen.

Der Titelsong ist wohl bekannt und hat sich bewährt. Nach mehrfachem Hören wirkt er jedoch etwas zu lang und hätte ruhig etwas knapper ausfallen können. Er bleibt auf jeden Fall lange im Ohr und bildet einen gelungenen Wiedererkennungswert. Die restliche akustische Gestaltung ist grundsolide, die Geräusche fallen hier positiv auf.

Die anfängliche Szene, in der die vier Hobbydetektive einem verletzten Skifahrer zu Hilfe eilen, ist auf dem Cover ansprechend und schön dargestellt. Der moderne Look der Gestaltung macht sich auch hier positiv bemerkbar. Die Übersicht aller bisher erschienenen 170 Folgen füllt das Innere des Faltblatttes komplett aus.

Fazit: Die Idee des ausgebrochenen Insassen trägt die Folge und macht die Spannung aus - eine gute Folge der berühmten Serie.

VÖ: 24. September 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886976842727


TKKG - 169. Tatort Dschungel



Erster Eindruck: Schnitzeljagd im Zoo

Der neue Erlebnispark "Dschungel-Land" öffnet seine Pforten, klar, dass sich auch Tim, Karl, Klößchen und Gaby die seltenen Tiere ansehen wollen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft entdecken sie ein geöffnetes Terrarium, die Schlangen sind verschwunden. Kann ihnen die beschriebene Karte des Parks helfen, die Klößchen gefunden hat?

Entführung, Falschgeld, Erpressung - die sind Themen, die immer wieder in der kultigen Jugend-Hörspielserie TKKG aufgegriffen werden. Letzteres ist auch die Grundlage für die 169. Folge mit dem Titel "Tatort Dschungel", ein Fall, der im Voraus von Schülern im Unterricht gelöst werden konnte. Doch leider - wer nun denkt, die Folge müsse demnach etwas besonderes sein, der täuscht. Schon der Anfang ist höchst konventionell, auch der weitere Verlauf bietet keine wirklichen Überraschungen. Zu vorhersehbar das Schema, nach dem die Folge verläuft. Zu früh werden Hinweise auf den Täter gegeben, sodass hier kein Spannungspotential aufkommt. Die Idee mit der "Schnitzeljagd", die durch die verschiedenen Erpresserbriefe entsteht, kann dann aber doch kurzzeitig unterhalten, wird aber durch einige unglaubwürdige Ereignisse gestört. "Tatort Dschungel" ist keine wirklich schlechte Folge, kann aber über das untere Mittelmaß nicht hinauskommen und bietet zu wenig Außergewöhnliches.

Die Sprecher sind wiederum gut ausgewählt und passen zu ihren Rollen. Sascha Draeger kann Tims Tatendrang, Neugier und Gerechtigkeitssinn sehr gut ausdrücken. Niki Nowotny hat als Karl wieder auffällig wenige Passagen, gestaltet die aber altklug wie immer. Erzähler Wolfgang Kaven führt mit präziser Aussprache und angenehm warmer Stimme durch die Handlung. Gastsprecher dieser Folge sind unter anderem Celine Fontanges, Christian Rudolf und Simona Pahl.

Die Musik ist wieder eine bunte Mischung aus dem großen Archiven des Europa-Verlages. Einige Melodien werden einem bekannt vorkommen, andere wirken frisch und unverbraucht. Auch die Geräusche von Wanda Osten können überzeugen und sind hier realitätsnah eingesetzt.

Das Titelbild zeigt die vier Helden im Dschungel-Land beim Fund des ersten Briefes. Der neue Zeichenstil ist angenehm, auch die angedeutete Zeitung passt wieder. Ansonsten wird auch hier nicht mehr geboten, ein Hinweis auf die Aktion an den Schulen wäre wünschenswert gewesen.

Fazit: Durch Vorhersehbarkeit und Spannungsarmut kann diese Folge leider nicht begeistern.

VÖ: 25.Juni 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886976135621


TKKG - 168. Millionencoup im Stadion



Erster Eindruck: Piraten in der Millionenstadt

Kommissar Glockner ermittelt in dem Fall einer abgebrannten Lagerhalle, in der wertvolle WM-Trikots gelagert wurden. Schnell bekommen auch Tim, Karl, Klößchen und Gabi Wind von der Geschichte und wittern einen neuen Fall für TKKG. Als Klößchen auf dem Schulhof ein Trikot ergattert, haben die vier eine erste Spur...

Im WM-Jahr 2010 scheint es nur ein Thema zu geben, Fußball beherrscht nicht nur die Medien, sondern auch diverse Hörspielserien. So ist auch aus der 168. Folge der Europa-Kultserie TKKG ein Hörspiel mit Fußballthema geworden. Und zwar geht es um einen recht unschönen Zweig, um Produktpiraterie, hier vorgenommen Trikots vom minderwertiger Qualität, aber mit originalem Label. Schön ist die standhafte Aussage gegen diese Machenschaften, von der sich vielleicht noch einige jüngere Zuhörer beeinflussen lassen. Und der Fall an sich? Verpasst es erneut, bei einem guten Thema eine ebenso gute Geschichte darum zu stricken. Über die Vorhersehbarkeit der Folge - die meisten Inhalte erscheinen dem Hörer viel früher offensichtlich als dem Ermittler-Quartett - kann man noch hinwegsehen, da nach so vielen Folgen immer wieder gewisse Muster auftreten. Leider kommt aber auch wenig bis gar keine Spannung auf, die Geschichte plätschert so vor sich hin. Dabei ist sie nicht wirklich langweilig, aber in ihrer Aussage einfach zu blass. Schade, aber das Gebotene will einfach nicht für einen guten Eindruck reichen.

