Die größten Fälle von Scotland Yard - 26. Yellow Press

Die größten Fälle von Scotland Yard - 25. Die Willsher Affäre

Die größten Fälle von Scotland Yard - 10. Die Liebe zum Detail

Die größten Fälle von Scotland Yard - 9. Schneesturm

Die größten Fälle von Scotland Yard - 8. Dr. Crippen

Die größten Fälle von Scotland Yard - 7. Gefallener Engel

Die größten Fälle von Scotland Yard - 6. Resistent

Die größten Fälle von Scotland Yard - Bittere Kristalle


Die größten Fälle von Scotland Yard - 26. Yellow Press



Erster Eindruck: Die Sensationsgier kennt keine Grenzen...

Chiefinspector Naomi Stafford wird zu einem neuen Fall hinzugezogen, dessen Ermittlungen sie mit dem neuen Kollegen Scott Bannister übernehmen soll. Diskretion hat dabei oberste Priorität, denn auch die Presse hat Wind von den brutalen Morden bekommen und heizt die sowieso schon angespannte Stimmung in London noch weiter auf...

Markus Duschek ist der Autor der 26. Folge von „Die größten Fälle von Scotland Yard“, die Serie von Maritim wurde nach einigen Jahren der Pause nun wiederbelebt. Immer noch sind die Fälle in sich abgeschlossen und kommen jeweils ganz anderen Settings und Ermittlern daher, sodass die Freiheit bei der Themenwahl recht groß ist. Wie der Titel der Folge schon andeutet, geht es hier auch um den Einfluss der Presse und deren Macht, die Leser zu beeinflussen, Angst zu schüren und damit letztendlich die Absatzzahlen zu verbessern. Das ist vielleicht ab und an etwas einseitig dargestellt, da die hier dargestellten Journalisten senstationslüsterne und eingebildete Unsympathen sind, bringt aber eine ganz neue und gut gelungene Note in die Handlung mit ein, die den eigentlichen Fall zusätzlich anfacht. Dieser ist gut erzählt und mit einer gelungenen Spannungskurve versehen, zumal das flotte Erzähltempo keinerlei langwierige Szenen aufkommen lässt. Die Charaktere wirken insgesamt passend konstruiert, sind aber vielleicht etwas zu plakativ, was wegen der Kürze der Zeit aber auch kaum anders möglich ist. Die eingebaute Liebesgeschichte ist dann aber vielleicht doch etwas zu viel des Guten, ihr Fehlen hätte ich nicht sonderlich vermisst. Insgesamt ein hörenswerter und unterhaltsamer Krimi für zwischendurch.

Julia Casper ist in der Rolle der Naomi Stafford, der Hauptfigur der Folge, zu hören. Die konsequente und selbstbewusste Frau wird von ihr mit viel Energie umgesetzt, wobei sie unterschiedliche Facetten aus ihrem Charakter herauskitzeln kann. Jaron Löwenberg spricht ihren neuen Partner Scott Bannister und macht seine Sache solide, der anfänglich etwas unbeholfene junge Mann erfährt eine kleine Entwicklung, die von ihm glaubhaft vertont wurde. Lutz Riedel lässt als Ian McMullen den arroganten Journalisten mit hörbarer Freude an der Rolle heraushängen und setzt in seinen Szenen immer wieder gekonnt Akzente. Weitere Sprecher sind Norbert Langer, Douglas Welbat und Uve Teschner.

Akustisch präsentiert sich diese Folge recht unaufgeregt und fundiert, wobei die Geräuschkulisse passend eingebaut wurde und den unterschiedlichen Szenerien einen glaubwürdigen Klang verleiht. Die Musik hätte an einigen Stellen durchaus etwas mehr in den Vordergrund treten können und ist vielleicht etwas konventionell geraten, insgesamt aber stimmig eingebaut.

Passend zum Thema der Folge sind auf dem Titelmotiv einige Zeitungsausschnitte zu sehen, die mit rotem Blut gesprenkelt sind. Natürlich wurde dabei wieder auf das Coverdesign der Serie zurückgegriffen, sodass auf der linken Seite der Schriftzug auf dunkelblauem Hintergrund mit einem schwarzen Relief von Big Ben zu sehen ist. Das Innere listet die Mitwirkenden an dem Hörspiel übersichtlich auf.

