Hanni und Nanni – 37. gefährden eine Freundschaft

Hanni und Nanni – 36. beschützen die Tiere

Hanni und Nanni - 34. auf der Flucht

Hanni und Nanni - 33. gefangen im Eis

Hanni und Nanni - 32. lösen alle Probleme

Hanni und Nanni - 31. Alarm bei Hanni und Nanni

Hanni und Nanni - 30.wittern eine Tragödie

Hanni und Nanni - 29.Geisterbeschwörung mit Hanni und Nanni


Hanni und Nanni – 37. gefährden eine Freundschaft



Erster Eindruck: Aufregung im Lindenhof

Ein Schulwettbewerb versetzt den ganzen Lindenhof in rege Betriebsamkeit. Gemeinsam wird ein Projekt ausgearbeitet, das die Besonderheiten des Internats herausstellen soll. Alle bringen Ideen und Arbeit ein, nur Jenny entzieht sich immer wieder und verschwindet mit immer neuen Ausreden. Als Fizz für ihre Mutter in einer konkurrierenden Schule spionieren soll, macht sie eine folgenschwere Entdeckung...

Enid Blyton, eine der bekanntesten Kinderbuchautorinnen des 20. Jahrhunderts, hat selbst nur 6 Bücher um die beiden pfiffigen Zwillinge Hanni und Nanni geschrieben, bei Europa leben ihre Figuren aber weiter und erleben nun schon ihr 37. Abenteuer, wobei der Transport in die neue Zeit gut gelungen ist. Ansatzpunkt von „Hanni und Nanni gefährden eine Freundschaft“ ist ein Schulwettbewerb, bei dem die Schülerinnen ihr Internat vorstellen wollen – wieder eine kreative Idee, die gut in das Umfeld der Serie passt. Außerdem gibt es die Gelegenheit, an einige vorige Geschichten zu erinnern, was besonders den treuen Fan freuen dürfte. Obwohl anfangs keine große Geschichte erzählt wird, sondern nur die Vorbereitungen auf den Wettbewerb, ist die Folge kurzweilig und unterhaltsam. Es macht Spaß, dem Eifer der Mädchen zuzuhören und ihre guten Ideen zu verfolgen. Erst recht gegen Ende kommt der Handlungsstrang auf, der schließlich auch der Folge ihren Namen gegeben hat. Hier geht es emotional zu, das Thema Freundschaft wird gut von einer eher negativen Seite beleuchtet – sehr gelungen! Auch in der 37. Folge wird so bewiesen, dass der nicht allzu schnelle Veröffentlichungsrhythmus der Serie gut tut und so immer wieder gute Folgen entstehen können.

Dieses mal beschränkt sich der Cast fast ausschließlich auf die Stammsprecher der Serie, neue Charaktere werden nicht eingeführt. Nur Theresa Underberg und Harald Dietl sind mit wenigen Sätzen neu dabei. Kerstin Drager ist als Fizz zu hören, die wieder mit Elan und Energie an ihre Rolle herangeht. Reinhilt Schneider kann als Jenny wieder ihre emotionale, aber auch geheimnisvolle Seite ausspielen und das junge Mädchen gut charakterisieren. Lutz Mackensy ist wieder als Erzähler mit dabei und gestaltet seine kurzen Passagen sonnig und fröhlich.

Wie bei vielen Produktionen von Europa wurde auch hier wieder auf Musik zurückgegriffen, die aus der langen Laufbahn des Labels stammt. So lässt es sich auch hier nicht vermeiden, dass die ein oder andere Melodie bereits bekannt ist und an andere Hörspiele erinnert. Insgesamt ist die Auswahl aber stimmig und kann die jeweilige Situation gut widerspiegeln.

Auf dem Cover ist eine der letzten Szenen zu sehen, in der Hanni und Nanni auf einen Bahnhof eilen. Sehr gut ist der erschrockene Gesichtsausdruck des einen Zwillings zu sehen, der typische Zeichenstil der Serie darf hierbei natürlich nicht fehlen. Das kleine Booklet bietet neben Werbung und den üblichen Produktionsangaben keine weiteren Informationen.

Fazit: Erst zum Schluss kommt die eigentliche Geschichte zum tragen, doch davor geht es auch schon interessant und unterhaltsam los.