Rhea Harder hat sich anscheinend endgültig in ihre Rolle als Gaby eingefunden und liefert eine überzeugende Darstellung des tierlieben Mädchens ab. Johannes Karut, Leiter der Firma mit der abgebrannten Lagerhalle, wird von Dietmar Mues gesprochen, der diese Rolle locker schultert und sehr gradlinig bleibt. Sein Sohn Steven wird von Woody Mies gesprochen, der ebenfalls einen guten Eindruck hinterlässt. Weitere Sprecher sind Nick Seidensticker, Sascha Rotermund und Dimitrji Marakow.

Wanda Osten ist verantwortlich für die Geräusche, und mit stimmigen Hintergründen kann er die verschiedenen Situationen gut gestalten, auch wenn er hier ruhig etwas mutiger sein darf. Auch die eingefügten einzelnen Geräusche, die das Geschehen "kommentieren", sind glaubwürdig und passend.

Tim, Klößchen und Gabi stehen auf dem Titelbild ratlos um ein T-Shirt mit Fußballaufdruck, der Hintergrund soll direkt auf das Thema aufmerksam machen. Dass Karl auf dem Cover fehlt ist vielleicht dem geschuldet, dass er auch in der Folge nur am Rande auftaucht. Die Gestaltung mit der angedeuteten Zeitung gefällt mir immer besser.

Fazit: Recht interessantes Thema, spannungsarmer Verlauf und eine vorhersehbare Auflösung. Leider ist Nummer 168 der Serie kein Volltreffer.

VÖ: 21. Mai 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 61357 2


TKKG - Das Geheimnis um TKKG



Erster Eindruck: Eine Radiosendung und ein Diamant

Eine eigene Radiosendung über TKKG - im örtlichen Radiosender werden die vier Hobbbydetektive vorgestellt. Zusammen mit dem im Krankenhaus liegenden Herrn Berthold lauschen Tim, Karl, Klößchen und Gabi dem Bericht, der plötzlich eine ganz andere Richtung einschlägt als gedacht - wollen die vier wirklich an den wertvollen verschwundenen Diamanten kommen?

"Das Geheimnis um TKKG" lautete der Titel einer Sonderfolge der beliebten Junior-Krimi-Serie, die im Jahre 1995 veröffentlicht wurde - 15 Jahre ist des also schon her. Grund genug, um sie ein wenig aufzufrischen. Die Sprecher wurden neu aufgenommen und teilweise neu besetzt, das Skript leicht überarbeitet, alles klingt ein wenig moderner, die Story ist aber die gleiche geblieben. Was die Folge so besonders macht ist die anfängliche Radiosendung über die vier, in der sie alle noch einmal gründlich vorgestellt und ihre Beziehungen zueinander erklärt werden. Der Rest der Geschichte ist mehr oder weniger ein typischer Fall für TKKG, mit der Ausnahme, dass insbesondere Tim in ein schlechtes Licht gerückt wird. Der Diamantenraub ist mir persönlich einfach zu schlicht und schnörkellos, schnell ist die Geschichte aufgeklärt und bietet nur wenig Spannung für den Zuhörer. Zudem ist es merkwürdig, dass Herr Berthold, angeblich ein so guter Freund der vier, hier plötzlich auftaucht und danach wieder in der Versenkung verschwindet. Ein schöner und interessanter Ansatz, auch die Neuveröffentlichung ist sinnig, leider ist der Fall dahinter etwas zu flach.

Die Sprecher sind durchaus ansprechend und gestalten ihre Rollen gut. Als Konrad Berthold ist in dieser Fassung Volker Bogdan zu hören, der den alten Mann sehr sympathisch wirken lässt, aber auch dessen "ausgefuchste" Seite gut darstellt. Oliver Böttcher ist als Sascha Tellerwerfer zu hören und kann seine Rolle ebenfalls gut umsetzen. Erzähler ist wie momentan in der Serie Wolfgang Kaven, dessen dynamische Stimme diese Passagen abwechslungsreich wirken lässt. Weiterhin zu hören sind unter anderem Rhea Harder, Lutz Herkenrath und Edgar Bessen.

Als Titelsong klingt am Anfang noch immer ein lautet "TKKG, die Profis in spe" aus den Lautsprecherboxen, danach geht es in der gewohnten musikalischen Marnier der letzten Folgen weiter. Und das bedeutet nichts anderes, als dass die Musik nicht immer ganz passend ist, den Spannungsbogen aber rcht gut unterlegt.

Bei diesem speziellen Fall der vier Detektive müssen diese auf dem Cover logischerweise im Mittelpunkt stehen. Und so sehen wir alle vier in einem Portrait, auf ihre typischen Eigenschaften wird auch angespielt. Damit auch keine Verwechslung besteht, sind ihre Namen auch noch zu lesen. Zusammen mit den Zeitungsausschnitten und einer Trackauflistung auf der Rückseite ergibt das einen schönen Gesamteindruck.

Fazit: Die Idee ist gut, der Fall dahinter leider eher Mittelmaß. Auch die Neuaufnahme ändert daran nicht viel.

VÖ: 16. April 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 65529 2


TKKG - 167. Der Unsichtbare



Erster Eindruck: Blüten und Käfer

Als sich einer von Tims Geldscheinen als Falschgeld entpuppt, wittert er einen neuen Fall für TKKG. Und tatsächlich tauchen immer wieder gefälschte 10-Euroscheine auf, die im Umfeld eines Kinos entdeckt werden. Als Tim, Karl, Klößchen und Gaby noch von einem verschwundenen Skarabäus erfahren, ist ihr Ermittlersinn endgültig geweckt...

