
Dorian Hunter - 11. Schwestern der Gnade
Dorian Hunter - 10.2 Der Folterknecht: Hexenhammer
Dorian Hunter - 10.1 Der Folterknecht: Die Nacht von Nancy
Dorian Hunter - 9. Im Labyrinth des Todes
Dorian Hunter - 8. Kinder des Bösen
Dorian Hunter - 5. Der Griff aus dem Nichts
Dorian Hunter - 4. Das Wachsfigurenkabinett
Dorian Hunter - 3. Der Puppenmacher
Dorian Hunter - 2. Das Henkersschwert
Dorian Hunter - 1. Im Zeichen des Bösen
Dorian Hunter - 11. Schwestern der
Gnade

Erster Eindruck: Außer Gefacht gesetzt...
Dorian Hunter lässt sich anonym in das Sanatorium einweisen, in dem
sich auch seine Frau Lilian von den traumatischen Erlebnissen von
Schloss Lethian erholt. Merkwürdige Dinge gehen in der Anstalt vor,
und Lilian meint, einen schwarzen Todesengel gesehen zu haben. Ein
gefährliches Abenteuer nimmt seinen Lauf...
Weiter geht's mit Dorian Hunter, nach dem mittelalterlichen
Zweiteiler wieder in der Gegenwart angekommen. Allerdings werden
hier die Ereignisse der allerersten Folge wieder angerissen, da es
ein Wiedersehen mit Dorians zum Irrsinn gequälter Frau Lilian gibt.
Die Erzählweise ist wieder außerordentlich gut gelungen, in einem
Gespräch schildert Dorian Hunter einige Ereignisse und fungiert
somit auch als Erzähler, hat aber durch den zeitlichen Abstand
genügend Distanz zu dem Geschehen. Auch die Geschichte ist wieder
hervorragend, die Stimmung im Sanatorium drückend, während sich die
merkwürdigen Vorfälle häufen. Das Verschwinden der Personen sowie
der angebliche Todesengel wirkt sehr mysteriös und lässt auch den
Höre mitfiebern. Wie die Insassen steht Dorian bald selbst an der
Grenze zwischen normal und geisteskrank. Immer weiter steigert sich
die Story, bis in dem überraschenden Finale alle Dinge aufgeklärt
werden. Aufgehübscht ist die Geschichte mit einigen witzigen
Elementen, wie beispielsweise ein ewig nörgelnder älterer Herr.
"Schwestern der Gnade" hat nicht die Schwere seines Vorgängers,
schafft aber die typische dunkle Atmosphäre der Serie und hat einen
äußerst kurzweiligen Verlauf.
Iris Artajo ist natürlich wieder als Lilian Hunter zu hören. Ihre
weiche Stimme passt sehr gut zu dem Charakter, sie überzeugt mit
ihrem glaubhaften und punktuierten Spiel. Dr. Demming, der Leiter
der Anstalt, wird von Peter Matic gesprochen, der mit seiner festen
und einprägsamen Interpretation sehr positiv auffällt. Am besten
haben mir jedoch Luise Lunow und Jessy Rameik als Schwestern Hercy
und Mercy gefallen, deren Zusammenspiel eine wahre Freude ist.
Weitere Sprecher sind unter anderem Eckart Dux, Jörg Reichlin und
Leonard Mahlich.
Der auffällige Titelsong von Witt schallt nach einer kurzen
Introszene mit seinem wummernden Bässen aus den Boxen und bilde
einen harten und passenden Einstieg in die Handlung. Auch die
restliche musikalische Begleitung ist elektronisch und verbreitet
eine sehr finstere und geheimnisvolle Stimmung.
Auch in Sachen Covergestaltung konnte die Serie immer überzeugen,
so auch hier. Der von hinten mit Licht beschienene Schatten einer
alten Frau wirkt, gerade mit der dominierenden schwarzen Farbe,
sehr ansprechend. Im Inneren ist wieder ein interessanter Infotext,
dieses mal geschrieben von Iris Artajo über die Gestaltung ihrer
Rolle.
Fazit: Kurzweilig und
geheimnisvoll kann diese Folge besonders durch den beklemmenden
Spielort überzeugen.
VÖ: 20. August 2010
Label: Folgenreich / Universal
Bestellnummer: 978-3-8291-2379-2
Dorian Hunter - 10.2 Der Folterknecht:
Hexenhammer

Erster Eindruck: Überraschendes Finale
Immer tiefer dringt Dorian Hunter in die Geheimnisse des Barons de
Conde ein, dessen Tagebuch aus dem späten 15. Jahrhundert er liest.
Die darin geschilderte Teufelsanbetung und der Kampf der beiden
Inquisitoren Jakob Sprenger und Heinrich Institoris offenbart ihm
bald die ganze, schreckliche Wahrheit - und birgt zugleich eine
große Gefahr...
Nach dem ersten Teil der Doppelfolge "Der Folterknecht" setzt die
Geschichte "Hexenhammer" nahtlos die vorige Folge fort, in der aus
dem Tagebuch des mittelalterlichen Barons Nicolas de Conde gelesen
wird. Hier werden geschichtlich belegte Hintergründe und fiktive
Ereignisse zusammengeführt, denn die Hexenverfolgung spielt hier
eine wichtige Rolle, sogar die beiden Autoren des so genannten
Hexenhammers kommen hier vor. Doch auch ohne diese realen Personen
wäre aus "Hexenhammer" eine tolle Folge geworden, sie ist düster
wie kaum eine andere Dorian Hunter-Geschichte. Immer wieder werden
grausame Praktiken aus dem Hexenhammer angewandt, auch teuflische
Machenschaften und dunkle Magie spielen in die Geschichte hinein
und offenbaren, welches Grauen Nicolas de Conde auf sich geladen
hat. Die Handlung ist vielschichtichtig, spielt aber über weite
Teile wieder in der Vergangenheit. Umso überraschender kommt dann
das Ende, das den Handlungsstrang um Dorians Brüder der dunklen
Familie tatsächlich abschließt, was auf ziemlich außergewöhnliche
und überraschende Art geschieht. Wunderbar, wie der Hörer hier
immer tiefer in die Handlung eintaucht und von einem Ereignis zum
nächsten mitfiebert. Die Grundlage für einen weiteren
Handlungsstrang und somit einen Fortlauf der Serie wird am Ende
gesetzt. Diese Folge fühlt sich anders an als seine Vorgänger und
ist ungewöhnlich für die Serie, kann aber gerade wegen dieser
Experimentierfreudigkeit und Andersartigkeit so sehr
überzeugen.
