Die drei ??? - 186. Insel des Vergessens

Die drei ??? - 185. und der Mann ohne Augen

Die drei ??? - Das Grab der Inka-Mumie

Die drei ??? - 184. und der Hexengarten

Die drei ??? - Stille Nacht, düstere Nacht

Die drei ??? - 183. und der letzte Song

Die drei ??? - 182. Im Haus des Henkers

Die drei ??? - 181. Das Kabinett des Zauberers

Die drei ??? und der Zeitgeist

Die drei ??? - 180. und die flüsternden Puppen

Die drei ??? - 179. Die Rache des Untoten

Die drei ??? - 178. Der gefiederte Schrecken

Die drei ??? - 177. Der Geist des Goldgräbers

Die drei ??? - 176. und der gestohlene Sieg

Die drei ??? - 175. Schattenwelt

Die drei ??? - 174. und das Tuch der Toten

Die drei ??? - 173. Dämon der Rache

Die drei ??? - 172. und der Eisenmann

Die drei ??? - 171. und das Phantom aus dem Meer

Die drei ??? - 170. Straße des Grauens

Die drei ??? – 169. Die Spur des Spielers

Die drei ??? - 168. GPS-Gangster

Die drei ??? – 167. und das blaue Biest

Die drei ??? – Das Rätsel der Sieben

Die drei ??? – 166. und die brennende Stadt

Die drei ??? – 165. Im Schatten des Giganten

Die drei ??? – 164. Fußball-Teufel

Die drei ??? - und der 5. Advent

Die drei ??? – 163. und der verschollene Pilot

Die drei ??? – 162. und der schreiende Nebel

Die drei ??? – 161. Die blutenden Bilder

Die drei ??? – 160. Geheimnisvolle Botschaften

Die drei ??? – 159. Nacht der Tiger

Die drei ??? - 158. und der Feuergeist

Die drei ??? – 157. Im Zeichen der Schlange

Die drei ??? – 156. Im Netz des Drachen

Die drei ??? - und die Geisterlampe

Die drei ??? - 155. und der Meister des Todes

Die drei ??? - 154. Botschaft aus der Unterwelt

Die drei ??? - 153. und das Fußballphantom

Die drei ??? - 152. Skateboardfieber

Die drei ??? - 151. Schwarze Sonne

Die drei ??? - 150. Geisterbucht

Die drei ??? - Top Secret – 3. High Strung

Die drei ??? - 149. Der namenlose Gegner

Die drei ??? - Top Secret – 2. House of Horrors

Die drei ??? - 148. und die feurige Flut

Die drei ??? - 147. Grusel auf Campbell Castle

Die drei ??? - 146. Der Biss der Bestie

Die drei ??? - Top Secret – 1. Brainwash

Die drei ??? - 145. und die Rache des Samurai

Die drei ??? - 144. Zwillinge der Finsternis

Die drei ??? - 143. und die Poker-Hölle

Die drei ??? - 142. Tödliches Eis

Die drei ??? - und der dreiTag

Die drei ??? - 141. und die Fußball-Falle

Die drei ??? - 140. Stadt der Vampire

Die drei ??? - 139. Das Geheimnis der Diva

Die drei ??? - 138. Die geheime Treppe

Die drei ??? - 137. Pfad der Angst

Die drei ??? - 136. und das versunkene Dorf

Die drei ??? - 135. Fluch des Piraten

Die drei ??? - 134. Der tote Mönch

Die drei ??? - 133. Fels der Dämonen

Die drei ??? - 132. Spuk im Netz

Die drei ??? - 131. Haus des Schreckens

Die drei ??? - 130. Der Fluch des Drachen

Die drei ??? - 129. SMS aus dem Grab

Die drei ??? - 128. Schatten über Hollywood

Die drei ??? - 127. Schwarze Madonna

Die drei ??? - 126. Schrecken aus dem Moor

Die drei ??? - 125. Feuermond

Die drei ??? - 124. Geister-Canyon

Die drei ??? - 123.Fußballfieber

Die drei ??? - 63. Fußball-Gangster

Die drei ??? - 62. Spuk im Hotel

Die drei ??? - 61. und die Rache des Tigers

Die drei ??? - 60. Dopingmixer

Die drei ??? - 59. Giftiges Wasser

Die drei ??? - 58. und der verrückte Maler

Die drei ??? - 57. Tatort Zirkus

Die drei ??? - 56. Angriff der Computerviren

Die drei ??? - 55. Gekaufte Spieler

Die drei ??? - 54. Gefahr im Verzug

Die drei ??? - 53. und die Automafia

Die drei ??? - 52. und die Musikpiraten


Die drei ??? - 186. Insel des Vergessens



Erster Eindruck: Der verschwundene Opa

Der Anruf eines Altenheims bringt Peter völlig aus der Fassung, denn sein Großvater soll aus dem Gebäude verschwunden sein – doch Peter ist sich sicher, dass sein Opa noch in seiner eigenen Wohnung lebt. Zunächst geht er von einer Verwechslung aus, doch als er vor Ort mit seinen beiden Freunden Justus und Bob recherchiert, verdichten sich die Beweise...

Klar kennt man als Hörer der drei ??? Tante Mathilda und Onkel Titus, doch ansonsten kommen die Familien der Detektive eher selten vor. In „Insel des Vergessens“ betritt aber nun der Großvater von Peter die Bühne, er ist der Dreh- und Angelpunkt der 186. Folge. Schon der Anfang mit dem oben beschriebenen Anruf wird das Interesse des Zuhörers geweckt, und von da an kommen häppchenweise neue Informationen hinzu, die das Geschehen immer mehr ausweiten und die Spannung steigern. Da gibt es ein kompromittierendes Video, das Peter in den Lokalnachrichten sieht, die nebulösen Aussagen einer Heimbewohnerin, merkwürdige Beobachtungen... Und mittendrin immer Justus, Peter und Bob, die in einige unheimliche Situationen geraten und mal kein schräges Rätsel lösen müssen, sondern aus den verschiedenen Hinweisen ein Gesamtbild zusammenfügen müssen. Das ist stimmig erzählt und hat mir richtig Spaß gemacht, zumal auch die Auflösung des Ganzes gut erzählt ist und die Folge gekonnt abschließt. „Insel des Vergessens“ ist eine starke Geschichte, die auch durch das Auftauchen von Peters Großvater an Atmosphäre hinzugewinnt.

Wolfgang Völz ist in dieser Folge als Ben Peck zu hören, einem Freund von Peters Großvater. Mit seiner markanten Stimme verleiht er der Figur viel Charisma und einen gekonnten Ausdruck, der seine Szenen gut zur Geltung kommen lässt. Auch Jürgen Thormann ist in der Rolle des Mr. Castro sehr gut aufgehoben, seine vielseitige Stimme nimmt einen sehr gekonnten Klang an und sorgt für zusätzliche Atmosphäre. Herma Koehn bringt als Mrs. Penny eine unheimliche und düstere Note mit ein, ihre Dialoge prägen die Stimmung des Hörspiels mit – eine sehr starke Leistung! Weitere Sprecher sind Maureen Havlena, Roswitha Völz und Günther Karl.

Sicher und stimmig wie immer ist die akustische Umsetzung der Geschichte gelungen, wobei diese hier eher unauffällig ist und mit den eingesetzten Melodien nicht immer das Maximum an Spannung herausholt. So hätten die düsteren Ankündigungen von Mrs. Penny ruhig noch eine Schippe mehr vertragen. Die Geräusche lassen die Szenen wieder sehr lebhaft und nahbar wirken.

Aus einer etwas schrägen Perspektive ist auf dem Cover der typische Gang eines Altersheimes zu sehen, dr schummerig von wenigen Neonröhren beleuchtet ist. Deutlich auffälliger sind da schon die vielen Plakaten zwischen den Zimmertüren, die jeweils einen Totenkopf auf rotem Grund zeigen. Wie die musikalische Umsetzung ist auch das Cover eher zurückhaltend, aber durchaus stimmig.

Fazit: Nicht nur das Auftauchen (beziehungsweise Verschwinden) von Peters Großvater bringt hier eine gelungene Stimmung mit ein, sondern auch die düsteren Szenen im Altersheim und viele rätselhafte Momente. Das ist zwar alles nicht ganz neu, aber sehr gut zusammengestellt und mit einer kurzweiligen Handlung versehen.

VÖ: 10. März 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 888751320123


Die drei ??? - 185. und der Mann ohne Augen



Erster Eindruck: Handicap für Bob Andrews...

Ein großes Feuer zerstört in Rocky Beach ein einsam gelegenes Haus. Doch da dieses ihrem ehemaligen Lehrer gehört, nehmen Justus, Peter und Bib die Ermittlungen auf, denn alles deutet auf Brandstiftung hin. Dabei stoßen die drei ??? nicht nur auf einen unheimlichen Einbrecher, der durch das ausgebrannte Haus schleicht, sondern auch auf ein verschüchtertes Nachbarskind...

Es geht munter weiter bei den drei ???, die neuen Folgen erscheinen nebst einigen Sonderfolgen in erfreulicher Regelmäßigkeit – den hartgesottenen Fans soll ja stetiger Nachschub geliefert werden. Mit „Der Mann ohne Augen“ ist mittlerweile schon die 185. Folge des Klassikers produziert worden, und hier gibt es wieder einen sehr interessanten Ansatz, denn das oben beschriebene Intro ist gar nicht so eng mit dem Fall verknüpft, wie man es vielleicht denken könnte. Bald schon suchen die drei Detektive nicht mehr einen Brandstifter, die Ermittlungen gehen in eine ganz andere Richtung. Der titelgebende augenlose Mann ist dabei eine wunderbar unheimliche Figur, und auch die Auflösung bietet einen interessanten Kniff. Schade, dass der Weg dahin recht spannungsarm erzählt wurde, bis auf wenige Highlightszenen bleibt die Geschichte sehr ruhig. Das liegt insbesondere daran, dass oft nur über die Ereignisse berichtet wird, statt diese hautnah miterleben zu können. Hier hätte man deutlich mehr aus der Handlung holen können, denn die Idee hinter der Episode bietet durchaus das Potenzial zu einer sehr spannenden Folge. So bleibt „Der Mann ohne Augen“ solides Mittelmaß.

Martin May ist in der Rolle des Mr. Carrington zu hören und setzt dabei seine ganze Professionalität ein, um einen authentischen und präsenten Charakter zu schaffen. Auch Uschi Hugo macht ihre Sache als Leslie sehr ordentlich, ihre ganz spezielle und einprägsame Stimme sorgt auch hier für einen lebendigen Ausdruck. Lucia Angela Mahler hat mir als Liza Hawkins sehr gut gefallen, sie spricht die Rolle sehr glaubhaft und ausdrucksstark. Natürlich dürfen Oliver Rohrbeck, Jens Warczeck und Andreas Fröhlich auch in dieser Folge nicht fehlen.

Akustisch wird hier wieder eine gradlinige und passende, wenn auch nicht überragende Leistung geboten. Die Musikstücke zeichnen den Spannungsbogen der Handlung zwar nach, hätten aber durchaus manchmal etwas kraftvoller sein können, um die Dynamik zu steigern. Die Geräuschkulisse ist stimmig umsetzt und sorgt in den einzelnen Szenen für eine passende Atmosphäre.

Das Cover zu dieser Folge gefällt mir wieder richtig gut. Denn das lodernde Feuer im Hintergrund spiegelt sich in den dunklen Brillengläsern des Mannes, dessen Gesicht im Finsteren liegt und der fast ausdruckslos den Betrachter direkt anzusehen scheint, während das Farbenspiel im typischen Zeichenstil der Serie wieder sehr gut zur Geltung kommt.

Fazit: Die Folge bietet ein interessantes und verzwicktes Verbrechen, prägnante Charaktere und einige starke Szenen, doch leider ist die Handlung ziemlich eintönig geraten. Aus den wenigen spannenden Stellen entsteht leider noch kein wirklicher Handlungsbogen, der das Interesse auf Dauer hoch halten kann. Hier hätte man mehr herausholen können.

VÖ: 20. Januar 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 888751320024


Die drei ??? - Das Grab der Inka-Mumie



Erster Eindruck: Aus dem Planetarium ins Wohnzimmer

Die Familie Peredes ist stolz darauf, von den Inka abzustammen und hat sich im Keller ihres Anwesens sogar eine Grabstätte eingerichtet. Als die Inka-Mumie daraus entwendet wird, wendet sich die Tochter der Familie an die drei Fragezeichen. Doch außer Nayra scheint niemand begeistert über deren Anwesenheit zu sein, sodass sie sogar von ihrem Bruder Andres vom Grundstück verwiesen werden – und das bedeutet Ermittlungen unter erschwerten Ermittlungen...

Neben der regulären Serie um die drei ??? gibt es auch immer wieder Specials und Sonderfolgen um Justus, Peter und Bob. Es wurden sogar einige Geschichten um die bekannten Detektive produziert, die für die Vorführung in Planetarien gedacht waren (was übrigens eine ziemlich gute Location für Hörspiele ist), in einer kleinen Mini-Reihe erscheinen diese aber auch regulär im Handel. Den Anfang macht „Das Grab der Inka-Mumie“, das das geheimnisvolle untergegangene Reich Südamerikas in den Mittelpunkt stellt. Das bringt eine sehr gelungene Note mit ein und wirkt düster bedrohlich, was den üblichen Verlauf der Serie gekonnt variiert. Gut hat mir die Introszene gefallen, die mitten in die Handlung einsteigt und den Hörer über die genauen Umstände zunächst im Unklaren lässt, und auch danach wird eine unterhaltsame und kurzweilige Geschichte erzählt. Immer neue Rätsel tun sich für Justus, Peter und Bob auf, und langsam setzt sich ein komplettes Bild des Falles zusammen. Nichtsdestotrotz ist das Finale dann überraschend und überzeugt mit dem Auftritt einer ungewöhnlichen Gestalt, die einem die Inka-Kultur noch näher bringt und das eindeutige Highlight der Folge ist. Der Spannungsbogen trägt über die gesamte Länge von immerhin 90 Minuten, die Geschichte wird gradlinig erzählt, die Charaktere sind gut in Szene gesetzt.

Sonja Stein fällt hier als Nayra eine recht große Rolle zu, die sie mit ihrer leicht aufgedreht wirkenden Stimme und viel Energie sehr gekonnt umsetzt. Auch Tim Kreuer ist als ihr Bruder Andres eine gute Wahl, besonders die sehr deutliche Ablehnung, mit der er den drei ??? gegenübertritt, wird durch ihn sehr präsent in Szene gesetzt. Eckart Dux hat einen sehr gelungenen Auftritt gegen Ende des Hörspiels, die er düster und geheimnisvoll, aber keinesfalls unsympathisch umsetzt – eine sehr gelungene Mischung. Weitere Sprecher sind Urs Affolter, Kerstin Draeger und Merete Brettschneider.

Die akustische Umsetzung ist auf dem gewohnten Niveau der Serie, die wie immer eine ganz besondere Atmosphäre schafft. Dabei liegt der Fokus während der Dialoge voll auf den Sprechern, während der Übergänge sind aber immer passende und atmosphärische Melodien eingesetzt, die hier auch mal etwas länger sein dürfen. Die Geräusche sind stimmig eingefügt und sorgen für einen lebendigen Ausdruck der Handlung.

Das Cover der Folge fällt mit seiner intensiven Farbgebung auf, vor dem tiefvioletten Hintergrund zeichnet sich die neon-gelb und gründe Inka-Mumie deutlich ab, die schwarzen Linien, die teilweise auch doppelt gezogen sind, verleihen dem Bild einen ganz eigenen Ausdruck. Schade, dass der Raum hinter der CD komplett in Weiß gehalten ist, hier hätte man noch einige Zusatzinformationen oder Bilder unterbringen können.

Fazit: Eine spannende Handlung, die auch über die längere Laufzeit unterhaltsam gestaltet ist. Durch die Inka-Thematik und die starken Charaktere kommt eine ganz eigene Stimmung auf, die der undurchsichtigen Handlung noch mehr Reiz verleiht. Das Finale ist sehr gekonnt aufgelöst und punktet mit einer äußerst interessanten Figur.

VÖ: 24. März 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 888430428027


Die drei ??? - 184. und der Hexengarten



Erster Eindruck: Justus in ungewohnter Rolle...

Jesse, ein Schulkamerad von Peter, bittet um die Hilfe der drei ???. Denn auf dem Nachbargrundstück häufen sich merkwürdige Vorfälle und erwecken sein Misstrauen: In dem lumeniszierenden Gewächshaus scheinen die Pflanzen umherzuwandeln. Zunächst tut Peter dies als Hirngespinst ab, lässt sich aber doch zu ersten Ermittlungen breitschlagen. Und diese fördern Erstaunliches zutage...

„Die drei ??? und der Hexengarten“ ist ein so starker Titel, dass sich darunter nur absoluter Nonsens oder ein richtig gutes Hörspiel im alten Stil verbergen kann. Und tatsächlich: Diese Episode ist richtig stark und gehört zu den besten Episoden der letzten Jahre. Denn dieser leichte Gruselfaktor, der durch die mysteriösen Ereignisse ausgelöst wird, ist ein sehr positives Element und wird nicht gleich wieder runtergespielt, sondern zieht sich durch die gesamte Folge bis hin zur Auflösung. Denn die ??? kommen dem Geheimnis nur langsam, aber sicher auf den Grund, müssen mal wieder richtig scharf kombinieren und haben kein aufgezwungenes Rätsel zu lösen. Alles ergib sich organisch, baut aufeinander auf und verdichtet die Atmosphäre immer weiter. Positiv auch, dass die Charaktere wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden und ihre individuellen Eigenschaften mit einbringen können. Das ist abwechslungsreich erzählt und hät die Auflösung tatsächlich bis zum Ende offen, erst dann kommt man den Hintergründen und dem Täter auf die Spur – und das ist dann auch noch recht plausibel und stimmig aufgelöst. Folge 184 ist also ein wirklicher Volltreffer und dürfte auch viele Hörer der ersten Stunde überzeugen.

Dafür sorgt natürlich auch wieder die hervorragende Sprecherleistung des Trios aus Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich, die gemeinsam wieder sehr authentisch und spontan agieren. Doch auch die Nebenrollen überzeugen, so ist Jacob Weigert als Jesse eine sehr gute Besetzung, durch seine glaubhafte Betonung ist sein Auftritt sehr gelungen, zumal er viel zusätzliche Stimmung mit einbringt. Auch Charles Morland, der Nachbar des Jungen, wird durch Horst Stark sehr gelungen in Szene gesetzt, er wirkt geheimnisvoll und bekommt dadurch eine sehr eindringliche Aura. Weitere Sprecher sind Till Huster, Sabrina Heuer-Diakow und Isabella Grothe.

Die Produktion hat sich seit Jahren auf einem soliden Niveau ohne größere Qualitätsschwankungen eingespielt, und so ist auch diese Folge mit passenden, oft etwas nostalgisch wirkenden Musikstücken aufgelockert, die in den Szenenübergängen für Abwechslung sorgen. Und auch die Geräusche sind wieder gut eingefügt und lassen die Geschehnisse um das geheimnisvolle Gewächshaus noch intensiver wirken.

Auch das Cover ist im bekannten Stil der Serie gehalten und zeigt eindrucksvoll eine stilisierte fleischfressende Pflanze, die unverkennbar von der Hauptfigur aus „Little Shop of Horros“ inspiriert wurde. Ein sich windender Stängel, zahlreiche Blätter und ein riesiges, zahnbewehrtes Maul sind sehr ansehnlich und stimmungsvoll in Szene gesetzt.

Fazit: Beim Hexengarten passt einfach alles zusammen, sofern man sich auf das leicht schräge Thema einlassen kann. Die Ermittlungen sind stimmig und spannend, die Charaktere kommen gut zru Geltung, der leichte Gruselfaktor trägt viel zur intensiven Atmosphäre bei. Schön, dass die Serie doch noch mit unverbrauchten Themen überraschen kann!

VÖ: 2. Dezember 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751319929


Die drei ??? - Stille Nacht, düstere Nacht



Erster Eindruck: Ein Adventskalender voller Erinnerungen

Kurz vor Weihnachten besuchen Justus, Peter und Bob die GameFame, die größte Spielwarenmesse der USA. Dort sollen die bekannten Charaktere der Serie Heroes of the Universe mit einer neuartigen Technik versehen als Spielfiguren vorgestellt werden, doch noch vorher bricht der Festredner unerwartet zusammen. Die drei ??? haben nur 24 Stunden Zeit, um noch vor der Bescherung den Fall aufzuklären...

2016 gibt es mal wieder einen Adventskalender in Hörspielform von den drei ???, die dieses mal in 24 Stunden einen kompletten Fall aufklären, jeder der Tracks symbolosiert die Entwicklungen einer Stunde und kann sowohl am Stück als auch aufgeteilt an jedem Tag des Dezembers gehört werden. Auch zeitlich ist der Fall vor dem Weihnachtsfest angesiedelt, doch dies fließt nur am Rande in die Handlung ein, lediglich einige Kommentare und das Einspielen entsprechender Musik nimmt hierauf Bezug. Wesentlich präsenter sind da die vielen Erinnerungen an ein bekanntes Franchise, das unter anderem auch von Europa in den 80ern als Hörspiel umgesetzt wurde und noch viele Fans hat. Die Namen wurden nur leicht verändert, sodass man sofort weiß, um welche Charaktere es sich handelt. Das bringt einen ganz besonderen Reiz mit sich, und auch die Grundlagen der Geschichte sind gelungen und könnten eine spannende Handlung bieten – wenn sie nicht ziemlich in die Länge gezogen wären. Die Dialoge wirken zerfasert und kommen nicht so recht auf den Punkt, sodass viel Leerlauf aufkommt. Da hilft es auch nicht, die drei ??? aufzuteilen und zwei Handlungsstränge parallel zu erzählen, die Geschichte ist einfach nicht dicht genug, um wirklich fesseln zu können. Doch auf der zweiten Hälfte der dritten CD bekommt die Folge dann doch noch den richtigen Dreh und punktet mit einem gekonnt erzählten Finale, dass zwar typisch für die Serie ist und dennoch sehr eigenständige Elemente enthält.

Volker Brandt unterstützt die drei ??? als ehemaliger Kommissar und aktueller Sicherheitschef die drei Detektive bei ihren Ermittlungen – und mit seiner prägnanten Stimme, die sofort hevorsticht. Er hat hörbaren Spaß an der Handlung und bringt seine ganz eigene Note mit ein. Michael Grimm ist als Beastman zu hören, seine düstere und ausdrucksstarke Stimme bringt rauen Charme mit ein, er setzt seine Szenen sehr gekonnt um. Auch Klaus Dittmann, der einen nicht allzu git gelaunten Weihnachtsmann spricht, hinterlässt einen sehr präsenten und positiven Eindruck. Weitere Sprecher sind Helgo Liebig, Monika Barth und Monty Arnold.

Neben den bereits erwähnten weihnachtlichen Klängen wird auch die Musik der Masters of The Universe-Hörspiele verwendet, was den Zusammenhang zu dieser Serie nur noch steigert – glücklicherweise hat Europa ja schließlich auch hier die Rechte. Auch die übrige Musik ist gut auf die Handlung abgestimmt, während die Geräusche während der Szenen für mehr Lebendigkeit sorgen.

Ein Weihnachtsbaum wurde für das Cover ausgewählt, doch auf den Kugeln sind die Charaktere der Heroes of the Universe ind unverkennbarer Weise abgebildet. Im Hintergrund ist dann noch ein düsterer, bedrohlicher Schatten zu sehen. Die drei CDs befinden sich in einer klobigen Plastikhülle, lobenswert ist jedoch das Booklet: Zu jeden Track gibt es eine knappe Inhaltsangabe, sodass man bestimmte Stellen schnell wiederfindet, ohne zu viel von der Handlung zu verraten.

Fazit: Die vielen Anspielungen auf die Masters of the Universe machenr ichtig Spaß und bringen eine interessante Note mit ein, während die Handlung zwar grundsätzlich spannend, aber zu sehr in die Länge gezogen ist. Die Trennung der drei ?? ermöglicht es, auf zwei Ebenen zu erzählen und ein recht komplexe Geschichte zu erzählen.

VÖ: 4.November 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751074927


Die drei ??? - 183. und der letzte Song



Erster Eindruck: Ein alter Rockstar und seine Geheimnisse

„Lenny the Rock“ nennt sich der alte Freund von Onkel Titus, der als Rockstar große Erfolge gefeiert hat. Zu der Party zu seinem 60. Geburtstag sind neben Familie Jonas auch Peter und Bob eingeladen, und er hat seinen Gästen so einige Überraschungen versprochen. Dass er dann spurlos von der Bühen verschwindet scheint aber dann doch nicht geplant gewesen zu sein...

Die drei ??? haben längst Kultstatus erreicht, doch mit dem langen Erfolg kommen nicht nur Neider, sondern auch viele Fans, die dies oder das der alten Folgen vermissen. Man kann sicherlich nicht alle zufriedenstellen, doch mit „Die drei ??? und der letzte Song“ hat Europa erneut eine sehr stimmige und unterhaltsame Folge auf den Markt gebracht, die mir beim Hören richtig Spaß gemacht hat. Das liegt zum einen daran, dass die Figuren und Schauplätze wieder sehr prägnant geworden sind, sei es der Schauplatz, die Party auf dem großen Anwesen, der unterirdische Brunnenschacht, alles ist sehr lebendig in Szene gesetzt worden. Und neben den sehr einprägsamen Hauptfiguren kann man auch die Vielzahl der Nebenfiguren wegen ihrer speziellen Eigenschaften gut auseinander halten. Das würde natürlich alles nichts nützen, wenn die Geschichte nicht auch so spannend geworden wäre. Die Folge ist dieses mal tatsächlich nicht direkt durchschaubar, die Detektive müssen dieses mal ein ganz besonderes, nicht so aufgesetzt wirkendes Rätsel lösen, es gibt zahlreiche Wendungen und Überraschungen – der Verlauf gestaltet sich dementsprechend kurzweilig, ist aber vielleicht im letzten Drittel etwas überladen. Dennoch ist eine sehr runde und hörenswerte Folge der Serie entstanden, die mich an die 80 Minuten gut unterhalten hat.

Nach dem Tod des hochgeschätzten Andreas Beuermann, der bisher Onkel Titus gesprochen hat, wird diese Rolle nun von Rüdiger Schulski übernommen. Das ist zwar etwas ungewohnt, doch er macht seine Sache wirklich gut, spricht sehr sympathisch und kann die warmherzige Art des Mannes gekonnt darstellen. Peter Kirchbeger ist als Lenny The Rock ebenfalls sehr gut besetzt, mit seiner offenen und mitreißenden Art sorgt er anfangs für heitere Momente, kann aber auch einen deutlich ernsthafteren oder geheimnisvollen Ton anschlagen. Maria Hartmann spricht Sue Tamara sehr reizvoll und kann eine interessante Figur erschaffen. Weitere Sprecher sind Christian Concilio, Douglas Welbat und Gosta Liptow.

Eine Folge, in der es im einen alten Rockstar geht – klar, dass die Folge nicht ohne entsprechende Musik auskommt. Die gesungenen Passagen können zwar nicht ganz glaubhaft machen, dass es sich bei The Rock tatsächlich im einen erfolgreichen Sänger handelt, obwohl diese mit Inbrunst intoniert sind. Aber diese sind gut in die Handlung eingefügt und lockern diese auf witzige Art auf.

Das Rockstar-Image von Lenny The Rock ist auch auf dem Cover aufgegriffen worden. Im typischen surrealen Stil der Serie ist darauf eine Gitarre zu sehen, die auf einem Rockkonzert von bunten Lichtern angestrahlt wird und mit der schwungvollen Form und der Totenkopf-Verzierung sehr ansehnlich wirkt. Die restliche Gestaltung ist wie immer übersichtlich, auch die obligatorische Trackliste auf der Rückseite ist wieder vorhanden.

Fazit: Diese Folge hat eine sehr individuelle Ausstrahlung und verläuft auf anderen Wegen als andere Episoden, viele eingebaute Wendungen sorgen für einen kurzweiligen Verlauf. Durch die prägnanten Charaktere und die sehr lebendig wirkenden Szenen kommt viel Stimmung auf, sodass mir diese Folge sehr gut gefallen hat.

VÖ: 30.September 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751319820


Die drei ??? - 182. Im Haus des Henkers



Erster Eindruck: Düstere Vorgänge auf dem Rummelplatz

Zufällig sind die drei ??? dabei, als ein junger Mann die Polizei in Rocky Beach anruft und einen Überfall gesteht. Doch Inspector Cotta ist ratlos, da sich in letzter Zeit bereits mehrere Diebe freiwillig gemeldet haben, aber nur vage über die Umstände der Tat informieren können. Als auch ein alter Freund von Justus, Peter und Bob ein solches Geständnis ablegt, sind sie alamiert und beginnen mit ihren Recherchen, die sie zu einem Rummelplatz führen...

Eine Kirmes als Platz für düstere Momente und finstere Machenschaften – ein interessanter Kontrast, der schon in einigen Büchern und Filmen Anwendung gefunden hat. Eine weitere Variante hiervon zeigt die 182. Folge der Kult-Serie „Die drei ???“, was sehr unterhaltsam gelungen ist. Wieder wird der Hörer unversehen mit den Grundzügen der Handlung versehen, doch erst im Laufe der Zeit kristallisiert sich heraus, was der Kernpunkt der Geschichte ist. Mir gefällt dieses langsame Herantasten hier sehr, doch noch mehr haben mich die Szenen auf dem Rummel überzeugt. Die Fahrten mit der Geisterbahn, die wie immer etwas skurrilen Figuren und insbesondere der düstere Henker, immer wieder eingestreute spannende Szenen oder kleine Wendepunkte – der Unterhaltungswert dieser Folge ist sehr hoch. Und auch wenn mit über 70 Minuten die maximale Laufzeit einer CD fast ausgereizt ist, kommt hier nie Leerlauf auf, immer weiter nähert man sich dem Geheimnis hinter den Vorfällen. Zugegeben, man kann schon früh eine ungefähre Richtung erahnen, doch die Hintermänner bleiben lange unbekannt und werden erst am Ende offenbart. Durch die ausdrucksstarke Kulisse und viele kleine Kniffe ist eine sehr dichte Atmosphäre enstanden, sodass „Im Haus des Henkers“ eine der besten Folgen der letzten Jahre geworden ist.

Auch die Besetzung der Rollen ist Europa wieder sehr gut gelungen, über 20 verschiedene Stimmen wurden hier eingesetzt. Pia Werfel ist beispielsweise als Mrs. Crouch zu hören, mit ihrer sehr angenehmen und prägnanten Stimme kann sie ihre Szenen sehr gut gestalten. Andre Minninger ist als Godween zu hören, er passt sich sehr gut an seine Rolle an und setzt diese mit viel Energie um und unterstützt die Ausstrahlung der Folge. Auch Gordon Piedesack ist wie immer überzeugend und agiert in seinen Szenen sehr professionell und ausdrucksstark. Weitere Sprecher sind Anton Pleva, Isabella Grothe und Enie van de Meiklokjes.

Durch den Haupthandlungsort wird Heikedine Körting und ihrem Team natürlich eine Steilvorlage in der akustischen Gestaltung geboten, die sie dankbar aufgreifen und so eine sehr stimmige Atmosphäre erzeugen. Hintergrundgespräche, Musik und Geräusche vermischen sich schnell zu wahrer Rummel-Stimmung, wobei besonders die Szenen in der Geisterbahn sehr eindringlich und unheimlich umgesetzt wurden.

Der düstere Henker ist auf dem Cover zu sehen, seine lange braune Kutte bedeckt mit seiner weiten Kapuze sein Gesicht, sodass er gleich eine mysteriöse Ausstrahlung bekommt, was durch die halbmondförmige Sichel und den Hintergrund mit dem aufgerissenen Maul noch unterstützt wird. Die restliche Gestaltung ist bereits aus den vorigen Hörspielen bekannt und pragmatisch und übersichtlich gehalten.

Fazit: Der schnelle Start in die Handlung und die vielen kleinen Wendungen sorgen für einen sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Verlauf, während einige dramatische Szenen und Offenbarungen für viel Spannung sorgen. Die sehr dichte Atmosphäre lässt „Im Haus des Henkers“ zu einer äußerst hörenswerten Folge der Serie werden.

VÖ: 22.Juli 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751319721


Die drei ??? - 181. Das Kabinett des Zauberers



Erster Eindruck: Magischer Fall mit einigen Überraschungen

Eine Schulklasse bittet Justus um Hilfe bei der Aufklärung eines Falles, denn mitten in einer Vorstellung ist der Zauberkünstler Pablo verschwunden und nicht wieder aufgetaucht. Zunächst hat der Detektiv kein großes Interesse an dem Fall, doch als er mit Peter und Bob die Bühne näher unter die Lupe nimmt und ein geheimes Versteck findet, treffen sie auf einen jungen Mann, der mehr zu berichten hat...

Da denkt man, die drei ??? hätten in 180 Folgen alle Themen abgegrast, die zu der Hörspielserie passen könnte, und dann das: Es geht um einen verschwundenen Zauberer – so naheliegend kann manchmal Kreativität sein. Der Anfang von „Das Kabinett des Zauberer“ ist mit einer schüchternen Kinderhorde als Auftraggeber gut gelöst und unterhaltsam erzählt, und auch danach entwickelt sich die Handlung konsequent weiter. Das ist zwar gerade zu Beginn etwas zu langsam erzählt, nimmt aber später an Fahrt auf und präsentiert sich deutlich komplexer, als anfangs gedacht. Je mehr Justus, Peter und Bob ermittelt und je mehr sie über Pablo erfahren, desto mehr Fragen tun sich wieder auf. Besonders gegen Ende ist schon einige Konzentration gefragt, denn es werden viele Informationen in kurzer Zeit gegeben, um die vielen Verflechtungen komplett darstellen zu können. Auch das Thema Zauberei ist sehr gelungen eingebaut, es werden einige Tricks erklärt, die sogar auch den Fall ordentlich nach vorn bringen. Und auch die Nebencharaktere der Folge können punkten, mal geheimnisvoll, mal gefährlich, mal freundlich und offen. Besonders Quinn, der Lehrling von Pablo, muss hierbei erwähnt werden, er begleitet die drei ??? bei ihren Ermittlungen und macht einen sehr sympathischen und engagierten Eindruck. Eine hübsche Folge mit unverbrauchtem Thema, spannendem Verlauf und ohne aufgezwungenes Rätsel.

Tobias Diekow ist als Quinn zu hören, er macht seine Sache richtig gut und kann den jungen Mann mit viel Elan und einer glaubhaften Sprechweise ausstatten. Volker Bogdan ist als Pablo zu hören. Er ist dabei zwar nicht sonderlich oft im Einsatz, schafft dann aber eine interessante und rätselhafte Figur, was durch seine variable Stimme noch weiter unterstützt wird. Jürgen Thormann ist auch mal wieder mit von der Partie und klingt wieder sehr prägnant, sodass seine Szenen lange im Gedächtnis bleiben. Auch die mitwirkenden, ziemlich jungen Sprecher der Schulklasse machen ihre Sache richtig gut, beispielsweise Norma Drager, Hugo Richert und Louis Körting.

Musikalisch hat Hörspiel-Altmeisterin Heikedine Körting wieder eine sehr solide Umsetzung der Geschichte – Achtung, Wortwitz – gezaubert und passende und aufregende Musikstücke aus dem Archiv von Europa geholt. Diese sind treffend eingebaut, den Hauptteil der Atmosphäre schaffen aber wieder die vielen Geräusche, die die Szenen lebendiger und glaubhafter gestalten.