VÖ: 16.September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978875525


Hanni und Nanni – 36. beschützen die Tiere



Erster Eindruck: Tierschutz und eine Falschspielerin

Finja ist neu auf dem Lindenhof, schnell finden die anderen Mädchen heraus, dass ihre Eltern, militante Tierschützer, bei einem Einsatz verhaftet wurden. Auch Finja zeigt ihnen die grausamen Fotos gequälter Tiere, und besonders Hanni und Nanni sind voller Eifer und wollen ebenfalls helfen. Gemeinsam organisieren sie eine Spendenaktion – doch dann schleicht sich Misstrauen ein...

Hanni und Nanni, die Kinderbuchserie von Enid Blyton, gehört zu den Hörspielumsetzungen, die seit den 80er Jahren bestehen und auch heute noch erfolgreich sind. Trotzdem ist man hier erst bei Folge 36. angekommen, bei den wenigen produzierten Folgen konnte man auch immer hohe Qualität erwarten. „Hanni und Nanni beschützen die Tiere“ greift ein Thema auf, welches bei der angesprochenen Zielgruppe ungebrochen populär ist: Tierschutz. Die Folge startet wie des öfteren mit der Ankunft einer neuen Schülerin, die typische Vorstellung ist mal wieder unterhaltsam dargestellt. Die anschließenden Diskussionen um Tierschutz sind leider etwas flach geraten und basieren vorrangig auf Aussprüchen wie „Tierschutz ist das wichtigste überhaupt“, was mir persönlich zu schlicht ist. Die sich danach entwickelnde Geschichte ist zwar unterhaltsam erzählt und kurzweilig, bietet aber keine allzu großen Überraschungen, da um etwas ziemlich Offensichtliches lange ein Geheimnis gemacht werden soll. Doch gerade, dass sich die Zwillinge einmal uneins sind, bringt Reibungspunkte in die Handlung ein. Zum Finale kommt noch einmal etwas Tempo auf, aber insgesamt bleibt die Handlung zu überraschungsarm. Die schöne Atmosphäre, die jeder Hanni und Nanni-Folge anhaftet, ist auch hier zu spüren und lässt die Folge für Freunde der Serie insgesamt noch gelungen erscheinen.

Hauptaugenmerk bei den Sprechern liegt auch hier natürlich bei den Mädchen des Internats. Jasmin Wagner ist als Finja zu hören und kann hier mit einer flüssigen Sprechweise überzeugen, in allen Situationen kann sie hier glaubhaft wirken. Enie van de Meiklokjes ist als Bobby schon seit einigen Folgen mit dabei, könnte aber insgesamt etwas spontaner wirken. Erzähler Lutz Mackensy hat hier auffallend wenig Text, den er aber wie immer gekonnt und fröhlich herüber bringt. Weitere Sprecher sind Reinhilt Schneider, Barbara Schipper und Kerstin Draeger.

Wie für diese Serie üblich sind recht viele Musikstücke während der Abtrennung der einzelnen Szenen verwendet worden. Diese gehen recht gut auf die jeweilige Stimmung innerhalb der Handlung ein und ergänzen so die Sprecher. Viele Stücke sind zwar schon aus anderen Europa-Hörspielen bekannt und wirken nicht unbedingt sehr modern, können aber eine schöne und passende Atmosphäre erzeugen.

Die Delphine, die auf dem Cover zu sehen sind, kommen in dem Hörspiel nicht wirklich vor, sind aber hübsch anzusehen und sicherlich ansprechend – gerade für jüngere potenzielle Käuferinnen. Da wirkt das Einsammeln der Spenden etwas in den Hintergrund gestellt. Der Zeichenstil mit den leicht verwischten Farben ist aber wieder außergewöhnlich und auffällig.

Fazit: Eine recht interessante Geschichte, leider an einigen Stellen etwas zu flach geraten. Die schöne Atmosphäre wird dadurch aber nicht gestört.

VÖ: 11. Februar 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978026620


Hanni und Nanni - 34. auf der Flucht



Erster Eindruck: Rundumschlag einer Mitschülerin

Überraschung auf dem Lindenhof! Frau Lemansky wird nach den Sommerferien die neue Klassenlehrerin von Hanni und Nanni, auch ihre Tochter Sinje zieht ein. Und dann ist da noch Esther, die den Unmut der Mitschülerinnen durch fiese Sprüche auf sich zieht, aber unbedingt mit Hanni und Nanni befreundet sein will...

