Die Schule der magischen Tiere – 2. Voller Löcher



Erster Eindruck: Tierische Helfer für die Kinder

Eigentlich sollte Ida das Geheimnis um die magischen Tiere und ihren treuen Fuchs Rabbat ja nicht verraten. Doch als ihre Freundin Miriam überraschend für einige Wochen zu Besuch kommt und am Unterricht teilnimmt, weiht sie diese dennoch ein. An der Schule gibt es derweil einige Aufregung um die zahlreichen Löcher, die immer morgens entdeckt werden...

Gleich zum Start der Hörspielserie ist auch der zweite Teil von „Die Schule der magischen Tiere“ entstanden, die die Vertonungen der Buchreihe von Margit Auer enthält. „Voller Löcher“ heißt diese Folge und setzt gleich an mehreren Stellen an. Denn natürlich wird die Geschichte um die magischen Tiere weitergesponnen: Nicht nur, dass weitere Kinder der Klasse neue Tiere erhalten und sich mit ihnen anfreunden, das Konzept wird auch mit zahlreichen neuen Details angereichert. Das ist wieder sehr niedlich umgesetzt und macht richtig Spaß, der Reiz der Schulgeschichten steigt so deutlich. Zum anderen wollen die Kinder das Rätsel um die entstehenden Löcher an der Schule lösen (was mit einer überraschenden Wendung endet) und ein Theaterstück einstudieren (samt einiger Konflikte bei der Rollenverteilung). Ganz schön viel los also, zusätzlich steht aber auch noch Schoki im Mittelpunkt, der mit seinem strengen Opa einige Probleme hat und von ihm in eine Richtung gedrängt wird, die ihm so gar nicht gefällt. Das klingt nach einer wilden Mischung, ist aber sehr fein miteinander verknüpft, sodass alles sehr gut ineinander greift. Der Verlauf ist dabei kurzweilig, das Tempo angenehm, die Rollen erhalten mehr Tiefe und wandeln sich von reinen Stereotypen immer mehr zu eigenständigen Charakteren. Eine weitere sehr liebenswerte Folge der Serie!

Das Sprecherensemble punktet mit einer Mischung aus bekannten Namen und frischen Stimmen, die sehr gelungen ist. So ist Konstantin Graudus als Chamäleon Caspar zu hören, der viel Charme und Ausstrahlung in seine Stimme legt und so ein deutliches Bild des kleinen Tieres zeichnet. Lino Böttcher ist hier als Schoki zu hören, er passt sehr gut zu der Rolle und gestaltet diese sehr authentisch, Sarah Madeleine Tusk spricht in dieser Folge die Miriam und bringt mit ihrer starken, energiegeladenen Stimme ihre eigene Note mit ein, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu stellen.

Die akustische Gestaltung der Folge ist angenehm und stimmig, wobei der Fokus immer auf den Dialogen und den Sprechern steht. Die musikalische Begleitung ist nur sanft eingebaut, wobei der Titelsong einen guten Einstieg in die Handlung bietet. Der Geräusche sind gut eingebaut, besonders die Szenen um die Theatervorstellung sind treffend und passend geraten.

Da es von den Büchern auch jeweils eine Hörbuchversion gibt, muss auf dem Cover natürlich eine Unterscheidung her, ohne die bekannte Optik der Buchreihe zu sehr abzuwandeln. Dies ist geschickt gelungen, indem das eigentliche Motiv in einem runden Rahmen eingefasst ist, was farblich gut auf das vorherrschende Grün angepasst ist. Die Zeichnung mit den niedlichen Tiere anderen guten Einfällen gefällt mir gut.

Fazit: Trotz des tollen Themas stehen die Tiere nie im Vordergrund, sondern sind ein sehr gelungenes Nebenelement – im Mittelpunkt stehen die Kinder mit ihren alltäglichen Erlebnissen. Dabei werden viele Wege gezeigt, wie diese gelöst werden können. Die Aussage, immer zu sich selbst zu stehen, ist auch der Kern dieser Handlung, was vielen Kindern Mut machen wird. Toll, dass das in einem so lebendigen Hörspiel untergebracht ist!

VÖ: 31. Januar 2018
Label: Karussell
Bestellnummer: 978-3-8674-2393-9