
Dorian Hunter – 15. Die Teufelsinsel
Dorian Hunter – 14. Jagd nach Paris
Dorian Hunter – 13. Wolfshochzeit
Dorian Hunter – 12. Das Mädchen aus der Pestgrube
Dorian Hunter - 11. Schwestern der Gnade
Dorian Hunter - 10.2 Der Folterknecht: Hexenhammer
Dorian Hunter - 10.1 Der Folterknecht: Die Nacht von Nancy
Dorian Hunter - 9. Im Labyrinth des Todes
Dorian Hunter - 8. Kinder des Bösen
Dorian Hunter - 5. Der Griff aus dem Nichts
Dorian Hunter - 4. Das Wachsfigurenkabinett
Dorian Hunter - 3. Der Puppenmacher
Dorian Hunter - 2. Das Henkersschwert
Dorian Hunter - 1. Im Zeichen des Bösen
Dorian Hunter – 15. Die Teufelsinsel

Erster Eindruck: Die finale Jagd ist eröffnet
Asmodis hat sich auf einer abgelegenen Insel ein Herrschaftsgebiet angelegt, in dem es von teuflischen Fallen nur so wimmelt. Genau dort will Dorian Hunter ihn aufspüren und wie seine acht Brüder zunichte machen. Zusammen mit dem Reporter Armand Melville begibt er sich auf den gefährlichen Trip, doch nachdem der Franzose allein zurückgekehrt ist, spricht er nur unwillig über die Ereignisse...
Düster, mysteriös, mitreißend – das waren die Adjektive, die oft im Zusammenhang mit der Mystery-Serie Dorian Hunter fielen, die sich in nur 15 Folgen als feste Größe auf dem Hörspielmarkt etabliert hat und als eine der besten Reihen des Genres gilt. Die 15. Folge mit dem Titel „Die Teufelsinsel“ setzt dies zwar fort, hat aber auch einige kleinere Schwächen. Ein dunkles und bedrohliches Intro setzt den Grundstein und zeigt die ganze Durchtriebenheit Asmodis', hier wird gekonnt auf das Folgende eingestimmt, der Bedrohungsgrad für den taffen Geisterjäger erhöht. Den großen Reiz des momentanen Abschnittes der Geschichte kann aber voll ausgekostet werden, und das ist die Unberechenbarkeit von Hunters Handeln. Immer wieder überrascht er mit unerwarteten Handlungen, nachdem er mit seinem bisherigen Auftraggeber und Helfer gebrochen hat. Trotzdem wirkt er nicht völlig abgedreht, sondern wie auf einem unbarmherzigen Rachefeldzug – die Atmosphäre der Serie führt so in eine andere Richtung und kann tatsächlich noch eine Schippe drauflegen. Im Gegensatz dazu schleichen sich einige Längen ein, die man so nicht von der Serie gewohnt ist, bei einer Laufzeit von fast 80 Minuten nicht verwunderlich. Die sehr gelungene Erzählweise, die langsam aus einzelnen Fragmenten eine komplette Geschichte zusammensetzt, kann da zwar einen großen Teil wieder wett machen, eine Straffung einzelner Szenen oder deren Wegfall hätte dem Verlauf gut getan. Die Spannung wird trotzdem immer weiter gesteigert und sorgt für einen sehr intensiven Hörgenuss, der sich leicht hören lässt und den Hörer in seinen Bann zieht. Eine insgesamt gelungene Folge mit einem heftigen und eindrucksvollen Finale, bei dem sich Regisseur Marco Göllner aber zu sehr in Kleinigkeiten verliert.
Der Sprechercast kann wieder einige populäre Namen aufweisen, doch wirklich jeder fängt hier die Stimmung ein und trägt zum Gelingen der Folge bei. Der grandiose Klaus-Dieter Klebsch beispielsweise, der mit seiner außergewöhnlichen und variationsreichen Stimme Asmodis seinen irrwitzigen und bösartig-hinterhältigen Klang verleiht. Bernd Vollbrecht ist in der wichtigen Rolle des Mackendal zu hören, durch seine betonte und ruhige Stimme kann er in vollem Umfang die Atmosphäre einfangen, die von dem Mann ausgeht. Oliver Kalkove bekommt hier als Armand Melville einen recht großen Part, den er mit glaubhaften französischen Akzent und flüssiger Betonung gut darstellen kann. Weitere Sprecher sind Daniela Hoffmann, Luise Lunow und Marco Sand.
Für die unheimliche, düstere und harte Atmosphäre ist Dorian Hunter schon seit einiger Zeit bekannt, und auch hier kann sie wieder ihre volle Stärke ausspielen, indem sie gekonnt dynamische Musik mit passenden und oft lauten Geräuschen kombiniert. Ein besonderer Geniestreich ist aber bei den Sirenenartigen Gesängen gelungen, die wunderbar eingeflochten sind und einen starken Gruselfaktor haben.
Das Cover ist wieder in den typisch dunklen Brauntönen und dem dominierenden Schwarz gehalten, das Spiel von Licht und Schatten setzt da Motiv der schaurig wirkenden Insel gekonnt in Szene. Die restliche Aufmachung ist bereits bekannt und wie immer gelungen, der kleine Informationstext erlaubt dieses mal einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Folge und erklärt einige notwendige Änderungen an der Geschichte.
Fazit: Heftig, intensiv und spannend erzählt. Die lange Laufzeit wird hier aber zum kleinen Stolperstein und hätte gekürzt werden können.
VÖ: 26.August 2011
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527711867
Dorian Hunter – 14. Jagd nach Paris

Erster Eindruck: Gefährliche Zugfahrt
Dorian Hunter kommt bei der Jagd auf seine dämonische Familie nicht zur Ruhe, nach dem letzten Gefecht ist sein letzter Bruder, ein Vampir, geflohen. Der Dämonen-Killer verfolgt ihn in den Zug nach Paris, doch so leicht kann er Frederic nicht aufspüren, und dann mischt sich auch noch der Secret Service ein...
Statt immer dem gleichen Schema zu folgen und somit eine solide, aber kaum überraschende Storylinie zu kreieren, geht Dorian Hunter in fast jeder Folge neue Wege und versucht, einige Dinge anders zu machen als sonst. Vortrefflich gelungen ist den Produzenten dies mit der vierzehnten Folge „Jagd nach Paris“, die fast ausschließlich in einem Zug spielt. Schon zu Anfang wird dem Hörer keine Ruhe gegönnt, direkt nach der letzten Episode setzt die Handlung ein, und ehe man es sich versieht ist Dorian in dem Zug und macht Jagd auf seinen Bruder Frederic. Und auch die nachfolgende Handlung steigert sich trotz des gleichen Szenarios immer weiter zu einem wirklich gruseligen Gänsehaut-Feeling, welches diese Serie immer wieder herauf zu beschwören weiß. Die Geschichte ist sehr dicht, viele Ereignisse finden in vergleichsweise kurzer Zeit statt, ohne den Hörer zu überfordern. Besonders gut gelungen ist aber erneut die Atmosphäre, die geprägt ist von düsteren Tönen und der stetigen Furcht vor dem drohenden Unheil, das immer in de Luft zu hängen scheint. Die Beschränkung auf diesen einen Handlungsort macht auch diese Folge zu etwas Besonderem und Einzigartigen, ohne die anderen positiven Aspekte der Serie zu vernachlässigen. Hervorragend!
Die Sprecher sind einmal mehr sehr genau ausgewählt worden, sodass man nicht nur einige der besten Sprecher der Hörspielszene zu Ohr bekommt, sondern diese auch noch in den zu ihnen passenden Rollen besetzt wurden. Wie immer wunderbar ist Thomas Schmuckert als Dorian Hunter mit seinem schwarzen Humor und der Coolness, die nicht aufgesetzt wirkt. Damit wird er wohl zum organischten Interpret eines Geisterjägers. Oliver Kalkove kann als Armand Melville wieder zeigen, wie wandlungsfähig er ist. Robert Kotulla gibt einen sehr düsteren, gefährlichen Frederic ab und sorgt mit seiner Sprechweise für einige gruselige Momente. Weitere Sprecher sind Marco Sand, Haso Zorn und Konrad Halver.
Auch die großartige Produktion sorgt für die nötige Stimmung und ergänzt die gute Geschichte und die Sprecher. In angemessener Härte begleitet ein Mix aus Elektro- und Gitarrenklänge die Handlung, die auch mal etwas leiser werden kann, um anschließend überraschend laut zurückzukehren. Die Geräusche sorgen für ein glaubhaftes Ambiente.
Auf dem Cover ist natürlich der Zug abgebildet, der eine zentrale Rolle in dem Hörspiel einnimmt, verfolgt von drei Hubschraubern mit Suchscheinwerfern. Der etwas verwischte Zeichenstil in den gedeckten Farben und das Spiel mit dem wenigen vorhandenen Licht lässt auch dieses Titelbild zu einem wahren Eyecatcher werden.
Fazit: Eine sehr spannende Story mit der Besonderheit, dass sie auf einen einzigen Schauplatz beschränkt ist. Eine interessante und beeindruckende Idee, wie immer technisch perfekt umgesetzt.
VÖ: 20. Mai 2011
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 978-3-8291-2432-4
Dorian Hunter – 13. Wolfshochzeit

