Teufelskicker – 66. Labrador, noch ein Tor!



Erster Eindruck: Ein Herz für Hunde

Die gesamte Mannschaft der Teufelskicker ist völlig angetan von dem kleinen Labrador, den Trainer Norbert sich angeschafft hat. Doch die Freude schlägt bald in Sorge um, als der Welpe immer schwächer wird und der Tierarzt nicht weiterhelfen kann. Zum Glück steht das nächste Spiel der Teufelskicker in dem Ort statt, in dem auch der Züchter wohnt, sodass gleich einige Nachforschungen angestellt werden können...

Tasman, das Maskottchen der Teufelskicker, ist ein fester Bestandteil der Teufelskicker, immer wieder mischt die aufgedrehte Hund das Geschehen auf. In der 66. Folge der Serie stößt nun ein weiterer Vierbeiner zur Gruppe und wird zum Hauptthema der Folge gemacht. Dabei ist es sicherlich Geschmackssache, wie weit sich eine Jugend-Fußball-Serie von dem populären Spiel entfernen sollte, mir persönlich gefallen allerdings die Folgen besser, die sich stärker dem Fußball widmen. Hier ist dies wieder eher eine Randnotiz, ein Grund für die Reise in die Nachbarstadt oder ein Vorwand, um die Gruppe beim Training zusammenkommen zu lassen – die Geschichte an sich würde auch ohne Fußball funktionieren. Vielmehr ist es eine kleine Abenteuergeschichte geworden, die im Grundsatz an die Fünf Freunde erinnert: Der Tierschutz wird stark thematisiert, die Gruppe ermittelt gemeinsam und kommt üblen Machenschaften auf die Spur. Das ist nicht schlecht erzählt, wirkt in der Serie aber etwas deplatziert, zumal die Handlung erst im letzten Drittel wirklich in Fahrt kommt. So bleibt auch diese Folge eher solider Durchschnitt und wird wohl nur von Fans der Serie als gute Folge wahrgenommen werden.

Oliver Rohrbeck ist hier natürlich wieder als Trainer Norbert mit dabei, sein sehr freundlicher Klang sorgt auch hier wieder für eine gelungene Grundstimmung, aber auch seine Gefühlsregungen kommen sehr gut zur Geltung. Anton Sprick ist natürlich wieder als Moritz mit dabei, er spricht die Rolle suverän wie immer und verleiht dem Teufelskicker einen glaubhaften Ausdruck. Laura M. Ketzer spricht Rebekka wieder mit dem leicht widerborstigen Unterton, kann aber auch die sympathischen Seiten des Mädchens nach vorne stellen. Weitere Sprecher sind Julia Fölster, Alina Degener und Janek Schächter.

Akustisch hat sich an der Folge im Vergleich zu restlichen Serie nicht viel geändert, sodass hier wieder der bereits bekannte Schlachtruf-Titelsong zu hören ist. Zwischen den Szenen gibt es ebenfalls die bekannten Melodien, sodass der Wiedererkennungswert hoch ist. Zu den Geräuschen gesellt sich hier natürlich auch das Fiepen und Bellen des Welpen, was die Szenen gut ausgestaltet.

Im Gegensatz zur Folge wirkt der kleine Labrador auf dem Cover äußerst lebendig und agil, er springt einem Ball der Teufelskicker hinterher. Die niedliche Zeichnung fokussiert sich ganz auf den Welpen, der auch auf dem Backcover noch einmal dargestellt ist. Im Inneren finden sich zwar keine weiteren Extras, aber natürlich wieder die Sprecherauflistung in Form einer Mannschaftsaufstellung.

Fazit: Die Folge kommt hier nur sehr schwer in Gang, für meinen Geschmack entfernt sich die Folge zudem wieder zu weit vom eigentlichen Thema der Serie, dem Fußball. Doch die Stimmung der Serie hat mir wieder gut gefallen, die Charaktere kommen gut zur Geltung, und auch die Sensibilisierung der zuhörenden Kinder auf den richtigen Umgang beim Kauf von Hunden ist lobenswert.

VÖ: 10. März 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 888751883321