Richtig gut gefällt mit auch das Cover dieser Folge, das mystisch und geheimnisvoll wirkt. Natürlich ist darauf ein Zauberer abgebildet, der die Hände beschwörend über einige Lichtkugeln hält, die die Szenerie spärlich beleuchten – denn auch das Gesicht liegt mehr im Schatten und wird mehr angedeutet. Die restliche Gestaltung ist schlicht und ansehnlich, der Ausblick auf die nächste Folge und die Trackliste dürfen dabei natürlich nicht fehlen.

Fazit: Es macht richtig viel Spaß, in die Welt der Zauberer einzutauchen und ihre Rätsel zu ergründen, auch wenn der Fall anfangs etwas stockt und erst später ins Rollen kommt. Dann wird eine komplexe und spannende Geschichte erzählt, deren Garnierung mit den Zaubertricks sehr gut gelungen ist.

VÖ: 13.Mai 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751319622


Die drei ??? und der Zeitgeist



Erster Eindruck: Tausend Jahre sind ein Tag...

Die drei ??? haben zwar schon einige ungewöhnliche Fälle gelöst, aber wenn eine Planierraupe immer und immer wieder über den Schrottplatz fährt, die ganze Stadt bedroht wird, ein Schriftsteller bestohlen wurde, eine Radiosendung ziemlich verwirrend klingt, Justus plötzlich verschwunden ist oder eine Wikingerin den Namen Kelly trägt, müssen sie ihre ganze Pfiffigkeit ausspielen...

Neben den regulären Folgen erscheinen von den drei ??? in unregelmäßigen Abständen auch immer wieder Sonderfolgen, die sich von diesen deutlich unterscheiden. „Die drei ??? und der Zeitgeist“ enthält beispielsweise sechs Kurzgeschichten, sie sich allesamt auf ganz verschiedene Weise mit dem Thema Zeit beschäftigen und dabei außergewöhnliche Wege gehen. Lässt man sich auf die dabei entstandenen Experimente ein, wird man mal lustigen, mal spannenden, aber immer ausgefallenen Geschichten belohnt. Nicht alle davon konnten mich überzeugen, so hat beispielsweise die letzte Episode „Zeit der Opfer, Zeit der Wunder“ einfach nicht meinen Geschmack treffen können. Hingegen ist „Der verschwundene Zeitgeist“ trotz seines eher konventionellen Verlaufes sehr unterhaltsam gelungen, was insbesondere auch an den recht extremen Charakteren liegt. „Immer und immer wieder“ und „Leaving Nineteen Sixty-Four“ haben jeweils einen ziemlich schrägen Ausgangspunkt und machen gerade deswegen so viel Spaß, weil sie die drei Detektive und gänzlich ungewohnten Situationen zeigen. Das ist richtig kreativ und witzig geraten, was mir bestens gefallen hat. „Rückwärtsgang“ punktet mit der interessanten Erzählweise, da hier nicht chronologisch vorgegangen wird, was durchaus etwas Aufmerksamkeit erfordert und einen ganz anderen Blick auf die Handlung erlaubt. „Der Raub der Zehntausend“ hat nur recht wenig mit dem Thema Zeit zu tun, nur am Ende wird ein eleganter Schlenker hierzu gemacht, was die unterhaltsame Geschichte gekonnt abrundet.

Die drei Hauptsprecher Oliver Rohrbeck, Jens Waerczeck und Andreas Fröhlich sind wieder in Hochform und bringen ihre Charaktere bestens zur Geltung, wobei sie sehr authentisch und spontan wirken. Besonders witzig ist, dass man auch eine kleine Kostprobe ihrer etwas jüngeren Versionen bekommt. Topsy Kütters hat mir als aufgedrehte Lucy Hopkins äußerst gut gefallen, ihre überspitzte Darstellungsweise der älteren Frau bringt viel Schwung und Witz in die Handlung. Claus Wilcke spricht in Leaving Nineteen Sixty-Four den Professor Selby, er bringt einer sehr interessante und ausdrucksstarke Note in diese Handlung. Weitere Sprecher sind Gerlinde Dilge, Christian Senger und Dorothea Hagena.

An der akustischen Umsetzung gibt es wieder nichts auszusetzen, alles ist sehr sauber abgemischt worden. Die Titelmelodie ist in einer Kurzversion vor jeder der Episoden zu hören, und auch ansonsten sind die kleinen Melodien treffend eingebaut. Zahlreiche Geräusche lassen das Geschehen authentischer und lebendiger wirken, wobei sie sehr gut auf die Handlung abgestimmt sind.

Eine Uhr, zerfließend wir in dem bekannten Gemälde von Salvador Dali, ist auf dem Cover in verschiedenen, dunklen Farbtönen abgebildet, einer der Zeiger ist unheilvoll mit einem Totenkopf verziert. Im kleinen Booklet ist zu jeder der Geschichten eine separate Trackliste zu finden, bei der Nummerierung wurde wieder auf das Titelbild zurückgegriffen.

Fazit: Sechs ganz unterschiedliche Geschichte, die als Gemeinsamkeit einen kreativen Bezug zum Thema Zeit haben. Hier haben sich die Autoren mal richtig ausgetobt und schräge, kreative Ansätze gefunden, um bekannte Schemata aufzubrechen. Darauf muss man sich einlassen können, mir hat diese Sonderfolge jedoch äußerst gut gefallen.

VÖ: 4.März 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888430990821



Die drei ??? - 180. und die flüsternden Puppen



Erster Eindruck: Ungewöhnlicher Hilfeschrei

Vor dem Fitnessstudio findet Peter einen Walkman, wegen der guten Musik hört er die enthaltene Kassette an. Doch plötzlich wird der Song unterbrochen und durch eine daramtische Szene überspielt, in der eine junge Frau entführt wird. Als die drei ??? herausfinden, dass die Aufnahme echt ist, versuchen sie dem Opfer zu helfen – was sie sogar bis nach Mexiko führt...

Mit „Die flüsternden Puppen“ hat Andre Minninger nach Jahren mal wieder eine Geschichte für die drei ??? beigesteuert, die als 180. Folge der Hörspielserie umgesetzt wurde. Nach einer stimmungsvollen und überraschenden Introszene baut sich die eigentliche Handlung anfangs eher langsam auf, auch während der Handlung gibt es immer wieder einige Szenen, die gestrafft einen dynamischeren Eindruck gemacht hätten. Doch genau darin liegt auch eine große Stärke der Folge, die atmosphärsich sehr dicht ist und einige sehr intensive, ja sogar gruselige Szenen zu schaffen. Besonders eine düstere Nacht in einem halb verfallenen Haus ist dabei zu erwähnen, doch auch das anschließende Rätsel, das die drei Detektive lösen müssen und das ganz anderer Art ist als gewohnt, ist sehr stimmig gelungen. Die Auflösung des Ganzen ist durchaus trickreich gelungen und hat ganz am Ende noch einen überraschenden Dreh. Auch die Konflikte zwischen den Hauptfiguren und die ganz besondere Beziehung zu einem alten Bekannten sind sehr gut eingebaut. Das alles ist stimmig zusammengestellt und unterhaltsam erzäjlt, neben einigen gelungenen Lachern gibt es insbesondere eine Geschichte mit viel Flair und Ausdruck. Allerdings gibt es doch so einige Ungereimtheiten, sodass die Folge an einer Top-Bewertung vorbeischrammt.

Skinny Norris wird in dieser Folge von Michael Harck gesprochen, er klingt dabei trotz seines Alters sehr jugendlich und setzt seine ausdrucksstarke Stimme wieder sehr gekonnt ein. Julia Fölster kann das entführte Mädchen mit viel Elan und Kraft umsetzen, auch bei den leisen und geflüsterten Momenten sorgt sie für sehr viel Atmosphäre. Mario Ramos kann ebenfalls überzeugen, er zeigt einige Facetten von sich und kann dabei mit passender Betonung punkten. Weitere Sprecher sind Holger Mahlich, Andre Minninger und Eric Schäffler.

Musikalisch ist diese Folge eher unauffällig, die Melodien fügen sich aber harmonisch ein und gestalten die Szenenübergänge runder. Große Experimente werden dabei nicht gewagt, aber die Stimmung der Folge gekonnt unterstrichen. Wie immer perfekt eingebaut sind die Geräusche, die die Szenen lebendiger wirken lassen und ihnen eine gewisse Tiefe verleihen.

Dass Puppen ziemlich gruselig sein können, wurde ja schon öfters bewiesen, und auch das starre Gesicht, das das Cover zu dieser Folge ziert, passt bestens zu der vorherrschen düsteren Stimmung der Folge – zumal auch wieder der typische leicht abstrakte Zeichenstil wieder verwendet wurde. Die restliche Gestaltung der CD ist bereits aus den vorigen Folgen bekannt und übersichtlich aufbereitet.

Fazit: Die Folge hat es wegen des etwas trägen Starts nicht geschafft, mich sofort zu packen, konnte aber Spannung und Atmosphäre immer weiter steigern. Besonders die nächtlichen Szenen in Mexiko sind sehr stimmig, später wird es ordentlich brenzlig und gefährlich – eine gelungene Mischung, auch wenn nicht alles in sich logisch aufgebaut ist.

VÖ: 4. März 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888430093928


Die drei ??? - 179. Die Rache des Untoten



Erster Eindruck: Geldsegen für Bob?

Bob soll ein großes Vermögen erben – und das, obwohl ihm der Verstorbene völlig unbekannt ist. Nur wegen einer vermeintlich guten Tat will der Alleinstehende den Detektiv jedoch mit einem beträchtlichen Geldsegen belohnen. Doch auch andere Menschen wurden von dem Millionär für einen Erbanteil vorgesehen – unter einer Bedingung: Gemeinsam sollen sie einige Tage in einem abgelegenen Blockhaus verbringen...

Die große Rätselaffinität von Justus Jonas schlägt sich in zahlreichen Folgen der drei ??? nieder, immer wieder gibt es mehr oder weniger verzwickte, oft kryptische Hinweise, die es zu lösen gilt. Das ist auch immer wieder eine hübsche Idee, wenn es wirklich zur Auflösung eines Falles beiträgt. In der 179. Folge „Die Rache des Untoten“ ist ein solches Rätsel aber scheinbar nur der Tradition wegen eingebaut, was dann leider schnell aufgesetzt und störend wirkt – die Auflösung des Rätsels gibt es sogar erst, als die gesamten Hintergründe des Falles bereits aufgedeckt sind. Abgesehen davon ist eine wirklich runde und hörenswerte Folge entstanden, die über verschlungene Pfade von dem merkwürdigen Erbe bis hin zu einem unerwarteten und trickreichen Ende führt, das man anfangs so wohl nicht erwartet hätte. Viele spannende oder atmosphärische Szenen reihen sich hier aneinander, die Stimmung in der wüstenähnichen Umgebung kommt dabei gut zur Geltung. Dabei bleiben zwar einige Nebencharaktere etwas blass und kommen nicht so recht zur Geltung, dafür gibt es immer wieder überraschende Wendungen, die die Handlung unterhaltsam und spannend wirken lassen. Trotz des etwas konstruiert wirkenden Falles ist eine hörenswerte und kurzweilige Folge entstanden.

Claus Wilcke ist in der Rolle des Evander Whiteside zu hören. Er schafft dabei mit seinem ausdrucksstarken Klang eine gelungene und geheimnisvolle Atmosphäre, sodass gerade seine erste Szene sehr gut zur Geltung kommt. Martin Pass ist als Christpher Barclay zu hören, der ebenfalls einer der potenziellen Erben ist. Dabei wirkt er mit seiner unfreundlichen Art und der harten Aussprache nicht sonderlich sympathisch. Tom Pidde hat am Ende noch einen kurzen, aber durchaus effektvollen Auftritt, den er gut zur Geltung bringen kann. Weitere Sprecher sind Catrin Owerfeldt, Sascha Gutzeit und Nicolas König.

Wie immer wird bei der Serie auch hier wieder viel Wert auf eine passende und stimmungsvolle Musik gelegt, die die einzelnen Szenen gekonnt unterstreicht und in den Szenenübergängen für die passende Atmosphäre sorgen. Und auch die Geräusche sind wieder sehr passgenau eingefügt und lassen die Szenen lebendiger und greifbarer wirken.

Die Blockhütte, in der die potenziellen Erben des Millionärs gemeinsam einige Zeit verbringen sollen, ist auf dem Cover ins rechte Licht gerückt worden – in ein spärliches und bedrohlich wirkendes Licht. Neben den kahlen Bäumen sorgt besonders der lange Schatten eines Mannes für die passende Stimmung des Titelbildes.

Fazit: Sicherlich gibt es einige Logikfehler in dieser Folge, und nicht alle Nebencharaktere können wirklich gekonnt in Szene gesetzt werden. Die interessante Entwicklung, viele spannende Szenen und eine unerwartete Auflösung sorgen aber für gute Unterhaltung und einen kurzweiligen Verlauf dieser Folge.

VÖ: 15.Januar 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888430093829


Die drei ??? - 178. Der gefiederte Schrecken



Erster Eindruck: Ein riesiges Aquarium in nervender Begleitung

Wirklich begeistert sind Justus, Peter und Bob nicht, als sich herausstellt, dass gerade Barbara Mathewson hinter einem telefonischen Hilferuf steckt. Doch die Neugier besiegt bald die Abneigung gegen das aufdringliche Mädchen, das auf dem Nachbargrundstück eine merkwürdige Gestalt gesichtet hat. Dort angekommen scheinen die Juniordetektive von dem Hausbesitzer aber nicht gerade willkommen zu sein...

Neben wenigen Hauptrollen gibt es bei den ??? nur wenige konstante Charaktere in der Serie, allerdings tauchen immer mal wieder Rollen aus vorigen Folgen auf. Und so gibt es in der 178. Folge „Der gefiederte Schrecken“ ein Wiederhören mit Barbara Mathewson, die wieder mit ihrer herrischen Art viele humorvolle Szenen einbringt und die Hauptfiguren gründlich auf die Nerven geht. Leider gilt dies streckenweise auch für den Hörer, der ansonsten mit einer soliden Folge unterhalten wird. Wieder gibt es einen ausdrucksstarken Handlungsort, denn ein wie immer exzentrischer Millionär hat sich ein riesiges Aquarium in seiner Villa bauen lassen, einige entscheidende Szenen spielen hier, was eine leicht mysteriöse Ausstrahlung erzeugt. Dabei bleibt lange Zeit unklar, worauf die Folge überhaupt hinaus will, denn der gefiederte Schrecken – ein Mensch in einem Vogelkostüm – ist zwar geheimnisvoll, wirkt aber nicht sonderlich bedrohlich. Sobald die Marschrichtung allerdings bekannt ist, überrascht die Auflösung nicht mehr sonderlich, auch wenn der Weg dorthin durchaus abwechslungsreich und kurzweilig geraten ist. Besonders eine der letzten Szenen in einem ungewöhnlichen Versteck kann dabei punkten und zeigt eine gefährliche Situation, die gekonnt aufgelöst wird.

Tanja Geke ist wieder in der Rolle der Barbara Mathewson zu hören. Auch wenn ihre Stimme etwas zu alt für das Mädchen klingt, macht sie ihre Sache ordentlich und legt sehr viel Energie in ihre Sprechweise. Olaf Reichmann ist als Zacharias Faring zu hören, er bleibt sehr konstant in seiner Rolle und kann mit Sinn für das richtige Timing punkten. Thomas Fritsch ist wie immer als Erzähler eingesetzt, seine kurzen Textpassagen werden von ihm wieder dynamisch und überzeugend vorgetragen. Weitere Sprecher sind Tilo Schmitz, Nicolas König und Tobias Schmidt.

Ebenso solide wie die Handlung ist auch die akustische Umsetzung gelungen, zahlreiche passende und glaubhaft eingefügte Geräusche sorgen für eine passende atmosphärische Gestaltung, wobei der Fokus immer auf den Sprechern und ihren Dialogen liegt. Musik ist traditionell recht wenig eingebaut, diese ist aber gut an die jeweilige Stimmung der Szenen angepasst worden.

Klar, dass auf dem Cover auch der gefiederte Schrecken abgebildet ist, im typischen Stil der Handlung klettert er in seinem grünen Kostüm samt gelber Flügel an einer Mauer hinauf. Die düstere Beleuchtung verleiht der comichaften Gestalt noch einen Hauch Düsternis und Bedrohung. Wie immer gibt es auf der Rückseite eine kleine Trackübersicht der Folge, die bestimmte Stellen schneller wiederfinden lässt.

Fazit: Zwar ist lange nicht klar, worum die Handlung sich überhaupt dreht, zumal die Bedrohung nur mäßig greifbar ist, dennoch wurde ein kurzweiliger Mittelteil erzählt, die einige prägnante und gelungene Elemente enthält. Der erneute Auftritt von Barbara ist zwar manchmal etwas nervig, bringt aber gleichsam Schwung in die Handlung.

VÖ: 4.Dezember 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430093720

 

Die drei ??? - 177. Der Geist des Goldgräbers



Erster Eindruck: Gut getaktetes Hörspiel

Miranda Cramer ist vor einiger Zeit ins Dead Mans Canyon gezogen, wo eine verschworene Gruppe von Menschen etwas außerhalb wohnt. Doch es gehen merkwürdige Dinge vor, weswegen sie die drei ??? zu Hilfe gerufen hat. Dass dort etwas nicht stimmt, merken Justus, Peter und Bob schon bei ihrer Ankunft, denn auch sie bekommen die unheimliche Geistererscheinung bald zu Gesicht...

Geisterhafte Erscheinungen haben eine lange Tradition in der Erfolgs-Serie „Die drei ???“, und auch skurrile Persönlichkeiten und die felsige Landschaft um Rocky Beach werden immer wieder aufgegriffen. All dies wird auch von der 177. Folge „Der Geist des Goldgräbers“ kombiniert, wobei die bekannten Elemente stimmig zusammengestellt und mit einigen neuen Facetten bereichert sind. Das gefällt, zumal die Begrenzung auf recht wenige handelnde Personen und Verdächtige den gelungenen Verlauf der Handlung unterstützt. Der Hörer kann hier wieder miträtseln und versuchen, selbst den Täter zu enttarnen, wobei die Hinweise in genau dem richtigen Maß gestreut sind: Zwar bekommt man einen guten Überblick über das Geschehen und hat immer wieder Ahnungen, wie das Ganze aussehen können, aber immer neue Überraschungen halten die Folge kurzweilig. Mir gefällt besonders die Skurrilität, die die kleine Gemeinschaft umgibt, allesamt sind sie starke und eigenwillige Charaktere, wobei der geistig verwirrte Dusty manchmal etwas zu stark in den Vordergrund tritt und die Geschichte zu dominieren droht. Die Auflösung ist abschließend gut erdacht und eher unkonventionell, was der Folge aber gut zu Gesicht steht.

Susanne Sternberg ist als Miranda Kramer zu hören, sie kann die unterschiedlichen Situationen geschickt erfassen und so eine glaubhafte Palette an Emotionen präsentieren. Martina Treger nimmt hier als Holly einen eher harten Klang an, der sehr gut zu dem Charakter passt und ihn immer wieder ins rechte Licht rückt. Hans Kahlert macht seine Sache als Dusty sehr gut, den verwirrten, aber freundlichen Herren nimmt man ihm sofort ab, auch wenn die Figur zu häufig in Erscheinung tritt. Weitere Sprecher sind Horst Stark, Volker Hanisch und Tim Kreuer.

Mir gefällt, wie die Handlung akustisch umgesetzt wurde, die bei den eingesetzten Melodien auch mal ungewöhnliche Klänge setzt. So entsteht eine gelungene Klangkulisse, die sich gut an die jeweilige Situation anpasst, viele Geräusche sind dabei zu hören und lassen die Szenen lebendiger wirken. Besonders der Remix einer bekannten Melodie dürfte Nostalgikern gefallen.

Die düstere Introszene, in denen Justus, Peter und Bob zum ersten mal der Geistererscheinung begegnen, ist auch auf dem Cover abgebildet, wobei eine hübsch düstere Atmosphäre erzeugt wird. Besonders der Trick, dass nur die untere Hälfte des Mannes von Autoscheinwerfern beleuchtet wird, während der obere im Dunkeln liegt, sorgt für eine interessante Optik. Der typische Zeichenstil der Serie mit den prägnanten Außenlinien findet hier wieder Verwendung.

Fazit: Auch wenn die Geschichte kleinere langwierige Passagen hat, ist sie doch insgesamt gut gelungen. Das liegt an dem interessanten Schauplatz und der kleinen, verschworenen Gemeinschaft mit ihren präsenten Charakteren und der ungewöhnlichen, sehr hörenswerten Auflösung. Insbesondere Dusty sticht hier immer wieder hervor, ist aber für meinen Geschmack etwas zu häufig im Vordergrund.

VÖ: 2.Oktober 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430093522


Die drei ??? - 176. und der gestohlene Sieg



Erster Eindruck: Winkies, fliegende Affen und ein Doppelgänger

Die drei ??? sind Zeuge eines ungewöhnlichen Fußballspiels, denn die Mädchenmannschaft der L.A. Strikers gewinnt wegen einiger offensichtlicher Fehlentscheidungen der Schiedsrichterin ein wichtiges Turnier und kann den Pokal mit nach Hause nehmen. Mrs. Hutchinson wird nach dem Spiel von einigen Fans bedroht, dabei stellt sich heraus, dass diese erpresst wurde, der Mannschaft zum Sieg zu verhelfen. Doch welche Hintergründe hat die Tat?

Sportfolgen sind ja unter den Fans der drei ??? in der Vergangenheit nicht allzu beliebt gewesen, auch Folge 176 deutet mit Cover und Titel wieder auf ein Fußballthema hin. Doch dieses wird nur am Rande gestreift und als Basis für eine Geschichte genommen, die sich in eine gänzlich andere Richtung entwickelt. Vielmehr geht es in dieser Folge um eine interessante Familiengeschichte, Kinderliteratur und eine recht ungewöhnliche Beute, was alles insgesamt recht stimmig zusammengeführt wurde. Nur leider wirkt die Geschichte an einigen Stellen recht krude erzählt, Kommissar Zufall übernimmt einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Juniordetektive. Auch schleichen sich leider einige in die Länge gezogene Passagen ein, die den Erzählfluss bremsen. Davon abgesehen ist eine gelungene und runde Folge entstanden, bei der die einzelnen Elemente gut ineinander greifen und bei der eine spannende Hintergrundgeschichte erzählt wird. Und auch der Humor kommt hier nicht zu kurz, blitzt immer wieder hervor und sorgt für einige Lacher. Vielleicht nicht die stärkste Folge der drei ???, aber solide erzählt und mit einigen reizvollen Elementen versehen.

Die wunderbare Ursula Sieg hat hier als Beatrice einige sehr gelungene Szenen, ihre deutlich gealterte Stimme und die sehr intensive Sprechweise lassen die verwirrte alte Dame gekonnt wirken. Maureen Havlena ist als Tiffany zu hören, das jugendliche Mädchen bekommt durch sie viel Schwung und Energie verliehen. Auch Ben Hecker ist als Trevor eine gute Wahl, in seinem recht kurzen Auftritt kann er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Weiterhin zu hören sind Susanne Wulkow, Stephan Schad und Tina Eschmann.

Gut umgesetzt wird hier die anfängliche Szene im Fußballstadion, die mit einer glaubhaften Geräuschkulisse unterlegt ist und so Fußballflair aufkommen lässt. Die Auswahl der eingebauten Musikstücke ist durchaus auch gelungen, sodass eine passende Szenerie geschaffen wird, in der auch die zahlreichen Geräusche wieder ihren festen Platz haben und die Dialoge lebendiger gestalten.

Der Gewinnerpokal des Fußballspieles, um den sich in dieser Folge so vieles dreht, ist auch auf dem Cover gekonnt in Szene gesetzt worden und wird triumphierend in die Höhe gehalten und angestrahlt, wobei der Fußball eher unnötig ist – wie bereits erwähnt wird das Thema nur am Rande gestreift. Das Innere ist wie immer solide und übersichtlich umgesetzt worden.

Fazit: Die Handlung wirkt zwar an einigen Stellen etwas konstruiert, sodass zu viele Zufälle zusammenspielen, insgesamt ist aber eine gut erzählt und mit einigen interessanten Elementen angereicherte Folge entstanden, die sowohl mit Humor als auch mit einem ungewöhnlichen Rätsel für die drei ??? punkten kann.

VÖ: 10.Juli 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430093423


Die drei ??? - 175. Schattenwelt



Erster Eindruck: Justus, Peter und Bob als Kurzzeitstudenten

Justus, Peter und Bob dürfen einige Wochen an der altehrwürdigen Universität von Ruxton als Gaststudenten verbringen. Doch schon vor ihrer Abfahrt beginnt ihr neuer Fall, den zufällig belauscht Bob seinen Vater bei einem geheimnisvollen Telefonat, das sich um den sagenumwogenen teumessischen Fuchs aus der griechischen Mythologie dreht. In Ruxton angekommen stoßen sie auf ein undurchdringliches Geflecht aus mysteriöses Vorgängen...

Die drei ???, die wohl bekannteste Hörspielserie in Deutschland, feiert seine Jubiläen sehr regelmäßig – alle 25 Folgen wird gleich ein Dreiteiler veröffentlicht, der nicht nur zeitlich umfangreicher, sondern auch inhaltlich komplexer ist. „Schattenwelt“, Nummer 175 der Serie, verknüpft dabei eine enorme Vielfalt an unterschiedlichen Themen miteinander. Kostprobe gefällig? Ein ziemlich unsympathischer Mitstudent, ein High-Tech-Handy, eine sich merkwürdig benehmende neue Bekanntschaft, ein in der Luft stehender Vogelschwarm, ein nebulöser Hausmeister, Giftschlangen, eine unheimliche Studentenverbindung... die Liste ließe sich noch um etliche weitere Punkte ergänzen. Das wirkt auf den Hörer schon ziemlich erdrückend und will erst einmal sinnvoll zusammengefügt werden, dies gelingt aber überraschenderweise recht reibungslos. Denn die Handlung ist sinnvoll uns schlüssig aufgebaut, während in deren Verlauf immer wieder kleine Teilrätsel aufgelöst werden. So setzt sich alles langsam, aber sicher zu einem vollständigen Bild zusammen, während der teumessische Fuchs die zentrale Figur einnimmt und ein großes Geheimnis um sich aufgebaut hat. Dass er sich ganz am Ende doch so freimütig offenbart, wirkt etwas merkwürdig, führt aber zu einem wirklich spannenden Finale, das es in sich hat und alle losen Fäden gekonnt zusammenführt. Der enge Bezug zu Bobs Vater verleiht der Handlung auch ganz persönliche Brisanz für die Detektive, die man zudem in so manch ungewohnter Situation wiederfindet. So entsteht eine sehr überzeugende Folge der drei ???, die viele Stärken der Serie in sich vereint, aber bisherige Fettnäpfchen größtenteils vermeidet.

Taylor-Jackson, der ziemlich hochnäsige Mitstudent der drei ??? wird sehr gekonnt von Jona Mues in Szene gesetzt, der ihn ziemlich unnahbar und unsympathisch wirken lassen kann, aber auch ebenso gekonnt eine freundlichere Stimmung einbringen. Mit seiner intensiven und kratzigen Stimme sticht Jürgen Thormann als Professor Roalstadt wieder deutlich hervor und kann sämtliche Situationen exzellent meistern. Auch Elga Schütz macht ihre Sache als Francine Breckenridge hervorragend und setzt ihren markanten Klang sehr geschickt ein, um die Stimmung zu beeinflussen. Weitere Sprecher sind Wolfgang Draeger, Henry König und Anja Topf.

Wie immer passend ist die akustische Untermalung der Geschichte. Zu hören sind hier zahlreiche atmosphärische Musikstücke, die die Szenenübergänge sanfter und harmonischer gestalten. Im Vordergrund stehen jedoch die sehr treffend eingefügten Geräusche, die die Dialoge lebendiger wirken lassen, ohne diese jedoch zu überdecken oder in den Hintergrund zu stellen.

Die drei CDs befinden sich in separaten Jewelcases mit jeweils eigenen Sprecherangaben und einem individuellen Titelbild. Untergebracht sind diese in einem Pappschuber, der alle drei Cover zu einem einzigen Bild vereint. Die Motive sind dabei gut auf die Handlung abgestimmt und greifen einzelne Szenen aus dem Hörspiel auf – eine sehr gelungene Idee, die auch hier wieder bestens funktioniert.

Fazit: Rätselhaft, undurchsichtig und spannend - „Schattenwelt“ ist eine sehr gut erzählte Folge, die immer wieder kleine Teile auflöst und neue Rätsel in den Vordergrund stellt. So wird die dreifache Länge der Folge sehr unterhaltsam und kurzweilig, zumal die unterschiedlichen Situationen gekonnt dargestellt sind. Sehr gelungen!

VÖ: 15.Mai 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430093324


Die drei ??? - 174. und das Tuch der Toten



Erster Eindruck: Auf der Suche nach den Höhlenmenschen

Bei einer Wanderung auf die Berge treffen Justus, Peter und Bob die Forscherin Grace Powell, die gemeinsam mit einem kleinen Team nach den Spuren von Urzeitmenschen sucht, denn angeblich wurden einige höchst lebendige Exemplare einer längst untergegangenen Spezies gesichtet. Sofort beschließen die drei Detektive, der Professorin unter die Arme zu greifen...

Kurz vor dem nächsten großen Jubiläum mit einer 3-CD-Box veröffentlicht Europa eine Folge der drei ???, die auf den ersten Blick recht spannend klingt und ein viel versprechendes Thema als Grundlage hat. Und tatsächlich ist der Einstieg in die Handlung dann auch sehr gut gelungen, die düstere Atmosphäre in dem abgelegenen Tal wird sehr gelungen dargestellt, und auch die auftretenden Charaktere können mit einem Hauch Skurillität überzeugen. Nur leider bleibt die Geschichte dieser Linie nicht treu und verlegt die Handlung alsbald an gänzlich andere Schauplätze und kommt auch völlig von dem eigentlichen Thema ab. Präsentiert wird dann ein recht kruder Fall, in dem Kommissar Zufall mehr als einmal die Hände im Spiel hat. Einige Ungereimtheiten schleichen sich zudem ein, die Hintergründe sind zudem nicht wirklich spannend aufbereitet. Erst später wird wieder in die Thematik mit den Höhlenmenschen zurückgekehrt, was dann aber ziemlich schnell und stiefmütterlich abgehandelt wird. Schade, denn so wird viel Potenzial verschenkt, so kann die Folge leider keine Spannung aufkommen lassen, kann die Handlung nicht überzeugen.

Die drei Hauptsprecher sind wieder sehr motiviert und voll in ihrem Element, und auch die Gastsprecher können hier voll überzeugen. Besonders die wunderbare Luise Lunow kann als Grace Powell mit ihrer kratzigen Stimme und recht warmen Klang als engagierte Forscherin überzeugen. Mario Ramos ist als Guillermo eine ebenso gute Wahl, mit viel Nachdruck und glaubhafter Betonung kann er einen runden und gelungenen Charakter erschaffen. Holger Mahlich ist mit seiner einprägsamen Stimme mal wieder als Inspector Cotta dabei, auch er agiert sehr professionell. Weitere Sprecher sind Romanus Fuhrmann, Till Demtröder und Hans Kahlert.

Die akustische Umsetzung dieser Folge ist wieder sauber und professionell produziert worden, wirkliche Stimmung kann aber vor allem in den ersten Szenen aufkommen. Trotz passender Musikstücke, die insbesondere während der Szenenwechsel angespielt werden, kann danach keine sehr intensive Stimmung mehr aufkommen. Auch die Geräusche sind wieder stimmig und lebendig in die Handlung eingebaut.

Großes Lob gebührt hier der Covergestaltung, diese wirkt sehr düster und unheimlich – hat aber nur begrenzt etwas mit der Handlung zu tu. Zu sehen ist eine violett eingefärbte nächtliche Szenerie, in der im Hintergrund eine düstere Gestalt zu sehen ist, während vorn eine Hand aus dem Dickicht ragt. Die restliche Gestaltung ist wie immer schlicht und übersichtlich dargestellt.

Fazit: Leider verrennt sich die Handlung und will zu viel auf einmal erzählen, sodass unpassend wirkende Szenenwechsel und ein recht spannungsarmer Mittelteil diese Folge prägen. Bleibt die wie immer gelungene Produktion und ein atmosphärischer und gelungener Start in die Handlung mit starken Charakteren, das reicht aber leider nicht für eine gute Folge.

VÖ: 6.März 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430093225


Die drei ??? - 173. Dämon der Rache



Erster Eindruck: Ein Haimensch sorgt für Angst und Schrecken

Zufällig entdecken die drei ??? aus der Luft ein furchteinflößendes Monster, das auf einem abgelegenen Grundstück sein Unwesen treibt. Kaum wieder am Boden angekommen machen sie sich auf den Weg zum Anwesen von der alten Dame Gwendolyn Pembroke, werden von deren Butler allerdings schroff abgewiesen. Doch ihr Neffe Luke bittet die drei ??? schließlich zur Hilfe, denn seine Tante verhält sich in letzter Zeit sehr merkwürdig...

Ein weiteres Jubiläum der drei ??? steht mit der 175 kurz bevor, doch mit „Dämon der Rache“, Nummer 173 der Hörspielserie, wird die Lust darauf nur bedingt geweckt. Die Eröffnungsszene im Heißluftballon mutet schon etwas merkwürdig und hat kaum einen Bezug zur Handlung, hier wurde versucht mit einer dramatischen Szene das Tempo gleich hoch zu schrauben. Doch die ersten Szenen in dem alten Anwesen bremsen die Geschichte erst einmal mit langen Erzählungen. Trotz der scheinbaren Aufregung von Luke holt dieser ziemlich weit aus, anstatt sich direkt mit dem eigentlichen Problem zu widmen. Nicht die einzige Handlung eines Charakters, die unnatürlich wirkt – dies zieht sich leider durch die ganze Folge. Gut gelungen ist die Nacht, die Justus, Peter und Bob bei Luke verbringen, einige aufregende Momente und gefährliche Augenblicke bringen hier Schwung in die Handlung. Auch die überschaubare Anzahl von Verdächtigen, die jedoch alle ein stichhaltiges Motiv haben, ist gelungen. Doch insgesamt wirkt das Konstrukt hinter der Folge einfach zu krude und kann zudem nicht die Spannung anderer Episoden erreichen, sodass „Dämon der Rache“ hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Udo Schenk ist als Butler Rupert zu hören und macht seine Sache wirklich gut, mit seiner ruppigen und abweisenden Art kann er den Charakter sehr gut wirken lassen. Daniel Kirchberger setzt den jungen Luke mit viel Energie um und kann somit Schwung in die Handlung bringen. Nicht allzu wirklich überzeugen konnte mich jedoch Aranka Mamero als Gwendolyn Pembroke, die die alte Dame zu übertrieben spricht und somit eine eher gekünstelte Wirkung hat. Weitere Sprecher sind Rainer Schmitt, Stephan Schad und Christine Jensen.

Viele der hier verwendeten Musikstücke ist bereits aus anderen Folgen bekannt, insgesamt wirken sie stimmig und können die jeweilige Szenerie unterstützen. Doch ab und an scheinen die Atmosphäre der Handlung nicht so recht mit den Melodien in Einklang zu bringen sein. Sehr gut gelungen ist die bereits oben angesprochene nächtliche Szene, die sehr unheimlich umgesetzt wurde.

Das Titelbild zu der Folge ist sehr düster geraten, vor einem dunklen Nachthimmel, der nur von zwei Blitzen erleuchtet wird, ist eine unheimliche Gestalt zu sehen. Mit Umhang, Hut und einer Harpune wird die Beschreibung aus dem Hörspiel aufgegriffen, das Gesicht mit der grauen Haut und den spitzen Zähnen passen gut hierzu.