Erster Eindruck: Wolfsfrau gegen Dämonenkiller
Dorian Hunter erwacht aus einer tiefen Ohnmacht, ohne Erinnerung an die letzten Ereignisse. Was äußerst schlecht für ihn ist, denn nun wird ihm die Schuld an den grausam zerstückelten Leichen gegeben, die sich im selben Zimmer wie er befinden. Zur gleichen Zeit treibt eine geheimnisvolle Wolfsfrau ihr Unwesen...
Von Fans und Kritikern gleichermaßen gelobt und hoch angesehen könnte sich die dunkle Geisterjäger-Serie „Dorian Hunter“ eigentlich ein wenig auf den hart erarbeiteten und verdienten Lorbeeren ausruhen. Tut sie aber nicht, denn in Folge 13 wird wieder einiges anders gemacht als sonst, und auch in Sachen Heftigkeit kann sich „Wolfshochzeit“ noch einmal steigern. Schon allein die geniale Introszene, in der die oben erwähnte Wolfsfrau in Erscheinung tritt, ist wunderbar stimmungsvoll und wagt mit ihrer deftigen Wortwahl etwas – und das gelingt, denn danach ist man umso mehr gespannt auf die kommenden Entwicklungen. Auch dort wird man nicht enttäuscht, durch Hunters Erwachen ist man schnell mitten in der Handlung, was Tempo und Dynamik sehr zu gute kommt. Die Ereignisse überschlagen sich förmlich, auch wenn jedem Element noch genügend Zeit gegeben wird, um sich zu entfalten. Die Geschichte ist also schon mal sehr gut erzählt, doch auch was in Sachen Action geboten wird, ist nicht zu unterschätzen. Alles wirkt noch ein wenig heftiger, noch dramatischer als in den voran gegangenen Folgen. Und das ist neben der hervorragenden Produktion die eigentliche Stärke der Serie: Dass auch in der 13. Folge noch neue Elemente eingebracht werden, die den Hörer überraschen können.
Auch bei den Sprechern wird neben dem Stammcast mit sehr gut besetzten Nebenrollen für Neuerungen gesorgt mit Stimmen, die man nicht unbedingt immer erwarten würde. So ist beispielsweise Oliver Kalkofe als Sheldon Young zu hören und beweist, dass er durchaus auch ernsthafte Rollen sehr gekonnt und akzentuiert interpretieren kann. Kerstin Draeger spricht Jennifer Jennings und kann diese sicherlich nicht anspruchslose Rolle mit viel Gespür für dramatische Effekte ausstatten. Die wunderbare Regina Lemnitz begeistert einmal mehr als Martha Pickfort. Weitere Sprecher sind unter anderem Robert Kotulla, Martin Sabel und Sascha Rotermund.
Die Musik ist eigens für diese Serie komponiert worden, und so wird gleich die richtige Atmosphäre geschaffen. Und auch hier gilt: Bewährtes mit Neuem kombinieren, um so die optimale Wirkung auf den Hörer zu erzielen. Sehr düster, drückend, aber auch temporeich und spannend präsentiert sich die Musik, die mal im Hintergrund steht, sich mal laut dröhnend vordrängt.
Der Look der Cover ist jedes mal ähnlich – ein schwarzer Hintergrund, dazu ein Motiv in gedeckten Brauntönen. Hier ist ein Mensch in einem dunklen Wal zu sehen, begleitet von zwei Wölfen – sehr stimmungsvoll und atmosphärisch. Im Inneren des Covers ist neben dem Cover ein informativer Text zu der Serie zu lesen, dieses mal zu Regina Lemnitz.
Fazit: Ein Hörspiel, dass zu überraschen weiß und keine Sekunde Langeweile aufkommen lässt. Sehr starke Folge der Serie mit einer furiosen Introszene!
VÖ: 25. Februar 2011
Label: Folgenreich / Universal
Bestellnummer: 978-3-8291-2431-7
Dorian Hunter – 12. Das Mädchen aus der Pestgrube

Erster Eindruck: Asmodi greift ein
Dorian Hunter erfährt Details aus einem seiner früheren Leben und ist entsetzt, dass auch dieses eng mit Asmodi, dem Herrscher der schwarzen Familie, zusammenhängt. Er reist nach Wien, wo er sich weitere Hinweise erhofft. Doch auch dort gerät er an die Häscher von Asmodi und muss weitere Kämpfe bestehen, bevor er ein großes Geheimnis lüften kann...
Im Gegensatz zu vielen anderen seiner Hörspielkollegen ist Dorian Hunter, der Dämonen-Killer, nicht bloß auf pure Action und coole Sprüche aus, sondern lässt auch immer wieder einen Blick auf sein Innerstes zu – vielleicht ist das ein Grund, warum die Serie um ihn so gut ankommt. Auch die Introszene der 12. Folge „Das Mädchen in der Pestgrube“ setzt auf tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt und fasst zudem geschickt die wichtigsten Fakten aus der Serie zusammen, ein idealer Einstieg in die Handlung. Diese ist hier geprägt von vielen Elementen, die der Storyführung der gesamten Serie sehr dienlich ist. So erfährt man mehr über die Hintergründe von Asmodi und seinem Plan, hier wird offenbar ein großes, spektakuläres Finale vorbereitet. Viele Geheimnisse werden gelüftet, viele Dinge noch einmal vertieft, der Schwerpunkt liegt ganz auf der Vervollständigung der Geschichte. Was nicht heißen soll, dass keine Actionelemente mehr vorhanden wären, im Gegenteil: Auch hier sind diese nicht nur extrem gut arrangiert, sondern sind auch sinnvoll und sehr organisch in die Serie eingeflochten. „Das Mädchen in der Pestgrube“ ist ein fesselndes und spannendes Hörspiel voller neuer Hinweise, sehr gut erzählt – wieder ganz wunderbar gelungen!
Die Sprecherliste ist wieder wunderbar besetzt worden, es wurden nur Stimmen mit viel Ausdrucksvermögen ausgewählt. Douglas Welbat spielt als Michael Zamis eine entscheidende Rolle in dieser Folge und hat nichts von seiner beeindruckenden Präsenz verloren, seine Interpretation vielfältig und präzise. Hasso Zorn spricht den Norbert Helnwein mit seiner ihm eigenen Intensität und kann so viel zu der beeindruckenden Stimmung beitragen. Ganz wunderbar ist auch das Duo aus Luise Lunow und Jessy Rameik als Schwestern Mercy und Hercy, sie harmonieren vorzüglich miteinander. Weitere Rollen werden von Klaus-Dieter Klebsch, Bernd Rumpf und Steffi Kirchberger besetzt.
In Sachen akustische Untermalung beweist das Produktionsteam wieder einmal, wie weit vorne die Serie ist. Viel abwechslungsreiche Musikstücke werden geboten und an die jeweilige Szene angepasst, sodass immer die richtige Atmosphäre entsteht. Die Geräusche sind passend eingesetzt und sehr glaubwürdig, sodass man sich leicht in die Geschichte hineinversetzen kann.
Große Teile der Handlung spielen in Wien, und so greift auch das Cover auf das typische Flair der Stadt zurück. Die düsteren Farben sind geblieben, das Motiv schön anzusehen. Auch das Innere des Booklets ist ansprechend gestaltet und enthält einen interessanten Infotext, dieses mal über einige der Sprecher sowie ein lustiges Detail aus dem Hörspiel.
Fazit: Hier wird in hohem Maße der rote Faden der Serie weitergesponnen, Geheimnisse aufgedeckt und Details hinzugefügt – für Fans der Serie genau das Richtige!
VÖ: 19. November 2010
Label: Folgenreich / Universal
Bestellnummer: 978-3-8291-2380-8
Dorian Hunter - 11. Schwestern der Gnade