Neue Mitschülerinnen, die auf dem Lindenhof für Unfrieden sorgen, sind schon öfters ein Thema bei der Enid Blyton-Erfolgsserie "Hanni und Nanni" gewesen. Das Besondere an Esther: Sie ist überhaupt nicht auf den Mund gefallen, weißt sogar die selbstbewusste Jenny in ihre Schranken und macht auch vor dem Lehrerkollegium nicht halt. Dabei ist sie nicht einmal sonderlich unsympathisch und sucht sogar die Freundschaft von Hanni und Nanni, was einem interessanten Zwiespalt beim Hörer hervorruft. Die Geschichte ist gradliniger erzählt als beim letzten mal, hier wird sich ausschließlich auf den Erzählstrang mit Esther konzentriert - das gefällt. Auch die durchaus witzigen Stellen und die trickreiche Auflösung fügen sich gut ein. Eine sehr schöne Folge der Serie.

Simona Pahl spricht hier die Esther Herzig und schafft es, sehr tough und selbstbewusst zu wirken. Die wunderbare Judy Winter ist wieder als Elke Lemansky mit dabei und stellt die Lehrerin recht streng und abweisend dar, ihre warme Stimmfarbe kommt gegen Ende trotzdem gut zur Geltung. Reinhilt Schneider hat mal wieder einen größeren Part als Jenny und überzeugt wieder mit ihrer einzigartigen Stimme. Natürlich sprechen auch Lutz Mackensy, Regina Lamster und Manuela Dahm mit.

Die Musik ist auch hier wieder ausbaufähig. Zwar ist deutlich mehr Abwechslung zu hören als bei der letzten Folge, so richtig gut gehen die einzelnen Stücke aber nicht auf die Handlung ein, sodass alles ein wenig zusammengepuzzelt wirkt. Trotzdem hat auch das Sounddesign seinen eigenen Charme.

Eine gut gelaunte Esther und die beiden Zwillinge, die sich sichtlich vor ihr erschrecken, sind auf dem Cover zu der Folge zu sehen. Der liebenswert nostalgische Zeichenstil passt vielleicht nicht mehr allzu gut in die heutige Zeit, kann aber zumindestens die "alten" Hörer noch mit Kindheitserinnerungen überzeugen.

Fazit: Eine sehr gelungene Folge, welche eine solide Story mit interessanten Charakteren überzeugen bietet.

VÖ: 12. Februar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 62522 2


Hanni und Nanni - 33. gefangen im Eis



Erster Eindruck: Eiskalte Erlebnisse

Durch den Gewinn des ersten Preises in einem Wettbewerb kann die Internatsklasse von Hanni und Nanni einige Tage Winterurlaub im Schnee machen. Keine Frage, dass sie einige spannende Abenteuer erwarten, aber dass sie eine alte Bekannte treffen würden, haben sie nicht erwartet...

Enid Blytons "Hanni und Nanni" gehört wohl unbestritten zu den Klassikern der Hörspielseiren, trotzdem gibt es im Vergleich zu ähnlich langlebigen Serien bisher nur 33 Folgen. "Gefangen im Eis" heißt diese 33. Folge und bietet wieder viele kleine Geschichten, die ein harmonisches Ganzes ergeben. Auch die Mischung an Themen ist beachtlich, sodass diese Folge insgesamt sehr abwechslungreich wirkt: Eine aufgeregte Mamsell sorgt für Spaß, das Auftauchen eines merkwürdigen alten Mannes bringt ein wenig gruselige Stimmung mit ein, das Zusammentreffen mit einer alten Freundin bringt wieder völlig unterschiedliche Themenstränge ein. Diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen, trotzdem hetzt man keineswegs durch die Geschichte, jedem Abschnitt wird genügend Zeit gegeben, um sich richtig zu entfalten. Ich habe diese Folge sehr gern gehört, was besonders an der schönen Stimmung und der kurzweiligen und vielseitigen Geschichte gelegen hat.