Nach zwei recht guten Folgen der TKKG-Serie von Europa durfte man gespannt sein, ob sich der Aufwärtstrend auch in der 167. Folge fortsetzen würde. Und tatsächlich: "Der Unsichtbare" ist keine Hammer-Folge, aber durchaus lohnenswerte Krimiunterhaltung. Wieder beginnt der Fall eher zufällig, Tims falscher Geldschein ist ein glaubwürdiger Anfang und grenzt die Suche nach der Quelle der Falschgelder beträchtlich ein - ein guter Schachzug, um die Recherchen nicht in die Länge zu ziehen. Diese sind in angenehmen Tempo gestaltet und logisch aufeinander aufgebaut. Dabei ist die Verknüpfung der beiden Themen Geldfälscherei und Kunstdiebstahl gelungen und sorgt für einen spannenden und nicht allzu leicht zu durchschauenden Verlauf der Folge. Zwar sind die Themen schon aus anderen Folgen bekannt, hier abber neu kombiniert, was einen nicht unbedingt völlig in Bann zieht, aber gut zu unterhalten weiß.

Rhea Harder hat in dieser Folge die Rolle von Gaby übernommen und klingt dabei recht sanft, nach kurzer Eingewöhnungsphase wegen der fremden Stimme stellt sie ihren Charakter gut dar. Henry König spricht Klößchens Vater Herr Sauerlich und ist dabei profesionell und überzeugend wie immer. Achim Schülke ist in dieser Folge als Hoddy Hayward zu hören und hat eine sehr präsente Wirkung auf den Hörer. Weitere Sprecher sind Christian Rode, Jörg Gillner und Linn Mac Kenzie.

Akkustisch bietet die Folge nichts wirklich Neues, kann aber durch den Einsatz von temporeichen Musikstücken die Spannung durchaus aufrecht erhalten. Wie immer ist der Einsatz von Geräuschen wichtiges Stilelement, das auch hier für Stimmung sorgt und die Geschichte besser verständlich macht.

Die neue Gestaltung mit den Zeitungsausschnitten ist wieder gut eingebaut und zieht sich durch die gesamte Aufmachung hindurch. Auch das Titelmotiv ist hierin eingefasst und wirkt mit dem neuen Zeichenstil moderner. Die gewählte Szene, die dargestellt wird, passt gut und gibt ein positives Gesamtbild ab.

Fazit: Keine wirklich neuen Elemente, aber insgesamt eine gute und spannende Folge der vier Hobbydetektive. Schön, dass sich der positive Eindruck der letzten Folgen fortsetzt!

VÖ: 27. November 2009
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 61100 2


TKKG - 166. Das Mädchen mit der Kristallkugel



Erster Eindruck: Mysteriöses aus der Millionenstadt

Mit Hilfe einer Kristallkugel behauptet Ortrud, eine neue Mitschülerin von TKKG, die Zukunft vorhersagen zu können. Tatsächlich treten ihre Vorhersagen mit unheimlicher Präzision ein. Doch auch die merkwürdigen Diebstähle, bei der keinerlei Spuren hinterlassen werden, interessieren das Detektivquartett...

Eine sehr gute und spannende letzte Folge von TKKG hat Hoffnung auf einen Aufschwung der Serie gemacht, und auch der Nachfolger "Das Mädchen mit der Kristallkugel" kann sich hören lassen. Die Folge baut sich um die angeblichen hellsichtigen Fähigkeiten von Ortrud auf, was dem Ganzen eine Mysteriöse Note verleiht. Selbst wenn dem Hörer von Anfang an bewusst ist, dass keine übersinnlichen Kräfte am Werk sind, sondern eine einfache Betrügerei, ist die Folge recht spannend geraten. Die Verknüpfung mit der Diebstahlserie und die sich zuspitzende Lage mit einem gefährlichen Notfall geben der Folge ihre Substanz und halten sie am Laufen. Auch die teilweise als nervig empfundene Darstellung der vier Hauptcharaktere in den neueren Folgen hat sich hier wesentlich gebessert. "Das Mädchen mit der Kristallkugel" ist nicht so ein Volltreffer wie sein Vorgänger, aber immer noch gute Hörspielunterhaltung, die den positiven Trend fortsetzt.

Steffi Kirchberger ist in dieser Folge als Ortrud zu hören und stellt das Mädchen geheimnisvoll, aber auch mit einer gewissen Härte dar. Judy Winter spricht die Lehrerin Frau Sommer und gestaltet sie in der ihr üblichen leicht strengen Art und setzt ihre angenehm kratzige Stimme wieder gekonnt ein. Ihre Kollegin Frau Klamm wird von Elga Schütz gesprochen, die ebenfalls eine überzeugende Leistung abliefert. Weitere Spreher sind Rhea Harder, Ivo Möller und Sven Dahlem.

Die akkustische Gestaltung der Folge ist ebenfalls wieder gut gelungen. Auch wenn die Musik nicht jedermanns Geschmack ist und ein wenig altbacken und unausgereift klingt, wurde sie gut eingesetzt, um kleine Spannungs- oder Erholungspausen zu setzen. Die Geräusche klingen sehr realistisch und sind gut eingefügt.

Nach kleineren Updates hat die Covergestaltung dieses mal eine komplette Überarbeitung gehalten. Der schlichte Schriftzug in Weiß auf Blau - dieses mal ohne die Köpfe der vier Freunde - prangt am oberen Rand, darunter ist eine pfiffige Idee mit einem Zeitungsausschnitt eingebaut, der sich auch auf der Rückseite finden lässt.Die Illustration an sich wirkt zwar auch moderner, will mich aber aufgrund des merkwürdigen Comicstils nicht so recht überzeugen.

Fazit: Eine recht gute Folge, die mit mysteriösen Elementen und sinnvollen Verknüpfungen überzeugt.


TKKG - 165. Advent mit Knalleffekt



Erster Eindruck: Merkwürdiger Titel, tolle Folge

Es soll ein gemütlicher Adventsnachmittag bei Familie Glockner werden, Tim, Karl und Klößchen sind auch eingeladen. Doch plötzlich explodiert die angezündete Kerze auf dem Adentskranz und ein seltsamer Drohanruf verunsichert die Familie zutiefst. Können TKKG den Fall lösen?

