DreamLand-Grusel - 9. Tödliche Knochenhände

DreamLand-Grusel - 8. Mörderische Weihnachten

DreamLand-Grusel - 7. Die Vampir-Oma und ihre Kleinen

Dreamland Grusel - 6.Der Zombie-Macher von Taiti


DreamLand-Grusel - 9. Tödliche Knochenhände



Erster Eindruck: Musik der Nacht

Carlotta Vespari wird als neue Hauslehrerin auf dem Anwesen der Familie di Cosimo engagiert, um die Zwillinge Julia und Silvana zu unterrichten. Doch die junge Frau kommt in einer finsteren Nacht einer unheimlichen Erscheinung auf die Spur und entdeckt einen Fluch, der auf der Familie lasten soll...

DreamLand hat als Hommage an die legendäre Grusel-Serie von Europa die Serie DreamLand-Grusel begonnen, und passenderweise stammt deren neunte Folge aus der Feder von dem Autor eben jener Serie - H. G. Francis. Und er zeigt, dass er noch immer ein Meister seines Faches ist, denn "Tödliche Knochenhände" hat vielen seiner Vorgänger eines voraus: Es ist an einigen Stellen wahrhaftig gruselig und weicht damit von der Actionorientierung der Serie ab. Hier merkt man, wie schaurig eine Nacht sein kann, in der ein Klavier scheinbar von alleine spielt, wie bedrückend ein Fluch mit einer Todesankündigung sein kann. Die Geschichte lebt von dem Verborgenen, dem Geheimen und nicht von dem offentsichlich Bösen. Auch der Hintergrund der Geschichte ist gelungen und sorgt für eine gute Stunde spannender Unterhaltung. Auch wenn man mit der Serie bisher nichts anfangen konnte, Fans von Gruselhörspielen sollten dennoch einmal reinhören, es lohnt sich dieses mal wirklich.

Marie Bierstedt spricht in dieser Folge die Hauptfigur Carlotta Vespari. Hier schafft sie es, besonders in den gruseligen Szenen viel Stimmung zu transportieren und somit einen absolut gelungenen Eindruck zu hinterlassen. Toll sind auch Sonita Sondhi und Katharina Nollau als Zwillinge der di Cosimos, wobei Erstgenannte aufgrund eindrucksvollerer Szenen etwas mehr überzeugen kann. Als Erzähler ist der geniale Christian Rode zu hören, der mit einprägsamer Stimme lange im Gedächtnis bleibt. Weitere Sprecher sind Vanessa Petrou, Joschi Hajek und Reent Reins.

Wieder hat Tom Steinbrecher für die passende klangliche Kulisse gesorgt, indem er die Musik an den richtigen Stellen zurückgenommen hat, um sie dann mit akzentuierten Passagen in den Vordergrund zu stellen, was eine dynamische Abwechslung ergibt. Auch die Geräusche sind äußerst passend und sorgen für eine glaubhafte Stimmung.

Die Covergestaltung ist im Stil der Serie nur in Blau und Schwarz gehalten, was eine ganz eigene Stimmung schafft. Leider wirkt die Darstellung des verstorbenen Klavierspielers etwas zu plump, für diese Geschichte hätte auch ein etwas feinsinnigeres Motiv stehen können. Trotzdem bin ich wieder überrascht, was man mit nur zwei Farben alles schaffen kann.

Fazit: Eine der besten Folgen der Serie, die dieses mal wirklich gruselig und undurchsichtig ist. Weiter so!


DreamLand-Grusel - 8. Mörderische Weihnachten



Erster Eindruck: Ein Weihnachtsmann sinnt auf Rache

Kurz vor Weihnachten steht die Polizei vor einem Rätsel: Mehrere Todesfälle, scheinbar kein Zusammenhang, aber zu viele um bloßer Zufall zu sein. Eine ältere Dame wird von einer Paketbombe getötet, ein Mann überlebt den Verzehr einer gebrannten Mandel auf dem Weihnachtsmarkt nicht. Können Hauptkommissar Hammerschmidt und Kommissar Lang den Fall lösen?

Pünktlich zum Weihnachtsfest veröffentlichte DreamLand eine passende Folge mit dem Titel „Mörderische Weihnachten“. Ein psychopathischer Weihnachtsmann begeht scheinbar unzusammenhängende Morde, die voller Brutalität und voller Zynismus stecken. Ein explosives Geschenkpaket und vergiftete Mandeln seien nur als Beispiel genannt. Es geht schon knallhart zur Sache und ist nichts für schwache Nerven. Neben diesen Szenen laufen parallel dazu die Ermittlungen der beiden Kommissare, die weitere Erkenntnisse für den Hörer versprechen und am Ende natürlich für die Auflösung zuständig sind. Diese gerät jedoch recht knapp und bleibt offen, weswegen der eine Hörer ratlos zurückbleiben dürfte, so aber durchaus einen würdigen Abschluss für dieses nicht ganz so weihnachtliche Hörspiel bildet. Kurzweilige Unterhaltung wird allemal geboten.