Equinus, der schon aus der ersten Dorian Hunter-Folge bekannt sein
sollte, wird wieder von Martin Semmelrogge gesprochen. Seine
außergewöhnliche Stimme setzt er sehr gezielt ein, um ein genaues
Bild des missgebildeten und ungewöhnlichen Charakters zu schaffen.
Utz Richter kann mit dominantem Auftreten und präziser Betonung die
historische Figur des Jakob Sprenger wieder zum Leben erwecken.
Gleiches gilt für Michael von Rospatt als Heinrich Institoris, der
eine ebenso überzeugende Leistung vorbringt. Weitere Sprecher sind
Philipp Moog, Klaus Dieter Klebsch und natürlich Thomas Schmuckert
als Dorian Hunter.
Einen großen Teil ihres Reizes zieht die Serie aus der
atmosphärischen Gestaltung der Folgen, die fernab von anderen
Geisterjäger-Produktionen auf eine sehr düstere, dichte Stimmung
statt auf Schockeffekte setzt. So kann man sich leicht in der
Geschichte versinken lassen und in die düstere Welt eintauchen.
Ein brennendes Buch ist Blickfang des Covers zu dieser Folge,
während im Hintergrund eine ehrwürdige Burg thront. Diese war auch
schon auf dem ersten Teil dieser Doppelfolge zu sehen und zeigt so
die Zusammengehörigkeit. Auch hier ist im Booklet wieder ein
informativer Text zu der Romanreihe zu finden, während der zweite
Teil des Interviews mit den Machern der Serie interessante Details
zur Hörspielproduktion offenbart.
Fazit: Eine ungewöhnliche
und gerade deshalb so gelungene Folge, die mit ihrer düsteren
Stimmung begeistern kann.
VÖ: 21. Mai 2010
Label: Folgenreich - Universal
Bestellnummer: 978-3-8291-2369-3
Dorian Hunter - 10.1 Der Folterknecht: Die Nacht
von Nancy

Erster Eindruck: Der Blick zurück
Dorian Hunter, Dämonen-Killer im Kampf gegen die schwarze Familie,
wird seit langem von Albträumen geplagt, die sich um einen
mittelalterlichen Baron drehen. Als er an ein Tagebuch von Nicolas
de Cande gerät, beginnt er zu lesen und erfährt einige Dinge, die
ihm in seinem Kampf noch nützlich sein werden...
Mit einer Doppelfolge will das Produzententeam von "Dorian Hunter",
einer der momentan beliebtesten Geisterjäger-Hörspielserien, den
ersten Handlungsstrang rund um die Brüder des Dämonen-Killers enden
lassen. Doch um dies zu tun und die Hintergründe einiger Dinge
aufzuklären, wird hier zunächst weit in die Vergangenheit
zurückgeblickt, sodass die aktuellen Entwicklungen vorerst in den
Hintergrund treten. Die Informationen, die Dorian aus dem oben
erwähnten Tagebuch erhält, sind nicht einfach nur vorgelesen,
sondern als ebenso atmosphärisches Hörspiel umgesetzt wie der Rest
der Serie. Im Mittelpunkt steht hier über weite Teile quasi eine
zweite Hauptfigur, Baron Nicolas de Conde, der von den Ereignissen
im 15. Jahrhundert aus seiner Sicht berichtet. Eine sehr mysteriöse
und vorerst latent bedrohliche Stimmung entsteht, bei der sich die
Spannung immer weiter zu steigern weiß. Thema ist Hexerei und ein
verhängnisvoller Packt mit dem Teufel. Interessant für den Hörer -
und für Dorian Hunter - ist der enge Bezug zur Gegenwart mit
einigen bekannten Stimmen. Eine eher außergewöhnliche Folge der
Serie, aber der Blick in die Vergangenheit lohnt sich allemal - für
das Verständnis der Serie wie für den akkustischen Genuss, dem man
sich erneut völlig hingeben kann.
Hervorragend besetzt ist das Hörspiel außerdem. Viele bekannte
Sprecher bis in die kleinste Nebenrolle, allesamt mit der nötigen
Leidenschaft dabei. Ganz wunderbar ist beispielsweise wieder Stefan
Krause als Olivaro, der mit leiser, fistelnder Stimme sehr
bedrohlich und eindringlich wirkt - genial! David Nathan spricht
den Baron Nicolas de Conde und übernimmt damit große Teile der
Handlung und auch einige Erzählparts. Mit seiner markanten Stimme
und ernster Art kann er seine hervorragend dem Hörer nahe bringen.
Seine Frau Isabelle wird von Celine Fontanges gesprochen, die ihre
sehr variable Stimme wieder gekonnt einsetzt. Weitere Sprecher sind
unter anderem Utz Richter, Wolf Frass und Regina Lemnitz.
Die düster-mysteriöse Atmosphäre der Serie ist auch für die
Handlungen aus dem 15. Jahrhundert eine wunderbare Basis, um die
Geschichte gekonnt und stimmungsvoll auszuschmücken. Leise
Pianotöne erklingen genauso wie harte Elektro-Beats, der dadurch
sehr dynamische Wechsel wickelt die Geschichte dicht in sich ein
und macht sie voneinander untrennbar.