Seit einigen Folgen hat es die Europa-Klassiker-Serie TKKG relativ schwer, selbst eingefleischte Fans waren von den erschienenen Folgen nur mäßig begeistert. "Advent mit Knall-Effekt" setzt dem nun eine sehr starke und spannende Folge der Serie entgegen, der im Titel angekündigte Knall ist also auch hierauf die beziehen. Auch wenn der Titel ziemlich albern klingt, die Geschichte ist es keineswegs. Der direkte Bezug zu den Hauptpersonen - der Familie Glockner - birgt wesentlich mehr Spannung ein als irgendwelche fremden Charaktere. Auch die immer heftigeren Attentate und die daraus resultierende Steigerung des Handlungsbogens verfehlen ihre Wirkung nicht. Konsequent wird die Geschichte weitergeführt und driftet dabei nie ins Unrealistische ab, alles passt gut zusammen und wirkt stimmig. Eine sehr gute Folge für TKKG, die mich endlich wieder einmal vollkommen überzeugt hat.

Lob gebührt auch den Sprechern, die gut zu ihren Rollen passen und diese gut darstellen. Als Margot Glockner, Gabis Mutter, ist Renate Pichler zu hören und komplettiert die kleine Familie durch ihre besorgte Art. Ingrid Andree spricht Martina Habicht und bleibt in jeder Situation glaubwürdig. Ihre Tochter Yvonne bekommt die Stimme von Susanne Lothar geliehen und klingt ebenso überzeugend. Weitere Sprecher sind Andree Minninger, Rüdiger Schulski und Wolfgang Kaven als Erzähler.

Auch musikalisch ist diese Folge sehr gelungen. Die ausgewählten Stücke passen sehr gut zu der Geschichte und verstärken die spannende Wirkung. Auch die Geräusche tragen ihren Teil zum Gelingen bei, nur die Explosionen hätten etwas lauter sein können, um die Dramatik besser zum Ausdruck zu bringen.

Ein kleineres Update hat die Covergestaltung erfahren: Die Illustration haben merklich den Stil gewechselt und wirken nun runder und weicher, auch ein wenig comichafter. Diese detailreiche Gestaltung gefällt mir recht gut, wenn auch Klößchen plötzlicher Wechsel der Haarfarbe gewöhnungsbedürftig ist.

Fazit: Ein Fall für TKKG, der mich doch sehr positiv überrascht und vollkommen überzeugt hat.


TKKG - 164. Operation Hexen-Graffiti



Erster Eindruck: SMVN - Die Profis in spe

Kommissar bittet TKKG um ihre Mithilfe: Eine Sprayerbande "verschönert" neuerdings die Polizeiautos, die vier sollen sich unter anderen Namen in die Szene einschleichen, um den Übeltätern auf die Spur zu kommen. Ein erster Kontakt ist schnell hergestellt, doch da sollen die vier erst einmal selbst einen S-Bahn-Wagen vollsprayen - und werden prompt von der Polizei verfolgt...

"Operation Hexen-Graffiti" lautet der Titel der 164. TKKG-Folge, ein Titel der gut gewählt ist doch leider kann die Story da nicht ganz mithalten. Zugegeben: Ein paar wirklich lustige Gags sind eingebaut, wenn beispielsweise Tim, Karl, Klößchen und Gabi die Vornamen ihrer Sprecher als Decknamen erhalten. Auch wird mit einer wirklich gelungenen Wendung in der Geschichte die Spannung nach recht gradlinigem Verlauf noch einmal angekurbelt, sodass ich dem Mittelteil einige positive Seiten abgewinnen konnte. Doch leider gibt es hier auch negative Seiten: Die Geschichte ist für geübte Hörer vorherzusehen, bis auf die gekonnte Wendung kommt somit nur stellenweise Spannung auf. Auch dass die vier von TKKG eigenhändig sprayen - und das auf Anhieb sehr künstlerisch - und damit immerhin eine Sachbeschädigung begehen, ist ungewöhnlich für die Serie. Hinzu kommt, dass die Dialoge teilweise im "Sprayerslang"gehalten sind, was für den Hörer leicht anstrengend werden kann und nicht wirklich zu den Charakteren passen will. Auch wenn die Geschichte nicht hundertprozentig überzeugen kann, einige gelungene Einfälle, lustige Gags und einige spannende Stellen sind jedenfalls hörenswert.

Wegen der aufgesetzt wirkenden Sprache konnten mich auch einige Sprecher nicht überzeugen, beispielsweise Veronika Neugebauer als Gaby, die oft einfach "drüber" wirkt. Da fällt es schwer zu glauben, dass sie selbst eine gestandene Sprayerin von ihrer Glaubwürdigkeit überzeugen konnte. Auch die Sprecherin ihrer Klassenkameradin Lilli Pepsen, Hanna Reisch, verfällt in dieses Schema und wirkt zu betont cool. Da ist Edgar Bessen als Kommissar Glockner eine angenehme Abwechslung und wirkt geerdet und durchweg glaubhaft. Weitere Sprecher sind Heidi Berndt, André Minninger und Alexandra Garcia.

Die Musik hingegen habe ich als durchaus angemessen empfunden, da sie recht flott wirkt und somit recht gut in die Sprayerszene zu passen scheint. Abwechslungsreiche Stücke wirken Eintönigkeit entgegen. Auch die Geräuschkulisse wirkt in sich stimmig, sodass die Szenen akustisch sehr gut untermalt sind.

Auf dem Cover ertappen wir die "Übeltäter" auf frischer Tat - und zwar TKKG beim besprayen des S-Bahn-Waggons. Insgesamt wirkt das alles sehr stimmig und gibt die aufgeregte Atmosphäre der vier Detektive gut wieder- zumal natürlich auch Oskar seinen festen Platz auf dem Cover hat. Auf der Rückseite lächelt uns mal wieder Gaby an, die gängige Auflistung der einzelnen Tracks darf wie immer nicht fehlen.

Fazit: Eine zwiespältige Angelegenheit: Einer eher durchwachsenen Story stehen auch positive Aspekte gegenüber. Da wird jeder für sich die Qualität des Hörspiels beurteilen müssen.


