Star Wars – Die dunkle Seite der Macht – 1. Gejagte des Imperiums



Erster Eindruck: Intrigen, Verrat und ein Einbruch

Durch einen zufälligen Hinweis erfahren Luke Skywalker und Han Solo von einem geplanten Einbruch in die Schiffswerften von Sluis Van. Tatsächlich können sie den Übeltäter auf frischer Tat ertappen und überführen. Doch als sie dem Rat von der Tat berichten, entwickelt sich die Situation in eine ganz andere Richtung als gedacht, und am Ende steht Admiral Ackbar unter Anklage wegen Hochverrats…

„Die Erben des Imperiums“, eine vierteilige Miniserie aus dem Star Wars-Universum nach dem gleichnamigen Buch von Timothy Zahn, ist nach „Die Schlacht um Sluis Van“ abgeschlossen – und endete völlig offen. Allerdings wird nun mit der ebenfalls als Miniserie angelegten Geschichte „Die dunkle Seite der Macht“ nahtlos an die Ereignisse angeknüpft, sodass man nun endlich erfährt, wie es mit Han Solo, Luke und Leia Skywalker weitergeht. Auffällig ist, dass hier mehr auf politische Verwicklungen eingegangen wird, die Actionsequenzen sind deutlich heruntergeschraubt. Das ist zudem sehr spannend umgesetzt, die verschiedenen Verwicklungen steigern sich immer weiter und spitzen sich weiter zu. Und auch die geteilte Geschichte mit zwei Handlungsbögen sorgt für Dynamik, neben der Anklage von Ackbar wird auch wieder Leias Reise thematisiert. Diese Folge fühlt sich nicht wirklich wie eine neue Serie an und knüpft nahtlos an die Vorgänger an, hier wird eine spannende Geschichte mit politischem Hintergrund erzählt, die noch tiefer in das Universum von Star Wars eindringen lässt und weitere Facetten zeigt.

Erstklassig ist die Auswahl der Sprecher, nicht nur, weil viele Stimmen, die aus den Filmen bekannt sind, zu hören sind, sondern auch, weil die neuen Nebenrollen mit sehr fähigen Sprechern besetzt wurden. Wieder kann Thomas Nero Wolff als Großadmiral Thrawn überzeugen, sein markanter und aussagefähiger Klang setzt auch hier wieder Akzente und lässt einen wunderbaren Bösewicht entstehen. Hans-Geord Panczak ist ebenfalls wieder in die Rolle des Luke Skywalker geschlüpft, der sowohl die Actionszenen als auch die storylastigen Dialoge sehr gut zur Geltung bringt. Jürgen Thormann ist als Joruus C’baoth mit dabei, sein wandlungsfähiger Klang nimmt eine ganz neue Färbung an und passt sich dem politischen Weltraumthema an. Weitere Sprecher sind Erich Ludwig, Hubertus Bengsch und Arianne Borbach.

Sehr nah am Original-Soundtrack der Filme ist auch wieder dieses Hörspiel angesiedelt, sodass die vor dem Auge entstehenden Bilder dadurch noch verstärkt werden. Alles passt wunderbar zusammen, das Team um Oliver Döring hat sich wieder in mühevoller Kleinarbeit an die Arbeit begeben und alles zu einem stimmigen und voluminösen Ganzen vermischt, in dem ein Element das andere ergänzt.

Anstatt wie auf den anderen Covern zu der ersten Miniserie die handelnden Personen in den Mittelpunkt zu rücken und dazu eine Collage zu erstellen, wird hier von dem Grundgedanken der an Filmplakate erinnernden Motive abgewichen, dafür wird eine Schar Raumschiffe vor orangerotem Himmel gezeigt. Bedenkt man, dass hier eher die Personen und nicht die Raumschlachten im Vordergrund stehen, wirkt diese Entscheidung ein wenig merkwürdig.

Fazit: Die Geschichte wird erwachsener und deutlich politischer als ihre Vorgänger, ist ein wunderbarer Start in den neuen Handlungsbogen und weckt die Lust auf mehr.

VÖ: 12.April 2013
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-941082-55-7