Der kleine Hui Buh – 5. Schatzjagd im Museum / Magische Meisterschaft



Erster Eindruck: Zwei verspukte Geschichten

Hui Buh soll als neue Aufgabe von Frederik einen Gegenstand zu leben erwecken, hat aber nicht so recht eine Idee, was das sein könnte. Sein Weg führt ihn ins Naturkundemuseum, wohin auch die Hexe Hedda unterwegs ist. Denn sie will die kleine Pauline zu ihrer Geburtstagsfeier begleiten, die ihr von ihrem Bruder ordentlich vermiest wird... (Schatzjagd im Museum)
Die Einladung zu den magischen Schulmeisterschaften lassen sich Frederik, Hui Buh und Hedda Hex natürlich nicht entgehen. Beim Zaubern sind sie zwar gar nicht mal so schlecht, aber wie sollen sie gegen die anderen beim Staffelflug bestehe? (Magische Meisterschaft)

Vergleicht man die neuen Serien, die bei Europa in den letzten Jahren entstanden sind, sind die Übereinstimmungen mit den Anfängen des Labels recht gering. „Der kleine Hui Buh“ hebt sich angenehm davon ab und beinhaltet tatsächlich einige Elemente, die an die Hochzeiten des Labels erinnern, was auch in der fünften Folge sehr gut herauskommt. Das liegt nicht nur an der bekannten Figur des Hui Buh, der hier in seiner neuen Interpretation fast noch mehr überzeugen kann als in den neuen Folgen des „erwachsenen“ Hui Buh. Freche Sprüche, witzige Versprecher und ein leicht aufgedrehtes Auftreten sorgen dabei für gute Unterhaltung. Vielmehr ist es der Gedanke, in den Folgen ganz normalen Kindern in ganz normalen, aber bedrückenden Alltagssituationen zu unterstützen und dabei mit allerlei magischen Tricks noch etwas Chaos zu stiften. Das kommt in „Schatzjagd im Museum“ besonders gut zur Geltung, wobei auch zwei Steinlöwen eine wichtige Rolle spielen. Vollgepackt mit aufregenden Szenen ist dabei eine sehr gute Episode entstanden. „Magische Meisterschaft“ kann dabei nicht ganz mithalten, zeigt aber einige spannende Aspekte der magischen Welt. Das Turnier mit den verschiedenen Runden bringt immer neue Situationen mit sich und sorgt für einen dynamischen Eindruck, konzentriert sich aber nicht genug auf einen Aspekt, um wirkliche Spannung zu erzeugen. Aber das ist wirklich Kritik auf ganz hohem Niveau, beide Episoden dieser Folge haben mir sehr gut gefallen.

Auch die Sprecher der Folge haben mir sehr gut gefallen. Die kleine Pauline wird von Klara Gerberon gesprochen, was ihr sehr glaubhaft und mit viel Charme gelingt. Trotz ihres jungen Alters wirkt sie spontan und keine Spur hölzern. Peter Lontzek ist als Steinlöwe Wollkel zu hören, der das aufgeregte Wesen mit viel Ausstrahlung und einer ebenso wilden wie niedlichen Sprechweise versieht. Robert Rausch ist in der zweiten Episode als Minister Brechbohne zu hören, auch er liefert eine sehr professionelle Leistung ab und geht gut auf die zuhörenden Kinder ein. Weitere Sprecher sind Edelgard Hansen, Otto Strecker und Thomas Sauermann.

Die Musik von Simon Berteling und Christian Hagitte passt wunderbar zu der lebhaften und witzigen Atmosphäre. Die magischen Elemente sind auch akustisch gut ausgearbeitet und sorgen für einen lebendigen Eindruck der folgen, sie wirken wunderbar chaotisch und lebendig. Alles ist hier stimmig zusammengebaut und unterstützt die Wirkung der Handlung.

Der durchscheinende Hui Buh, die farbenfrohe Hedda Hex und der graue Steinlöwe Wollkel sind auf dem Cover zu sehen, jeder mit seinem ganz eigenen Charme, aber allesamt sehr niedlich und fröhlich. Das Museum wird im Hintergrund ansehnlich angedeutet, während sich dieses Motiv in der restlichen Gestaltung häufiger wiederholt.

Fazit: Witzig, temporeich und magisch geht es in diesen beiden Folgen zu. Die beiden äußerst liebenswerten Hauptcharaktere stehen im Mittelpunkt und werden von markanten Nebenrollen in spannenden Geschichten umgeben. „Schatzjagd im Museum“ hat mir dabei besonders zugesagt und ist bisher eine der stärksten Episoden der Serie.

VÖ: 15. September 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889854398125