TKKG - 163. Die Makler-Mafia



Erster Eindruck: Geisterhaftes und Kriminelles

Rosanlinde Sauerlich ist seit einer Geisterbeschwörung völlig verängstigt und bitte ihren Enkel Klößchen um seine Mithilfe. Der besucht sie direkt mit seinen Freunden Tim, Karl und Gaby und nimmt sich dem Fall an. Doch auch die vier Freunde von TKKG können sich die merkwürdigen Erscheinungen nicht erklären. Doch ein zufälliger Besuch in der Damentoilette bringt sie auf eine heiße Spur...

Gruselig geht es am Anfang dieser Folge zu, wenn sich einige Damen am Hexenbrett betätigen - ein toller Auftakt zur 163. Folge von TKKG mit dem Titel "Die Makler-Mafia", der Lust auf mehr macht und vor allem sehr atmosphärisch umgesetzt wurde. Doch bei den folgenden Teiles des Hörspiel bin ich geteilter Ansicht: Einerseits ist diese Geschichte ziemlich vorhersehbar, was auch an dem unglücklich gewählten Titel liegt, hier wird einfach zu viel verraten. Mir war einfach zu schnell klar, wie der Hase läuft und nur noch Feinheiten aufzudecken waren. Einige Szenen haben für mich zudem etwas hölzern gewirkt. Andererseits ist man nach so vielen Fällen diverser Detektivserien auch einfach sehr geübt darin, die Fälle zu durchschauen. Und immerhin sind einige recht ansprechende Szenen eingebaut, die mit Witz und dem typischen Feeling der Serie gut zu unterhalten wissen. Auch geht es wieder etwas härter zur Sache, es wird nicht alles kindlich nebenbei abgetan. Insgesamt ist sicherlich keine überraschende Folge herausgekommen, aber definitiv auch keine schlechte.

Die Sprecher der viel Hauptrollen wirken dieses mal besser in ihren Rollen verankert, besonders Manou Lubowski hinterlässt als Klößchen einen positiven Eindruck und schafft die schwere Gratwanderung zwischen Ernsthaftigkeit und Witz. Eine wunderbare Idee ist es jedenfalls, die momentan sehr aktive Gisela Fritsch als Großmutter Rosalinde Sauerlich einzusetzen, die für die Rolle der liebenswerten Oma wie geschaffen scheint. Doch auch Kiki von Manteufel, eine befreundete ältere Dame, hat mit Inken Sommer eine großartige Sprecherin gefunden. Wieterhin zu hören sind Roman Kretschmer, Holger Löwenberg und Sabine Hahn.

Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch einmal die Geisterbeschwörung am Anfang, die nicht nur wunderbare Sprecherinnen und einen gruseligen Verlauf zu bieten hat. Mit ganz leisen Geräuschen und einer Prise Musik wird hier ein sehr guter Effekt erzielt und lässt die Szene stimmig wirken. Auch der Rest ist soundtechnisch professionell wie immer umgesetzt, wobei der Stil der Serie natürlich überall präsent ist.

Das Titelbild sagt mir leider nicht so sehr zu. Zwar ist die Szene aus dem Hörspiel gut gewählt, der Verbrecher nur schemenhaft sichtbar und die Villa schön dargestellt, leider wirken TKKG insgesamt recht gelangweilt, was nicht so recht passen mag. Die restliche Aufmachung kennt man bereits, wobei auf der Rückseite mal wieder Klößchen abgebildet ist.

Fazit: Einige wirklich gute Szenen werten die durchschnittliche Geschichte auf. Alles in allem völlig okay.


TKKG - 162. Gefahr für Oskar



Erster Eindruck: Der Hundehasser geht um...

Bei einem winterlichen Spaziergang entdecken TKKG mit Rasierklingen gespickte Würstchen, die als tödliche Köder für Hunde ausgelegt wurden. Tierfreundin Gaby ist entsetzt und hat nicht nur Angst um ihren Oskar, sondern auch um die anderen Hunde. Spätestens, als sich der Hund ihrer Lehrerin schwer verletzt, sieht sie rot. Und da bekommen TKKG einen wichtigen Hinweis...

Mit sage und schreibe 162 Folgen ist TKKG die bisher längste Hörspielserie auf dem deutschen Markt. Dass es dabei immer noch gelingt, unterhaltsame Folgen zu veröffentlichen, beweist diese Folge, in der nicht nur Oskar, sondern alle Hunde der Großstadt in Gefahr sind. Positiv anzumerken ist, dass ohne langes Geplänkel der Hörer direkt in den Fall geschmissen wird, der einen auch bis zum Ende beschäftigt und somit keine Durststrecken entstehen. Der Fall mag nicht der innovativste der Serie sein, ist aber insgesamt bis auf Kleinigkeiten gut durchdacht und wird am Ende noch einmal richtig spannend. Dass dabei nicht alles so ist, wie es anfangs den Anschein hat, dürfte fleißigen Hörern längst klar sein. Auf jeden Fall ist "Gefahr für Oskar!" eine recht gute Folge, die durchaus noch einige male in meinem Abspielgerät landen könnte.

Als besorgte Lehrerin Klamm ist die wunderbare Elga Schütz zu hören, die auch diese Produktion aufwertet und eine überzeugende Darstellung abliefert. Auch der kurze Auftritt von Britta Subklew als Frau Lächner hat mit äußerst gut gefallen. Warum bitte ist diese Frau nicht öfter in Hörspielen zu hören? Und auch Werner Cartano, der eine ziemlich fiese Rolle spricht, ist in Hochform. Weitere Sprecher sind Edgar Besssen, Felix Strueven und Achim Schülke.

