Batman - Gotham Knight – 3. Monster

Batman - Gotham Knight – 2. Krieg

Batman - Gotham Knight – 1. Der Mann in Schwarz


Batman - Gotham Knight – 3. Monster



Erster Eindruck: Krokodile in der Kanalisation

Comissioner James Gordon wird zu einem Einsatz in die Unterwelt von Gotham City gerufen, und dort trifft er auf niemand geringeren als Batman. Auch dieser hat von dem ungewöhnlichen Vorfällen in der Kanalisation gehört und will mit Gordons Hilfe die Sache aufklären. Plötzlich wird er von einem krokodilartigen Monster angegriffen und verletzt – mit schweren Folgen…

In den ersten beiden Folgen der Batman-Serie von Highscore Music hatte es der schwarz gekleidete Superheld „nur“ mit mehr oder weniger normalen Superschurken zu tu. Da das Label die Veröffentlichung der Hörspiele deutlich antreibt, ist nun schon die dritte Folge erschienen, und hier ist der Gegner des Fledermausmannes schon ein ganz anderen Kaliber: Ein Krokodilwesen, das übermenschliche Kraft und Schnelligkeit hat. Das steht „Monster“ schon einmal recht gut, denn so erhält die Geschichte zusätzliche Brisanz und das, was viele an der Merchandising-Marke schätzen: Phantastische schlachten zwischen Wesen mit Superkräften. Doch noch etwas anderes zeichnet diese Folge aus und macht sie noch einen Tick besser als die beiden Vorgänger: Die Handlung wird hier sehr stringent erzählt und springt nicht hin und her. Für Dynamik ist trotzdem mit den sehr starken und teilweise actionbetonten Szenen gesorgt, doch auch die Folgen des ersten Aufeinandertreffens mit dem Krokodilwesen bringen weitreichende Konsequenzen mit sich. Zudem erfährt der Hörer etwas über die Vergangenheit des Titelhelden, und auch die Rahmenhandlung der ganzen Serie wird hier wieder vorangetrieben – und zwar mit sehr großen Schritten! Leichte Kritik ist stellenweise wieder an den Dialogen anzubringen, die nicht immer ganz rund und organisch wirken, aber das war es dann auch schon. Entstanden ist also ein gelungenes und temporeiches Actionspektakel, das ziemlich auf den Punkt gebracht wird. Weiter so!

Das Sprechercast ist bei dieser Serie gut zusammengestellt worden, bekannte und beliebte Stimmen reichen sich hier bis hin zu kleineren Nebenrollen die Klinke in die Hand. Gordon Piedesack ist beispielsweise als Erzähler eine gute Wahl, mit seiner markanten Stimme schafft er es, die düstere Stimmung von Gotham City einzufangen und gestaltet seine Parts recht atmosphärisch. Reent Reins macht als James Gordon wieder eine sehr gute Figur, den tatkräftigen Mann kann er mit viel Druck in der Stimme gekonnt darstellen. Holger Löwenberg ist als Krokodilwesen zu hören und schafft es, machtvoll und bedrohlich zu klingen, durch ihn wirkt die Bedrohung für Batman und Gotham City sehr präsent. Weitere Sprecher sind Rüdiger Schulski, Martin Sabel und natürlich Sascha Rotermund als Batman.

Ein Kompliment geht auch an Highscore Music für diese wirklich sehr runde und gekonnte Produktion, die einem Action-Hörspiel wirklich sehr angemessen ist. Besonders die Kämpfe werden intensiv und mit der Betonung auf die passenden Geräusche umgesetzt, und auch sonst wird ein recht düsteres und bedrohliches Bild gezeichnet. Musik und Geräusche scheinen hier gleichwertig und sorgen für eine passende Stimmung.

Das Coverdesign ist denjenigen zu den ersten beiden Folgen sehr ähnlich, unter dem signifikanten, gelben Logo mit der stilisierten Fledermaus ist eine Zeichnung des Superhelden zu sehen, der hier seine Fäuste kämpferisch dem Betrachter entgegenreckt. Die Augen sind zwei weiße Schlitze, das restliche Gesicht ist durch die Maske verhüllt. Sicherlich ein gelungenes Cover, etwas individueller hätten die Bilder aber ausfallen können.

Fazit: Es geht mit großen Schritten weiter, die Rahmenhandlung wird deutlich nach vorn getrieben. Und jetzt hat es Batman mit einem ihm ebenbürtigen Gegner mit übermenschlichen Kräften zu tun, was die Dramatik noch einmal erhöht. Ausflüge in Bruce Waynes Vergangenheit und eine sehr gradlinige Erzählweise sorgen für ein Actionhörspiel, das für das Genre sehr gut umgesetzt wurde.