Hervorragend ist wieder die Sprecherauswahl, die mit vielen bekannten und beliebten Personen glänzen kann. Als Sinje Lemansky ist Lotte Bublitz zu hören, die sich sehr harmonisch in die bestehende Mädchenclique einfügt und eine ebenso überzeugende Sprechleistung vollbringt. Jochen Baumert ist als Berg-Toni zu hören und stellt den seltsamen Mann sehr glaubwürdig da. Auch Jens Wawrczek ist als Niels mit dabei und mit hörbarer Freude bei der Sache. Weitere Sprecher sind Susanne Wolkow, Elga Schütz und Inken Sommer.

Die Musik orientiert sich an einer einzigen Melodie, die zwar sehr dynamisch ist und ordentlich spannend wirkt, leider aber nicht an allen Stellen passend ist und so nicht gut auf jede Situation eingeht. Ein wenig mehr Abwechslung wäre hier wünschenswert gewesen. Die Geräusche sind jedoch treffend gewählt.

Das Coverbild ist im typischen Stil der Serie illustriert und wirkt durchaus ansprechend. Warum eine der Zwillinge ängstlich, die andere eher verträumt schaut, ist mir jedoch rätselhaft. Im Inneren des Booklets findet sich viel Platz für Werbung für die anderen Hanni und Nanni-Hörspiele.

Fazit: Eine rundum gelungene Folge für das freche Mädchenduo. Die vielen Themen greifen gut ineinander und bieten eine abwechslungsreiche Geschichte.


Hanni und Nanni 32. lösen alle Probleme



Erster Eindruck: Zeitgemäßes in der Enid Blyton-Serie

Wieder kommt eine neue Mitschülerin auf das Internat von Hanni und Nanni. Doch bald sind die Mädchen entsetzt: Sybille ist klapperdünn, will aber unbedingt noch weiter abnehmen. Ihre Lehrerin klärt die Zwillinge auf: Sybille will unbedingt Model werden. Als das Mädchen dann während einer Sportstunde umfällt, haben Hanni und Nanni eine Idee…

Hanni und Nanni ist eine der Europa-Erfolgsserien, die es seit den 70er Jahren gibt und die heute immer noch Erfolge feiern. Das liegt wohl auch daran, dass die Serie mit der Zeit geht und auch aktuelle Themen behandelt. So auch in Folge 32, die sich um das Problem des Schlankheitswahns junger Mädchen dreht. Sybille heißt das junge Mädchen, das um alles in der Welt eine Karriere als erfolgreiches Modell anstrebt und sich dabei immer mehr herunterhungert. Hanni und Nanni reagieren dabei verständnisvoll und versuchen, Sybille von ihren gesundheitsschädlichen Plänen abzubringen. Dass dabei alles etwas plakativ abläuft sei der Zielgruppe geschuldet, aber leider ist die Bekehrung zu einem gesünderen Lebensstil meist nicht so einfach wie in diesem Hörspiel dargestellt. Immerhin werden hier junge Mädchen auf das Problem aufmerksam gemacht und zum Denken angeregt. Dass das alles wieder sehr unterhaltsam abläuft, ist bei dieser Serie wohl keine Frage mehr.

Saskia Weckler spricht den Neuzugang mit Hang zur Magersucht. Und dabei stellt sie den inneren Zwiespalt ihres Charakters besonders am ende gut dar. Jenny wird wie immer von Reinhilt Schneider gesprochen, die auch hier mit ihrer hellen und fröhlichen Stimme heraus sticht. Auch Erzähler Lutz Mackensy hinterlässt mit seiner angenehmen Stimme einen sehr positiven Gesamteindruck. Außerdem mit dabei sind Susanne Wolkow, Kerstin Drager und Ingeborg Kallweit.

Nichts geändert hat sich bei der Musik, und neben dem kleinen Swing-Intro bekommen wir recht zeitgemäße Stücke im Hintergrund tolle Szenenübergänge zu hören. Das wirkt alles sehr stimmig du passt gut zu der Geschichte und ist modern genug für die neue Hörspielgeneration.

Das Cover ist neben der rosa Einfärbung des Rahmens mit einer typischen Zeichnung versehen, die in ihrem Stil Erinnerungen an die eigene Schulzeit weckt. Die restliche Aufmachung ist allerdings etwas schlicht und zudem leicht unübersichtlich.

