Dämonenkiller - 1. Im Zeichen des Bösen



Erster Eindruck: Der Dämonenkiller kehrt zurück...

Dorian Hunter hat sich mit seiner Frau Lilian gegen ihren Willen auf eine Reise ins österreichische Asmodia begeben. Ihre Mitreisenden stellen sich als äußerst merkwürdige Gesellen heraus. Eine Unterkunft suchend landet die Gruppe auf einem alten Schloss. Dort werden sie von der Gräfin von Lethian begüßt, die sie schon lange erwartet hat. Die Zusammenkunft gestaltet sich schlimmer als gedacht: Dorian und der Rest der Reisegruppe sind die dämonischen Kinder der Gräfin. Außer Dorian schlagen allesamt nach ihrer Mutter. Und am heutigen Hexensabbat erwartet die Familie hohen Besuch. Wird Dorian die Flucht mit seiner Frau glücken?

Dämonenkiller ist zurück, diesmal unter der Rgie des Nocturna Audio Verlags. Und die Story beginnt gleich mit einer sehr stimmungsvollen Legende über Dorians Vorfahren, die die düstere Verbindung zum Bösen aufdeckt. Und genauso atmosphärisch geht es weiter. Obwohl die Story nicht die umfangreichste und durchdachteste ist, gelingt es dem Produzenten Sven Michael Schreivogel eine spannende Grusel- und Horrorgeschichte umzusetzen, die ihren Reiz von dem düsteren Thema und den verschiedenen Unholden erhält. Für nette 74 Minuten lockere Hörspielzeit für alle, die sich gerne gruseln, ist also gesorgt.

An den Sprechern ist nichts auszusetzen, eine grundsolide Leistung wird von allen geboten. Wunderbar dämonisch und erhaben spricht Isabella Grothe ihre Rolle als Gräfin. Den verrücken Vukujev spricht Konstantin Graudus mit der nötigen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor. Auch Sascha Rotermund weiß als Titelheld Dorian Hunter, seine Rolle zu sprechen. Erzähler Stephan Schwarz behält selbst in längeren Passagen sine ruhige Stimme bei. In einer Nebenrolle hören wir übrigens Sascha Draeger.

Der Titelsong, gesungen von Ava Winter, ist extrem eingängig und stimmt mit rockigen Gitarrenklängen auf das folgende Hörspiel ein. Die Begleitmusik schafft eine gruselige Atmosphäre, besonders in der Erzählung über Baron Nicolas de Conde, dem eingangs erwähnten Vorfahren Dorians, ist sie sehr gelungen.

Die Gestaltung des Covers ist stimmig und passt zum horrormäßigen Inhalt des Hörspiels. Sehr schön ist das aufklappbare Booklet, der im Inneren eine wunderschön Zeichnung des Schlosses zeigt und neben den üblichen Angaben auch die Legende des Barons und eine kurze Einführung über Dorian Hunter enthält.

Fazit: Ein stimmungsvolles Hörspiel für Horrorfans und eine gelungene Hommage an die alten Hörspiele von Europa!