Hanni und Nanni – 54. Frischer Wind um Hanni und Nanni

Hanni und Nanni – 53. außer Kontrolle

Hanni und Nanni – 52. Castingfieber mit Hanni und Nanni

Hanni und Nanni – 51. in geheimer Mission

Hanni und Nanni – 50. kämpfen um Internat Lindenhof

Hanni und Nanni – 49. ermitteln im Dunkeln

Hanni und Nanni – 48. und das große Vermächtnis

Hanni und Nanni – 47. im Kinderdorf

Hanni und Nanni – 46. auf dem Reiterhof

Hanni und Nanni – 45. auf heißer Spur

Hanni und Nanni – 44. stehen vor einem Rätsel

Hanni und Nanni – 43. in Paris

Hanni und Nanni – 42. Schöne Bescherung für Hanni und Nanni

Hanni und Nanni – 40. helfen in der Not

Hanni und Nanni – 39. auf hoher See

Hanni und Nanni – 38. in ernster Gefahr

Hanni und Nanni – 37. gefährden eine Freundschaft

Hanni und Nanni – 36. beschützen die Tiere

Hanni und Nanni - 34. auf der Flucht

Hanni und Nanni - 33. gefangen im Eis

Hanni und Nanni - 32. lösen alle Probleme

Hanni und Nanni - 31. Alarm bei Hanni und Nanni

Hanni und Nanni - 30.wittern eine Tragödie

Hanni und Nanni - 29.Geisterbeschwörung mit Hanni und Nann


Hanni & Nanni – 54. Frischer Wind um Hanni und Nanni



Erster Eindruck: Überraschung bei der Ankunft

Frau Lemanski ist für einige Wochen außer Landes, und so muss für die Vertretung auf dem Lindenhof gesorgt werden. Doch Frau Theobald hat versehentlich und ohne ihr Wissen einen Mann dafür engagiert, der nette Italiener Andrea Porto ist den Mädchen sehr sympathisch und wird auch vom weiblichen Lehrerkollegium sehr nett aufgenommen. Doch die Direktorin ist gegen eine männliche Lehrkraft auf dem Lindenhof...

Hanni und Nanni sind zwar die Titelfiguren der gleichnamigen Europa-Serie, die seit Jahrzehnten nach einer Grundidee von Enid Blyton produziert wird, doch die anderen Bewohner des Lindenhofes haben mittlerweile einen ebenso festen Platz im Gefüge der Serie gefunden, seien es die anderen Schülerinnen oder das Lehrerkollegium. Was passiert, wenn dieses durch einen männlichen Kollegen durcheinandergewirbelt wird, erzählt die 54. Folge, denn erstmals ist dort ein männlicher Lehrer an dem Internat im Einsatz. Und so geraten die ersten Szenen hübsch aufgedreht, wenn die Mädchen ins Schwärmen geraten und auch die Lehrerinnen dem Charme des Italieners erliegen. Das bringt den typischen Flair der Serie gut zur Geltung, ist aber nur der Auftakt zur eigentlichen Geschichte. Und hier müssen sich die Schülerinnen wieder mit einigen unsympathischen Genossen herumschlagen und eine gemeine Erpressung offenlegen. Das alles ist nicht innovativ, aber sehr solide in Szene gesetzt und kann dank der kurzweiligen Handlung gut unterhalten. Auch das Finale fügt sich stimmig an und setzt ein Zeichen für gegenseitiges Verständnis und Nachsicht in schwierigen Situationen – auch wenn sich dabei einige Ungereimtheiten im Verhalten der Figuren ergeben und das hier Verziehene durchaus fragwürdig bleibt.

Christian Stark ist in der Rolle des Andrea Porto zu hören. Dabei setzt er nicht nur den leichten italienischen Akzent des jungen Lehrers gekonnt um, sondern wirkt auch ziemlich sympathisch und aufgeweckt. Heidi Schaffrath ist mal wieder als Frau Vogel zu hören, auch sie passt sich wieder sehr gut den Gegebenheiten an und bringt die kleine Schwärmerei der Lehrerin gut herüber. Svenja Pages hat als Laura die Rolle der Antagonistin ein, die sie mit einer rauen Art und harter Stimme glaubhaft darstellt. Weitere Sprecher sind Susanne Wulkow, Barbara Schipper und Linda Fölster.

Akustisch bleibt diese Folge eher unaufgeregt, sodass dem Stil der Serie hier treu geblieben wird. Die meiste atmosphärische Gestaltung wird durch die eingebauten Geräusche erzeugt, die meist im Hintergrund die jeweilige Szenerie lebendig wirken lassen. Hinzu kommen einige Melodien, diese sind aber nur sehr punktuell im Einsatz.

Klar, dass das Cover auch hier einen eher notalgischen Charme aufweist und eine Szene aus dem Hörspiel zeigt, in der Hanni und Nanni den Streit ihres Lehrers in einem Eiscafe beobachten. Die Fotostreifen-Optik mit kleinen Ausschnitten davon kommt dabei wieder gut zur Geltung. Das Innere ist übersichtlich und hübsch gestaltet, wobei die Farbgebung wieder insbesondere junge Mädchen ansprechen dürfte – was ja auch die Zielgruppe ist.

Fazit: Die Folge ist fast ein wenig zweigeteilt, zunächst wird der erste männliche Lehrkörper auf dem Lindenhof sehr sympathisch vorgestellt, später geht es dann um eine gemeine Erpressung und ein dunkles Geheimnis. Das ist flüssig und ein wenig spannend erzählt, der ich gern gelauscht habe.

VÖ: 17. Februar 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853873227


Hanni und Nanni – 53. außer Kontrolle



Erster Eindruck: Taschenspielertricks und Streitereien

Weil die Lehrerinnen ihrer Schule allesamt krank geworden sind, nimmt der Lindenhof drei Schülerinnen aus einem anderen Internat auf. Schnell freunden sich die Mädchen mit den Bewohnerinnen des Lindenhofs an, nur Hanni hat schnell Bedenken gegen das Trio – und insbesondere gegen deren Anführerin Mimi, die bei einem Hütchenspiel schon bald um Geld wettet...

Ging es in einigen der vorigen Folgen von Hanni und Nanni äußerst modern und mit aktuellen Themen versehen zu, kehrt Folge 53 nun zu den Ursprüngen der Serie zurück und spiel fast ausschließlich auf dem Lindenhof, konzentriert sich auf die Schülerinnen und einige Unruhestifterinnen. So entsteht schnell eine vertraute Atmosphäre, in der die Geschichte flüssig erzählt werden kann. Hannis Sorgen weiten sich immer mehr aus, sie gerät sogar in Streit mit ihrer Zwillingsschwester (aber klar, dass die beiden sich schnell wieder versöhnen), aber die ist in einer Zwickmühle, weil sie die Mädchen auch nicht einfach verpetzen will. Das ist schon recht stimmig erzählt, auch wenn das Verhalten einer Lehrerin eher unglaubwürdig ist – insbesondere bei den Konsequenzen, die sich für sie dabei ergeben. Zudem ist die Folge von Anfang an sehr durchschaubar, und auch ungeübte Zuhörerinnen wird es nicht überraschen, dass Mimi ein falsches Spiel mit den Lindenhofmädchen treibt. Die Auflösung des ganzen ist dann immerhin stimmig erzählt, auch wenn sich hier weitere kleine Ungereimtheiten ergeben. Sei es drum: Wegen der hübschen Atmosphäre auf dem Lindenhof und der kurzweilig erzählten Handlung kann „Hanni und Nanni außer Kontrolle“ durchaus überzeugen.

Henrike Fehrs ist hier in der Rolle der Mimi zu hören, ihre forsche Art ist überzeugend, und auch der leicht hinterhältige Unterton, der sich in ihr freundliches Auftreten schleicht, ist sehr angebracht für diese Rolle. Regine Lamster ist als Hanni wieder sehr stark, sie setzt das durchsetzungsstarke Mädchen sehr präsent in Szene. Erzähler Lutz Mackensy spricht seine kurzen Erzählparts wieder mit angenehmer Stimme und einer lebendigen Betonung. Weitere Sprecher sind Antje Otterson, Franciska Friede und Regina Lemnitz.

Solide ist auch wieder die akustische Umsetzung von Europa, die vor allem von den eingebauten Geräuschen lebt. Diese unterstützen die Dialoge in ihrer Wirkung oder sorgen schlicht für eine heimelige Atmosphäre. Auch die Musik ist stimmig ausgewählt, wobei wieder in die bunte Mischung aus dem Europa-Archiv zurückgegriffen wurde. Manchmal ist diese allerdings eine Spur zu laut eingestellt.

Hanni beobachtet skeptisch das Treiben am Tisch von Mimi und ihren Freundinnen, auch Nanni ist bei ihnen – auf dem Cover wird eine Szene aus dem Hörspiel im typischen, nostalgischen Zeichenstil gezeigt, die sich gut in den rosafarbenen Rand mit den kleinen Bildausschnitten einfügt. Diese Idee wird auch auf dem Backcover und im Inneren noch einmal wiederholt.

Fazit: Auch wenn die Folge einige Ungereimtheiten bietet und etwas zu vorhersehbar ist, wird durch die angenehme Grundstimmung eine solide Folge erzeugt. Auch der Streit zwischen den Mädchen wird gekonnt inszeniert und wieder gelöst, ebenso wie sich die neuen Charaktere gelungen in das bisherige Geflecht einfügen.

VÖ: 18. November 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751832626


Hanni & Nanni – 52. Castingfieber mit Hanni und Nanni



Erster Eindruck: Ein ziemlich schräger Auftritt

Um den spitzen Kommentaren von Jenny aus dem Weg zu gehen, erzählt Elli ihren Mitschülerinnen nicht, dass sie an der Castingshow „Kometen-Star“ teilnehmen will. Doch mit ihrem Auftritt ist sie alles andere als zufrieden, trotzdem wird sie von der Jury in die nächte Runde gewählt und soll in der großen Eröffnungsshow auftreten. Dazu hat sie überhaupt keine Lust und weiht deswegen ihre Cousinen Hanni und Nanni ein...

Die Öffnung für moderne Themen hat der Serie Hanni & Nanni von Europa neuen Schwung gebracht, wobei die Internats-Geschichten eher in den Hintergrund treten. So auch in der 52. Folge der Serie, die sich mit Castingshows befasst, weswegen natürlich Elli im Mittelpunkt steht. Dass dabei ein sehr kritischer Ton angeschlagen wird, dass Knebelverträge und das Anprangern von wenig Talent nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst werden, überrascht da kaum, und auch der Verlauf der Folge ist sehr gradlinig und bietet wenige spannende Momente. Denn dass es die Produzenten der Show nicht auf das Wohl oder den Erfolg der Kandidaten abgesehen haben, ist schon nach Ellis missglücktem Auftritt klar. Ein bisschen zu viel Klischee also, aber auch eine gut gemeinte und recht unterhaltsam erzählte Warnung, die einige witzige Momente zu bieten hat. Da verzeiht man auch die kleinen Ungereimtheiten in der Handlung, die der Zielgruppe auch gar nicht weiter auffallen dürfte. Auch der Zusammenhalt der Mädchen wird wieder sehr gekonnt dargestellt, sodass ein spaßiges und harmonisches Ende auf die Mädchen des Lindenhofs wartet – und hier gibt es dann doch noch die kleine Wendung, die ich vorher etwas vermisst habe.