Fazit: Eine weitere gelungene Folge der Serie, die mit ihrem aktuellen Thema eine gute Wahl für junge Mädchen ist.


Hanni und Nanni - 31. Alarm bei Hanni und Nanni



Erster Eindruck: Handys im Lindenhof...

Zwei neue Schülerinnen im Lindenhof, und wie Hanni und Nanni sind auch Ina und Nina Zwillinge. Doch weil die beiden sich etwas auf ihre "gute Herkunft" einbilden, sind sie den anderen Schülern gegenüber arrogant und beleidigend. Als sie auch noch den beliebten Französischunterricht bei Mademoiselle stören, reicht es Hanni und Nanni. Doch alles kommt noch schlimmer...

Mit dieser Folge sind Enid Blytons "Hanni und Nanni" endgültig in der Gegenwart angekommen, denn die Störenfriede Ina und Nina haben schon Handys... Schön, dass versucht wird, mit der Zeit zu gehen, allerdings wirken die Storys dann doch etwas zu altbacken. So entsteht eine leichte Disharmonie zwischen der fast nostalgischen Umsetzung und den modernen Einflüssen. Das ist allerdings nur eine Kleinigkeit, denn prinzipiell ist die Geschichte wieder gelungen, witzig und unterhaltsam geworden. Völlig zu recht hat diese Serie seit über 30 Jahren ihren festen Platz in der Hörspiellandschaft.

Regine Lamster und Manuela Dahm sind wie immer in den Rollen der beliebten Zwillinge zu hören und liefern auch hier wieder eine gute Leistung ab. Ina und Nina werden von Rahel Kakiers und Henrike Fehrss gesprochen, die tendenziell noch zickiger und arroganter hätten agieren können. Erzähler Lutz Mackensy ist mit seiner sonnigen, heiteren Art wieder eine tolle Besetzung für den Erzähler. Weiterhin zu hören sind Reinhilt Schneider, Elga Schütz und Susanne Wulkow.

Bei der Musik finden wir ein buntes Mischmasch aus vielen Stilrichtungen. Nichts gegen Abwechslung, aber insgesamt wirkt alles zusammengeschustert und unzusammenhängend. Ein kleiner roter Faden, beispielsweise eine variierte Melodie, hätte dem Ganzen gut getan. An der restlichen Produktion ist allerdings nichts auszusetzen.

Auch beim Cover zeigt sich die Differenz zwischen der Zeichnung, die an uralte Europa-Plattencover erinnert, und dem modernen Thema "Handys". Die in rosa gehaltene Aufmachung dürfte die Zielgruppe der jungen Mädchen noch mehr ansprechen und wirkt insgesamt stimmig, im Booklet aber leicht überladen.

Fazit: Eine recht gute Folge der beiden Zwillingsschwestern, die angenehm altmodisch klingt. So soll es bleiben...


Hanni und Nanni - 30.wittern eine Tragödie

Erster Eindruck: Das Land des Lächelns zu Gast bei Hanni und Nanni

Auf das Internat von Hanni und Nanni kommt eine Gastschülerin aus Japan. Aber mit Teruyo stimmt etwas nicht, das spüren die beiden Zwillinge sofort. In der ersten Nacht kommt es dann zu einem unerwarteten Zwischenfall: Das junge Mädchen wandelt nachts im Internat auf den Gängen. Das ist natürlich das Richtige für die Clique um Hanni und Nanni, sie machen sich daran, Nachforschungen über Teruyo anzustellen und schon bald finden sie heraus, dass sich mehr hinter ihrem Aufenthalt verbirgt als die angegebenen Gründe. Welche Tragödie lässt sich hier vermuten und was hat es mit der Silberflöte auf sich, an der die junge Japanerin so hängt?

Auch in der 30. Folge aus der Hanni und Nanni Reihe geht es wieder ziemlich hoch her. Ich denke, was diese Folge vermitteln soll ist, dass Tradition nicht immer alles ist, sondern dass auch eigene Wünsche berücksichtigt werden müssen. Die Story an sich hat mir eigentlich ganz gut gefallen was, ich etwas seltsam fand ist die Sache mit dem ausgerissen Bruder, die dann ziemlich plötzlich aufkam und dann auch recht schnell geklärt wurde, zumal man erst dachte, es würde nur um die Flöte gehen. Aber ich denke über so etwas kann man hinweg sehen, da sie Geschichte sonst recht gut und flüssig umgesetzt ist.

