Die 3 Senioren – 7. Der feuerspeiende Drache

Die 3 Senioren – 6. Bankraub wider Willen

Die 3 Senioren – 5. Die Fremde im Zug

Die 3 Senioren – 4. Diagnose: Mörderisch

Die 3 Senioren – 3. Der Plan des Phantoms

 


Die 3 Senioren – 7. Der feuerspeiende Drache



Julian Parks, Doreen Manheim und Camryn Joyner sind gefragte Jungdetektive, ihr Talent zur Lösung geheimnisvoller Fälle hat sich bereits herumgesprochen. Und so bekommen sie einen Anruf von der aufgebrachten Agatha Melrose, die sicher ist, einen echten Drachen am Canyon Falls gesehen zu haben. Bei der Polizei wird ihr kein Glauben geschenkt, und auch bei den Jugendlichen ist das Misstrauen groß. Dennoch entschließen sie sich, die Gegend zu erkunden…

Der Pfiff an der Serie „Die drei Senioren“ ist ja, dass drei ehemalige Jungdetektive mittlerweile deutlich gealtert sind und im Rentenalter erneut Fälle lösen. In der siebten Episode der Serie „Der feuerspeiende Drache“ wird dieses Konzept aber schon wieder aufgebrochen, man bekommt nun auch die junge Version der Detektive zu Gehör. Dabei ist es durchaus spannend, die Charaktere von einer anderen Seite zu entdecken, wobei viele Eigenschaften ihrer älteren Versionen bereits zu erkennen sind und auch die Kabbeleien zwischen den Charakteren wieder gut funktionieren. Doch zu diesem Zeitpunkt der Serie halte ich es für zu früh, um bereits jetzt diesen Bruch zu erleben, allerdings ist es schon hörenswert, die näheren Zusammenhänge kennenzulernen und die Entwicklung der Figuren aus dieser Perspektive zu erleben. Schön auch, dass am Ende noch ein Sprung in die Gegenwart geschieht und einige Aspekte noch weiter betont werden. Kleines Manko ist allerdings, dass der Sprung in die Vergangenheit nicht sehr authentisch wirkt – beispielsweise wirkt die Sprache immer noch sehr modern und nicht so, als hätten die Charaktere vor Jahrzehnten gelebt. Der erzählte Fall ist gelungen, er wird wie die anderen Teile auch nicht zu sehr aufgeblasen und wirkt mit seiner ruhigen Erzählweise stimmig, die ganz große Spannung kommt dabei aber nicht auf. Dennoch: Ein gelungener Blick auf die Charaktere in einem gut erzählten Fall.

Patrick Mölleken ist in der Rolle des jungen Julian Parks zu hören, mit seiner freundlichen und zugänglichen Stimme passt er gut in die Rolle und wirkt ebenso ausgleichend wie schlau. Melinda Rachfahl hat mir als Camryn besonders gut gefallen, ihre zickige und hochnäsige Art passt wunderbar zu der Figur, zumal sie viel Energie in ihre Stimme legt und so für viel Ausdruck sorgt. Uta Dänekamp ist als junge Doreen ebenfalls stimmig besetzt, die stellt die Eigenheiten der jungen Frau gut dar und bringt auch die Streitereien im Team gut zur Geltung. Weitere Sprecher sind Peter Flechtner, Ekkehardt Belle und Susanna Clasen.

Die akustische Umsetzung der Episode ist gelungen, besonders die Musik macht wieder viel Spaß – sie klingt tatsächlich so, als würde sie aus einem 80er Jahre-Hörspiel stammen, ist aber technisch sauber umgesetzt. Die Geräuschkulisse ist lebendig und passend, in den Szenen in der freien Natur hätte man aber sicherlich noch andere Klänge finden können als das fast durchgängige Vogelgezwitscher. Viele andere Geräusche sorgen aber für eine gelungene Untermalung der Dialoge.

Nicht nur das Setting erinnert stark an bekannte Juniordetektivserien, auch das Cover ist merklich von einer bestimmten Optik inspiriert. Dieses mal ist der titelgebende feuerspeiende Drache ja fast schon obligatorisch als Motiv, wobei die Perspektive von schräg unten geschickt gewählt ist und der Echse ein bedrohliches Aussehen verleiht.