Erster Eindruck: Außer Gefacht gesetzt...
Dorian Hunter lässt sich anonym in das Sanatorium einweisen, in dem sich auch seine Frau Lilian von den traumatischen Erlebnissen von Schloss Lethian erholt. Merkwürdige Dinge gehen in der Anstalt vor, und Lilian meint, einen schwarzen Todesengel gesehen zu haben. Ein gefährliches Abenteuer nimmt seinen Lauf...
Weiter geht's mit Dorian Hunter, nach dem mittelalterlichen Zweiteiler wieder in der Gegenwart angekommen. Allerdings werden hier die Ereignisse der allerersten Folge wieder angerissen, da es ein Wiedersehen mit Dorians zum Irrsinn gequälter Frau Lilian gibt. Die Erzählweise ist wieder außerordentlich gut gelungen, in einem Gespräch schildert Dorian Hunter einige Ereignisse und fungiert somit auch als Erzähler, hat aber durch den zeitlichen Abstand genügend Distanz zu dem Geschehen. Auch die Geschichte ist wieder hervorragend, die Stimmung im Sanatorium drückend, während sich die merkwürdigen Vorfälle häufen. Das Verschwinden der Personen sowie der angebliche Todesengel wirkt sehr mysteriös und lässt auch den Höre mitfiebern. Wie die Insassen steht Dorian bald selbst an der Grenze zwischen normal und geisteskrank. Immer weiter steigert sich die Story, bis in dem überraschenden Finale alle Dinge aufgeklärt werden. Aufgehübscht ist die Geschichte mit einigen witzigen Elementen, wie beispielsweise ein ewig nörgelnder älterer Herr. "Schwestern der Gnade" hat nicht die Schwere seines Vorgängers, schafft aber die typische dunkle Atmosphäre der Serie und hat einen äußerst kurzweiligen Verlauf.
Iris Artajo ist natürlich wieder als Lilian Hunter zu hören. Ihre weiche Stimme passt sehr gut zu dem Charakter, sie überzeugt mit ihrem glaubhaften und punktuierten Spiel. Dr. Demming, der Leiter der Anstalt, wird von Peter Matic gesprochen, der mit seiner festen und einprägsamen Interpretation sehr positiv auffällt. Am besten haben mir jedoch Luise Lunow und Jessy Rameik als Schwestern Hercy und Mercy gefallen, deren Zusammenspiel eine wahre Freude ist. Weitere Sprecher sind unter anderem Eckart Dux, Jörg Reichlin und Leonard Mahlich.
Der auffällige Titelsong von Witt schallt nach einer kurzen Introszene mit seinem wummernden Bässen aus den Boxen und bilde einen harten und passenden Einstieg in die Handlung. Auch die restliche musikalische Begleitung ist elektronisch und verbreitet eine sehr finstere und geheimnisvolle Stimmung.
Auch in Sachen Covergestaltung konnte die Serie immer überzeugen, so auch hier. Der von hinten mit Licht beschienene Schatten einer alten Frau wirkt, gerade mit der dominierenden schwarzen Farbe, sehr ansprechend. Im Inneren ist wieder ein interessanter Infotext, dieses mal geschrieben von Iris Artajo über die Gestaltung ihrer Rolle.
Fazit: Kurzweilig und geheimnisvoll kann diese Folge besonders durch den beklemmenden Spielort überzeugen.
VÖ: 20. August 2010
Label: Folgenreich / Universal
Bestellnummer: 978-3-8291-2379-2
Dorian Hunter - 10.2 Der Folterknecht: Hexenhammer

Erster Eindruck: Überraschendes Finale
Immer tiefer dringt Dorian Hunter in die Geheimnisse des Barons de Conde ein, dessen Tagebuch aus dem späten 15. Jahrhundert er liest. Die darin geschilderte Teufelsanbetung und der Kampf der beiden Inquisitoren Jakob Sprenger und Heinrich Institoris offenbart ihm bald die ganze, schreckliche Wahrheit - und birgt zugleich eine große Gefahr...
Nach dem ersten Teil der Doppelfolge "Der Folterknecht" setzt die Geschichte "Hexenhammer" nahtlos die vorige Folge fort, in der aus dem Tagebuch des mittelalterlichen Barons Nicolas de Conde gelesen wird. Hier werden geschichtlich belegte Hintergründe und fiktive Ereignisse zusammengeführt, denn die Hexenverfolgung spielt hier eine wichtige Rolle, sogar die beiden Autoren des so genannten Hexenhammers kommen hier vor. Doch auch ohne diese realen Personen wäre aus "Hexenhammer" eine tolle Folge geworden, sie ist düster wie kaum eine andere Dorian Hunter-Geschichte. Immer wieder werden grausame Praktiken aus dem Hexenhammer angewandt, auch teuflische Machenschaften und dunkle Magie spielen in die Geschichte hinein und offenbaren, welches Grauen Nicolas de Conde auf sich geladen hat. Die Handlung ist vielschichtichtig, spielt aber über weite Teile wieder in der Vergangenheit. Umso überraschender kommt dann das Ende, das den Handlungsstrang um Dorians Brüder der dunklen Familie tatsächlich abschließt, was auf ziemlich außergewöhnliche und überraschende Art geschieht. Wunderbar, wie der Hörer hier immer tiefer in die Handlung eintaucht und von einem Ereignis zum nächsten mitfiebert. Die Grundlage für einen weiteren Handlungsstrang und somit einen Fortlauf der Serie wird am Ende gesetzt. Diese Folge fühlt sich anders an als seine Vorgänger und ist ungewöhnlich für die Serie, kann aber gerade wegen dieser Experimentierfreudigkeit und Andersartigkeit so sehr überzeugen.
Equinus, der schon aus der ersten Dorian Hunter-Folge bekannt sein sollte, wird wieder von Martin Semmelrogge gesprochen. Seine außergewöhnliche Stimme setzt er sehr gezielt ein, um ein genaues Bild des missgebildeten und ungewöhnlichen Charakters zu schaffen. Utz Richter kann mit dominantem Auftreten und präziser Betonung die historische Figur des Jakob Sprenger wieder zum Leben erwecken. Gleiches gilt für Michael von Rospatt als Heinrich Institoris, der eine ebenso überzeugende Leistung vorbringt. Weitere Sprecher sind Philipp Moog, Klaus Dieter Klebsch und natürlich Thomas Schmuckert als Dorian Hunter.
Einen großen Teil ihres Reizes zieht die Serie aus der atmosphärischen Gestaltung der Folgen, die fernab von anderen Geisterjäger-Produktionen auf eine sehr düstere, dichte Stimmung statt auf Schockeffekte setzt. So kann man sich leicht in der Geschichte versinken lassen und in die düstere Welt eintauchen.
Ein brennendes Buch ist Blickfang des Covers zu dieser Folge, während im Hintergrund eine ehrwürdige Burg thront. Diese war auch schon auf dem ersten Teil dieser Doppelfolge zu sehen und zeigt so die Zusammengehörigkeit. Auch hier ist im Booklet wieder ein informativer Text zu der Romanreihe zu finden, während der zweite Teil des Interviews mit den Machern der Serie interessante Details zur Hörspielproduktion offenbart.
Fazit: Eine ungewöhnliche und gerade deshalb so gelungene Folge, die mit ihrer düsteren Stimmung begeistern kann.
VÖ: 21. Mai 2010
Label: Folgenreich - Universal
Bestellnummer: 978-3-8291-2369-3
Dorian Hunter - 10.1 Der Folterknecht: Die Nacht von Nancy

