Die Fuchsbande – 3. Das geheimnisvolle Geschenk / Das gerupfte Bäumchen



Erster Eindruck: Zwei neue Kinder im Kindergarten

Niklas, Nele und Till entdecken in der Einfahrt vom Kindergarten ein großes Geschenk, doch vor ihren Augen wird es von einem Mann in einem Lieferwagen gestohlen. Doch für wen war das Geschenk gedacht? (Das geheimnisvolle Geschenk)
Nele ist zu Besuch bei ihrer Kindergartenfreundin Hannah. Sie beobachtet, wie ihre Mutter eine verdorrte Topfpflanze auf den Komposthaufen wirft. Sie ist sehr traurig, denn das kleine Bäumchen stammt noch von ihrem Vater. Nele will unbedingt wissen, was mit der Pflanze passiert ist (Das gerupfte Bäumchen)

Krimiserien gibt es unzählige, und das für alle Altersgruppen. Sogar für die ganz kleinen Zuhörer im Kindergartenalter gibt es mittlerweile eine Serie von Europa: Die Fuchsbande. Die Protagonisten sind im gleichen Alter wie die Zielgruppe, und auch die beiden Fälle der dritten Folge sind so simpel gestrickt, dass auch Hörspielhörer in diesem Alter gut folgen können. Der Aufbau ist immer gleich: Zunächst gibt es eine Beschreibung der Situation, in der sogar schon die ersten Hinweise eingebaut sind. Dann folgt die Beobachtung des kleinen Falles und die Ermittlungen des Gespanns. Hier wird gut gezeigt, wie die drei mittlerweile erfahrenen Detektive vorgehen und welche Dinge sie in ihr Tagebuch eintragen. Dass sich dies wiederholt, schärft tatsächlich bald die Denkweise von Kindern, die sich an den immer gleichen Fragen orientieren. Dennoch wurden auch hier zwei neue Ansätze gefunden, die das Interesse der Kinder wecken können. Besonders gefallen hat mir dabei, dass in der ersten Folge ein aktuelles Thema aufgegriffen und sehr kindgerecht erzählt wird, während die zweite Episode die teils sehr aufbrausende Gefühlswelt von Kindern gut aufbereitet.

Das Sprechertrio aus Elias Esser, Lina Isabell Sturm und Leopold Schill setzt ihre Rollen gelungen um, sie klingen sehr spontan und authentisch. Roman Roth ist als der Vater von Niklas zu hören, er klingt sympathisch und bringt in seinen kurzen Szenen Schwung und Witz mit in die Handlung. Simone Kabst spricht die Kindergärtnerin Frau Bär, sie klingt sehr freundlich und bringt eine mütterliche Art mit ein. Detlef Bierstedt spricht den Hausmeister des Kindergartens, auch er passt sich gut den zuhörenden Kindern an und reduziert dabei – wie alle anderen auch - das Sprechtempo.

Der Titelsong greift schon ein wenig die Ermittlungsweise der Kinder auf und bleibt mit seiner einfachen Melodie schnell im Ohr hängen. Während der Handlung sind insbesondere viele Geräusche im Einsatz, die die Handlung besser erklären und lebendiger wirken lassen. Besonders Fuchdame Fritzi ist immer wieder zu hören und bringt einen großen Niedlichkeitsfaktor mit ein.

Der Zeichenstil des Covers ist mit einfachen Formen und klaren Farben sehr kindgerecht geraten. Zu sehen ist eine Szene aus dem ersten Fall, bei dem die Fuchsbande gerade das hübsch verpackte Geschenk findet. Im Inneren ist nicht nur ein kleiner Stadtplan von Kreiselstadt zu finden, sondern auch eine Beschreibung der Charaktere und kleine Infos zu Themen aus der Folge.

Fazit: Zwei kleine, aber feine Episoden der Serie, die mit einer sehr einfachen und kindgerechten Entwicklung und gradlinigen Ermittlungen des Trios überzeugen. Das ist unterhaltsam geraten und lädt kleine Zuhörer zum Miträtseln ein, zumal die Atmosphäre gelöst und liebevoll ist. Schön, dass sogar ein aktuelles Thema gekonnt vermittelt wird.

VÖ: 9. Juni 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853637621