VÖ: 11.Oktober 2013
Label: Highscore Music
Bestellnummer: 978-3-943166-30-9


Batman - Gotham Knight – 2. Krieg



Erster Eindruck: Weiterer Einsatz für den dunklen Superhelden

Bruce Wayne bekommt einen starken Magneten zu seiner Ausrüstung, mit dem er Kugeln von sich ablenken und auf den Angreifer zurückwerfen kann. Doch bevor er ihn richtig testen kann, bekommt das Gerät gleich seinen ersten Einsatz: Zwei rivalisierende Verbrecherbanden bekriegen sich offen in den Straßen Gothams, doch die Justiz unternimmt nichts, um die Stadt sicherer zu machen. Und so greift Batman beherzt ein…

Highscore Music hat mit Batman eine der bekanntesten Lizenzen überhaupt erworben und daraus eine Hörspielserie produziert. Nun sollen die einzelnen Folgen auch schnell auf den Markt kommen, und so ist schon kurze Zeit nach dem ersten Teil auch die zweite Folge mit dem Titel „Krieg“ erhältlich. Auch hier liegt die Betonung, der Schwerpunkt der Handlung wieder auf actionreichen Szenen und der Darstellung der Bedrohung, der Düsternis von Gotham City. Auch hier wird gerade in den anfänglichen Szenen viel von der Korruption und der Gewalt in der Stadt berichtet und ein sehr dunkles Bild von Batmans Umgebung gezeichnet. Im Mittelpunkt steht dabei der Bandenkrieg zwischen der Mafia und einer Organisation des geheimnisvollen „Russen“, in den zwei Polizisten hineingeraten sind. Batmans Bestreben liegt nicht darin, die Mitglieder der Banden zu bekehren oder zu retten, sondern Unschuldige vor ihnen zu beschützen – ein interessanter Ansatz, der konsequent verfolgt wird und gut in die Szenerie passt. Dabei gibt es einige heftige Kämpfe, die akustisch treffend umgesetzt wurden, aber auch zahlreiche Szenen, in denen die Handlung in Dialogen vorangetrieben wird. Diese sind leider nicht immer ganz sauber geschrieben worden und haben manchmal eine befremdliche Wirkung, aber im Gegensatz zur ersten Folge ist der Einsatz von Erzählparts deutlich nach unten korrigiert worden, sodass die Handlung lebendiger wirkt. Mir gefällt, dass auch der Handlungsstrang mit den angespülten Leichen am Fluss wieder aufgegriffen wird – wenn auch nur am Rande – und somit der rote Faden der Serie wieder aufgegriffen wird. Im Gegensatz zu den bekannten Verfilmungen sind die Antagonisten hier normale Menschen ohne Superheldenfähigkeiten, und so wirkt das Ganze ernsthafter und düsterer.

Jan-David Röhnfeld ist hier in der Rolle des Detective Crispus Allen zu hören, er passt sich gut an die düstere Umgebung an und kann seine markante Stimme gekonnt einsetzen. Eva Michaelis bildet zu seinem Klang als Detective Renee Montoya einen gelungenen Gegenpart, ihre deutlich hellere Stimme nimmt aber auch hier oft einen harten Klang an. Holger Löwenberg hat mir als Anton Solonik gut gefallen, der dem Mitarbeiter des Russen durch verschiedene Ansätze einen vielschichtigen Charakter darstellen kann. Weitere Sprecher sind Jürgen Holdorf, Wolf Frass und Andre Beyer.

Akustisch ist auch diese zweite Folge der Serie sauber produziert worden und bietet mit einer opulenten Ausstattung ein intensives Klangerlebnis. Die Musik ist sehr gut an die Szenerie angepasst und dementsprechend sehr düster, unheilvoll und bedrohlich. Und auch die Geräusche sind treffend eingesetzt, besonders die Kämpfe werden dadurch temporeicher, dramatischer und eindringlicher in ihrer Wirkung.

Wie auch schon bei der ersten Folge nimmt das bekannte Batman-Logo mit der stilisierten Fledermaus auf einem gelben Oval fast die gesamte obere Hälfte des Covers ein, sodass der Wiedererkennungswert der Marke Batman gesichert ist. Darunter ist eine Zeichnung des Superhelden zu sehen, der im Laufen kämpferisch eine Faust nach oben reckt. Im Hintergrund ist Gotham City mit seinen vielen Hochhäusern angedeutet.

Fazit: Auch hier muss man sich im Klaren sein, dass es sich um die Vertonung einer Comic-Serie handelt und besonderes Augenmerk auf einer actionbetonten Handlung liegt. Dies verhindert ein differenziertes Charakterbild und wirken tiefgreifende Gedankengänge, kann aber wegen der düsteren Stimmung durchaus überzeugen. Allerdings stolpert man an einigen Stellen über diverse Dialoge. Lässt man sich auf die Geschichte ein, wird man gut von dem Actionspektakel unterhalten.

