Macabros – 7. Totenacker der Dämonen



Erster Eindruck: Auf den Spuren einer Sekte...

Endlich ist es so weit, und die Journalistin Cindy Parker bekommt eine Einladung zu einem mysteriösen Zirkel, der mit dem Übernatürlichen hantiert. Sie wittert eine große Story, doch bald ist die junge Frau spurlos verschwunden. Als dann auch noch der Privatdetektiv Peter Ellis verschwindet, der sich an die Spur von Parker geklemmt hat, ruft dies Björn Hellmark auf den Plan...

Macabros, ein absoluter Klassiker der Heftromane, aber auch des Hörspiels, ist nach einigen anderen Umsetzung bei WinterZeit angekommen. Und dass die Geschichten um Björn Hellmark und seinen zweiten Körper dort bestens aufgehoben sind, beweist auch die siebte Folge der Serie, die sich als sehr unterhaltsam herausstellt. Zunächst gibt es gleich zwei Introszenen, die sich noch nicht um die Hauptfigur drehen, sondern die Eckpunkte dieser Folge abstecken. Hier sind bereits die ersten übernatürlichen Aspekte eingebaut und einige unheilvolle Ankündigungen werden gemacht, sodass die Spannung gleich zu Anfang recht groß ist. Gut gefällt mir auch, dass sich hier nicht lange mit dem Start von Hellmark in der Handlung aufgehalten wird und das Tempo so nicht abflaut. Zwar gibt es im Mittelteil einige kleinere Szenen, in denen die Handlung etwas nachlässt, aber insgesamt wurde auch hier sehr stark und auf den Punkt gebracht erzählt. Die Bedrohung dieser Folge wirkt dabei stets präsent und steigert so den Reiz der Handlung, was sich gegen Ende natürlich noch steigert. Dabei finden einige dynamische Wechsel statt, die insbesondere durch Rani Mahay ermöglicht werden, der Macabros hier wieder zur Seite steht und seinen Teil in kurzweiligen Szenen zur Auflösung der Folge beiträgt. Das Finale ist schließt die Folge dann gekonnt und elegant ab.

Marios Gavrillis ist wieder als Rani Mahay zu hören und sorgt mit seiner angenehmen Stimme und der lockeren, glaubhaften Sprechweise für viele gelungene Szenen, in denen er seinen Charakter gekonnt wirken lässt, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Anke Reitzenstein ist in der Rolle der Condy Parker ebenfalls sehr gut besetzt, sie setzt ihre jahrelange Erfahrung dazu ein, um immer die richtige Wirkung beim Hörer zu erzielen und sticht mit ihrem einprägsamen Klang immer etwas hervor. Michael Iwannek kann als Peter Ellis auch überzeugen, der Privatdetektiv bekommt durch ihn eine sehr eindrucksvolle Aura. Weitere Sprecher sind Guiliana Jakobeit, Frank Schaff und Maja Maneiro.

Die Umsetzung des Heftromanklassikers ist WinterZeit äußerst gut gelungen, sie ist opulent, ohne jedoch über die Stränge zu schlagen. So gibt es viele Geräusche, die sich stimmig in die Dialoge einfügen und diese mit Leben füllen. Die Musik ist treffend gewählt und spiegelt den rauen Charakter der Geschichten wieder und gestaltet besonders spannende Szenen sowie die Szenenübergänge vielseitiger.

Dem Cover merkt man den Retro-Touch der Serie deutlich mehr an als dem modern produzierten Hörspiel. Diverse Frauenbeine strecken sich aus schlichten Gräbern hervor, allesamt weiß und mit einem leichten Schimmern umgeben. Ein blattloser Baum ist dazu eine gelungene Ergänzung, während ein riesiger, roter Kopf im Hintergrund mit der runden Sonnenbrille zusätzliche Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Fazit: Eine sehr kurzweilige Folge der Serie mit interessantem Thema und gut erzähltem Verlauf, der durch die dynamischen Wechsel viel Reiz entfaltet und die Hörer immer wieder überraschen kann. Die Charaktere kommen gut zur Geltung, stehen aber nie im Vordergrund, sondern lassen die übernatürlichen Szenen noch besser wirken.

VÖ: 24. November 2017
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978-3-960660-67-5