Barbara Schipper steht als Elli dieses mal im Mittelpunkt der Handlung, sie kann sowohl die trotzige als auch die später verzweifelte Art des Mädchens glaubhaft umsetzen und zeichnet damit den Handungsbogen noch einmal nach. Christiane Leuchtmann ist als skrupellose Produzentin Frau Högemann zu hören, sie klingt sehr kalt, abweisend und schnippisch, sodass sie einen guten Gegenspieler in dieser Folge abgibt. Uschi Hugo ist als Sylvia Planke zu hören, sie macht ihre Sache sehr sicher und professionell und bringt mit ihrer freundlichen Stimme etwas Licht in die Handlung. Weitere Sprecher sind Reinhilt Schneider, Wanda Osten und Claudia Kühn.

Die musikalische Umsetzung ist hier passend zum Thema sehr modern und lebendig, viele einegbaute Melodien sorgen während der Szenenübergänge für die passende Stimmung. Und natürlich wird hier auch gesungen, und das zum erfolgreichen „Happy“, was die Aktualität der Folge noch einmal unterstreicht – ebenso wie der hübsche Titelsong, der übrigens auch von zwei Castingshowteilnehmerinnen gesungen wird.

Eine Szene aus dem Fernsehstudio ist auf dem Cover abgebildet, wobei Hanni und Nanni natürlich im Mittelpunkt stehen und die Szenerie aus der Distanz beobachten. Elli steht auf der Bühne und singt mit verzerrtem Gesicht ihr Lied, auch eine Redateurin samt Klemmbrett ist zu sehen. Das ist stimmig zusammengestellt und passt mit den fröhlichen Farben gut zur Serie.

Fazit: Hanni und Nanni greift wieder ein aktuelles Thema auf und zeigt in flüssiger und unterhaltsamer Weise, wie es jungen Mädchen bei einer Castingshow ergehen kann. Das ist allerdings vorhersehbar und wirkt etwas blutleer, auch wenn Ellis Not und die Gemeinheiten der Produzenten auf den Punkt gebracht werden.

VÖ: 9.September 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751831926


Hanni und Nanni – 51. in geheimer Mission



Erster Eindruck: Ermittlungen im Zirkus

Carlotta, die für einige Zeit auf dem Lindenhof gewohnt und dort mit den Mädchen eine enge Freundschaft geschlossen hat, gastiert mit ihrem Zirkus in der Nähe des Internats – und natürlich sind die Bewohnerinnen eingeladen. Doch bei der Vorstellung geht einiges schief, sodass Hanni und Nanni vermuten, dass jemand Sabotage betrieben hat. Natürlich ermitteln sie bald auf eigene Faust...

Die erstmals 1941 erschienene Kinderbuchserie, die in Deutschland unter dem Titel „Hanni und Nanni“ bekannt ist, erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit, neben einer Filmreihe sind hierbei insbesondere die langlebige Hörspielreihe von Europa zu nennen. Hier ist nun die 51. Folge mit dem spannenden Titel „in geheimer Mission“ veröffentlicht worden. Gut gefällt mit das Wiedersehen mit Carlotta, die mit ihrer sympathischen und frischen Art positiv auffällt und die Mädchenclique gekonnt ergänzt. Und so ist auch das Intro gut gelungen, die kleine Einstimmung auf das Zirkus-Thema im Lindenhof gleiten ohne große Verzögerung in den Fall, den Hanni und Nanni hier zu lösen haben. Das ist locker und kurzweilig erzählt, auch wenn nur wenig Spannung aufkommen kann. Denn die Hintergründe lassen sich wegen zu offensichtlich gelegter Spuren einfach ergründen. Auch kommen die Charaktere der Mädchen hier nicht allzu gut zur Geltung, schade, dass so der typische Internats-Flair abhanden kommt. Die Konzentration auf ein wichtiges Thema, bei dem auch eine gewisse Moral vermittelt wird, steigert den Gesamteindruck wieder etwas.

Astrid Eggers ist als Carlotta zu hören, ihre energiegeladene Stimme nimmt einen sehr freundlichen Klang an, sodass sie einen liebenswerten und durchsetzungsstarken Charakter erschafft. Theresa Underbergs markanter Klang macht sich hier ebenfalls sehr gut, als Alina passt sie zudem sehr gut in das Ambiente der Folge. Tobias Diakow ist als Jannik zu hören, auch er spricht überzeugend und sehr professionell. Weitere Sprecher sind Merete Brettschneider, Johannes Semm und Till Huster.

Der Titelsong ist hier wieder gleich zweimal zu hören – zum Start ebenso wie in der Langversion am Ende der Handlung. Gerade die angesprochene weibliche Zuhörerschar dürfte hier immer wieder gern mitsingen. Die restliche akustische Gestaltung ist unauffällig und sehr stimmig geraten, Musik und Geräusche sind in einem ausgewogenen Verhältnis eingebaut und sorgen für eine angenehme Atmosphäre.

Das fröhliche Orange des Covers ist eine willkommene Abwechslung zu dem ansonsten eher rosanen Look, auch das Titelbild bietet wieder eine gelungene Mischung aus moderner Optik und nostalgischem Zeichenstil. Zu sehen ist eine Szene aus dem Hörspiel, in der die beiden Zwillinge einen der Tierwärter und seinen Tiger beobachten. Auch die kleine „Fotostrecke“ mit einzelnen Ausschnitten daraus darf nicht fehlen.

Fazit: Das gut gewählte Thema und die Rückkehr eines bekannten Charakters haben mich gefreut, wobei die Handlung recht unspektakulär verläuft un nur wenig Spannnung aufbauen kann. Schade auch, dass die großen Stärken der Serie, die so unterschiedlichen Charaktere der Mädchen, nicht optimal ausgespielt werden kann.

VÖ: 3.Juni 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751831827


Hanni und Nanni – 50. kämpfen um Internat Lindenhof



Erster Eindruck: Frau Theobald unter Beschuss

Nachdem ein Balkon des Lindeshofes abstürzt und die Mädchen dabei nur knapp einem Unglück entgehen, gerät Frau Theobald unter Beschuss. Denn nicht nur Frau Adams, die unhöfliche Mitarbeiterin des Schulamtes, sondern auch die Presse setzt die Direktorin ordentlich unter Druck. Als die Mädchen dann erfahren, dass es sogar zur Schließung des Internats kommen könnte, setzen sie alles daran, den Lindenhof zu retten...

Herzlichen Glückwunsch, Hanni und Nanni! Mit „Hanni und Nanni kämpfen um Internat Lindenhof“ ist nun die 50. Folge der langlebigen Jugendserie erschienen, und dabei sind gleich zwei CDs entstanden, sodass die Geschichte doppelt so lang ist wie gewohnt. Alles dreht sich dabei um die drohende Schließung des Internats, wobei zahlreiche Nebenarme erzählt werden. So ist die Handlung weder langweilig noch zu komplex, im Gegenteil, alles greift sehr gut ineinander und ist stimmig erzählt. Wie es sich für ein richtiges Jubiläum gehört werden einige Erinnerungen wach, zahlreiche ehemalige Schülerinnen oder Ereignisse werden noch einmal erwähnt. Doch die Folge konzentriert sich auf die Gegenwart, und da passiert so einiges. Eine ziemlich spannend erzählte, nächtliche Erkundungstour, ein aufwühlendes Radiointerview, eine groß angelegte Intrige – das alles lässt die Handlung sehr flüssig und aufregend erscheinen, zumal immer die Bedrohung durch die Schließung über allem schwebt. Eine richtig gute Folge, die gut in der heutigen Zeit angesiedelt ist und dennoch den Charme der alten Folgen bewahrt.

Bei diesem Jubiläum seien noch einmal Regine Lamster und Manuela Dahm für ihre Leistung als Hanni und Nanni gelobt. Beide agieren sehr glaubwürdig und sind sehr gut aufeinander abgestimmt, jede kann die besonderen Eigenheiten ihres Charakters betonen. Auch Renate Pichler ist als Frau Theobald herovrragend, mit ihrer warmen und angenehmen Stimme kann sie die liebevolle Direktorin auch in dieser schweren Zeit gekonnt in Szene setzen. Judy Winter nimmt mit Frau Lemansky wieder einmal die etwas zwiespältige Rolle ein, mit ihrer harten Aussprache und dem immer etwas bissigen Unterton überzeugt sie einmal mehr vollkommen. Weitere Sprecher sind Ingeborg Kallweit, Reinhilt Schneider und Linda Fölster.

Wie immer ist die akustische Umsetzung dezent, aber passend geraten. Neben dem neu aufgenommenen Titelsong sind auch während der Handlung kleine Musikstücke eingebaut, die das Geschehen auflockern. Die Szenen werden jedoch insbesondere durch den geschickten Einsatz von Geräuschen unterstrichen, die das Geschehen lebendiger und glaubwürdiger wirken lassen.

Hanni und Nanni schauen auf dem Cover ziemlich erschrocken drein – wahrscheinlich weil der Balkon gerade abgestürzt ist, was im Hintergrund gut zu sehen ist. Die Gestaltung in den ziemlich mädchenhaften Farben mit dem „Fotostreifen“, bei dem einige Ausschnitte aus dem Titelbild wiederholt werden, ist wieder ansehnlich gelungen und wirkt modern und zeitgemäß.

Fazit: Zum 50. Jubiläum wird eine sehr gelungene Folge erzählt, die trotz doppelter Laufzeit keinerlei Längen aufweist. Verschiedene Nebenarme werden erzählt, sodass immer wieder etwas Neues passiert. Schön, dass der Charme der ersten Folgen dabei bewahrt werden konnte und die Episode dennoch zeitgemäß wirkt.

VÖ: 19. Februar 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751831728


Hanni und Nanni – 49. ermitteln im Dunkeln



Erster Eindruck: Zwei Ideen in einer Folge

Um die dunklen Winterabende etwas interessanter zu gestalten, planen die Mädchen des Lindenhofs ein Krimidinner, bei dem sie selbst in andere Rollen schlüpfen und ein Verbrechen aufklären müssen. Doch während des Events kommt Hausmutter Frau Theobald in den Saal geplatzt und bittet die Mädchen um Mithilfe, denn nun müssen sie tatsächlich ermitteln: Mamsell ist verschwunden!

