PotzBlitz – 6. Gefahr für das Wunderland



Erster Eindruck: Auf den Spuren von Alice...

Die PotzBlitz-Zauberakademie ist nicht nur ein Ort, an dem junge Menschen die Zauberei lernen können, sondern hat auch eine umfangreiche Sammlung an magischen Artefakten in seiner Sammlung. Auch der Baum, durch dessen Portal einst Alice ins Wunderland gelangt ist, wird in den Gemäuern aufbewahrt. Doch Flo, Finn und Jazz merken, dass der Baum in Gefahr ist, und so folgen sie einem dunklen Magier mitten ins Wunderland...

Als Antwort auf die große Beliebtheit von magischen Geschichten für Kinder ist bei Contendo Media die Reihe „PotzBlitz“ um eine Akademie für Hexen und Zauberer entstanden. In der sechsten Folge um die drei Schüler Flo, Finn und Jazz ist nun eine kleine Neuerung eingetreten, denn erstmals wird die Handlung mit einer anderen bekannten Geschichte verknüpft: Wie der Titel schon andeutet, gelangen die drei nämlich in das von Lewis Carroll erdachte Wunderland. Zunächst einmal werden wieder einige alltägliche Szenen aus dem Schloss dargestellt, was recht unterhaltsam gelungen ist. Hier kommt der zauberhafte Hintergrund der Serie wieder gut zur Geltung, und das Leben auf der Akademie wird sehr abenteuerlich und lebendig in Szene gesetzt. Über einige Umwege gelangen die drei Schüler dann ins Wunderland, doch leider ist dieser Hauptteil nicht ganz so gut gelungen. Zwar gibt es einige durchaus kreative Szenen, die Spaß machen und mit Witz erzählt werden, doch insgesamt wird einiges wie eine bloße Nacherzählung der bekannten Geschichte. Hier hätte man durchaus noch mehr Variation mit einbringen können. Zudem verwirrt manchmal, dass die Kinder „Alice im Wunderland“ zu kennen scheinen und dennoch von einigen Dingen überrascht werden. Gut eingebaut ist hingegen die Gefahr, die von dem bösen Magier ausgeht, dieser scheint zudem noch eine wichtige Rolle in der Serie zu spielen.

Natürlich kommen einige der bekannten Figuren auch in dieser Umsetzung vor, so ist beispielsweise Mario von Stengel als Herz-Königin zu hören, die ihre Szenen mit Nachdruck und immer einer leichten Spur von Boshaftigkeit in der Stimme umsetzt. Reent Reins spricht die Rolle des Hutmachers und sorgt mit seinem tiefen, markanten Klang für viel Aufmerksamkeit und den richtigen Ausdruck der Figur. Gut gefallen hat mit auch Tammo Kaulbarsch als Raupe, der seiner Stimme eine ganz eigene Nuance verleiht und seine Szene so gekonnt herüberbringt. Weitere der zahlreichen Sprecher sind unter anderem Konrad Halver, Gordon Piedesack und Jannik Endemann.

Andreas Schiborr und Konrad Dornfels sind für die Musik dieser Folge verantwortlich, und diese ist wieder zauberhaft umgesetzt und erinnert an vielen Stellen an den für dieses Genre momentan populären Klänge. Doch auch die Szenen im Wunderland sind stimmig und lebendig umgesetzt, wozu auch die vielen eingebauten Geräusche ihren Teil beitragen.

Das Cover wirkt mit seinen bunten Farben und dem ansehnlichen Comicstil sehr gut gelungen, zumal viele Details und Figuren aus der Handlung dargestellt wurden. Besonders der böse Zauberer kommt mit seinem wehenden schwarzen Umhang und dem bösartigen Gesichtsausdruck gut zur Geltung. Im Inneren gibt es wieder einen kleinen Brief an den Zuhörer, der dieses mal von Jazz verfasst wurde.

Fazit: Die Szenen im Schloss sind wie immer sehr präsent und unterhaltsam gelungen, doch im Wunderland gibt es für meinen Geschmack zu viele Szenen, die die bekannte Geschichte lediglich nacherzählen und nur wenig Variationen hereinbringen. Dennoch sind einige gute Ideen eingebaut, und auch der Gegenspieler der Folge ist sehr gelungen umgesetzt worden.

VÖ: 17. März 2017
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 978-3-945757-22-2