Die drei ??? Kids – 60. Gespensterjagd



Erster Eindruck: Gruseliges zu Halloween

Halloween, das Fest der Geister und Dämonen, steht kurz bevor. Doch Justus, Peter und Bob haben sich den Abend im Kino dann doch etwas anders vorgestellt, denn plötzlich schwebt ein echtes Skelett durch den Saal. Doch auch draußen geht der Schrecken weiter, denn statt der Statue von Fred Fireman ist auch dort ein unheimliches Skelett zu sehen...

Der Trend, Halloween zu feiern, wächst auch hierzulande von Jahr zu Jahr, sodass sich auch schon jüngere Kinder für das Fest interessieren – und es damit zu einem perfekten Thema für „Die drei ??? Kids“ macht. Und weil die drei Juniordetektive nun mal aus Amerika stammen, passt dies auch sehr gut zu der vorherrschenden Atmosphäre in der kleinen Küstenstadt hat. Schön auch, dass die Handlung schnell in Fahrt kommt und die ersten Momente um die oben beschriebenen Szenen kindgerecht gruselig wirken. Dabei wird auch die Panik unter den Einwohnern lebendig dargestellt. Die sich anschließenden Ermittlungen der drei Detektive kommen nicht ganz so schnell in Schwung, sind aber in sich stimmig und unterhaltsam erzählt. Gut gefällt mir, dass über einige Zeit nicht klar ist, was hinter den übernatürlichen Vorgängen steckt. Im letzten Drittel scheint die Sachlage zwar klar, dennoch gibt es immer noch kleine Überraschungen und Wendungen – und eine sehr schöne Aussöhnung zweier verfeindeter Menschen, die im Grunde doch mehr verbindet als vorher gedacht. So entsteht eine runde Folge der Serie mit einem sehr stimmungsvollen Intro und einem ebensolchen Abschluss, wobei der Mittelteil nur ein wenig nachlässt. Dabei zeigt sich, dass auch ungewöhnliche Auflösungen sehr gut funktionieren können.

Elmar Gutmann stellt den Kinobesitzer Snyder recht unwirsch und abweisend dar, überzieht die Rolle aber glücklicherweise nicht und schafft so eine stimmige Figur. Ernst Meincke ist als Giuseppe Collodi zu hören und setzt dabei seine lange Sprechererfahrung ein, um die Rolle gekonnt zur Geltung zu bringen und für einige ausdrucksstarke Szenen zu sorgen. Irmelin Krause-Latarius spricht seine Frau Maria mit viel Ausdruck und einer glaubhaften Sprechweise, wobei auch sie die Stimmung sehr gekonnt beeinflusst. Weitere Sprecher sind Robert Missler, Tim Kreuer und Johannes Steck.

Insgesamt ist hier recht wenig Musik zu hören, doch auch außerhalb von Szenenübergängen sorgen einige eingesetzte Melodien für eine passende Stimmung. Viel häufiger sind da schon Geräusche im Einsatz, die sehr präzise eingebunden sind und die verschiedenen Szenerien lebendig umsetzen. Besonders die erste Szene im Kino und der Abschluss auf dem Marktplatz sind treffend untermalt.

Das seitliche Plastikteil ist hier – wie alle drei Folgen – in Blau eingefärbt, und natürlich wird auch der sehr hübsche Sammelrücken der Serie fortgeführt, mittlerweile kann man ja schon eine stattliche Sammlung unterschiedlicher Motive im Regal stehen haben. Das Cover gefällt mir dieses mal auch richtig gut, die unheimliche Szene mit dem riesigen Skelett ist ansehnlich umgesetzt, wobei besonders die entsetzten Gesichter der drei ??? Kids gut zur Geltung kommen.

Fazit: Die Folge beinhaltet einige sehr eingängige und stimmungsvolle Momente, die immer wieder für eine kleine Wendung in der Folge sorgen. Auch wenn der Mittelteil mit dem sehr guten Start und dem ungewöhnlichen Ende nicht ganz mithalten kann, ist eine starke und lebendige Folge entstanden, die die Stimmung der Geschichte sehr gut einfängt.

VÖ: 29. September 2017
Label: Europa
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