Der fiese Weihnachtsmann wird von Tilo Schmitz grandios in Szene gesetzt, so hart und so böse hat man ihn wahrscheinlich noch nicht erlebt. Hörspiellegende Konrad Halver ist als Hauptkommissar Hammerschmidt zu hören und ist wie immer in Topform und durchweg überzeugend. Erzähler ist Christian Rode, der mit seiner angenehmen ruhig durchs Hörspiel führt. Weitere Rollen bekleiden Ulrike Stürzbecher, Dorette Hugo und Labelinhaber Thomas Birker.

Klar, das bei diesem Thema die passende Musik nicht fehlen darf. Und so variiert Tom Steinbrecher inspiriert und abwechslungsreich einige bekannte Weihnachtslieder und schafft so die richtige Stimmung für das Geschehen. Auch die Geräusche sind durchaus gelungen und machen die Geschichte greifbarer.

Passenderweise ist das Cover in Rottönen gehalten, und mit dem wutverzerrten Weihnachtsmann und dem angedeuteten Hintergrund ist ein gelungenes ganzes geschaffen worden. Nach dem eigentlichem Hörspiel bekommen wir als Bonus noch einige Versprecher zu hören. 50 Cent werden übrigens pro verkaufter CD der gemeinnützigen Organisation "Hänsel und Gretel" gespendet.

Fazit: Die Folge ist anders als seine Vorgänger, passt aber durch diese außergewöhnlichkeit doch gut in die Reihe. Wer es gerne etwas härter mag in Hörspiele der liegt hier goldrichtig


DreamLand-Grusel - 7. Die Vampir-Oma und ihre Kleinen



Erster Eindruck: Lehrer haben es nicht immer leicht...

Als Roswitha Engelmann schwanger wird, bekommt sie von ihrer tyrannischen Mutter Annie, bei der sie lebt, merkwürdige Mittel eingeflößt und wird im Haus festgehalten, jeder Fluchtversuch scheitert. Als sie ihre Drillinge zur Welt bringt, entführt Annie Engelmann drei Neugeborene aus der Nachbarschaft und bringt ihre Enkel an ihrer Stelle in den Familien unter. Als die drei groß werden, entdecken sie magische Fähigkeiten...

Mit "Die Vanpir-Oma und ihre Kleinen" erscheint die Nummer sieben aus der DreamLand-Grusel-Serie Zweifel in mir geweckt. Völlig zu Unrecht, denn diese Folge ist die bisher beste aus der Serie - mit Abstand! Schon allein die Anfangsseznen, in denen die herrische Annie Engelmann ihre Enkel im Leib der Mutter nach ihrem Willen formt und schließlich bei anderen Eltern unterbringt, sind spannend, gruselig und versprechen ein gutes Hörspiel. Was dann im zweiten Teil folgt kann dies sogar noch übertreffen: Die drei sadistischen Kinder entdecken langsam ihre magischen Fähigkeiten und tyrannisieren ihr gesamtes Umfeld - ob Tiere, Geschwister, Mitschüler oder Lehrer, keiner ist sicher und Sandy, Martin und Steffen werden immer brutaler und selbstgerechter in ihren taten (hören wir da eine leise Sozialkritik an der "Jugend von heute"?) Auch Vampir-Oma Annie übt ihren üblen Einfluss aus die drei Satansbraten aus, bis es mit Hilfe von Roswitha und einem Geisterjäger zum großen Showdown kommt - fantastisch! Freunde von Gruselgeschichten kommen hier vollkommen auf ihre Kosten, und somit kann das Hörspiel ich guten Gewissens empfehlen.

Die große Dame des Hörspiels, Gisela Trowe, spricht Annie Engelmann und lässt dabei wahre Gänsehautschauer entstehen. Unglaublich, wie böse und hart sie klingen kann. Die drei Vampirkinder werden von drei engagierten und talentierten Neuentdeckungen gesprochen: Johanna Klein, Josia Jacobi und Marius Röse, die bereits aus "Codename: Sam" bekannt sind, liefern alle eine überzeugende Leistung ab. Erzähler ist wieder Christian Rode, der mit seiner ganz eigenen Art durch die Geschichte führt. Weitere Sprecher sind Manuela Stüsser, Bert Stevens und Jürgen Brunner.