Fazit: Mit „Der feuerspeiende Drache“ erfährt der Hörer nun mehr über die Vergangenheit der Ermittlertrios und kann dabei auch mehr über deren Entwicklung lernen. Der Fall an sich bleibt der Serie jedoch treu und ist eher schlicht, die Handlung wird nicht zu sehr aufgebläht, sondern bleibt in einem engen, aber gelungenen Rahmen.

VÖ: 3. September 2021
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 9783967621419


Die 3 Senioren – 6. Bankraub wider Willen



Eine neue Einladung ihres geheimnisvollen Auftraggebers lockt die drei Senioren in die Filiale der Bank von Italien. Sicherlich sind dabei Streitigkeiten vorprogrammiert, doch schon bald wird den drei alten Freunden bewusst, dass der Hintergrund ein sehr ernster ist: Bewaffnete Männer stürmen das Gebäude und bringen die Menschen darin in ihre Gewalt – und Julian, Doreen und Camryn sind mittendrin…

Zugegeben, in dem Alter der drei Hauptfiguren von „Die drei Senioren“ dürften die Menschen noch nicht sein, die mit den Abenteuern ihrer Hörspielhelden aufgewachsen sind. Doch die Idee, eine ehemalige Jugendbande in ihren alten Jahren zu Titelfiguren zu machen, funktioniert auch in der sechsten Episode. Wieder steht dabei zu Beginn ein Hinweis ihres anonymen Auftraggebers, doch der weitere Verlauf unterscheidet sich dann deutlicher von ihren Vorgängern. Denn einerseits sind die drei Hobbydetektive direkt bei dem Überfall dabei, sodass recht früh nach dem Start eine ziemlich gefährliche Situation mit viel Dramatik zu hören ist. Andererseits sind aber auch Rückblenden in die Jugend der Täter zu hören, die die Hintergründe beleuchten und so eine komplexere Handlung im Vergleich zu den vorigen Folgen ermöglicht, wobei auch dieser Fall sehr locker und mit Fokus auf den Charme der Hauptfiguren erzählt wird. Die Ermittlungen sind wieder eher begrenzt, neben wenigen Beobachtungen ziehen die Hobbydetektive Schlüsse aus ähnlich gelagerten Fällen, von denen sie in der Vergangenheit gehört haben, aber es gibt auch ein paar trickreichere Ideen. Und natürlich gibt es wieder den Running Gag mit den neuen Visitenkarten sowie die unterhaltsamen Streitereien zwischen den Hauptfiguren, was den Eindruck der Episode positiv abrundet.

Mark Bremer ist in der Rolle des Bankräubers Jonas zu hören, mit markanter und rauer Stimme sorgt er für einige ausdrucksstarke Momente und bringt die Rolle sehr glaubwürdig zur Geltung. Auch Hennes Bender punktet mit viel Leidenschaft in der Rolle des Andrew, er spricht lebendig und mit viel Energie, passt sich dabei sehr gut an die Atmosphäre der Szenen an. Elga Schütz bringt in dieser Folge nicht nur den sehr präsenten Witz der Figur zur Geltung, sondern bringt auch einige nachdenklichere Momente ebenso herüber. Weitere Sprecher sind Detlef Tams, Bert Stevens und Markus Raab.

Die akustische Umsetzung ist dem Team um Christoph Piasecki gut gelungen, wobei Musik und Geräusche wieder zu einem überzeugenden Ganzen zusammengefügt wurden. So sind insbesondere die ersten Szenen kurz nach dem Überfall überzeugend geraten und sorgen mit präsenten Sounds für einen gelungenen Eindruck. Und auch die viele Musik im Stil der 80er Jahre passt gut in das Ambiente und weckt nostalgische Gefühle.

Auch diese Episode hat trotz ausschließlich digitaler Veröffentlichung ein eigenes Cover spendiert bekommen, das Motiv zeigt drei die Körper von drei Männern in schwarzer Kleidung mit ihren Waffen – gelungene Perspektive, wobei ich mit dem Zeichenstil nicht ganz warm werden kann. Auch hier ist ein schwarzer Hintergrund vorwendet worden, die mit Elementen in drei Farben verziert sind.

Fazit: Ein neuer geheimnisvoller Auftrag, der sich aber in eine andere Richtung entwickelt als die vorigen Folgen. Das bringt einige spannende Momente mit sich, aber auch eine rätselhafte Stimmung mit Rückblicken und Flashbacks. Die Auflösung ist trickreicher als gedacht, wobei die Folge wieder mit einer eher entspannten Stimmung ausgestattet ist.

