Kati & Azuro – 18. Alarm auf der Weihnachtsfeier



Erster Eindruck: Trubel bei den Proben für die Reitershow...

In Fintrup steht eine große Weihnachtsfeier mit gleich zwei Highlights an: Einerseits soll eine große Reitshow das Publikum begeistern, andererseits eine wertvolle Heiligenstatue aus der französischen Nachbarstadt ausgestellt werden. Doch während sich Kati und die arrogante Nina bei den Proben ordentlich in die Haare bekommen, geht bei den Vorbereitungen einiges schief...

Auch von „Kati & Azuro“ gibt es eine neue Weihnachtsfolge, eine Tradition bei Europa, die auch vor der Pferdeserie nicht Halt macht. „Alarm auf der Weihnachtsfeier“ hat aber mit besinnlicher Stimmung wenig zu tun, sondern konzentriert sich in den ersten Szenen auf das eigentliche Thema der Serie: Den Pferdesport, eingereiht in die Vorbereitungen auf die große Feier. Im weiteren Verlauf der Folge gerät die Beziehung zwischen Pferd und Mensch wieder mehr in den Hintergrund, gerät aber nie ganz aus dem Blickfeld. Schade ist, dass die Folge wieder nach einem ähnlichen Schema verläuft wie einige seiner Vorgänger. Da kommt schon fast so etwas wie Routine auf, besonders die recht dramatische Darstellung einiger Szenen und das Auftauchen einer arroganten Gegenspielerin mit einem Geheimnis sind wiederkehrende Motive. Dennoch werden einige recht spannende Szenen geboten, und auch die Wandlung von Nina, die hier auch mal von einer anderen Seite gezeigt wird, ist gut eingebunden. Insgesamt liegt so zwar eine solide, aber auch etwas repetitive Folge der Serie vor, die mich nicht so recht begeistern konnte.

Leonie Landa ist wieder in der Rolle der Nina Raabaz zu hören und kann dabei mal die zickige Göre, mal die verletzliche junge Frau in den Vordergrund stellen und liefert dabei eine insgesamt glaubhafte Leistung ab. Jannik Endemann gibt als Nick Kappel den charmanten Sunnyboy, was ihm gut steht, zumal er gegen Ende noch weitere Facetten von sich zeigen kann. Caroline Kiesewetter ist als Rebekka Raabaz im Einsatz macht einen energischen Eindruck. Weitere Sprecher sind Holger Mahlich, Helgo Liebig und Manfred Liptow.

Akustisch läuft die Folge ohne größere Schwankungen ab, auch spannendere Szenen sind eher sanft umgesetzt worden. Dabei sind recht viele Geräusche im Hintergrund im Einsatz, da die verschiedenen Szenerien gut umsetzen und so eine recht lebendige Stimmung aufkommen lassen. Die Musik ist unauffällig eingesetzt und erklingt vorrangig während der Szenenwechsel.

Das Cover verströmt unaufdringliche Weihnachtsstimmung, ein geschmückter Baum im Hintergrund und kleine Motive bei der Rahmengestaltung stehen aber nicht im Mittelpunkt. Vielmehr ist in dem etwas flach und künstlich wirkenden Stil der Serie eine Szene mit den Mädchen auf ihren Pferden zu sehen, die aus der Handlung entnommen wurde.

Fazit: Leider ist das Handlungsmuster dieser Folge schon aus einigen anderen ihrer Vorgänger bekannt und kann so kaum noch überraschen, es fühlt sich vieles eher nach einer Wiederholung an. Auch die weihnachtliche Stimmung hätte noch mehr betont werden können, alles wirkt hier eher blass. Doch es gibt auch positive Aspekte, so kann man ein bisschen hinter den arroganten Charakter von Nina blicken, und auch die Idee mit der Madonna ist insgesamt gut inszeniert worden. Leider nicht die stärkste Folge der Serie.

VÖ: 24. November 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853901524

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