Erster Eindruck: Der Blick zurück
Dorian Hunter, Dämonen-Killer im Kampf gegen die schwarze Familie, wird seit langem von Albträumen geplagt, die sich um einen mittelalterlichen Baron drehen. Als er an ein Tagebuch von Nicolas de Cande gerät, beginnt er zu lesen und erfährt einige Dinge, die ihm in seinem Kampf noch nützlich sein werden...
Mit einer Doppelfolge will das Produzententeam von "Dorian Hunter", einer der momentan beliebtesten Geisterjäger-Hörspielserien, den ersten Handlungsstrang rund um die Brüder des Dämonen-Killers enden lassen. Doch um dies zu tun und die Hintergründe einiger Dinge aufzuklären, wird hier zunächst weit in die Vergangenheit zurückgeblickt, sodass die aktuellen Entwicklungen vorerst in den Hintergrund treten. Die Informationen, die Dorian aus dem oben erwähnten Tagebuch erhält, sind nicht einfach nur vorgelesen, sondern als ebenso atmosphärisches Hörspiel umgesetzt wie der Rest der Serie. Im Mittelpunkt steht hier über weite Teile quasi eine zweite Hauptfigur, Baron Nicolas de Conde, der von den Ereignissen im 15. Jahrhundert aus seiner Sicht berichtet. Eine sehr mysteriöse und vorerst latent bedrohliche Stimmung entsteht, bei der sich die Spannung immer weiter zu steigern weiß. Thema ist Hexerei und ein verhängnisvoller Packt mit dem Teufel. Interessant für den Hörer - und für Dorian Hunter - ist der enge Bezug zur Gegenwart mit einigen bekannten Stimmen. Eine eher außergewöhnliche Folge der Serie, aber der Blick in die Vergangenheit lohnt sich allemal - für das Verständnis der Serie wie für den akkustischen Genuss, dem man sich erneut völlig hingeben kann.
Hervorragend besetzt ist das Hörspiel außerdem. Viele bekannte Sprecher bis in die kleinste Nebenrolle, allesamt mit der nötigen Leidenschaft dabei. Ganz wunderbar ist beispielsweise wieder Stefan Krause als Olivaro, der mit leiser, fistelnder Stimme sehr bedrohlich und eindringlich wirkt - genial! David Nathan spricht den Baron Nicolas de Conde und übernimmt damit große Teile der Handlung und auch einige Erzählparts. Mit seiner markanten Stimme und ernster Art kann er seine hervorragend dem Hörer nahe bringen. Seine Frau Isabelle wird von Celine Fontanges gesprochen, die ihre sehr variable Stimme wieder gekonnt einsetzt. Weitere Sprecher sind unter anderem Utz Richter, Wolf Frass und Regina Lemnitz.
Die düster-mysteriöse Atmosphäre der Serie ist auch für die Handlungen aus dem 15. Jahrhundert eine wunderbare Basis, um die Geschichte gekonnt und stimmungsvoll auszuschmücken. Leise Pianotöne erklingen genauso wie harte Elektro-Beats, der dadurch sehr dynamische Wechsel wickelt die Geschichte dicht in sich ein und macht sie voneinander untrennbar.
Eine Kutsche rast in hohem Tempo an einer unheimlichen Burg im Hintergrund vorbei - auch das Titelbild zu dieser zehnten Folge im typischen Stil der Serie ist gelungen und stimmig, während im kleinen Booklet ein interessanter Infotext zu finden ist. Als Bonustrack kann man am Ende des Hörspiel den ersten Teil eines informativen Interviews mit den Machern finden.
Fazit: Auf spannende Weise werden hier Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft. Ein toller Auftakt, der Lust auf den nächsten Teil macht.
VÖ: 21. Mai 2010
Label: Folgenreich / Universal
Bestellnummer: 978-3-8291-2341-9
Dorian Hunter - 9. Im Labyrinth des Todes

Erster Eindruck: Gänge und Särge
Als Dorian Hunter erfährt, dass Coco Zamis gestorben sein soll, macht er sich sofort auf nach Hongkong, wo die Hexe auch schon begraben wurde. Bei Michael Lundsdale, mit dem Coco in der asiatischen Stadt gewohnt hat, findet Dorian erste Anhaltspunkte. Doch ein finsterer Mann zieht im Hintergrund geschickt die Fäden...
Einen fließender Übergang zwischen zwei Labels hat "Dorian Hunter" hingelegt, der von nun an bei Folgenreich erscheint - allerdings und glücklicherweise mit dem gleichen Produzententeam. Das ist auch gut so, denn mit der neunten Folge "Im Labyrinth des Todes" ist erneut ein extrem starker Teil erschienen. Coco Zamis' Tod ist ein herber Schlag für Dorian Hunter, doch sofort wittert er einige merkwürdige Dinge. Die folgenden Ermittlungen bescheren uns gleich mehrere höchst spannende oder gruselige Szenen. Besonders die unheimlichen Begebenheiten auf dem Friedhof, Dorians Zusammentreffen mit seinen dämonischen Brüdern und eine Party, die sich für den Dämonen-Killer zu einem Albtraum entwickelt, bleiben lange im Gedächtnis haften. Für wirklichen Grusel sorgt aber eine der Schlussszenen, in der Edward Belial für einen schaurigen Tod von Hunter sorgrn will. Dieses ist so eindringlch umschrieben, von Thomas Schmuckert so intensiv erzählt und von den Geräuschen so effektreich umspielt, dass wirklicher Grusel aufkommt. Schlag auf Schlag wird die Geschichte erzählt, immer neue spannende Ereignisse sorgen für über 75 Minuten beste und atemberaubende Unterhaltung. Für mich die bisher beste Folge der Serie, hieran werden sich viele weitere Produktionen messen lassen müssen!
Besonders in dieser Folge überzeugen die Sprecher der dunklen Seite. Santiago Ziesmer beispielsweise weicht als irrer Leichenliebhaber Edward Belial von seinen sonst eher komisch angelegten Rollen ab und beweist, dass er auch ziemlich gruselig wirken kann. Auch Klaus-Dieter Klebsch kann in seinem kurzen Auftritt als Asmodi für unheimliche Stimmung sorgen. Am besten hat mir aber Stefan Krause als Olivaro gefallen, der auch in den letzten Folgen schon überzeugt hat. Seine nuancierte Stimme trieft vor unterdrückter Bosheit und Arroganz, sodass ein sehr genaues Bild seines Charakters gezeichnet wird. Weitere Sprecher sind unter anderem Frank Gustavus, Tom Broke und Regina Lemnitz.
Die Musik ist wieder um einiges härter als in vergleichbaren Serien. Die lauten Klänge verleihen dem Geschehen etwas sehr Dramatisches, aber auch Temporeiches. Glücklicherweise wird an den richtigen Stellen auch gespart. Besonders gelobt sei noch einmal der Nerven aufreibende Einsatz von längeren Pausen und insbesondere die bereits oben angesprochene Szene, die akkustisch wirklich perfekt umgesetzt wurde.
Gut, dass trotz des Labelwechsels auch nichts an der äußeren Erscheinungsform geändert wurde. Durch die verwendeten Brauntöne hat die Serie nämlich einen ganz eigenen Look verpasst bekommen. Auch im Inneren wurde nicht viel verändert, sodass wir erneut einen kleinen Infotext zu Stefan Krause lesen können.
Fazit: Hochspannend und voller gruseliger Szenen. Ein weiteres Highlight in der Serie.
VÖ: 19. Februar 2010
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 978-3-8291-2340-2
Dorian Hunter - 8. Kinder des Bösen