VÖ: 11. Juni 2021
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 9783967620900


Die drei Senioren – 5. Die Fremde im Zug



Aus einer entspannten Zugfahrt nach Santa Monica wird es nichts für Julian, Doreen und Camryn – und das nicht nur, weil sie sich immer wieder in die noch vorhandenen Haare bekommen. Doch eine junge Frau stolpert in ihr Abteil und bringt einiges durcheinander. Die drei Hobbydetektive vermuten schnell, dass mit der freundlichen Azadeh etwas nicht stimmt. Und ihr Verdacht scheint sich zu bestätigen, als der Nachtexpress plötzlich auf freier Strecke anhält…

Jugenddetektive gibt es viele. Doch Contendo Media hat dieses Konzept vieler Hörspielserie deutlich abgewandelt und lässt „Die drei Senioren“ in verschiedenen Fällen ermitteln. Die fünfte Episode „Die Fremde im Zug“ setzt an einem anderen Punkt an als seine Vorgänger und lässt Julian, Doreen und Camryn eher zufällig in ihren neuen Fall stolpern. Auch dabei steht die gelöste und witzige Atmosphäre der Serie im Vordergrund, die kleinen Streitigkeiten und gegenseitigen Spitzen sorgen wieder für einige Lacher, wobei auch die markanten Hauptfiguren mit ihren speziellen Eigenheiten wieder sehr gut zur Geltung braucht – beispielsweise wenn Julian die entscheidenden Punkte des Falles verschläft. Dieser ist nicht sonderlich komplex, bietet aber einige interessante Verwicklungen und eine pfiffige Auflösung, auch wenn die Hintergründe etwas konstruiert wirken. Doch für die 38 Minuten Laufzeit sorgt das für eine kurzweilige und unterhaltsame Folge, die mal eine andere Seite der Serie zeigt und den Witz der Figuren sehr gut zur Geltung bringt.

Nagmeh Alaei ist in der Rolle der Azadeh gut besetzt, ihr glaubhafter Akzent und das treffende, authentische Auftreten und die dynamische Sprechweise haben mir gut gefallen und sorgen für einen gelungenen Auftritt. Auch Damon Zolfaghari ist als Djamal überzeugend, seine tiefe Stimme passt gut in die Atmosphäre des Hörspiels, zumal er sie treffsicher und gut an die verschiedenen Szenen angepasst einsetzt. Heidi Schaffrath hat als Doreen wieder einen grundsympathischen Auftritt und bringt mit ihrer sanften Art eine humorvolle Ader in die Handlung ein. Weitere Sprecher sind Patrick Roche, Michael Che-Koch und Lutz Mackensy.

Markante Synthie-Melodien und klassisch wirkende Geräusche – das 80er-Feeling, welches für Nostalgie sorgen soll, kommt hervorragend zu tragen. Doch es gibt auch Momente, in denen die Spannung gut zur Geltung kommt und die mit dramatischeren Melodien im Hintergrund unterlegt sind oder der Sturm durch die Szenerie tost. Das wirkt alles sehr stimmig und gut durchdacht.

Auch auf dem Cover sind einige Anspielungen auf die bekannten Jugendkrimiserien zu finden, beispielsweise durch die dreifarbigen Streifen und den schwarzen Hintergrund. Und auch der Stil des Titelbilds erinnert stark mit der interessanten Perspektive daran, auch wenn die Großaufnahme eines blutigen Messers nicht ganz meinem persönlichen Geschmack entspricht.

Fazit: „Die Fremde im Zug“ ist kein Krimi im eigentlichen Sinn, eigentlich stolpern die drei Senioren zufällig in den Fall und tragen auch nur wenig zu dessen Auflösung bei. Dennoch gibt es einige gelungene Spannungsmomente und wieder die gelungene Atmosphäre der Serie samt nostalgischem Soundtrack und dem wunderbaren Witz der Figuren.

