Schlau wie 4 – 2. Wildpferde: Reise in die Mongolei



Erster Eindruck: Zeitmaschine im Einsatz

Samir, Tobi, Pia und Lisa haben sich riesig auf den diesjährigen Schulausflug gefreut, der sie zu den einzigen wild lebenden Pferdeherde Deutschlands führt. Doch schon nach wenigen Minuten ist die Show vorbei, denn der Checker aus der Parallelklasse hat einen Böller geworfen, um den Actionfaktor zu erhöhen. Doch wie sollen die vier nun ihre Reportage für die Schulwebsite fertig bekommen?

Zum Start der neuen Wissensreihe „Schlau wie 4“ hat Europa gleich zwei Folgen auf den Markt gebracht, nach Dinosauriern kann man auch einiges über Wildpferde erfahren – natürlich wieder eingebunden in eine kurzweilige Handlung. Viele Informationen werden dabei von den vier Hauptcharakteren vorgetragen und wirken so lebendig, in den Gesprächen kommt das vermittelte Wissen natürlich herüber. Zudem kommt viel Aufregung um die gefährliche Aktion des Checkers mit ein, was für einen dynamischen Start sorgt und die Handlung in eine andere Richtung lenkt als anfangs gedacht. Denn wieder kommt das hervorstechende Element vor: Eine Zeitmaschine, die die vier Hauptcharaktere zur letzten komplett wild lebenden Pferdeherde in die Mongolei bringt und dabei noch einige sehr nützliche Funktionen offenbart. Dort lernen sie nicht nur einiges mehr über die Wildpferde, sondern erfahren auch viel über die Lebensweise der äußerst gastfreundlichen Mongolen, sodass das Themenspektrum noch erweitert wird. So ist eine sehr lebendige und vielseitige Folge entstanden, die nicht nur viel Wissen, sondern auch Lebensgefühl vermittelt und kindgerecht mit Freundschaften und Rivalitäten gestaltet ist.

Daniel Kirchberger ist in einer der Hauptrollen als Samir zu hören und gestaltet diesen sehr lebendig und aufgeweckt, auch seine frechen Sprüche passen gut in die Handlung und sorgen für einige witzige Momente. Julia Fölster ist als Lisa mit dabei und sorgt mit ihrer angenehmen Sprechweise für einen positiven Eindruck der Figur, sie bringt die Eigenheiten der Figur gut zur Geltung. In dieser Folge hat Emily Seubert einen Gastauftritt als mongolischen Mädchen Sarangerel, ihre sanfte und freundliche Art machen sie zu einem sehr liebenswerten Charakter. Weitere Sprecher sind Elena Wilms, Robin Brosch und Freya Trampert.

Die akustische Umsetzung ist sehr gut auf die zuhörende Zielgruppe zugeschnitten und bietet viele passende Geräusche – mal natürlichen Ursprungs wie in der Mongolei, mal technische Sounds wie von der Zeitmaschine. Das fügt sich alles gut zusammen, wobei Musik dabei eine eher untergeordnete Rolle spielt und nur dezent eingesetzt wurde.

Ein Wildpferd kümmert sich rührend um sein Fohlen und liegt im in der malerischen Landschaft der Mongolei, während sich Sarangerel und ihre vier neuen Freunde aus dem Hintergrund heranpirschen – das Cover ist auch hier ansprechend gelungen. Der comichafte Stil wird in der restlichen Gestaltung immer wieder von Fotos von Wildpferden unterbrochen, dazu gibt es noch zahlreiche zusätzliche Informationen.

Fazit: Auch die zweite Folge von „Schlau wie 4“ ist vollgepackt mit viel Wissen, aber auch mit einer kurzweiligen Geschichte. Vom anfänglichen Chaos beim Rodeo-Event bis hin zu der mit Atmosphäre vollgesogenen Szene in der Mongolei – alles fügt sich stimmig und unterhaltsam zusammen. Eine liebenswerte Folge!

VÖ: 9. Juni 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853638321