In Sachen Sound ist Dreamland zwar noch nicht ganz auf dem Top-Level wie andere Label, trotzdem halte ich die Musik von Tom Steinbrecher und Mario Cuneo für sehr gelungen. Schließlich sollen ja Hörspiele "back to the roots" entstehen, und hier steht die Story nun mal stark im Vordergrund. Also alles richtig gemacht.

Das Cover ist im typischen Design der Serie gehalten. Die Darstellung von Annie Engelmann und ihren drei Enkeln ist hier wieder nur in Schwarz und verschiedenen Blautönen gehalten, was es unverwechselbar macht. Im kleinen Booklet finden sich noch Fotos von verschiedenen Mitwirkenden.

Fazit: Tolle Sprecher, makabere Handlungen und eine wahrhaft gruselige Geschichte machen "Die Vampir-Oma und ihre Kleinen" zu einem absolut gelungenen Hörspiel.


DreamlandGrusel - 6.Der Zombie-Macher von Taiti



Erster Eindruck: Erster Einsatz für Barry Belmondo

Auf Haiti taucht ein Zombie auf und versetzt die ganze Insel in Angst und Schrecken. Ein schwarzer Voodoo-Priester setzt seine Mächte anscheindend gegen ein kleinen Aufpreis für kriminelle Machenschaften zur Verfügung. Duane bringt daher seinen Bruder,einen weißen Voodoo-Meister, mit ins Spiel. Barry Belmondo stellt sich den dunklen Mächten in den Weg. Wird er siegen können?

Endlich ist das Label Dreamland wieder mit einer neuen Folge aus ihrer starken Gruselserie am Start, und diesmal nimmt uns der Regiesseur Thomas Birker mit nach Haiti. Auf der Insel gehen merkwürdige Dinge vor, Zombies treiben ihr Unwesen. Die Story stammt aus der Feder von A.F Morland, der schon für zwei andere Folgen die Vorlage geliefert hat. Einmal mehr ist es ihm gelungen, eine tolle Storyline zu schreiben. Mir hat auch diese Episode wieder sehr gefallen, keine Anzeichen von Langatmigkeit oder übertriebenes in die Länge ziehen. Das erste Abenteuer von Barry Belmondo hat mir sehr gefallen, bleibt zu hoffen, dass es nicht auch das letzte war. Ich würde mir mehr wünschen.

Als besonderen Bonus hat man sich diesmal etwas ganz Besonders einfallen lassen: Nachdem das Hörspiel vorbei ist, bekommt man einen Hinweis, dass man einige Zusatztracks in die normale Hörspielhandlung einprogrammieren kann, um dann die Folge mit den geschnitten Szenen zu hören. Ich habe das gemacht, mir hat die Idee auch gefallen, besser als die Szenen einfach so ans Ende zu packen oder sie in der Schublade verschwinden zu lassen.

Die Sprecher, die Thomas Birker hier wieder um das Mikrofon versammeln konnte, sind wieder ein Höchstgenuss für die Ohren. Als Voodoo-Meister ist Klaus Nägelen im Einsatz, eine Rolle die er eindrucksvoll zum Leben erweckt hat. Tilo Schmitz und Mario Hassert sind als Barry und Duane Belmonda dabei, beide kennt man schon aus einigen anderen Hörspielen, in denen sie wie auch hier ganze Arbeit geleistet haben. Manuela Stüsser, eine Hörspielnewcomerin, hat mich bei der Umsetztung der Juliette Muller überzeugt, genauso wie Miriam Seiber, Aart Veder und Nadia Hooboty-Fard. Als Erzähler ist wieder der unvergleichliche Christian Rode dabei, eine Stimme wie gemacht für Gruselhörspiele.

Die Musik, mit der das Hörspiel unterlegt ist, stammt auch einmal mehr wieder von Tom Stinbrecher. Er versteht es, durch seine Kompositionen eine düstere und geheimnisvolle Atmosphäre zu schaffen. Die Mischung aus alten Klängen und moderner Musik ist eine perfekte Mischung für die Dreamland-Gruselserie. Hervorrangend auch die Geräusche, die hier passend und punktgenau eingesetzt werden.

Das Cover, wieder in Rot gehalten, halte ich für ansprechend zur Folge umgesetzt und dürfte jeden Käufer ansprechen. Daniel Theilen hat mit seiner Zeichung die unheimliche Stimmung eingefangen, die von der Story ausgeht. Sehr gelungen.

Fazit: Nach einer aushaltbaren Wartezeit ist Dreamland-Grusel wieder da, mir gefällt, was ich gehört habe und ich kann auch diese Folge wärmstens empfehlen. Ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Folgen

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