Erster Eindruck: Undercover im Internat
Coco Zamis hat sich als Lehrerin getarnt in ein Internat nahe London eingeschlichen, nachdem sie einen Hinweis auf merkwürdige Ereignisse bekommen hat. Tatsächlich sind die angewandten Methoden fragwürdig, und schnell vermutet sie das Böse hinter den Ereignissen. Kann Dorian Hunter ihr aus der Ferne helfen, den Fall zu klären?
Dorian Hunter, die wunderbare Mystery-Serie vom Zaubermond-Verlag, geht in der achten Folge "Kinder des Bösen" neue Wege, indem er erstmals nicht den Dämonen-Hasser, sondern seine Partnerin Coco Zamis in den Vordergrund der Ermittlungen stellt. Schon ihre Ankunft in dem Internat weckt großes Interesse beim Zuhörer, und auch im Folgenden steht sie dem eigentlichen Serienhelden in nichts nach: Der Fall ist spannend und undruchsichtig, Coco erhält durch ihr vermehrtes Agieren noch mehr Profil als bisher und natürlich darf auch der manchmal etwas bissige Humor nicht fehlen. Mehrere nebeneinander laufende Handlungsstränge halten die Geschichte dynamisch und vielseitig, ohne den Hörer zu überfordern. Besonders die Anspielung auf vergangene Folgen ist für Fans der Serie ein großer Reiz. Doch ist ist vor allem Ausschmückwerk für diesen wirklich gelungenen Fall, der sich nahtlos in die hervorragende Reihe einfügt.
Schön, dass Claudia Urbschat-Mingues als Coco Zamis wieder einmal die Wandlungsfähigkeit ihrer Stimme beweisen kann, denn neben der sexy Verführerin wie bisher meistens kann sie hier ihre harte und intelligente Seite zeigen. Als Donald Chapman bringt Frank Felicetti eine unüberhörbare humorige Komponente mit ein und liefert so eine überzeugende Leistung ab. Sehr überzeugt hat mich hier Katja Brügger als Irene Reuchlin, die in mehreren düsteren Szenen für die nötige Stimmung sorgt. Weitere Sprecher sind David Nathan, Tom Broke und Regina Lemnitz.
Das für Musik eingesetzte Team versteht eindeutig sein Handwerk und liefert uns unerneut eine düstere, beklemmende Atmosphäre mit harten Sounds und strammen Bässen. Besonders die anfänglichen Szenen im Internat sind sehr intensiv umgesetzt worden, da die Geschichte mit passenden stilistischen Elementen unterstützt wird.
Ein verängstigt dreinblickendes Kind vor einem alten Fenster - das allein reicht bei Dorian Hunter zu einem gelungenen Titelbild. Die übliche Farbgebung und der gelungene Schriftzug ergänzen das Motiv wieder gut. Im kleinen Booklet findet sich noch ein Text über Claudia Urbschat-Mingues als Sprecherin der Serie.
Fazit: Eine geniale und spannende Story, interessante Figuren und ein fieser Cliffhanger - auch Nummer acht von Dorian Hunter ist ein Volltreffer!
VÖ: 13.November 2009
Label: Zaubermond
Bestellnummer: 978-3-936558-68-5
Dorian Hunter - 7. Amoklauf

Erster Eindruck: Eine Familie im Bann des Bösen
In Borneo ist der Dämonen-Killer Dorian Hunter auf der Suche nach weiteren Mitgliedern der schwarzen Familie. Anonym bekommt er einen Hinweis auf einen merkwürdigen Amoklauf zugespielt. Nachforschungen bei der Witwe erhärten seinen Verdacht, doch dann tritt der Übermittler der Botschaft in Erscheinung...
Mit erfreulicher Regelmäßigkeit erscheinen die Abenteuer des Dämonen-Killers Dorian Hunter beim Zaubermond-Verlag, sodass man nun bereits zum siebten mal in den Genuss dieser Hörspielserie kommen kann. Auch mit dem zeitlichen Abstand zu den ersten Folgen kann Dorian Hunter immer noch vollkommen überzeugen, denn das Zusammenspiel aus der beklemmenden Atmosphäre, den hervorragenden Sprechern und der spannenden Geschichte ist genau das, was man von einem guten Hörspiel erwartet. In "Amoklauf" baut sich die Geschichte auf dem Ausraster eines angesehenen Mannes auf, wird mit immer neuen Wendungen am Laufen gehalten und steigert sich in jeder Szene weiter, um in einem vielschichtigen Ende zu münden. Besonders gefallen hat dabei die Figur des Dr. Jerome Hewitt, der einen großen Teil der Spannung ausmacht und am Ende in ein völlig neues Licht getaucht wird. Gespickt mit schwarzem Humor und faszinierenden Szenen wird hieraus ein hervorragendes Hörspiel, dass für sich allein genommen schon toll wäre, innerhalb der Serie aber auch für Weiterentwicklung sorgt. Hier sind besonders die Intro- und Outroszenen zu erwähnen, die auf eine der folgenden Geschichten anspielen. Fans von düsteren Grusel-Hörspielen, die nicht nur auf reine Action anspielen, sollten sich Dorian Hunter Nummer sieben unbedingt anhören.
Der oben bereits erwähnte Dr. Jerome Hewitt wird von Sven Plate gesprochen, dessen einprägsame Stimme hier völlig anders klingt als in anderen Produktionen, voller Irrrsinn und unterdrückter Bosheit. Schön, dass er seine Wandelbarkeit einmal unter Beweis stellen konnte! Als Marvin Cohen ist Frank Gustavus zu hören, dessen dunkle und betonte Stimme eine wunderbare Ergänzung zu Thomas Schmuckert als Dorian Hunter darstellt. Hoffentlich taucht er noch öfters auf. Auch Brigitte Grothum, die Grace Richardson spricht, kann mit einer intensiven Darstellung ihres Charakters vollkommen überzeugen. Weitere Sprecher sind unter anderem Konrad Halver, Eva Michaelis und Mia Diekow.
Die Musik von MoorlandMusic ist wieder die ideale Ergänzung der Geschichte und verleiht der Serie ein ganz eigenes Erscheiungsbild. Knarzende Sounds bestimmen dieses, ebenso wie stampefende Rhythmen und harte Computerklänge. Trotzdem dominieren diese nicht das Hörspiel, sondern steigern sich zusammen mit der aufbauenden Spannung. Grandios!
Das Coverbild zeigt eine Dschungellandschaft Borneos und gibt mit den rituellen Symbolen direkt einen ersten Eindruck der im Hörspiel auftauchenden Ureinwohner. Dieses Motiv zieht sich durch die gesamte Gestaltung, während das kleine Booklet wieder einen kleinen, interessanten Infotext bietet, der dieses mal das die Entstehung der Musik behandelt.
Fazit: Mystery, Grusel und Action in Perfektion! Die immer neuen Wendungen in diesem Hörspiel machen es extrem spannend. Unbedingt hören!
Dorian Hunter - 6. Freaks