Fazit: Einige gute Szenen, insbesondere die erste Nacht im Anwesen, retten das insgesamt nicht sehr überzeugende Hörspiel, das mit einer kruden Erzählweise, zu vielen unnatürlich wirkenden Verhaltensweisen der Charaktere und zu wenig Spannung einige Stolpersteine bietet. Die letzte Versammlung der Verdächtigen ist hingegen wieder gut gelungen.

VÖ: 16.Januar 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430093126


Die drei ??? - 172. und der Eisenmann



Erster Eindruck: Ein exzentrischer Künstler mit Hang zum Geheimnisvollen

Bei einem Ausflug zum Strand schwimmt Justus wegen einer Wette mit Peter zu der nahe gelegenen Insel Mora Island, auf der vor langer Zeit Biowaffen getestet wurden. Doch der dichte Nebel überrascht ihn, sodass Peter und Bob zu Hilfe eilen müssen. Auf der Insel angekommen treffen sie auf den Künstler Drago,der den Juniordetektiven einen neuen Fall aufträgt: Bei ihm zu Hause wurde eingebrochen – vielleicht wegen der geheimnisvollen Kunstreihe, die er gerade erschaffen hat?

An ihre Fälle kommen die drei ??? auf ganz unterschiedliche Weise, mal werden sie gerufen, mal hören sie von mysteriösen Vorgängen, mal stolpern sie unversehens in ein Verbrechen. Sicherlich ist eine große Variation in diesem Bereich wünschenswert, doch der Start in die 172. Folge der Serie ist äußerst holprig geraten. Dass der sonst so vorausschauende Justus von immer wiederkehrenden Nebel überrascht wird ist ungewöhnlich, dass er dann wenige Meter vor der Insel um Hilfe ruft schon merkwürdig. Doch mit dem Eintreffen von Peter und Bob auf der Insel und dem Auftauchen des Künstlers Drago wurde versucht, auf ziemlich effekthascherische Weise eine gezwungen mysteriöse Stimmung zu schaffen. Das mag auch nicht so recht zu dem eigentlich recht umgänglichen Mann passen. Die Einführung in die eigentliche Handlung ist dann durchaus atmosphärisch geraten, das Geheimnis um den Eisenmann ein kreativer Einfall. Die nachfolgenden Ermittlungen sind manchmal etwas zu unstrukturiert erzählt, da viele Verdächtige im Eiltempo abgehandelt werden. So kann man nur schwer nachvollziehen, wer gerade welches Motiv hat, und das erschwert das Verständnis der Folge. Immerhin einige interessante Momente haben sich dann eingeschlichen, und auch das Ende ist recht spannend in Szene gesetzt worden. Leider vermisse ich in dieser Folge die Lockerheit der Serie, den typischen Humor, sodass sie mit dem streckenweise gezwungen wirkenden Verlauf nur auf eine mittelmäßige Folge hinausläuft.

Drago Martinez, seines Zeichens exzentrischer Künstler, wird von Konstantin Graudus gesprochen, der in den ersten Szenen zu gekünstlelt wirkt, schon kurz darauf aber eine interessante Figur mit speziellen Eigenheiten erschafft. Erik Schäffler ist als Fred Osbourne einer der Verdächtigen in dem Fall und kann mit harter Stimme eine undurchsichtige Stimmung schaffen. Sandra Quadflieg spricht die erfolgreiche Schauspielerin Cecile Jezero und klingt deutlich sanftmütiger und freundlicher als man anfangs erwartet hätte. Weitere Sprecher sind Holger Mahlich, Kornelia Lüdorff und Manfred Liptow.

In Sachen Musik wird hier des öfteren eine Melodie eingespielt, die immer wieder variiert wird und einen Hauch Mystik mit einbringt. Ansonsten wird wieder solide Kost geboten, sodass mit leicht nostalgisch wirkenden Musikstücken und zahlreichen eingebauten Geräuschen eine klare Linie verfolgt wird, die die Dialoge in den Mittelpunkt stellt, während die Sounds die Handlung ausschmücken.

Der Eisenmann, nach dem die Folge benannt ist, ist natürlich auch auf dem Cover zu sehen. Im typischen, stilisierten Zeichenstil der Serie steht er vor einem dunkelroten Sonnenuntergang und wird so nur düster beleuchtet. Das Schild mit dem Totenkopf im Hintergrund sticht hier zu sehr heraus, auch ohne diese etwas reißerisch wirkende Zugabe wäre ein ansprechendes Cover entstanden.

Fazit: Der Start in die Handlung ist recht kurios und merkwürdig, immer wieder schleichen sich hier gezwungen wirkende Szenen in die Handlung ein. Dabei ist die Grundidee des ganz besonderen Kunstwerkes durchaus ansprechend, wurde jedoch überfrachtet. Das recht starke Finale rettet die Folge noch ins Mittelmaß.

VÖ: 28.November 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888430093027


Die drei ??? - 171. und das Phantom aus dem Meer



Erster Eindruck: Stark angefangen, stark nachgelassen

Die drei ??? werden zu einem neuen Fall gerufen, denn in einem nahe gelegenen Küstenort samt Leuchtturm wurde eine schaurige Gestalt gesichtet: Ein alter, bärtiger Mann erhebt sich aus den Wellen, entsteigt ihr langsam und kehrt bald darauf zurück in die nassen Tiefen. Was hat dies mit den schaurigen Legenden zu tun, die sich um die kleine Stadt ranken?

Zwei hervorragende Folgen der Kult-Serie „Die drei ???“ konnten Fans und Kritiker zuletzt begeistern, doch leider kann die 171. Folge um „das Phantom aus dem Meer“ da bei weitem nicht mithalten. Zugegeben, der Start in die Handlung ist sehr stimmungsvoll und verspricht eine unheimliche und gruselige Atmosphäre. Doch der Aufbau der Folge erstickt diesen gelungenen Ansatz schnell im Keim und hört sich reichlich wirr an. Zahlreiche „Zufälle“ schmälern die Glaubwürdigkeit, die drei Detektive scheinen mehr durch die Handlung zu stolpern anstatt sie wie bei den Vorgängern mitzugestalten. Zudem ist die Handlung reichlich aufgeblasen und strotzt nur so vor Nebenarmen und zahlreicher Charaktere, die nur mühsam in Übereinstimmung mit der Handlung gebracht werden. Die Auflösung des Ganzen ist dann zwar in sich recht stimmig erzählt, aber vom wunderbaren Start sehr weit entfernt. Hier wurde zu viel gewollt, zu viel sollte angesprochen werden, als dass sich ein stimmiges Ganzes ergeben würde. Übrig bleiben so einige gelungene Momente, gerade am Anfang eine unheimliche Stimmung sowie spontan wirkende Dialoge, doch die Handlung selbst konnte leider nicht überzeugen.

Stephan Schwartz ist als Eliah Christobal zu hören, ein bekannter Schriftsteller, den er mit recht glaubwürdigem Ausdruck und angenehmer Stimmfarbe umsetzen kann. Ulli Potofski sorgt mit seinem recht kurzen Auftritt als Jimmy Blue Eye für einen der wenigen stimmungsvollen Momente als wirrer Trunkenbold in der örtlichen Kneipe und kann diesen sehr authentisch darstellen. Manfred Reddemann spricht den zurückgezogenen und abweisenden Albert Goodstein mit viel Nachdruck in der Stimme. Weitere Sprecher sind Jan-Christoph Kick, Pat Murphy und Simone Ritscher.

Die akustische Untermalung der Geschichte bewegt sich auf dem gleichen Level wir immer, sodass durchaus passende und stimmige Melodien für die Szenenübergänge ausgesucht wurden, der Schwerpunkt der atmosphärischen Gestaltung aber auf zahlreichen, gut eingebauten Hintergrundgeräuschen liegt, die die Szenen insgesamt lebendiger wirken lassen.

Der Leuchtturm, der zu Anfang der Handlung eine zentrale Rolle spielt, ist auf dem Cover gekonnt in Szene gesetzt worden. Hohe Wellen schlagen an die Ufer, während dem Wasser eine durchsichtige Silhouette entsteigt. Die kühlen Blautöne dominieren und spielen so auf die unheimliche Komponente des Hörspiels an, die jedoch im Laufe der Handlung verpufft.

Fazit: Die Story wirkt hier ziemlich krude und zusammengestückelt, viele Zusammenhänge und konstruiert wirkende Zufälle hinterlassen einen wirren Eindruck, der den Hörer durch die Handlung stolpern lassen. Schade, denn der stimmungsvolle Start klang vielversprechend.

VÖ: 3.Oktober 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888430092921


Die drei ??? - 170. Straße des Grauens



Erster Eindruck: Suche durch zwei Bundesstaaten

Justus, Peter und Bob bekommen einen merkwürdigen Anruf, der die drei Detektive zu einem gewagten Spiel herausfordert. Die Regeln sind unmissverständlich – keine Polizei, keine Hilfe von außen. Doch der Einsatz ist hoch, denn der Anrufer hat Reynolds, ehemaliger Kommissar und guter Freund der drei ???, in seiner Gewalt. Bald kommt ein Paket mit den ersten Hinweisen über den Täter an – und mit drei gefälschten Führerscheinen...

Auch wenn die vorige Folge „Die Spur des Spielers“ zahlreiche Fans der drei ??? überzeugen konnte, stehen die neuen Hörspiele der Serie in keinem allzu guten Ruf. Doch auch „Straße des Grauens“ ist eine sehr gelungene Folge, die mit einer spannenden Geschichte und einigen passenden Winkelzügen punkten kann. Der Start in die Handlung kommt unvermittelt, der Anruf eines gewissen Mitch Palmer setzt gleich zu Beginn einen Paukenschlag und sorgt schon früh für die dichte Atmosphäre, die bezeichnend für diese Folge ist. Einige wohl platzierte Hinweise, dazu das Versprechen dass weitere folgen werden – und so beginnt für Justus, Peter und Bob eine Art Schnitzeljagd durch ganz unterschiedliche Schauplätze, auf der Suche nach dem scheinbar unberechenbaren Verbrecher. Sehr schnittig erzählt und mit schnellen Szenenwechseln gelingt so eine packende und rätselhafte Atmosphäre, die man als Hörer nur langsam durchdringen kann. Garniert wird dies mit einigen zu kryptischen Aufgaben im typischen Stil der drei ???, was allerdings nicht im Vordergrund steht und die ausnahmsweise auch nicht Justus im Alleingang lösen muss. Hinzu kommt eine weitere Entführung, mehrere sehr gelungene Überraschungen und ein alter Bekannter, der neuen Schwung in die Serienhandlung gebracht hat, und dies dem offenen Ende nach zu urteilen auch weiter tun wird - es könnte sich sogar ein kleiner roter Faden spinnen. Die drei ??? müssen hier sogar die Grenze der Legalität überschreiten, um an ihr Ziel zu kommen, was weitere Brisanz mit sich bringt und die einstigen Juniordetektive deutlich reifer und erwachsener wirken lässt. Mit fast 80 Minuten wahrlich keine kurze Geschichte, aber eine sehr gut erzählte, spannende und abwechslungsreiche Folge. Alles richtig gemacht!

Dank des kurzen Auftritts von Kommissar Reynolds gibt es in dieser Folge ein kurzes Wiederhören mit Wolfgang Drager, dessen prägnante und gleichzeitig sehr warme Stimme auch hier wieder sehr gut in die Grundstimmung der Folge passt. Der wunderbare Michael Lott ist als Mitch Palmer zu hören und kann ihm eine sehr harte und unnachgiebige Note verleihen, die ihn recht undurchsichtig wirken lässt. Urs Affolter kann eine sehr gelungene Vorstellung abliefern und das Ende sehr dynamisch und spannend wirken lassen, seine natürlich wirkende Aussprache lässt seinen Charakter sehr glaubhaft wirken. Weitere Sprecher sind Manou Lubowski, Gosta Liptow und Henry König.

Die verschiedenen Stationen und Schauplätze, die die drei ??? in dieser Folge ansteuern, sind sehr gekonnt in Szene gesetzt worden, sodass man sich in die unterschiedlichen Situationen hineinversetzt fühlt. Dafür sorgen passende Hintergrundgeräusche ebenso wie entsprechende Musik, insbesondere der Club recht am Anfang wurde mit lauten Discobeats gelungen untermalt.

Die „Straße des Grauens“, nach der die Folge benannt ist, wird natürlich auch auf dem Cover angedeutet, in rötlichen Farben eines Sonnenuntergangs in der Wüste Nevadas. Geier umkreisen den Himmel, während ein dunkles Auto samt ziemlich finster dreinblickenden Fahrer über die Landstraße brettert. Die dunklen Farben und die interessante Perspektive ergänzen sich gegenseitig zu einem gelungenen Gesamteindruck.

Fazit: Eine Folge, die mir ausgesprochen gut gefallen hat. Die spannende und abwechslungsreiche Schnitzeljagd hat einen sehr düsteren Einschlag, was durch die Entführung von Reynolds noch unterstützt wird. Schnelle Wechsel und häppchenweise Hinweise sorgen für einen sehr dynamischen Eindruck. Sehr gelungen!

VÖ: 29.August 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254004028


Die drei ??? – 169. Die Spur des Spielers



Erster Eindruck: Trubel im Wertstoffhandel

Eine Auktion soll neuen Schwung in den Gebrauchtwarenhandel von Titus Jonas bringen, doch überraschenderweise bringt ausgerechnet ein altes Schachspiel einen unfassbar hohen Preis, gleich zwei Bieter sind hinter dem unauffälligen Stück hinterher. Spätestens, als der neue Besitzer kurz darauf von einem Auto angefahren wird, ist der Spürsinn der drei ??? geweckt – zumal das Schachspiel gestohlen wird. Was hat es mit den seltsamen Stück auf sich?

Oft starten die Geschichten der drei ??? eher beschaulich, und oft beginnen sie auf dem Schrottplatz von Titus Jonas. Beides gilt auch für die mittlerweile 169. Folge der Serie „Die Spur des Spielers“, die einige äußerst interessante Aspekte in sich vereint. Von der oben beschriebenen Szene entwickelt sich die Handlung konsequent weiter und stellt dabei immer neue Erkenntnisse in den Raum. Einiges kann man sofort einordnen und bringt auch den Hörer der Lösung des Falles ein Stück näher, einiges kann man nur schwer einordnen, doch am Ende wird alles sehr gekonnt zusammengefügt. Dass sich dabei einige Spuren als falsch erwiesen, trägt zum gelungenen Überraschungseffekt bei. Positiv auch, dass nicht der ganze Fokus auf Justus liegt, sondern auch Peter und Bob ihren ganz eigenen Teil zur Auflösung des Falles beitragen. Die drei ??? recherchieren hier in bester Manier, decken Verschwörungen auf, haben es mit skurrilen Figuren zu tun und führen alles zu einem ebenso schlüssigen wie spannenden Ende – eine sehr gelungene Folge, die die Stärken der Serie gekonnt ausspielt.

Auch die Auswahl der Sprecher ist wieder hervorragend gelungen, zahlreiche bekannte Stimmen sind zu hören. Astrid Kollex kann ihren kratzigen, unverwechselbaren Klang hier sehr gezielt einsetzen und wählt eine prägnante und aussagekräftige Sprechweise. Stephan Schad kann als Griffin Silverman mit einer glaubhaften Umsetzung seines Charakters überzeugen. In einer kleinen Nebenrolle glänzt Monika Werner als aufgedrehte Mrs. Kretschmer, die einen wahren Redeschwall von sich gibt und dabei viel Humor offenbart. Weitere Sprecher sind Wolf Frass, Nico König und Heikedine Körting.

Bei der Lösung des Falles muss Justus teilweise sein feines Gehör einsetzen und Geräusche richtig einordnen, und diese sind auch akustisch im Hörspiel gut umgesetzt worden – wenn nötig auch mal etwas lauter, aber immer passend und glaubwürdig. Die Musik wurde im typischen Stil der Serie ausgewählt und klingt wunderbar nach den 80er-Jahre-Hörspielen der drei ???.

Im Kern geht es in dieser Folge um das verschwundene Schachbrett, und was liegt da näher, als eben dieses auch auf dem Cover umzusetzen? Perspektivisch interessant sind die weißen und schwarzen Figuren interessant angeordnet, während das Licht von hinten zu kommen scheint und die Szenerie ins Zwielicht taucht. Die restliche Gestaltung ist bereits bekannt und sehr übersichtlich gehalten.

Fazit: Eine wirklich überzeugende Folge der drei ???. Eine interessante Fragestellung, die langsam und über unterhaltsame Umwege weiter aufgeschlüsselt wird, zahlreiche kleine Rätsel und eine geschickte Auflösung, die ich am Anfang so nicht erwartet hätte. Schön auch, wie stimmig hier alles zusammengestellt wurde.

VÖ: 4.Juli 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254003922


Die drei ??? - 168. GPS-Gangster



Erster Eindruck: Auf der Jagd nach der Prinzessin

Die drei ??? nehmen an einem Geocaching-Wettbewerb des örtlichen Vereins teil, verfehlen das Ziel aber nur knapp. Bei der anschließenden Siegesfeier erfahren sie von Captain Skull, der ebenfalls das Prinzip des GPS-Signals nutzt. Er stiehlt wertvolle Kunstschätze und hinterlässt rätselhafte Botschaften, die zu verschiedenen Verstecken führen. Will er nur die Polizei zum Narren halten oder steckt etwas anderes dahinter?

„Die drei ???“ werden mit der Zeit immer moderner und gehen mit der Zeit, neue Technik hält immer wieder Einzug in die Fälle der drei ewig jungebliebenen Deteltive. In Folge 168 der Serie hält sogar die technisierte Version der guten alten Schnitzeljagd Einzug, das Geocaching. Doch trotz des durchaus interessanten und in anderen Juniordetektivserien gekonnt eingebundenen Themas kann die Folge hier kaum Spannung aufbauen, stiftet vielmehr Verwirrung und verfolgt keine klare Linie. Zugegeben, die anfängliche Szene mit dem misslungenen Cach und der darauffolgenden Feier beginnt noch vielversprechend, doch mit dem Start der eigentlichen Handlung verliert die Folge deutlich an Schwung und dümpelt erst einmal vor sich hin. Auch ein fingierter Höhepunkt, in dem der Übeltäter scheinbar geschnappt wird, kann keine wirkliche Spannung erzeugen, vielmehr ist der Hörer recht schnell genervt, weil die Folge einfach nicht auf den Punkt kommt. Dazu sind die Taten von dem geheimnisvollen Captain Skull einfach nicht präsent genug, die drei ??? stochern erst einmal im Dunkeln herum, ein wirkliches Motiv ist nicht erkennbar. Über weite Strecken hat man einfach keinen Anhaltspunkt, um was es sich hier wirklich handelt – und ist dann erstaunt aufgrund der doch recht abstrusen Auflösung. Immerhin gibt es an einigen Stellen atmosphärische Momente, die Sprecher sind gut drauf und bringen noch etwas Schwung in die Handlung. Und so kommt die Folge über einen mittelmäßigen Eindruck nicht heraus, aus dem guten Thema hätte man noch deutlich mehr herausholen können.

Eine Vielzahl unterschiedlicher Rollen stiftet hier durchaus Verwirrung, doch immerhin sind diese sehr gut besetzt. Lutz Mackensy, Sascha Eigner und Gosta Liptow sind nur einige der Namen auf der Sprecherliste. Gabi Libbach gefällt mir als Doborah Rodman recht gut, mit einer leicht überdrehten Art und ihrer einprägsamen Stimme kann sie eine gekonnte Vorstellung abliefern. Christian Concillo kann da als Samuel Rodman durchaus mithalten, sein markanter Klang passt gut in das Ambiente der Serie. Caroline Kiesewetter ist als Vallery Flockheart zu hören, auch ihre sprecherische Leistung kann insgesamt überzeugen.

Wie immer sehr professionell und auf hohem Niveau ist die Produktion der Folge gelungen, einmal mehr zeigt das Team um Heikedine Körting hier keine Schwächen. Die Szenen sind anschaulich mit den passenden Sounds ausgestattet, Vogelgezwistcher oder andere atmosphärische Stilmittel sorgen während der Dialoge für die passende Stimmung, zwischen den Szenen sind einige kleinere Musikstücke zu hören, die ebenfalls passend und eingängig sind.

Ein GPS-Empfänger ist natürlich Pflicht auf dem Cover, wenn es um Geocaching geht. Hier wurde es im typischen, stilisierten Stil der Serie zu sehen. Auf dem kleinen Display des dunklen, grün gehaltenen Bild leuchtet in auffälligem Orange ein Totenkopf auf. Ein durchaus ansehnliches Cover. Im Inneren bleibt alles beim Alten, die Gestaltung ist übersichtlich und hübsch anzusehen. Natürlich gubt es auch gleich die Vorschau auf die nächste Folge.

Fazit: Leider ist der Verlauf der Folge insgesamt recht spannungsarm und plätschert vor sich hin. Wirkliches Tempo oder ein interessanter Verlauf wird nicht geboten. Nur wenige interessante Momente stechen hervor und können wenigstens etwas Schwung hereinbringen. Auch die Auflösung wirkt konstruiert und konnte mich nicht packen.

VÖ: 2.Mai 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254003823


Die drei ??? – 167. und das blaue Biest



Erster Eindruck: Seltsame Vorkommnisse im Freizeitpark

Andy Carson, den die drei ??? noch aus dem Fall mit der schwarzen Katze kennen, bittet Justus, Peter und Bob um Hilfe. Denn in dem Freizeitpark, in dem er arbeitet, häufen sich die merkwürdigen Vorfälle. Den Schaustellern passieren zahlreiche Unfälle, und am Ort des Geschehens finden sich stets geheimnisvolle Botschaften. Und des Nachts schleicht ein blaues Biest durch den Park…

163. Folgen nach seinem ersten Auftauchen in „Die schwarze Katze“ hat Andy Carson wieder einen Auftrag für Justus, Peter und Bob. In Nummer 167 mit dem Titel „Das blaue Biest“ ruft er die drei Detektive in einen nahe gelegenen Freizeitpark, in dem zahlreiche provozierte Unfälle die Belegschaft bedrohen. Nach einigen anfänglichen Informationen und den ersten Verdächtigungen trennen sich auch schon die Wege der drei ???, sodass Bob vorerst ein kleines Soloabenteuer zur Observierung bekommt. Doch dabei kommt es ganz anders, und er hat eine ziemlich seltsame Begegnung mit einem pfiffigen Mädchen, das ihn ganz schön auf Trab hält und mit ihrer sehr direkten Art für sehr gute Unterhaltung sorgt. Nur leider hat diese Episode keinen Bezug zum eigentlichen Fall und wurde einfach eingeschoben – genauso wie das titelgebende blaue Biest. Auch dies ist ganz unterhaltsam erzählt, nur die Auflösung schwächelt doch ordentlich und wirkt sehr aufgesetzt. Ähnliches gilt auch für das Finale des eigentlichen Falles, auch wenn das Motiv des Täters nachvollziehbar ist, die Ausführung der Tat wirkt doch arg konstruiert. Doch zugegeben, der Verlauf bis dorthin ist recht unterhaltsam, die Rätsel sind kreativ erdacht und passen sehr gut in die Szenerie. Besonders der doppelte Bezug zu zwei verschiedenen Themen kann dabei überzeugen. Ist der Weg das Ziel, liegt hier eine wirklich gelungene Folge vor, die mit zahlreichen spannenden Szenen punkten kann, nur bei den Auflösungen und der Verknüpfung der einzelnen Stränge hätte die Folge noch besser ausgebaut sein können.

Alyssa, das vorlaute Mädchen aus der kleinen Episode mit Bob, wird von Sonja Stein gesprochen. Mit ihrer kecken und schlagfertigen Art und der ausdrucksstarken und treffsicheren Stimme setzt sie gekonnte Akzente und gestaltet diese Szene sehr lebendig. Andy Carson wird – wie auch schon in „Die schwarze Katze“ – von Stefan Schwade gesprochen. Auch er kann mit seinem eingängigem Sprechrhythmus und seinem glaubhaftem Agieren überzeugen. Mogens von Gadow hat einen gelungenen Auftritt als Nicky DeLores, den er sehr eingängig vertont. Weitere Sprecher sind Celine Fontanges, Carin Abicht und Angela Stresemann.

Die akustische Gestaltung ist hier wieder – typisch für die Serie – vielfältig, aber meist zurückhaltend, sodass die Dialoge voll im Vordergrund stehen. Dabei stechen die Geräusche stellenweise hervor und können die Szenerien lebendig wirken lassen. Die eingesetzten Melodien passen zur jeweiligen Stimmung und können diese noch verstärken, sodass die Szenenübergänge gut gestaltet wurden.

Das Titelgebende blaue Biest nimmt natürlich den Platz auf dem Cover ein, auch wenn dieses in der Handlung nur eine untergeordnete Rolle spielt. In finsterem Licht beleuchtet und damit nochmal extra gruselig. Die verzerrte Fratze, die gekrümmten Hörner und der massige Körper werden durch einen langen, gebogenen Schwanz geziert. Ein sehr ausdrucksstarkes und stimmungsvolles Cover.

Fazit: Der Verlauf der Handlung kann mit einigen interessanten Szenen punkten, allen voran das Gespräch mit Alyssa und Bob sowie die geheimnisvollen Nachrichten an den Tatorten. Nur leider können die Auflösungen nicht ganz mithalten und wirken arg konstruiert. Ansonsten eine sehr gelungene Folge.

VÖ: 21.Februar 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254003724


Die drei ??? – Das Rätsel der Sieben



Erster Eindruck: Sieben Geschichten rund um die Sieben

Eine Gruppe älterer Damen trifft sich einmal jährlich, um ihre Leidenschaft für Märchen auszuleben, jede schlüpft dabei in die Rolle einer Märchenfigur. Als Mrs. White kurzfristig ausgeladen wird, bittet sie die drei ??? um Hilfe, damit diese der Sache auf den Grund gehen. Doch noch ganz andere Fälle erwarten Justus, Peter und Bob – und sogar ihr komplettes Archiv wird gestohlen…

Neben den regulären Folgen der drei ??? ist nun eine weitere Sonderfolge erschienen, die statt eines zusammenhängenden Falles mehrere Kurzgeschichten enthält. Schon 2012 ist eine Box mit ähnlichem Konzept erschienen, nur dass bei „Die drei ??? und die Geisterlampe“ 12 Mini-Geschichten erzählt wurden. In „Das Rätsel der Sieben“ sind es nun – wie der Titel schon andeutet – sieben etwas längere Geschichten, die aber recht verknappt sind. Das Besondere ist daran jedoch, dass jede Handlung von einem anderen Autor verfasst wurde, und diese haben die Chance genutzt und sich mal völlig ausgetobt, bisherige Konventionen außer acht gelassen und so außergewöhnliche Fälle geschaffen.
Den Anfang macht „Der siebte Gast“ um die oben beschriebene Gruppe der älteren Damen. Zugegeben, der Fall ist für den Hörer schnell allein gelöst, etwas zu offensichtlich sind hier die Spuren gelegt. Doch die Atmosphäre und die ungewöhnliche Konstellation der Charaktere macht dies leicht wieder wett. Mir hat die enge Einbindung von Märchen gut gefallen, die Episode versprüht jede Menge Charme.
„Bis um sieben zurück“ ist recht extravagant und verpasst Bob so etwas wie ein Soloabenteuer – und zwar in der Vergangenheit. Der Grundgedanke dieser Geschichte ist schon ziemlich schräg und stellt die Welt der drei ???etwas auf den Kopf – ganz besonders in dem kleinen Nachspiel nach dem Abspann. Witzig und ziemlich gelungen.
„Bobs schwerste Stunde“ ist ein absolutes Schmankerl für alle Fans der Serie. Hier werden zahlreiche frühere Fälle angesprochen und ermöglichen es so, einerseits in Erinnerungen zu schwelgen, andererseits ordentlich mitzurätseln, auf welchen Fall angespielt wird. Und hier ist die Auflösung dann auch überraschend und kann mit einem gekonnten Kniff überzeugen.
„Die rote Sieben“ verfrachtet den Schauplatz auf ein Kreuzfahrtschiff, auf dem die drei Detektive aushelfen. Der Fall bietet durchaus auch Potenzial für eine längere Geschichte, ist hier aber auf das Wesentliche reduziert. Jeder der Detektive kann hier seine eigene Stärke ausspielen und seinen Teil zur Lösung beitragen. Das alles ist gut komponiert und bietet einen recht klassischen, aber schön erzählten Fall.
In „Schutzgeld“ ist der Ausgangspunkt schnell erzählt und mit einem gelungenen Aha-Effekt versehen, doch danach ist die Handlung um die anscheinend bedrohte Frau schnell erahnt. Doch ähnlich wie beim ersten Fall ist es auch hier so, dass die stimmungsvolle Atmosphäre überwiegt und die Handlung recht kurzweilig wirken lässt.
„Die siebte Frau des Leuchters“ hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Hier offenbart ein junger Mann den drei Detektiven, dass er ein Dieb ist und tischt ihnen eine merkwürdige Geschichte auf. Die Erzählweise ist trotz der Kürze der Geschichte etwas zu langsam, die Handlung wirkt etwas gezwungen, enthält aber immerhin ein nettes Gedankenspiel und einen interessanten Grundgedanken.
Der außergewöhnlichste Fall stammt von André Marx, der „Die verschwundene Torte“ komplett in Versen erzählt. Die Handlung muss dabei jedoch nichts an Komplexität einstecken, sondern kann mit einem durchaus interessanten Fall punkten. Die Erzählung im Versmaß ist zwar sehr ungewöhnlich und etwas sperrig, wird aber mit viel Witz und Charme zu einer sehr gelungenen Erzählung.
Nicht jeder der sieben Fälle kann mich komplett überzeugen, doch die Vielfalt und die Kreativität, die dahinterstecken, sind beachtlich und sind insgesamt sehr gelungen. Der stete Bezug zur Zahl sieben, die interessanten und ungewöhnlichen Szenerien und die vielen kleinen Kniffe sind zusätzliche Reizpunkte.

Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich scheinen mit ihren Rollen wieder völlig verwachsen und wirken unglaublich spontan und lebendig. Dabei passen sie sich trotzdem sehr gut an die jeweilige Situation an und können diese gekonnt mitgestalten. Auch Karin Lieneweg und Hans Meinhardt können als Mathilda und Titus einen sehr gelungenen Auftritt hinlegen, ihre markanten Stimmen mit dem gutmütigen Unterton sorgen auch hier für angenehme Momente. In der ersten Episode konnten mich die alten Damen sehr überzeugen, die verschiedenen Beziehungen in der Gruppe gekonnt ausleuchten. Dazu gehören Ursula Heyer, Regina Lemnitz, Heidi Schaffrath, Renate Pichler, Angela Stresemann, Pamela Punti und besonders Sabine Hahn, die als Emily White den größten Teil der Folge übernimmt und ihren warmen Klang gekonnt einsetzt.

Vor jeder Folge ist hier der Titelsong eingebaut, wer alle Episoden nacheinander hört dürfte diesem schnell überdrüssig werden. Ansonsten wird auf den gelungenen Mix aus zahlreichen Geräuschen, die die Szenen gekonnt ausmalen, und passender Musik gesetzt. Diese ist insbesondere während der Szenenübergänge zu hören. Im ersten Fall erinnert diese passenderweise an die Märchenkassetten der 80er Jahre und kann auch ansonsten die jeweilige Stimmung einfangen.

Leider wurde hier nur eine konventionelle, dicke Plastikhülle für die drei CDs verwendet, die im Regal nicht sonderlich viel hermacht. Das Cover wird von einer Torte mit sieben Stücken geziert, wobei jeder Teil durch ein zu den Kurzgeschichten passendes Motiv geziert wird, und das im typischen Look der Serie. Im beiliegenden Booklet gibt es zu jeder Folge eine eigene Seite mit den entsprechenden Credits und einer eigenen Inhaltsangabe.

Fazit: Eine Sonderfolge wie ein kleiner Abenteuerspielplatz. Hier wird dem Hörer eine bunte Mischung geboten, jede der Episoden fühlt sich ganz anders an und präsentiert ein außergewöhnliches Szenario. Die Spannung steht dabei nur selten im Vordergrund, sondern die stimmige Atmosphäre oder die gelungene Grundidee. Viele kreative Einfälle, die nicht alle jedem zusagen werden, aber insgesamt überzeugen können.

VÖ: 21.Februar 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888837616720

 

Die drei ??? – 166. und die brennende Stadt



Erster Eindruck: Ausflug in eine hitzige Umgebung

Samuel Reynolds, Ex-Kommissar und ehemaliger Kampfgefährte der drei ???, bittet das Detektivtrio in einer privaten Angelegenheit um ihre Hilfe. Sein verstorbener Bruder Adam ist in seinem Leben auf die schiefe Bahn geraten und hat sich mit seinem Bruder entzweit. Noch vor seinem Tod hat er seinem Bruder über einen Anwalt ein Rätsel aufgegeben. Und die Hinweise führen mitten in eine seit Jahren brennende Stadt...

Real existierende Ortschaften sind nicht unbedingt die Regel bei den drei ???, schon deren Heimatstadt Rocky Beach ist der Phantasie entsprungen, Hollywood wird dafür aber ab und an erwähnt. In der 166. Folge wird jedoch ein nicht ganz so bekannter, aber ebenso realer Schauplatz gewählt: Centralia, die brennende Stadt, die mit ihrer bedrückenden und düsteren Atmosphäre das Gefühl dieser Folge bestimmt. Zuallererst jedoch steht ein Wiederhören mit Samuel Reynolds auf dem Plan, der in die Grundzüge der Folge einführt und auch die Ehre hat, die Visitenkarte der Hobbydetektive vorzulesen. Recht schnell brechen die drei ??? dann in die brennende Stadt auf, die sehr intensiv beschrieben wurde und ihre stimmungsvolle Wirkung voll entfaltet. Und auch die Geschichte vermag zu gefallen, baut eine durchgängige Spannungskurve auf und schafft es damit, den Hörer kurzweilig zu unterhalten. Immer passiert etwas Entscheidendes, die drei Detektive werden immer auf Trab gehalten. Auch dass sie nicht immer zusammen agieren, sondern auch getrennt voneinander sind, hilft der Dynamik der Handlung. Und auch die Auflösung des Ganzen kann mit einigen gelungenen und überraschenden Elementen aufwarten und fügt sich gut ein. Schön, dass auch mal mehr Action eingebaut ist und nicht alles nur von Justus in diversen Dialogen gelöst wird. Diese Folge hat mir mal wieder richtig gut gefallen und ist eine der stärksten der letzten Zeit.

Auch die Sprecher machen ihre Sache hier hervorragend, ein stimmiger und gut gemischter Cast hat sich hier zusammengefunden. Wolfgang Draeger ist hier mal wieder als Samuel Reynolds zu hören. Seine Stimme ist deutlich gealtert, aber immer noch wunderbar intensiv und mit eingängiger Betonung versehen. Sven Dahlem spricht Mr. Bennet sehr professionell, er kann diese Rolle mit vielen Facetten gekonnt herüberbringen. Saskia Weckler hinterlässt als eine der wenigen Damen in der Sprecherriege dieser Folge einen bleibenden Eindruck und spricht mit viel Energie. Thomas Fritsch, Rüdiger Schulski und Elga Schütz sind ebenfalls zu hören.

Die akustische Umsetzung dieser Folge ist sehr stimmungsvoll gelungen. Düstere Musik und atmosphärische Klänge setzen besonders die unterirdischen Szenen unter der brennenden Stadt sehr stimmungsvoll um. Auch die Geräuschkulisse ist insgesamt sehr gut gelungen und kann die Szenen lebendiger und stellenweise dramatischer machen. Auffällig dabei ist lediglich, dass sich anscheinend Timmy von den Fünf Freunden in dieses Hörspiel verirrt hat.