Fazit: „Yellow Press“ zeigt sehr gelungen den Einfluss der Presse auf die Öffentlichkeit und die Skrupellosigkeit einiger Journalisten, sodass der Fall immer weiter angefeuert wird. Die Auflösung ist dann vielleicht nicht vollkommen glaubwürdig, aber unterhaltsam in Szene gesetzt. Gelungene Charaktere und ein passendes Sounddesign runden die Folge ab.

VÖ: 21. April 2017
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-960660-23-1


Die größten Fälle von Scotland Yard - 25. Die Willsher Affäre



Erster Eindruck: Aufstieg und Fall...

Commissioner Willsher hält die Fäden bei Scotland Yard fest in der Hand, er hat viele Günstlinge um sich geschart und deren Karrieren gefördert, allesamt sind ihm treu ergeben. Doch dieses Konstrukt wird bald durch einige Verbrechen erschüttert, die durch Willsher nahestehende Personen verübt werden. Inspector Rodes und der neue Sergeant Wimplebee wollen den Fall aufklären, doch ihnen werden einige Steine in den Weg gelegt...

„Die größten Fälle von Scotland Yard“ spielen zwar immer im Umfeld der titelgebenden Organisation, aber ansonsten lassen sich die Macher ansonsten viel Freiheit. So wird der Hörer in der 25. Folge der Serie ins London des Jahres 1866 versetzt und erlebt dort hautnah, wie die Ordnungshüter durch die Willsher-Affäre fast zerschlagen worden wäre. Dieses Szenario wird schon gleich zu Anfang aufgebaut und geht einher mit der Vorstellung der Charaktere, die hier sehr gut zur Geltung kommen und die Handlung mit ihren Eigenschaften beeinflussen. Die im Mittelpunkt stehenden Ermittler Rodes und Wimplebee sind ein gelungenes Gespann mit sehr unterschiedlicher Vorgehensweise und kommen so nur gemeinsam den Hintergründen der Verbrechen auf die Spur. Das ist sehr unterhaltsam erzählt und gipfelt in einer Gerichtsverhandlung, die der unumstrittene Höhepunkt der Handlung ist. Denn hier werden die Ereignisse noch einmal in ein anderes Licht getaucht und furios aufgelöst. Mir hat die ruhige und doch konsequente Erzählweise des Hörspiels sehr gut gefallen, die alle Elemente gut zur Geltung bringt und einen spannenden Verlauf erzeugt.

Ingo Abel ist in der Rolle des Inspector Rodes zu hören und gestaltet seine Rolle sehr glaubwürdig. Seine flüssige Sprechweise und die authentische Betonung lassen den rauen Charakter gekonnt wirken. Ihm zur Seite steht Timo Kinzel als Sergeant Wimplebee, dessen Wissensgier und Neugier durch seine lebendige Art beim Hörer ankommen. Andre Beyer spricht mit Commissioner Willsher die titelgebende Figur und verleiht ihr viel Strahlkraft, wobei ein durchaus zwiespältiger Charakter entstanden ist. Weitere Sprecher sind Martin Sabel, Sven Matthias und Detlef Tams.

Der starke Fall wird im Hintergrund stimmig begleitet, wobei Musik und Geräusche gut zusammengefügt wurden. Die Melodien, die bei den Szenenübergängen eingesetzt sind, sind an die jeweilige Stimmung angepasst, während die Dialoge sanft mit einigen Sounds unterlegt sind und so lebendiger wirken. Insgesamt ist die Umsetzung aber eher ruhig, sodass der Fokus voll auf den Dialogen liegt.

Eine Statue der Justitia, die griechische Göttin der Gerechtigkeit, die in so vielen Gerichtssälen steht, ist als Covermotiv ausgewählt worden. Mit ihren typischen Zeichen - Schwert, Waage und Augenbinde – ist sie in sanften Goldtönen abgebildet, was ein ebenso schlichten wie ansehnliches und passendes Covermotiv ergibt. Ergänzt durch das gelungene Artwork passt es zudem gut in die bisherige Galerie.

Fazit: Scotland Yard steht in dieser Folge voll im Mittelpunkt, da einige merkwürdige Verbrechen von Mitarbeitern aufgedeckt wurden. Dabei werden langsam und betont die Vorgänge um Commissioner Willsher aufgedeckt, was in einer sehr gut inszenierten Gerichtsverhandlung endet, die alles auf den Kopf stellt. Ein bestens erzählter Krimi, der einige neue Schwerpunkte legt.

VÖ: 3. Februar 2017
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-960660-22-4


Die größten Fälle von Scotland Yard - 10. Die Liebe zum Detail



Erster Eindruck: Von wegen Urlaub...