Eine Kutsche rast in hohem Tempo an einer unheimlichen Burg im
Hintergrund vorbei - auch das Titelbild zu dieser zehnten Folge im
typischen Stil der Serie ist gelungen und stimmig, während im
kleinen Booklet ein interessanter Infotext zu finden ist. Als
Bonustrack kann man am Ende des Hörspiel den ersten Teil eines
informativen Interviews mit den Machern finden.
Fazit: Auf spannende Weise
werden hier Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft. Ein
toller Auftakt, der Lust auf den nächsten Teil macht.
VÖ: 21. Mai 2010
Label: Folgenreich / Universal
Bestellnummer: 978-3-8291-2341-9
Dorian Hunter - 9. Im Labyrinth des
Todes

Erster Eindruck: Gänge und Särge
Als Dorian Hunter erfährt, dass Coco Zamis gestorben sein soll,
macht er sich sofort auf nach Hongkong, wo die Hexe auch schon
begraben wurde. Bei Michael Lundsdale, mit dem Coco in der
asiatischen Stadt gewohnt hat, findet Dorian erste Anhaltspunkte.
Doch ein finsterer Mann zieht im Hintergrund geschickt die
Fäden...
Einen fließender Übergang zwischen zwei Labels hat "Dorian Hunter"
hingelegt, der von nun an bei Folgenreich erscheint - allerdings
und glücklicherweise mit dem gleichen Produzententeam. Das ist auch
gut so, denn mit der neunten Folge "Im Labyrinth des Todes" ist
erneut ein extrem starker Teil erschienen. Coco Zamis' Tod ist ein
herber Schlag für Dorian Hunter, doch sofort wittert er einige
merkwürdige Dinge. Die folgenden Ermittlungen bescheren uns gleich
mehrere höchst spannende oder gruselige Szenen. Besonders die
unheimlichen Begebenheiten auf dem Friedhof, Dorians
Zusammentreffen mit seinen dämonischen Brüdern und eine Party, die
sich für den Dämonen-Killer zu einem Albtraum entwickelt, bleiben
lange im Gedächtnis haften. Für wirklichen Grusel sorgt aber eine
der Schlussszenen, in der Edward Belial für einen schaurigen Tod
von Hunter sorgrn will. Dieses ist so eindringlch umschrieben, von
Thomas Schmuckert so intensiv erzählt und von den Geräuschen so
effektreich umspielt, dass wirklicher Grusel aufkommt. Schlag auf
Schlag wird die Geschichte erzählt, immer neue spannende Ereignisse
sorgen für über 75 Minuten beste und atemberaubende Unterhaltung.
Für mich die bisher beste Folge der Serie, hieran werden sich viele
weitere Produktionen messen lassen müssen!
Besonders in dieser Folge überzeugen die Sprecher der dunklen
Seite. Santiago Ziesmer beispielsweise weicht als irrer
Leichenliebhaber Edward Belial von seinen sonst eher komisch
angelegten Rollen ab und beweist, dass er auch ziemlich gruselig
wirken kann. Auch Klaus-Dieter Klebsch kann in seinem kurzen
Auftritt als Asmodi für unheimliche Stimmung sorgen. Am besten hat
mir aber Stefan Krause als Olivaro gefallen, der auch in den
letzten Folgen schon überzeugt hat. Seine nuancierte Stimme trieft
vor unterdrückter Bosheit und Arroganz, sodass ein sehr genaues
Bild seines Charakters gezeichnet wird. Weitere Sprecher sind unter
anderem Frank Gustavus, Tom Broke und Regina Lemnitz.
Die Musik ist wieder um einiges härter als in vergleichbaren
Serien. Die lauten Klänge verleihen dem Geschehen etwas sehr
Dramatisches, aber auch Temporeiches. Glücklicherweise wird an den
richtigen Stellen auch gespart. Besonders gelobt sei noch einmal
der Nerven aufreibende Einsatz von längeren Pausen und insbesondere
die bereits oben angesprochene Szene, die akkustisch wirklich
perfekt umgesetzt wurde.
Gut, dass trotz des Labelwechsels auch nichts an der äußeren
Erscheinungsform geändert wurde. Durch die verwendeten Brauntöne
hat die Serie nämlich einen ganz eigenen Look verpasst bekommen.
Auch im Inneren wurde nicht viel verändert, sodass wir erneut einen
kleinen Infotext zu Stefan Krause lesen können.
Fazit: Hochspannend und
voller gruseliger Szenen. Ein weiteres Highlight in der Serie.
VÖ: 19. Februar 2010
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 978-3-8291-2340-2
Dorian Hunter - 8. Kinder des Bösen

Erster Eindruck: Undercover im Internat
Coco Zamis hat sich als Lehrerin getarnt in ein Internat nahe
London eingeschlichen, nachdem sie einen Hinweis auf merkwürdige
Ereignisse bekommen hat. Tatsächlich sind die angewandten Methoden
fragwürdig, und schnell vermutet sie das Böse hinter den
Ereignissen. Kann Dorian Hunter ihr aus der Ferne helfen, den Fall
zu klären?
Dorian Hunter, die wunderbare Mystery-Serie vom Zaubermond-Verlag,
geht in der achten Folge "Kinder des Bösen" neue Wege, indem er
erstmals nicht den Dämonen-Hasser, sondern seine Partnerin Coco
Zamis in den Vordergrund der Ermittlungen stellt. Schon ihre
Ankunft in dem Internat weckt großes Interesse beim Zuhörer, und
auch im Folgenden steht sie dem eigentlichen Serienhelden in nichts
nach: Der Fall ist spannend und undruchsichtig, Coco erhält durch
ihr vermehrtes Agieren noch mehr Profil als bisher und natürlich
darf auch der manchmal etwas bissige Humor nicht fehlen. Mehrere
nebeneinander laufende Handlungsstränge halten die Geschichte
dynamisch und vielseitig, ohne den Hörer zu überfordern. Besonders
die Anspielung auf vergangene Folgen ist für Fans der Serie ein
großer Reiz. Doch ist ist vor allem Ausschmückwerk für diesen
wirklich gelungenen Fall, der sich nahtlos in die hervorragende
Reihe einfügt.
