Die drei ??? Kids - 63. Monster-Wolken



Erster Eindruck: Alle Verbrechen geschehen in der Nacht...

Große Aufregung kommt dieses mal aus der Luft über Rocky Beach, denn ein Himmelsschreiber zieht lange, dunkle Wolken hinter sich her. Justus, Peter und Bob treffen danach den völlig verwirrten Piloten, der zunächst davon ausgeht, die Himmelsfarbe falsch angemischt zu haben. Doch den drei Detektiven kommt dies sehr merkwürdig vor – und sie sollten recht behalten. Hinter der vemeintlichen Panne steckt ein gemeiner Plan...

Ein leichtes Coverupdate haben die drei ??? Kids ab der 63. Folge der Hörspielserie erhalten, inhaltlich sind die Grundstrukturen jedoch gleich geblieben. So kommt die Stimmung zwischen den ambitionierten Juniordetektiven wieder sehr gut zur Geltung, die Atmosphäre ist für die angesprochene Zielgruppe – eben der „Kids“ - ist durchaus aufregend. Nur leider offenbart die Geschichte einige Schwächen, manche Dinge werden als selbstverständlich vorausgesetzt. Ein Beispiel: Justus geht davon aus, dass eine bestimmte Missetat in der Nacht ausgeführt werden soll, einfach weil alle Verbrechen in der Nacht passieren – und hat damit natürlich recht. Solche Momente ziehen sich durch die Handlung, die damit immer wieder etwas unglaubwürdig wird. Gleiches gilt auch für die Dialoge, die nicht immer natürlich wirken, sondern mit einigen selbst für Justus hochgestochenen oder hölzernen Formulierungen gespickt sind. Das Tempo ist angebracht und lässt die einzelnen Szenen gut zur Geltung kommen, doch der Hintergrund des Ganzen wirkt arg konstruiert und mag zudem nicht so recht in die Serienhandlung passen. Der „Gegner“ in dieser Folge bleibt zudem recht anonym und nimmt nur wenig Einfluss auf die Handlung, sodass er recht blass bleibt. Schade, dass der eigentlich positive Ansatz mit dem Himmelsschreiber damit nicht so recht zur Geltung kommt.

Hans-Eckart Eckhardt ist in der Rolle des Colonel Edwards zu hören, der Pilot, dem die drei ??? Kids in dieser Folge helfen. Er macht seine Sache ordentlich und setzt seine Dialoge sicher um. Andreas Ersson spricht David Miller meist glaubhaft und dynamisch, doch schleichen sich immer wieder einige Momente ein, in denen er einen eher künstlichen Eindruck hinterlässt. Jannik Schümann lässt Justus wieder wunderbar altklug klingen und verleiht der Figur seinen eigenen Charme. Weitere Sprecher sind Silke Haupt, Tim Moeseritz und Bert Franzke.

Die akustische Gestaltung der Folge ist recht eingängig und setzt die einzelnen Szenen rund um, wobei insbesondere die Geräusche ihren Teil zum Gelingen beitragen. Das Motorengeräusch des Fliegers hätte allerdings noch eine Spur prägnanter sein können. Die Musik ist zu großen Teilen schon aus vorigen Folgen bekannt und unterstreicht besonders prägnante Szenen oder gestaltet die Szenenübergänge lebendiger.

Immer noch ist ein großer schwarzer Anteil an Schwarz auf dem Cover vorhanden, doch statt eines Rahmens ist der obere Teil dunkel gefärbt, über den das Propellerflugzeug fliegt und eine unheimliche Wolke mit stilisierter Fratze hinter sich herzieht, was durch die flüchtenden Detektive – wie immer in ansprechendem Comicstil gehalten. Im Inneren gibt es nur wenige Änderungen in der Optik.

Fazit: Die Atmosphäre des Hörspiels ist gelungen, das Tempo ist angenehm und lässt die einzelnen Szenen gut wirken. Doch manch steif wirkender Dialog und konstruiertes Ereignis lässt den interessanten Ansatz nicht so recht zur Geltung kommen, sodass die Folge leider eher zu den schwächeren gehört.

VÖ: 2. März 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854672324