Musikalisch gesehen hat sich nichts verändert, immer noch sind fast alle Musikstücke irgendwie bekannt und kommen in einigen Europa-Produktionen vor. Da allerdings auf eine zeitgemäße Umsetzung geachtet wurde, dürfen sich auch Neueinsteiger über eine gelungene Umsetzung freuen. Auch die Geräusche gehen so in Ordnung.

Das Cover zeigt uns direkt die Eingangsszene, in der Oskar eine der Würste entdeckt. Lustigerweise sind sogar die beiden turnenden Rentner, die für einen lustigen Spruch sorgen, abgebildet. Wie immer schlicht, aber ausreichend ist die restliche Gestaltung.

Fazit:
Durchaus eine der besseren Folgen der letzten Zeit, die insgesamt keinen schlechten Eindruck hinterlassen hat. Ruhig mal anhören!


TKKG - 161. Ein Yeti in der Millionenstadt



Erster Eindruck: Der Schneemensch treibt sein Unwesen...

Während eines - nicht ganz erlaubten - nächtlichen Ausflugs werden Tim und Klößchen von TKKG Zeuge eines seltsamen Überfalls: Ihre Lehrerin Frau Sommer wird von einem als Yeti verkleideten Mann überfallen, der Tim ganz schön zusetzt. Klar, dass TKKG sofort mit ihren Ermittlungen beginnen. Doch erst durch die Hilfe von Kommissar Glockner kommen sie auf eine heiße Spur...

Ein neuer Fall von TKKG, der dieses mal wieder recht schnörkellos daherkommt - einer Tatsache, die dem Fall äußerst gut steht. Die Überfälle des Maskierten stehen völlig im Mittelpunkt und wird konsequent erzählt, ohne dass mit vermeintlich spektakulären Einschüben fernab jeder Realität abgelenkt wird. Der Fall an sich ist logisch und durchdacht, bis auf eine Kleinigkeit am Ende (denn warum sollte Tim seinen Bandenkollegen nichts verraten, wenn er hinter den Fall gekommen ist?) Und hier sehen wir: Weniger ist eben wirklich manchmal mehr, und so ist eine gute, unterhaltsame Folge herausgekommen, die hoffentlich einen Aufschwung der ganzen Serie markieren kann. Mich würde es freuen!

Auch die Sprecher scheinen wieder motivierter zu sein, und so hören wir ein recht harmonisches Team, in dem es keine größeren Ausfälle mehr gibt. Die wundervolle Judy Winter hat einen Kurzauftritt als Frau Sommer, die überfallene Lehrerin, und ist dabei genauso charmant wie überzeugend. Auch Ursula Sieg glänzt in einer Nebenrolle, die einen entscheidenden Hinweis zur Überführung des Täters gibt. Weitere Sprecher sind Eckard Dux, Ivo Müller und Jannik Endemann.

Bei der Musik wurden wieder recht viele Stücke im Europa-Archiv gesichtet und in die Handlung eingebaut. Da diese durchaus immer noch zeitgemäß wirken, ist diese Art der Gestaltung sowohl für Neueinsteiger als auch für Nostalgiker ein guter Weg. Die Geräusche passen wieder gut ins Geschehen und wirken durchweg glaubhaft.

Das Titelbild fängt wunderbar die Szene ein, in der Tim den Yeti einfängt. Schön ist die winterliche Stimmung der Illustration. Das kleine, faltbare Booklet ist wieder in der gewohnt schlichten Aufmachung gehalten und bietet eine komplette Folgenübersicht im Inneren.

Fazit: Die gradlinige Story und die guten Sprecher konnten mich in dieser Folge überzeugen. So kann es weitergehen!


TKKG - 160. Das Grauen naht um Zwölf



Erster Eindruck: TKKG auf dem Gruseldampfer…

Bei einem Kostümwettbewerb hat Gaby den ersten Platz belegt und darf mit drei Freunden auf dem Luxus-Schiff eine gruselige Halloween-Nacht verbringen. Klar, dass Tim, Karl und Klößchen mitkommen. Merkwürdige Gestalten tummeln sich auf dem Schiff, wie die Künstlerin Sabine Kuhlenberg mit ihrem Manager. Doch es geschehen immer mehr merkwürdige Dinge, und plötzlich verschwindet ein Mitreisender…

Der November naht, Zeit, um mit den beliebten Halloween-Folgen anzufangen. Auch TKKG ermitteln in der Nacht der Geister, was vom Thema her schon ziemlich viel versprechend klingt. Doch die Umsetzung ist leider nicht so gelungen. Oft ist alles recht albern geworden, um vom erhofften Grusel ist auch nicht viel zu spüren. Vielmehr geht es um eine Story, die selbst für jüngere Jugendliche schnell durchschaubar sein dürfte und kaum Überraschungen bietet. Teilweise wirken einige Details zusätzlich noch etwas hanebüchen. Schade, denn die Ansätze mit den verschiedenen Verkleidung hätte zu einem spannenden Verwirrspiel werden können.

Zu den vier Hauptsprechern gibt es nicht mehr viel zu sagen, mittlerweile hat man sich an die Sprecher, die teilweise leicht unpassend oder übertrieben wirken, gewöhnt. Anja Nejarri ist allerdings als Sabine Kuhlenberg wunderbar und leicht hysterisch. Auch Edgar Bessen als Gabys Vater, Kommissar Glockner, ist eine gute Besetzung. Weitere Rollen werden von Jacob Weigert, Lutz Herkenrath und Lena Vogt gesprochen.

Die Musik geht okay, ist aber weder wirklich schön noch wirklich passend. Die TKKG-Rufe sind zwar echte Klassiker und eigentlich Pflicht für die Serie, gehen mir aber trotzdem auf die Nerven. Auch die Geräusche sind gut, wobei einige eher zur Verwirrung führen, weil sie erst im Nachhinein erklärt werden.

Das Cover gefällt mir äußerst gut. Der Trubel auf dem Schiff wird gut dargestellt, und wir bekommen direkt die Verkleidungen von TKKG zu Gesicht. Allerdings ist die Beschreibung zu ausführlich und nimmt schon vorweg einen Teil der Spannung.