Schön, dass Claudia Urbschat-Mingues als Coco Zamis wieder einmal
die Wandlungsfähigkeit ihrer Stimme beweisen kann, denn neben der
sexy Verführerin wie bisher meistens kann sie hier ihre harte und
intelligente Seite zeigen. Als Donald Chapman bringt Frank
Felicetti eine unüberhörbare humorige Komponente mit ein und
liefert so eine überzeugende Leistung ab. Sehr überzeugt hat mich
hier Katja Brügger als Irene Reuchlin, die in mehreren düsteren
Szenen für die nötige Stimmung sorgt. Weitere Sprecher sind David
Nathan, Tom Broke und Regina Lemnitz.
Das für Musik eingesetzte Team versteht eindeutig sein Handwerk und
liefert uns unerneut eine düstere, beklemmende Atmosphäre mit
harten Sounds und strammen Bässen. Besonders die anfänglichen
Szenen im Internat sind sehr intensiv umgesetzt worden, da die
Geschichte mit passenden stilistischen Elementen unterstützt
wird.
Ein verängstigt dreinblickendes Kind vor einem alten Fenster - das
allein reicht bei Dorian Hunter zu einem gelungenen Titelbild. Die
übliche Farbgebung und der gelungene Schriftzug ergänzen das Motiv
wieder gut. Im kleinen Booklet findet sich noch ein Text über
Claudia Urbschat-Mingues als Sprecherin der Serie.
Fazit: Eine geniale und
spannende Story, interessante Figuren und ein fieser Cliffhanger -
auch Nummer acht von Dorian Hunter ist ein Volltreffer!
VÖ: 13.November 2009
Label: Zaubermond
Bestellnummer: 978-3-936558-68-5
Dorian Hunter - 7. Amoklauf

Erster Eindruck: Eine Familie im Bann des Bösen
In Borneo ist der Dämonen-Killer Dorian Hunter auf der Suche nach
weiteren Mitgliedern der schwarzen Familie. Anonym bekommt er einen
Hinweis auf einen merkwürdigen Amoklauf zugespielt. Nachforschungen
bei der Witwe erhärten seinen Verdacht, doch dann tritt der
Übermittler der Botschaft in Erscheinung...
Mit erfreulicher Regelmäßigkeit erscheinen die Abenteuer des
Dämonen-Killers Dorian Hunter beim Zaubermond-Verlag, sodass man
nun bereits zum siebten mal in den Genuss dieser Hörspielserie
kommen kann. Auch mit dem zeitlichen Abstand zu den ersten Folgen
kann Dorian Hunter immer noch vollkommen überzeugen, denn das
Zusammenspiel aus der beklemmenden Atmosphäre, den hervorragenden
Sprechern und der spannenden Geschichte ist genau das, was man von
einem guten Hörspiel erwartet. In "Amoklauf" baut sich die
Geschichte auf dem Ausraster eines angesehenen Mannes auf, wird mit
immer neuen Wendungen am Laufen gehalten und steigert sich in jeder
Szene weiter, um in einem vielschichtigen Ende zu münden. Besonders
gefallen hat dabei die Figur des Dr. Jerome Hewitt, der einen
großen Teil der Spannung ausmacht und am Ende in ein völlig neues
Licht getaucht wird. Gespickt mit schwarzem Humor und
faszinierenden Szenen wird hieraus ein hervorragendes Hörspiel,
dass für sich allein genommen schon toll wäre, innerhalb der Serie
aber auch für Weiterentwicklung sorgt. Hier sind besonders die
Intro- und Outroszenen zu erwähnen, die auf eine der folgenden
Geschichten anspielen. Fans von düsteren Grusel-Hörspielen, die
nicht nur auf reine Action anspielen, sollten sich Dorian Hunter
Nummer sieben unbedingt anhören.
Der oben bereits erwähnte Dr. Jerome Hewitt wird von Sven Plate
gesprochen, dessen einprägsame Stimme hier völlig anders klingt als
in anderen Produktionen, voller Irrrsinn und unterdrückter Bosheit.
Schön, dass er seine Wandelbarkeit einmal unter Beweis stellen
konnte! Als Marvin Cohen ist Frank Gustavus zu hören, dessen dunkle
und betonte Stimme eine wunderbare Ergänzung zu Thomas Schmuckert
als Dorian Hunter darstellt. Hoffentlich taucht er noch öfters auf.
Auch Brigitte Grothum, die Grace Richardson spricht, kann mit einer
intensiven Darstellung ihres Charakters vollkommen überzeugen.
Weitere Sprecher sind unter anderem Konrad Halver, Eva Michaelis
und Mia Diekow.
Die Musik von MoorlandMusic ist wieder die ideale Ergänzung der
Geschichte und verleiht der Serie ein ganz eigenes Erscheiungsbild.
Knarzende Sounds bestimmen dieses, ebenso wie stampefende Rhythmen
und harte Computerklänge. Trotzdem dominieren diese nicht das
Hörspiel, sondern steigern sich zusammen mit der aufbauenden
Spannung. Grandios!
Das Coverbild zeigt eine Dschungellandschaft Borneos und gibt mit
den rituellen Symbolen direkt einen ersten Eindruck der im Hörspiel
auftauchenden Ureinwohner. Dieses Motiv zieht sich durch die
gesamte Gestaltung, während das kleine Booklet wieder einen
kleinen, interessanten Infotext bietet, der dieses mal das die
Entstehung der Musik behandelt.