Wie auch andere klassische Europa-Serien geht „Hanni und Nanni“, ursprünglich aus der Feder der unvergessenen Enid Blyton, mit der Zeit und greift aktuelle Themen auf. In der 49. Folge geht es daher um die aktuell sehr beliebten Krimidinner, um dessen Planung sich das erste Drittel der Folge dreht. Da werden in emsiger Arbeit Kostüme erstellt, Requisiten gebastelt und Rollen verteilt, bis es endlich losgeht – und dann bricht das Stück nach wenigen Minuten ab, um der eigentlichen Handlung Platz zu machen. Das wirkt schon etwas seltsam, da der gesamte bisherige Aufbau hinfällig ist, dieser Handlungsstrang wird auch nicht mehr richtig aufgegriffen oder fortgeführt – dabei ist das Setting durchaus hörenswert und hätte eine gelungene Folge ergeben können. Dennoch geht es auch danach durchaus gelungen weiter, die Suche nach Mamsell ist zweigeteilt: Einerseits suchen die Mädchen den Lindenhof ab, andererseits werden die bisherigen Ereignisse aus der Sicht der Französischlehrerin geschildert. Das ist kurzweilig und eine Spur unheimlich erzählt, allerdings werden auch zu viele Geheimnisse zu früh gelüftet. So bleibt trotz sehr gelungener Ansätze ein eher gemischter Eindruck, da diese nicht richtig zu Ende geführt wurden.

Erzähler der Folge ist natürlich wieder Lutz Mackensy, der wieder ein sonniges Gemüt und eine sehr eingängige und unterhaltsame Sprechweise an den Tag legt. Mamsell wird von Elga Schütz gesprochen, die ihren französischen Akzent wieder sehr stark ausprägt und mit ihrem ganz eigenen Charme einen interessanten Charakter schafft. Renate Pichler spricht Frau Theobald mit ihrer sehr angenehmen, dunklen Stimme und ausdrucksstarker Betonung. Die Mädchen des Lindenhofs werden unter anderem von Merete Brettschneider, Barbara Schipper und Reinhilt Schneider.

Wie für ein Kinderhörspiel üblich werden auch hier nicht allzu viele Musikstücke eingebaut, nur ab und an sorgt eine kleine Melodie für einen sanfteren Szenenwechsel. Dafür wurde wieder eine vielfältige Geräuschkulisse geschaffen, für die sich erneut Wanda Osten verantwortlich zeigt. Mit viel Gespür für das richtige Timing und die richtige Dosis entsteht so eine glaubwürdige Kulisse für die Geschichte.

Für ihr Krimidinner haben sich die Mädchen aufwändig verkleidet, und zumindest auf dem Cover darf der Hörer einen Blick hierauf werfen. Neben Hanni und Nanni ist auch eine weitere Mitschülerin im Hintergrund zu erkennen. Die Optik mit den kleinen Ausschnitten aus dem Hauptmotiv ist auch hier wieder ansehnlich gestaltet worden.

Fazit: Die Idee mit dem Krimidinner ist durchaus interessant und hätte eine runde Folge ergeben können. Der große Bruch, bei dem dann auf eine ganz andere Geschichte mit der verschwundenen Mamsell umgeschwenkt wird, kommt dann recht abrupt, führt aber auch zu einem hörenswerten Abschluss der Folge.

VÖ: 20.November 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888750571823


Hanni und Nanni – 48. und das große Vermächtnis



Erster Eindruck: Ein Versteck auf dem Lindenhof

Um sich Geld für eine Klassenfahrt nach Florenz zu verdienen, haben sich Hanni, Nanni und ihre Freunde angeboten, den Dachboden des Lindenhofs aufzuräumen. Dabei stoßen sie auf einen alten Brief, der von den vorigen Besitzern des alten Gebäudes stammt. Sie erfahren, dass irgendwo auf dem Gelände ein Schatz versteckt sein soll, haben aber nur einige kryptische Rätsel als Hinweise...

Die beiden wohl bekanntesten Zwillinge der Hörspielwelt sind in ihren letzten Abenteuern oft in der Ferne unterwegs gewesen, Folge 48 mit dem Titel „Hanni & Nanni und das große Vermächtnis“ spielt aber nur auf dem Lindenhof. Mehr noch, das Gebäude selbst spielt eine sehr wichtige Rolle in dem Hörspiel. Schon die Einleitung ist in typischer Manier der Serie locker und kurzweilig geraten, geht zudem recht schnell vonstatten, sodass mehr Zeit für den Hauptteil bleibt. Hier verstecken sich gleich mehrere Rätsel in der Handlung, die jedoch mit etwas Allgemeinwissen und Kombinationsgabe gelöst werden können – schön dass auch der Zuhörer hier etwas Zeit hat, um mitzurätseln. Hinzu kommen einige merkwürdige Ereignisse, denn bei den Schatzsuchern geht einiges schief. Das führt zu einer gelungenen Kombination und stellt auch immer wieder die Charaktere in den Vordergrund, plädiert dafür, Fehler einzugestehen und zu verzeihen, auf Vorurteile zu verzichten und nicht aufzugeben - hübsche kleine Botschaften, die nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vermittelt werden. So ist wieder eine runde und unterhaltsame Folge entstanden, die mir wirklich gut gefallen hat.

Regine Lamster und Mauela Dahm sind natürlich wieder als Hanni und Nanni mit dabei, sie ergänzen einander sehr gut und geben ein glaubhaftes Zwillingspaar ab, wobei jeder durchaus seine speziellen Eigenschaften vermitteln kann. Linda Fölster hat als Sinje wieder eine recht große Rolle, sie wirkt sehr authentisch und kann das Teenagermädchen mit vielen Facetten gekonnt in Szene setzen. Die großartige Judy Winter ist hier erneut als Frau Lemansky zu hören, ihre Stimme nimmt hier einen recht rauen und manchmal abweisenden Klang an, doch auch Herzenswärme und Bedauern kann sie gekonnt darstellen. Weitere Sprecher sind Kerstin Draeger, Susanne Wulkow und Reinhilt Schneider.

Das einprägsame Titellied ist hier gleich zweimal zu hören – am Ende sogar noch etwas länger. Gerade für die angesprochene Zielgruppe der eher weiblichen Zuhörerschar wird hieran durchaus Gefallen finden, auch wenn das Lied etwas überstrapaziert wird. Die restliche akustische Gestaltung wirkt recht reduziert, einige gut eingebaute Geräusche sorgen dabei für eine glaubhafte Atmosphäre.

Die Aufmachung ist – natürlich – in fröhlichen Pink- und Rosatönen gehalten, viele kleine verzierende Motive sind auf dem Hintergrund zu sehen. Das Titelbild zeigt Hanni und Nanni samt Taschenlampe, die durch den nächtlichen Lindenhof streifen und recht besorgt dreinschauen. Kleinere Ausschnitte hieraus werden wie auf einem Fotostreifen noch einmal wiederholt.

Fazit: Ein spannendes Abenteuer auf dem Lindenhof um einen versteckten Schatz, bei dem es einiges zu rätseln gibt. Das ist sehr kurzweilig erzählt und fordert auch den Zuhörer zum miträtseln auf, alles ist schlüssig zusammengefügt und hält einige Stolpersteine für die Mädchen bereit.

VÖ: 11.September
Label: Europa
Bestellnummer: 888750571724


Hanni und Nanni – 47. im Kinderdorf



Erster Eindruck: Wer hat das Essen gestohlen?

Die Mädchen des Lindenhofs haben sich dazu entschieden, in einer sozialen Woche den Spielplatz eines Kinderdorfes zu verschönern und treffen voller Energie dort ein – haben aber auch viele Fragen an die Kinder, die dort wohnen. Glücklicherweise verstehen sich alle blendend, zumindest bis am Abend das Essen der Lindenhofmädchen gestohlen wird. Alle Verdächtigen, die in Frage kommen, scheinen eigentlich viel zu nett für einen Diebstahl zu sein...

„Hanni & Nanni“, eine der langlebigen Europa-Serien, geht immer wieder mit der Zeit, hat die Geschichten in die heutige Zeit übertragen und bringt immer wieder neue Themen mit ein. In Folge 47 reisen die Internats-Schülerinnen beispielsweise in ein Kinderdorf, was gleich mehrere positive Aspekte mit sich bringt: Einerseits wird eine gewisse abenteuerliche Atmosphäre geschaffen, die wohl jeder von den eigenen Ausflügen mit der Klasse kennt. Aber es werden auch zahlreiche Vorurteile abgebaut und das Zusammenleben in dem Kinderdorf erläutert. Dabei wird jedoch nicht auf Mitleid oder traurige Geschichten gesetzt, sondern auch die vielen positiven Aspekte, die das dortige Leben mit sich bringt. Dazu kommt noch eine Geschichte um verschwundenes Essen und ein geheimnisvollen Graffiti, das mit vielen Wendungen und einer sehr gelungenen Auflösung punkten kann. Das ist sehr kurzweilig erzählt und kann auch die verschiedenen Charaktere wieder gelungen in Szene setzen, sodass das typische Flair der Serie aufkommt und lockere Unterhaltung bieten kann.

Robin Brosch spricht den Leiter des Kinderdorfes, Herrn Brosch, und kann den Mann mit viel Energie und einer sehr sympathischen Ausstrahlung versehen, er klingt zudem sehr glaubhaft. Samira Chanfir spricht die Rolle der Lilli mit viel Feingefühl und einer sehr positiven Sprechweise, sodass sie sehr gut in die Szenerie der Folge passt. Auch Lino Böttcher macht seine Sache gut und kann eine überzeugende Darbietung abliefern. Weitere Sprecher sind unter anderem Ole Heelsen, Lea Sprick und Louis Körting.

Das Europa-Archiv hat auch für diese Folge wieder einige Melodien anzubieten, wovon einige neu und unverbraucht, andere bereits bekannt sind. An einigen Stellen wird hier etwas zu dick aufgetragen, die Szenen wirken so künstlich dramatisch, doch gerade bei den Geräuschen zeigt sich wieder die große Professionalität des Labels, hier ist alles sehr gut eingefügt und lässt die Dialoge lebendiger wirken.

Ein auffälliger, grüner Aufkleber ist hier auf der Hülle angebracht, der auf die Arbeit der SOS Kinderdörfer aufmerksam macht und darauf hinweist, dass für jede verkaufte CD der Verein unterstützt wird – sehr lobenswert! Das Coverdesign mit den fröhlichen Rottönen und den verschiedenen Zeichnungen funktioniert auch hier wieder sehr gut, der nostalgische Zeichnstil passt bestens hierzu.

Fazit: Der Ausflug ins Kinderdorf ist sehr unterhaltsam und kurzweilig gelungen. Neben der witzigen Geschichte, die viele kleine Rätsel beinhaltet, wird auch die Arbeit des Vereins und das Leben im Dorf gelungen und unaufdringlich dargestellt. So entsteht eine gelungene Folge für die beiden Zwillingsschwestern.

VÖ: 5.Juni 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888750571625


Hanni und Nanni – 46. auf dem Reiterhof



Erster Eindruck: Schlafen im Stall, Jagd auf Bösewichte

Hanni und Nanni freuen sich unglaublich auf ihre Ferien auf dem Reiterhof. Doch bei ihrer Ankunft stellt sich heraus, dass das gebuchte Zimmer schon belegt ist – von der zickigen Karla, deren Onkel ebenfalls einen Reiterhof betreibt. Doch die Pensionswirtin hat eine Idee und lässt die Zwillinge direkt auf dem Dachboden des Pferdestalls schlafen. So sind beide ganz nahe bei den Pferden und beobachten bald etwas Merkwürdiges...