Natürlich wurde das Motiv der brennenden Stadt auch auf dem Cover umgesetzt. So ist ein Straßenzug zu sehen, bei dem der Asphalt durch die starke Hitze aufbricht, die sich auftuenden Spalten leuchten dabei in einem dunklen Orangerot und sorgen gepaart mit der dunklen Umgebung und der Silhouette eines rennenden Mannes für eine sehr eindringliche Wirkung, die bestens mit der Geschichte harmoniert.

Fazit: Die Einbindung der real existierenden brennenden Stadt ist perfekt gelungen, vor dieser Umgebung wirkt die Folge unheimlich und düster. Dabei kann die erzählte Geschichte mit ihren Wendungen und den kurzweiligen und handlungsbetonten Dialogen für Spannung sorgen. So müssen die drei ??? klingen!

VÖ: 17.Januar 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254003625


Die drei ??? – 165. Im Schatten des Giganten



Erster Eindruck: Ein Fall außerhalb von Rocky Beach

Justus, Peter und Bob begleiten Mr. Andrews auf eine Tour durch den Yosemite National Park, in der dieser einige Recherchen anstellen will. Schnell freunden sie sich mit dem sympathischen Randy an, dem Sohn einer Rettungsfliegerin. Doch schnell wendet sich das Blatt: Justus wird von einem Unbekannten angeschossen und seltsame Blutspuren geben den jungen Detektiven zahlreiche Rätsel auf…

Meist ermitteln die drei ??? in Rocky Beach selbst oder zumindest in der näheren Umgebung der kleinen Küstenstadt in den USA. Manchmal jedoch führt sie ein Fall auch weit über die Stadtgrenzen hinaus, so auch in der 165. Folge der Serie mit dem Titel „Im Schatten des Giganten“, der in einem weitläufigen und naturbelassenen Nationalpark spielt. Schnell kommt die Geschichte hier in Fahrt und präsentiert gleich zu Beginn eine spannende und temporeiche Szene, lässt dann aber auch leider schnell wieder nach. Auch wenn die Konstruktion der Geschichte gut durchdacht ist und deutlich realitätsnäher wirkt als andere Produktionen, kommen immer wieder langatmige Passagen auf. Ganz im Gegensatz zum Ende, hier wurde zu viel des Guten integriert, das letzte Drittel wirkt etwas überladen. Eine bessere Balance zwischen diesen beiden Extremen wäre wünschenswert gewesen. Gut hingegen die Idee, prinzipiell zwei Fälle in einer Folge zu lösen, die sich stellenweise kreuzen und dann wieder enger zusammenlaufen. Dann stört es auch nicht so sehr, dass man die Auflösung des einen Teiles schon nach recht kurzer Zeit erahnen kann und die Spuren zum Täter etwas zu offensichtlich erscheinen. So entsteht eine durchwachsene Folge mit einigen positiven Elementen, aber eben auch einigen Kritikpunkten.

Randy, der sich in dieser Folge mit den drei ??? anfreundet, wird von Marek Harloff gesprochen, der mit seiner lockeren und sympathischen Art sehr gut in die Stimmung der Serie passt und eine richtig gute Figur macht. Seine Mutter Jeanne wird von Katja Brügger gesprochen, deren ausdruckstarker Klang auch hier wieder für zusätzliche Atmosphäre sorgt. Besonders gefreut hat mich der Auftritt von Henry König als Mr. Andrews, er kann seine ganze Erfahrung, Professionalität und Talent wieder ausspielen. Weitere Sprecher sind unter anderem Birte Kretschmer, Detlef Bierstedt und Volker Bogdan.

Die Produktionsweise gelingt wieder sehr routiniert und der Geschichte angepasst. Dabei werden durchaus auch einige Melodien eingebaut, die überraschend und frisch wirken, ansonsten wird wieder auf die übliche Mischung aus stimmigen Musikstücken und vielfältigen Geräuschen gesetzt, die zusammen die Handlung gut untermalen und die Sprecher in ihrer Wirkung unterstützen können.

Das Cover zu dieser Folge gefällt mir außerordentlich gut. Zu sehen ist eine Szene aus dem Hörspiel, in dem ein Hubschrauber zur Rettung eines in Not geratenen Bergsteigers auf die steilen Felsen des Nationalparks zufliegt. Während der gewittrige Himmel vor Blitzen leuchtet, ist im Vordergrund ein Braunbär zu sehen. Die Atmosphäre der Handlung wird hier gut aufgegriffen, das Spiel von Licht und Schatten ist gekonnt.

Fazit: Die Hintergründe der Handlung sind gut konstruiert und wirken glaubhaft und stimmig. Der Weg bis zur Auflösung ist jedoch etwas holprig und enthält einige schwerfällige Passagen. Der Täter ist recht leicht auszumachen, die Einbindung eines zweiten Falles ist hingegen gut gelungen. Eine eher mittelmäßige Folge, die mich nicht mitreißen konnte.

VÖ: 29.November 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254003526


Die drei ??? – 164. Fußball-Teufel



Erster Eindruck: Der Fußball-Teufel, der nicht Fußball spielt

Die Suche nach einem entlaufenen Hund verspricht nicht gerade der aufregendste Fall für Justus, Peter und Bob zu werden. Doch als in der felsigen Landschaft eine unheimliche Gestalt auftaucht, die einen Pferdefuß zu haben scheint, ist die vermeintliche Ruhe dahin. Als sie den Spuren des Wesens folgen, gelangen sie zu einem Fußballplatz und beobachten den jungen Spieler Lenni. Und dieser ist tiefer in den Fall verwickelt als gedacht…

„Fußball-Teufel“ ist der Titel der 164. Folge der drei ??? – und dabei haben Sportfolgen nicht unbedingt den besten Ruf unter den Fans der Serie. Umso angenehmer die Überraschung wenn sich herausstellt, dass die Handlung dieses Thema nur ganz leicht streift. Fußball wird mehr wie nebenbei erwähnt und hat keinen wirklichen Einfluss, dafür gibt es einen gelungenen Mix aus Mystik, Spannung und einer großen Prise Humor. Hierzu trägt beispielsweise ein sehr amüsantes Telefonat zwischen Justus und Inspector Cotta bei, aber auch andere witzige Stellen sind immer wieder eingestreut und lockern die ansonsten recht düstere Geschichte gekonnt auf. Diese dreht sich – ganz anders als der Titel vermuten lässt – um die Mystik eines alten Indianerstammes und wird mit dem Auftauchen der furchteinflößenden Gestalt gekonnt eröffnet. Kurz danach werden einige wichtige Personen vorgestellt, Recherchen der Detektive getätigt, wodurch sich die Handlung immer weiter verdichtet, neue Richtungen einschlägt und schließlich in einem wirklich packenden Finale endet. Hier wirkt nichts überladen, sondern fügt sich sehr organisch ein. Sogar das obligatorische Rätsel wirkt nicht so aufgeplustert wie sonst manchmal, Justus hat hier eher mit einer bestimmten Zahlenlogik zu kämpfen, die dem Hörer noch gut und verständlich erklärt wird. Die Auflösung kann nicht nur mit kleinen Überraschungen, sondern auch mit einer passenden Erklärung aller Ereignisse punkten. Eine wirklich sehr gute Folge der Serie, die komplett überzeugen kann.

Eine wichtige Nebenrolle als Lenni nimmt Tim Kreuer ein, der schon in anderen Produktionen des Labels positiv aufgefallen ist. Auch hier kann er die Figur authentisch und glaubhaft wirken lassen, der junge Fußballspieler wirkt durch ihn sympathisch und freundlich. Auch Douglas Welbat gibt sich mal wieder die Ehre und kann den John Greyfox stets mit einem Hauch des Geheimnisvollen umgeben, seine kraftvolle Stimme kommt dabei gut zur Wirkung. Und Holger Mahlich kann als Cotta in der oben beschriebenen kleinen Szene seine humorvolle und sehr gutmütige Seite zeigen. Weitere Sprecher sind Krystian Martinek, Achim Schülke und Woody Mues.

In Sachen akustische Untermalung gibt es nicht viel Neues zu berichten, das gute Niveau der letzten Folgen wird auch hier wieder erreicht. Sanfte Melodien mit mystischem Anklang, aber manchmal auch kraftvollere Tracks sorgen für die passende Atmosphäre der Handlung, während die passend eingefügten und realistisch wirkenden Geräusche die Geschichte lebendiger und glaubhafter wirken lassen.

Obwohl das Thema nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt, ist als prägnantestes Titelmotiv ein Fußball gewählt worden. Dieser liegt in einer schlammigen Pfütze in felsiger Umgebung und wird von einem menschlichen Schatten verdunkelt – immerhin wurde das Thema hier etwas besser getroffen. Natürlich darf der zum Markenzeichen gewordene schwarze Rahmen in Kombination mit den drei farbigen Fragezeichen nicht fehlen.

Fazit: Mit Fußball hat diese Geschichte nicht viel zu tun, dafür wird eine wunderbar mysteriöse Stimmung erzeugt, die durch eine spannende Handlung und einige sehr humorvolle Passagen gekonnt ergänzt wird. Die Atmosphäre des beängstigenden Intros wird immer wieder gekonnt eingebunden. Die sich steigernde Dichte der Handlung lässt diese Folge richtig gut werden.

VÖ: 4.Oktober 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254003427


Die drei ??? und der 5. Advent



Erster Eindruck: Ein Fall für 24 Tage

Die drei ??? haben sich auf eine gemütliche Adventszeit eingestellt. Doch als Justus am ersten Dezember einer alten Freundin von Tante Mathilda einen Besuch abstattet, um eine kleine Aufmerksamkeit vorbeizubringen, straucheln sie mitten in einen neuen Fall. Denn in ihrem Adventskalender findet Lydia Candle eine Nachricht von ihrem Enkelsohn – den sie schon längst verstorben geglaubt hat…

Die Weihnachtszeit wird traditionell auch bei Europa festlich begangen, spezielle Folgen zu den Erfolgsserien stehen alljährlich auf der Tagesordnung. Doch zu den drei ??? haben sich die Macher etwas ganz Besonderes einfallen lassen und einen ganzen Adventskalender produziert, in dem ganzer Fall für das Detektivtrio in 24 kleine Episoden aufgeteilt wurde, die zudem an den 24 ersten Dezembertagen spielen. Die pfiffige Idee wird von dem gelungenen Fall gestützt, der gut auf die 24 kleinen Abschnitte angepasst wurde. Jeden Tag passiert etwas, mal wird der Fall stark nach vorne gebracht, mal sind es kleine Gespräche, in denen Justus, Peter und Bob sich über den Fall und die weitere Vorgehensweise austauschen. So hat man wirklich jeden Tag eine kleine Freude und kann quasi in „Echtzeit“ die Detektivarbeit nachverfolgen. Dabei wird eine bereits bekannte Idee – die Nachricht eines toten Angehörigen – gekonnt variiert und mit hübschen Elementen und interessanten Charaktere angereichert. Besonders die liebenswerte Mrs. Candle sorgt mit ihrer herzlichen Art für sehr schöne Momente. Die Handlung entwickelt sich etwas langsamer als gewohnt, ist aber durchaus spannend aufgebaut und gibt dem Hörer einige Rätsel auf. Im Übrigen kann man die Folge natürlich auch bestens am Stück hören und die ganze Geschichte auf einmal genießen. Autor Andre Minninger hat sich zudem viel Mühe gegeben, deutsche Weihnachtsbräuche einzubinden, die in Amerika eher unbekannt sind, dafür sind ihm stets passable Begründungen geglückt. Die Geschichte ist vielleicht nicht die stärkste der ganzen Serie, durch die Aufteilung als Adventskalender gewinnt sie aber viel an Reiz hinzu und kann vor allem hierdurch punkten.

Auch die Sprecher präsentieren sich hier wieder in guter und sehr lockerer Form, sodass alle Dialoge spontan und glaubhaft wirken. Besonders das bestens eingespielte Trio aus Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich kann wieder mit ihrer sehr sympathischen Art und dem überzeugenden Spiel für Stimmung sorgen. Äußerst gut gefallen hat mir Monika John als Lydia Candle, ihr warmherziger Klang und die gekonnte Sprechweise schaffen einen sehr gelungenen Charakter. Auch Janina Richter kann in einer Nebenrolle als Patricia Handerson mit ihrer einprägsamen Stimme punkten. Weitere Auftritte sind von Simona Pahl, Gosta Liptow und Carolin Fortenbacher zu verzeichnen.

Natürlich erklingt zu Anfang der Folge die allseits bekannte Titelmelodie, glücklicherweise ist diese aber nicht vor den einzelnen Episoden eingefügt worden. Die Dialoge sind wieder im typischen Stil der Serie untermalt und mit passenden Geräuschen und einigen wenigen Musikstücken unterlegt – zum Glück nicht nur mit Weihnachtsmusik, sondern mit modern wirkenden und stimmungsvollen Titeln.

Als Titelbild wurde ein Adventskranz im typischen Stil der Serie gewählt. Aus dem Tannengrün ragen – passend zum Titel der Sonderfolge – gleich fünf rote, brennende Kerzen empor. Eine Hand, die ein wenig an ein Skelett erinnert, ist davor mit einem Streichholz zu sehen. Im Inneren der dicken Plastikhülle mit den drei CDs liegt noch ein Booklet bei, das jede der Episoden kurz vorstellt.

Fazit: Die kleinen Stückchen der Geschichte, die zwischen knapp drei Minuten und über einer Viertelstunde variieren, offenbaren dem Hörer jeden Tag vor Weinachten einen kleinen Happen, der gerade durch diese gelungene Grundidee am Ball bleibt. Die Geschichte wirkt zwar manchmal etwas in die Länge gestreckt, kann aber mit einem spannend erzählten Verlauf punkten und zieht gegen Ende noch einmal deutlich an. Eine sehr gelungene Sonderfolge der Serie, die ihren Fans sicherlich viel Freude bereiten wird – alle Jahre wieder.

VÖ: 4.Oktober 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254363927


Die drei ??? – 163. und der verschollene Pilot



Erster Eindruck: Justus, Peter und Bob im angelegenen Niemandsland

Justus, Peter und Bob sind unterwegs auf einer abgelegenen Landstraße, als eine plötzliche Nebelwand sie zum Anhalten zwingt. Das einzige Gebäude in der Nähe ist ein kleines Hotel, zu dem sie von einem seltsamen Ortskundigen geführt werden. Der Hotelbesitzer gibt den Dreien verhält sich recht merkwürdig, scheint aber schnell Vertrauen zu fassen – er erzählt ihnen von einem Rätsel, das seit Jahren niemand entschlüsseln kann…

Eigentlich stehen die neueren Folgen der Kult-Hörspielserie „Die drei ???“ ja eher in dem Ruf, sich immer wieder selbst zu wiederholen. Doch Folge 163 bietet tatsächlich einige neue Elemente und kann damit etwas Abwechslung in die Serie bringen. Zugegeben, die Idee den Juniordetektiven ein schwieriges Rätsel aufzugeben, das die drei im Laufe der Zeit gemeinsam lösen, ist nicht gerade neu, hier aber immerhin gut eingebaut und nicht so zentral, zudem wurde mal ein etwas anderer Code gewählt. Neu ist hingegen, dass die Folge örtlich und zeitlich stark begrenzt ist, nur die unmittelbare Umgebung des Hotels in der weitläufigen Landschaft kommt vor, und die Beschränkung auf etwa 24 Stunden tut der Folge hörbar gut, sie wirkt knackig und temporeich. Besonders gelungen ist jedoch, mit wie wenigen verschiedenen Sprechern diese Folge auskommt, ein sehr reizvoller Grundgedanke. Die Auflösung kommt dann durchaus überraschend und kann überzeugen, jedoch schleichen sich kleinere Ungereimtheiten ein. Eine atmosphärisch sehr dichte und überzeugende Folge, die definitiv zu den besten der letzten Zeit gehört.

Thomas Fritsch ist wie immer als Erzähler zu hören, seine angenehme und markante Stimme gestaltet seine Passagen sehr gelungen und kurzweilig. Sehr gut gefallen hat mit Stephan Benson als Fynch, der eine sehr wandlungsfähige Stimme hat und diese auch gekonnt einsetzt, gerade gegen Ende kann er richtig aufdrehen und eine intensive und eindringliche Performance ablegen. Und natürlich darf auch Holger Mahlich als Inspektor Cotta nicht fehlen, er gehört fest in das Sprecherteam und liefert auch hier eine solide Leistung ab. In den Hauptrollen sind natürlich Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck und Oliver Rohrbeck zu hören.

So ungewöhnlich der Verlauf der Handlung auch sein mag, die akustische Begleitung der Geschichte ist es nicht, es wird wieder gewohnte Kost geboten. Die Musik ist durchaus flott und kommt einem immer recht bekannt vor, die Geräusche unterstützen die einzelnen Szenen und beschreiben einige Vorgänge besser, die Atmosphäre wird aber eher von den Dialogen geschaffen.

Ein abgestürztes Flugzeug, das ein zentrales Thema in der Handlung ist, wird auf dem Cover abgebildet, es liegt inmitten der üppigen Vegetation zwischen den hohen Felsen, im Cockpit brennt während des Sonnenuntergangs noch ein Licht. Alles wirkt hier eher düster und unheimlich, was die Stimmung des Hörspiels gut wiedergibt. Die restliche Gestaltung ist bereits bekannt, auf der Rückseite gibt es wieder die kleine Trackliste.

Fazit: Hier werden tatsächlich mal leicht andere Pfade in der Erzählweise beschritten, insbesondere das Ende überrascht und stellt die vergangenen Ereignisse in ein komplett anderes Licht. Die Beschränkung auf wenige Stunden, nur einige Personen und eine kleine Zahl an Schauplätzen tut der Folge sehr gut, alles ist hier stimmig und spannend.

VÖ: 30.August 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254003328


Die drei ??? – 162. und der schreiende Nebel



Erster Eindruck: Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Von ihrem alten Bekannten Professor Arnold Brewster erhalten die drei ??? einen Hilferuf. Er sendet ihnen einen Brief und berichtet von einem unheimlichen Nebel, der ein kleines Dorf in Angst und Schrecken versetzt. Er taucht ebenso unvermittelt auf, wie er wieder verschwindet und trägt laute Schreie in das Dorf, in dem auch Brewster seit einiger Zeit wohnt. Doch noch vor ihrer Abreise erhalten Justus, Peter und Bob einen seltsamen Anruf…

Neben den drei Hauptfiguren gibt es nur eine Handvoll Charaktere, die halbwegs regelmäßig in der Jugendkrimiserie „Die drei ???“ auftauchen. Allerdings werden immer mal wieder Nebenrollen, die in einer zweiten Folge aufgegriffen werden. So geschehen auch in der 162. Folge, in der Professor Arnold Brewster aus der Folge „Das Volk der Winde“ wieder vorkommt. Der Aufbau der Folge weiß wirklich zu überzeugen: Gleich zu Beginn bekommen die drei ??? den geheimnisvollen Brief, und schon legt sich die gruselige Stimmung des Nebels über die Handlung. Schon in der Erzählung ist dies recht intensiv, die späteren Szenen, in denen der Nebel wahrhaftig auftaucht, legen da noch einmal zu. Auch die Entwicklung der Story kann überzeugen, die Juniordetektive erfahren mehr über den Nebel und lernen zudem die Bewohner des Dorfes kennen. Diese sind recht verschroben und undurchsichtig, was der Folge einen individuellen Anstrich verleiht. Gespickt wird das Ganze mit einigen sehr starken Szenen. Neben dem Auftauchen des Nebels fällt dabei eine recht klaustrophobische Szene unterhalb der Erde auf, die sehr gut erzählt wurde. Schade, dass die Auflösung im Gegensatz dazu dann doch deutlich abfällt. Alles scheint wie dahingeknallt, ohne das wirklich Stimmung aufkommen würde. Das wirkt recht unausgegoren, gleich mehrere Wendungen versuchen den Hörer zu überraschen, verwundern aber eher, da einiges doch weit hergeholt scheint. Schade, wie nach einer so starken Handlung eine so schwache Auflösung folgen kann. Dies trübt den positiven Eindruck doch deutlich.

Wie man es von der Serie gewohnt sein darf, ist die Sprecherauswahl sehr gelungen und präsentiert einige sehr gute Stimmen. Horst Naumann spricht Professor Arnold Brewster mit viel Engagement und lässt sich völlig in der Handlung versinken, geht völlig in der Stimmung auf. Ingeborg Christiansen ist als Miss Daggett zu hören, sie schafft mit abweisendem und etwas biestigem Klang einen interessanten Charakter. Auch Eckart Dux ist mal wieder zu hören, der langjährige Hörspielsprecher ist hier als Samuel Cobble zu hören. Weitere Sprecher sind Christian Rode, Edgar Hoppe und Gordon Piedesack.

Die Musik dieser Folge ist sehr abwechslungsreich. Die schwankt zwischen modernen Melodien und einigen alten, nostalgischen Stücken, die den Charme der Serie unterstreichen. Auch die Geräuschkulisse ist gut produziert und setzt an einigen Stellen gekonnt Akzente – besonders der unheimliche Nebel ist gekonnt umgesetzt worden – hält sich aber insgesamt sehr zurück.

Das Cover ist sehr düster und ansehnlich gehalten. Eines der unheimlichen Wesen, die in dem Hörspiel beschrieben sind, ist darauf zu sehen. Die Augen glimmern grünlich, es ist halbdurchsichtig und streckt seine Hand dem Betrachter entgegen. Im Hintergrund eine mondbeschienene Nacht und ein knorriger Baum –eine scheinbar unverzichtbare Kombination, um die passende Stimmung zu erzeugen.

Fazit: Die Geschichte mit dem Nebel kommt sehr unheimlich daher, die Handlung entwickelt sich temporeich und spannend, die Charaktere sind interessant beschrieben und bringen Farbe in die Geschichte. Schade nur, dass die Auflösung dann so deutlich abfällt und da nicht mithalten kann.

VÖ: 12.Juli 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254003229


Die drei ??? – 161. Die blutenden Bilder



Erster Eindruck: Der Bildermörder geht um

Aufregung im Gebrauchtwarenhandel von Titus Jonas: Versehentlich wurden einige gestohlene Bilder verkauft. Natürlich machen sich Justus, Peter und Bob sofort auf die Suche nach den Käufern, um die Gemälde zurück zu erstehen. Doch zeitgleich macht ihnen ein kniffliger Fall zu schaffen: Ein Erpresser droht damit, Bilder zu ermorden, falls ihm eine hohe Geldforderung nicht übergeben wird…

„Die blutenden Bilder“ – ein wirklich gelungener, mysteriös wirkender Titel für die 161. Folge der drei ???, das weckt doch gleich das Interesse auf mehr. Durchaus gerechtfertigt, denn die Geschichte ist hier geteilt und bietet zwei Handlungsstränge, die erst ganz am Ende miteinander verknüpft werden. Der Fall mit den Bildern, die von den drei Juniordetektiven gesucht werden wollen, nimmt dabei den größeren Part ein. Dies ist ein eher konventioneller, aber recht gut erzählter Fall und bietet viele erheiternde Momente und lustige Situationen. Der Handlungsstrang mit dem Bildermörder bietet hingegen viel Potenzial für einen gelungenen Fall und kann mit dem interessanten Grundgedanken Spannung aufkommen. Leider kommt dieser Teil etwas zu kurz, sodass sich die Geschichte nicht so recht entfalten kann. Das Ende wirkt dann etwas überstürzt, zumal nicht alles schlüssig aufgeklärt werden kann. Viele sehr gelungene Ansatzpunkte, humorvoll und stellenweise spannend, aber eben Abzüge in der B-Note.

Die Sprecher sind insgesamt wieder auf dem gleichen professionellen Niveau wie in den letzten Folgen der Serie und können ihre Charaktere gekonnt darstellen. Beispielsweise Harald Dietl, der als Greenwalt eine gute Figur macht und seine eingängige Stimme geschickt einsetzt. Guido A. Schick spricht den neuen Helfer von Onkel Titus, der ein ziemlicher Trottel ist und von Schick so auch dargestellt wird, auch wenn er an einigen Stellen zur Übertreibung neigt. Gefreut habe ich mich über den kurzen Auftritt von Celine Fontanges, die mit ihrem angenehmen, sanften Klang auch die Rolle der Mrs. Field gut auskleiden kann. Weitere Sprecher sind Monika Werner, Karin Eckhold und Holger Mahlich.

In Sachen Musik wird hier wieder ein bunter Mix aus verschiedenen Stücken präsentiert, die insbesondere aus dem umfangreichen Archiv von Europa stammen. Stilistik, Tempo und Klang unterscheiden sich hier deutlich, sodass die einzelnen Szenen verschiedene Stimmungen verpasst bekommen. Die Geräusche sind gut in die Dialoge eingefügt und lassen das Ganze organischer wirken.

Natürlich ist auf dem Cover eines der ermordeten Bilder zu sehen, das Portrait eines jungen Mannes, aufgeschlitzt und mit roter Farbe beschmiert. Wie immer hat das Motiv seine ganz eigene Wirkung, was an den verwendeten Farben und dem abstrahierten Zeichenstil liegt. Im Inneren gibt es neben dem obligatorischen Ausblick auf das nächste Cover auch Werbung für die kommende Tour der drei ???.

Fazit: Zwei zueinander passende Handlungsstränge, von denen der interessantere leider leider viel zu kurz kommt. Trotzdem lockere, humorvolle und stellenweise spannende Unterhaltung.

VÖ: 10.Mai 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254003120


Die drei ??? – 160. Geheimnisvolle Botschaften



Erster Eindruck: Peitsche und ein großer Schatz

Auf einem Mittelaltermarkt stoßen die drei ??? auf Barbara und deren Vater Professor Mathewson, dem ein Buch aus Pergament gestohlen wurde. Warum die Einbrecher gerade daran ein so großes Interesse gehabt haben, denn sonderlich wertvoll war das Stück nicht. Doch nach einiger Zeit finden Justus, Peter und Bob in den Archiven der Zeitung eine deutliche Spur auf den Täter – und beginnen mit der Verfolgung…

Wenn Professor Mathewson den drei „Ausrufezeichen“ den Auftrag zur Ermittlung erteilt, nur um sich kurz darauf auf die drei Fragezeichen zu verbessern, ist man nicht ganz sicher, ob e sich hier um einen der üblichen Gags mit dem außergewöhnlichen Namen des Detektivtrios handelt, oder eben doch um eine kleine Anspielung auf die im gleichen Verlag erscheinende „Schwester“-Serie. Und auch ansonsten gibt es bei Folge 160 der drei ??? einige recht humorvolle Szenen, und auch eine deutliche Anspielung auf einen Filmhelden weiß zu gefallen. Die Lockerheit vermag wieder zu überzeugen, auch wenn die Geschichte nicht zu den stärksten der Serie gehört und auch hinter einigen der neueren Folgen zurückbleibt, wird hier keine schwache Handlung präsentiert, sondern eine im Mittelmaß. Etwas störend war für mich, dass es mit der eigentlichen Handlung so spät losgegangen ist, obwohl die Einleitung schon nach wenigen Sätzen stattgefunden hat. Doch danach verstreicht einfach zu viel Zeit, der Hörer wird nicht „abgeholt“ und findet kaum einen Ansatzpunkt, um mitzufiebern. Erst nach etwa der Hälfte der Geschichte kommt Tempo auf – da sind die Übeltäter aber schon enttarnt, es geht nur noch um die Lösung eines Rätsels und den Wettlauf, wer schneller ist. Das ist recht unterhaltsam erzählt, kann aber eben nicht wirklich fesseln. Eine solide Folge, die aber zu sehr in die Länge gezogen wirkt.

Die Sprecherleistung ist recht hoch anzusiedeln, allesamt machen einen guten Job, sodass es keinen Ausreißer nach unten gibt. Wolfgang Pampel spricht den Peitsche schwingenden Alan Jones, seine dunkle Stimmfärbung und die betont deutliche und langsame Aussprache formen einen wirklich gelungenen Gegenspieler der drei Hobbydetektive. Seine Partnerin Shu Lin wird von Monika Freisfeld-Pampel gesprochen, die trotz niedlichem Akzent wirklich gemein und hinterhältig klingen kann. Stephan Schwartz spricht Professor Mathewson und kann seinem Charakter einige interessante Züge verleihen. Weitere Sprecher sind Tanja Geke, Stephan Benson und Achim Schülke.

Wie immer sind die Abenteuer der drei Hobbydetektive auch hier passend akustisch untermalt worden. Positiv aufgefallen ist mir die Musik, die frisch, modern und unverbraucht klingt, die Szenen passend und stimmungsvoll ausstaffieren kann und besonders während der Szenenwechsel ihren Einsatz findet. Die Geräuschkulisse ist wieder glaubwürdig und vielfältig, sodass die Szenen dynamischer wirken.

Eine Hand, die im Schatten liegt, greift nach einem alten Buch aus brüchigem Pergament, das hell erleuchtet daliegt – ein ebenso simples wie passendes Motiv für das Cover dieser Folge. Ansehnlich hier wieder das Zusammenspiel von Licht und Schatten, der schlichte Rahmen ist als Wiedererkennungswert für die Serie natürlich wieder unerlässlich.

Fazit: Auch wenn die Story am Anfang etwas hakt und nicht wirklich in Schwung kommen will, wird eine solide Folge präsentiert, die aber ein wenig hinter anderen guten Geschichten der letzten Zeit zurückbleibt.

VÖ: 1.März 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 886979233027


Die drei ??? – 159. Nacht der Tiger



Erster Eindruck: Entschlüsselte Gedichte

In ihrem neusten Fall bekommen die drei ??? ihren Auftrag auf sehr ungewöhnliche Weise: Ein Unbekannter spielt Dateien auf ihren Computer. Die scheinbar harmlosen Gedichte enthalten brisante Informationen, wollen aber erst einmal entschlüsselt werden. Nur, weil Justus, Peter und Bob auf die kleinsten Hinweise achten, kommen sie einer Bande von Autodieben auf die Spur – und haben bald einen ungewöhnlichen Verdächtigen…

Nicht immer fangen die Folgen der drei ??? mit einer spannenden, aufregenden Szene an, die gleich in den Fall verwickelt. In der 159. Folge geht es beispielsweise um Bobs neustes Talent, das Bauchreden. Darauf wird im folgenden Fall natürlich noch einmal eingegangen und spielt eine kleine Rolle bei der Auflösung, sorgt aber vorrangig für einen lockeren und spaßigen Einstieg in die Handlung. Viel Zeit wird danach aber glücklicherweise nicht verschwendet, sodass es kurz darauf mit dem Kernstück der Geschichte weitergeht. Die geheimnisvollen Gedichte werden hübsch in Szene gesetzt, die „Fernsteuerung“ des PC wird ein wenig gruselig gestaltet – das gefällt. Das enträtseln verschlüsselter Codes ist ja ein Grundstein der Serie und auch hier wieder gut umgesetzt, insbesondere da es nicht bei nur einem Hinweis bleibt. Und als dann ein guter Bekannter der drei Juniordetektive unter Verdacht gerät, bekommt das Hörspiel eine ganz eigene Note, die durch die Suche nach dem Auftraggeber zusätzlich unterstützt wird. Dass die Auflösung dann doch recht konstruiert wirkt und mit dem spannenden Verlauf nicht mithalten kann, ist dann durchaus verzeihlich.

Überraschend wenige Gastsprecher sind in dieser Folge zu hören, für gewöhnlich tauchen deutlich mehr Figuren auf. Fans der Serie dürfen sich aber mal wieder über einen kurzen Auftritt von Morton freuen, Andreas von der Meden mit seiner markanten Stimme weiß auch hier zu überzeugen. Holger Mahlich ist als Cotta wieder in Hochform und kann auch mal seine unwirsche Seite zeigen, was dem Charakter weitere Züge zugesteht. Erzähler Thomas Fritsch hat hier recht wenige Einsätze, präsentiert diese aber wieder intensiv und locker zugleich. Und im Mittelpunkt funktioniert das Trio aus Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich wieder bestens.

Bei der Musik wird wieder auf die bewährte Mischung gesetzt, die Justus, Peter und Bob durch die letzten Folgen begleitet haben. Und so sind während der Szenenübergänge häufiger Technolastige Stücke zu hören, die mit treibenden Beats und wenig Melodie die Zeit verkürzen. Die Geräuschkulisse ist ebenso typisch für die Serie, ist hier aber recht reduziert und präzise eingesetzt worden.

„Nach der Tiger“ ist ein Titel, der nicht unbedingt Assoziationen zu diesem Hörspiel weckt und stammt daher, dass die Verbrecher Tigermasken tragen. Dass auf dem Cover ein fauchender Tiger zu sehen ist, der grimmig den Betrachter anschaut, könnte ebenso falsche Erwartungen wecken, passt aber gut zum schlichten Artwork der Serie. Im Inneren gibt es allerlei Produkthinweise auf Merchandise-Artikel der Kultserie.

Fazit: Die Ermittlungsarbeit, die geheimnisvollen Gedichte und der Verdacht eines guten Bekannten erzeugen eine wirklich spannende und gut erzählte Geschichte, dass ohne das etwas labile Konstrukt am Ende nicht so gut geworden wäre.

VÖ: 11.Januar 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 886979232921


Die drei ??? - 158. und der Feuergeist



Erster Eindruck: Aliens in der Oper?

Michelle, die an einem privat geführtem Opernhaus arbeitet, bittet die drei ??? um Hilfe. Den in den Kellergewölben treibt ein behaartes Monster sein Unwesen, und auch sonst gehen merkwürdige Dinge vor sich. Sie verschafft den drei Detektiven Zugang zu allen Bereichen des Hauses, die immer weitere Hinweise finden. Und auch die anderen Mitarbeiter werden von ihnen misstrauisch beäugt...

Aliens, eine Oper und ein monströses Zottelwesen – das sind die Themen der 158. Folge der drei ???. Und doch wurde als Folgentitel „und der Feuergeist“ gewählt, was nur marginal mit der Handlung zu tun hat, ein Feuer gibt es zwar, mit einem Geist hat das ganze aber dann doch recht wenig zu tun. Vielmehr tauchen die drei Detektive in die Welt der Oper ein, ein exzentrischer Intendant und allerlei andere merkwürdige Gestalten sind hier eingebaut, doch nicht alle können dabei ihre volle Wirkung entfalten. Viel intensiver und stimmungsvoller sind allerdings die Szenen in den Katakomben unter der Oper, in denen allerlei Hinweise versteckt sind. Interessant, wie diese gegen Ende als Indizien gegen den Täter verwendet werden. Bis dahin wirkt die Geschichte aber ein wenig zusammengestückelt, zu viele Themen werden fast zusammenhanglos aneinandergereiht, was ein wenig krude wirkt. Dennoch kommt Spannung auf, und auch die Auflösung ist nicht von Anfang an offensichtlich gewesen. Keine Überflieger-Folge, aber solide erzählt und sicherlich hörenswert für Fans der Serie.

Die Sprecherleistung ist hier durchgängig gut, es wurden passende Stimmen für die verschiedenen Rollen gefunden. Ulrike Stürzbecher mit ihrem freundlichen und warmen Klang macht ihre Sache als Michelle richtig gut und weckt schnell Sympathien für die junge Frau. Richtig gut gefallen hat mir hier Jürgen Kluckert als Opernintendant Ronald Pounder, der mit seinem exzentrischen Auftreten eine sehr interessante Figur erschafft. Peter Strieback ist als Moody Firthway zu hören, der den Kriminellen mit einer gelungenen Mischung aus Hinterhältigkeit und Würde ausstattet. Weitere Stimmen stammen von Oliver Böttcher, Heide Schafftrath und Isabell Navarro.

Die Geräusche sind wie stets solide eingefügt und geben der Geschichte eine gewisse Tiefe und gestalten das Geschehen abwechslungsreicher. Auffällig ist hier jedoch die Auswahl der Musik, die passend zum Opernthema an einigen Stellen deutlich von der bisherigen Gestaltung abweicht. Es erklingen immer wieder – gerade zu Beginn – klassische Klänge, vertont durch ein Orchester, hinterlassen einen ganz anderen Eindruck und schaffen eine neue Stimmung.