Erster Eindruck: New York und seine Ausgestoßenen
Auf Einladung von Tim Morton verbringt der Dämonen-Killer Dorian Hunter einige Tage in New York, wo Ausgestoßene aus der schwarzen Familie als Krüppel ihr Dasein mit Betteln und gelegentlichen Aufträgen für das FBI füllen. Obwohl in ihrem Kampf gegen die schwarze Familie gerade eine Art Waffenstillstand herrscht, werden wieder Freaks getötet. Und ein Verdächtiger ist schnell gefunen: Dorian Hunter...
Wer momentan eine der besten Horror-Serien hören will, kann getrost zu Dorian Hunter greifen. Denn auch die sechste Folge mit dem Titel "Freaks" begeistert mit einer bestechenden Atmosphäre und einer absolut gelungenen Story. Das besondere an dieser Folge ist, dass viele Passagen aus der Sicht von Frank Leary erzählt werden, Mitglied der schwarzen Familie und bekennender Sado-Masochist. Diese Szenen, die meist Hintergründe der Geschichte aufdecken, sind beklemmend gruselig und tragen einen großen Teil zur Spannung der Folge bei. Seine aufgestellte Falle für Dorian Hunter mündet in einem spektakulären und würdigen Finale, das deshalb so genial ist, weil die ganze Folge über hierauf hingearbeitet und Spannung aufgebaut wurde. Dabei sticht Dorian Hunter wieder einmal wohltuend aus den üblichen Dämonen-Killer, -Jäger oder -Feind-Genre heraus, indem er sehr menschlich und glaubwürdig, die Geschichte wahrhaft gruselig und mysteriös ist. Wieder einer herausragende Folge der Serie, die mich gefesselt hat und absolut überzeugen konnte.
Auch der Sprechercast kann sich wieder einmal sehen lassen und vereint hochprofessionelle und engagierte Sprecher. Größtes Lob gebührt Hans-Werner Bussinger als Frank Leary, der seine Parts akzentuiert spricht und die gruselige Spannnung, die von dem Text ausgeht, so noch verstärkt. Auch Claudia Urbschat-Mingues darf als Coco Zamis nicht fehlen und liefert einmal mehr eine glänzende Leistung ab. Bisher war Costa Meronianakis mir noch kein Begriff, was sich mit seiner betonten und eindringlichen Sprechweise als But Lintock hier geändert hat. Weitere Sprecher sind unter anderem Max Schmuckert, Hasso Zorn und Lennardt Krüger.
Thematisch sehr passend ist die musikalische Untermalung, die hart und dominant wirkt. Auf diese Art entsteht eine ganz eigene Atmosphäre, die mehr auf die brutale und spannende Geschichte eingehen kann. Passend auch die Geräusche, die sehr organisch eingeflochten sind und so natürlich wirken.
Das Cover ist wieder in den bekannten Brauntönen gehalten, während der Freak in der großen Stadt fast schon verloren wirkt. Wieder eine passende und stimmungsvolle Arbeit. Im kleinen Booklet ist neben den üblichen Angaben ein informativer Text zur Titelwahl dieser Folge zu finden und warum er vom Namen des Heftromans abweicht.
Fazit: Ein absoluter Volltreffer und eine der besten Dorian Hunter Folgen bisher. Wer das nicht hört, hat definitiv etwas verpasst!
Dorian Hunter - 5. Der Griff aus dem Nichts

Erster Eindruck: Frankenstein lässt grüßen
Auf einer Party seines Freundes Jeff Parker lernt Dorian Hinter eine Hollywood-Schauspielerin kennen, die kurz darauf mit übermenschlichen Kräften versucht, ihn umzubringen. Dorian, der nachwievor auf der Suche nach seinen dämonischen Brüdern ist, kommt dabei auf die Spur eines Schönheitschirurgen, der nicht nur im Dienste der Medizin steht...
Mit den ersten vier Folgen der dunklen Mystery-Serie "Dorian Hunter" sind dem Zaubermond-Verlag mit Regisseur Marco Göllner wahre Prachtexemplare gelungen. Auch Nummer fünf "Der Griff aus dem Nichts" reiht sich hier nahtlos ein. Das Thema an sich beinhaltet schon eine leise Gesellschaftskritik am Schönheitswahn vieler Hollywood-Diven, doch das spielt sich sehr hintergründig ab. Verpackt ist das Ganze nämlich in eine mitreißende Story, die es nicht wie andere ähnliche Produktionen nötig hat, an allen Ecken und Enden zu knallen. Dorian Hunter schafft es nämlich, wirklich gruselige Stimmung und Schockmomente, mit denen man nicht gerechnet hat, zu erzeugen. Keine Sekunde des 74-Minüters kommt Langeweile auf, der Hörer wird immer weiter in den Kreis des wahnsinnigen Doktors gezogen, und obwohl alles am Anfang recht durchsichtig erscheint, kommt am Ende doch wieder alles überraschend anders. Dorian Hunter ist einfach ein absolutes Highlight in der Hörspielszene, das seinesgleichen sucht.
Jeff Parker, der Freund Dorian Hunter, der in Los Angeles wohnt, wird von Andreas von der Meden gesprochen. Hier stellt er seine enorme Bandbreite einmal mehr unter Beweis und klingt wieder einmal ganz anders als sonst. Katja Brügger spricht Dorothy Malone, die morlustige Schauspielerin, und ist dabei variabel und punktiert in ihrer Aussprache. Marco Göllner, gleichsam Regisseur und Skriptautor der Serie, ist hier als Tom Morton zu hören und kann auch hier auf voller Länge überzeugen. Weiter Sprecher sind unter anderem Michael von Rospatt, Patrick Bach und Utz Richter.
Stampfende Rhythmen, elektronische Klänge, harte Sounds: Die Musik des Hörspiels kann in Sachen Coolness vollkommen mit dem Titelhelden mithalten. Auch die Geräusche wurden gut eingefügt und machen das Geschehen für den Hörer greifbarer. Der Titelsong stammt von Witt der vielen aus der deutschen Musikszene ein Begriff sein dürfte
Von Witt gibt es nun auch eine neue Maxi CD auf der sich neben dem Dorian Hunter Titelsong noch drei weiter Remixe des Hörspielthemas befinden und zusätzlich 5 geschnitte Szenen aus den Folgen 1, 2 und 5. Für Fans der Hörspielserie sicherlich auch nochmal lohnenswert sich die CD zu kaufen.
Großes Lob gebührt auch Mark Freier, der mit der Titelillustration den Nagel auf den Kopf getroffen hat und zum fünften mal ein mysteriöses, ansprechendes Cover gestaltet hat. Im Booklet lässt sich noch ein kleiner, unterhaltsamer Text von Thomas Schmuckert, dem Sprecher des Dorian Hunter, über die Serie finden.
Fazit: Eine mitreißende Story, Sprecher in Hochform und eine geniale musikalische Untermalung. Dorian Hunter gehört auch mit Folge 5 zum besten der Hörspielszene.
Dorian Hunter - 4. Das Wachsfigurenkabinett