Hanni und Nanni wurden im Laufe der Zeit immer weiter modernisiert, sowohl Themenwahl als auch der Titelsong sind schon an die heutige Zeit angepasst. In Folge 46. der langlebigen Serie ist dies nun auch sichtbar mit der Covergestaltung geschehen – innen steckt aber noch eine typische Folge für die beiden Zwillinge. Ein bisschen Abenteuer, ein bisschen Krimi, ein Bösewicht und ganz viele Gelegenheiten, sich von ihrer besten Seite zu zeigen und für Freundschaft und Gerechtigkeit einzustehen. Dabei werden gleich mehrere Nebenarme erzählt, doch alles läuft am Ende schlüssig zusammen. Das Thema Tierquälerei steht dabei im Mittelpunkt und wird kindgerecht und schlüssig umgesetzt, ohne aufdringlich zu wirken. Denn auch der Spaß kommt nicht zu kurz, während die hochnäsige Karla beweist, dass oft mehr hinter einer Person steckt als man zunächst vermutet. Das ist alles typisch für die Serie zusammengestellt und kann die angesprochene Zielgruppe durchaus gut unterhalten – zumal Pferde hier sehr angesagt sein dürften.

Merete Brettschneider ist hier wieder als Tessi zu hören und spricht die freundliche Mitschülerin der Zwillinge mit einer sehr sanften und angenehmen Art. Als Karla ist Mia Diekow mit dabei und wirkt sehr zickig und hochnäsig, kann aber gegen Ende auch ganz andere Seiten von sich zeigen – alles sehr glaubhaft und passend. Erzähler Lutz Mackensy spricht wieder mit seiner sehr warmen Stimme und lässt in seinen kurzen Passagen so immer die Sonne aufgehen. Weitere Sprecher sind Udo Schenk, Sandra Quadflieg und Christine Jensen.

Der fröhliche Titelsong eröffnet auch hier wieder die Handlung und ist am Ende noch einmal in einer längeren Version zu hören. Während der Handlung stammt die Musik von Simon Berteling und Christian Hagitte, die einige stimmige Melodien geschaffen haben und so eine passende Emotion für jede Situation vermitteln können. Auch die Geräusche sind passend eingesetzt, besonders die Szenen im Pferdestall wirken recht atmosphärisch.

Wie oben bereits beschrieben hat das Cover ein deutlichen Update erfahren. Vor kräftig pinken Hintergrund sind mehrere Motive von Hanni und Nanni wie Fotos angeordnet, zahlreiche Verzierungen sprechen dabei besonders jüngere Mädchen an. Die eigentliche Zeichnung ist dabei immer noch im romantischen Stil der früheren Folgen gezeichnet. Auch bei der restlichen Gestaltung wird vornehmlich auf die gewählten Grundfarben des Covers gesetzt.

Fazit: Folge eins nach dem Coverupdate ist eine typische Geschichte für die beiden Zwillinge, die allerdings mal nicht im Lindenhof spielt und somit etwas Abwechslung mit einbringt. Das Pferdethema wird gelungen aufgegriffen und auf mehreren Ebenen behandelt, einige prägnante Charaktere und spannende Momente sorgen für Abwechslung.

VÖ: 20.März 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888750571526


Hanni und Nanni – 45. auf heißer Spur



Erster Eindruck: Ein Feuerteufel im Lindenhof

Zwei neue kommen im Lindenhof an, was an sich schon immer eine kleine Sensation ist. Doch dass die Freundinnen Astrid und Rebecca mitten in der Nacht ankommen, nachdem das Schuljahr bereits begonnen hat, sorgt für noch mehr Aufmerksamkeit. Doch schon beim ersten Aufeinandertreffen mit der eingeschworenen Gemeinschaft herrscht schlechte Stimmung und Streit...

Ob die neuen Schülerinnen des Lindehofes gut aufgenommen werden, entscheidet sich meist in den ersten Minuten nach deren Ankunft, auch in der 45. Folge mit dem Titel „Hanni und Nanni auf heißer Spur“ macht hiervon keine Ausnahme. Und so gibt es anfangs wieder ein unterhaltsames Kennenlernen der beiden neuen Mädchen, wobei gerade Rebecca ziemlich unsympathisch auftritt und zudem noch eine Klassenkameradin in den Dreck zieht. Kein guter Start, doch da alle sich versöhnlich zeigen scheint alles in Ordnung – ein guter Aspekt, der unaufdringlich zeigt, dass man auch vergeben können muss. Kurz darauf geht es jedoch richtig zur Sache, ein Feuer bricht aus und eine alteingesessene Mitschülerin gerät unter Verdacht – und das mit stichhaltigen Beweisen. Die nachfolgende Detektivarbeit ist gut eingebaut und ist mit Witz und dem typischen Charme der Serie aufgelockert. Dass sich am Ende alles zum Guten wendet ist klar, doch zwei Punkte stören dann doch die Aussagekraft des Hörspiels: Zum einen ist es schade, dass man die anfänglichen Differenzen scheinbar doch nicht überwunden hat, sodass auch die Versöhnung in Frage gestellt wird. Zum anderen ist es fraglich, ob man die Zwillinge wirklich dafür loben sollte, dass sie wieder ins brennende Internat zurück laufen, selbst wenn sie eine Lehrerin retten wollten – das ist wohl doch eher Aufgabe der Feuerwehr, die zudem nur kurz darauf eingetroffen ist. Ansonsten ist hier eine kurzweilige und unterhaltsame Folge entstanden, die einige spannende Momente zu bieten hat.

Antje Otterson ist hier als Rebecca zu hören, sie legt eine recht unangenehme Art an den Tag, klingt zickig und unnachgiebig, was sehr gut zu ihrer Rolle passt. Sabrina Heuer-Diakow ist als Astrid zu hören und hinterlässt einen glaubwürdigen Eindruck, besonders gegen Ende kann sie durchaus überzeugen. Kerstin Drager hat mal wieder einen größeren Auftritt als Fizz und kann die witzige Internatsschülerin hier auch mal von einer ängstlicheren Seite zeigen. Weitere Sprecher sind Astrid Kollex, Renate Pichler-Grimm und Wanda Osten.

Der Titelsong wurde vor einigen Folgen geändert und klingt nun wesentlich moderner und der Zielgruppe angepasst, da er mit Text ausgestattet ist kann er nun auch mitgesungen werden und bleibt schnell im Ohr. Ansonsten wird wieder recht solide Kost geboten, einige Melodien sind in die Handlung eingebaut und lockern den Verlauf gelungen auf.

Wie immer stehen Hanni und Nanni im Mittelpunkt des Covers, die Panik in beider Augen ist gelungen dargestellt, das Feuer wird nur leicht im Hintergrund in einer geöffneten Tür angedeutet. Der Zeichenstil ist auch hier wieder gelungen, doch das Cover hätte auch zu vielen anderen Folgen gepasst. Die restliche Gestaltung ist wieder sehr schlicht gehalten und enthält leider keinerlei weitere Informationen.

Fazit: Ein bisschen typisches Internatsleben mit Streit und Versöhnung, ein gefährlicher Höhepunkt und gelungene Detektivarbeit - „Hanni und Nanni auf heißer Spur“ ist eine gelungene Mischung und vereint zudem Witz und den typischen Flair der Serie. Schade, dass die Moral in der Folge doch leicht angeknackst wird.

VÖ: 12.September 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888837862820


Hanni und Nanni – 44. stehen vor einem Rätsel



Erster Eindruck: Abschied von einer Lehrerin?

Frau Lemanski war zwar schon immer etwas exzentrisch, führt sich in letzter Zeit aber noch seltsamer auf. Auch ihre Tochter Sinje, die ebenfalls auf dem Lindenhof unterrichtet wird, verhält sich eigenartig. Hanni und Nanni nehmen ihre Freundin in die Mangel, und Sinje erzählt ihnen bald, dass die beiden den Lindenhof schon bald verlassen werden. Doch die Umstände wirken merkwürdig...

Zahlreiche Lehrerinnen und Schülerinnen wohnen zusammen auf dem Lindenhof, dem fiktiven Internat aus der Hörspielserie Hanni und Nanni. Zwar tauchen einige Charaktere besonders häufig auf, ansonsten können die Autoren aus einem großen Fundus unterschiedlicher Rollen wählen. Und so liegt der Fokus des Interesses mal wieder auf Frau Lemanski, dennoch sind wie immer keine Vorkenntnisse aus anderen Folgen nötig, alles wichtige wird auch hier noch einmal erklärt, beispielsweise ihre Vergangenheit als Schauspielerin. Schon nach einigen Minuten ist klar, worum es in der Folge geht, dass Sinje und Frau Lemanski das Internat verlassen wollen. Doch nachfolgend gibt es einige Szenen, die recht stark geschildert wurden, beispielsweise wenn Sinje scheinbar verfolgt wird oder Frau Lemanski herausfindet, dass ihre Tochter ihr Geheimnis ausgeplaudert hat und dementsprechend wütend wird. Überhaupt steht ihr aufbrausenden, manchmal ungerechtes Wesen oft im Mittelpunkt, was sie nicht immer sympathisch wirken lässt. Der Verlauf ist jedoch kurzweilig und hat viele unterschiedliche Stimmungen, eine gelungene und überraschende Auflösung und übt zudem noch einen Hauch von Sozialkritik. Das alles ist recht gut zusammengestellt und kann gut unterhalten, sodass insgesamt eine recht gute Folge der Serie entstanden ist.

Judy Winter spricht Elke Lemanski wieder mit ihrer unnachahmlich rauen und harten Stimme, besonders die Szenen, in denen sie aufbrausend und emotional reagiert werden von ihr treffsicher dargestellt werden. Linda Fölster spricht ihre Tochter Sinje, sie spricht glaubhaft und wirkt spontan, ihre helle Stimme passt gut zu dieser Rolle. Regine Lamster und Manuela Dahm sind als Hanni und Nanni wieder gut in Fahrt und stellen das agile Zwillingspaar gekonnt dar. Weitere Rollen werden von Wanda Osten, Simona Pahl und Tim Grobe übernommen.

Die akustische Gestaltung der Folge ist wie bei dessen Vorgängern recht zurückhaltend, aber durchaus passend umgesetzt. Nur einige wenige Musikstücke begleiten die Handlung während der Szenenübergänge, und auch die Geräusche kommen nur ab und an im Hintergrund vor. So stehen die Dialoge stets im Vordergrund, die Aufmerksamkeit jüngerer Hörer wird so nicht überstrapaziert.

Das Cover zu der Folge hat wieder das Aussehen, als sei es mit Aquarell-Farben gemalt worden und erhält so einen hübschen, nostalgischen Charakter. Im Mittelpunkt stehen wieder Hanni und Nanni und ihren typischen geringelten Shirts, aus einem Gebüsch heraus beobachten sie zwei Erwachsene, die mit einer Taschenlampe durch eine mondbeschienene Nacht laufen. Ein ansehnliches Cover.

Fazit: Die Geschichte um Elke Lemanski, die mit ihrer Tochter Sinje den Lindenhof verlassen will, ist mit einigen Starken Szenen und einem kurzweiligen Verlauf gut gestaltet. Nicht alle Charaktere wirken hier sympathisch, es gibt auch einigen Streit, aber mit Hartnäckigkeit und Wärme könnend die Zwillinge die Handlung gut abschließen.