Fazit: Mystery, Grusel und
Action in Perfektion! Die immer neuen Wendungen in diesem Hörspiel
machen es extrem spannend. Unbedingt hören!
Dorian Hunter - 6. Freaks

Erster Eindruck: New York und seine Ausgestoßenen
Auf Einladung von Tim Morton verbringt der Dämonen-Killer Dorian
Hunter einige Tage in New York, wo Ausgestoßene aus der schwarzen
Familie als Krüppel ihr Dasein mit Betteln und gelegentlichen
Aufträgen für das FBI füllen. Obwohl in ihrem Kampf gegen die
schwarze Familie gerade eine Art Waffenstillstand herrscht, werden
wieder Freaks getötet. Und ein Verdächtiger ist schnell gefunen:
Dorian Hunter...
Wer momentan eine der besten Horror-Serien hören will, kann getrost
zu Dorian Hunter greifen. Denn auch die sechste Folge mit dem Titel
"Freaks" begeistert mit einer bestechenden Atmosphäre und einer
absolut gelungenen Story. Das besondere an dieser Folge ist, dass
viele Passagen aus der Sicht von Frank Leary erzählt werden,
Mitglied der schwarzen Familie und bekennender Sado-Masochist.
Diese Szenen, die meist Hintergründe der Geschichte aufdecken, sind
beklemmend gruselig und tragen einen großen Teil zur Spannung der
Folge bei. Seine aufgestellte Falle für Dorian Hunter mündet in
einem spektakulären und würdigen Finale, das deshalb so genial ist,
weil die ganze Folge über hierauf hingearbeitet und Spannung
aufgebaut wurde. Dabei sticht Dorian Hunter wieder einmal wohltuend
aus den üblichen Dämonen-Killer, -Jäger oder -Feind-Genre heraus,
indem er sehr menschlich und glaubwürdig, die Geschichte wahrhaft
gruselig und mysteriös ist. Wieder einer herausragende Folge der
Serie, die mich gefesselt hat und absolut überzeugen konnte.
Auch der Sprechercast kann sich wieder einmal sehen lassen und
vereint hochprofessionelle und engagierte Sprecher. Größtes Lob
gebührt Hans-Werner Bussinger als Frank Leary, der seine Parts
akzentuiert spricht und die gruselige Spannnung, die von dem Text
ausgeht, so noch verstärkt. Auch Claudia Urbschat-Mingues darf als
Coco Zamis nicht fehlen und liefert einmal mehr eine glänzende
Leistung ab. Bisher war Costa Meronianakis mir noch kein Begriff,
was sich mit seiner betonten und eindringlichen Sprechweise als But
Lintock hier geändert hat. Weitere Sprecher sind unter anderem Max
Schmuckert, Hasso Zorn und Lennardt Krüger.
Thematisch sehr passend ist die musikalische Untermalung, die hart
und dominant wirkt. Auf diese Art entsteht eine ganz eigene
Atmosphäre, die mehr auf die brutale und spannende Geschichte
eingehen kann. Passend auch die Geräusche, die sehr organisch
eingeflochten sind und so natürlich wirken.
Das Cover ist wieder in den bekannten Brauntönen gehalten, während
der Freak in der großen Stadt fast schon verloren wirkt. Wieder
eine passende und stimmungsvolle Arbeit. Im kleinen Booklet ist
neben den üblichen Angaben ein informativer Text zur Titelwahl
dieser Folge zu finden und warum er vom Namen des Heftromans
abweicht.
Fazit: Ein absoluter
Volltreffer und eine der besten Dorian Hunter Folgen bisher. Wer
das nicht hört, hat definitiv etwas verpasst!
Dorian Hunter - 5. Der Griff aus dem
Nichts

Erster Eindruck: Frankenstein lässt grüßen
Auf einer Party seines Freundes Jeff Parker lernt Dorian Hinter
eine Hollywood-Schauspielerin kennen, die kurz darauf mit
übermenschlichen Kräften versucht, ihn umzubringen. Dorian, der
nachwievor auf der Suche nach seinen dämonischen Brüdern ist, kommt
dabei auf die Spur eines Schönheitschirurgen, der nicht nur im
Dienste der Medizin steht...
Mit den ersten vier Folgen der dunklen Mystery-Serie "Dorian
Hunter" sind dem Zaubermond-Verlag mit Regisseur Marco Göllner
wahre Prachtexemplare gelungen. Auch Nummer fünf "Der Griff aus dem
Nichts" reiht sich hier nahtlos ein. Das Thema an sich beinhaltet
schon eine leise Gesellschaftskritik am Schönheitswahn vieler
Hollywood-Diven, doch das spielt sich sehr hintergründig ab.
Verpackt ist das Ganze nämlich in eine mitreißende Story, die es
nicht wie andere ähnliche Produktionen nötig hat, an allen Ecken
und Enden zu knallen. Dorian Hunter schafft es nämlich, wirklich
gruselige Stimmung und Schockmomente, mit denen man nicht gerechnet
hat, zu erzeugen. Keine Sekunde des 74-Minüters kommt Langeweile
auf, der Hörer wird immer weiter in den Kreis des wahnsinnigen
Doktors gezogen, und obwohl alles am Anfang recht durchsichtig
erscheint, kommt am Ende doch wieder alles überraschend anders.
Dorian Hunter ist einfach ein absolutes Highlight in der
Hörspielszene, das seinesgleichen sucht.
