Jules Verne: Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg - 11. Die Jagd nach Kapitän Grant



Erster Eindruck: Geheimnis um Käpitän Grant

Auf der Suche nach dem legendären Kapitän Grant steht der abenteuerlichen Reisegruppe um Phileas Fogg nur ein Telegramm zur Verfügung, dass jedoch einige verwirrende Zeichen umfasst. So könnte sich der Seemann an zwei verschiedenen Orten aufhalten, sodass sich Fogg vorerst von seinem neuen Begleiter Oscar Wilde trennt. Doch in den Ebenen Patagonien stößt er zunächst vor allem auf rivalisierende Grundbesitzer...

Schon zu Beginn der Serie um Phileas Fogg wurden zahlreiche bekannte Figuren in die Handlung eingebaut, und auch in der elften Episode reißt dieser Trend nicht ab – neben Kapitän Grant, der ja schon im Titel genannt ist, spielt ein weiterer Charakter eine wichtige Rolle, während in einer Art Epilog ein Ausblick auf die kommenden Entwicklungen mit einem neuen Gegenspieler erlaubt wird. Doch bis es so weit ist, erwarten den Hörer noch zahlreiche Entwicklungen, die mit hohem Tempo dargeboten werden. Sind die Szenen in Patagonien noch recht ausführlich und mit der wunderbaren abenteuerlichen Atmosphäre beschrieben, geht es später deutlich gekürzter zu. So werden beispielsweise einige Vorgänge auf dem Schiff des Abenteurers im Schnelldurchlauf beschrieben und immer neue Entwicklungen beschrieben. Das fordert schon die Aufmerksamkeit des Hörers, ist aber auch sehr aufregend inszeniert und sorgt mit gleich mehreren Enthüllungen für Überraschungen. Sicherlich hätte man noch mehr Atmosphäre aus der Handlung herausholen können, wenn man einigen Elementen mehr Raum gelassen hätte, doch diese sehr temporeiche Erzählweise macht ebenso sehr viel Spaß.

Thomas Karallus ist in der Rolle des Thomas Biggs zu hören und spricht diesen sehr intensiv, sodass er eine prägnante Vorstellung abliefert, die den jeweiligen Szenen gut angepasst ist. Douglas Welbat ist in der Rolle des Kapitän Grant zu hören und verleiht seinem Charakter eine geheimnisvolle Aura, die sehr gut in die Szenerie passt. Wolf Frass bringt seine Rolle ebenfalls mit viel Energie herüber und sorgt für viel zusätzliche Stimmung. Weitere Sprecher sind Holger Mahlich, Torsten Sense und Sascha Rotermund.

Die wunderbare Atmosphäre der Serie kommt auch hier wieder gut zur Geltung, sodass die Handlung eine stimmungsvolle Begleitung verpasst bekommt. Dabei wird auch gut auf die speziellen Eigenheiten dieser Folge eingegangen, sodass die jeweilige Szenerie sehr eingängig daher kommt. Dafür sorgen nicht nur zahlreiche gut plazierte Geräusche, sondern auch die passenden Melodien.

Kapitän Grant steht ganz im Mittelpunkt des Covers, die Zeichnung des Mannes mit dem stechenden Blick und der Pfeife wird von einer alten Seekarte umgeben, was in treffenden Sepia-Tönen dargestellt wurde. Ergänzt um den verschlungenen Schriftzug mit den gelb-goldenen Lettern ergibt das ein sehr ansehnliches Titelbild, während im Inneren eine ausführliche Auflistung der Mitwirkenden zu finden ist.

Fazit: Eine der bisher temporeichsten Episoden der Serie, die mit schnellen Entwicklungen und Wendungen zu überzeugen weiß. Dazu kommt eine große Menge an interessanten Charakteren, dem komplexen Hintergrund kann man aber gut folgen, wenn man die vorigen Folgen kennt. Und natürlich kommt hier auch die Stimmung nicht zu kurz.

VÖ: 1. September 2017
Label: Maritim
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