VÖ: 6.Juni 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888837862721


Hanni und Nanni – 43. in Paris



Erster Eindruck: Die Zwillinge in der Stadt der Liebe

Hanni und Nanni nehmen an einem Austauschprogramm teil und sind auf dem Weg nach Paris. Doch schon am Flughafen erleben sie eine unangenehme Überraschung, als sich die beiden Schwestern der Gastfamilie äußerst unfreundlich und abweisend verhalten. Und so kommt es auch, dass die Zwillinge am ersten Tag allein die Metropole erkunden und dabei einen ziemlichen Schlamassel erleben. Und auch auf dem Lindenhof sind zwei Mädchen aus Frankreich zu Gast…

Eigentlich sind Hanni und Nanni von ihren vielen Freundinnen umgeben und lösen jede noch so schwierige Situation gemeinsam. In Folge 43 der langlebigen Serie sind sie nun von diesen getrennt und völlig auf sich allein gestellt, eine neue Situation, in der sich die beiden erst einmal zurecht finden müssen. Und Problemstellungen gibt es in dieser Folge reichlich, neben den äußerst uncharmanten Schwestern Jaqueline und Babette haben sie es noch mit einer verlorenen Stadtkarte, einem hartnäckigen Sicherheitsmann und den Tücken der französischen Sprache zu tun. Dabei zeigt sich, dass die beiden auch nur als Duo sehr gut funktionieren und die durchaus anspruchsvollen Situationen mit Pfiff, Empathie und Leidenschaft lösen können. Das ist alles hübsch erzählt, ein wirklicher Spannungsbogen ist aber nicht erkennbar, vielmehr gibt es einzelne Abschnitte, in der jeweils eine kleine Geschichte erzählt wird. Das Geschehen im Lindenhof bringt hier etwas Abwechslung und Dynamik herein, durch die Wechsel zwischen den Szenen und dem typischen Internats-Flair in der Heimat der Zwillinge kommen unterschiedliche Stimmungen bei den Hörern an. Gut auch die Auflösung hinter dem Ganzen: Jeder hat eine zweite Chance verdient, und wenn man sich füreinander einsetzt können gute Freundschaften entstehen. Die Einbindung der französischen Kultur und Sprache bringt zudem einen kleinen lehrreichen Effekt mit ein. Eine durchaus gelungene Folge der Serie, die bei der Zielgruppe wieder gut ankommen dürfte.

Jocelyne Boisseau ist in dieser Folge als Mireille Bardot zu hören, die Gastmutter der Zwillinge. Mit einer sehr freundlichen Stimme, aber auch mal strengem und wütendem Klang kann sie eine sehr runde und sympathische Figur schaffen. Ihr Mann Gilbert wird von Rüdiger Schulski gesprochen, der zwar deutlich weniger Text hat, mit seiner warmen Stimme aber ebenso geschickt umgeht. Als Schwestern Jaqueline und Babette sind Marine Endemann und Manuela Bäcker zu hören, mit glaubhaftem französischen Akzent und aufgeregtem Geplapper lassen sie die zwiespältigen Charaktere gut wirken. Weitere Sprecher sind Katharina von Keller, Sophia Contreras und Renate Pichler.

Die akustische Gestaltung dieser Serie ja für gewöhnlich etwas schlichter, und auch hier liegt der Fokus deutlich auf den Dialogen, die nur sanft von einigen Geräuschen und Musik unterstützt werden. Diese erinnert hier passend zum Thema an französische Chansons und sorgt so immer wieder für die passende Stimmung. Der Klang kommt wieder recht klar und deutlich aus den Boxen.

Die erste Assoziation, die die meisten Leute mit Paris verbinden würden, ist zweifelsohne der Eiffelturm – und dieser ist natürlich auch im Hintergrund des Covers abgebildet. Eine Szene aus dem Hörspiel ist das eigentliche Motiv, hier studieren Hanni und Nanni den Stadtplan und schauen nicht gerade begeistert drein. Der charmant-nostalgische Zeichenstil ist typisch für die Serie und auch hier wieder sehr ansehnlich.

Fazit: Die Zwillinge verbringen hier ein Abenteuer in einer fremden Stadt, ihre Situation mit der unbekannten Sprache wird noch durch die Probleme mit den unfreundlichen Gastschwestern verstärkt. So werden unterschiedliche Stimmungen und Situationen miteinander verwoben und ergeben ein kurzweiliges und hübsches Hörspiel.

VÖ: 14.Februar 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888837862622


Hanni und Nanni – 42. Schöne Bescherung für Hanni und Nanni



Erster Eindruck: Weihnachten auf dem Lindenhof

Nicht nur Hanni und Nanni freuen sich auf gemütliche Weihnachten zu Hause bei ihren Lieben, auch die anderen Mädchen des Lindenhofs sind schon in festlicher und fröhlicher Stimmung. Doch starker Schneefall behindert den Bahnverkehr, und so müssen es sich die Bewohner des Internats wohl oder übel dort gemütlich machen. Und trotz des Schnees bekommen sie bald einen unerwarteten Gast…

Alle Jahre wieder kommen sie heraus, die Sonder-Weihnachtsfolgen zu den diversen Hörspielserien. Besonders das Kult-Label Europa denkt sich immer wieder neue Geschichten zu der festlichen Zeit aus. Dieses Jahr erleben Hanni und Nanni ein weihnachtliches Abenteuer, das ein Plädoyer gegen die hektische Zeit ist und mit seiner ruhigen, besinnlichen und auch fröhlichen Ausstrahlung überzeugt. Schnell wird in der 42. Folge der Serie klar, dass die Zwillinge nicht nach Hause reisen können, und da keiner im Lindenhof auf diese Situation eingestellt war, müssen die Bewohner verzichten: Auf ihre Geschenke, ihre Weihnachtsgans, ihre Familie. Doch schnell merken sie, dass sie auch im Internat eine schöne Zeit verbringen können, was nicht zuletzt durch einige gute Ideen der Zwillinge möglich gemacht wird. Neben dieser weihnachtlichen Stimmung wird natürlich noch eine kleine Abenteuergeschichte um ein Mädchen eingebaut. Diese wurde von ihren Eltern getrennt, geht diese Situation mit viel Mut und Zielstrebigkeit an. Das ist alles gut erzählt, macht Spaß und bringt noch einiges an mehr oder weniger versteckten Lebensweisheiten mit sich. Mir gefällt, wie harmonisch und stimmig die verschiedenen Konflikte aufgelöst werden, wie mit einfachen Mitteln eine schöne Stimmung gezaubert wird, wie treffsicher hier der Humor eingesetzt wurde. Eine rundum gelungene Folge der langlebigen Serie.

Natürlich sind wieder größtenteils die bekannten Stimmen zu hören, die schon in früheren Folgen ihren Auftritt hatten. Kerstin Draeger, Barbara Schipper und Merete Brettschneider gestalten ihre Rollen auch hier wieder gekonnt. Sophie Lechtenbrink spricht die Rolle der Bianca und kann dabei energiegeladen, mutig und selbstsicher wirken, aber auch mal ihre verletzliche Seite zeigen. Ein sehr glaubwürdiger Auftritt. Ihre Mutter wird von Angela Roy gesprochen, die ihrer Stimme im Laufe der Zeit eine kleine Wandlung vollziehen lässt, im weiteren Verlauf wird sie sanfter und wärmer. Martin May spricht Biancas Vater und kann dabei recht hart und streng klingen.

Mit dem neuen Titelsong habe ich mich noch nicht so recht angefreundet, in meinen Augen klingt er zu modern und auch etwas zu künstlich – die angesprochene Zielgruppe von jüngeren Mädchen wird aber von der flotten Melodie und dem witzigen Text begeistert sein. Die akustische Umsetzung der Handlung ist jedoch wieder auf dem sehr professionellen Niveau des Labels und mit verschiedenen Stilmitteln gut ausgestattet.

Herrlich nostalgisch wirkt das Cover zu der Folge, das in dem gleichen Zeichenstil gehalten ist wie zum Anfang der Serie. Zu sehen sind Hanni und Nanni in Großaufnahme in ihren Weihnachtsmannkostümen, auch eine hübsch dekorierte Weihnachtsbaumkugel hat es auf das Cover geschafft. Die restliche Aufmachung ist – gerade im Inneren – wieder eher nüchtern und schlicht, auf der Rückseite ist noch eine Trackübersicht zu finden.

Fazit: Hier liegt eine wirklich sehr gelungene Folge des Zwilling-Doppelpacks abgeliefert. Die winterliche Stimmung kommt sehr gut beim Hörer an, erzählt wird eine Geschichte mit vielen Facetten, trotzdem kommen alle gut zur Geltung. Der Appell für schlichtere Weihnachten und die Besinnung auf das, was wirklich wichtig ist, kommt beim Hörer an. Spannend, witzig und besinnlich.

VÖ: 27.September 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887654432223


Hanni und Nanni – 40. helfen in der Not



Erster Eindruck: Die Zwillinge als Babysitter

Frau Vogel hat ein großes Problem: Ihre Schwester ist krank geworden, deren Mann ist auf Dienstreise, und nun muss sie sich um die Adoptivtochter Martha kümmern. Dabei hat sie mit dem Unterricht am Lindenhof genug zu tun. Hanni und Nanni bieten sich gleich an, beim Babysitten zu helfen. Doch so süß die Vierjährige auch ist, so anstrengend und lebendig ist sie auch, sodass die erste brenzlige Situation nicht lange auf sich warten lässt…

Die Enid Blyton-Serie Hanni und Nanni hat ja schon einige Jahre auf dem Buckel und ist eine der Überlebenden aus dem großen Hörspielboom um letzten Jahrtausend. Umso erstaunlicher ist es immer wieder, dass es bisher nur aktuell 40 Folgen gibt, wo doch andere Serien aus der gleichen Zeit die Drei- bis Vierfache Anzahl haben. Da wesentlich weniger Folgen pro Jahr erscheinen, ist die Themenauswahl noch vielfältiger und nicht so abgenutzt – doch bei eben dieser 40. Folge ist dies gründlich daneben gegangen. Sicherlich, die kleine Martha ist zuckersüß und ihre Lebendigkeit ist ansteckend, doch dieser Effekt hält leider nicht lange an und schafft es nicht, über die gesamte Laufzeit zu unterhalten. Im Prinzip läuft alles darauf hinaus, dass Martha in verschiedene gefährliche, für Kinder typische Situationen gerät und Hanni und Nanni damit überfordert sind. Die Aussage ist klar: Es ist nicht immer leicht, auf kleine Kinder aufzupassen, aber das hätte auch in einer abwechslungsreicheren Handlung deutlich werden können. Schade ist auch, dass sich die Persönlichkeiten der andere Lindenhofschülerinnen nicht recht entfalten können, nur in einer eher kurzen Szene wird näher auf sie eingegangen. Leider mal eine Folge, die mir nicht zusagen könnte, zu überraschungsarm und eintönig die Geschichte.

