PotzBlitz – 7. Geheimstufe Null-Null-Hex



Erster Eindruck: Die richtige Aussprache des Namen Schmidt

Wie immer geht es auf der Zauber-Akademie drunter und drüber, kleine und große magische Katastrophen bestimmen den Schulalltag. Doch damit muss nun für eine gewisse Zeit Schluss sein, denn ein ziemlich pingeliger Revisor will überprüfen, ob alle baulichen Vorschriften eingehalten wurden. Herr Schmidts (mit D-T) Ankunft gerät schon einmal recht chaotisch, sodass es nur eine Frage der Zeit scheint, bis auffliegt, dass es sich um eine magische Schule handelt...

Contendo Media hat neben einigen Hörspielserien, die eindeutig nur für Erwachsene gedacht sind, auch ein Herz für Kinderhörspiele, was sie nicht zuletzt mit ihrer Serie „PotzBlitz“ beweisen, die den unterhaltsamen Alltag auf einer Akademie für Hexen und Zauberer beschreibt. Folge sieben der Reihe beschäftigt sich mehr als die anderen Episoden damit, dass die Akademie offiziell als Internat für Hochbegabte angemeldet ist und vor der Entdeckung durch nicht-magische Menschen geschützt werden muss. Dabei wird keine keine sonderlich große Handlung erzählt, sondern viele kleine Widrigkeiten, die umschifft werden müssen. Dazu wird der Revisor Herr Schmidt als äußerst pingeliger und missgestimmter Mann dargestellt, dem die vielen eindeutig magischen Vorgänge ausgeredet werden müssen. Dabei wird wieder viel Kreativität bewiesen, was das magische Chaos angeht. Da werden Lehrer in völlig andere Wesen verwandelt, da gehen Tarnzauber schief, da wachsen Schülern Körperteile, die dort eindeutig nicht hingehören. Das hat viel Charme und macht Spaß, wirkt aber stellenweise etwas orientierungslos – es gibt keinen wirklichen Spannungsbogen, kein zu lösendes Problem, sondern immer nur Reaktionen auf das nächste Problem. Hier kommt es eben auf die stimmige und unterhaltsame Atmosphäre an, und die ist wieder gut gelungen.

Frank Fabry ist in dieser Folge als Gastsprecher zu hören, wobei durch seine lebendige Sprechweise Herr Schmidt einen stimmigen Gesamteindruck macht. Gerade sein pedantisches Bestehen auf die korrekte Schreibweise seines Namens funktioniert als Running Gag sehr gut. Christoph Piasecki steht als Herr Knilch in dieser Folge vor der Herausforderung, immer wieder andere Sprechweisen und Stimmlagen zu präsentieren, was ihm charmant und treffend gelingt. Auch Reinhilt Schneider ist zum Sprechercast hinzugekommen, ihre unverwechselbare Stimme verleiht der Krankenschwester Frau Chi einen sehr individuellen Auftritt, den sie mit viel Witz absolviert. Weitere Sprecher sind Santiago Ziesmer, Konrad Halver und Celina Walter.

Das Sounddesign der Serie kommt auch hier wieder gut zum Tragen, sodass die Vorgänge in der Schule wieder sehr lebendig wirken. So ist auch mal Stimmgewirr eingesetzt, um eine Unterrichtsstunde authentisch umzusetzen, magische Vorgänge werden mit den passenden Sounds unterlegt, die eingesetzte Musik sorgt für eine angenehme Grundstimmung – alles passt gut zusammen und wirkt in sich stimmig.

In nostalgischem Zeichenstil ist das Cover umgesetzt, dass eine Szene aus dem Hörspiel zeigt. Die Charaktere sind dabei sehr gelungen gezeichnet, sodass man nicht nur von der witzigen Idee mit der Rüsselnase einen Eindruck bekommt, sondern auch von dem entsetzten Herrn Schmidt mit D-T. Im Inneren wird wieder die Idee mit dem kleinen Brief umgesetzt.

Fazit: In dieser Folge steht nicht so sehr die Handlung, sondern die Stimmung im Vordergrund. So gibt es wieder reichlich witzige Ideen und einiges an unberechenbaren Chaos, was durch die pedantische Figur des Herrn Schmidt noch besser zur Geltung kommt. Eine einfache, aber unterhaltsame Folge der magischen Serie.

VÖ: 23. März 2018
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 978-3-945757-88-8