Foster – 8. Der Zerstörer



Erster Eindruck: Der Schlüssel zum Krieg...

Nicht nur Foster hat längst erkannt, dass der Schlüssel im Kampf gegen das Böse in Jazz liegt. Und so macht er sich auf, um sie aus ihrer Gefangenschaft zu befreien – gegen den Willen seiner Vorgesetzten. Doch dann wartet auch schon der nächste Fall auf den Dämonenjäger, der ihn zu einem hochrangigen Politiker führt...

„Der Zerstörer“ - ein Titel, der an ein riesiges Wesen denken lässt, dass wie einst Godzilla durch die Straßen zieht und wahllos Häuser, Autos und insbesondere Menschen zerstört. Doch für die so betitelte achte Folge von Foster hat Oliver Döhring mal wieder einen anderen Weg gewählt und stellt den Zerstörer ganz anders dar, und gerade in den letzten Szenen ist das unglaublich beängstigend und gruselig geraten. Auch wenn man im entscheidenden Moment schon eine Ahnung hat, in welche Richtung sich dies entwickeln wird, nimmt dies keineswegs den Schrecken aus diesen Szenen, die wahrlich zelebriert und sehr gut ausgeführt werden. Dem vorgeschaltet ist noch eine wichtige Szene, die die Ereignisse aus den vorigen Folgen fortsetzt und erneut Jazz als Schlüsselfigur im Krieg der Mächte positioniert. Dabei kommt dann auch die schillernde Figur von Foster wieder sehr gut zur Geltung, sein unkonventioneller Auftritt sorgt auch hier wieder für die ganz spezielle Ausstrahlung der Serie. Eine packende und wie immer düstere Episode der Serie, die mit einigen sehr gut platzierten Wendungen und einem dramatischen Finale bestens unterhält.

Thomas Nero Wolff ist natürlich wieder als Foster mit dabei, seine markante Sprechweise und der gut dargestellte finstere Humor der Figur machen auch hier wieder viel Spaß. Sebastian Rüger spricht die Rolle des Bill sehr eindringlich und kraftvoll, seine Szenen kommen durch in gut zur Geltung. Luisa Wietzorek hat mich völlig begeistert, sie ist als kleine Lisa sehr variabel und setzt immer wieder überraschende Akzente. Weitere Sprecher sind Philipp Schepmann, Marion von Stengel und Bernd Vollbrecht.

Gut gefallen hat mir auch hier wieder die akustische Umsetzung der Folge, die sich an dem Klang der vorigen Episoden orientiert und dennoch einige eigenständige Elemente mit einbringt. So ist die Musik wieder sehr düster und unheilvoll, steigert sich während der Handlung immer weiter und betont die jeweilige Stimmung sehr gekonnt. In einigen der brutaleren Szenen sind die Geräusche sehr plastisch im Einsatz, aber auch ansonsten sorgen sie für eine sehr präsente Stimmung.

Das Cover zeigt eine ziemlich dämonische Erscheinung mit einem rotäugigen Gesicht, das ansonsten aus Nebelschwaden zu bestehen scheint. Sie fliegt über eine erleuchtete Großstadt, was eine sehr gute Ergänzung darstellt. Ergänzt durch den knallgrünen Schriftzug der Serie wird daraus ein eigenständiges und ansehnliches Titelbild.

Fazit: Die achte Folge der Serie ist sehr prägnant erzählt und sorgt dafür, dass die Rahmenhandlung gelungen weitererzählt wird, ist aber auch sehr eigenständig und begeistert dort mit einem sehr dämonischen Auftritt, der lange im Gedächtnis haften bleibt. Sehr dynamisch erzählt und mit markanten Highligts versehen ist so eine der bislang stärksten Folgen der Serie entstanden.

VÖ: 2. Juni 2017
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-946207-14-6