Das imposante Opernhaus ist auch auf dem Cover abgebildet, ein für die Serie recht typischer Sonnenuntergang im Hintergrund. Durch die Rauchfahne und die Farbgebung hinter den Fenstern wird auf das Feuer am Ende der Geschichte angespielt, im Vordergrund steht aber deutlich das düstere Gebäude. Die restliche Gestaltung ist schon bekannt, im Inneren gibt es Werbung für verschiedene ???-Produkte.

Fazit: Zu viele Themen werden hier miteinander verknüpft, was etwas krude wirkt, die Geschichte an sich kann aber mit den vielen eingebauten Indizien überzeugen.

VÖ: 30. November 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979232822


Die drei ??? – 157. Im Zeichen der Schlange



Erster Eindruck: Die Schöne und das Biest

Eine große Auktion soll auf Onkel Titus‘ Schrottplatz steigen, doch mitten in den Vorbereitungen werden Justus, Peter und Bob mit einem neuen Fall beauftragt. Ein ziemlich unfreundlicher Riese gibt ihnen ein Kartenspiel als einzigen Hinweis. Fast zeitgleich möchte die hübsche Sheila, dass sie ihren Freund ein wenig beobachten. Und dabei handelt es sich um keinen geringeren als einen alten Bekannten der drei…

Ein großes Rätsel stellt die 157. Folge der kultigen Juniordetektivserie für den Hörer bereit: Den Titel. Warum er gerade „Im Zeichen der Schlange“ lautet, mag sich nämlich nicht so recht erschließen. Ansonsten ist eine recht gute Folge entstanden, die schon zu Beginn loslegt. Der unfreundliche Riese mit seinem gelungenen, weil recht bodenständigen Rätsel taucht schon ganz am Anfang auf und setzt den Grundstein für den Fall, weckt sofort Interesse. Danach flacht die Spannung für einige Zeit zwar etwas ab und baut sich erst langsam wieder auf. Gut gelungen ist ebenfalls die Verknüpfung der scheinbar zusammenhanglosen Fälle, die sich erst mit der Zeit erschließt. So gibt es im Laufe der Zeit einige Überraschungen in der kurzweiligen Handlung, die sich in ihrem Verlauf wieder deutlich steigert. Natürlich sind nicht alle Motive ganz neu und unverbraucht, werden aber gut variiert, und ergeben so einen neuen Ausdruck. Eine rund erzählte Folge mit Justus, Peter und Bob, in der die einzelnen Elemente gut ineinander greifen.

Als unfreundlicher Riese ist der grandiose Tilo Schmitz zu hören, dessen markante Stimme auch hier wieder seine Wirkung nicht verfehlt. Seine reichlich uncharmante Art trägt hier deutlich dazu bei, die erste Szene so prägnant zu gestalten. Melanie Pukaß spielt die hübsche und freundliche Sheila mit ihrer sanften Stimme und bekommt so ähnlich viel Aufmerksamkeit, die sie für ihre Zwecke zu nutzen weiß. Heinz Lieven ist als Hunnicutt zu hören, auch er passt sehr gut in die Folge. Weitere Sprecher sind Kari Erloff, Mike Olsowski und Andre Minninger.

Akustisch bekommt man die gewohnte Kost geboten, ein wenig rustikal und nicht so opulent ausgestattet wie einige neuere Serien. Viele Geräusche gestalten die Szenen sehr lebendig und lassen die verschiedenen Vorgänge realistischer wirken. An Musik hat man sich wieder im Archiv von Europa bedient, die ausgewählten Arrangements passen aber gut zur Handlung und der jeweiligen Stimmung.

Passend zum Titel ist eine goldene Schlange auf dem Cover zu sehen, statt des zusammengerollten Körpers steht aber der Kopf mit den roten Augen im Mittelpunkt. Ein schlichter, dunkler Hintergrund und ein kleines Funkeln ergänzen das Bild. Die übrige Gestaltung ist wie immer übersichtlich gehalten, im Inneren gibt es einiges an Produktinfos zu Fanartikeln der drei ???.

Fazit: Ein starker Beginn, doch der Schwung wird nicht genutzt und baut sich erst wieder neu auf. Trotzdem eine echt gute Folge der drei ???.

VÖ: 28.September 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 88697232723


Die drei ??? – 156. Im Netz des Drachen



Erster Eindruck: Justus, Peter und Bob im Internet

Dragoncourt, ein großes Anwesen eines ehemaligen Spieleprogrammierers, ist ganz dem Onlinegame „Im Land der Drachen“ gewidmet, sogar einige Gebäude daraus wurden nachgebaut. Doch nun gehen unheimliche Dinge vor sich, die drei ??? werden eingeschaltet, das Rätsel zu lösen. Doch je weiter sie sich auf Recherche in der realen wie der virtuellen Welt begeben, desto mehr schweben sie in Gefahr…

Die drei ??? kehren nach der Folge „Vampir im Internet“ wieder in die Welt der Online-Spiele zurück, dieses mal geht es um ein Fantasy-Game mit dem Namen „Im Land des Drachen“. Eine bloße Wiederholung der bereits bekannten Folge ist es glücklicherweise nicht geworden, doch die positiven Aspekte dieses Hörspiels halten sich in engen Grenzen. Vielmehr ist die Geschichte ziemlich krude aufgebaut, die Vermischung aus Realität und Spiel verschwimmen immer mehr, und auch für den Hörer ist nicht immer klar, welcher Teil des Falls gerade behandelt wird. Spannung kann sich so natürlich nicht aufbauen, die Handlung zieht eher ohne Überraschungen oder Highlights am Hörer vorbei. Die Nebenfiguren sind zudem noch recht übertrieben dargestellt und wirken so alles andere als glaubwürdig oder vielschichtig. Schade, denn das Thema an sich ist ja kein uninteressantes, die Verknüpfung von Fantasy-Welt und den drei ??? ist hier nur leider nicht gut gelungen, weswegen diese Folge als eine der schwächsten der letzten Zeit zu werten ist.

Manfred Reddemann ist als Ryan Holbrooke zu hören und macht seine Sache gar nicht so schlecht, der Immobilienmakler kann in seinen Szenen gut wirken, hat mit der unglücklichen Hauptgeschichte aber auch nur am Rande zu tun. Gerhart Hinze spricht Sheriff Pickett, seine markante und ausdrucksstarke Stimme passt sich hier dem lockeren Ton der Serie an. Neil Malik ist ein gutes Beispiels dafür, dass auch ein guter Sprecher eine suboptimale Rolle nicht sonderlich aufwerten kann, trotz gelungenem Auftreten wirkt er unausgegoren. Weitere Sprecher sind Patrick Elias, Wolfgang Berger und Regina Lamster.

Bei der Musik wurde wieder tief in die Archive des Labels gegriffen, aber dieses mal wurde leider nichts wirklich Passendes gefunden. Oft wirken die Melodien zu hektisch und schnell, was wie ein Versuch wird, die eher langsame Geschichte aufzuhübschen und temporeich wirken zu lassen. Die Geräusche sind solide wie immer, können aber auch nicht wirklich viel herausreißen.

Ein mittelalterlich anmutender grüner Drache scheint aus einem Computerbildschirm herauszutreten und spuckt dabei einen Feuerstrahl, der Hintergrund ist dazu kontrastreich gelb und rot. Doch irgendwie mag auch das Cover nicht wirklich zu überzeugen und wirkt ein wenig einfallslos. Die restliche Gestaltung ist bereits bestens bekannt, im Inneren ist wieder eine kleine Covergalerie mit Bildern in den gleichen Grundfarben zu sehen.

Fazit: Eine wirre Geschichte, die nicht so recht zu Justus, Peter und Bob passen will. Leider hat man sich hier in der Idee verrannt.

VÖ: 24.August 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979232624


Die drei ??? - und die Geisterlampe



Erster Eindruck: Sechsunddreißig Fragezeichen

Die drei ??? werden zu einem Filmset gerufen, bei dem ein abergläubischer Schauspieler über den Verlust seiner Wunderlampe klagt. Darin soll tatsächlich ein Dschinn stecken, der ihm bereits zwei Wünsche erfüllt hat… (Und die Geisterlampe)
Die alte Klavierlehrerein von Peter ist verstorben und hat deren Tochter nur eine Tonbandkassette mit einem selbst erdachten Lehrstück vermacht. Doch irgendwo muss noch ein beträchtliches Vermögen versteckt sein… (Das Lehrstück)
Tante Mathilda ist empört, dass Papagei Blacky plötzlich ganz neue Wörter vor sich hin krächzt. Justus, Peter und Bob sind vorerst ratlos, doch schnell stellt sich heraus, dass der seltene Vogel ausgetauscht wurde. Wollte ihnen jemand einen Hinweis auf ein Verbrechen geben? (Der verschwundene Superstar)

Wer sich schon immer gefragt hat, was die drei ??? in der Zeit machen, wenn sie nicht gerade die großen, komplizierten Fälle lösen, dem wird nun geholfen. Zwölf Kurzgeschichten wurden nun in der Sonderedition „Die drei ??? und die Geisterlampe“ veröffentlicht, die die kleinen Fälle des Detektivtrios erzählen. Dabei haben sich die Autoren mal so richtig austoben können und haben auch ungewöhnliche Ideen umgesetzt. Entstanden ist eine sehr bunte Mischung, an die man natürlich nicht die Maßstäbe einer gewöhnlichen Folge anlegen sollte – denn dann wird man mit jeder Menge Spaß belohnt. Es gibt einige eher „konventionelle“ Fälle wie die Titelgebende Geisterlampe, die aber in angenehmer Kürze und entsprechender Schnelligkeit erzählt werden können – perfekt für zwischendurch. Doch auch hierbei gibt es einige Überraschungen, man merkt, dass sich die Autoren hier weiter von eingetretenen Pfaden fortbewegen. So endet „Die Entführung“ mal ganz anders als gewohnt. Und dann gibt es einige schräge Ideen, die man so definitiv nicht erwartet hätte – „Dunkle Vergangenheit“ gehört dazu und ist auch kein Fall im eigentlichen Sinne, sondern baut völlig auf dem interessanten Einfall auf. Zudem bekommt jeder der drei noch eine Solo-Geschichte, die er allein vorträgt und die mehr Hörbuch denn Hörspiel sind. Diese sind aufgrund des Mediums nicht ganz so dynamisch geraten, haben aber interessante Grundgedanken. Und wenn Bob in einem Bericht an Reynolds immer wieder von Papagei Blackie unterbrochen wird, hat das eine ganz besondere Komik. Es ist die Mischung, die diese Sonderfolge so interessant, so spannend macht. Wenn man sich auf die sehr bunte Mischung einlassen kann, wird man sehr belohnt und erfährt die Serie von einer ganz eigenen Seite.

Hier stehen die drei Hauptsprecher noch mehr im Mittelpunkt, da während der kurzen Geschichten natürlich nicht viel Zeit ist, Nebenrollen aufzubauen. Justus Jonas wird von dem grandiosen Oliver Rohrbeck gesprochen, der mit seiner einprägsamen Stimme den Charakter prägt, besonders den besserwisserischen Einschlag bringt er wie immer gekonnt herüber. Jens Wawrczeck mit seiner immer etwas wackeligen Stimme ist stets präsent, wirkt sehr spontan und kann sowohl im Vordergrund agieren als auch zurückstehen. Andreas Fröhlich spricht ebenfalls von Anfang an als Bob Andrews mit dabei und kann insbesondere den trockenen Humor seiner Rolle herüber, seine Sologeschichte ist mit seiner lockeren Art sehr gelungen. Lutz Herkenrath, Rhea Harder und Anne Moll sind in Nebenrollen zu hören.

Wer sich an dem Titelsong der Serie nicht satt hören kann, kommt hier voll auf seine Kosten – er ist vor jeder Geschichte zu hören und auch im Abspann. Ansonsten ist hier eher wenig Musik eingebunden, es sind wieder eher die Geräusche, die für die atmosphärische Gestaltung zuständig sind. Auch hier sind sie treffend eingebaut und vielfältig.

Im typischen Stil der Serie ist das Titelbild gehalten, zu sehen ist eine typische Wunderlampe, im Hintergrund das geheimnisvolle Gesicht des Dschinn, das den Hörer unheilvoll anschaut. Auch die einzelnen CDs haben dieses Cover, im Inneren ist aber zu jeder Folge eine kleine Variation zu sehen: Die Wunderlampe bleibt, im Hintergrund ist ein jeweiliges Motiv aus der Geschichte zu sehen. Natürlich sind alle wichtigen Angaben zu sehen.

Fazit: Zwölf ganz unterschiedliche Geschichten um Justus, Peter und Bob – mal skurril, mal überraschend, mal konventionell. Eine sehr gelungene Sonderfolge und ein echtes Bonbon für Fans.

VÖ: 28.September 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979774025


Die drei ??? - 155. und der Meister des Todes



Erster Eindruck: Im Haus der Marionetten

Für den Dreh eines Horrorfilms für ein Filmprojekt sind Justus, Peter und Bob auf der Suche nach dem idealen Drehort. Das verlassene Haus der freundlichen Angela Sciutto bietet sich da an, allerdings warnt die ältere Dame vor den Marionetten und mysteriösen Kräften. Und tatsächlich: Des nachts wandelt Justus scheinbar ferngesteuert durch das Haus, und auch die anderen Teilnehmer werden von Schrecken verfolgt...

Horror-Settings sind für die kultige drei ???-Serie von Europa, die eine der langlebigsten Hörspielserien ist, von Grunde auf schon mal eine gute Wahl, sorgen sie doch zumindest für eine gelungene und spannungsgeladene Atmosphäre. Und so hat man auch in der 155. Folge auf dieses Thema zurückgegriffen. Die einleitenden Szenen zum Fall sind unterhaltsam und kurzweilig gestaltet, die Spannung steigt hier stetig und macht neugierig auf den weiteren Verlauf. Doch leider verpufft dies ein wenig im Laufe der Zeit, vielleicht weil die kleinen Rätsel, die eine Folge ausmachen, schnell aufgeklärt werden und ihre Wirkung nicht so recht entfalten können. Der Mittelteil ist immer noch kurzweilig, aber eben etwas spannungsarm. Erst gegen Ende steigert sich die Folge wieder, allerdings mit einer etwas absurden Szene, die einen unter Strom gesetzten Swimmingpool beinhaltet. Die Auflösung des Ganzen ist das wieder gefällig, allerdings offenbaren die Übeltäter hier allzu freimütig ihre Geheimnisse, und auch hier schleicht sich noch die eine oder andere Ungereimtheit ein. Insgesamt aber wegen des hohen Unterhaltungswertes und der gelungenen Atmosphäre eine gute Folge der Serie.

Als Gastsprecherin fällt hier besonders die wunderbare Gisela Fritsch auf, deren raue Stimme als Angela Sciutto mal ganz anders klingt. Sie hat hier eine eher ruhige Art zu Sprechen gewählt und klingt nicht so aufgedreht, was sehr gut passt und eine interessante Figur ergibt. Rainer Fritzsche ist als Frederico Sciutto zu hören, er kann diese Rolle abwechslungsreich gestalten und überzeugt dabei vollkommen. Zack Martin, der ebenfalls an dem Filmprojekt beteiligt ist, wird von Christian Stark ebenso gekonnt dargestellt. Weitere Sprecher sind Manuela Bäcker, Julia Hummer und Til Huster.

Die musikalische Untermalung ist hier nicht ganz so gelungen wie in den anderen Folgen, zu blass und farblos bleiben die eingesetzten Melodien. Gerade aus der unheimlichen Atmosphäre in dem alten Haus und dem Spuk-Thema hätte man einigen mehr herausholen können. Die Geräusche gehen da schon eher in Ordnung, auch hier hätte man mehr machen können.

Wirklich gelungen ist hingegen die Gestaltung des Covers, das ebenso düster daherkommt wie die Geschichte auch. Zu sehen ist passend zum Thema eine Marionette, die den Tod inklusive Kapuze, Sense und Totenschädel darstellt. Die in dunklen Farben gehaltene Puppe bekommt durch den grün ausgeleuchteten Hintergrund eine ganz besonders düstere Ausstrahlung.

Fazit: Trotz einiger Schwächen eine insgesamt gute Folge der drei ???, die durch Atmosphäre und gute Sprecher überzeugt.

VÖ: 13.Juli 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979232525


Die drei ??? - 154. Botschaft aus der Unterwelt



Erster Eindruck: Auf dem Spuren des Meisterdetektivs

Justus Jonas hat einen weiteren Fall für die drei ??? gelöst, doch schon bekommen die Juniordetektive einen geheimnisvollen Brief von einem Mann, der sich Professor Moriarty nennt – nach dem Erzfeind von Sherlock Holmes. Enthalten ist ein Rätsel, das sich in vielen Dingen um die berühmte Romanfigur dreht. Doch aus einem anfangs amüsanten Spiel wird schnell bitterer Ernst...

Dass die Lösung eines Falles der drei ??? ganz am Anfang steht, ist dann doch eher ungewöhnlich. Und so fragt sich der Hörer bei der 154. Folge dann doch, wohin das ganze führen wird. Doch natürlich wurde dies nur als interessante Einleitung genutzt, der eigentliche Fall entwickelt sich daraus recht schnell. Wieder mal steht ein Rätsel im Mittelpunkt der Folge, doch dieses mal ein ganz besonderes: Nicht nur, dass es über mehrere Teile hinweg geht und immer nur einzelne Etappen von Justus, Peter und Bob gelöst werden können, allesamt haben auch noch einen starken Bezug zu Sherlock Holmes, der sich äußerst stimmig in das Setting einfügt und völlig neue Ansatzpunkte bietet. Hinzu kommt, dass die Handlung hier richtig spannend erzählt wurde, wie man es schon länger nicht mehr von der Serie gewohnt sein konnte. Hier wird auch in das Privatleben der drei eingegriffen, eine bedrohliche Überwachung und sogar die Verhaftung von Onkel Titus geben viel Würze und sorgen für einen kurzweiligen Verlauf. Einzig dem Finale geht dann etwas die Puste aus und scheint sich nicht so recht mit dem Rest vertragen zu wollen, insgesamt aber eine sehr stimmige und gut erzählte Geschichte, die durch den Sherlock Holmes-Bezug eine ganz eigene Note bekommt.

Über 20 Sprecher sind es, die hier hörbar ihr Bestes geben und das Hörspiel in diesem Bereich sehr weit oben ansiedeln. Victoria von Trauttmannsdorff macht beispielsweise einen richtig guten Job als Prof. Jane Heathcliff und sorgt für sehr stimmige Szenen. Urs Affolter ist als Mr. Gray schön geheimnisvolle und stellt somit auch den Hörer vor die Frage, wie er eigentlich einzuordnen ist. Hans Meinhard hat hier als Titus Jonas wieder einen etwas größeren Auftritt und meistert diesen wie immer gekonnt und sympathisch. Weitere Sprecher sind unter anderem Fabian Harloff, Wolfgang Draeger und Karin Lieneweg.

Die Musik ist wie immer durchaus sinnig eingefügt und sorgt insbesondere für weichere und stimmige Szenenwechsel. Die ausgewählten Stücke passen gut zur Stimmung der Folge und geben dem Hörer Zeit, das Gehörte zu reflektieren und eigene Schlüsse zu ziehen. Die Geräusche wirken ebenfalls wie immer professionell und fügen sich gut ein.

Eine Hand mit einem blitzenden scharfen Dolch, ausgestreckt aus dem Wasser eines Sees samt Wasserfall im Hintergrund – das Titelbild zu dieser Folge ist bei weitem nicht so abstrakt wie einige andere und hat eine Szene aus dem Hörspiel zum Thema. Die kühle Farbwahl passt gut, die restliche Gestaltung schon bekannt und passend wie immer.

Fazit: Bis auf das etwas merkwürdige Ende eine sehr stimmige Folge, spannend erzählt und mit interessantem Bezug zu den Geschichten um Sherlock Holmes.

VÖ: 18.Mai 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979232426


Die drei ??? - 153. und das Fußballphantom



Erster Eindruck: Fußballfolge fast ohne Fußball

Justus, Peter und Bob sind bei einem wichtigen Highschool-Fußballspiel, als Peter unversehens ein fremdes Handygespräch mit seinem Handy mithören kann. Dort droht ein Unbekannter, auf dem Spielfeld einen Mitspieler zu erschießen – den Sohn seines Gesprächspartners. Natürlich wollen die drei Detektive sofort etwas unternehmen, nur wie können sie helfen?

Mit der EM steht ein großes Fußballereignis kurz bevor, und damit findet sich ein wunderbarer Aufhänger für Europa, ihre Serien mit diesem Thema interessanter zu gestalten. Viele Fans der drei ??? werden im Vorfeld nicht gerade begeistert sein, eine weitere Sportfolge zu hören – doch siehe da, das Thema Fußball kommt hier nur marginal vor. Im Mittelpunkt steht ein skrupelloser Erpresser, der das Fußballspiel nur als Anlass nimmt, seinen Gesprächspartner unter Druck zu setzen. Und so entwickelt sich ein wirklich spannender Krimi, bei dem der Hörer wie die drei Detektive immer in der Schwebe stehen, die nächsten Ereignisse sind kaum vorherzusehen. Von der ersten Panik beim lauten Spiel geht es über eine hektische Ermittlung bis hin zu einem sachlich erschlossenen Ende, und immer kann die Spannung zunehmen. Viele ungeklärte Fragen, die nach und nach aufgedeckt werden, sorgen für diese dynamische Entwicklung. Kleine Rätsel, typisch für die drei ???, sind ebenso eingebaut, aber nicht ganz so kryptisch wie sonst. Hervorragend das Ende, das die Zuhörer noch einmal so richtig auf die Folter spannt. Hier fügt sich alles organisch zusammen und macht Nummer 153 zu einer guten Folge, die viel mehr hält als sie vorher verspricht.

Diese Folge konzentriert sich neben den drei Detektiven sehr auf den geheimnisvollen Anrufer und dessen Erpresser, die anderen Personen haben jeweils nur ein paar Sätze zu sagen. Dazu gehören Corinna Wodrich, Christopher Arndt und Kommentator Ulli Potofski. Till Demtröder spricht den Erpresser und macht dies mit einem Ernst und einer Nachdrücklichkeit, dass die Rolle sehr gut beim Hörer ankommt. Rüdiger Schulski spricht trotz der ganzen Hektik des Opfers sehr deutlich, kann die aufsteigende Panik gut darstellen. Wie immer sehr lebendig und spontan agieren die drei Hauptsprecher, die wieder eine starke Einheit bilden.

Musikalisch geht es hier stimmig wie immer zu, besonderes Lob gebühren hier aber den Geräuschen. Besonders die Atmosphäre im Stadion wird sehr gut wiedergegeben, das Fieber steckt an, die Szene bekommt so eine ganz eigene Stimmung. Auch danach wird die jeweilige Umgebung mit verschiedenen Sounds mit in die Dialoge integirert.

Das Cover ist nicht Besonderes, auch wird hier insbesondere auf das Fußballspiel eingegangen, obwohl dies nur dem Rahmen des Falles bildet. Lediglich die Zielscheibe, die auf den Ball gerichtet ist, lenkt von diesem Thema ab. Sehr gelungen ist hingegen der Klappentext, der die Spannung dieser Folge durchaus wiedergeben kann.

Fazit: Eine gute Folge mit zahlreichen gelungenen Elementen, die sich gut ineinander fügen.

VÖ: 13.April 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979232341


Die drei ??? - 152. Skateboardfieber



Erster Eindruck: Peter in Gefahr

Es sollte ein gemütlicher Jogging-Ausflug am Strand werden, doch Peter wird plötzlich von mehreren Männern verfolgt und kann nur mit knapper Not und mit einer List entkommen. Sofort trifft er sich mit seinen Detektiv-Kollegen, und so beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, in dem Peter der Köder zu sein scheint. Nur langsam entdecken die drei Detektive, was wirklich hinter dem Angriff steckt...

Meist wird Justus, Peter und Bob ein Fall von außen angetragen, verschiedenste Menschen suchen die drei auf und bitten um ihre Mithilfe. In der 152. Folge sieht das nun wieder anders aus, ohne ihr Zutun müssen die Detektive aktiv werden und stecken mitten in einem neuen Fall. Schon in der ersten Szene geht es ordentlich zur Sache, eine gut inszenierte Verfolgungsjagd lässt gleich auf eine spannende Folge hoffen. Und tatsächlich gehört „Skateboardfieber“ zu den besseren Folgen der letzten Zeit und bringt ganz neue Elemente ein. Es ist eine Agentengeschichte, die voller politischer Intrigen und undurchsichtiger Gestalten steckt, zu keinem Zeitpunkt des Hauptteiles weiß man wirklich, wem man vertrauen soll und wem nicht. Erst zum Schluss wird aufgeklärt, wer zu welcher Partei gehört. Dieser letzte Abschnitt ist auch eher ungewöhnlich offen für diese Serie, was einen interessanten Nachgeschmack ergibt – eine gute Innovation. Mit dem Auftauchen schon bekannter Figuren wird direkt auf frühere Folgen angespielt wird, und auch das mag Fans zu gefallen. Eine außergewöhnliche Folge, die die festgefahrene Struktur der letzten Folgen aufbricht und zeigt, dass immer noch neue Seiten der Serie gezeigt werden können.

Holger Mahlich hat in dieser Folge mal wieder einen größeren Teil als Inspektor Cotta, den er souverän und glaubwürdig wie immer meistert. Schön ist der Auftritt von Utz Richter als Rubbish George, seine außergewöhnliche Stimme passt wunderbar zu dem Landstreicher und wirkt richtig gut. Und auch Horst Stark ist als Bert Young wieder eine gute Wahl und sorgt für ein positives Hörerlebnis. Weitere Sprecher sind Reent Reins, Henry König und Gabriele Libbach.

An der musikalischen Umsetzung gibt es hier kaum etwas auszusetzen, die ausgewählten Stücke aus den Europa-Archiven passen immer zu der jeweilig vorherrschenden Stimmung und können spannende Momente besonders hervorheben. Wie immer gibt es aber an einigen Stellen Unstimmigkeiten in der Lautstärke einiger Geräusche oder Sprecher, die so nur schwer zu verstehen sind.

Ein Skateboarder beim Sprung, einen durchsichtigen Würfel in der Hand, ein Totenkopf auf dem Brett, von hinten von der untergehenden Sonne beschienen, sodass sein Gesicht nicht zu erkennen ist – das ist das durchaus gelungene Titelbild zu dieser Folge, auch wenn es sich eigentlich nicht wirklich um eine Geschichte handelt, in denen Skateboards eine größere Rolle spielen würden.

Fazit: Mir hat diese eher ungewöhnliche Folge der drei ??? gut gefallen, die Agentengeschichte ist spannend und beinhaltet viele gute Elemente.

VÖ: 2.März 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979232228


Die drei ??? - 151. Schwarze Sonne



Erster Eindruck: Geheimnisvolles Symbol

Denzel Hopkins wird beschuldigt, ein wertvolles Gemälde gestohlen zu haben. Seine Tochter Goldie bittet die drei ???, seine Unschuld zu beweisen. Da Bob den farbigen Mann in einem Malkurs kennengelernt hat, ist auch dieser überzeugt, dass Denzel nicht der Täter war. Doch warum hat er dann immer wieder die schwarze Sonne gemalt, die auch auf dem entwendeten Gemälde zu sehen ist?

Nach dem extralangen Dreiteiler zur 150. Jubiläumsfolge geht die Kult-Serie „Die drei ???“ mit der Nummer 151 wieder gewohnte Bahnen – was sich sowohl auf die Länge des Hörspiels wie auch auf die Themenwahl und den Verlauf der Handlung bezieht. Der Start ist recht flott, klingt aber so vertraut, als hätte man ihn schon mehrfach gehört. Schnell werden die Nebencharaktere vorgestellt, sodass zügig mit der eigentlichen Handlung begonnen werden kann. Und auch diese wirkt nicht gerade völlig neuartig, kann aber durchaus unterhalten und gehört sicherlich nicht zu den schlechteren Episoden der Serie. Das Rätsel, warum Denzel Hopkins das Motiv des gestohlenen Bildes anscheinend kannte und immer wieder gezeichnet hat, ist gut eingebaut und wird zwar nicht zum zentralen Motiv, bringt aber zusätzliche Spannung mit ein. Einige Längen sind hier schon vorhanden, und nach der obligatorischen lebensbedrohlichen Situation wird sich dann auch wieder stärker auf die Auflösung des Falles bezogen. Und diese ist recht pfiffig gelöst, kann alle offenen Fragen klären und bietet dem Hörer einen reizvollen Gedankengang. Insgesamt keine innovative oder hochspannende Angelegenheit, aber solide Unterhaltung mit den drei ???, die mal wieder im Künstlermilieu ermitteln.

Tilo Schmitz ist als Denzel Hopkins eine gute Wahl, verkörpert seine tiefe und markante Stimme doch immer wieder den etwas bedrohlichen Typen, der hier gefordert wird. Seine eingängige Aussprache trägt wieder einmal zum Gelingen des Hörspiels bei. Madeleine Weingarten spricht seine Tochter Goldie und bildet mit ihrer hellen Stimme einen interessanten Kontrast, zumal sie diese auch geschickt einzusetzen weiß. Holger Mahlich ist einmal mehr als Inspector Cotta dabei, auch er ist mittlerweile fester Bestandteil der Serie. Weitere Sprecher sind Wolf Frass, Wanja Mues und Regina Lemnitz.

Nichts Neues gibt es von der akustischen Gestaltung der Serie zu berichten, hier ist alles auf den gleichen hohen Niveau, wie man es aus den letzten Folgen gewohnt sein durfte. Das bedeutet, dass die Musik zwischen den Szenen stimmig ist und zu der jeweiligen Situation passt, und dass die Geräusche zahlreich und glaubwürdig eingefügt sind, der Fokus aber immer auf den Dialogen liegt.

Hände in Handschellen, die einen Stift halten, davor ein Blatt Papier mit einer schwarzen Sonne, im Hintergrund Gitterstäbe und ein von hinten beleuchteter Wachmann – das Cover zu dieser Folge ist recht stimmungsvoll gehalten und im typischen Stil der Serie gehalten. Die restliche Aufmachung ist schon bekannt, auch das Cover zur nächsten Folge ist wieder abgebildet.

Fazit: Eine solide Folge der drei ??? ohne große Überraschungen, aber mit einer durchaus interessanten Auflösung.

VÖ: 20.Januar 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979232129


Die drei ??? - 150. Geisterbucht



Erster Eindruck: Moby Dick und indische Drohungen

Überraschend vererbt der verstorbene Harry Schreber den drei ??? einen Umschlag, in dem sich ein Rätsel verbirgt. Doch noch ist Justus, Peter und Bob nicht klar, wohin sie geführt werden sollen. Erst die Durchsuchung eines alten Flugzeuges aus dem Besitz des exzentrischen Mannes gibt erste Erkenntnisse. Doch was genau soll „Rashuras Schatz“ sein?

Wieder findet bei einer der bekanntesten Hörspielserien, „Die drei ???“ von Europa, ein Jubiläum statt: Die 150. Folge ist wieder eine Dreifachfolge mit dementsprechend erhöhter Laufzeit. Und das verlangt nach einer umfangreicheren und komplexeren Geschichte. „Geisterbucht“ ist deren Titel – und kann tatsächlich über die 3 Stunden richtig gut unterhalten. Der Anfang mit der Präsentation des merkwürdigen Rätsels weckt schon einmal reichlich Interesse, bietet reichlich Aufhänger für die nachfolgenden Verwicklungen. Und diese sind opulent ausgeführt, viele verschiedene Storylinien, Winkelzüge und Verdachtsmomente lassen den Handlungsverlauf stets dynamisch und kurzweilig werden. Dass dabei auch brenzlige Situationen für die Detektive entstehen, war nicht nur vorhersehbar, sondern ist auch richtig spannend. Nicht nur, dass zeitweilig alle drei außer Gefecht gesetzt wurden, sie schweben auch teilweise in Lebensgefahr. Ein tödliches Ultimatum für Bob ist ein weiteres Beispiel hierfür und lässt eine tollen Spannungsbogen entstehen. Obwohl immer gleich mehrere Stränge und Hinweise verfolgt werden, verliert man zu keiner Zeit den Überblick, was auch an der geschickten Erzählweise mit den eingebauten Zusammenfassungen liegt. Alles steuert auf einen grandiosen Höhepunkt mit überraschender Auflösung hin, in dem alle Stränge zusammengeführt werden und auch kleine Ungereimtheiten, die aufgefallen sind, aufgelöst werden. Gute drei Stunden spannende Unterhaltung, die die typische Atmosphäre der Serie mit einer umfangreichen Handlung und vielen gelungenen Szenen kombiniert.

Ein ganzes Arsenal an Sprechern wurde für diese lange Produktion aufgefahren, wie immer stehen aber natürlich Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich als Justus, Peter und Bob im Vordergrund – und das von Beginn an. Durch ihren Charme, ihre Spontanität und ihre hingebungsvolle Liebe zu diesem Projekt haben sie es sich redlich verdient, dieses Jubiläum mitzuerleben. Frank Manson wird von Wolfgang Condrus gesprochen, dessen prägnante Stimme auch hier für Akzente sorgen kann und der mit seiner gelungenen Interpretation einen kleinen roten Faden durch die Handlung bieten kann. Auch der bekannte Comedian Bernhard Hoecker gibt sich die Ehre und beweist als Taylor, dass er auch in diesem Gebiet eine gute Figur machen kann. Weitere Sprecher sind Kostja Uhlmann, Tobias Schmidt und Dirk Bach.

Die akustische Gestaltung der Serie funktioniert auch hier wieder hervorragend, was insbesondere an der passenden Musik liegt. Hier wurde für die jeweilige Stimmung die passende Melodie gefunden, auch das manchmal auftauchende indische Thema wird aufgegriffen. Die Geräusche sind immer gut eingefügt und lassen die jeweiligen Szenen lebendiger wirken.

Legt man die drei einzelnen Cover zusammen, zeigt sich ein einziges großes Motiv, das in stimmungsvollen Gelb- und Orangetönen einen Sonnenuntergang darstellt. Das Besondere: Aus jeder Folge wurde hier ein bestimmtes, wichtiges Motiv gezeichnet, so wird der Verlauf der Handlung verfolgt. Auch der Pappschuber ist mit diesem Panoramabild versehen und hübsch anzusehen.

Fazit: Dreifache Laufzeit, hohe Spannung, zahlreiche Handlungsbögen, komplexe Geschichte und ein richtig großer Hörspielspaß.

VÖ: 11.November 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978015020


Die drei ??? - Top Secret – 3. High Strung



Erster Eindruck: Gesucht: Elvis-Poster und Madonna-Foto

Justus Jonas nimmt an einem Gewinnspiel im Radio teil, von den in Aussicht stehenden 5000$ will er sich endlich ein Auto kaufen. Jeden Tag gibt der Sender ein Ding bekannt, welche gesammelt werden sollen. Dank des Schrottplatzes hat er natürlich einen kleinen Vorsprung – bis eingebrochen wird und alle Sachen entwendet werden. Die drei ??? machen sich auf die Suche nach dem Dieb...