Robin Maynard, Inspector bei Scotland Yard, will sich beim Urlaub richtig erholen. Doch schon bald geschehen auch in dem liebenswerten Küstenort schreckliche Vorkommnisse,und Maynards Spürsinn ist geweckt. Denn obwohl der Brand in einer Villa wie ein Unfall scheint, hat er so seine Zweifel...

Klassische Krimigeschichten mit wechselnden Ermittlern präsentiert Maritim in seiner Reihe "Die größten Fälle von Scotland Yard", Zeit, Aufbau und Wirkung sind dabei nicht festgelegt sondern können von mal zu mal wechseln. Bei "Die Liebe zum Detail" haben wir es mit einer sehr gradlinigen Erzählung aus der heutigen Zeit zu tun, die jedoch eine klassische Ermittlungsarbeit enthält und nicht wie vorige Folgen zum Teil auf gerichtsmedizinische Untersuchungen aufbaut, sondern lediglich einige wenige Elemente daraus enthält - eine gute und glaubhafte Mischung. Dabei lernt man natürlich Robin Maynard und seine Kollegin Noreene Sullivan recht gut kennen, die Charakterbeschreibung ist wieder gut gelungen.Der Fall an sich ist gut erzählt und spannend, nicht sofort kann man alle Details selbst auflösen. Auch die Steine, die in Maynards Weg liegen, sorgen für einen abwechslungsreichen Verlauf der Folge. Eine Geschichte, die mir aufgrund ihrer Glaubwürdigkeit, ihrer angenehm ruhigen Ausstrahlung und dem spannenden Verlauf sehr gut gefallen hat.

Dietmar Wunder spricht die Hauptrolle des Robin Maynard. Seine sehr präsente Art zeichnet auch hier wieder ein genaues Bild seines Charakters, von dem er nicht abweicht. Noreene Sullivan, die die Ermittlungen leitet, wird von Karen Schulz-Vobach gesprochen. Auch ihre Leistung ist tadellos, kann sie doch sehr glaubhaft agieren. Donald Arthur ist als Pathologe zu hören, seine auffällige Stimme sorgt wie immer für viel Aufmerksamkeit und einen eindrucksvollen Auftritt. Weitere Sprecher sind Sabine Bohlmann, Michael Habeck und Norbert Gastell.

Die Musik wirkt hier sehr frisch und unverbraucht, hier wird auf moderne Pop-Rock-Klänge gesetzt. Dabei sind auch teilweise gesungene Stücke verwendet worden, die sich gut einpassen und eine nette Abwechslung sind. Die Geräusche sind nicht ganz so zahlreich eingesetzt, können aber einige Szenen akzentuieren.

Das Cover ist wie immer zweigeteilt, auf der linken Seite ist wie üblich im Hintergrund Big Ben zu sehen, im Vordergrund sind Schriftzug und einige Sprecher zu finden. Die rechte Seite zeigt dieses mal das Bild eines langsam verfallenden Gemäuers, was aufgrund der Farbwahl durchaus ansprechend wirkt.

Fazit: Klassische Ermittlerarbeit mit interessanten Abstechern, die mich aufgrund ihrer Kurzweiligkeit gut unterhalten hat.

VÖ: 04.August 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-293-9


Die größten Fälle von Scotland Yard - 9. Schneesturm



Erster Eindruck: Tödlicher Anruf

Ein einziger Anruf, und das Leben eines Drogenbosses ist vorbei. In seinem Auto explodierte eine Bombe, gezündet durch Handywellen, da er im Moment des Einsteigens angerufen wurde. Detective Whalley, der eigentlich die Zerschlagung des Drogenringes zum Ziel hatte, sieht sich jetzt vor einer ganzen Mordserie...

Ein neuer Fall für Chiefinspector Lorraine Whalley und ihr Team! In unregelmäßigen Abständen sind die Fälle der toughen Frau in der Reihe "Die größten Fälle von Scotland Yard" zu hören, die wiederkehrenden Charaktere sind so schon vertraut und müssen nicht extra lange eingeführt werden. "Schneesturm" lautet der Titel der neunten Folge, Mord an Drogenhändlern deren Grundlage. Lange Zeit tappt man im Dunkeln, wer die Anschläge verüben könnte. Glücklicherweise wurden hier auch nicht allzu offensichtliche Spuren gelegt, sodass die Handlung bis zum Ende recht spannend bleibt und eine überraschende Auflösung vorweisen kann. Leider rückt auch Lorraine Whalley, die immer eine interessante Figur war, vor der Kulisse des Falles in den Hintergrund rückt und nicht mehr ihr ganzes Potenzial ausspielen kann. Ansonsten ist eine gute Folge mit unterhaltsamen Verlauf entstanden, das einiges an Überraschungen bietet.

