Fünf Freunde – 119. und das versunkende Schiff



Erster Eindruck: Abenteuer an der Küste...

Julian, Dick, George und Ann verbringen einige Tage an der Küste von Bogna Bay, woe sie von wertvollen Bernsteinfunden hören. Angeblich soll ein reich beladenes Schiff nahe der Stadt untergegangen sein. Und natürlich ist dabei sofort der Spürsinn der fünf Freunde geweckt. Doch sie ahnen nicht, in welch große Gefahr sie ihr neues Abenteuer bringen wird...

Seit einigen Jahrzehnten läuft mittlerweile die Hörspielserie über die fünf Freunde, und da ist es nicht verwunderlich, wenn einige Themen immer mal wieder aufgegriffen werden. So ist auch das versunkene Schiff in der 119. Folge keine ganz neue Idee, doch es verspricht Abenteuer und Spannung. Und nicht nur das, denn die Geschichte überzeugt mit einem gelungenen Kniff: Die fünf Freunde werden hier voneinander getrennt und müssen in zwei Gruppen das Abenteuer bestehen. Dabei wird häufiger zwischen den Szenen hin- und hergewechselt, was nicht nur das Tempo steigert, sondern auch viel Dynamik mit einbringt. Schön ist auch, dass einige brenzlige Situationen eingebaut sind, die die fünf Freunde richtig fordern und aus denen sie nicht nur durch pures Glück entkommen, sondern ihre speziellen Eigenschaften einsetzen müssen. Eingebettet in eine typische Rahmenhandlung ergibt das eine weitere starke Folge der Serie, die zwar keine ganz neuen Ideen einbringt, aber einige Elemente egekonnt variiert und für viel Spannung sorgt.

Herbert Tennigkeit ist in der Rolle des Hendrik gut aufgehoben, er spricht die Rolle sehr routiniert und sicher, wobei er den Kern der Figur gut trifft. Jannik Endemann bereitet dem Hörer in der Rolle des Dick wieder viel Freude, wobei er nicht nur die spannenden Momente gut umsetzt, sondern auch viel Witz und Humor in die Folge einbringt. Auch Theresa Underberg ist als Anne wieder rchtig stark, sie kann der zurükhaltenden Figur ein paar interessante Facetten abgewinne. Weitere Sprecher sind Ben Hecker, Tobias Schmidt und Laura Preiss.

Die musikalische Umsetzung der Folge ist wieder auf einem sehr soliden Niveau, die eingesetzten Musikstücke sind passend zu der jeweiligen Stimmung ausgewählt, drängen sich aber nicht auf und dienen insbesondere zur Auflockerung der Szenenübergänge. Die Geräusche sind wieder vielfältig eingefügt und lassen die Dialoge lebendiger wirken.

Der Hang der fünf Freunde zu äußerst farbenfroher Kleidung wird auch auf diesem Cover wieder aufgegriffen. Während diese auch hier schon in zwei Grüppchen zu sehen sind, beeindruckt insbesondere die wunderschöne Landschaft, die im Hintergrund dargestellt wird. Die restliche Aufmachung ist wieder übersichtlich und hübsch aufgemacht.

Fazit: Eine Folge, die zwar keine großen Neuerungen in die Serie eingebaut hat, aber dafür sehr kurzweilig und spannend geraten ist. Das liegt vor allem an der Trennung der fünf Freunde, die zwei Handlungsstränge erlaubt und so einen dynamischen Eindruck hinterlässt. Und auch der Witz der Serie kommt stellenweise wieder gut zur Geltung.

VÖ: 18. November 2016
Label: Europa
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