VÖ: 27.September 2013
Label: Highscore Music
Bestellnummer: 978-3-9431-66-29-3


Batman - Gotham Knight – 1. Der Mann in Schwarz



Erster Eindruck: Bekannter Superheld jetzt auch für die Ohren

Eine unheimliche Mordserie erschüttert die düsteren Gassen von Gotham City, immer wieder werden grausam zugerichtete Leichen an das Ufer des Flusses gespült. Doch Batman, der Held der Stadt, wird von einem ganz anderen Verbrechen in Schach gehalten: Der unheimliche Mann in Schwarz nimmt mitten auf dem Aparo-Tower mehrere Geiseln und beraubt diese – und das war nicht der letzte Schlag von Batmans Widersacher…

Vollmundig hat Highscore Music seine neue Serie angekündigt, die von dem bekannten Superhelden Batman handelt. Gleich mehrere bombastische Kinoproduktionen auf der Grundlage der zahllosen Comics gibt es bereits, und da stehen natürlich hohe Erwartungen im Raum. Man muss sich bewusst sein, in welchem Genre die Geschichte angesiedelt ist, hier darf man keine hohen literarischen Ansprüche erwarten, es handelt sich um actionbetonte Unterhaltungsliteratur. Und hier hat das Produzententeam einen guten Weg gefunden, hat aufwendig inszeniert und mit viel Musik einen eindringlichen Hintergrund geschaffen. Die Geschichte ist spannend erzählt, viele offene Kämpfe, Verfolgungsjagden und Explosionen halten den Adrenalinpegel stetig hoch. Die Ereignisse scheinen sich zu überschlagen, Zeit zum Luftholen bleibt kaum. Und so ist man schnell mit der Handlung verbunden, die 60-minütige Produktion vergeht so sehr schnell und temporeich. Doch eine Elemente wirken (noch) nicht ganz Rund, einige Dialoge und besonders die Monologe einiger Protagonisten sind etwas zu nüchtern. Der Anteil des Erzählers ist mir persönlich zu hoch, einige der dort geschilderten Dinge wären in atmosphärisch umgesetzten Dialogen besser untergebracht gewesen. Insgesamt überwiegen aber die positiven Aspekte, sodass „Der Mann in Schwarz“ Lust auf die weiteren Teile der Serie macht.

Die Liste der Sprecher enthält einige Namen, die in der Hörspielwelt anerkannt und geschätzt sind, Highscore Music hat hier auf einen bewährten Mix gesetzt. Sascha Rotermund hat dabei die Hauptrolle des Batman ergattert. Besonders eindrucksvoll ist, wie er zwischen dem Superhelden und seiner wahren Identität Bruce Wayne unterscheidet und beide mit einem ganz unterschiedlichen Grundton ausstattet. Der wunderbare Jürgen Thormann spricht Waynes Butler Alfred Pennyworth, mit seiner intensiven, vornehmen und deutlich gealterten Stimme bringt er diese Figur sehr gekonnt herüber und avanciert schnell zum Liebling dieser Folge. Als Erzähler wurde Gordon Piedesack ausgewählt, der mir an einigen Stellen zu pathetisch klingt. Ich finde Erzähler die etwas neutraler sprechen immer etwas besser, Piedesack ist hier zu überbetont. Weitere Sprecher sind Reent Reins, Friederike Solak und Lutz Mackensy.

Wirklich opulent ausgestattet ist die Akustik des Hörspiels, hier wird einiges aufgefahren, um die Szenen lebendig und atmosphärisch wirken zu lassen. Besonders die eingesetzte Musik trägt hierzu ihren Teil bei, wirkt sehr düster und unheimlich, für jede Szene wurde hier die passende Stimmung gefunden. Die Geräusche sind vielfältig und häufig eingesetzt, sie sind auch mal recht laut und in den Vordergrund gestellt. So prasselt einiges auf den Hörer ein, glücklicherweise leidet aber das Verständnis der Dialoge nicht darunter.

Natürlich setzt das Cover der Folge auf den Wiedererkennungswert der Marke Batman, und so steht das berühmte Logo im Vordergrund, eine stilisierte Fledermaus auf ovalen gelben Hintergrund. Auch eine Zeichnung des Superhelden an sich ist zu sehen, in geduckter Pose schwingt er seinen Mantel vor sich. Im Hintergrund sind die düsteren Straßen von Gotham City angedeutet. Die Sprecher sind hier auf der Rückseite abgedruckt, das Booklet ist mit den nötigen Lizenz- und Produktionsangaben gespickt, während das Innere nur Platz für Werbung hat.

Fazit: Trotz einiger kleiner Schwächen eine vielversprechende erste Folge der neuen Serie des bekannten Themas. Den Hörer erwartet eine dichte, eindringliche Atmosphäre und eine temporeiche Handlung mit gleich mehreren Strängen und einem wirklich bösen Cliffhanger. Diese Folge macht Lust auf die weiteren Folgen, die in einem erfreulich hohen Rhythmus erscheinen.

VÖ: 13. September 2013
Label: Highscore Music
Bestellnummer: 978-3-943166-28-6