VÖ: 14. Mai 2021
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 9783967620894


Die 3 Senioren – 4. Diagnose: Mörderisch



Erneut haben sowohl Julian Parks als auch Doreen Manheim und Camryn Joyner einen geheimnisvollen Brief bekommen – jeder mit einem anderen Inhalt, aber mit der gleichen Adresse: Ein Krankenhaus. Auf einem der Zimmer wartet eine unangenehme Überraschung auf Julian, denn er findet seinen Vater in der kardiologischen Abteilung, dem Tode nahe. Doch statt rührender Abschiedsworte gibt er seinem Sohn ein neues Rätsel mit auf den Weg…

Wer sich schon immer mal gefragt hat, was die ganzen Jugenddetektivbanden im Erwachsenenalter anstellen, bekommt in „Die 3 Senioren“ eine Antwort geboten – denn genau dies ist das Grundkonzept der Serie. Angereichert werden die einzelnen Fälle mit einer Rahmenhandlung rund um einen geheimnisvollen Auftraggeber, der verschlüsselte Briefe mit Hinweisen an die drei Hauptfiguren versendet. Dies ist auch der Startpunkt für die vierte Episode mit dem Titel „Diagnose: Mörderisch“, in dem die die gealterten Hobbydetektive seltsame, sich wiederholende Todesfälle in einem Krankenhaus untersuchen. Dabei sorgt auch Julians Vater Samuel für einige Aufregung, sein Auftreten als robuster und resoluter Lüstling macht viel Spaß und betont die humorvolle Stimmung der Serie, die erneut mit vielen witzigen Sprüchen und Begebenheiten zu überzeugen weiß. Das passt dann auch gut zu der eher langsamen Erzählweise, bei der teils über einige Szenen hinweg keine wesentlichen Hinweise auf die potenziellen Mordfälle gegeben werden. Auch die Auswahl der Figuren ist begrenzt, was auch den Kreis Verdächtigen klein hält – und allein aus dieser Tatsache heraus kann man zu einem gewissen Zeitpunkt schon den Töter erahnen. Dennoch ist eine unterhaltsame und stellenweise durchaus spannende Episode entstanden, die mir gut gefallen hat.

Samuel Parks, der Vater von Julian, wird von Hörspiel-Urgestein Eckart Du gesprochen, der mit seiner angenehm gealterten Stimme und seiner präzisen, scharfen Sprechweise die Rolle sehr gekonnt ausfüllt und auch den Witz der Figur überzeugend darbietet. Greta Galisch de Palma ist als Krankenschwester Brooke zu hören und bringt ihre fürsorgliche Art gut zur Geltung, auch die übertrieben fürsorgliche Art und ihr Umgang mit dem alten Herrn passen gut zu dem positiven Gesamteindruck. Lutz Mackensy ist auch in dieser Episode als Julian Parks zu hören, seine charmante Art und sein treffender Humor bringen auch hier wieder eine überzeugende Grundstimmung mit ein. Weitere Sprecher sind Wolfgang Bahro, Souzan Alavi und Heidi Schaffrath.

Die Musik stammt von Tom Steinbrecher, der wieder seine Erinnerungen an die Hörspiele der 80er Jahre reaktiviert und eine ganze Reihe Melodien produziert hat, die stark an diese Zeit erinnern. Das sorgt für zusätzliche Atmosphäre während der Szenenwechsel, während die Dialoge von passenden Hintergrundgeräuschen untermalt sind, die zwar stellenweise etwas monoton wirken, aber für stimmige Kulissen sorgen.

Schwarzer Hintergrund, ein Logo in Weiß mit drei verschiedenfarbigen Elementen, ein Titelbild mit leuchtenden Farben – von welcher Serie die Covergalerie inspiriert wurde, ist nicht schwer zu erraten. Die grellpinke Flüssigkeit in dem medizinischen Fläschchen und der gleichfarbige Schatten, der von einigen Spritzen geworfen wird, geben diesem Titelbild eine interessante Neon-Optik, auch der angedeutete Totenkopf passt sehr gut dazu.

Fazit: „Diagnose: Mörderisch“ setzt den gelungenen Grundgedanken und die humorvolle Atmosphäre der Serie fort, was durch den schlitzohrigen Vater von Julian noch unterstrichen wird. Die Spannung ist eher ruhig, der Handlungsbogen nicht sonderlich ausgeprägt, der kleine Krimi ist aber stimmig durchdacht und geht von einem interessanten Aufhänger aus. Hörenswert!