Die wunderbare Melanie Manstein ist selbstverständlich wieder als Lorraine Whalley zu hören und kann erneut mit ihrer warmen Stimme wieder eine tolle Darstellung der Chiefinspectorin abliefern. Ihr Kollege Colin Hickey wird von Michael Scherthaner gesprochen, der mit seinem sicheren Auftreten und gekonnter Betonung glaubwürdig wirkt. Sandra Schwittaus auffällige und extrem kratzige Stimme ist als Mrs. Templeman wieder ein echtes Highlight. Weitere Sprecher sind unter anderem Walter von Hauff, Andreas von der Meden und Christian Rode.

Die musikalische Begleitung der Geschichte ist eher hintergründig und nicht sonderlich auffällig. Die eingesetzten Stücke verbreiten allerdings eine angenehme Atmosphäre. Für die Geräusche gilt ähnliches: Auch hier ist ihr Einsatz nicht sonderlich zahlreich, dafür ansprechend und sinnvoll.

Das Titelbild zeigt eine aus den Angeln gerissene und verrostete Tür, im Hintergrund lediglich eine nackte Glühbirne. Leider ist dieses Bild nicht sonderlich aussagekräftig und könnte leicht im Hörspielregal untergehen. Die Aufteilung in zwei Hälften gefällt aber immer noch recht gut.

Fazit: "Die größten Fälle von Scotland Yard" bietet erneut eine spannende und unterhaltsame Folge, deren Ende wirklich überraschen kann.

VÖ: 06.Juli 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-292-2


Die größten Fälle von Scotland Yard - 8. Dr. Crippen



Erster Eindruck: Hat er oder har er nicht?

Die Eheleute Crippen haben sich schon lange auseinandergelebt - vielleicht sind ihre Berufe als Arzt und Barsängerin einfach zu unterschiedlich. Auch das beide längst neue Liebschaften haben, ist kaum verwunderlich. Doch Cora Crippens überstürzte Abreise in die USA erstaunt dann doch einige Beteiligte...

Ein interessanter Ansatz für eine Krimireihe: In wechselnden Zeiten haben die Geschichten meist nur den Einsatzort gemein - London. So ist auch "Dr. Crippen" eher ein Einzelhörspiel, muss sich aber dennoch mit anderen Folgen der Reihe messen lassen. Und da hat es dieser achte Teil leider recht schwer. Die Frage, die von Anfang an im Raum steht ist: Hat er seine Frau ermordert oder ist sie wirklich überstürzt in die USA abgereist? Bei dieser recht simplen Problematik kann kaum Spannung aufkommen, das Thema gibt einfach keine Nerven aufreibenden Szenen her. Da kann auch die zumindestens leicht überraschende Auflösung nichts mehr an dem spannungsarmen Verlauf ändern. Schade, denn die Introszene mit den beiden Crippens und auch der darauf folgende Teil, in der die Liebhaber der beiden vorgestellt werden, hatte Charme und bot interessante Konstellationen. Doch für eine gute Geschichte hat dies leider nicht ausgereicht.

Peter Weis ist als Dr. Crippen zu hören und ist in der Rolle sehr solide, kann den Mann insgesamt geheimnisvoll halten. Seine Frau Cora Crippen wird von Ghada Al-Akel gesprochen, deren hysterischer Unterton zwar gut zu ihrer Figur passt, trotzdem wäre ein Gang weniger schön gewesen. Anita Hopt ist als Ethel Neave zu hören, die Geliebte von Dr. Crippen, und kann eine gute und glaubhafte Betonung präsentieren. Weitere Sprecher sind Klaus Dittmann, Andreas Borcheding und Peter Groeger.

Die Musik ist wie immer in der Reihe eher unauffällig, aber stilsicher ausgewählt. Die wenigen Stücke begleiten das Hörspiel gut und gehen auf die einzelnen Situationen ein. Die Geräusche ergänzen das Klangbild mit glaubwürdigen und passenden Geräuschen, die einige Akzente setzen können.

