TKKG – 204. Verschwörung auf hoher See



Erster Eindruck: Die Kapitänin sorgt für Ordnung...

TKKG wähnen sich sehr glücklich, den Januar statt in der verschneiten Millionenstadt auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik zu verbringen. Doch auch wenn die Passagiere ein anderen Gefühl bekommen sollen, lauert auch hier das Verbrechen. Ein Unbekannter kauft mit Hilfe gestohlener Bordkarten in den teuren Boutiquen hemmungslos ein. Gemeinsam mit dem Sicherheitsoffizier wollen die vier den Fall lösen...

Immer mal wieder sind TKKG nicht nur in der Heimat unterwegs, sondern erleben ihre Abenteuer auch in der weiten Welt. Ein Kreuzfahrtschiff ist der Schauplatz der 204. Folge, was immer wieder sehr gut zur Geltung kommt – nicht nur, weil eben auf begrenztem Platz ermittelt wird und sich der Täter definitiv an Bord befinden muss, sondern auch weil mal andere Stimmungen erzeugt werden können, da so ein riesiger Dampfer mit vielen ungewöhnlichen Orten aufwarten kann. Toll auch, dass technische Probleme und stürmisches Wetter ihren Einfluss auf die Handlung nehmen und so die Atmosphäre immer wieder beeinflussen. Das ist auch nötig, denn allein der Fall um die gestohlenen Gästerkarten wäre etwas dünn. Die Ermittlungen der Juniordetektive beschränken sich auf wenige Eingriffe, ansonsten spielt auch Kommissar Zufall eine gewichtige Rolle. Hinzu kommt, dass einige Dialoge seltsam hölzern und statisch wirken, die sprachliche Verwendung wirkt dann nicht gerade authentisch. Gut hingegen hat mir gefallen, dass viele Informationen zu Kreuzfahrtschiffen geliefert werden und damit sogar ein kleiner Lerneffekt erzielt wird – auch wenn bisher nicht sonderlich viele weibliche Kapitäninnen auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs sind.

Wolfgang Drager ist hier wieder als Kommissar Glockner zu hören, seine Stimme klingt gutmütig und markant wie immer, sodass Gabys Vater auch hier wieder eine angenehme Ausstrahung erhält. Manfred Liptow ist als Helmut Bor zu hören, er lässt seine Stimme authentisch und lebhaft klingen und kann damit leichte Stolpersteine in der Formulierung ausgleichen. Manuela Eifrig ist als Nicole Sachs zu hören und hinterlässt einen energischen und standfesten Eindruck. Weitere Sprecher sind Frank Meyer-Brockmann, Caroline Kieselwetter und Gerlinde Dillge.

Akustisch ist die Folge treffend umgesetzt worden, die Stimmung auf dem Kreuzfahrtschiff ist insgesamt gut umgesetzt worden, auch wenn die übrigen Gäste oftmals auffällig still zu sein scheinen. Doch die eingebauten Geräusche sorgen für eine passende Atmosphäre, wobei besonders der aufkommende Sturm gut umgesetzt wurde. Die Musik hält sich eher zurück und erklingt nur in einigen Szenenübergängen.

Auf dem Logo der Serie ist Hund Oskar noch zu sehen, ebenso wird er bei der Auflistung Sprechern erwähnt, auch wenn er in dem Hörspiel keine Rolle spielt. Das Cover zeigt den festlichen Speisesaal des Kreuzfahrtschiffs inklusive Offizier und Kapitänin, wobei TKKG ist festlicher Kleidung und mit eher erschrockenen Gesichtern zu sehen sind.

Fazit: Der Schauplatz der Geschichte sorgt für viel passende Atmosphäre und eine reizvolle Umgebung, zumal noch einige Informationen über Kreuzfahrtschiffe einfließen. Die Handlung ist jedoch eher dünn und ist etwas stockend vorgetragen, sodass „Verschwörung auf hoher See“ trotz einiger packender Szenen eher im Mittelfeld landet.

VÖ: 23. Februar 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758040424