Dorian Hunter – 36. Auf der Santa Maria



Erster Eindruck: Die Reise nach Südamerika beginnt...

Immer noch besteht der Haftbefehl gegen Dorian Hunter, sodass eine Rückkehr nach England für den Dämonenhasser ausgeschlossen ist. Doch als er erfährt, dass sein Gefährte Jeff Parker allein aufgebrochen ist, um nach der sagenumwogenen Goldstadt El Dorado zu suchen, ist er sofort alarmiert und macht sich ebenfalls auf den Weg nach Südamerika...

Kaum ist der letzte Mehrteiler der düsteren „Dorian Hunter“-Serie von Zaubermond um, startet mit der 36. Folge gleich eine neue mehrteilige Geschichte. „Auf der Santa Maria ist also der Auftakt zu einer komplexen Handlung, was sich hier auch schon schnell andeutet. Denn nach einem kurzen Intro, welches die aktuelle Situation von Hunter zusammenfasst, geht es auch schon langsam mit der eigentlichen Handlung los. Diese braucht hier etwas, um sich aufzubauen – aber schließlich wollen hier auch die Grundlagen von gleich mehreren CDs gelegt werden. Zudem wird dabei durchaus Spannung aufgebaut, da man nicht weiß, wie die verschiedenen Fäden denn zusammenlaufen. So spielt die Handlung wieder auf zwei Zeitebenen, eine in der Gegenwart mit der Suche nach Jeff Parker, die andere in der Vergangenheit mit Dorians früherem Ich Georg Rudolph Speyer. Hier wird noch nicht aufgeklärt, wo sich die beiden Geschichten überschneiden werden, doch beide sind kurzweilig, düster und prägnant erzählt. Mir gefällt, dass hier mal fernab von der sonstigen Serienhandlung in London mit dem Hunter-Team erzählt wird und neue Facetten beleuchtet werden, zumal das Seefahrer-Flair und die fremdartige Welt der südamerikanischen Ureinwohner sehr stimmig umgesetzt werden. Hundertprozentig konnte mich dieser Auftakt zum Mehrteiler allerdings noch nicht packen – dafür gibt es ja aber auch noch die kommenden Teile.

Tim Knauer ist wieder als Georg Rudolph Speyer zu hören, seine markante Stimme lässt er hier wieder volltönend erklingen und sorgt so für einen sehr intensiven Eindruck von Dorian Hunters früherer Inkarnation. Volker Hanisch ist als Jeff Parker zu hören, er passt sich wunderbar an die düstere Szenerie der Serie an und schafft es immer wieder, den Hörer zu packen und seine Szenen ausdrucksstark wirken zu lassen. Kirstin Hesse hat mir sehr gut als Sacheen gefallen, durch die wird der geheimnisvolle Einschlag der Serie noch weiter gestärkt. Weitere Sprecher sind Torben Liebrecht, Bernd Stephan und Ben Hecker.

Da in dieser Folge die ganz großen Actionszenen herausfallen, keine Dämonenhorden oder übernatürliche Gefahren die Welt bedrohen, geht es auch bei der akustischen Umsetzung etwas ruhiger zu. Doch die vielen eingebauten Melodien, wie immer etwas härterer Gangart, sowie die vielen Geräusche sorgen immer noch für einen intensiven Gesamteindruck.

Das Cover gefällt mit hier auch außerordentlich gut, da es sehr dynamisch und düster umgesetzt ist. Das tosende Meer schlägt darauf hohe Wellen um ein eindrucksvolles Segelschiff, während am Himmel mit zahlreichen Möwen ein Gewitter tobt. Im Inneren gibt es neben den üblichen Produktionsangaben wieder einen Einleitungstext, der die aktuelle Situation der Serie beschreibt.

Fazit: Wieder schafft es die Serie, zu überraschen und neue, eigenständige Themen mit einzubinden. Es deutet sich wieder ein sehr komplexer Mehrteiler an, was hier schon mit zwei Zeitebenen und einer düsteren Grundstimmung eingeleitet wird. Dabei entstehen ganz andere Stimmungen als gewohnt, wobei auf den ganz großen Knall noch gewartet wird.

VÖ: 1. Dezember 2017
Label: Zaubermond
Bestellnummer: 978-3-95426-695-1