An der sprecherischen Leistung gibt es nichts auszusetzen, auch diese ist auf dem gleichen Niveau wie immer. Rebecca Doerk ist hier als Martha zu hören und klingt dabei sehr niedlich und putzig, kann aber auch trotz ihres jungen Alters die verschiedenen Emotionen des jungen Mädchens glaubhaft darstellen. Frau Vogel wird von Heidi Schaffrath gesprochen, die wie immer eine solide und bodenständige Darstellung abliefert. Erzähler Lutz Mackensy hat gefühlt recht wenige Einsätze, kann diese aber mit seiner angenehmen und freundlichen Stimme unterhaltsam gestalten. Weitere Sprecher sind Regina Lamster, Manuela Dahm und Barbara Schipper.

Auch in Sachen Akustik wird hier solide, standfeste Kost geboten, die gut zu der Serie und der Handlung passt. So gibt es ein paar nette, kleine Melodien, die das Geschehen auflockern und einzelne Szenen voneinander trennen, während bei den Dialogen auf ein paar ausgewählte Geräusche gesetzt wird, die die Geschichte lebendiger und glaubhafter wirken lassen.

Natürlich sind Hanni und Nanni - wie immer – auch hier auf dem Cover zu sehen. Ihre Gesichtsausdrücke schwanken zwischen einem sanften Lächeln und Sorge um Martha, die mit einem breiten Lachen auf einer Schaukel sitzt. Der charmante Zeichenstil, der immer hübsch nostalgisch wirkt, kommt auch hier wieder gut zur Geltung. Das Booklet gibt bis auf die üblichen Infos keine weiteren Zugaben preis.

Fazit: Leider wird hier eine langatmige und überraschungsarme Geschichte präsentiert, die es nicht schafft, spannend oder kurzweilig zu wirken.

VÖ: 15.Februar 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887654291523


Hanni und Nanni – 39. auf hoher See



Erster Eindruck: Erholung vom Lindenhof

Hanni und Nanni werden von ihren Eltern zu einem Überraschungsurlaub eingeladen. Doch als es auf ein Kreuzfahrtschiff geht, sind die beiden nicht sehr begeistert – fast nur ältere Leute befinden sich an Bord. Da sind sie sehr dankbar, dass als Überraschung plötzlich ihre Freundin Fizz auftaucht und auch an der Reise teilnimmt – und das soll nicht die einzige unerwartete Begegnung sein...

Hanni und Nanni kennt man eigentlich nur als Internatsschülerinnen auf dem Lindenhof, doch um etwas Abwechslung in die Europa-Serie zu bringen, schickt man sie auch ab und an mal zu anderen Orten – und damit nicht wieder eine Klassenfahrt als Vorwand herhalten muss, gehen sie dieses mal mit ihren Eltern auf Kreuzfahrt. Doch offenbar hatten die Autoren zu viele Ideen für dieses Szenario, die Geschichte wirkt überladen und mit zu vielen Überraschungen gespickt, um auch nur annähernd glaubwürdig zu sein. Darüber machen sich selbst die beiden Zwillinge schon nach den ersten beiden unerwarteten Begegnungen lustig, und auch später hüpft die Story von einer Episode zu der nächsten, ohne dass sich eine davon wirklich entfalten kann oder wirklich zu Ende erzählt wird. Dafür geht es dann auch wirklich dynamisch zu, die Geschichte hält einige spannende Szenen bereit, bis das Ende nach der Spielzeit dann etwas plötzlich kommt. Hätte man etwas mehr Zeit in eine wirklich ausgereifte Geschichte investiert, wäre sicherlich eine noch bessere Folge entstanden, so ist zwar eine unterhaltsame, aber eben auch hektisch erzählte Geschichte herausgekommen, die nicht auf allen Ebenen überzeugen konnte.

Regine Lamster und Manuela Dahm sind auch hier wieder als unschlagbares Zwillingsgespann zu hören und können ihre Rollen mit Freude, Mut und Durchsetzungskraft ausstatten, beide harmonieren gut miteinander und sind ein eingespieltes Team. Als Fizz ist Kerstin Drager zu hören, deren Stimme zwar nicht mehr ganz so gut zu einem Teenagermädchen passt, die aber viel Energie in die Umsetzung legt. Heikedine Körting, die fast schon legendäre Hörspielregisseurin selbst, spricht als Mutter Sullivan mit und beweist, dass sie auch die andere Seite des Mikrofons bestens beherrscht. Weitere Sprecher sind unter anderem Robin Borsch, Kaja Brügger und Jannik Endemann.

Der Sound ist in den letzten Jahren kaum verändert worden, und so ist wieder diese gelungene Mischung aus Nostalgie und moderner Produktion zu hören. Die Musik stammt wieder aus den umfangreichen Archiven von Europa und kann deswegen nicht wirklich überraschen, setzt aber an einigen Stellen gekonnt Akzente und gestaltet die Szenenwechsel organischer. Geräusche sind wieder zahlreich und passend eingefügt.

Natürlich sind auf dem Cover die beiden Zwillinge an Bord des Schiffes zu sehen, der Zeichenstil mit der Aquarell-Optik ist schon seit Anfang der Serie verwendet worden. Auch die beiden unterschiedlichen Charaktere der Zwillinge kommen gut zur Geltung. Das Innere ist wieder sehr schlicht gestaltet und trotz geringem Platz mit viel Werbung zugepflastert, auch eine Auflistung der bisherigen Folgen ist dazu zu zählen.

Fazit: Hanni und Nanni mal nicht auf dem Lindenhof, sondern in einem Abenteuer, bei dem die einzelnen Szenen überstürzt abgehandelt werden und nicht richtig zur Geltung kommen wollen – weniger wäre hier mehr gewesen.

VÖ: 23.November 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 887254408123


Hanni und Nanni – 38. in ernster Gefahr



Erster Eindruck: Und wieder eine neue Mitschülerin

Wieder besucht eine neue Mitschülerin den Lindenhof, doch die schüchterne Lea will sich nicht so recht einfügen und verschließt sich vor den anderen Mädchen. Nur mit der extrovertierten Elli verbindet sie bald eine Freundschaft. Doch bald erfahren auch Hanni und Nanni von dem Geheimnis des Mädchens, doch da zeigt schon eine geheimnisvoller Anrufer Interesse an Lea...

Obwohl die erste Folge schon etliche Jahre auf dem Buckel hat, zählt die bekannte Serie „Hanni und Nanni“ erst 38 Folgen, da eher wenige Episoden pro Jahr erscheinen. Pünktlich zum zweiten Kinostreifen um die Zwillinge im Internat erscheint die neue Folge „in ernster Gefahr“, in der mal wieder eine neue Mitschülerin mit Geheimnis zu verzeichnen ist. Anfangs fällt besonders die ungewohnt holprige Dialogführung auf, das haben die Autoren der Serie auch schon mal glatter hinbekommen – zumal einige Worte nur wie Füllmaterial scheinen und die Gespräche unnötig in die Länge ziehen. Immerhin kommt das Internatsflair gut zur Geltung, schnell fühlt man sich wieder mit den verschiedenen Mädchen verbunden. Doch auch im weiteren Verlauf mag die Folge nicht so recht Fahrt aufnehmen, erst ganz gegen Ende kommt dann noch ein wenig überzeugende Dynamik ins Spiel. Vielleicht liegt es an dem mäßige Start, dass ich mich mit der Handlung nicht so recht anfreunden konnte, aber leider passt sie für mich nicht so gut zu der Serie wie es andere, stärkere Folgen tun.

Der Sprechercast ist wie immer solide besetzt, die größtenteils weiblichen Schauspieler machen ihre Sache grundsätzlich gut. Als Lea ist Julia Fölster zu hören, die die verschiedenen Gemütslagen des schüchternen Mädchens gut umsetzen kann. Barbara Schipper kann die wesentlich selbstbewusstere Elli gut danebenstellen und den Kontrast betonen, ohne Fölster zu überdecken. Nur die ansonsten wunderbare Reinhilt Schneider wirkt als Jenny hier zu überdreht und quengelig. Weitere Sprecher sind Wanda Osten, Renate Pichler und Wolfgang Berger.

Die Musik ist stimmig eingefügt, fällt aber nicht sonderlich auf. Nur einige Szenenwechsel haben durch interessante Stücke eine ganz eigene Färbung bekommen und stechen so ein wenig heraus. Die Geräusche sind glaubhaft und in ordentlicher Anzahl eingefügt, gestalten das ganze Geschehen ein wenig lebendiger und machen Vorgänge klarer.

Die Gestaltung ist wie immer sehr schlicht gehalten, im kleinen Booklet ist vor allem Werbung abgedruckt. Zudem wirkt hier alles etwas chaotisch und unübersichtlich, zu viele Kästen und Bilder wirken einfach überladen. Das Cover in hübschen Nostalgie-Stil ist wieder gut gezeichnet und zeigt eine der letzten Szenen.

Fazit: Leider ist diese Folge nicht so stark wie viele ihrer Vorgänger, besonders die Dialoge hätten an vielen Stellen glatter wirken können.

VÖ: 8.Juni 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979322226


Hanni und Nanni – 37. gefährden eine Freundschaft



Erster Eindruck: Aufregung im Lindenhof

Ein Schulwettbewerb versetzt den ganzen Lindenhof in rege Betriebsamkeit. Gemeinsam wird ein Projekt ausgearbeitet, das die Besonderheiten des Internats herausstellen soll. Alle bringen Ideen und Arbeit ein, nur Jenny entzieht sich immer wieder und verschwindet mit immer neuen Ausreden. Als Fizz für ihre Mutter in einer konkurrierenden Schule spionieren soll, macht sie eine folgenschwere Entdeckung...

Enid Blyton, eine der bekanntesten Kinderbuchautorinnen des 20. Jahrhunderts, hat selbst nur 6 Bücher um die beiden pfiffigen Zwillinge Hanni und Nanni geschrieben, bei Europa leben ihre Figuren aber weiter und erleben nun schon ihr 37. Abenteuer, wobei der Transport in die neue Zeit gut gelungen ist. Ansatzpunkt von „Hanni und Nanni gefährden eine Freundschaft“ ist ein Schulwettbewerb, bei dem die Schülerinnen ihr Internat vorstellen wollen – wieder eine kreative Idee, die gut in das Umfeld der Serie passt. Außerdem gibt es die Gelegenheit, an einige vorige Geschichten zu erinnern, was besonders den treuen Fan freuen dürfte. Obwohl anfangs keine große Geschichte erzählt wird, sondern nur die Vorbereitungen auf den Wettbewerb, ist die Folge kurzweilig und unterhaltsam. Es macht Spaß, dem Eifer der Mädchen zuzuhören und ihre guten Ideen zu verfolgen. Erst recht gegen Ende kommt der Handlungsstrang auf, der schließlich auch der Folge ihren Namen gegeben hat. Hier geht es emotional zu, das Thema Freundschaft wird gut von einer eher negativen Seite beleuchtet – sehr gelungen! Auch in der 37. Folge wird so bewiesen, dass der nicht allzu schnelle Veröffentlichungsrhythmus der Serie gut tut und so immer wieder gute Folgen entstehen können.