Jeff Parker, der Freund Dorian Hunter, der in Los Angeles wohnt,
wird von Andreas von der Meden gesprochen. Hier stellt er seine
enorme Bandbreite einmal mehr unter Beweis und klingt wieder einmal
ganz anders als sonst. Katja Brügger spricht Dorothy Malone, die
morlustige Schauspielerin, und ist dabei variabel und punktiert in
ihrer Aussprache. Marco Göllner, gleichsam Regisseur und
Skriptautor der Serie, ist hier als Tom Morton zu hören und kann
auch hier auf voller Länge überzeugen. Weiter Sprecher sind unter
anderem Michael von Rospatt, Patrick Bach und Utz Richter.
Stampfende Rhythmen, elektronische Klänge, harte Sounds: Die Musik
des Hörspiels kann in Sachen Coolness vollkommen mit dem
Titelhelden mithalten. Auch die Geräusche wurden gut eingefügt und
machen das Geschehen für den Hörer greifbarer. Der Titelsong stammt
von Witt der vielen aus der deutschen Musikszene ein Begriff sein
dürfte
Von Witt gibt es nun auch eine neue Maxi CD auf der sich neben dem
Dorian Hunter Titelsong noch drei weiter Remixe des Hörspielthemas
befinden und zusätzlich 5 geschnitte Szenen aus den Folgen 1, 2 und
5. Für Fans der Hörspielserie sicherlich auch nochmal lohnenswert
sich die CD zu kaufen.
Großes Lob gebührt auch Mark Freier, der mit der Titelillustration
den Nagel auf den Kopf getroffen hat und zum fünften mal ein
mysteriöses, ansprechendes Cover gestaltet hat. Im Booklet lässt
sich noch ein kleiner, unterhaltsamer Text von Thomas Schmuckert,
dem Sprecher des Dorian Hunter, über die Serie finden.
Fazit: Eine mitreißende
Story, Sprecher in Hochform und eine geniale musikalische
Untermalung. Dorian Hunter gehört auch mit Folge 5 zum besten der
Hörspielszene.
Dorian Hunter - 4. Das
Wachsfigurenkabinett

Erster Eindruck: Vampire, Wachsfiguren und andere
Widrigkeiten
Dorian Hunter hat sich mittlerweile im britischen Secret Service
ein Team aus fähigen Dämonenjägern zusammengestellt, das schon bald
auf die erste harte Probe gestellt wird: Eine junge Stripperin wird
tot aufgefunden, doch eine Obduktion kann nicht stattfinden, da
ihre Haut völlig ausgehärtet ist. Die Spur führt zu der Vampirin
Lady Hurst - und in ein Wachsfigurenkabinett...
Nachdem der Zauermond-Verlag und Regisseur Marco Göllner für die
ersten drei "Dorian Hunter"-Folgen völlig zu recht mit Lob
überschüttet wurden, fieberte die Hörspielwelt gespannt der vierten
Folge "Das Wachsfigurenkabinett" entgegen - und wird definitiv
nicht enttäuscht. Mit Donald Chapman hält ein Garant für coole
Sprüche und Sarkasmus Einzug ins Dorian Hunter-Team, doch so lustig
das auch ist, im Mittelpunkt steht nach wie vor die zeitgemäße,
gruselige Spannung. Was in den ersten drei Folgen zu vortrefflich
umgesetzt wurde, macht auch diese Folge zu einem absoluten
Highlight in der heutigen Horrorhörspielwelt: Eine einfallsreiche
Grundidee, ein Storyverlauf voller Action und Mystery und
glaubhafte Charaktere. Gelungen sind sowohl die kurze
Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse, die völlig organisch
in die Handlung eingebaut wurde, sowie der Ausblick auf die nächste
Folge am Ende. Gelobt sei an dieser Stelle auch noch einmal der
vernünftige Veröffentlichungsrhythmus von 3 Monaten. Es ist wie es
ist, Dorian Hunter ist DIE Hörspielsensation des Jahres und hat
sich schon in so kurzer Zeit völlig etabliert!
Thomas Schmuckert stellt einmal mehr unter Beweis, dass er die
Idealbesetzung für Dorian Hunter ist. Nicht einen Millimeter weicht
er von seiner Konzeption der Figur ab und sorgt so für einen
perfekten Hörgenuss. Als Gastrolle als undurchsichtige Madame
Picard, Besitzerin des Wachsfigurenkabinetts, ist Diana Pilger zu
hören, die ebenso überzeugend wie geheimnisvoll ist. Wenn auch nur
kurz zu hören, ist Klaus Dieter Klebsch wieder ein absoluter
Hochgenuss als Asmodis. Weitere Sprecher sind Claudia
Urbschat-Mingues, Konrad Halver und Gisela Trowe.
Harte Industrialklänge bestimmen die musikalische Untermalung, die
aber auch während der Sprachpassagen leise im Hintergrund bleiben
kann und somit mit der Story und den Sprechern eine enge Verbindung
eingeht. Nach dem Hören kann man sich kaum eine andere Gestaltung
vorstellen, und somit gehört Dorian Hunter auch
produktionstechnisch zum Besten der Hörspielwelt.
Eine Frau im pompösen Ballkleid mit Maske, zu sehen nur als
Schatten: Marl Freier, zuständig für die Coverillustration,
schaffte etwas geheimnisvolles und zugleich absolut ansprechendes.
Das schön gestaltete Booklet bietet neben den üblichen Angaben
einen Infotext zu Produzent Dennis Ehrhardt.
Fazit: Klasse Sprecher,
klasse Umsetzung, klasse Aufmachung!!! Auch die vierte Folge ist
ein Volltreffer. Dorian Hunter ist DIE neue Hörspielserie des
Jahres 2008! Zaubermond ist mit Dorian Hunter der ganz große Wurf
gelungen.