Drei verschollene Vorlagen der Hörspielserie „Die drei ???“ sind nach einigen Jahren wieder aufgetaucht, und um den Fans auch diese nicht vorzuenthalten wurden sie neu vertont. Den Abschluss dieser kleinen Sonder-Mini-Serie macht „High Strung“, in der die Hobbydetektive mal keinem Auftraggeber helfen, sondern mal ganz eigennützig handeln. Neben der Jagd auf den Dieb, die eher gemächlich denn hochspannend geschildert wird, ist auch immer noch die Suche nach den vom Radiosender geforderten Gegenständen ein Thema, was immerhin einige recht witzige Ideen hervorbringt. Doch der Verlauf der Handlung stockt an einigen Stellen und vermag es leider nicht – wie andere Folgen der Serie – zu begeistern. Hinzu kommt, dass einige Elemente einfach zu vorhersehbar sind und prinzipiell schon zu Beginn feststehen. Hier werden eingetretene Pfade benutzt, die zudem nicht sonderlich phantasievoll ausgeschmückt wurden. Dennoch, der Kult-Faktor der Serie und die nicht zu überhörende Rückkehr zu alten Motiven mag Fans von Justus, Peter und Bob zu überzeugen – und schließlich wird nicht verheimlicht, auf was für einer Vorlage die Folge basiert und was einen erwartet. Das „Top Secret“-Experiment wird somit mit einer nicht ganz so gelungenen Folge abgeschlossen.

Dustin Sattler-Semmelrogge spricht die interessante Rolle des Stinky Rossiter recht launig und passt gut in die gelockerte Atmosphäre, die von den drei Hauptsprechern vorgegeben wird. Marek Harloff ist als Eric Mukogawa ebenfalls eine gute Wahl, er klingt durchgehend überzeugend und kann einen positiven Eindruck hinterlassen. Reinhilt Schneider ist in einer kleineren Rolle als Rosie zu hören und bringt ihre unverwechselbare Stimme wieder gut zur Geltung. Weitere Sprecher sind Krystian Martinek, Ingo Mommsen und Mike Olsowski.

Die akustische Umsetzung orientiert sich selbstverständlich an den heutigen Produktionsstandards denn an dem Sound der 80er. Nur bei der Musik wurde hörbar Wert darauf gelegt, auch ein wenig Stimmung der späten 80er aufkommen zu lassen, was sich insgesamt aber gut einzufügen weiß. Die Geräusche sind wie immer vielfältig und glaubhaft eingesetzt.

Hübsch anzusehen ist das Cover, das im typischen Stil der Serie gehalten ist. Neben dem schwarzen Rahmen, der zum Markenzeichen geworden ist, bedeutet dies ein stilisiertes Bild, hier mit dunklen Farben, das einen maskierten Mann vor einer untergehenden Sonne zeigt. Bei einer Sonderfolge der Serie hätte ich mir allerdings schon ein wenig Bonusmaterial gewünscht.

Fazit: Vorhersehbare Geschichte, die teilweise nicht so recht zu wissen scheint, wo sie eigentlich hin will. Leider kein runder Abschluss des Top-Secret-Specials.

VÖ: 11.November 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886977733529


Die drei ??? - 149. Der namenlose Gegner



Erster Eindruck: Unerwartete Freundschaft

Die drei ??? werden in eine Stadt gerufen, in der eine Gruppe von Vandalisten ihr Unwesen treibt. Doch Bob fällt bei der Lösung des Falles aus, da er ein paat Tage bei einer Tante verbringen soll. Doch im letzten Moment weigert er sich und eilt zu seinen beiden Kollegen – und hat prompt einen Unfall, bei dem er sein Gedächtnis verliert...

Nach einigen Folgen, in denen das scheinbar Übernatürliche eine große Rolle gespielt hat, sind in der 149. Folge der Kult-Serie „Die drei ???“ rein irdische Vorgänge der Ausgangspunkt der Serie. Es tut gut und ist erfrischend anders, mal kein großes Geheimnis aufdecken zu müssen, sondern schlichte Detektivarbeit zu Ohr zu bekommen. Dass das nicht ins Unbedeutende abrutscht, dafür sorgt ein interessanter Kniff: Bob, der sein Gedächtnis verliert und nicht einmal mehr seinen Namen kennt, freundet sich ausgerechnet mit dem Erzfeind des Juniordeteltivclubs Skinny Norris an – der dies sofort ausnutzt und Bob gegen seine Kollegen aufhetzt. Dies wird im Mittelteil der Folge erzählt und hat einige gute Elemente, wird aber nicht vollends ausgekostet und hätte noch farbintensiver ausgeführt werden können. Und auch der Fall an sich hat einen guten Ansatz, bleibt aber ein bisschen blass. Langeweile kommt zwar keine auf, aber eben auch keine Hochspannung. „Der namenlose Gegner“ ist durch die plötzliche Feindschaft zwischen den drei ??? pfiffig, scheint aber insgesamt zu wenig zielstrebig.

Andreas von der Meden, der die Serie von Anfang an begleitet, ist hier mal wieder als Skinny Norris zu hören, in der immer wieder kehrenden Rolle fühlt er sich hörbar wohl und kann neben dem Altbekannten auch neue Nuancen einbringen. Annabelle Krieg ist als Mina Parker zu hören und spricht die gefühlsbetonte junge Frau mit Leidenschaft, übertreibt aber zu keiner Zeit. Henry König und Konstanze Ullmer sind als Ehepaar Andrews zwar nur kurz zu hören, hinterlassen aber einen guten Eindruck. Weitere Sprecher sind Tim Grobe, Julia Fölster und Luise Lunow.

Die musikalische Umsetzung stammt wieder aus dem Europa-Archiv, ein immer wiederkehrendes Thema dieser Folge erinnert an die neue deutsche Welle und bringt durchaus Schwung mit sich. Ansonsten können sich die eingefügten Geräusche positiv herausstellen, die wieder sehr glaubwürdig klingen und passgenau eingebaut sind.

Auf dem Cover zu sehen ist eine nächtliche Szene, bei der eine Fledermaus vor dem hell strahlenden Mond fliegt. Das eigentliche Motiv, ein mit Zaun abgesperrtes und verfallenes Industriegebäude, liegt im Dunkeln und fällt eher weniger auf. Im Inneren lässt sich neben den nötigsten Angaben Werbung für andere ???-Produkte finden.

Fazit: Ein bodenständiger Fall, aufpoliert mit Bobs plötzlicher Wandlung und einer daraus resultierenden interessanten Situation.

VÖ: 7.Oktober 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014924


Die drei ??? - Top Secret – 2. House of Horrors



Erster Eindruck: Böse Wanderfüße!

In einem Vergnügungspark treffen die drei ??? einen neuen Bekannten. Tony berichtet ihnen von seltsamen Geräuschen in der Geisterbahn. Natürlich sind Justus, Peter und Bob sofort Feuer und Flamme, steigen selbst in die Achterbahn machen auf ihrer Fahrt eine merkwürdige Entdeckung. Doch was dann passiert, liegt zum Teil in deiner Hand...

Mit dem zweiten Teil der verschollenen Manuskripte der drei ???, die in der Mini-Reihe „Top Secret“ veröffentlicht werden, ist mal wirklich eine ganz besondere Folge entstanden. Denn statt eine gradlinige Geschichte zu erzählen, wird der Hörer am Ende eines Tracks dazu aufgefordert, die nächsten Aktivitäten der drei Hobbydetektive und ihres neuen Freundes Tony selbst zu bestimmen. Die Wahlmöglichkeiten sind mal offensichtlich richtig oder falsch, mal wirken aber auch alle Versionen sinnvoll, sodass ein wenig Glück dazu gehört, bis man am Ende den Fall selbst gelöst hat. Doch dies ist gar nicht so einfach, denn manche Wege führen unweigerlich ins Verderben der Personen und damit zum Ende des Falles. Und da frustriert es schon ein wenig, wenn man sich minutenlang durch die Handlung geklickt hat, um dann zu einem erneuten Versuch aufgefordert wird und bei Track 1 wieder anfangen muss. Die Möglichkeit, an einer bestimmten Stelle noch einmal anzufangen, gibt es nur, wenn man sich die jeweilige Tracknummer gemerkt hat. Trotzdem macht diese Reise durch die verschiedenen Möglichkeiten echt Spaß, zumal der Humor hier definitiv nicht zu kurz kommt. Da rennt Justus vor einer Schätzung seines Gewichts weg, stürzt Skinny Morris die drei ins Verderben oder gerät Bob mit Tony in die Fänge einer ziemlich obskuren Sekte. Auch die Kommentare aus dem Off tragen teilweise zur Erheiterung bei, beispielsweise wenn die Sprecherin den Unmut über einer merkwürdige Entscheidung kund tut. Einen durchdachten Fall voller Spannung sollte man hier allerdings nicht erwarten, vielmehr ist das Erlebnis, selbst die Entscheidungen zu treffen, der eigentliche Aufhänger der Folge. Darauf muss man sich einlassen (und dem Muss man sich vorher auch bewusst sein), dann wird man mit einem witzigen und außergewöhnlichen Hörerlebnis belohnt.

Zahlreiche Sprecher sind hier zu hören, vielen nur in kurzen Nebenrollen von ein paar Sätzen. Durch die gesamte Handlung wird man neben den drei Hautsprechern von Stefan Kaminski als Tony begleitet, der mit seiner witzigen Art die humorvollen Szenen einfangen kann, aber auch die spannenderen Momente gut herüber bringt. Off-Sprecherin ist Claudia Stocksieker, die neben den einfachen Ansagen zur Trackwahl auch an den teils bissigen Kommentaren hörbar Freude hat. Zu erwähnen ist wohl noch Verena Wolfien, die die geheimnisvolle Figur der Lily sehr lebendig darstellt. Weitere der vielen Sprecher sind Tommaso Cacciapuoti, Santiago Ziesmer und Patrick Bach.

Neben der wohl bekannten alten Titelmelodie sorgen auch zahlreiche andere Musikstücke, die in den vorangegangenen Folgen bereits eingesetzt wurden, eingesetzt worden und erzeugen so echtes Drei ???-Feeling. Dabei wird darauf sowohl während einiger Dialoge als auch als stimmungsvoller Pausenfüller gesetzt. Die Geräusche fügen sich wie bei jeder anderen Folge auch gut in die Handlung ein.

Das Bild eines in verschiedenen Farben beleuchteten Skeletts ist das Motiv für das Titelbild, was gut zu den anfänglichen Szenen passt. Gut auch, dass hier schon der Hinweis angebracht wird, dass es sich um einen Mitratefall handelt, was auch bei der Lektüre des Klappentextes ersichtlich wird. Im Booklet ist eine Auflistung der Tracks zu finden, die allerdings nur bedingt hilfreich ist. Wünschenswert wäre es allerdings gewesen, einen Musterweg abzudrucken, damit man den Fall wenigstens einmal ohne große Probleme hören kann.

Fazit: Ein guter Mitratefall mit viel Humor und witzigen Szenen, bei dem der Weg durch die Handlung viel Spaß macht. Die teilweise abrupten Enden trüben aber den Spaß ein wenig.

VÖ: 19.August 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886977733628


Die drei ??? - 148. und die feurige Flut



Erster Eindruck: Mysteriöse Vorkommen und ein schrecklicher Fluch

Allie Jamison sieht nur einen Ausweg aus ihrer verzwickten Lage: die Hilfe von Justus, Peter und Bob alias Die drei ???. Bei einem Streit ist sie von Alchemisten mit einem Fluch beladen worden und hat nur kurze Zeit, bis ein schreckliches Unglück geschehen wird. Ein Rätsel soll aus ihrer misslichen Lage helfen, doch den drei Detektiven droht bald höchste Gefahr...

Nicht alle neuen Folgen der Hobbydetektiv-Reihe Die drei ??? konnten ihre Fans überzeugen, besonders Freunde der alten Folgen waren mit den neuen Entwicklungen nicht unbedingt einverstanden. Was liegt also näher, als diese an die „guten alten Zeiten“ zu erinnern und einen Charakter aus einer früheren Folge einzubauen? Geschehen ist dies mit Allie Jamison in der 148. Folge „und die feurige Flut“, die tatsächlich runder und stimmiger wirkt – allerdings nicht nur wegen Allies erneutem Auftauchen, das ist und bleibt ein nettes Gimmick. Vielmehr kann hier die sehr gelungene Stimmung und das ungewöhnliche Setting punkten. Justus, Peter und Bob ermitteln in einem Milieu, das sich aus Zauberern, Wahrsagern und Alchemisten zusammensetzt, was dem ganzen eine mysteriöse und stellenweise unheimliche Atmosphäre verleiht. Diese wird auch voll ausgekostet und ist die große Stärke der Folge. Ergänzt wird dies durch einen spannenden Fall, der wieder typischer für die Serie ist und auch richtig auf Spannung setzt. Eine insgesamt wirklich gute Folge der Reihe mit einer Vielzahl von gelungenen Elementen.

Katrin Fröhlich ist in dieser Folge als Allie Jamison zu hören und kann mit ihrer frischen Art überzeugen, ihre Passagen werden durch ihre Lebendigkeit glaubhaft umgesetzt. In der gelungenen Rolle der Ursula Burns kann Birke Bruck mit einer interessanten Stimmfärbung für stimmungsvolle Momente sorgen. Wie immer gut gefällt mir Holger Mahlich als Inspektor Cotta. Seine lange Zugehörigkeit zu der Serie gehört fast ebenso dazu wie die drei Hauptsprecher, was er sich durch seine gute Sprechweise verdient hat. Weitere Sprecher sind unter anderem Monty Arnold, Peter Weis und Dagmar Dreke.

Eine der großen Stärken der Serie ist die akustische Untermalung, die sich seit vielen Jahren kaum verändert hat. So ist während der Handlung keine Musik zu hören, dieses beschränkt sich auf den instrumentalen Titelsong. Dafür sind zahlreiche Geräusche eingebaut, die das Geschehen sinnvoll untermauern und viele Stimmungen unterstützen können.

Das Cover zu dieser Folge gefällt mir ausnehmend gut, zumal hier eine Szene aus dem Hörspiel gezeigt wird. In einem gemauerten Tunnel wird eine Silhouette von hinten beleuchtet – von einem lodernden Feuer. Die Farbgebung ist ansprechend und bildet einen reizvollen Kontrast. Die restliche Gestaltung hat den modernen Look gut angenommen.

Fazit: Eine sehr runde und gelungene Folge der Serie mit einer wunderbaren Atmosphäre – hat mir gut gefallen!

VÖ: 19. August 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014825


Die drei ??? - 147. Grusel auf Campbell Castle



Erster Eindruck: Peter geht baden

Adam Campbell sucht Hilfe bei den drei ???, nachdem er eine spiritistische Sitzung abgehalten und diese auf einem Tonband aufgezeichnet hat. Hier erfährt er von einem geheimnisvollen Vermächtnis. Justus, Peter und Bob nehmen natürlich sofort die Ermittlungen auf und geraten dabei in große Gefahr – sollte es tatsächlich spuken?

„Grusel auf Campbell Castle“ lautet der Titel der mittlerweile 147. Folge der beliebten Detektivreihe „Die drei ???“, doch der im Titel vollmundig angekündigte Gruselfaktor ist hier leider nicht spürbar. Sicherlich, das anfängliche Tondokument mit der Seance, die Adam Campbell eigentlich zum Geldverdienen abgehalten hat, ist gut und stimmungsvoll umgesetzt, die leicht verzerrten Stimmen und der unbekannte Geist sorgen für einen atmosphärischen Einstieg. Nur danach nutzt die Geschichte leider nicht den erhaltenen Auftrieb und kann keine wirkliche Spannung erzeugen. In gemächlichem Tempo gehen die Ermittlungen voran, ohne rechte Höhepunkte oder weitreichende Erkenntnisse – zu viel Dialog, zu wenig Handlung. Dabei sind die Charaktere durchaus wieder gut ausgearbeitet und bergen das Potenzial zu einer guten Geschichte. Gegen Ende überschlagen sich dann die Ereignisse, innerhalb weniger Minuten werden so viele Themen eingebracht, tauchen so viele Figuren auf, dass man sich fragt, warum hier nicht besser im Mittelteil hingearbeitet wurde. Zumal die Lösung der Erbschaftsangelegenheit doch ein wenig haarsträubend und unglaubwürdig daher kommt. Schade, aber nach der gelungenen Introszene wurden einige Chancen vertan, die Folge zu einer guten werden zu lassen.

An guten Sprechern mangelt es hingegen nicht, besonders Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich sind wieder gut drauf, ihre sympathische und spontane Art wirkt auch hier wieder erfrischend. Als Adam Campbell ist Santiago Ziesmer zu hören, seine unverkennbare Stimme hat hier einen eher ernsten Klang angenommen, sodass man ihm auch den Schlossbesitzer abnimmt. Stefan Kaminski gestaltet auch die Rolle des Mr. Prescott mit seinem wandelbaren Ausdruck zu einem interessanten Charakter. Weitere Sprecher sind unter anderem Katja Brügger, Ben Hecker und Andreas von der Meden.

Die atmosphärische Gestaltung kann hier leider die etwas lahme Geschichte nicht auffangen, will aber glücklicherweise auch nicht gezwungen gruselige Stimmung aufkommen lassen. Die anfängliche ist hier gut umgesetzt, und auch der Rest ist solide produziert und mit etlichen glaubhaften und gut eingebauten Geräuschen wie immer ansprechend umgesetzt.

Ein altes Gemälde im Kerzenschein, das in der Geschichte eine nicht unwichtige Rolle spielt, ist auf dem Cover zu sehen. Schade nur, dass man beim genauen Betrachten schon etwas Entscheidendes der Folge erahnen kann. Der typische Stil der Serie wird hier selbstverständlich beibehalten, die übrige Aufmachung ist gleich geblieben und präsentiert übersichtlich die notwendigen Angaben.

Fazit: Nach einem guten Intro plätschert die Folge nur noch daher, da kann auch leider der gute Sprechercast nichts mehr raus holen. Der neue Fall der drei ??? hat zu wenig Handlung im Mittelteil und zu viel davon am Ende.

VÖ: 24.Juni 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014726


Die drei ??? - 146. Der Biss der Bestie



Erster Eindruck: Spuk im Naturkundemuseum?

Peter und Bob können es nicht fassen – Justus hat doch tatsächlich einen Job als Babysitter für das engagierte Detektivtrio angenommen. Allerdings ist dies der einzige Weg, wie die im Naturkundemuseum ungestört herumschnüffeln können, denn dort soll es angeblich spuken. Treibt das Skelett des Säbelzahntigers tatsächlich nachts sein Unwesen und verletzt Leute?

Seit über dreißig Jahren begeistern die drei Fragezeichen ihre Hörerschar, damit hat sie sich nicht nur zu einer der längsten, sondern auch zu einer der bekanntesten Hörspielserien Deutschlands gemausert. In letzter Zeit kommt des öfteren Kritik an den neuen Folgen auf, Nummer 146 mit dem Titel „Der Biss der Bestie“ ist allerdings sehr gut gelungen und dürfte bei objektiver Betrachtung den Großteil der Kritiker verstummen lassen. Die Folge beginnt in ihrer gewohnt lockeren Art mit dem leicht flapsigen Unterton, schlägt aber schon bald eine geheimnisvollere Richtung ein. Erster Höhepunkt ist dann die erste Nacht in dem Museum, und spätestens hier ist de Hörer von der mysteriösen Stimmung gefangen und erwartet mit Ungeduld die kommenden Ereignisse. Diese folgen dann tatsächlich auch Schlag auf Schlag, die Dichte der Geschichte hat sich gegenüber den Vorgängern noch einmal gesteigert. Auch ist der Verlauf und der Hintergrund der Geschichte besser durchdacht und würzt ein recht typisches Abenteuer mit einigen überraschenden Elementen, die man so vorher nicht erwartet hätte. Hier wird die volle Stärke der Serie ausgespielt, ein bisschen Grusel hinzugefügt und fertig ist eine der gelungensten Folgen der letzten Zeit.

Wie immer ist die Auswahl der Sprecher hervorragend, allesamt passen sehr gut zu ihren Rollen und sorgen für ungetrübten Hörgenuss. Gelobt sei wieder einmal das wunderbare Trio Jens Wawrczeck, Oliver Rohrbeck und Andreas Fröhlich, die mit ihrer lockeren und ungezwungenen Art sehr spontan wirken und sich in mehreren Jahrzehnten völlig in die Rollen eingespielt haben. In dieser Folgen könne zudem Philipp Drager und Jacob Meyerhoff als junges Geschwisterpaar Jamie und Sammy mit glaubwürdiger Aussprache überzeugen, die für so junge Sprecher keineswegs selbstverständlich ist. Weitere Sprecher sind Ingeborg Kallweit, Ingo Nommsen und Wolfgang Völz.

Auch die akustische Umsetzung dieser Folge ist insgesamt gut gelungen, insbesondere die Geräusche sind die große Stärke der Serie. So werden die einzelnen Dialoge durch den Einsatz von glaubwürdigen Sounds zu den jeweiligen Handlungen noch greifbarer. Auch die Musik ist mal wieder im gewohnten Stil der Serie, sodass wieder alles gut zusammenpasst.

In der Folge geht es um das Skelett eines Säbelzahntigers, und natürlich ist dieses auch auf dem Cover zu sehen. Das wirkt ziemlich beeindruckend, was sicherlich auch an der interessanten Beleuchtung von hinten sowie an den gewählten düsteren Blau- und Grüntönen liegt. Die restliche Aufmachung ist ebenfalls bereits hinlänglich bekannt.

Fazit: Mal wieder eine sehr gelungene Folge der drei ??? mit einer glaubwürdigen und temporeichen Geschichte. Weiter So!

VÖ: 6. Mai 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 801462 7


Die drei ??? - Top Secret – 1. Brainwash



Erster Eindruck: Neues vom Alten

Als Jugendliche aus Rocky Beach verschwinden, kommen die drei ??? auf die Spur einer Sekte, die sich SynRea nennt. Verdeckt schleusen sich Justus, Peter und Bob ein und wollen wissen, was dahinter steckt. Doch schnell werden die drei voneinander getrennt, und so muss jeder selbst den Versuchungen widerstehen, die ihnen angeboten werden...

Die Kult-Serie „Die drei ???“ wird schon seit längerem komplett in Deutschland geschrieben. Doch nun sind drei Manuskripte des amerikanischen Autors Peter Lerangis aufgetaucht, die nun auch von Europa vertont wurden und in einer kleinen Mini-Serie mit drei Folgen veröffentlicht werden. Den Anfang macht „Brainwash“, und hier merkt man gleich zu Beginn, dass hier ordentlich auf den Retro-Faktor gesetzt wird – der alte Titelsong ist wieder da! Und auch die Geschichte ist eher mit den früheren Folgen als den heutigen Produktionen zu vergleichen. Die Ermittlungen von den drei Detektiven sind durchaus spannend erzählt, besonders da die verschiedenen Umgangsweisen mit der Gruppe deutlich heraus gestellt werden. Auch, dass einer der drei tatsächlich beginnt, sich in dem Gelände der Sekte heimisch zu fühlen, macht die Sache interessanter, ebenso wie die kühle Logik von Justus. Der Verlauf ist flüssig, kommt aber manchmal ins Stocken, das Ende ist spannend erzählt. Allerdings wirkt die Geschichte dann doch recht unglaubwürdig, der Ansatz ist dann doch etwas zu weit her geholt, was sich auch in der Auflösung nicht von der Hand weisen lässt. Immer wieder hat man im Hinterkopf, dass doch alles übertrieben wirkt – und das stört den Hörgenuss. So wird Brainwash zu einer soliden Folge, die das interessante Projekt der „verschollenen Folgen“ zumindest schon mal genügend Aufmerksamkeit verschaffen dürfte.

Auf einen Erzähler wird hier komplett verzichtet, und auch andere wiederkehrende Nebenrollen sind nicht zu hören – dafür jede Menge Gastsprecher. Fabian Harloff ist beispielsweise als Ben mit dabei und trifft mit seiner variationsreichen Stimme immer die jeweilige Situation, könnte allerdings teilweise etwas mehr aus sich hinaus gehen. Celine Fontanges ist als O-Ian, einem Mitglied der Sekte zu hören, ihre angenehm lockere Art passt sehr gut zu dieser Serie. Auch Rasmus Borowski kann als Spud mit glaubhaftem Acting punkten. Weitere Sprecher sind Wolfgang Kaven, Marion von Stengel und Edgar Bessen.

Wie oben bereits erwähnt hat man für diese Spezial-Folge auf den guten alten Titelsong zurückgegriffen, um den Retro-Effekt zu verstärken. Ansonsten ist die Produktion, insbesondere die der Geräusche, eher auf dem heutigen Stand, die Dumpfheit, die einige der früheren Folgen begleitet hat, wurde sinigerweise nicht übernommen.

Klar, dass hier auch nicht auf den typischen Look der Serie verzichtet wurde, den sofort jeder mit der Serie in Verbindung bringt. Auf dem Cover zu sehen ist eine mysteriöse Szene, in der der Sektenführer aus dem Fernsehen stiert. Die restliche Aufmachung ist übernommen worden, im Inneren des kleinen Booklets findet man einen Ausblick auf die weiteren beiden Folgen.

Fazit: Ein interessantes Experiment und gut produziert sowieso, nur mag bei dieser Geschichte der Funke nicht restlos überspringen.

VÖ: 8. April 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886977733321


Die drei ??? - 145. und die Rache des Samurai



Erster Eindruck: Schlossinternatskämpfer

Es geht Merkwürdiges vor im Internat Shadow Stone – ein Schüler ist verschwunden und niemand scheint wirklich an der Aufklärung des Falles interessiert zu sein. Nur der stellvertretende Direktor der Schule schleust die drei ??? ein, um im Umfeld einer Samurai-AG zu ermitteln. Doch Justus, Peter und Bob haben nicht nur mit den fiesen Streichen ihrer neuen Mirschüler zu kämpfen...

Samurai ist ein bisher recht unverbrauchtes Thema bei der kultigen „Die drei ???“-Serie von Europa. Auch Internate bringen immer wieder frischen Schwung in die Handlungen. Auch der Schauplatz eines alten Schlosses kann zu einer atmosphärisch stimmigen Folge führen. Doch kombiniert man dies alles, ist es anscheinend etwas zu viel des Guten, wie die 145. Folge der Juniordetektivreihe beweist. Die Folge kommt nur sehr gemächlich in Fahrt, bis die drei im Internat angekommen sind vergeht schon mal einige Zeit, und auch danach wird sich nicht direkt dem Fall gewidmet. Hinzu kommt, dass sich bei dieser Themenflut kein Aspekt wirklich entfalten kann, alles wird routiniert abgearbeitet ohne Tiefgang zu bieten. Schade, denn grundsätzlich ist die Idee des Hörspiels nichts allzu schlecht, und stellenweise ist die Atmosphäre richtig gut gelungen. Doch es mangelt an Spannung, was auch daran liegen mag, dass viele Dinge nur aus zweiter Hand erzählt werden, viele Gespräche und wenig Handlung führen leider nicht gerade zu einem aufregenden Verlauf. Gerade bei der etwas langatmigen Auflösung hätte ich mir dies gewünscht. Bleibt zu erwähnen, dass die Figuren mal wieder gut miteinander harmonieren und sich gegenseitig ergänzen. Ein wenig mehr Pepp hätte hier doch ganz gut getan, so kommt „Die drei ??? und die Rache der Samurai“ leider nicht über das Mittelmaß der Serie hinaus.

Zahlreiche Gastsprecher sind hier zu hören, die meisten machen ihre Sache recht gut. Gefallen hat mir beispielsweise Jasmin Wagner als Mandy, die das junge Mädchen mit viel Charme in ihrer angenehmen Stimme ausstattet. Leonard Mahlich kann als Sean Doherty wieder einmal eine andere Seite zeigen und wirkt trotz häufigen Auftauchens in der Serie frisch. Wilfried Diallaz spricht Takasi Yukawa sehr professionell, ohne zu viel Routine aufkommen zu lassen. Michael Lott, Jesse Grimm und Jens Wendland sind ebenfalls in Gastrollen zu hören.

Die musikalische Gestaltung bewegt sich auf dem Niveau der vorangegangenen Folgen – nicht sonderlich auffällig, aber durchaus atmosphärisch und zu der Geschichte passend. Eine wirkliche Bank sind bei dieser Serie die Geräusche, die für ziemlich viel zusätzliche Stimmung sorgen und immer glaubhaft und passend eingebaut sind – hier ist die Qualität mal wieder hoch.

Zwei japanische Samurai-Kämpfer, ganz in schwarz gehüllt, fast schon schattenhaft, vor dem Hintergrund eines leuchtenden Sonnenuntergangs und dem Internat – die Titelillustration versprüht sehr viel Stimmung und ist ein echter Hingucker. Die Idee, Cover mit ähnlicher Farbgebung im Booklet abzudrucken, ist auch hier gut gelungen.

Fazit: Hier weiß die Folge anscheinend nicht so recht, wo sie hin will und bleibt dementsprechend etwas blass – schade, denn gute Ansätze sind vorhanden.

VÖ: 4. März 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014528


Die drei ??? - 144. Zwillinge der Finsternis



Erster Eindruck: Die Bücher des Teufels

Bei einer Auktion hat Titus Jonas eine Kiste mit alten Büchern ersteigert – mit ungeahnten Folgen. Nicht nur ein Antiquar interessiert sich für sie, eine vermummte Gestalt entwendet eines. Es stellt sich heraus, dass es sich um zwei Bücher, die Zwillinge der Finsternis, handelt – unschätzbare Werke in denen Zaubersprüche stehen sollen. Und dann taucht der Politiker Arthur Sinclair auf, der die Bücher für sich beansprucht...

Ein Hauch des Unheimlichen, Übersinnlichen hat der Kult-Serie „Die drei ???“, die seit 144 Folgen die Hörspielwelt mal mehr und mal weniger begeistert, immer recht gut gestanden und Würze in die Geschichten gebracht. „Zwillinge der Finsternis“ beschäftigt sich nun schon mehr als nur ein bisschen mit Magie, die Geschichte um die beiden angeblich vom Teufel selbst erschaffenen Bücher steckt von Anfang an voller merkwürdiger Ereignisse, die sich vorerst nicht logisch erklären lassen. Sofort zu Anfang kommt eine sehr mysteriöse, vermummte Gestalt vor, weiter geht es mit scheinbar lebenden Nebelschwaden, Schneefall mitten im Sommer und einem unheimlichen Feuerritual –allesamt Szenen mit sehr intensiven Stimmungen, die den Verlauf der Geschichte sehr interessant gestalten. Aus diesen Situationen zieht „Zwillinge der Finsternis“ seinen Reiz, macht den Verlauf spannend, zumal immer neue Wendungen oder Erkenntnisse für Abwechslung sorgen. Da kann man vielleicht die nicht allzu überzeugende Auflösung des Spukspektakels verkraften, die ein wenig konstruiert daherkommt. Die Überführung des Bösewichts im Anschluss kann sich hingegen wieder hören lassen und ist recht einfallsreich gelungen. Eine Folge, deren Hauptteil wirklich Spaß macht, die von Anfang an mit interessanten Elementen überzeugt, am Schluss dann aber etwas strauchelt.

Stark ist wie immer die Besetzung der Sprecher, insbesondere die wichtigen Nebenrollen dieser Folge sind sehr gut besetzt. Joachim Pukaß ist als Arthur Sinclair zu hören, seine kraftvolle und betonte Stimme passt sehr gut zu dem Politiker, er kann in jeder Situation den richtigen Ton treffen. Martin Semmelrogge spricht den zwielichtigen Jeremy Witherspoon und kann mit seiner typischen Art für einen gekonnten Eindruck des unsympathischen Mannes sorgen. Sein Bruder Barnaby wird von Achim Schülke gesprochen, auch er vollbringt einer sehr gute Leistung. Eberhard Haar, Holger Mahlich und Andre Minninger sind ebenfalls zu hören.

Die akustische Gestaltung der Serie hat sich seit langer Zeit nicht mehr verändert, hier wird auf das bewährte Konzept gesetzt. Das bedeutet, dass stimmige Musik mit vielen unterschiedlichen und passenden Geräuschen kombiniert wird, was einerseits die Geschichte gut auflockert, aber auch zusätzliche Spannung verliehen werden kann, während die Handlungen auch akustisch nachvollziehbar sind.

Die geheimnisvolle, vermummte Gestalt vom Anfang der Geschichte ziert auch das Cover der CD, was nicht nur passend ist, sondern mit seiner mysteriösen Wirkung auch viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und die Lust aufs Hören steigert. Die restliche Aufmachung ist bereits hinlänglich bekannt, während im Inneren wieder einige Cover mit ähnlicher Farbstimmung zu sehen sind.

Fazit: Eine Folge, deren Verlauf mich sehr gut unterhalten hat, deren Ende aber nicht wirklich überzeugen konnte. Mir hat es trotzdem gut gefallen.

VÖ: 28. Januar
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014429


Die drei ??? - 143. und die Poker-Hölle

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Erster Eindruck: Großer Ärger im kleinen China

Zufällig werden Justus, Peter und Bob bei einem Botengang für Tante Mathilda Zeuge eines Überfalls: In einer Postfiliale wird einem jungen Mann ein Umschlag mit viel Geld entrissen. Richie Hanson soll ein großes Erbe antreten, doch davor muss er ein kompliziertes Rätsel lösen – wobei die drei Fragezeichen ihm sofort helfen wollen. Dabei geraten sie an einen gefährlichen Betreiber einer illegalen Poker-Hölle...

Aufgrund der kleinen Zwangspause für die beliebte Detektiv-Serie „Die drei ???“ vor einiger Zeit sind nun noch genügend Buchvorlagen vorhanden, sodass der Veröffentlichungsrhythmus sehr hoch ist und nun auch gleich zwei Folgen auf einmal erscheinen können. „Die drei ??? und die Poker-Hölle“ bietet dabei fast schon eine klassische Aufgabenstellung für die Hobbydetektive – und auch am Anfang stolpern sie eher zufällig in ihren neusten Fall. Schnell wird die Handlung gestartet, kein unnötiges Vorgeplänkel oder lange Erklärungen. Eine spannende Szene folgt der nächsten, frühes Highlight ist sicherlich Justus' ferngesteuerter Auftritt in der Poker-Hölle. Doch auch ansonsten ist für Kurzweil gesorgt, stetig wird an der Lösung des Falles weiter gearbeitet. Ein verschlüsseltes Rätsel fordert zwar immer wieder die grauen Zellen des Detektivtrios, folgt aber leider einem bekannten Muster und kann nicht wirklich überraschen. Und das lässt sich auch über die komplette Folge sagen: Gute Elemente, sinnvoll miteinander verbunden und angenehm zu hören, aber leider etwas überraschungsarm.

An den Sprechern ist mal wieder nichts auszusetzen – im Gegenteil, die lockere Art der Serie verleiht dem ganzen Spontanität und Glaubwürdigkeit. Gerrit Schmidt-Foss passt sowohl stimmlich als auch von seiner Sprechweise sehr gut zu dem Trio und ergänzt es als Richie Hanson sehr gut. Robert Misslers unverwechselbare Stimme kann auch als Jackie Jin Akzente setzen, seine Rolle spricht er sehr professionell und glaubwürdig. Andre Minninger, der aus etlichen anderen Gastauftritten bekannt sein dürfte, kann auch hier wieder als Goodween punkten. Weitere Sprecher sind unter anderem Ivo Müller, Corinna Wodrich und Dirk Bach.

Die musikalische Gestaltung dieser Folge ist gut gelungen. Obwohl einige der ausgewählten Melodien schon aus anderen Produktionen aus dem Hause Europa bekannt sind, passen diese sehr gut zu der Geschichte und fügen sich stimmig ins Gesamtbild ein. Besonders gelungen ist auch hier der Einsatz der Geräusche, die perfekt auf die Handlung abgestimmt sind.

Es ist ein düsteres und geheimnisvolles Bild, welches das Cover zu dieser Folge ziert – natürlich im typischen Stil der Serie. Gezeigt wird eine Hand, die auf einen Tisch mit Geld und Pokerkarten greift, sodass gleich die wichtigsten Elemente der Folge dargestellt werden. Der schattenhafte Mann im Hintergrund sorgt noch für ein wenig Stimmung. Ein durchaus ansprechendes Cover.

Fazit: Gute Sprecher, gute Produktion, leider aber nur eine mittelmäßige Story. Wenig überraschend, aber mit einem gelungenen Handlungsbogen.