Gut gefällt mir das Titelbild. Die typische Zweitelung des Covers ist geblieben - auf der linken Seite sehen wir den angedeuteten Big Ben nebst Schriftzug und eingesetzten Sprechern. Die rechte Zeichnung zeigt uns dieses mal Dr. Crippen und seine elegante Frau, was schlicht aber ebenso ansprechend ist.

Fazit: Der Start der Folge verspricht viel was die Story dann aber leider nicht halten kann, weil die Lösung quasi auf der Hand liegt.

VÖ: Februar 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-220-5


Die größten Fälle von Scotland Yard - 7. Gefallener Engel



Erster Eindruck: Verwirrspiel in London

Eher durch Zufall gerät C.I.D.-Ermittlerin Lorraine Whalley an einen brutalen Banküberfall, bei dem die Täter rücksichtslos unbescholtene Kunden erschießen. Doch auch Explosionen in einem Leichenhaus und bei einer militärischen Übung sorgen für Aufruhr. Zuerst scheinen die Ermittlungen ins Leere zu Laufen, doch dann erhält Whalley den entscheidenden Hinweis...

Nachdem bisher in jeder Folge von "Die größten Fälle von Scotland Yard" ein neues Ermittlerteam die Hörspielwelt erfreute, kehrt nun erstmals ein Team zurück und darf in einem weiteren spannenden Fall ermitteln: Gefallener Engel. Und glücklicherweise hat sich Autor Andreas Masuth das bisher menschlichste und einprägsamste Gespann rund um Lorraine Whalley ausgesucht. Auch wenn die Charaktere nicht ganz so ausgeprägt dargestellt werden wie in "Ungeboren", erkennt man einige Eigenschaften wieder und findet sich so noch schneller in die Figuren hinein, wobei Vorkenntnisse absolut nicht notwendig sind. Der Fall ist ein moderner Thriller, in dem scheinbar zusammenhanglose Ereignisse von den Ermittlern zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden. Da wollen vom Hörer viele Komponenten behalten und richtig zugeordnet werden, dennoch ist der Anspruch auf einem angenehmen Level, mit etwas Aufmerksamkeit kann man alles gut mitverfolgen. Der Humor sehr abgeklärt und basiert zum großen Teil auf sarkastischen Sprüchen des Gerichtsmediziners, die Spannung kann bis zum Ende gehalten werden. Auch wenn diese Produktion einige Ecken und Kanten hat, das dynamische Team und der spannende, anfangs recht undurchsichtige Fall haben mich insgesamt überzeugt.

Um die umfangreiche Story erzählen zu können, würden mehr als 20 Sprecher verpflichtet, allesamt auf hohem Niveau. Wieder spricht Melanie Manstein die Rolle der Lorraine Whalley und kann dabei mit ihrer erfrischenden Art und der angenehmen Stimme sehr überzeugen. Duddy von der Spurensicherung bekommt seine Stimme und seine sarkastische Art von Walter von Hauff geliehen, der so sehr Profilreich wirkt. Klaus-Dieter Klebsch spricht den Chief und kann seine markante Stimme wieder perfekt zur Geltung bringen. Weitere Sprecher sind Ole Pfennig, Stefan Staudinger und Hans Geord Panczak.

Die Musik ist heftig - harte Gitarrenriffs und elektronische Beats treiben die Szenenübergänge an, wirken aber ab und an etwas hektisch und unkoordiniert. Auch holpert das Hörspiel an dem einen oder anderen Schnitt, die ansonsten technisch perfekte Umsetzung gerät etwas ins Wanken. Dennoch ist hier alles im grünen Bereich.

Eine Szene aus einem Obduktionsraum wird hier auf dem Cover präsentiert, dazu eine Hand, die aus einem Leichensack herauslugt. Den rechten Teil dominiert die Zeichnung, links ist neben dem Schriftzug und der Angabe der Sprecher (löblich, da man auf einem Blick viele bekannte Namen sieht) Big Ben, das Wahrzeichen Londons, zu finden. Durch diese Aufteilung wirkt das Cover aufgelockert und stimmig.

Fazit: Vielleicht nicht die beste Folge der Serie, da die Geschichte ein wenig unübersichtlich scheint. Trotzdem habe ich mich über das Wiederhören mit Lorraine Whalley sehr gefreut.


Die größten Fälle von Scotland Yard - 6. Resistent



Erster Eindruck: Der Entführer mit der Gasmaske...