Regine Lamster und Manuela Dahm sind seit Ewigkeiten die Stimmen von Hanni und Nanni. Zwar sind ihre Stimmen in all den Jahren etwas älter geworden, allerdings klingen sie immer noch gut und passen zu den beiden Charakteren. Sie gehören einfach dazu. Auch schon seit Anfang an dabei ist Reinhild Schneider, sie höre ich besonders gerne. Die Gute hat eine solch tolle Stimme mit einem Wiedererkennungswert wie es selten einen gibt. Als Gastschülerin Teruyo hören wir Yawen Huang-Wolff, eine vortreffliche Wahl wie ich finde. Weiter dabei sind auch: Elga Schütz, Renate Pichler und als Erzähler der unvergleichliche Lutz Mackensy.

Musik und Geräusche fügen sich nach wie vor bestens in die Serie ein. Hier gibt es nichts zu bemängeln. Frau Körting macht lange genug Hörspiele um zu wissen wo welches Geräusch hingehört.

Das Cover zeigt uns die beiden Zwillinge, wie sie ihre japanische Freundin beobachten, als sie mit ihrer Silbernenflöte spielt. Verantwortlich für die Zeichnung ist Nikolaus Moras, er hat das Beste aus dem Stoff rausgeholt und das gesamte Hörspiel gut in Szene gesetzt.

Fazit: Auch nach so vielen Jahren haben Hanni und Nanni nichts an ihrem Charme verloren und funktionieren immer noch wunderbar als Hörspiel.


Hanni und Nanni - 29.die Geisterbeschwörung

Erster Eindruck: Rückkehr zu alten Schauplätzen

Hanni und Nanni sind wieder zurück auf Burg Funkelstein! Die beiden Zwillige hecken gemeinsam mit ihren Freunden eine Plan aus wie sie sich an drei Musikschülerinnen rächen wollen. Gemeinsam kommen sie auf die Idee eine Geisterbeschwörung zumachen und den Mädchen damit einen ordentlichen Schrecken einzujagen!

Ich fand diese Hanni und Nanni folge sehr schön, alleine schön weil die ganzen alten Funkelstein Charaktere nochmal wieder aufgetaucht sind. Das man hier das Thema "Geisterbeschwörung" gewählt hat ist ein durchaus guter Schachzug so kurz vor Halloween! Als besondets gruselig würde ich die Folge nun nicht bezeichnen aber sie ist mit einigen schreckmomenten untermalt was passend ist.

Wie immer in einer Europa Produktion geben die Sprecher hier wieder mal alles. In der Rolle der Mutter von Hanni und Nanni hören wir Heikedine "Märchenkönigin" Körting die auch Regie geführt hat. Desweiteren ist Renate Pichler wieder dabei, die ich aus sovielen Hörspieln kenne und liebe! Enie van de Meiklockjes und Kerstin Draeger sind ebenfalls wieder mit im Boot! In dieser Folge sind die Erzählertexte von Lutz Mackensy weniger was aber durchaus dem Hörspiel an sich zu gute kommt!

Die Musik sowie die Geräuschkulisse sind nach wie vor 1 Sahne bei Europa. Hier merkt man wie viele Hörspiele Heikedine Körting schon gemacht hat. Ein Profi am Werk. Die CD ist in 13 Trackpunkte unterteilt, das ist gut aber hätten durchaus auch ein paar mehr sein können!

Das Cover zeigt Hanni und Nanni bei der Beschwörung an sich! Das Bild passt zum Hörspiel und ist auch liebevoll gestaltet worden! Was ich nicht so schön finde ist die blau bedruckte CD auf der auch nochmal das Coverbild zusehen ist, die Idee ist toll aber die Umsetzung find ich ist nicht gelungen!

Fazit: Hanni und Nanni sind noch zwei Hörspielfiguren die ich noch aus meiner Kindheit kenne von daher höre ich sie heute auch noch gern! Diese 29te Folge hat mich gut 1 Stunde lang bestens unterhalten! Europa sollte viel mehr Folgen im Jahr bringen!