Dorian Hunter - 3. Der
Puppenmacher

Erster Eindruck: Gelungene Produktion um den
Dämonen-Killer
Donald Chapman, Mitarbeiter des Secret Service und zuständig für
Dorian Hunters Akte, "bittet" ihn bei einem ungewöhnlichen Fall zur
Hilfe: Lord Hayward behauptet, dass sein Sohn von Dämonen
heimgesucht wird. Tatsächlich stellt Dorian fest, dass mit dem
Jungen etwas nicht stimmt: Er ist ein Hermaphrodit, die für die
Dämonen großes Unheil bedeuten. Immer wieder redet Phillip Hayward
von einer Alina, die anscheinend entführt worden ist. Und dann
zeigt Alinas Mutter den beiden ein Foto auf dem Alina nicht größer
als eine Puppe ist...
Dass sich hinter "Dorian Hunter" dieselbe Grundidee wie hinter
Europas "Dämonenkiller" verbirgt, dürfte ja allseits bekannt sein.
Wer aufgrund der eher stiefmütterlichen Produktion der alten Serie,
der besonders ein stimmiges Drehbuch fehlte, auch vor der
Neuaufnahme zurückschreckt, verpasst einiges. Denn die Fehler sind
glücklicherweise nicht wiederholt worden, sodass "Dorian Hunter"
vom Zaubermond-Verlag dank Drehbuchautor und Regisseur Marco
Göllner nicht nur durch eine wirklich gruselige Story glänzt,
sondern diese auch passend umgesetzt worden ist. Auch die
komödiantischen Einlagen sind wesentlich stimmiger eingebaut
(aufmerksame Hörspielhörer dürften beispielsweise ein recht
bekanntes Zitat aus einer anderen Serie wiederentdecken...) und
ziehen ihre Stärke eher aus Situationskomik und coolen Sprüchen.
Wesentlich düsterer, spannender und glaubwürdiger geht es hier zu,
sodass sich die Serie nicht hinter großen Namen der Hörspielszene
verstecken muss und auf ihre eigene Weise großartige Unterhaltung
bietet.
Auch bei den Sprechern wurde großen Wert auf Professionalität und
Qualität gelegt. So sind mit Jürgen Thormann und Gisela Trowe
gleich zwei Sprecher dabei, die auch bei der Europa-Produktion
mitgewirkt haben. Beide sind für ihre Rollen ideal besetzt und
sprechen intensiv und glaubwürdig. Genial ist auch Frank Felicetti
als zynischer Donald Chapman, der den Witz der Figur auf sehr
trockene Art herüberbringt. Auch die eindrucksvolle Darstellung des
geisteskranken Phillip Hayward von Tim Kreuer verdient höchstes
Lob. Weiterhin sind unter anderem Udo Schenk, Marina Zimmermann und
Stefan Krause zu hören.
Auch musikalisch grenzt sich die Neuaufnahme deutlich von der
Europa-Produktion ab. Düstere, stampfende Rhythmen, elektronische
Klänge und viele Soundeffekte schaffen eine spannende und intensive
Atmosphäre, ohne überladen zu wirken oder zu sehr von den Sprechern
abzulenken. Gerade die Übergänge zwischen einzelnen Szenen wurden
feinsinnig inszeniert.
Auch das Cover weiß zu überzeugen. Statt groteske Puppen oder
Fledermauskarikaturen finden wir einen von hinten beleuchteten Mann
auf einer Treppe. Schlicht, eindrucksvoll und mysteriös! Ebenso
gelungen ist die Gestaltung des Booklets, in dem sich auch ein
interessanter Text über die Entstehung der Serie und Regisseur
Marco Göllner finden lässt
Fazit: Mit den drei ersten
Folgen der Dorian Hunter-Serie hat Zaubermond alles richtig
gemacht. Besonders diese Folge ist sehr gelungen. Wenn es auf
diesem Wege weitergeht, steht der Serie eine hoffentlich große
Zukunft bevor.
Dorian Hunter - 2. Das
Henkersschwert

Erster Eindruck: Alles in einem: Grusel, Mystery und
Action
Dorian Hunter sorgt mit Hilfe von Dr. Barrett dafür, dass seine
Frau Lilian, die nach den Geschehnissen in Österreich ihr
Gedächtnis verloren hat, zurück nach England gebracht werden kann.
Da begegnet er der geheimnisvollen Coco Zamis in einer Bar, die
beim Auftauchen mehrerer Männer fast panisch flieht. Obwohl Dorian
weiß, dass Coco Verbindungen zur schwarzen Familie hat, lässt er
sich auf sie ein. Doch schnell merkt er, dass er einen Fehler
begangen hat, denn Coco führt ihn zu einem Friedhof...
Die Mystery-Serie "Dorian Hunter" aus dem Zaubermond-Verlag geht
nach dem hervorragenden Auftakt mit "Das Henkersschwert" in die
zweite Runde. Dabei konnte die hohe Qualität der ersten Produktion
nicht nur gehalten werden, sondern ist sogar noch gesteigert
worden. Die Geschichte um den Dämonen-Killer gewinnt viele neue
Facetten und durch das Auftauchen von Coco Zamis außerdem noch eine
interessante Figur. Außerdem wird mehr auf Spannung gesetzt als auf
knallige Action, was der Serie äußerst gut tut. Die Dialoge sind
stimmig und haben einen angenehmen Mix aus Witz und
Ernsthaftigkeit, besonders die eingeschobenen Dialoge, in denen
Hunter von den Ereignissen berichtet sind ebenso außergewöhnlich
wie gelungen. Insgesamt gefällt mir dieser Teil noch einmal besser
als Teil 1 und freue mich schon auf die Weiterführung der
Serie.
Neben dem famosen Thomas Schmuckert, der dem Dorian Hunter
Glaubwürdigkeit, Coolness und Witz verleiht, überzeugt insbesondere
Claudia Urbschat-Mingues als Coco Zamis. Mal geheimnisvoll, mal
zurückhaltend, mal voller Gefühle, zwischen allen Stimmungen
wechselt sie spielend und treffend. Till Hagen hat mit Michaeel
Zamis mal wieder die Rolle des Bösewichts, die er grandios umsetzt.
