Der kleine Hui Buh – 7. Die geschrumpfte Hexe / Monster unter dem Bett



Erster Eindruck: Frederik auf dem Prüfstand...

In der Schule für magische Wesen ist äußerst unangenehmer Besuch eingetroffen: Clementine Schweinebraten will prüfen, ob Fledermaus Frederik seine Aufgaben als Lehrer auch richtig erledigt. Doch sie hat einiges am Unterricht auszusetzen... (Die geschrumpfte Hexe)
Auf der Suche nach Gegenständen für ihre neue Aufgabe treffen Hui Buh und Hedda Hex auf den kleinen Casimir, der fürchterliche Angst hat. Denn unter seinem Bett wohnen schreckliche Monster, die ihm des nachts in die Füße kneifen wollen. Natürlich sind das Gespenst und die Hexe in Ausbildung sofort bereit, ihm zu helfen... ( Monster unter dem Bett)

Auch die siebte Folge von „Der kleine Hui Buh“ spielt wieder wunderbar mit dem Wortwitz des kleinen Gespenstes. Das ist mal albern, mal herrlich verschroben, manchmal auch überraschend hintersinnig – aber immer zünden diese Momente mit ihren kreativen Ideen. Und auch die beiden Geschichten konnten mich überzeugen, wieder sind diese sehr unterschiedlich ausgerichtet. „Die geschrumpfte Hexe“ bringt eine gehörige Portion Chaos mit ein, die strenge Hexe mit dem witzigen Namen verunsichert Schüler und Lehrer gleichermaßen, sodass einiges schief geht. So gibt es immer neue Situationen, mit denen sich Hui Buh und Hedda auseinandersetzen müssen, das Tempo ist recht hoch. Die Auflösung kommt dann zwar etwas überraschend und fügt sich nicht so ganz stimmig ein, schließt die Folge dann aber fröhlich ab. „Monster unter dem Bett“ ist eine dieser Geschichten, in denen Hedda und Hui Buh einem Kind bei einem Problem helfen. Schön, dass hier ein durchaus komplexes Thema für Kinder gut verständlich aufbereitet wird und mit vielen magischen Elementen angereichert wird – schließlich haben die beiden Zauberschüler eigentlich noch eine Aufgabe zu lösen, die gekonnt in die Handlung eingebunden wird. Auch die Familie des kleinen Cas wird gekonnt dargestellt, wobei die spukige und ziemlich aufgeregte Auflösung richtig viel Spaß macht.

Kerstin Sanders-Dornseif ist in der ersten Episode als Clementine Schweinebraten zu hören. Sie klingt sehr streng, herrisch und schlecht gelaunt, was sie sehr treffend und lebendig vertont, am Ende aber auch eine versöhnlichere Seite von sich zeigen kann. Oskar Paul Ehrhorn spricht die Rolle des kleinen Cas sehr lebendig, glaubhaft und energiegeladen, trotz seines jungen Alter hat er eine sehr gute Leistung abgeliefert. Erzähler Marius Clarén gestaltet seine Passagen sehr kurzweilig, wobei er den Spannungsbogen gut mit seiner Stimme nachzeichnet. Weitere Rollen werden von Simon Spatzker, Victoria Glück und Reinhard Kuhnert.

Akustisch ist hier jede Menge los, nach dem schwungvollen und witzigen Titelsong geht es mit einigen kleinen Melodien weiter, aber auch viele Geräusche sind eingebaut und sorgen für einen positiven Eindruck. In der ersten Episode sind auch an einigen Stimmverzerreffekte im Einsatz, die gut an die Handlung angepasst sind. Trotz der vielen Elemente werden auch kleinere Kinder nicht zu sehr von der akustischen Gestaltung abgelenkt.

Auf dem Cover kommen die beiden Hauptfiguren der Serie wieder sehr gut zur Geltung, durch die dargestellten Bewegungen wirkt dieses sehr dynamisch. Hui Buh und Hedda Hex fliegen hierauf über eine Wohngegend, die bunte Szenerie wirkt sehr fröhlich und ansprechend. Auch die übrige Gestaltung kann mit der hübschen Aufmachung überzeugen.

Fazit: Während die erste Geschichte mit ihrem recht chaotischen Verlauf und den misslungenen Spukereien überzeugt, ist es in der zweiten Episode das Thema und die sehr gute Darstellung des Problems von dem kleinen Cas. Beiden gemein ist eine herrliche Atmosphäre und der wunderbare Wortwitz, sodass mich auch diese Folge der Serie wieder überzeugen konnte.

VÖ: 9. Februar 2018
Label: Europa
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