Mark Brandis Raumkadett– 11. Das Jupiter-Risiko



Erster Eindruck: Eine Katastrophe nach der nächsten...

Fähnrich Mark Brandis steht kurz vor seiner Abschlussprüfung der Astronautenschule. Vorher steht aber noch ein Einsatz auf der Anat an, das Missionsziel ist aber nur Commander Michael Brandt bekannt. Doch dieser wird kurz vor dem Start festgenommen, sodass das Kommando an Captain Patricia Simmons übertragen wird...

Mark Brandis Raumkadett erzählt zwar die Jugendjahre des bekannten Raumfahrers, ist aber weder weniger komplex noch weniger unterhaltsam geraten. Das beweist einmal mehr die elfte Folge, die recht ruhig startet und zunächst die Mission und die Konstellation an Bord des Schiffes darstellt. So bekommt man auch von der restlichen Besatzung ein sehr genaues Bild, insbesondere die ehrgeizige und erfolgsorientierte Patricia Simmons wird detailreich gezeichnet. Auch die Ausbildungssituation von Mark und die politische Ordnung auf der Erde fließen wieder organisch und sehr gekonnt mit ein. Nach einem krassen Einschnitt in der Folge tritt jedoch absoluter Ausnahmezustand ein, es wird dramatisch, packend und sehr spannend weitererzählt. Nicht genug, dass die Crew in eine sehr gefährliche Situation gerät, diese ist auch noch mit ziemlich interessanten Elementen angereichert. Das passt alles bestens zusammen, insbesondere weil so stark wie nie zuvor Mark Entwicklung spürbar ist: Vom recht unbedarften Lausbuben zu Beginn der Serie bis hin zum verantwortungsbewussten jungen Mann war es ein weiter Weg, nun beweist er seine Fähigkeiten als Problemlöser in Extremsituationen. Ganz am Ende gibt es dann noch einen kleinen Ausblick auf den weiteren Verlauf und den roten Faden der Serie – sehr gelungen!

Daniel Claus ist natürlich wieder als junger Mark Brandis zu hören, den er wie immer mit viel Enthusiasmus spricht, sich aber auch ständig weiterentwickelt und hier in vielen Zügen schon an sein erwachsenes Ich erinnert. Dorothea Lott ist als Captain Patricia Simmons zu hören, sie kann die strebsame Frau sehr treffend intonieren, später spricht sie nach ihrer Wandlung aber völlig verändert und punktet dabei mit einer sehr intensiven Sprechweise. Auch Olaf Reichmann ist als Andrew Sims eine sehr gute Wahl und ergänzt das Sprecherteam um eine neue Facette. Weitere Sprecher sind Sascha Funke, Michael-Che Koch und Tilmar Kuhn.

Wie nicht anders zu erwarten ist auch die akustische Umsetzung hervorragend. Die Musik ist sehr genau auf die Stimmungen der einzelnen Szenen angepasst, sodass der Spannungsbogen optimal unterstützt wird. Auch die Geräusche sind treffend eingebaut und schaffen eine intensive Weltraum-Atmosphäre. Besonders die dramatischen Szenen zu Ende wirken sehr eingängig und lebhaft.

Ein wirbelnder Windstrudel ist auf dem Cover abgebildet, ein robustes Raumschiff fliegt mitten hindruch – die Landung auf dem Jupiter ist sehr treffend in Szene gesetzt und wird in den erdigen Farben sehr ansehnlich dargstellt. Passend dazu gibt es im Inneren einen kleinen Text zu dem größten Planeten unseres Sonnensystems.

Fazit: Wieder eine sehr hörenswerte Folge, die zwar eine in sich abgeschlossene Geschichte erzählt, aber dennoch die Rahmenhandung der Serie nicht außer acht lässt. Nach dem ruhigen, aber hörenswerten Start legt die Folge richtig los und wird sehr dramatisch und aufregend – perfekte Science-Fiction-Unterhaltung!

VÖ: 3. Februar 2017
Label: Folgenreich
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