Auch Michael Pan überzeugt als wortseliger Dr. Jerome Barrett. In
weiteren Rollen sind Martin Semmelrogge, David Nathan und Hasso
Zorn zu hören.
Atmosphärisch wurde alles richtig gemacht: Die meist elektronischen
Klänge der Begleitmusik weisen in den Übergängen den einen oder
anderen Soundeffekt auf, was der Dynamik äußerst zuträglich ist.
Die Geräuschkulisse wartet ebenso mit interessanten Effekten auf,
sodass selbst ein Zeitstopp passend und glaubwürdig unterlegt
wurde.
Umrahmt wird die gelungene Produktion von einer ebenso gelungenen
Aufmachung. Das Titelbild ist düster, geheimnisvoll und ideal
gestaltet, das kleine Booklet ist mit Grafiken ausgestattet und
bietet neben Sprecher- und Produktionsangaben und Danksagungen auch
einen Infotext zum Autor des Romans, Neal Davenport, mit einigen
interessanten Anekdoten.
Fazit: Hier wurde alles
richtig gemacht: Tolle Sprecher, tolle Produktion und eine Story
voller Spannung, Mystery und Witz.
Dorian Hunter - 1. Im Zeichen des
Bösen

Erster Eindruck: Fantastischer Auftakt einer neuen Serie von
Dorian Hunter
Der junge Reporter Dorian Hunter ist mit seiner Freundin Lilian auf
einer Reise in der Schweiz. Merkwürdige Gestalten begleiten sie auf
ihrer Busreise, und merkwürdigerweise sind alle Mitreisenden am
selben Tag im selben Jahr geboren wie Dorian. Als die Gruppe eine
Übernachtungsmöglichkeit suchen treffen sie auf den Geisteskranken
Vukojew, der sie zu einem Schloss führt. Die dort lebende Gräfin
scheint sie schon erwartet zu haben und führt sie in den
Speisesaal. Und da offenbart sich ein Geheimnis, dass für Dorian
Hunter und seine Freundin den Anfang einer schrecklichen Nacht
bedeutet...
Der Zaubermond-Verlag hat sich entschlossen, zusammen mit Regisseur
Marco Göllner, der sich für das phantastische Thriller-Hörspiel
"Open the Door" verantwortlich zeigte, die "Dorian Hunter" -Reihe
neu zu vertonen. Nun ist es so weit, die erste Folge "Im Zeichen
des Bösen" liegt vor. Sehr düster ist die Geschichte umgesetzt
worden, setzt eher auf mysteriöses Grauen als auf knallende Action,
wobei auch diese nicht zu kurz kommt. Die Story steigert sich von
anfänglichen leisen Beklemmungsgefühlen über sich wachsenden
Schrecken bis zu einem furiosen Finale. Toll gelöst ist die Frage
des Erzählers: Dorian Hunter berichtet einer anderen fiktiven Figur
von den vergangenen Ereignissen. Eine sehr gute Umsetzung des
Stoffes, der bereits unter dem Namen "Dämonenkiller" von Europa
erschienen ist. Im direkten Vergleich ist die aufwändigere
Produktion von Zaubermond für Fans düsterer Hörspiele wohl die
bessere Wahl. So wurden beispielsweise Szenen, in denen die Babys
kurz nach der Geburt vertauscht wurden, eingebaut, was die
skrupellose Handlungsweise des Bösen das Grauen der Geschichte
betont. Ich freue mich schon jetzt auf die folgenden Teile.
Bei den Sprechern wurde auf Professionalität viel Wert gelegt,
was sich definitiv auszahlt. Als Dorian Hunter wurde Thomas
Schmuckert engagiert, der den Dämonenkiller glaubhaft und mit viel
Leidenschaft umsetzt. In die Rolle der Lilian Hunter ist Iris
Artajo geschlüpft, die der Rolle ihre notwendige Glaubhaftigkeit
verleiht. Als Gräfin Anastasia von Lethian ist Bea Kopyto zu hören.
Ihre raue Stimme setzt sie perfekt für die böse und niederträchtige
Rolle um. Klaus Dieter Klebsch hingegen ist als Asmodis, Herr der
Finsternis, zu hören und spielt eine Gänseheut erzeugende Leistung.
Hervorragend! Doch die absolute Top-Leistung liefert Martin
Semmelrogge als Vukojew ab. Er spricht den Geisteskranken mit einer
erschreckenden Intensität, ohne zu übertreiben oder ins
Unglaubwürdige zu fallen. Auch alle anderen Sprecher überzeugen mit
Leidenschaft und Überzeugungskraft, unter anderem Santiago Ziesmer,
Patick Bach,
Stefan Krause und Till Hagen
Auch musikalisch ist die Produktion ein echtes Highlight. Düster
stampfende, elektronische Beats und hektische Melodien unterstützen
die Spannung, schaffen perfekte Übergänge, begleiten die Sprecher
bei ihren Parts und lassen kaum eine Pause zum Aufatmen zu. Ebenso
gelungen ist der Einsatz der Geräusche, die glaubhaft wirkt und so
den Hörer das Gefühl des Dabeiseins vermittelt. So entsteht ein
dichter Klangteppich, der die Geschichte ideal unterstreicht.
Das Cover ist sehr gut an das düstere Geschehen angepasst. Es
spielt mit mysteriösen Elementen, mit dem Unbekannten, und schafft
so einen großen Reiz, das Hörspiel zu hören. Auch die
Farbgestaltung ist gut gewählt.
Fazit: Eine sehr gelungene
Neuproduktion voller Mystik und Spannung, die Lust auf mehr
macht.
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