Dieses mal beschränkt sich der Cast fast ausschließlich auf die Stammsprecher der Serie, neue Charaktere werden nicht eingeführt. Nur Theresa Underberg und Harald Dietl sind mit wenigen Sätzen neu dabei. Kerstin Drager ist als Fizz zu hören, die wieder mit Elan und Energie an ihre Rolle herangeht. Reinhilt Schneider kann als Jenny wieder ihre emotionale, aber auch geheimnisvolle Seite ausspielen und das junge Mädchen gut charakterisieren. Lutz Mackensy ist wieder als Erzähler mit dabei und gestaltet seine kurzen Passagen sonnig und fröhlich.

Wie bei vielen Produktionen von Europa wurde auch hier wieder auf Musik zurückgegriffen, die aus der langen Laufbahn des Labels stammt. So lässt es sich auch hier nicht vermeiden, dass die ein oder andere Melodie bereits bekannt ist und an andere Hörspiele erinnert. Insgesamt ist die Auswahl aber stimmig und kann die jeweilige Situation gut widerspiegeln.

Auf dem Cover ist eine der letzten Szenen zu sehen, in der Hanni und Nanni auf einen Bahnhof eilen. Sehr gut ist der erschrockene Gesichtsausdruck des einen Zwillings zu sehen, der typische Zeichenstil der Serie darf hierbei natürlich nicht fehlen. Das kleine Booklet bietet neben Werbung und den üblichen Produktionsangaben keine weiteren Informationen.

Fazit: Erst zum Schluss kommt die eigentliche Geschichte zum tragen, doch davor geht es auch schon interessant und unterhaltsam los.

VÖ: 16.September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978875525


Hanni und Nanni – 36. beschützen die Tiere



Erster Eindruck: Tierschutz und eine Falschspielerin

Finja ist neu auf dem Lindenhof, schnell finden die anderen Mädchen heraus, dass ihre Eltern, militante Tierschützer, bei einem Einsatz verhaftet wurden. Auch Finja zeigt ihnen die grausamen Fotos gequälter Tiere, und besonders Hanni und Nanni sind voller Eifer und wollen ebenfalls helfen. Gemeinsam organisieren sie eine Spendenaktion – doch dann schleicht sich Misstrauen ein...

Hanni und Nanni, die Kinderbuchserie von Enid Blyton, gehört zu den Hörspielumsetzungen, die seit den 80er Jahren bestehen und auch heute noch erfolgreich sind. Trotzdem ist man hier erst bei Folge 36. angekommen, bei den wenigen produzierten Folgen konnte man auch immer hohe Qualität erwarten. „Hanni und Nanni beschützen die Tiere“ greift ein Thema auf, welches bei der angesprochenen Zielgruppe ungebrochen populär ist: Tierschutz. Die Folge startet wie des öfteren mit der Ankunft einer neuen Schülerin, die typische Vorstellung ist mal wieder unterhaltsam dargestellt. Die anschließenden Diskussionen um Tierschutz sind leider etwas flach geraten und basieren vorrangig auf Aussprüchen wie „Tierschutz ist das wichtigste überhaupt“, was mir persönlich zu schlicht ist. Die sich danach entwickelnde Geschichte ist zwar unterhaltsam erzählt und kurzweilig, bietet aber keine allzu großen Überraschungen, da um etwas ziemlich Offensichtliches lange ein Geheimnis gemacht werden soll. Doch gerade, dass sich die Zwillinge einmal uneins sind, bringt Reibungspunkte in die Handlung ein. Zum Finale kommt noch einmal etwas Tempo auf, aber insgesamt bleibt die Handlung zu überraschungsarm. Die schöne Atmosphäre, die jeder Hanni und Nanni-Folge anhaftet, ist auch hier zu spüren und lässt die Folge für Freunde der Serie insgesamt noch gelungen erscheinen.

Hauptaugenmerk bei den Sprechern liegt auch hier natürlich bei den Mädchen des Internats. Jasmin Wagner ist als Finja zu hören und kann hier mit einer flüssigen Sprechweise überzeugen, in allen Situationen kann sie hier glaubhaft wirken. Enie van de Meiklokjes ist als Bobby schon seit einigen Folgen mit dabei, könnte aber insgesamt etwas spontaner wirken. Erzähler Lutz Mackensy hat hier auffallend wenig Text, den er aber wie immer gekonnt und fröhlich herüber bringt. Weitere Sprecher sind Reinhilt Schneider, Barbara Schipper und Kerstin Draeger.

Wie für diese Serie üblich sind recht viele Musikstücke während der Abtrennung der einzelnen Szenen verwendet worden. Diese gehen recht gut auf die jeweilige Stimmung innerhalb der Handlung ein und ergänzen so die Sprecher. Viele Stücke sind zwar schon aus anderen Europa-Hörspielen bekannt und wirken nicht unbedingt sehr modern, können aber eine schöne und passende Atmosphäre erzeugen.

Die Delphine, die auf dem Cover zu sehen sind, kommen in dem Hörspiel nicht wirklich vor, sind aber hübsch anzusehen und sicherlich ansprechend – gerade für jüngere potenzielle Käuferinnen. Da wirkt das Einsammeln der Spenden etwas in den Hintergrund gestellt. Der Zeichenstil mit den leicht verwischten Farben ist aber wieder außergewöhnlich und auffällig.

Fazit: Eine recht interessante Geschichte, leider an einigen Stellen etwas zu flach geraten. Die schöne Atmosphäre wird dadurch aber nicht gestört.

VÖ: 11. Februar 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978026620


Hanni und Nanni - 34. auf der Flucht



Erster Eindruck: Rundumschlag einer Mitschülerin

Überraschung auf dem Lindenhof! Frau Lemansky wird nach den Sommerferien die neue Klassenlehrerin von Hanni und Nanni, auch ihre Tochter Sinje zieht ein. Und dann ist da noch Esther, die den Unmut der Mitschülerinnen durch fiese Sprüche auf sich zieht, aber unbedingt mit Hanni und Nanni befreundet sein will...

Neue Mitschülerinnen, die auf dem Lindenhof für Unfrieden sorgen, sind schon öfters ein Thema bei der Enid Blyton-Erfolgsserie "Hanni und Nanni" gewesen. Das Besondere an Esther: Sie ist überhaupt nicht auf den Mund gefallen, weißt sogar die selbstbewusste Jenny in ihre Schranken und macht auch vor dem Lehrerkollegium nicht halt. Dabei ist sie nicht einmal sonderlich unsympathisch und sucht sogar die Freundschaft von Hanni und Nanni, was einem interessanten Zwiespalt beim Hörer hervorruft. Die Geschichte ist gradliniger erzählt als beim letzten mal, hier wird sich ausschließlich auf den Erzählstrang mit Esther konzentriert - das gefällt. Auch die durchaus witzigen Stellen und die trickreiche Auflösung fügen sich gut ein. Eine sehr schöne Folge der Serie.

Simona Pahl spricht hier die Esther Herzig und schafft es, sehr tough und selbstbewusst zu wirken. Die wunderbare Judy Winter ist wieder als Elke Lemansky mit dabei und stellt die Lehrerin recht streng und abweisend dar, ihre warme Stimmfarbe kommt gegen Ende trotzdem gut zur Geltung. Reinhilt Schneider hat mal wieder einen größeren Part als Jenny und überzeugt wieder mit ihrer einzigartigen Stimme. Natürlich sprechen auch Lutz Mackensy, Regina Lamster und Manuela Dahm mit.

Die Musik ist auch hier wieder ausbaufähig. Zwar ist deutlich mehr Abwechslung zu hören als bei der letzten Folge, so richtig gut gehen die einzelnen Stücke aber nicht auf die Handlung ein, sodass alles ein wenig zusammengepuzzelt wirkt. Trotzdem hat auch das Sounddesign seinen eigenen Charme.

Eine gut gelaunte Esther und die beiden Zwillinge, die sich sichtlich vor ihr erschrecken, sind auf dem Cover zu der Folge zu sehen. Der liebenswert nostalgische Zeichenstil passt vielleicht nicht mehr allzu gut in die heutige Zeit, kann aber zumindestens die "alten" Hörer noch mit Kindheitserinnerungen überzeugen.

Fazit: Eine sehr gelungene Folge, welche eine solide Story mit interessanten Charakteren überzeugen bietet.

VÖ: 12. Februar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 62522 2


Hanni und Nanni - 33. gefangen im Eis



Erster Eindruck: Eiskalte Erlebnisse

Durch den Gewinn des ersten Preises in einem Wettbewerb kann die Internatsklasse von Hanni und Nanni einige Tage Winterurlaub im Schnee machen. Keine Frage, dass sie einige spannende Abenteuer erwarten, aber dass sie eine alte Bekannte treffen würden, haben sie nicht erwartet...

Enid Blytons "Hanni und Nanni" gehört wohl unbestritten zu den Klassikern der Hörspielseiren, trotzdem gibt es im Vergleich zu ähnlich langlebigen Serien bisher nur 33 Folgen. "Gefangen im Eis" heißt diese 33. Folge und bietet wieder viele kleine Geschichten, die ein harmonisches Ganzes ergeben. Auch die Mischung an Themen ist beachtlich, sodass diese Folge insgesamt sehr abwechslungreich wirkt: Eine aufgeregte Mamsell sorgt für Spaß, das Auftauchen eines merkwürdigen alten Mannes bringt ein wenig gruselige Stimmung mit ein, das Zusammentreffen mit einer alten Freundin bringt wieder völlig unterschiedliche Themenstränge ein. Diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen, trotzdem hetzt man keineswegs durch die Geschichte, jedem Abschnitt wird genügend Zeit gegeben, um sich richtig zu entfalten. Ich habe diese Folge sehr gern gehört, was besonders an der schönen Stimmung und der kurzweiligen und vielseitigen Geschichte gelegen hat.

Hervorragend ist wieder die Sprecherauswahl, die mit vielen bekannten und beliebten Personen glänzen kann. Als Sinje Lemansky ist Lotte Bublitz zu hören, die sich sehr harmonisch in die bestehende Mädchenclique einfügt und eine ebenso überzeugende Sprechleistung vollbringt. Jochen Baumert ist als Berg-Toni zu hören und stellt den seltsamen Mann sehr glaubwürdig da. Auch Jens Wawrczek ist als Niels mit dabei und mit hörbarer Freude bei der Sache. Weitere Sprecher sind Susanne Wolkow, Elga Schütz und Inken Sommer.

Die Musik orientiert sich an einer einzigen Melodie, die zwar sehr dynamisch ist und ordentlich spannend wirkt, leider aber nicht an allen Stellen passend ist und so nicht gut auf jede Situation eingeht. Ein wenig mehr Abwechslung wäre hier wünschenswert gewesen. Die Geräusche sind jedoch treffend gewählt.

Das Coverbild ist im typischen Stil der Serie illustriert und wirkt durchaus ansprechend. Warum eine der Zwillinge ängstlich, die andere eher verträumt schaut, ist mir jedoch rätselhaft. Im Inneren des Booklets findet sich viel Platz für Werbung für die anderen Hanni und Nanni-Hörspiele.

Fazit: Eine rundum gelungene Folge für das freche Mädchenduo. Die vielen Themen greifen gut ineinander und bieten eine abwechslungsreiche Geschichte.