VÖ: 3. Dezember 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014320


Die drei ??? - 142. Tödliches Eis

Erster Eindruck: Verbrechen bei eisigen Temperaturen

Die Journalistin Carol Ford fragt Justus, Peter und Bob, ob sie an einer Reportage über ein Schlittenhunderennen mitwirken wollen. Die drei ??? stimmen sofort zu und begeben sich in eine Welt voller Eis. Doch bei dem Rennen kommt es immer wieder zu gefährlichen Zwischenfällen, das Leben der Teilnehmer ist in Gefahr. Die Hobbydetektive greifen natürlich sofort ein und haben schnell einen Verdächtigen...

Immer wieder werden für die Juniordetektivserie „Die drei ???“ neue Szenarien erschaffen, die die Geschichten an unterschiedlichsten Schauplätzen spielen lassen und so eine neue Färbung verpassen. In der 142. Folge verschlägt es Justus, Peter und Bob ins ewige Eis, was wieder eine völlig neue Atmosphäre schafft. Denn auch der Hörer fühlt sich schnell in arktische Temperaturen versetzt und kann sich so viel schneller in die Handlung einfinden. Es handelt sich um eine klassische „Wer war's“-Geschichte, in der die drei ??? den Täter überführen müssen. Das ist wieder kurzweilig und gut erzählt, schmückt mit einigen Abstechern oder falschen Fährten die Folge aus und hält sie auf diese Weise interessant. Doch die Motive, die verwendet werden, sind durchaus schon aus anderen Folgen der Serie bekannt, wirkliche Innovation lässt sich nicht ausmachen. Dafür ist dies alles in den gut gelungenen Umfeld des Schlittenhunderennens angesiedelt, was eine insgesamt gute Folge entstehen lässt.

Elena Wilms spricht die Rolle der sympathischen Reporterin Carol Ford und verleiht ihrer Stimme einen sehr freundlichen Klang. Meik Spallek ist in der Rolle des Jared Fox zu hören, der die Folge immer wieder entscheidend zu prägen weiß. Das Trio aus Oliver Rohrbeck, Jens Wawraczek und Andreas Fröhlich ist auch hier wieder eher als Einheit als als Einzelsprecher zu sehen, wie immer ergänzen sie sich hervorragend und können den Eindruck von Spontanität erzeugen. In anderen Rollen sind einige namhafte Sprecher zu finden, beispielsweise Udo Schenk, Robert Missler und Jürgen Thormann.

Nicht immer trifft die musikalische Gestaltung der Serie hundertprozentig die Stimmung, die von der jeweiligen Folge ausgeht. Hier ist dies jedoch gut gelöst, indem viel Atmosphäre von den passenden Geräuschen und auch der wunderbaren Sprecherleistung geschaffen wird. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass die Musik eher zur Übergangsgestaltung denn zur Schaffen von Stimmung dient.

Vom Stil her weicht das Cover zu dieser Folge ein wenig von den Vorgängern ab und zeigt eine klarere Szene: Das Schlittenhunderennen wird auf berstenden Eisschollen dargestellt. Die angedeuteten Berge im Hintergrund und der im Schatten stehende Fahrer sind dann aber doch typisch für die Serie, zumal natürlich auch der schwarze Rahmen als DAS Merkmal der Serie nicht fehlen darf.

Fazit: Ein konventioneller, aber gut und spannend erzählter Fall für die drei ???, der an einem interessanten Schauplatz angesiedelt ist

VÖ: 3. Dezember 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014221


 Die drei ??? - und der dreiTag

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Erster Eindruck: Und täglich grüßt das Fragezeichen

Drei mal der selbe Tag - doch er könnte nicht unterschiedlicher verlaufen.
Die drei ??? kaufen einen alten Projektor und freuen sich über die Entdeckung eines alten Filmes. Neben dem normalen Film ist plötzlich eine schreckliche Gestalt zu sehen. Und ehe es die drei ahnen, sind sie mitten in einem neuen Fall... ("Der Fluch der Sheldon Street")
Dass er plötzlich um Autogramme gebeten wird, überrascht Peter vollkommen. Da ist es nicht verwunderlich, dass er vor seinen Freunden mit der Bekanntschaft von dem süßen Mädchen angibt. Als er jedoch merkwürdige Briefe bekommt, verwandelt sich sein Hochgefühl in einen Albtraum... ("Fremder Freund")
Grafittis bedecken seit neuestem einige Fassaden in Rocky Beach, doch die seltsamen Zeichen sehen so gar nicht nach dem üblichen Geschmiere aus. Bob versucht sie zu entziffern und entdeckt tatsächlich Hinweise, die ihn zu einer alten Ritterlegende führen ("Im Zeichen der Ritter")

Drei mal der selbe Tag - drei völlig unterschiedliche Fälle. "Die drei ??? und der dreiTag", ein Special der berühmten Hörspielserie, spielt mit dem Zufall und zeigt, welch kleine Entscheidungen großen Einfluss auf den weiteren Verlauf im Leben von Justus, Peter und Bob haben können. Drei Fälle sind in der Box enthalten, jeder legt den Schwerpunkt auf einen anderen der Detektive. Die Anfangsszene ist immer die gleiche: Die drei ??? sitzen in einem Café und schreiben einen Bericht zu ihrem vorigen Fall, und dann kommt der Zufall ins Spiel. Je nachdem, wer eine Cola wohin geschüttet hat, treffen die drei ??? andere Charaktere oder sehen Dinge anders und werden so auf drei völlig unterschiedliche Fälle geführt. Doch einige Ereignisse bleiben immer gleich, beispielsweise zieht jeden Tag zur gleichen Zeit ein heftiges Unwetter über Rocky Beach. Wunderbar ist auch das Auftauchen einer gewissen Georgina, in allen drei Fällen, die Freunden von Detektivhörspielen durchaus bekannt vorkommen dürfte. Kleinigkeiten, die in anderen Fällen entscheidend sind, werden nebenbei abgehandelt und finden zwar statt, haben aber keine weitreichenden Konsequenzen mehr - ein witziges und unterhaltsames Gedankenspiel.
Hinzu kommt, dass die drei Fälle ebenfalls wirklich gelungen sind. Justus' Version des Tages hat des Titel "Der Fluch der Sheldon Street" und beschäftigt sich mit organisiertem Verbrechen. Ein einfacher alter Film bringt sie auf die Spur, die sie einigen gefährlichen Situationen aussetzt und in der viele Charaktere bis kurz vor Schluss völlig undurchsichtig scheinen. Sehr spannend und sehr geschickt erzählt.
Peters Tag heißt "Fremder Freund" und beschert ihm neben einem leckeren Schokoladenkuchen einen Stalker. Dieses ernste Thema wird gut behandelt, doch auch ein großer Schuss Humor hat hier seinen Platz. Ein Detektivcasting stellt in mehreren Mini-Szenen, die teilweise nur aus einem Satz bestehen, ein Highlight der Folge dar - und auch Georgina taucht hier wieder auf. Hier geht es nicht um Verbrechen im großen Stil, sondern um die Gefahr und die Bedrohung, die von einem einzigen, psychisch labilen Mann ausgehen kann. Eine recht außergewöhnliche Folge, aber sehr gelungen.
Bob blüht in "Im Zeichen der Ritter" auf, denn hier gilt es, viele Fakten zusammenzutragen und Geheimnisse aus der Vergangenheit aufzudecken. Die alte Legende rund um die geheimnisvollen Ritter wird sher gut in die Gegenwart übertragen und sorgt dort für einen spannenden und kurzweiligen Fall. Besonders das merkwürdige Verhalten einiger Mitmenschen ist sehr gut dargestellt. Ein fast schon klassischer Fall für die drei Detektive, ebenfalls spannend und unterhaltsam erzählt.
Dieses Special ist mehr als gelungen, nicht nur weil drei wirklich spannende Fälle erzählt werden, sondern auch weil diese so interessant verknüpft sind, ohne wirklich aufeinander angewiesen zu sein. Sehr empfehlenswert!

Bei gleich drei Fällen gibt es natürlich eine Vielzahl von Sprechern, die sich nur teilweise überschneiden. Steffi Kirchberger, Dirk Bach, Luise Helm, Patrick Bach, Bastian Pastewka, Maud Ackermann und Ernst H. Hilbich sind nur einige der extrem gut besetzten Liste. Im Fall auf der Sheldon Street hat mich Marion Elskis als Tanya Sullivan überzeugt, da sie eine ihrer unzähligen Facetten gekonnt und pointiert präsentiert hat. In "Fremder Freund" kann Gerrit Schmidt-Foss begeistern, sehr variabel und vielfältig sein Auftreten, sehr überzeugend seine sprecherischen Qualitäten. Der wunderbare Douglas Welbat spricht in der dritten Folge den Officer Flann Doyle und kann seine einzigartige Stimme wieder gekonnt zum Einsatz bringen. Natürlich dürfen auch die Stammsprecher nicht fehlen, Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczek, Andreas Fröhlich, Karin Lieneweg, Hans Meinhardt und Thomas Fritsch geben wie immer ein tolles Gespann ab.

Eine besondere Folge - die akustische Untermalung der Geschichten ist im Großen und Ganzen aber dem Rest der Serie treu geblieben. So bekommt man wieder stimmungsvolle und kurzweilige Musik zu Ohr, die von glaubhaften und sinnvoll platzierten Geräuschen unterstützt werden, um die drei Geschichten auszustatten. Gut gefallen haben mir die Übergänge beim Detektivcasting, mit wenig Mitteln wurde hier viel erreicht.

Wie auch bei anderen Dreifach-Folgen der Serie werden die CDs in einem Pappscuber geliefert, jede noch einmal einzeln in einer Extra-Hülle samt dem kleinen Booklet. Dabei hätte man das Beiheft zur Sonderfolge etwas besser ausstatten können, insgesamt überzeugt aber auch hier die schlichte Aufmachung. Witziges Detail: Legt man die Bilder der drei Cover aneinander, ensteht das Titelbild der Box. Hier werden verschiedene Themen aus dem Hörspiel verarbeitet, was einem erst nach dem Hören so richtig auffällt.

Fazit: Drei wirklich tolle Fälle der drei ???, die schon allein sehr gut wären, zusammen aber einen ganz besonderen Reiz bieten. Das Zusammenspiel von Kleinigkeiten und Gags funktioniert wunderbar.

VÖ: 1. Oktober 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886976866624

 

Die drei ??? - 141. und die Fußball-Falle

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Erster Eindruck: Fußballer im Kunstfieber

Ein neuer Fall für Justus, Peter und Bob: In Rocky Beach trainiert eine Fußballmannschaft rund um den berühmten Spieler Jeffrey Seaman. Doch immer wieder stören Zwischenfälle das Training. Spätestens, als ägyptische Götter wieder auf der Erde wandeln, wird den drei ??? der Ernst der Lage bewusst...

Gleichzeitig mit der tollen und überraschenden Sonderfolge rund um den dreiTag erscheint auch die 141. reguläre Folge der Kult-Serie "Die drei ???", die einen interessanten Themenmix bietet. Natürlich geht es, wie Titel und Cover zu entnehmen ist, um Fußball, das jedoch nur am Rande. Auch ein wenig ägyptische Mythologie wird mit eingeflochten, sodass die Folge auch gut von Leuten gehört werden kann, die mit Sport-Folgen ansonsten nicht allzu viel anfangen können. Eine interessante Mischung, die mir gut gefallen hat und besser zusammen passt, als man auf den ersten Blick denken mag. Die Geschichte an sich ist eigentlich eine klassische Detektivgeschichte und recht gut erzählt, das sich steigernde Tempo vom gemächlichen Anfang bis zum spannenden Ende gefällt. Der Fall hinter der Folge ist dann aber nicht ganz so kreativ und setzt sich aus vielen Motiven aus bisherigen Folgen zusammen, sodass immer wieder der Eindruck entsteht, die Geschichte bereits einmal gehört zu haben. Das Ende kommt dann für den geübten Hörer auch nicht ganz so überraschend. Keine schlechte Folge, aber auch keine in der Spitzenklasse, sondern solides Mittelmaß.

Jeffrey Seaman wird von Daniel Welbat gesprochen, der eine prägnante Stimme hat. Diese setzt er gut ein und kann eine durchweg glaubhafte Darstellung des Fußballspielers abliefern. Patrick Bach ist als Eric mit dabei, auch er schafft es wieder, seine Rolle glaubhaft und den Situationen angepasst darzustellen. Erzähler Thomas Fritsch sorgt in seinen Passagen immer wieder für zusätzliche Spannung, was ihm hörbar Freude bereitet. Weitere Sprecher sind Oliver Böttcher, Achim Schülke und Hilla Fitzen.

Hier bekommt man recht viel Musik zu Ohr, mehr als in vielen anderen ???-Folgen. Die so geschaffene Atmosphäre passt wunderbar zu der Folge mit ihren zahlreichen Themen und wirkt stimmig wie kurzweilig. Auch an den Geräuschen gibt es mal wieder nichts zu bemängeln, sie sind treffend wie immer eingefügt.

Natürlich ist auf dem Cover im typischen Stil der Serie auf das Fußball-Thema angespielt, ein sichtlich gehetzter Spieler eilt durch einen Tunnel. Warum für das eher nebensächliche Thema sowohl im Titel als auch auf dm Cover so viel Wichtigkeit eingeräumt wird, bleibt aber wohl das größte Rätsel der Folge. Ansonsten ist die Aufmachung schlicht und übersichtlich wie immer.

Fazit: Die Geschichte entwickelt sich mit zunehmenden Tempo, kann aber die vielen bekannten Motive nicht verleugnen. Eine Folge, die für zwischendurch geeignet ist.

VÖ: 1. Oktober 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014122


Die drei ??? - 140. Stadt der Vampire



Erster Eindruck: Beißerchen in der Kleinstadt

Auf der Suche nach ein paar erholsamen Tagen ohne Detektivstress landen Justus, Peter und Bob und in der kleinen Stadt Yonderwood. Doch die Straßen sind wie ausgestorben, viele Menschen sind geflohen. Ein blutrünstiger Vampir soll die Stadt unsicher machen und schon etliche Menschen angegriffen haben. Die drei ??? wollen das nicht so recht glauben...

Vampire gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Fantasiefiguren überhaupt - unzählige Bücher, Filme und auch Hörspiele beschäftigen sich mit dem Thema, das momentan einen erneuten Hype gefunden hat. Warum also nicht auch in einem Krimihörspiel über Vampire erzählen? So nun geschehen bei den kultigen drei ???, die sich der Aufklärung eines Vampirmythos gewidmet haben. Der wie immer unterhaltsame und lockere Anfang nimmt bald an Fahrt auf, als die drei in Yonderwood ankommen und dort das erste mal von dem angeblichen Blutsauger erfahren. In typischer Manier der Folge wird nun ermittelt, ausgeschlossen, falsche Fährten gelegt, bis sich alles zu einem sinnvollen und interessanten Bild zusammenfügt. Das Thema wirkt hier frisch und unverbraucht und verleiht der Folge nicht nur etwas außergewöhnliches für die Serie, sondern auch zusätzliche Spannung. Ein Hörspiel, welches mir richtig gut gefallen hat und die erneute Stärke der Serie betont.

Die Sprecherauswahl liest sich wieder sehr flüssig, viele bekannte und beliebte Namen lassen sich hier finden. So ist beispielsweise Annabelle Krieg als Mary Stamper zu hören und lässt ihre warme Stimme mit sehr genauer Betonung lebendig klingen. Eckehard Dux ist als Jonathan Black zu hören, mit harter Aussprache und seinem einzigartigen Klang hinterlässt er einen intensiven Eindruck beim Hörer. Steffi Kirchberger hat einen kurzen Auftritt als Klara Kowalski und bestreitet diesen tadellos. Weitere Sprecher sind unter anderem Lili Drager, Klaus Dittmann und Gerd Baltus.

Die musikalische Gestaltung ist hier gut gelungen. Zwar schallen auch schon bekannte Melodien aus den Boxen, die schon in anderen Produktionen eingesetzt wurden, insgesamt ist die Musikauswahl aber gut gelungen und an die jeweiligen Stimmungen angepasst. Die Geräusche sind wie immer hervorragend eingefügt und klingen sehr realistisch.

Wunderbar auch das Cover. Im Hintergrund sieht man die kleine Stadt, vom Vollmond beschienen, während eine riesige Fledermaus schattenhaft vorbeifliegt. Sehr stimmungsvoll und düster, trotzdem noch im unverkennbaren Stil der Serie. Die restliche Gestaltung ist wie immer übersichtlich, die Trackauflistung auf der Rückseite ist hilfreich.

Fazit: Das Thema ist für die Serie recht neu und unverbraucht und hat interessante Aspekte hinzugefügt, die diese Folge unterhaltsam machen.

VÖ: 20. August 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886974 414025


Die drei ??? - 139. Das Geheimnis der Diva



Erster Eindruck: Viel Theater

Fälschlicherweise verkaufte Theaterkulissen führen Justus, Peter und Bob zu ihrem neuesten Fall: In der Laienspielgruppe von Rocky Beach gehen seltsame Dinge vor sich, ein Phantom scheint ihnen das Leben schwer machen zu wollen. Dabei steht doch der Besuch der berühmten Schauspielerin Helena Darraz kurz bevor, die in ihre Heimatstadt zurückkehren will...

In den bisherigen Folgen der Kult-Krimi-Reihe "Die drei ???" wurde auch immer mal wieder auf Themen berühmter Geschichten zurückgegriffen, und auch die 139. Folge erinnert in Grundzügen an ein äußerst erfolgreiches Musical. Allerdings auch wirklich nur in Grundzügen, denn die eingeschlagene Richtung ist eine gänzlich andere. Ein fast schon klassischer Fall für die drei ??? ist herausgekommen, samt diverser falscher Spuren, typischen Verbrechen und interessanten Auflösungen. Denn nachdem der eigentliche Fall gelöst ist, kommt quasi als Sahnehäubchen noch eine Überraschung hinzu, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Ganz schön viel Stoff für eine Folge, und tatsächlich kommt zu keiner Zeit Leerlauf auf. Vielmehr wird in angenehmen Tempo eine unterhaltsame und stellenweise spannende Geschichte erzählt, die von dem guten Ansatz eine sinnige Fortführung erlebt, nur teilweise etwas konstruiert wirkt. Auch die langen Gespräche gegen Ende wirken nach einem Aha-Effekt zu ausführlich und langwierig.

Ingrid Andree ist als Helena Darraz zu hören und wirkt wunderbar abgehoben und divenhaft, sie bringt ordentlich Pfeffer in die Handlung. Sehr gut sind auch die Sprecher der Laienschauspieler, beispielsweise Celine Fontanges, die während der Bühnenszenen extra hölzern sprechen, um einen glaubhaften Eindruck zu hinterlassen. Einen überraschenden Auftritt am Ende hat Sabine Hahn, bei dem sie durch und durch sympathisch wirkt. Weitere Sprecher sind Sascha Rotermund, Tilman Madaus und Tim Kreuer.

Die Musik ist dieses mal gut gelungen, thematisch passend wird die Geschichte mit angenehm zu hörenden Titeln untermalt. Hier wird auf die jeweilige Situation eingegangen. Die Geräusche sind wie immer hervorragend, sehr glaubwürdig und an den richtigen Stellen platziert setzen sie akkustische Akzente.

Die schauerliche Maske des Phantoms, ein beringter Handschuh, dazu der obligatorische Theatervorhang - das Titelbild greift einige Themen der Handlung auf und ist nett anzuschauen. Zudem kann es die nötige Aufmerksamkeit erzeugen, um im prall gefüllten Hörspielregal nicht unter zu gehen.

Fazit: Vielleicht nicht eine der besten Folge der drei ??? aber mit interessantem Ausgangspunkt, sinnvoller Geschichte und überraschenden Auflösungen, aber kleineren Mängeln.

VÖ: 9. Juli 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886974413929


Die drei ??? - 138. Die geheime Treppe



Erster Eindruck: Codeknacken für Fortgeschrittene

Bei der Suche nach Peters Wagenschlüssel stoßen die drei ??? auf ein einsames Haus am Strand und entdecken schnell, dass dort jemand gefangen gehalten wird. Doch warum Davy Swann plötzlich freigelassen wird, kann sich keiner so recht erklären. Erst als sie Davys Arbeit an der Universität unter die Lupe nehmen, bekommen sie eine erste Spur...

Ein paar mysteriöse Andeutungen, scheinbar unzusammenhängende Begriffe, geheimnisvolle Worte - die drei ??? bekommen es in letzter Zeit wieder vermehrt mit verschlüsselten Botschaften zu tun. So auch in der mittlerweile 138. Folge mit dem Titel "Die geheime Treppe". Leider hat sich dieses Schema schon etwas abgenutzt und birgt weder große Spannung noch sonderlich viel Überraschung, ist aber wenigstens nicht sonderlich in die Länge gezogen geschildert. Abgesehen davon bietet sich eine solide Folge für die drei Juniordetektive an, der einem mächtigen Geheimbund auf die Spur kommt. Anfangs zeigt sich alles noch recht harmlos, auch wenn man lobenswerterweise schon wenige Augenblicke nach Beginn in den Fall startet. Aber Davy Swann Befreiung geht recht zügig, fast schon unspektakulär über die Bühne, sodass man sicher sein kann, dass noch mehr hinter dem Fall steckt. Und recherchieren sich die drei durch die Fakten hindurch, stellen Vermutungen an und verwerfen diese wieder - was allesamt recht unterhaltsam und kurzweilig ist. Das aufklärende Ende bietet zwar nicht sonderlich viele überraschende Wendungen, lässt aber alle Ereignisse in einem glaubwürdigen Licht erscheinen. Eine Folge, die nicht zu den besten gehört, aber immer noch recht unterhaltsam ist.

Thorsten Sense ist in der wichtigen Rolle des Davy Swann zu hören und fügt sich mit seiner sympathischen Art sehr gut in den Hauptcast ein. Craig Holden, ein zwielichtiger Geselle, wird von Gerhard Olschewski gesprochen, mit harter Aussprache und prägnanter Betonung kann er seinen Charakter gut darstellen. Und Thomas Fritsch gibt mal wieder einen wunderbaren Erzähler ab, dessen spannungsgeladene Stimme die Passagen wieder hervorragend gestaltet. Natürlich dürfen auch Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczek und Andreas Fröhlich nicht fehlen.

Akkustisch gesehen ist alles auf dem gleichen guten Standart wie in den vorherigen Folgen: glaubhafte Geräusche, einige wenige eingespielte Melodien, ansonsten Konzentration auf den Sprechern. Nur leider klingt Erzähler Thomas Fritsch des öfteren etwas dumpfer als die restlichen Stimmen, was einen leichten Störeffekt beim Zuhörer hervorruft.

Das Cover gefällt mir wieder sehr gut. Die Titel gebende geheime Treppe, umrahmt von Bücherregalen und alten Säulen, bekommt durch die Violett- und Orangefärbung sowie dem Schattenspiel einen mysteriösen Flair. Eine schöne Idee ist es immer noch, im Booklet schon mal das Titelbild zur nächsten Folge preiszugeben.

Fazit: Ein eher konventionell gestrickter Fall ohne große Überraschungen, aber kurzweilig und stimmungsvoll.

VÖ: 21. Mai 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 44138 2


Die drei ??? - 137. Pfad der Angst



Erster Eindruck: Ein hörendes Auge und zwei komische Brüder

Der exzentrische Forscher Matthew Granville ruft "die drei ???" zu einem neuen Fall. Ihm wurde das hörende Auge gestohlen, ein wertvolles Instrument, welches er momentan noch entwickelt. Doch er geizt mit Informationen, und auch sein Bruder Winston verhält sich nicht gerade kooperativ. Können Justus, Peter und Bob den Fall trotzdem klären?

Dass schwierige Rätsel und verschlüsselte Codes geknackt werden müssen, ist ja fast schon eine Tradition bei der Erfolgsserie "Die drei ???". In der 137. Folge "Pfad der Angst" geschieht dieses direkt am Anfang, denn ihr neuer Auftraggeber hat den Treffpunkt in einem Rätsel versteckt. Dies mag nicht so ganz zum Rest der Geschichte passen und wirkt wie ein vorgeschobenes Intro, doch danach kann man sich völlig auf die Geschichte einlassen. Wieder überzeugen die interessanten und plastischen Charaktere wie die verschrobenen Granville-Brüder. So wird die Geschichte noch unterhaltsamer gestaltet. Auch der Kern des Falles ist gut durchdacht, eine kleine aber gemeine Wendung lässt plötzlich alles in einem anderen Licht erscheinen. Allerdings wirkt das Tempo der Folge im Vergleich zu anderen Geschichten der drei Juniordetektive ein wenig gedrosselt, was ich hier allerdings nicht wirklich als störend empfunden habe. Ein interessantes Thema, eine überraschende Wendung und natürlich die wunderbaren Charaktere machen auch "Pfad der Angst" zu einer hörenswerten Folge der "drei ???".

Matthew Granville wird von Uwe Friedrichsen gesprochen, der ihn ein wenig durchgeknallt wirken lässt. Eine sehr gute Performance! Wunderbar ist der grandiose Christian Rode als Winston Granville, sehr grantig, sehr abweisend und sehr intensiv gesprochen. In einer kleinen Gastrolle ist der Schauspieler Tetje Mierendorf zu hören, der einen guten Eindruck hinterlässt. Weitere Sprecher sind Konstantin Graudus, Michael Brennicke und Wilhelm Wieben - im übrigen spricht in dieser Folge keine einzige Frau mit.

Die akkustische Gestaltung ist weiterhin so solide wie in den Vorgängerfolgen. Die Musik, die teilweise aus Archiven tammt, ist zwar nicht immer genau passend, aber sehr charmant und auflockernd. Die Geräusche hingegen sind wieder auf absolut hohem Niveau und verleihen der Geschichte mehr Tiefe.

Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Ein schwarzer Schattenriss mit einem merkwürdigen technischen Gerät vor dem Hintergrund einer Wüstenlandschaft. Ein interessanter Blickfang, der von dem typischen schwarzen Rahmen der Serie umrandet wird. Das Innere bietet wie immer neben den üblichen Informationen schon einmal einen Ausblick auf die nächste Folge.

Fazit: Wegen der interessanten Charaktere und einer ungewöhnlichen Situation für Justus, Peter und Bob kann man mit "Pfad der Angst" sehr zufrieden sein.

VÖ: 12. März 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 44137 2


Die drei ??? - 136. und das versunkene Dorf



Erster Eindruck: Lichter um Wasser

Die drei ??? werden zu einem neuen Fall in ein kleines Bergdorf gerufen: Der junge Darren Duff hat gespenstische Lichter im nahe gelegenen See beobachet. Schon bei ihrer Anreise sind Justus, Peter und Bob mitten im Geschehen, als sich ein alter Mann in das Wasser stürzen will...

Im Gegensatz zu den drei wohl berühmtesten Juniordetektiven "Die dei ???" erfährt der Hörer schon im Titel der 136. Folge, dass der Fall irgendetwas mit einem versunkenen Dorf zu tun hat. Schade, dass diese Überraschung dem Hörer verwährt bleibt, denn so kann man sich schnell einige Sachen zusammenreimen. Die Auflösung ist zwar nicht von Anfang an klar, dennoch hat man ständig das Gefühl, Justus, Peter und Bob fünf Minuen voraus zu sein. Dabei ist der Hintergrund der Geschichte eigenlich recht interessant, das Ermitteln in einer längst vergangenen Situation passt gut dazu. Der Verlauf, der durchaus die eine oder andere Gefahr für die drei ??? birgt und die eingeschworene kleine Dorfgemeinschaft sind gut aufgebaut. Der Tauchgang von Peter und Bob ist sehr stimmungsvoll gestaltet und sicherlich der Höhepunkt der Folge. Es gab sicherlich schon viele bessere Fälle, trotzdem ist dieser keineswegs schlecht und hat einige schöne Momente.

Jesse Grimm spricht Darren Duff, den Jungen, der die drei ??? zur Hilfe ruft. Mit seiner recht lockeren Art passt er gut zu dem Detektivtrio, auch Betonung und Aussprache wirken glaubhaft. Rolf Becker wirkt als Joe Wilcox ziemlich missmutig und liefert eine gute Vorstellung ab. Als Joan, die eine wichtige Rolle in der Folge einimmt, ist Christine Pappert zu hören, auch sie überzeugt mit einer grundsoliden Aussprache. Weitere Sprecher sind unter anderem Heinz Lieven, Barbara Focke und Elke Reissert.

Musikalisch bewegt sich diese Folge auf dem selben soliden Niveau wie die Vorgänger. Zwar passt nicht jede eingesetzte Melodie haargenau zu den Szenen, insgesamt wird aber ein sehr stimmiges Bild abgeliefert. Besonders der Tauchgang von Peter und Bob ist gut umgesetzt worden und liefert unheimliche Stimmung.

Auch das Coverbild verrät mir persönlich zu viel vom Inhalt der Folge, denn direkt sieht man das geflutete Dorf. Dieses ist dafür in Grüntönen gut in Szene gesetzt worden und wirkt auf potenzielle Käufer sicherlich ansprechend. Im Inneren darf ein Hinweis auf die neue Live-DVD der letzten Tour nicht fehlen.

Fazit: Etwas vorhersehbar, stimmungsvolle Szenen - bei diesem Fall reicht es zwar nicht zur völligen Begeisterung, aber dennoch zu einem wohlwollenden Kopfnicken.

VÖ: 5. Feburar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 44136 2


Die drei ??? - 135. Fluch des Piraten



Erster Eindruck: Auf der Spur des Schatzes

Von ihrer Detektivkollegin Althena bekommen die drei ??? in einer wilden Verfolgungsjagd eine Fotokamera zugespielt, danach verschwindet die Jungdetektivin spurlos. Schnell vermutet Justus, dass sich die darauf gespeicherten Fotos mit dem aktuellen Fall von Althena beschäftigen. Besonders das Bild eines Piratenschiffes weckt seine Aufmerksamkeit...

Das ziemlich plötzliche Auftauchen und das ebensp plötzliche Verschwinden einer alten Freundin ist der Anfang der 135. Folge von "Die drei ???". Und diese ist insgesamt ziemlich konventionell geworden: Ein Rätsel, das scheinbar unlösbar scheint und aus mehreren unzusammenhängenden Teilen besteht führt die drei ??? auf die Spur, es geht um einen verlorenen Schatz, bietet einige atmosphärische Abschnitte und besticht am Ende durch einen kleinen eingebauten Kniff, der viele Dinge in ein anderes Licht rückt und einen überraschenden Täter aufdeckt. Dies alles sind Themen, die man schon aus vielen anderen Folgen kennt und die dort gut funktioniert haben. Das ist auch hier der Fall, die einzelnen Elemente greifen gut ineinander und ergeben einen glaubhaften, teilweise recht spannenden Fall mit einer sinnigen Auflösung. Einige der spannungsgeladenen Szenen sind wieder intensiv umgesetzt worden, nur überraschend ist die Folge nun mal nicht. Auch ist der Titel leicht irreführend, denn mit einer wilden Piratengeschichte, die er vermuten lässt, hat der Fall überhaupt nichts zu tun. Trotzdem habe ich gern zugehört, was jeder Fan der Serie genauso sehen wird.

Als Althena ist dieses mal mit Steffi Kirchberger besetzt, die das junge Mädchen sehr dynamisch spricht und gut darstellt. Traudel Sperber ist als freundliche ältere Dame Max zu hören, die den dreien einen wichtigen Hinweis gibt. Ihre kurze Szene ist aufgrund der tollen Darbietung ein Highlight der Folge. Peter Striebeck zeigt als Liolotta einmal mehr sein Talent für fiese Rollen und sorgt für spannende Momente. Außerdem darf man noch Gerhart Hinze, Rosemarie Wohlbauer und Konstanze Ulmer lauschen.

Auffällig viele Musikstücke stammen dieses mal aus dem umfangreichen Archiv von Europa und sind aus vielen anderen Produktionen bekannt. Dies ergibt einen herrlich nostalgischen Effekt, der mit einigen moderneren Stücken auch in der heutigen Zeit gut funktioniert und die Dialoge gut ausstattet.

Das beeindruckende Piratenschiff ist das Covermotiv dieser Folge und wird mit einigen stimmungsvollen Details vor der Sonnenuntergangsstimmung gut in Position gerückt. Viel Flair wird hier verstrahlt. Der typische und zum Markenzeichen gewordene Rahmen ergänzt dies wie immer gekonnt.

Fazit: Sicherlich keine überraschende oder außergewöhnliche Folge, aber gut zusammengestellt und durchaus spannend.

VÖ: 27. November 2009
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 44135 2


Die drei ??? - 134. Der tote Mönch



Erster Eindruck: Unheimliche Geistererscheinung oder billiger Trick?

Eines Abends begegnen Justus, Peter und Bob dem völlig verstörten Lo Wang, der als Gärtner bei der netten älteren Dame Christine angestellt ist. Ein Unbekannter versetzt ihn in Angst und Schrecken, indem er ihm von einem toten Mönch erzählt, der auf dem Anwesen nach Rache sucht. Können die drei ??? den Fall aufklären?

Eine rüstige ältere Dame, eine Geistererscheinung und ein unterirdisches Gangsystem - bewährte Themen in der Serie "Die drei ???", die sich alle drei in der 134. Folge "Der tote Mönch" wieder finden lassen. Kein Wunder also, das auch die Geschichte um den spukenden Gesit und die nette alte Dame Hörern der Serie irgendwie bekannt vorkommt. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn das in der 134. Folge alles immer noch vollkommen neu und unverbraucht ist, dürfte keinen wirklich verwundern - und keiner wirklich erwarten. Sieht man hierüber hinweg merkt man, dass die Folge eigentlich gar nicht so übel ist. Der Hintergrund des Falles ist gut durchdacht und in sich logisch aufgebaut, einige spannende Stellen bilden Highlights in den Ermittlungen, die Figuren sind gut dargestellt und wachsen einem schnell ans Herz, während das Detektivtrio wieder in Hochform ist. "Der tote Mönch" mag keine sonderlich starke Folge sein, kurzweilige Unterhaltung bietet sie aber allemal.

Inken Sommer beweist hier einmal mehr, welch eine herausragende Sprecherin sie ist. Als Christine klingt sie nicht nur sehr warmherzig und gutmütig, sondern ist mit ihrer dynamischen Sprechweise auch sehr präsent. Dae Joon Yoo ist als Lo Wang zwar nicht ganz so häufig zu hören, stellt seinen Charakter aber mit viel Engagement dar. Sehr gefallen hat mir dieses mal Wolfgang Pampel als Anthony Hearst. Auch Gustav-Adolph Artz, Holger Mahlich und Konstantin Graudus sind zu hören.

Die Musik und die Atmosphäre können wieder vollkommen überzeugen. Abwechslungsreiche Arrangements, die nie zu aufdringlich sind, prägen das Bild der Serie, die durch ausgewählte glaubhafte Geräusche unterstützt werden. Das hat sich bewährt und funktioniert auch in der 134. Folge.

Ein wirklich wunderbares Bild ziert das Cover der Folge. Der unheimliche Mönch, wie er aus einem unterirdischen Raum komt, gehalten in düsteren Gelb- und Violetttönen - sehr stimmungsvoll und atmosphärisch. Auch der Rest der Aufmachung ist insgesamt gelungen.

Fazit: Mit Sicherheit nicht die beste aller Folgen, aber immer noch unterhaltsam und mit dem typischen Flair der Serie ausgestattet.


Die drei ??? - 133. Fels der Dämonen



Erster Eindruck: Abenteuer am Strand

Ein paar Tage an einem einsamen, abgelegenen Strand verbringen um sich vom Detektivstress zu erholen - mehr wollen Justus, Peter und Bob gar nicht. Doch schon vor ihrer Ankunft macht der junge Eddy ihnen einen Strich durch die Rechnung, er glaubt einen Zwerg gesehen zu haben. Als die drei beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen, begeben sie sich in große Gefahr...