Erster Eindruck: Vampire, Wachsfiguren und andere Widrigkeiten
Dorian Hunter hat sich mittlerweile im britischen Secret Service ein Team aus fähigen Dämonenjägern zusammengestellt, das schon bald auf die erste harte Probe gestellt wird: Eine junge Stripperin wird tot aufgefunden, doch eine Obduktion kann nicht stattfinden, da ihre Haut völlig ausgehärtet ist. Die Spur führt zu der Vampirin Lady Hurst - und in ein Wachsfigurenkabinett...
Nachdem der Zauermond-Verlag und Regisseur Marco Göllner für die ersten drei "Dorian Hunter"-Folgen völlig zu recht mit Lob überschüttet wurden, fieberte die Hörspielwelt gespannt der vierten Folge "Das Wachsfigurenkabinett" entgegen - und wird definitiv nicht enttäuscht. Mit Donald Chapman hält ein Garant für coole Sprüche und Sarkasmus Einzug ins Dorian Hunter-Team, doch so lustig das auch ist, im Mittelpunkt steht nach wie vor die zeitgemäße, gruselige Spannung. Was in den ersten drei Folgen zu vortrefflich umgesetzt wurde, macht auch diese Folge zu einem absoluten Highlight in der heutigen Horrorhörspielwelt: Eine einfallsreiche Grundidee, ein Storyverlauf voller Action und Mystery und glaubhafte Charaktere. Gelungen sind sowohl die kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse, die völlig organisch in die Handlung eingebaut wurde, sowie der Ausblick auf die nächste Folge am Ende. Gelobt sei an dieser Stelle auch noch einmal der vernünftige Veröffentlichungsrhythmus von 3 Monaten. Es ist wie es ist, Dorian Hunter ist DIE Hörspielsensation des Jahres und hat sich schon in so kurzer Zeit völlig etabliert!
Thomas Schmuckert stellt einmal mehr unter Beweis, dass er die Idealbesetzung für Dorian Hunter ist. Nicht einen Millimeter weicht er von seiner Konzeption der Figur ab und sorgt so für einen perfekten Hörgenuss. Als Gastrolle als undurchsichtige Madame Picard, Besitzerin des Wachsfigurenkabinetts, ist Diana Pilger zu hören, die ebenso überzeugend wie geheimnisvoll ist. Wenn auch nur kurz zu hören, ist Klaus Dieter Klebsch wieder ein absoluter Hochgenuss als Asmodis. Weitere Sprecher sind Claudia Urbschat-Mingues, Konrad Halver und Gisela Trowe.
Harte Industrialklänge bestimmen die musikalische Untermalung, die aber auch während der Sprachpassagen leise im Hintergrund bleiben kann und somit mit der Story und den Sprechern eine enge Verbindung eingeht. Nach dem Hören kann man sich kaum eine andere Gestaltung vorstellen, und somit gehört Dorian Hunter auch produktionstechnisch zum Besten der Hörspielwelt.
Eine Frau im pompösen Ballkleid mit Maske, zu sehen nur als Schatten: Marl Freier, zuständig für die Coverillustration, schaffte etwas geheimnisvolles und zugleich absolut ansprechendes. Das schön gestaltete Booklet bietet neben den üblichen Angaben einen Infotext zu Produzent Dennis Ehrhardt.
Fazit: Klasse Sprecher, klasse Umsetzung, klasse Aufmachung!!! Auch die vierte Folge ist ein Volltreffer. Dorian Hunter ist DIE neue Hörspielserie des Jahres 2008! Zaubermond ist mit Dorian Hunter der ganz große Wurf gelungen.
Dorian Hunter - 3. Der Puppenmacher

Erster Eindruck: Gelungene Produktion um den Dämonen-Killer
Donald Chapman, Mitarbeiter des Secret Service und zuständig für Dorian Hunters Akte, "bittet" ihn bei einem ungewöhnlichen Fall zur Hilfe: Lord Hayward behauptet, dass sein Sohn von Dämonen heimgesucht wird. Tatsächlich stellt Dorian fest, dass mit dem Jungen etwas nicht stimmt: Er ist ein Hermaphrodit, die für die Dämonen großes Unheil bedeuten. Immer wieder redet Phillip Hayward von einer Alina, die anscheinend entführt worden ist. Und dann zeigt Alinas Mutter den beiden ein Foto auf dem Alina nicht größer als eine Puppe ist...
Dass sich hinter "Dorian Hunter" dieselbe Grundidee wie hinter Europas "Dämonenkiller" verbirgt, dürfte ja allseits bekannt sein. Wer aufgrund der eher stiefmütterlichen Produktion der alten Serie, der besonders ein stimmiges Drehbuch fehlte, auch vor der Neuaufnahme zurückschreckt, verpasst einiges. Denn die Fehler sind glücklicherweise nicht wiederholt worden, sodass "Dorian Hunter" vom Zaubermond-Verlag dank Drehbuchautor und Regisseur Marco Göllner nicht nur durch eine wirklich gruselige Story glänzt, sondern diese auch passend umgesetzt worden ist. Auch die komödiantischen Einlagen sind wesentlich stimmiger eingebaut (aufmerksame Hörspielhörer dürften beispielsweise ein recht bekanntes Zitat aus einer anderen Serie wiederentdecken...) und ziehen ihre Stärke eher aus Situationskomik und coolen Sprüchen. Wesentlich düsterer, spannender und glaubwürdiger geht es hier zu, sodass sich die Serie nicht hinter großen Namen der Hörspielszene verstecken muss und auf ihre eigene Weise großartige Unterhaltung bietet.
Auch bei den Sprechern wurde großen Wert auf Professionalität und Qualität gelegt. So sind mit Jürgen Thormann und Gisela Trowe gleich zwei Sprecher dabei, die auch bei der Europa-Produktion mitgewirkt haben. Beide sind für ihre Rollen ideal besetzt und sprechen intensiv und glaubwürdig. Genial ist auch Frank Felicetti als zynischer Donald Chapman, der den Witz der Figur auf sehr trockene Art herüberbringt. Auch die eindrucksvolle Darstellung des geisteskranken Phillip Hayward von Tim Kreuer verdient höchstes Lob. Weiterhin sind unter anderem Udo Schenk, Marina Zimmermann und Stefan Krause zu hören.
Auch musikalisch grenzt sich die Neuaufnahme deutlich von der Europa-Produktion ab. Düstere, stampfende Rhythmen, elektronische Klänge und viele Soundeffekte schaffen eine spannende und intensive Atmosphäre, ohne überladen zu wirken oder zu sehr von den Sprechern abzulenken. Gerade die Übergänge zwischen einzelnen Szenen wurden feinsinnig inszeniert.
Auch das Cover weiß zu überzeugen. Statt groteske Puppen oder Fledermauskarikaturen finden wir einen von hinten beleuchteten Mann auf einer Treppe. Schlicht, eindrucksvoll und mysteriös! Ebenso gelungen ist die Gestaltung des Booklets, in dem sich auch ein interessanter Text über die Entstehung der Serie und Regisseur Marco Göllner finden lässt
Fazit: Mit den drei ersten Folgen der Dorian Hunter-Serie hat Zaubermond alles richtig gemacht. Besonders diese Folge ist sehr gelungen. Wenn es auf diesem Wege weitergeht, steht der Serie eine hoffentlich große Zukunft bevor.
Dorian Hunter - 2. Das Henkersschwert