VÖ: 9. April 2021
Label: Contendo
Bestellnummer: 9783967620887


Die 3 Senioren – 3. Der Plan des Phantoms



Julian Parks will den Auftritt der Operndiva Eleanor de Nicolo genießen. Als jedoch auch Camryn und Doreen in Begleitung ihrer Enkelin Lissy auftauchen und ihre Karten jeweils geschenkt bekommen haben, schwant ihm, dass der Abend alles andere als ruhig werden wird. Seine Befürchtung bestätigt sich, als auf die Sängerin auf offener Bühne mit einer Armbrust geschossen wird. Die drei Detektive wittern einen neuen Fall – und das, obwohl die alten Konflikte nach wie vor schwelen…

Nachdem die ersten beiden Episoden von „Die drei Senioren“ thematisch noch eng zusammenhingen und mit dem Falschgeld-Thema ein erster Fall gelöst wurde, dufte man gespannt sein, welche Richtung die Geschichten um die betagten Detektive und ihren geheimnisvollen Auftraggeber einschlagen würde. Im Zentrum von „Der Plan des Phantoms“ steht der Anschlag auf die überhebliche Operndiva Eleanor de Nicolo, der jedoch völlig unblutig bleibt und deswegen auch in der Schärfe und der Dramatik besser zu den drei Senioren passt – bei ihnen geht es wegen des gehobenen Alters nun einmal etwas gemächlicher zu, auch ihre körperlichen Einschränkungen werden häufiger thematisiert und gelungen eingebunden. So gibt es zwar mit Camryns Enkelin Lissy einen energiegeladenen Jungspund, der etwas mehr Tempo einbringt, wenn es nötig ist. Die Befragungen und Ermittlungen entwickeln sich allerdings wieder recht langsam weiter, machen aber wegen der sehr charismatischen Figuren und den spitzzüngigen Dialogen dennoch jede Menge Spaß. Sehr lustig beispielsweise die Idee mit Funkgeräten zur Kommunikation oder die Anspielungen auf das Alter der Protagonisten. Durch das gelungene Ambiente des weitläufigen Opernhauses, den markanten und geheimnisvollen Gegenspieler sowie eine stimmige Auflösung konnte mich dieser dritte Teil aber wieder vollkommen überzeugen.

Neben den drei wunderbaren Hauptsprechern Lutz Mackensy, Heidi Schaffrath und Elga Schütz sind auch die restlichen Sprecher gut und zu den Rollen passend ausgewählt. Rieke Werner ist in der Rolle der aufgeweckten Lissy zu hören und bringt viel Energie und eine rotzige Art in die Handlung mit ein, was noch einmal eine andere Energie erzeugt. Tommi Piper ist mit seiner markanten Stimme als Conrad Flemming ebenfalls gut platziert und unterstützt die Wirkung der Geschichte mit seinem lebendigen Klang. Daniela Bette-Koch gibt als Eleanor die Nicolo ganz die dramatische Operndiva, was sehr ausdrucksstark geraten ist und für eine sehr humorvolle Note sorgt.

Die Hintergrundgestaltung während der Dialoge wirkt auch hier stimmig und vielseitig. So sind beispielsweise die Szenen in der Oper mit Stimmgemurmel, dem Einstimmen der Instrumente oder eben klassischer Musik unterlegt, doch auch für die übrigen Szenen wurden passende Kulissen erschaffen – meist etwas zurückhaltender, besonders bei den längeren Dialogszenen zwischen den Detektiven. Die eingesetzte Musik erinnert wieder gelungen an 80er Jahre-Hörspiele und verstärken so den Nostalgiefaktor.

Die Opernbühne, vor der die Geschichte der Episode startet, ist auf dem Titelbild auf recht schlichte Weise dargestellt, aufgehalten von einer grünlichen Hand. Davor, im Scheinwerferlicht, liegt noch eine Armbrust, was durch den schlichten schwarzen Rahmen mit den rot-blau-grünen Elementen ergänzt wird. Schön, dass auch für diese Serie trotz der digitalen Veröffentlichung eigenständige Titelbilder erschaffen wurden.

Fazit: Schön, dass sich der positive Eindruck der vorigen Episoden auch hier bestätigt und erneut ein in sich stimmiger Fall mit charismatischer Besetzung und spritzigen Dialogen geschaffen wurde. Ambiente, das langsame Erzähltempo und die vielen witzigen Anspielungen ergänzen sich sehr gelungen, sodass „Der Plan des Phantoms“ eine hörenswerte Episode der Serie geworden ist.

VÖ: 12. März 2021
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 9783967620870

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