Fazit: Für die neueren Folgen der Juniordetektivserie ist die Folge ganz gut gelungen, wenn es auch einige Kritikpunkte gibt.


TKKG - 159. Böses Spiel im Sommercamp



Erster Eindruck: TKKG im Ferienlager

Tim, Karl, Klößchen und Gabi freuen sich auf jede Menge Action und Spaß im Ferienlager. Schnell schließen sie die ersten Bekanntschaften, und auch die Betreuer scheinen sehr nett zu sein. Doch schon nach kurzer Zeit laufen die ersten Sachen nicht so ab, wie sie laufen sollten. Nach einem Brand und sogar einem Giftanschlag beschließen die vier Freunde, in diesem Fall zu ermitteln. Werden sie dem Täter auf die Schliche kommen?

Auf stolze 159 bringt es die Kult-Krimi-Serie mittlerweile. Und schon mit den letzten paar Folgen hat sich das Münchner Label Europa nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Auch diese Folge schafft es nicht, die Qualität der früheren Folgen zu erreichen. Besonders am Anfang dümpelt die Folge so vor sich hin, es scheint Ewigkeiten zu dauern, bis mal etwas passiert, und dann ist es auch schon relativ schnell und unspektakulär vorbei. Nicht, dass die Folge vollkommen mies wäre, aber wirklich Spannung oder Charme will sich einfach nicht einstellen, ein wenig halbgar. Dabei leistet Heikedine Körting wieder gute Regiearbeit, wie sie es seit Jahren tut, aber das kann die lahme Story nicht retten. Vielleicht sollte man sich doch so langsam überlegen, ob man eine Serie nicht doch abschließen, wenn einem nichts Innovatives oder wenigstens Gutes mehr einfallen mag, oder ob nicht mal eine längere Kreativpause angebracht war. So jedenfalls steuert die Serie auf eine inhaltliche Katastrophe zu!

Wirkt es nur so, oder haben auch die Sprecher die Leidenschaft an ihren Rollen verloren? Zwar leistet sich keiner einen größeren Patzer, aber sie wirken oft seltsam unmotiviert und haben ihren Charme verloren. Manou Lubowski hat sich als Klößchen hörbar zurück genommen, was ihm äußerst gut steht, weil er nicht mehr allzu sehr im Vordergrund steht. Erzähler Wolfgang Kaven bringt seine Passagen überzeugend herüber. Als Nebenrollen sind Christine Pappert, Nicolas König und Henrike Fehrs zu hören, die zwar eine gute Leistung bringen, aber auch nicht das Hörspiel retten können.

An Musik und Geräuschen hat sich nicht viel geändert, was der Kontinuität der Serie gut tut. Seit Jahren bewährt wirkt die Musik immer noch passend, und auch wenn die Geräusche bekannt sind, wirken sie echt.

Schade, dass das alte, charmante (weil unperfekte) Logo dem neuen im Comic-Stil weichen musste. Das Cover von Reiner Stolt wirkt actiongeladener, als die komplette Folge in Wahrheit ist. Schön ist, dass den einzelnen Trackpunkten Namen gegeben wurden, was das Wiederfinden einzelner Stellen extrem erleichtert.

Fazit: Nicht, dass ich es gerne schreiben würde, aber leider kann auch diese Folge nicht überzeugen. Schade um die einstmals tolle Serie!


TKKG - 158.Trainer unter Verdacht



Erster Eindruck: Leider nichts Neues...

Diemal verschlägt es die die vier TKKGler an die Nordsee, wo Tim und Gaby in einem Fußballcamp fleißig an ihrer Ballarbeit üben. Nachdem die Bande die Sommerferien bisher immer zusammen verbracht haben, kommt Klößchen auf die Idee, dass er und Karl auch einfach mitfahren, um sich ein paar erholsame Tage zu gönnen. Aber ziemlich schnell geraten sie doch wieder in ein Abenteuer. In der Bucht steht eine Yacht auf der der Fußballtrainer ziemlich viel Zeit verbringt....Was hat es damit auf sich und was für Pillen gibt er seinen neuen Talenten? Doping?

Auch hier kommen wir der EM 2008 ein Stück näher, und TKKG beglücken uns auch mit einer Fußball Folge. Nichts gegen Sport- bzw Fußballthemen, aber ich finde es wirkt etwas zu aufgesetzt nach dem Motto "Wir müssen aber jetzt was zur EM machen". Die Story ist streckenweise ganz gut gehalten, jedoch wirkt sie, wenn man die Folge als ganzes betrachtet, schon als x-mal gehört und somit lahm. Die Handlung kommt diesmal nicht wirklich in Fahrt und hat nun auch keinen tollen Spannungsbogen, weil recht früh am Anfang die Sache eigentlich schon klar ist. Die Umsetztung bringt auch so einige Schwächen mit sich, besonders was das Sprechertechnische angeht. Leider!

Die Sprecher der vier Juniordetektive sind leider nicht in Bestform. Manou Lubowski spielt Klößchen anscheinend mit großem Desinteresse, findet sich in seine eher witzig angelegte Rolle aber überhaupt nicht rein. Veronika Neugebauer wirkt als Gaby total zickig und unsymphatisch. Da können auch Hörspielurgestein Sascha Draeger und der akzeptable Niki Nowotny nicht mehr viel retten. Das selbe gilt auch ür die meisten Nebenrollen: Nett, aber nicht die Offenbarung schlechthin.

Die Musik und auch die Geräusche stammen wieder aus der altbekannten Europawerktstatt und setzen sich aus alten bekannten Meldodien und Effekten zusammen die wir alle aus vielen anderen Europaklassikern kennen. Hier kann man so richtig schön nostalgisch werden. Doch wie wir alle wissen kann die Hintergrundkulisse ein lahmes Hörspiel nicht retten.

