Schlau wie 4 – 5. Delfine: Die Welt der Meerestiere



Erster Eindruck: Mit dem Checker in Kalifornien...

Als der Checker ein Pausenbrot in die Schule geliefert bekommt, das zu allem Überfluss auch noch mit Fisch belegt ist, werden Lisa, Pia, Samir und Tobi ziemlich sauer. Denn sie wissen genau, dass bei der Fischerei nicht immer Rücksicht auf andere Lebewesen genommen wird. Und so beschließen sie, etwas mehr über den Lebensraum der Meeressäuger herauszufinden und reisen mit ihrem Navinauten nach Kalifornien – habe dort aber eine ziemlich unangenehme Begegnung...

In den ersten vier Folgen von „Schlau wie 4“, der neuen Wissens- und Unterhaltungsserie von Europa wurde schon gezeigt, dass die Szenerie eine große Vielfalt an unterschiedlichen Themen abdecken kann. Auch die fünfte Folge hat mit Delfinen einen Aufhänger gefunden, der nicht nur die Zielgruppe ansprechen wird, sondern auch viele wichtige Informationen zum Umweltschutz weitergeben kann. Leider ist dies in einer Geschichte untergebracht, die nicht so sehr zündet wie ihre Vorgänger. Sie wirkt etwas unstrukturiert und verfolgt kein gradliniges Ziel, und im Gegensatz zu sonst ist nicht klar, welche „Mission“ die vier Freunde verfolgen. Auch die übrigen Charaktere sind nicht so recht prägnant und wirken eher etwas beliebig. Gut gefällt mir, dass auch wieder für den Checker ein wenig Verständnis aufgebracht wird, der in seiner Familie nur wenig Liebe und Zuneigung erfährt, was hier eindringlich dargestellt wurde. Und auch das Thema der Folge wird wieder sehr umfassend behandelt und von verschiedenen Seiten beleuchtet. Umweltschutz und der bedrohte Lebensraum der Delfine stehen im Mittelpunkt, was glücklicherweise ohne erhobenen Zeigefinger geschieht. Ich hätte mir für diese Folge etwas mehr Spannung und eine lebendigere Geschichte gewünscht, denn „Die Welt der Meerestiere“ konnte mich nicht so sehr packen wie seine Vorgänger.

Sven Nowatzky ist natürlich wieder als Checker mit dabei, sein arrogantes Auftreten bekommt hier aber Risse, wenn er etwas hinter die Kulissen blicken lässt und dies auch stimmlich gekonnt umsetzt. Robin Brosch ist als sein Vater zu hören, der seine Szenen sehr präsent gestaltet und so eine gekonnte Gegenzeichnung zu den freundlichen Hauptcharaktere darstellt. Jens Wendland ist in dieser Folge als Bud zu hören, er passt sich gut der Atmosphäre der Folge an und setzt seine Stimme gekonnt ein. Weitere Sprecher sind Kerstin Draeger, Jenny Böttcher und Jannik Endemann.

Akustisch ist hier wieder einiges los, zahlreiche Geräusche und Sounds gestalten die Handlung sehr lebendig. Diese sind mal leise im Hintergrung, mal sehr präsent zur Untermalung einzelner Vorgänge eingesetzt und sorgen so immer für die passende Stimmung. Musik ist dabei eher wenig im Einsatz, setzt aber an passenden Momenten Akzente.

Klar, dass hier wieder eine Szene aus dem Hörspiel zu sehen ist. Die vier Freunde sind samt ihrer freundlichen neuen Bekanntschaft auf einem Boot und beobachten die Delfine, die fröhlich aus dem Wasser springen. Im Hintergrund ist zudem noch das Motorboot mit Familie Checker zu sehen. Die restliche Gestaltung enthält auf kleinen Infoboxen noch mehr Texte über die Meeressäuger.

Fazit: Leider ist die Handlung nicht sonderlich spannend gestaltet und hat keinen wirklichen roten Faden, sodass sie mich nicht fesseln konnte. Andere Szenen sind allerdings zu überspitzt dargestellt, beispielsweise ist die Rettung des Checkers dann doch zu dick aufgetragen. Die wie immer stimmige Atmosphäre und viel eingebautes Wissen machen aber auch „Die Welt der Meerestiere“ zu einem soliden Hörspiel.

VÖ: 24. November 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889854726225

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