Die Fuchsbande – 5. Die kurzen Blumen / Der verrückte Roller



Erster Eindruck: Zwei überraschende Auflösungen...

Alle Kindergartenkinder freuen sich über die schönen Blumen, die in ihrem Garten wachsen. Doch irgend jemand hat fünf von ihnen abgeschnitten. Niklas, Nele und Till sind ratlos, wer so etwas machen könnte... (Die kurzen Blumen)
Die drei Kinder fahren mit Neles Vater zu einem Waldspaziergang, und da kann Tills Roller leider nicht mit. Gemeinsam mit Füchsin Fritzi soll dieser an einem Feldweg bleiben. Bei ihrer Rückkehr ist jedoch keine Spur von dem Roller zu sehen – und Fritzi ist auch verschwunden („ Der verrückte Roller“)

Wer seine Kinder schon früh zu Hörspielen hinführen möchte, kann getrost zu der „Fuchsbande“ von Europa greifen, die drei Freunde im Kindergartenalter als Hauptfiguren hat. Die Geschichten sind kleine Rätsel aus dem Alltag der Kinder und sehr einfach gestrickt. Auch in der fünften Folge mit zwei neuen Fällen wird dazu angeregt, logisch zu denken und aus den vorliegenden Hinweisen die richtigen Schlüsse zu ziehen – und etwas anderes macht ein Sherlock Holmes ja auch nicht. „Die kurzen Blumen“ ist dabei auch für Verhältnisse der „Fuchsbande“ ein recht schlichter Fall, gibt aber mit einer gelungenen Fragestellung Rätsel auf. Auch wenn die Auflösung eher zufällig entdeckt wird, kann diese mit einer niedlichen und naturverbundenen Idee punkten. Etwas kniffeliger ist da schon „Der verrückte Roller“, bei dem mehr Ermittlungsarbeit auf die drei Kinder wartet. Noch mehr Reiz erhält der Fall dadurch, dass das Maskottchen der Serie, Füchsin Fritzi, ebenfalls verschwunden ist. Das Ganze wird stimmig aufgelöst und strahlt wieder eine sehr ruhige Grundstimmung aus.

Jacob Weigert ist als Neles Papa zu hören und strahlt dabei eine große Wärme Ruhe aus, sodass trotz der Aufregung um die verschwundene Fritzi auch den zuhörenden kleinen Kindern die Aufregung genommen wird. Matthias Kunze ist als Förster zu hören, er wirkt sympathisch und geht bei seinen Erklärungen gut auf die Bedürfnisse der Kinder ein, indem er diese ruhig und gut verständlich vorträgt. Elena Wilms ist als Frau Rosenblatt zu hören, ihre Stimme nimmt einen sehr angenehmen Klang an, wobei sie mit einer glaubhaften Sprechweise überzeugt. Weitere Sprecher sind Mélanie Fouché, Tilda Zimmermann und Eva Thärichen .

Um die sehr junge Zielgruppe nicht abzulenken und den Fokus auf das Verständnis der Handlung. Der kleine Titelsong kommt aber natürlich auch hier vor und stimmt gut auf das Kommende ein. Auch Geräusche sind nur wenige eingefügt, diese sorgen aber für ein besseres Verständnis der Handlung und machen die Vorgänge plastischer.

Das Cover der Folge ist natürlich im gleichen Stil wie die vorigen gehalten und zeigt in bunten Farben und einfachen, klaren Formen die drei Kinder bei ihrer Ermittlungsarbeit. Die verschwundenen Blüten der Margeriten und die hübsche Hintergrundlandschaft kommen dabei ebenso gut zur Geltung wie die Untersuchungen der Kinder mit prägnanten Gesichtsausdrücken.

Fazit: Beide Fälle dieser CD können mit logisch aufgebauten Ermittlungen, klarer Rollenverteilung und einer gewissen Naturverbundenheit überzeugen. Ein bisschen Moral kann man sich auch daraus ziehen, die Auflösungen sind stimmig und gut konstruiert, sodass die zuhörenden Kinder ebenfalls eine Chance haben, mitzuraten und zu kombinieren.

VÖ: 24. November 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853840427