Das Cover ist in guter alter TKKG-Manier gehalten, es passt und wirkt rund zur Folge gestaltetet. Jeder der TKKG hört wird die Aufmachung kennen, sie ist seit vielen Jahre das Markenzeichen der Serie und hat daher auch einen gewissen Wiedererkennungswert.

Fazit: Ist die Story noch ganz nett anzuhören sind die Sprecher diesmal eine Qual. Vielleicht geht auch ihnen langsam die Puste aus.


TKKG - 157.Oskar und die sieben Zwerge

Erster Eindruck: Bisschen zuviel von allem

Erna Vogel hat Gaby gebeten sie zu besuchen, da Gaby auf einer Tierschutzveranstaltung angeboten hat der alten Dame zu helfen, wenn die mal hilfe braucht. Nun ist es soweit, die TKKGler sollen der guten Frau helfen ihre Hunde zu einer Hundeausstellung zu bringen die in der Stadt statt findet. Alle sind so beschäftigt das sie nicht bemerken das sich vor dem Haus von Frau Vogel zwei Gauner aufhalten. Haben die beiden es wirklich auf die Pudel abgeseheen oder steckt mehr dahinter

Der mittlerweile 157 Fall für die TKKG Truppe und ich muss sagen das ich diese Folge diesmal doch enttäuscht hat.Ich habe schon einige Folgen gehört wo ich mehrere negative Meinungen zu gelesen habe, da fand ich die Folgen dann meist echt gut und dachte immer warum die schlecher geschrieben werden wie sie sind. Aber die Folge hier hat es echt in sich. Die Handlung ist echt danebene, irgentwie geht es gute 60 Minuten nur um die sieben nervigen Pudel der Rentnerin die dann entführt werden. Die Dialoge sind streckenweise auch sehr lang, grad der Anfangsdialog geht fast 15 Minuten. Vielleicht doch etwas lang geraten. Ich denke nach dem "Neustart" der Serie sollte einem mehr einfallen als eine überdrehte Story über 7 Pudel die nach Süsswaren benannt sind.

Die Sprecher mach auch in der Folge einen durchaus guten Job, wenn auch zu sagen bleibt das du gute Veronika "Gaby" Neugebauer es doch hin und wieder zu gut meint und stellenweise zu aufgesetzt wirkt. Manchmal ist weniger mehr. Als Frau Vögel ist Brigitte Böttrich im Einsatz, sie spricht die Rentnerin durchaus gut, wirkt aber insgesamt etwas jung. An den anderen Protagonisten ist weiter nichts auszusetzen. Wolfgang Kaven find ich den bisher besten Erzähler der ganzen Reihe muss ich sagen.

Die Musik als auch die Geräusche sind wie immer Solide und vortrefflich eingesetzt. Nach über 150 Folgen weiss man eben wo welches Geräusch hingehört.

Das Cover passt zur Folge und ist wieder schön Illustriert worden. Es zeigt die Entfüherer bei ihrer Missetat wie sie die 7 rosa Pudel entführen.

Fazit: Als ich den Titel gelesen habe, habe ich irgentwie mit einer weniger guten Folge gerechnet. Wer auf Hundestorys steht wird ihr bestimmt gut unterhalten. Für die nächsten Folgen wünsche ich mir wieder mehr Einfallsreichtum.


TKKG - 156.Erpresser fahren Achterbahn

Erster Eindruck: Eine rasante Fahrt, wenn auch mit Lücken

In die Schulklasse von TKKG kommt der Schaustellersohn Stefan, für zwei Wochen nimmt er am Unterricht teil, da seine Eltern auf dem Rummel, der in der Stadt gastiert, mehrere Fahrgeschäfte betreiben. Die vier Freunde werden von Stefan auf die Kirmes eingeladen. Kaum angekommen auf dem Platz und auf der Suche nach Stefan, bekommen die jungen Detektive mit, dass Stefans Vater wohl erpresst wird. Wenig später sitzen Tim, Karl, Klößchen und Gabi im ersten Karussell, wenige Sekunden später explodiert in eben jenem Fahrgeschäft eine Gondel. Mit dem Schrecken nochmal davon gekommen, nehmen TKKG die Ermittlungen auf. Steckt der geheimnissvolle Erpresser hinter dem Anschlag? Wer ist der Erpresser und waum wird Stefan selber verdächtigt?

Da ist sie also, die 156 Folge aus der TKKG Reihe und somit die erste nach dem Tod von Stefan Wolf. Die Story um das Geschehen auf dem Rummel hat Andre Minniger verfasst. Folgen in denen es um Erpressung ging gab es schon einge von TKKG, ich denke auch, dass man die ultimative neue Story nach über 150 Folgen nicht mehr erwarten kann, irgendwann ist alles mal gemacht worden. Mir hat die Story dennoch gut gefallen.

In den Sprecherrollen sind die üblichen Verdächtigen zu hören, dafür gibt es aber in den Nebenrollen den einen oder anderen Leckerbissen: als Ermittler ist Andre Minniger selber kurz zu hören, Patrick Bach, Traudel Sperber und Elga Schütz. Alles an sich wunderbare Sprecher, doch hin und wieder wirkt alles ein bisschen emotionslos. Das geht doch sicher mit mehr Enthusiasmus.

Auch in der 156 Folge gibt er wieder gute und solide Musik gepaart mit den wunderbaren, lange bekannten Europageräuschen. Allerdings sind Effekte und Musik nicht das Beste was Europa je zu bieten hatte.

Das Cover zeigt die Szene der gescheiterten Geldübergabe in der Achterbahn. Die Illustration stammt aus der Feder von Reiner Stolte. Und passt sicherlich in das lang erprobte Konzept von TKKG.

Fazit: Die Folge war recht kurzweilig, auch wenn an der einen oder anderen Stelle etwas an Storydichte fehlt. Die Handlung war doch leicht zu durchschauen und das doch recht rasche Ende hat mich arg überrascht.