Schlau wie 4 – 7. Safari: Abenteuer in der afrikanischen Savanne



Erster Eindruck: Was an nicht alles für ein Referat tut...

Für den Schulausflug in den Zoo haben sich die Zwillinge Lisa und Pia vorgenommen, die ganze Klasse zu narren und für einen Tag die Rollen zu tauschen. Zwar durchschauen Samir und Tobias die Maskerade schnell, dennoch gibt es viel zu entdecken. Im Anschluss steht aber noch ein Referat für die vier an, und trotz vieler Informationen, die sie bereits haben, reisen sie gemeinsam mit dem Navinauten in die Savanne...

Die Rahmenbedingungen für „Schlau wie 4“ sind längst abgesteckt, die Charaktere gefestigt und vorgestellt. Jetzt gilt es, trotz großer Überraschungen immer neue Impulse zu setzen, um den Verlauf der Serie unterhaltsam wirken zu lassen. Der siebten Folge gelingt dies mit Bravour, was durch drei sehr passende Elemente geschieht: Das Offensichtlichste hiervon ist das gut gewählte Thema, das den Hörer in die fremde Welt Afrikas entführt, die faszinierende Tierwelt lebendig darstellt und auch einen Einblick in das Leben der Menschen gewährt – und überraschend reflektiert damit umgeht, wenn Touristengruppen in das ruhige Dorfleben einfallen. Viele hörenswerte Fakten aus der Tierwelt sind dabei wie immer gut eingebunden. Der zweite Teil ist der eigentliche Kern der Handlung, ein kleiner Fall, den die vier Freunde gemeinsam mit ihrer neuen Freundin lösen müssen. Ein Familiendrama, einige spannende Momente, ein packender Höhepunkt, in der die Freunde ihre Gewitztheit unter Beweis stellen müssen – auch das ist sehr stimmig erzählt. Nicht zuletzt und auch ein bisschen versteckt hat mich auch der dritte sehr positive Aspekt sehr gefreut: Eine sanfte Weiterentwicklung der Charaktere, die zeigt, dass Kinderserien eben nicht immer auf der Stelle treten müssen, sondern ihre jugendlichen Darsteller auch neue Fähigkeiten zuteil werden lassen können. Eine gelungene Zusammenstellung der Handlung, wobei auch die vertrauten Teile wie der nervige Checker gut eingebunden sind.

Julia Fölster ist in dieser Folge wieder als Lisa zu hören, die ihre Rolle erneut sehr lebendig und treffend gestaltet, aber eben nicht nur auf der Stelle tritt, sondern ihr auch eine kleine Weiterentwicklung erlaubt. Theresa Underberg ist in dieser Folge als afrikanisches Mädchen Nariku zu hören, ihre Stimme nimmt – wie auch in ihrer bekanntesten Rolle – einen vorsichtigen, aber sehr warmherzigen Klang an und passt gut in die Atmosphäre der Folge. Ihr Bruder Salaton wird von Timo Kinzel dynamisch umgesetzt, er fügt sich gut in die unterschiedlichen Situationen und Stimmungen ein. Weitere Sprecher sind Oliver Warsitz, Elena Wilms und Achim Buch.

Ohne sich allzu sehr zu verändern, nimmt die akustische Gestaltung leichte afrikanische Anklänge an, beispielsweise als kleine Melodie, die zwischendurch eingestreut wird, oder in den vielfältigen Geräuschen in der Savanne, ohne dass alle paar Minuten ein Elefant tröten oder ein Löwe brüllen muss. Das wirkt modern und in sich sehr stimmig und hat mir insgesamt gut gefallen.

Eine hübsche Szenerie ist als Covermotiv gewählt worden, die Safari der vier Abenteurer und ihrer neuen Freunde ist einen friedlichen Sonnenuntergang getaucht und zeigt die vielfältige Tierwelt der Savanne. Auch die Rahmengestaltung mit den Motiven aus dem Schulalltag funktioniert wieder sehr gut, ebenso wie die kleinen Infoboxen zu einzelnen Themen, die in der Gestaltung eingebaut sind.

Fazit: „Schlau wie 4“ macht hier wieder richtig Spaß, was an dem gelungenen Thema und dem flüssigen Verlauf liegt. Dabei wird viel Abwechslung geboten, sodass die Zeit geradezu verfliegt. Die sehr lebendige Darstellung im afrikanischen Dorf und eine kleine, aber sehr passende Weiterentwicklung der Charaktere runden die Folge sehr gut ab.

VÖ: 13. April 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758088525