Hanni und Nanni 32. lösen alle Probleme



Erster Eindruck: Zeitgemäßes in der Enid Blyton-Serie

Wieder kommt eine neue Mitschülerin auf das Internat von Hanni und Nanni. Doch bald sind die Mädchen entsetzt: Sybille ist klapperdünn, will aber unbedingt noch weiter abnehmen. Ihre Lehrerin klärt die Zwillinge auf: Sybille will unbedingt Model werden. Als das Mädchen dann während einer Sportstunde umfällt, haben Hanni und Nanni eine Idee…

Hanni und Nanni ist eine der Europa-Erfolgsserien, die es seit den 70er Jahren gibt und die heute immer noch Erfolge feiern. Das liegt wohl auch daran, dass die Serie mit der Zeit geht und auch aktuelle Themen behandelt. So auch in Folge 32, die sich um das Problem des Schlankheitswahns junger Mädchen dreht. Sybille heißt das junge Mädchen, das um alles in der Welt eine Karriere als erfolgreiches Modell anstrebt und sich dabei immer mehr herunterhungert. Hanni und Nanni reagieren dabei verständnisvoll und versuchen, Sybille von ihren gesundheitsschädlichen Plänen abzubringen. Dass dabei alles etwas plakativ abläuft sei der Zielgruppe geschuldet, aber leider ist die Bekehrung zu einem gesünderen Lebensstil meist nicht so einfach wie in diesem Hörspiel dargestellt. Immerhin werden hier junge Mädchen auf das Problem aufmerksam gemacht und zum Denken angeregt. Dass das alles wieder sehr unterhaltsam abläuft, ist bei dieser Serie wohl keine Frage mehr.

Saskia Weckler spricht den Neuzugang mit Hang zur Magersucht. Und dabei stellt sie den inneren Zwiespalt ihres Charakters besonders am ende gut dar. Jenny wird wie immer von Reinhilt Schneider gesprochen, die auch hier mit ihrer hellen und fröhlichen Stimme heraus sticht. Auch Erzähler Lutz Mackensy hinterlässt mit seiner angenehmen Stimme einen sehr positiven Gesamteindruck. Außerdem mit dabei sind Susanne Wolkow, Kerstin Drager und Ingeborg Kallweit.

Nichts geändert hat sich bei der Musik, und neben dem kleinen Swing-Intro bekommen wir recht zeitgemäße Stücke im Hintergrund tolle Szenenübergänge zu hören. Das wirkt alles sehr stimmig du passt gut zu der Geschichte und ist modern genug für die neue Hörspielgeneration.

Das Cover ist neben der rosa Einfärbung des Rahmens mit einer typischen Zeichnung versehen, die in ihrem Stil Erinnerungen an die eigene Schulzeit weckt. Die restliche Aufmachung ist allerdings etwas schlicht und zudem leicht unübersichtlich.

Fazit: Eine weitere gelungene Folge der Serie, die mit ihrem aktuellen Thema eine gute Wahl für junge Mädchen ist.


Hanni und Nanni - 31. Alarm bei Hanni und Nanni



Erster Eindruck: Handys im Lindenhof...

Zwei neue Schülerinnen im Lindenhof, und wie Hanni und Nanni sind auch Ina und Nina Zwillinge. Doch weil die beiden sich etwas auf ihre "gute Herkunft" einbilden, sind sie den anderen Schülern gegenüber arrogant und beleidigend. Als sie auch noch den beliebten Französischunterricht bei Mademoiselle stören, reicht es Hanni und Nanni. Doch alles kommt noch schlimmer...

Mit dieser Folge sind Enid Blytons "Hanni und Nanni" endgültig in der Gegenwart angekommen, denn die Störenfriede Ina und Nina haben schon Handys... Schön, dass versucht wird, mit der Zeit zu gehen, allerdings wirken die Storys dann doch etwas zu altbacken. So entsteht eine leichte Disharmonie zwischen der fast nostalgischen Umsetzung und den modernen Einflüssen. Das ist allerdings nur eine Kleinigkeit, denn prinzipiell ist die Geschichte wieder gelungen, witzig und unterhaltsam geworden. Völlig zu recht hat diese Serie seit über 30 Jahren ihren festen Platz in der Hörspiellandschaft.

Regine Lamster und Manuela Dahm sind wie immer in den Rollen der beliebten Zwillinge zu hören und liefern auch hier wieder eine gute Leistung ab. Ina und Nina werden von Rahel Kakiers und Henrike Fehrss gesprochen, die tendenziell noch zickiger und arroganter hätten agieren können. Erzähler Lutz Mackensy ist mit seiner sonnigen, heiteren Art wieder eine tolle Besetzung für den Erzähler. Weiterhin zu hören sind Reinhilt Schneider, Elga Schütz und Susanne Wulkow.

Bei der Musik finden wir ein buntes Mischmasch aus vielen Stilrichtungen. Nichts gegen Abwechslung, aber insgesamt wirkt alles zusammengeschustert und unzusammenhängend. Ein kleiner roter Faden, beispielsweise eine variierte Melodie, hätte dem Ganzen gut getan. An der restlichen Produktion ist allerdings nichts auszusetzen.

Auch beim Cover zeigt sich die Differenz zwischen der Zeichnung, die an uralte Europa-Plattencover erinnert, und dem modernen Thema "Handys". Die in rosa gehaltene Aufmachung dürfte die Zielgruppe der jungen Mädchen noch mehr ansprechen und wirkt insgesamt stimmig, im Booklet aber leicht überladen.

Fazit: Eine recht gute Folge der beiden Zwillingsschwestern, die angenehm altmodisch klingt. So soll es bleiben...


Hanni und Nanni - 30.wittern eine Tragödie

Erster Eindruck: Das Land des Lächelns zu Gast bei Hanni und Nanni

Auf das Internat von Hanni und Nanni kommt eine Gastschülerin aus Japan. Aber mit Teruyo stimmt etwas nicht, das spüren die beiden Zwillinge sofort. In der ersten Nacht kommt es dann zu einem unerwarteten Zwischenfall: Das junge Mädchen wandelt nachts im Internat auf den Gängen. Das ist natürlich das Richtige für die Clique um Hanni und Nanni, sie machen sich daran, Nachforschungen über Teruyo anzustellen und schon bald finden sie heraus, dass sich mehr hinter ihrem Aufenthalt verbirgt als die angegebenen Gründe. Welche Tragödie lässt sich hier vermuten und was hat es mit der Silberflöte auf sich, an der die junge Japanerin so hängt?

Auch in der 30. Folge aus der Hanni und Nanni Reihe geht es wieder ziemlich hoch her. Ich denke, was diese Folge vermitteln soll ist, dass Tradition nicht immer alles ist, sondern dass auch eigene Wünsche berücksichtigt werden müssen. Die Story an sich hat mir eigentlich ganz gut gefallen was, ich etwas seltsam fand ist die Sache mit dem ausgerissen Bruder, die dann ziemlich plötzlich aufkam und dann auch recht schnell geklärt wurde, zumal man erst dachte, es würde nur um die Flöte gehen. Aber ich denke über so etwas kann man hinweg sehen, da sie Geschichte sonst recht gut und flüssig umgesetzt ist.

Regine Lamster und Manuela Dahm sind seit Ewigkeiten die Stimmen von Hanni und Nanni. Zwar sind ihre Stimmen in all den Jahren etwas älter geworden, allerdings klingen sie immer noch gut und passen zu den beiden Charakteren. Sie gehören einfach dazu. Auch schon seit Anfang an dabei ist Reinhild Schneider, sie höre ich besonders gerne. Die Gute hat eine solch tolle Stimme mit einem Wiedererkennungswert wie es selten einen gibt. Als Gastschülerin Teruyo hören wir Yawen Huang-Wolff, eine vortreffliche Wahl wie ich finde. Weiter dabei sind auch: Elga Schütz, Renate Pichler und als Erzähler der unvergleichliche Lutz Mackensy.

Musik und Geräusche fügen sich nach wie vor bestens in die Serie ein. Hier gibt es nichts zu bemängeln. Frau Körting macht lange genug Hörspiele um zu wissen wo welches Geräusch hingehört.

Das Cover zeigt uns die beiden Zwillinge, wie sie ihre japanische Freundin beobachten, als sie mit ihrer Silbernenflöte spielt. Verantwortlich für die Zeichnung ist Nikolaus Moras, er hat das Beste aus dem Stoff rausgeholt und das gesamte Hörspiel gut in Szene gesetzt.

Fazit: Auch nach so vielen Jahren haben Hanni und Nanni nichts an ihrem Charme verloren und funktionieren immer noch wunderbar als Hörspiel.


Hanni und Nanni - 29.die Geisterbeschwörung

Erster Eindruck: Rückkehr zu alten Schauplätzen

Hanni und Nanni sind wieder zurück auf Burg Funkelstein! Die beiden Zwillige hecken gemeinsam mit ihren Freunden eine Plan aus wie sie sich an drei Musikschülerinnen rächen wollen. Gemeinsam kommen sie auf die Idee eine Geisterbeschwörung zumachen und den Mädchen damit einen ordentlichen Schrecken einzujagen!

Ich fand diese Hanni und Nanni folge sehr schön, alleine schön weil die ganzen alten Funkelstein Charaktere nochmal wieder aufgetaucht sind. Das man hier das Thema "Geisterbeschwörung" gewählt hat ist ein durchaus guter Schachzug so kurz vor Halloween! Als besondets gruselig würde ich die Folge nun nicht bezeichnen aber sie ist mit einigen schreckmomenten untermalt was passend ist.

Wie immer in einer Europa Produktion geben die Sprecher hier wieder mal alles. In der Rolle der Mutter von Hanni und Nanni hören wir Heikedine "Märchenkönigin" Körting die auch Regie geführt hat. Desweiteren ist Renate Pichler wieder dabei, die ich aus sovielen Hörspieln kenne und liebe! Enie van de Meiklockjes und Kerstin Draeger sind ebenfalls wieder mit im Boot! In dieser Folge sind die Erzählertexte von Lutz Mackensy weniger was aber durchaus dem Hörspiel an sich zu gute kommt!

Die Musik sowie die Geräuschkulisse sind nach wie vor 1 Sahne bei Europa. Hier merkt man wie viele Hörspiele Heikedine Körting schon gemacht hat. Ein Profi am Werk. Die CD ist in 13 Trackpunkte unterteilt, das ist gut aber hätten durchaus auch ein paar mehr sein können!

Das Cover zeigt Hanni und Nanni bei der Beschwörung an sich! Das Bild passt zum Hörspiel und ist auch liebevoll gestaltet worden! Was ich nicht so schön finde ist die blau bedruckte CD auf der auch nochmal das Coverbild zusehen ist, die Idee ist toll aber die Umsetzung find ich ist nicht gelungen!

Fazit: Hanni und Nanni sind noch zwei Hörspielfiguren die ich noch aus meiner Kindheit kenne von daher höre ich sie heute auch noch gern! Diese 29te Folge hat mich gut 1 Stunde lang bestens unterhalten! Europa sollte viel mehr Folgen im Jahr bringen!