Erster Eindruck: Alles in einem: Grusel, Mystery und Action
Dorian Hunter sorgt mit Hilfe von Dr. Barrett dafür, dass seine Frau Lilian, die nach den Geschehnissen in Österreich ihr Gedächtnis verloren hat, zurück nach England gebracht werden kann. Da begegnet er der geheimnisvollen Coco Zamis in einer Bar, die beim Auftauchen mehrerer Männer fast panisch flieht. Obwohl Dorian weiß, dass Coco Verbindungen zur schwarzen Familie hat, lässt er sich auf sie ein. Doch schnell merkt er, dass er einen Fehler begangen hat, denn Coco führt ihn zu einem Friedhof...
Die Mystery-Serie "Dorian Hunter" aus dem Zaubermond-Verlag geht nach dem hervorragenden Auftakt mit "Das Henkersschwert" in die zweite Runde. Dabei konnte die hohe Qualität der ersten Produktion nicht nur gehalten werden, sondern ist sogar noch gesteigert worden. Die Geschichte um den Dämonen-Killer gewinnt viele neue Facetten und durch das Auftauchen von Coco Zamis außerdem noch eine interessante Figur. Außerdem wird mehr auf Spannung gesetzt als auf knallige Action, was der Serie äußerst gut tut. Die Dialoge sind stimmig und haben einen angenehmen Mix aus Witz und Ernsthaftigkeit, besonders die eingeschobenen Dialoge, in denen Hunter von den Ereignissen berichtet sind ebenso außergewöhnlich wie gelungen. Insgesamt gefällt mir dieser Teil noch einmal besser als Teil 1 und freue mich schon auf die Weiterführung der Serie.
Neben dem famosen Thomas Schmuckert, der dem Dorian Hunter Glaubwürdigkeit, Coolness und Witz verleiht, überzeugt insbesondere Claudia Urbschat-Mingues als Coco Zamis. Mal geheimnisvoll, mal zurückhaltend, mal voller Gefühle, zwischen allen Stimmungen wechselt sie spielend und treffend. Till Hagen hat mit Michaeel Zamis mal wieder die Rolle des Bösewichts, die er grandios umsetzt. Auch Michael Pan überzeugt als wortseliger Dr. Jerome Barrett. In weiteren Rollen sind Martin Semmelrogge, David Nathan und Hasso Zorn zu hören.
Atmosphärisch wurde alles richtig gemacht: Die meist elektronischen Klänge der Begleitmusik weisen in den Übergängen den einen oder anderen Soundeffekt auf, was der Dynamik äußerst zuträglich ist. Die Geräuschkulisse wartet ebenso mit interessanten Effekten auf, sodass selbst ein Zeitstopp passend und glaubwürdig unterlegt wurde.
Umrahmt wird die gelungene Produktion von einer ebenso gelungenen Aufmachung. Das Titelbild ist düster, geheimnisvoll und ideal gestaltet, das kleine Booklet ist mit Grafiken ausgestattet und bietet neben Sprecher- und Produktionsangaben und Danksagungen auch einen Infotext zum Autor des Romans, Neal Davenport, mit einigen interessanten Anekdoten.
Fazit: Hier wurde alles richtig gemacht: Tolle Sprecher, tolle Produktion und eine Story voller Spannung, Mystery und Witz.
Dorian Hunter - 1. Im Zeichen des Bösen

Erster Eindruck: Fantastischer Auftakt einer neuen Serie von Dorian Hunter
Der junge Reporter Dorian Hunter ist mit seiner Freundin Lilian auf einer Reise in der Schweiz. Merkwürdige Gestalten begleiten sie auf ihrer Busreise, und merkwürdigerweise sind alle Mitreisenden am selben Tag im selben Jahr geboren wie Dorian. Als die Gruppe eine Übernachtungsmöglichkeit suchen treffen sie auf den Geisteskranken Vukojew, der sie zu einem Schloss führt. Die dort lebende Gräfin scheint sie schon erwartet zu haben und führt sie in den Speisesaal. Und da offenbart sich ein Geheimnis, dass für Dorian Hunter und seine Freundin den Anfang einer schrecklichen Nacht bedeutet...
Der Zaubermond-Verlag hat sich entschlossen, zusammen mit Regisseur Marco Göllner, der sich für das phantastische Thriller-Hörspiel "Open the Door" verantwortlich zeigte, die "Dorian Hunter" -Reihe neu zu vertonen. Nun ist es so weit, die erste Folge "Im Zeichen des Bösen" liegt vor. Sehr düster ist die Geschichte umgesetzt worden, setzt eher auf mysteriöses Grauen als auf knallende Action, wobei auch diese nicht zu kurz kommt. Die Story steigert sich von anfänglichen leisen Beklemmungsgefühlen über sich wachsenden Schrecken bis zu einem furiosen Finale. Toll gelöst ist die Frage des Erzählers: Dorian Hunter berichtet einer anderen fiktiven Figur von den vergangenen Ereignissen. Eine sehr gute Umsetzung des Stoffes, der bereits unter dem Namen "Dämonenkiller" von Europa erschienen ist. Im direkten Vergleich ist die aufwändigere Produktion von Zaubermond für Fans düsterer Hörspiele wohl die bessere Wahl. So wurden beispielsweise Szenen, in denen die Babys kurz nach der Geburt vertauscht wurden, eingebaut, was die skrupellose Handlungsweise des Bösen das Grauen der Geschichte betont. Ich freue mich schon jetzt auf die folgenden Teile.
Bei den Sprechern wurde auf Professionalität viel Wert gelegt, was sich definitiv auszahlt. Als Dorian Hunter wurde Thomas Schmuckert engagiert, der den Dämonenkiller glaubhaft und mit viel Leidenschaft umsetzt. In die Rolle der Lilian Hunter ist Iris Artajo geschlüpft, die der Rolle ihre notwendige Glaubhaftigkeit verleiht. Als Gräfin Anastasia von Lethian ist Bea Kopyto zu hören. Ihre raue Stimme setzt sie perfekt für die böse und niederträchtige Rolle um. Klaus Dieter Klebsch hingegen ist als Asmodis, Herr der Finsternis, zu hören und spielt eine Gänseheut erzeugende Leistung. Hervorragend! Doch die absolute Top-Leistung liefert Martin Semmelrogge als Vukojew ab. Er spricht den Geisteskranken mit einer erschreckenden Intensität, ohne zu übertreiben oder ins Unglaubwürdige zu fallen. Auch alle anderen Sprecher überzeugen mit Leidenschaft und Überzeugungskraft, unter anderem Santiago Ziesmer, Patick Bach,
Stefan Krause und Till Hagen
Auch musikalisch ist die Produktion ein echtes Highlight. Düster stampfende, elektronische Beats und hektische Melodien unterstützen die Spannung, schaffen perfekte Übergänge, begleiten die Sprecher bei ihren Parts und lassen kaum eine Pause zum Aufatmen zu. Ebenso gelungen ist der Einsatz der Geräusche, die glaubhaft wirkt und so den Hörer das Gefühl des Dabeiseins vermittelt. So entsteht ein dichter Klangteppich, der die Geschichte ideal unterstreicht.
Das Cover ist sehr gut an das düstere Geschehen angepasst. Es spielt mit mysteriösen Elementen, mit dem Unbekannten, und schafft so einen großen Reiz, das Hörspiel zu hören. Auch die Farbgestaltung ist gut gewählt.
Fazit: Eine sehr gelungene Neuproduktion voller Mystik und Spannung, die Lust auf mehr macht.