Margret Cavendish, die Frau des Großunternehmers Jack Cavendish, wird von einem Unbekannten entführt. Doch laut eines Briefes des Entführers will er kein Geld - er will sich an Cavendish rächen. Während Margret von dem Unbekannten mit der Gasmaske in einem Stall festgehalten wird, beginnt das Ermittlerteam um Rachel O´Hara vergeblich nach Spuren oder Verdächtigen zu suchen. Bis Margret überraschend freigelassen wird. Doch damit ist der Fall noch lange nicht zu Ende...

Mit "Die größten Fälle von Scotland Yard" hat Maritim eine Serie entwickelt, in der immer wechselnde Ermittler ungewöhnliche Kriminalfälle lösen. Nach fünf wirklich hervorragenden Folgen geht "Resistent" leider die Puste aus und kann die hohe Spannung der Vorgängerfolgen nicht halten. Während die restliche Serie von überraschenden Wendungen und Nervenkitzel geprägt war, ist diese Produktion recht vorhersehbar und bietet auch auf emotionaler Ebene kaum Anreize. Denn auch die Ermittler sind dieses mal eher blass und ausdruckslos geraten. Leider wurde ein weiterer, gravierender Fehler begangen: Durch die Beschreibung auf der Rückseite, die Wahl des Titels und die Illustration des Covers wird praktisch der ganze Fall erzählt, den Rest kann man sich leicht zusammenreimen. Das bedeutet nicht, dass ein schlechtes Hörspiel entstanden ist, aber besonders im Vergleich zu den starken anderen Folgen rutscht es eher in die Mittelmäßigkeit.

An den Sprechern gibt es hingegen nur wenig Kritik zu üben. Christine Pappert überzeugt in der Rolle der Ermittlerin Rachel O`Hara mit Durchsetzungsvermögen und Klugheit. Auch Lutz Riedel und Raimond Krone sind eine Bereicherung für das Team, die ihre Stimmen gekonnt inzusetzen wissen. Gerd Baltus wirkt als Jack Cavendish leider zu gesteelzt und hochtrabend, während Pia Werfel als eine Frau eine durchgängig hervorragende Leistung abgibt. Weitere Rollen sind durch Daniela Hoffmann, Christian Rhode und Marianne Groß besetzt.

Die recht spärliche Musikuntermalung passt insgesamt sehr gut zum Stil der Serie und weiß dadurch zu überzeugen. Denn an den wichtigesten Stellen schafft sie durchaus eine spannende Atmosphäre. Auch die Geräusche sind gelungen und lenken nicht von der Rahmenhandlung ab.

Die Covergestlatung mit dem Big Ben als das Wahrzeichen Londons ist sehr gelungen und stimmig. Die Coverzeichnung ist atmosphärisch und druch die Darstellung der Gasmaske kann die bedrückende Stimmmung der Entführung eingefangen werden.

Fazit: Diese Folge fälllt leider deutlich ab. Aber ich bin mir sicher, dass es mit den tollen Storys von Andreas Masuth wieder bergauf geht!


Die größten Fälle von Scotland Yard - Bittere Kristalle

Erster Eindruck: Spannung bis zum Schluss

Der Tod einiger "Dirnen" gibt Scotland Yard Rätsel auf! Sterben sie wirklich nicht auf natürliche Weise? Ist es doch Mord? Der neue Inspector Andrews stösst aber bei seiner Vorgesetzten erstmal auf taube Ohren! Also ermittelt er auf eigene Faust und kommt dem Rätsel bald auf die Spur! Die Spur des Giftmördes ist gefunden

Die Story spielt in England am Ende des 19 Jahrhunderts! Das gefällt mir besonders gut, ich liebe Geschichten die im alten England spielen! Ich finde aber man hätte sich hier eine Hauptfigur ausdenken sollen die dann in jedem neuen Fall auch ermittelt, so sind es immer wieder neue Inspektoren sie meiste auch immer von den selben Leuten gesprochen werden! Das doch sehr plötzliche Ende kam dann doch überraschend

Die Sprecher machen ihre Sachen ganz hervorrangen! Zu hören sind u.a Volker Brand, Heidi Schaffrath, Michael Habeck und und und....also die ganze Maritimriege ist vertreten!

Die Geräusche sind wie immer bei Maritim eher sparsam eingesetzt, das gefällt sehr gut!

Das Cover zeigt als Haupterkennunszeichen sieht man Big Ben abgebildet! Ansonstens sieht man eine Szene aus den Hörspiel!

Fazit: Solche Hörspiele müsste es viel mehr geben! Da kann man dann auch selber noch mit Rätseln wer denn wohl der Mörder ist und so....Gefällt mir sehr gut! Bitte mehr davon