Erholung suchen und stattdessen einen neuen Fall finden - wie sollte es auch anders laufen in der 133. Folge des beliebten Detektivtrios? Und siehe da - zumindestens für den Hörer hat sich der Ausflug der drei ??? definitiv gelohnt, denn er ist die Basis für eine sehr spannende und abwechslungsreiche Folge. Immer wieder geraten die drei in neue, gefährliche Situationen, wobei das Tempo der Folge trotz einer Laufzeit von über einer Stunde recht schnell ist - Langeweile kommt also definitiv nicht auf. Besonders gefallen hat mir, dass der Hörer fast die ganze Folge über aufs Glatteis geführt wird, die Auflösung ist dann doch eine andere als man erwartet hätte. Dieser geschickte Schachzug ergibt zusammen mit einer wirklich spannenden Handlung, der düsteren Atmosphäre in einem unterirdischen Höhlenlabyrinth und der ständig lauernden Gefahr eine sehr starke Folge, die alle Fans der Reihe überzeugen dürfte.

Zu einem guten Hörspiel gehören auch immer gute Sprecher, und diese geben natürlich auch hier ihr Bestes. Lukas Sperber sorgt mit seiner Darstellung des Eddy für einen gelungenen Einstieg in die Handlung, indem er den verängstigten Jungen sehr intensiv darstellt. Eberhard Haar spricht den fiesen Bandenchef und lässt ihn mit einer harten Aussprache sehr realistisch klingen. Herorragend ist auch wieder Thomas Fritsch als Erzähler, dessen einprägsame Stimme immer präsent ist und die Aufmerksamkeit aufrecht erhält. Weitere Sprecher sind Fabian Harloff, Lutz Harder und Dietmar Mues.

Seit die Musik für die Hörspiele über Justus, Peter und Bob unter anderem von Christian Hagitte und Simon Berteling stammt, wirkt alles sehr stimmig und auf das Hörspiel zugeschnitten. Nur am Ende springt ein eher elektronisches Stück aus der Reihe und mag sich nicht so recht einfügen. Dafür ist die düstere Stimmung in den unterirdischen Gängen umso besser eingefangen worden.

Eine typische Covergestaltung ist für diese Folge geschaffen worden. Ein finsterer Fels, dazu ein dämonisch kauerndes Wesen vor der Idylle des Sandstrandes. Schön anzusehen - aber leider nur bedingt mit der Handlung in Einklang zu bringen. Auch der Folgentitel hätte besser gewählt werden können.

Fazit: Eine sehr spannende Folge für die drei Juniordetektive, die besonders mit den vielen Wendungen und einer tollen Atmosphäre überzeugen kann.


Die drei ??? - 132. Spuk im Netz



Erster Eindruck: Uranus und Andromeda

Die Leiterin der Bibliothek von Rocky Beach, Miss Bannett , ist verschwunden. Ihre beiden Gehilfinnen bitten Justus, Peter und Bob um ihre Mithilfe. Doch die Suche auf ihrem Computer bleibt ergebnislos, alle Daten scheinen gelöscht. Erst als sie das Haus von Miss Bannett durchsuchen, stoßen sie auf einen Hinweis, der sie tief ins Reich der Astronomie führt...

"Spuk im Netz" ist kein wirklich glücklicher Titel für die 132. Folge der beliebten "Die drei ???"-Hörspielreihe, denn mit merkwürdigen Begebenheiten im Internet hat diese Folge nur am Rande zu tun. Viel mehr dreht sich vieles um Astronomie und damit verbunden auch die griechische Sagenwelt. Diese interessante Kombination ist eingebettet in einen wirklich guten Fall für Justus Peter und Bob, der einige echte Innovationen bringt. Denn lange Zeit ist nicht klar, ob wirklich ein Verbrechen stattgefunden hat. Hinzu kommt, dass der Fall alles andere als durchsichtig ist, bis zum Schluss kann man miträtseln, was mit Mrs. Bannett geschehen ist und wie die ganzen Fakten zusammenhängen. Besonders stimmungsvoll sind die Szenen in einem alten Haus, in dem die drei Detektive der Lösung des Falles einen großen Schritt näher kommen. Hier sind viele Überraschungen eingebaut, die für Hörer noch einmal viel Spannung aufbauen. Insgesamt ist diese Folge recht undurchsichtig, viele Dinge wollen unter einen Hut gebracht werden, aber genau das macht sie auch so spannend und vielseitig. Hervorragend!

Auch die Sprecher sind - wie in jeder Folge der Serie - in Hochform und perfekt ausgewählt. Als Miss Bannett ist Renate Pichler zu hören, die es immer wieder schafft, ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Sehr gut gefallen hat mir Rhea Harder als Felicia Sparing, die ihre Rolle sehr intensiv wirken lässt. Auch Sky du Mont ist zu hören und beweist einmal mehr, dass er unsympathische Rollen unglaublich gut umsetzen kann. Weitere Sprecher sind unter anderem Andreas von der Meden, Sabine Hahn und Holger Mahlich.

Auch in Sachen Atmosphäre kann diese Folge der drei ??? überzeugen. Die Musik von Christian Hagitte und Simon Berteling ist abwechslungsreich und fängt die jeweiligen Stimmungen gut ein, die Geräusche sind wieder gut eingesetzt und runden die Sprechpassagen ab. Die letzten Szenen sind besonders atmosphärisch geworden.

Eine geisterhafte Hand, die aus einem Laptop zu greifen scheint - hier wurde mehr auf den Titel als auf den Inhalt der Folge eingegangen. Das mehrfach erwähnte Poster des Planeten Uranus wäre vielleicht die bessere Wahl für das Titelbild gewesen. Ansonsten wirkt die Aufmachung wieder sehr rund und stimmig.

Fazit: Eine gute, spannende und unterhaltsame Folge für die drei ??? wenn auch kein glanzvolles Highlight. Der Titel ist unglücklich gewählt weil die Folge nur kurz was mit Internet zu tun hat.


Die drei ??? - 131. Haus des Schreckens



Erster Eindruck: Eine Nacht in einem Geisterhaus…

Justus, Peter und Bob nehmen im Marriott House an einem Kriminalspiel teil, bei dem sich eine Gruppe von Menschen eine Nacht lang einschließen lässt und einen fiktiven Mord aufklären soll. Doch dann verschwindet eine der Personen spurlos und den drei ??? wird schnell klar, dass etwas schief läuft. Denn jeder scheint hier ein Geheimnis zu haben selbst die drei Juniordetektive…

Wahre Innovationen sind wohl schwer zu finden, wenn man schon 130 Folgen einer Krimi-Hörspielserie produziert hat, denn irgendwann ist die Bandbreite an zumutbaren Verbrechen einmal aufgebraucht. So ist auch die Quintessenz der 131. Die drei ???-Folge nicht sonderlich überraschend. Doch der Rest der Folge entschädigt dieses mehrfach: Schon die Ausgangssituation ist sehr interessant und trägt die Spannung über die gesamte Laufzeit von immerhin 70 Minuten. Ganz zu Anfang ist sogar die Rolle, die Justus, Peter und Bob spielen ungeklärt, sodass der Hörer hier einiges zu knobeln hat. Interessant ist mal wieder die Gruppendynamik, die aufgrund der vielen Personen entsteht. Die verschiedenen Typen werden sehr gut herausgearbeitet und erschweren die Ermittlungen der Juniordetektive immer wieder. Ganz besonders gut gefallen hat mir aber die schaurige, bedrückende Atmosphäre, die so lange nicht mehr in einer ???-Folge stattgefunden hat. Da gibt es kleine Schockmomente, schreckliche Schreie und ganz viel gruselige Stimmungen. Herrlich, ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und halte diese Folge für eine der stärksten der letzten Zeit. So kann es sehr gern weitergehen!

Natürlich sind die Sprecher wieder hervorragend besetzt, sodass auch hier dem Genuss nichts im Wege steht. Unsympath Alexander Nolan wird von Wilfried Hochholdinger gesprochen, der immer wieder die Geduld der Teilnehmer auf die Probe stellt und seine Rolle optimal ausfüllt. Jack Lowell, der Besitzer von Marriott House und Initiator des Krimispiels, erklärt den Mythos des Hauses sehr eindringlich und stimmt so wunderbar auf das Kommende ein. Als Mary Parsley, einer älteren, leicht schreckhaften Dame, ist Karin Albrecht zu hören, die ihre Stimme leicht kratzig klingen lässt. Weitere Sprecher sind Henrike Fehrs, Jörg Gillner und Stefan Benson.

Die Musik ist wie immer gut umgesetzt und erfüllt das Hörspiel an den richtigen Stellen mit passenden Akzenten. Auch die Geräusche können wieder voll überzeugen und schaffen an den gruseligen Stellen zusammen mit den hervorragenden Sprechern eine tolle und dichte Atmosphäre.

Das Cover wirkt stilistisch leicht anders als andere Bilder der Serie, insgesamt ein wenig comichafter. Durch die Wellen an den Klippen hat es eine recht dynamische Wirkung, während das große und verschachtelte Haus zusammen mit dem Wolken verhangenen Vollmond viel von der genialen Atmosphäre transportiert. Im Inlay sind die Daten der kommenden Live-Tour zu finden.

Fazit: Eine der besten drei ??? Folgen der letzten Zeit! Die Atmosphäre ist so gut wie lange nicht mehr, hier passt einfach alles zusammen.


Die drei ??? - 130. Der Fluch des Drachen



Erster Eindruck: Eine Vase und ein Missgeschick

Als Überraschung für seine Verlobte möchte Thomas Hohnson eine wertvolle und seltene Ming-Vase auf dem Schrottplatz von Titus Jonas platzieren. Ungünstigerweise fällt die Vase auf den Boden, als Justus sie seinen Kameraden Peter und Bob zeigen will, und zerbricht in Stücke. Die drei suchen verzweifelt einen Ersatz, als ein alter Bekannter von ihnen auf dem Schrottplatz einbricht: Skinny Norris...

Wertvolle Kunstschätze sind ja schon öfters Thema bei den drei berühmtesten Satzzeichen Deutschlands gewesen, so auch in der nunmehr 130. Folge "Der Fluch des Drachen", in dem es um eine wertvolle Ming-Vase geht, die anscheinend etliche Interessenten auf den Plan ruft. Das Schöne an dieser Folge ist, dass nicht von Anfang an klar ist, was nun hinter allem stecken könnte, sodass durchaus Platz zum Miträtseln ist. Erst durch immer neue Hinweise kommt etwas Licht ins Dunkel - da stört es nur ein wenig, dass sich ein winziger Logikfehler eingebaut hat (denn schließlich dürften Künstler ihr selbst erschaffenes Werk recht schnell erkennen...) Auch das Ende bietet wieder einige Überraschungen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte, das Zusammenspiel der unterschiedlichen Figuren ist dabei wieder einzigartig geglückt. Trotz einer langen Laufzeit von 70 Minuten kommt keine Langeweile auf. Auch wenn der allerletzte Funke bei mir nicht überspringen wollte, die gute und solide Folge der beliebten drei ??? ist "Der Fluch des Drachen" allemal.

Gelobt sei an dieser Stelle noch einmal das wunderbare Stammensemble, die mit ihrer sympathischen und lockeren Art für eine angenehme Grundstimmung sorgen. Auch Erzähler Thomas Fritsch macht seine Sache wunderbar und gestaltet seine Passagen sehr lebendig. Mit dabei ist wieder Andreas von der Meden als Skinny Norris, dem Lieblingsfeind von Justus, der wieder herrlich berechnend wirkt, aber trotzdem an den Juniordetektiven scheitert. Als Gast ist Susanne Stangl als Hollywoodschauspielerin Beverly Leung dabei, die eine überzeugende Vorstellung abliefert. Weitere Sprecher sind Lutz Herkenrath, Sascha Rotermund und Robert Missler.

Dass das Update der Musik der Serie nur gut getan hat, tritt hier besonders deutlich ans Licht. Die schnelle Geigenmelodie, die das ein oder andere mal in den Szenenübergängen Verwendung findet, ist extrem mitreißend, ist zwar auffällig, fügt sich aber trotzdem gut in die atmosphärische Gestaltung der Folge ein. Auch die Geräusche sind wieder sehr gut eingefügt, und auch nach so vielen Folgen gefällt mir das Gekrächze von Papagei Blacky immer noch sehr gut.

Der weiße Drache scheint just in diesem Augenblick der Vase zu entsteigen - das ist das Titelmotiv der Folge. Zusammen mit dem Titel ergibt sich für den Zuhörer ein mystischer erster Eindruck, der im Laufe der Folge nicht gehalten wird. Das ist weiter nicht schlimm, gelungen und im Stil der restlichen Cover gehalten ist es allemal.

Fazit: Die positive Entwicklung der Serie setzt sich fort. Diese Folge ist vielleicht nicht so stark wie die direkten Vorgänger, aber immer noch guter Stoff von Justus, Peter und Bob.


Die drei ??? 129. SMS aus dem Grab



Erster Eindruck: Abenteuer in Ägypten

In den wenigen Habseligkeiten des verschwundenen Stadtstreichers Rubbish George finden Justus, Peter und Bob einen Brief, der zu einem gut gehüteten Geheimnis führen soll in Ägypten. Sofort machen sich die drei Hobbydetektive ins Land der Pyramiden. Doch bevor der Fall gelöst werden kann muss ein schwieriges Rätsel entschlüsselt werden, doch dann gerät Peter in große Gefahr…

Die drei ??? scheinen endgültig zu alter Stärke zurück gefunden zu haben, denn seit mehreren Folgen werden regelmäßig wahre Perlen der Serie veröffentlicht. Auch SMS aus dem Grab ist trotz fragwürdigem Titel beste Krimiunterhaltung. Mal wieder macht es die gelungene Mischung: Eine spannende Geschichte, ein verzwicktes Rätsel, das gelöst werden muss, gefährliche Situationen, eine gute Prise Humor und jede Menge Atmosphäre. Erfreulicherweise ist der Fall selbst für geübte ???-Hörer nicht allzu leicht zu durchschauen und bietet einiges Überraschungspotenzial. Eines muss noch erwähnt werden: Mit fast 80 Minuten Laufzeit ist diese Folge recht lang und damit auch entsprechend komplex, ein wenig Aufmerksamkeit ist also gefragt. Doch gerade das hat für mich einen weiteren Reiz gebildet, und somit war ich völlig zufrieden mit dem spannenden Hörerlebnis.

Mit Leyla taucht eine äußerst interessante Figur in einem Hörspiel auf: Sie ist stumm. Für die richtige Verständigung sorgt ein Sprachcomputer mit der Stimme von Saskia Weckler. Sie schafft eine gelungene Mischung aus menschlicher Wärme und technischem Computerklang, der durch Verzerrungseffekte gut unterstützt wird. Der phänomenale Utz Richter spricht den verwirrten Rubbish George und verlieht ihm mit seiner markanten Stimme Glaubwürdigkeit und Tiefe. Wolf Pahlke ist als aufdringlicher Taxifahrer eine gute Ergänzung des Ensembles, das auch aus Karin Lieneweg, Gosta Liptow und Abdul Kader-Diab besteht.

Neben schon bekannten Sounds wird passend zur Folge mit orientalischen Klängen ägyptische Stimmung erzeugt. Auch wenn diese Anpassungen der Musik nur minimal sind, erzeugen sie eine große Wirkung, die durch die eingesetzten Geräusche noch verstärkt wird. Doch trotz allem neuen wird natürlich der Grundgedanke, den Fokus auf den Sprechern zu lassen, nicht verändert.

Grelles Grün ist die beherrschende Farbe des Covers, unterbrochen von ebenso schrillen anderen Farben. Mir persönlich ist das etwas zu grell, zumal das Mysteriöse des Falles so nicht wirklich herausgearbeitet wird. Das schlichte Motiv hingegen gefällt mir gut. Im inneren findet sich noch der Plan der kommenden Tournee.

Fazit: Wieder eine absolut gelungene Folge von Justus, Peter und Bob, die sich auch Nicht-Fans ruhig einmal anhören dürfen.


Die drei ??? - 128. Schatten über Hollywood



Erster Eindruck: Spuk an den berühmtesten Buchstaben der Welt

Wegen einer Wette begeben sich Justus, Peter und Bob des nachts zum Hollywood-Schriftzug, dem Wahrzeichen der Filmeschmiede. Doch Peter sieht eine Frau in weißem Kleid von einem der Buchstaben stürzen. Ist es wirklich der Geist einer verstorbenen Schauspielerin? Daran möchte Justus nicht glauben, und so erhoffen sich die drei ??? Erkenntnisse aus einem Brief von Casey Wye. Doch dieser ist nicht vollständig...

Es scheint, die berühmte Serie über die drei ??? hat endgültig zu alter Stärke zurückgefunden! Denn nachdem die letzten paar Folgen schon komplett überzeugen konnten, ist auch "Schatten über Hollywood" eine Hammer-Folge! Schon die Eingangsszene an den großen Buchstaben ist gruselig und am Ende wirklich spannend, der Mittelteil mit der Jagd nach den restlichen Teilen des Briefs, in der sich die Geschichte der Casey Wye immer mehr offenbart. ist unterhaltsam und trotz der Dauer sehr kurzweilig, das Ende sehr überraschend und logisch aufgelöst. Dabei sticht wieder die Zusammenarbeit zwischen den drei Detektiven heraus, die nur als Trio perfekt funktionieren können und für so viel Unterhaltung sorgen. Was soll man da noch sagen außer: Alles richtig gemacht! Eine ganz klare Empfehlung für Krimifans.

Auch die Sprecherauswahl unterstreicht die Qualität dieser Folge. Toll ist Gosta Liptow als Oliver Taper, der es versteht, die Spannung zu steigern. Die einzigartige Gisela Trowe setzt ihre kratzige Stimme wieder in allen Lagen gekonnt und forciert ein. Ein Wiederhören mit Holger Mahlich alias Inspektor Cotta rundet das Ensemble wunderbar ab. Doch auch die anderen Gastsprecher wie Renate Pichler, Marek Erhardt und Holger Mahlich können da mithalten.

Eine wesentliche Verbesserung hat die Musik durchgemacht, seitdem Christian Hagitte und Simon Berteling von Stil dafür verantwortlich sind. Denn die beiden verstehen ihr Handwerk meisterlich und schaffen Neues, ohne den Stil der Serie zu verändern. Auch die neue Titelmelodie, die nun wesentlich entspannter und harmonischer ist, überzeugt mich mittlerweile vollkommen. Lobenwert zu erwähne ist auch das die Lautstärkenschwankungen die bei den letzten Folgen hin und wieder bemängelt wurden, hier gänzlich ausgemerzt worden sind

Auch das Cover wirkt wesentlich moderner, ohne zu sehr von den alten Illustrationen abzuweichen. Jedenfalls ist der beleuchtete Schriftzug mit dem Schatten auf dem H ebenso gelungen wie der hügelige Hintergrund. Auch die restliche Gestaltung wurde minimal überarbeitet, und diese wenigen neuen Elemente lassen es runder erscheinen.

Fazit: Die drei ??? ist Top-Form, die neben einer spannenden und schlüssigen Handlung noch tolle Musik und geniale Sprecher vorweisen kann.


Die drei ??? - 127. Schwarze Madonna



Erster Eindruck: Kunstdieben auf der Spur

Ein ganz normaler Tag in Rocky Beach, doch wieder stolpern Justus, Peter und Bob in ein neues Abenteuer, als die drei beobachten, wie ein Mann ins Meer gestoßen wird. Dieser berichtet später von der "schwarzen Madonna", und schnell stoßen die drei auf eine Serie von Kunstdiebstählen. Können die drei Detektive das Rätsel um die wertvolle Statue lösen können, die angeblich mit einem Fluch belastet ist?

Mit "Schwarze Madonna" ist die 127. Folge der Serie um die drei Juniordetektive mit einem Titel versehen worden, der große Erwartungen weckt. Die Suche nach der Statue, von der die drei ??? von einem verletzten Mann erfahren, der kurz darauf ins Koma fällt und somit keine weiteren Auskünfte mehr geben kann, bildet den Hauptteil der Geschichte, führt aber wie immer über einige Umwege. So wird der Ruf von Justus, Peter und Bob in Frage gestellt, und sogar eine Festnahme von einem der drei bekommen wir zu Ohr. Auch die Nebencharaktere in dieser Folge sind typisch für die Serie: Leicht verschroben, undurchsichtig, auch mal unfreundlich, aber immer glaubwürdig und gut in Szene gesetzt. Der große Showdown birgt wieder eine große Gefahr für das Detektivtrio, und somit ist eine rundum gelungene Folge der beliebten Serie entstanden, die fast wieder mit dem Ruhm der "alten Zeiten" glänzt und auch für alteingesessene Fans genügend neue Aspekte bringt, statt Bekanntes nur zu wiederholen.

Inspektor Cotta wird wieder von Holger Mahlich gesprochen, der den wohlgesonnenen Polizisten facettenreich und mit einer guten Mischung aus Strenge und Augenzwinkern spricht. Als Museumsdirektorin Mrs. Osborne hören wir Anja Nejarri, die die Frau herrlich unsympathisch und streng wirken lässt. Nur kurz zu hören, dafür umso lebhafter und intensiver, ist Susanne von Loessl als aufgebrachte Senora Gonzalez. Wie immer grandios sind Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich, die mit ihren lockeren Sprüchen spontan und glaubhaft wirken.

Bei der Musik ist wieder auf die Neukomposition von Christian Hagitte und Simon Berteling zurückgegriffen worden, der sich immer mehr im Ohr festsetzt und eine wirklich gute Wahl darstellt. Ansonsten wird die übliche Atmosphäre geboten, die eher schlicht gestaltet ist und nur mit einigen Geräuschen die Konzentration voll auf den Sprechern lässt.

Das Cover halte ich für äußerst gelungen. Die "schwarze Madonna" wirkt geheimnisvoll und irgendwie bedrohlich, der Hintergrund ist abwechslungsreich genug, ohne den Fokus von der Statue zu nehmen. Im Booklet finden wir wieder einige farblich passende Cover anderer Folgen und wie immer die üblichen Angaben, auch an eine Trackauflistung wurde wieder gedacht.

Fazit: Mit "Schwarze Madonna" wurde wieder eine sehr gute Folge der drei ??? vertont, die spannend und unterhaltsam ist. Nicht umsonst ist diese Serie eine der erfolgreichsten Hörspielproduktionen überhaupt.


Die drei ??? - 126. Schrecken aus dem Moor



Erster Eindruck: Zurück an alten Schauplätzen...

Im Steadman Museum, in dem Peter einen Job als Nachtwächter bekommen hat, liegt eine alte Leiche aus der Eisenzeit. Doch gerade, als der Rest der drei ??? Peter einen Besuch abstattet, erwacht die Leiche scheinbar zum Leben und wandelt durch das Museum. Doch auf den Monitoren der Videoüberwachung ist nichts zu sehen. Auch Museumsdirektor Dr. Chandler ist ratlos. Treibt wirklich ein ratsloser Geist sein Unwesen? Justus stößt auf geheimnisvolle Zeilen...

Aufmerksame Zuhörer der beliebten Detektivserie "Die drei ???" dürften in der neuen Folge "Schrecken aus dem Moor" aufhorchen, denn neben dem Museum aus Folge 86 taucht auch Professor Rosenberg wieder auf. Doch hauptsächlich haben es Justus, Peter und Bob mit gleich zwei Mysterien zu tun: Da wäre zum eine ein seltsames Gedicht vom Stifter des Museums, das Superhirn Justus beim Entschlüsseln auf eine harte Probe stellt. Aufsehen erregender ist da aber natürlich die Moorleiche, die scheinbar zu neuem Leben erwacht und besonders Peter fast in den Wahnsinn treibt. Die Ermittlungen in dem Fall sind natürlich wieder ganz im Stil der Serie, und somit wird Fans zwar nichts furchtbar Innovatives geboten, aber dafür durchaus gut gemachte und spannende Unterhaltung.

Als Dr. Chandler ist Wolf Pahlke zu hören, der eine absolut überzeugende und glaubhafte Darstellung des Museumsdirektors abliefert. In einer etwas kürzeren Rolle hören wir Lothar Grützner als hilfsbereiten Wissenschafler Lothar Grützner. Und natürlich ist auch wieder Heikedine Jörting zu hören, die als krächzender Papagei in allen möglichen und unmöglichen Situationen dazwischenkräht und somit echtes "Die drei ???"-Flair bereitet. Wie immer zu hören sind Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczek, Andreas Fröhlich und der grandiose Thomas Fritsch als Erzähler.

Der neue Titelsong von Simon Bertleling und Christian Hagitte ist äußerst gelungen und besser den nun etwas erwachneneren Fans der ersten Stunde angepasst. Da ist es umso logischer, Fragmente daraus auch für die musikalische Gestaltung zu verwenden, die dadurch erheblich frischer wirkt. Ansonsten hat sich an der Geräuschkulisse nicht viel geändert, und das ist auch gut so!

Das Cover zeigt uns eine umherwandelnde Gestalt in einem Moor, auch wenn diese Szene nicht direkt aus dem Hörspiel stammt. Die Rückseite der CD wurde leicht modernisiert und wirkt jetzt dynamischer. Auch im Booklet gibt es kleinere Neuerungen, sodass wir anstatt der Folgenübersicht nun lediglich einige Folgen vorm Hintergrund des Titelbildes sehen.

Fazit: "Die drei ???" mit einem typischen Fall für die Serie, der Krimifans über eine Stunde spannende Unterhaltung bietet


Die drei ??? - 125. Feuermond



Erster Eindruck: Auf der Jagd nach einem Gemälde

Den drei ??? werden von einem unbekannten Jungen Briefe des berühmten Malers Jaccard zugespielt, die Informationen über sein legendäres Werk "Feuermond" enthalten. Bei Kunstkennern ist jedoch umstritten, ob es dieses Gemälde überhaupt gibt. Doch auch ein alter Bekannter des Detektivtrios ist hinter dem Bild her: Victor Hugenay... ("Das Rätsel der Meister")

Die Spur zu Feuermond führt Justus, Peter und Bob zu Victor Hugenays alter Freundin Julianne Wallace. Doch zuvor müssen die drei an einen Wohnwagen kommen. Und da muss eben ihr Hauptquartier dran glauben... ("Der Pfad der Täuschung")

Die drei ??? stehen kurz vor Auflösung des Falls, doch zuvor soll auf dem Stadtfest in Rocky Beach erst einmal gefeiert werden. Doch dann fällt der Strom aus, und eine spannende Nacht hat ihren Anfang... ("Die Nacht der Schatten")

Zum 125. Jubiläum der wohl berühmtesten Detektivserie "Die drei ???" wurde wieder etwas ganz Besonderes gemacht: Ein Fall, der mit über 3 1/2 Stunden in drei einzelne Folgen aufgeteilt ist. Fans der Serie dürfen sich auf einige Überraschungen gefasst machen, da viele alte Bekannte auftauchen und sogar das berühmte Hauptquartier eine wichtige Rolle bekommt. Das allerbeste ist jedoch, das über die extrem Lange Spielzeit eine wirklich gelungene Spannung aufgebaut werden konnte, die keine Langeweile aufkommen lässt und mit vielen kleinen Bögen die Geschichte interessant hält. Dabei ist besonders der Konflikt zwischen Justus Jonas und Victor Hugenay interessant und bringt allein durch das kleine Machtspiel der beiden Würze in die Story. Gut gefallen haben mir auch die Hintergrundinformationen über den Meisterdieb. Das große Finale in Teil drei hat es in sich und hat neben der spannenden Handlung ein wirklich überraschendes und unerwartetes Ende. Ein absolute Knaller-Folge der drei ???, die zu den besten der gesamten Serie gehört.

So viele Gastsprecher wirken mit, dass sie unmöglich alle aufgezählt werden können. Dirk Bach, Nick Heidfeld und Nova Meierhenrich sind genauso vertreten wie Lotti Krekel, Utz Richter und Douglas Welbat. Im Vordergrund stehen natürlich wie immer Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczek und Andreas Fröhlich, zu denen wohl nicht mehr viel gesagt werden muss außer ein lautes "Großartig!" Eine ebensolche Glanzleistung vollbringt Albert Giro als Victor Hugenay, der den berechnenden und hinterlistigen Meisterdieb in allen Situationen erschreckend glaubhaft darstellt. An Doretto Hugo in ihrer Rolle als Brittany dürften sich noch aufmerksame Hörer erinnern, und auch hier bringt sie ihre unverkennbare Stimme wunderbar zur Geltung. Auch Thomas Fritsch ist als Erzähler kaum zu übertreffen.

Auffälligste Änderung in Sachen Musik ist eine neue Titelmelodie, mit der von der arg gewöhnungsbedürftigen elektronischen Technomusik mit verzerrter Stimme Abschied genommen wurde. Die neue ist stimmiger, organischer und beschwingter und fügt sich nun besser in die Serie ein. Dennoch hätte sie etwas kraftvoller sein können. Die restliche akkustische Gestaltung iat wie immer toll, sowohl die Geräusche als auch die restliche Musik, die verschiedenste Stimmungen einzufangen weiß.

Ein schicker Pappschuber enthält die drei CDs, deren Cover zusammengelegt ein ganzes Bild ergeben. Eine tolle Idee, die außerdem genial umgesetzt wurde, denn das Bild ist äußerst stimmungsvoll und ansprechend. Als kleines Extra findet sich auf jeder CD ein Bonustrack, die aus der Story herausgeschnitten wurden, sodass sich der geneigte Hörer selbst seine "Extendet Edition" am heimischen CD-Spieler einspeichern kann.

Fazit: Hier wurde alles richtig gemacht und bewiesen, dass die Abenteuer der drei ??? durchaus auch das Potenzial zum abendfüllenden Hörspielvergnügen haben.…


Die drei ??? - 124. Geister-Canyon



Erster Eindruck: Eine Millionen Dollar für eine Geige...

Der Millionär Mr. O'Sullivan hat einen neuen Auftrag für das erfolgreiche Ermittlertrio. Eine wertvolle Geige wurde aus seinem Beseitz entwendet, der "Entführer" fordert eine Millionen Dollar als Lösegeld. Die Übergabe sollen die drei ??? erledigen. Doch vorher gilt es noch einige Rätsel zu lösen: Der Entführer hat den Übergabeort nämlich mit Fotos verschlüsselt. Und auch auf der Reise in einen Nationalpark haben die Juniordetektive mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen: Der unsympathische Privatermittler Dick Perry kommt ihnen immer wieder in die Quere, ein weiterer Übergabeort wird bestimmt und dann wird auch noch die Hälfte des Geldes geraubt. Kann die Geige noch gerettet werden?

Nach der etwas schwächeren Folge 123. wird mit "Geister-Canyon" wieder eine sehr starke neue Folge aus der Serie um Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews veröffentlicht. Es erinnert stark an ältere Folgen der Juniordetektive, ist unterhaltsam und kurzweilig und man tappt wirklich lange im Dunkeln, wer der Dieb der Geige ist. Das erneute Auftauchen von Dick Perry, dem unsympathischen Privatermittler, der die drei zu verfolgen scheint, ist wirklich gelungen und bringt die Sory in Fahrt. Auch die sonstigen Charaktere sind glaubhaft dargestellt, und am Ende wird es im Canyon wieder etwas gruselig. Dieser Mix ergibt wieder eine spannende Folge, die der bekannten Serie alle Ehre macht. Ein kleiner Kritikpunkt ist jedoch der etwas reißerische Titel, der nicht wirklich in Einklang mit der Folge steht.

Es ist unglaublich, wie gut sich die drei Hauptsprecher zu einer Einheit zusammengefügt haben. Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich sprechen so lebhaft und wirken extrem spontan, sodass ihre Charaktere sehr glaubhaft wirken. Als Mr. O'Sullivan ist Eckart Dux zu hören, der besonders gegen Ende eine tolle Sprecherarbeit leistet. Ernst Hilbich verkörpert wieder Dick Perry und ist mit seiner markanten Stimme die ideale Besetzung für diesen Charakter. Weiter sind noch Volker Bogdan, Frank Thannhäuser und wie immer Thomas Fritsch als Erzähler zu hören.

An der musikalischen Gestaltung der Serie hat sich nicht viel geändert, sodass man viele Einlagen zu hören bekommt, die einen schon bekannt sind, die zu dieser Folge passenden Geigenmelodien sind schön anzuhören. Auch die Geräuschkulisse ist wieder im typischen Stil der drei ??? gehalten.

Das Cover ist sehr gelungen. Der unbekannte Mann im Canyon mit dem Geigenkoffer wirkt mysteriös und stimmig. Die restliche schlichte Aufmachung passt sehr gut zur Serie. Schön ist immer wieder, dass das Cover der nächsten Folge schon abgedruckt wird und so schon jetzt Vorfreude weckt.

Fazit: Die drei ??? in alter Stärke! Eine tolle, spannende Folge mit ebenso tollen Sprechern und einer durchdachten Story. So kann es weitergehen!


Die drei ??? - 123.Fußballfieber

Erster Eindruck: Auch Rocky Beach ist im EM Fieber

Peter bereitet sich gerade auf ein anstehendes Fußballspiel vor, da werden die drei ??? von Emiliano, einem spanischen Jungen dessen Famile sehr abergläubisch ist, um Hilfe gebeten. Ein unbekannter Fremder hinterlegt auf dem Grundstück der Familie immer wieder Gegenstände, die sie als Zeichen des Todes sehen. Trachtet der gesamten Familie jemand nach dem Leben oder was hat das alles zu bedeuten? Justus, Peter und Bob ermitteln...

Da ist sie also, die 123. Folge der drei ??? "Fußballfieber". Was soll ich sagen? Waren die beiden Vorgängerfolgen wirklich gut, bleibt diese weit zurück, die Story ist viel zu langatmig, irgendwie fehlt auch Spannung, nach relativ kurzer Zeit kommt Langeweile auf. Kein Vergleich zu Folgen, die vielleicht keine gute Story haben, aber eben durch die gewohnte drei ??? Atmosphäre leben. Hier kommt das Feeling nur schwerlich rüber, die so geliebten Szenen auf dem Schrottplatz kann man hier nur suchen. Zum Glück steht wenigstens der Fußball doch nicht so sehr im Vordergrund wie ich befürchtet hatte. Die Handlung ist schnell durchschaubar und die Auflösung ist auch relativ schwach. Alles in allem einer langweilige Folge. Ich bin gespannt wie sich der Geister-Canyon macht, der klingt von Titel her schon mal um Längen besser.

Die Sprecher sind hier natürlich auch große Klasse, können aber eben die Story nicht retten. Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich sind als die drei ??? legendär, und es ist auch gut so dass sie wieder ermitteln. Tobias Schmidt hat mir in der Rolle als Emiliano wie auch Anton Sprick als Pedro gut gefallen, talentierte Sprecher. In weiteren Rollen sind Ingeborg Christiansen, Ben Hecker, und Peter Brix dabei. Thomas Fritsch fungiert diesmal auch wieder als Erzähler und macht das ganz hervorragend.

Die Musik wird jeder kennen, es sind fast alles altbekannte Europa-Melodien, die man in anderen Produktionen schon oft gehört hat. Sie passen aber in die Folge und versprühen so wenigstens etwas alten Charme. Die Geräusche sind auch lang erprobte Europaurgesteine auch sie möchte ich nicht missen.

Das Cover stammt von Silvia Christoph und ist schön anzusehen, es zeigt einen der titelgebenden Fußbälle. Die Gestaltung passt zur Serie und zur Folge.

Fazit: Von einem hochgradigem Fieber ist hier nichts zu spüren, die Folge erinnert doch eher an eine Unterkühlung. Für die Sammlung gut, aber keine Folge zum "Immer-wieder-hören".


Die drei ??? - 63. Fußball-Gangster



Erster Eindruck: Jimboy Jonas taucht auf...

Justus Jonas bekommt Besuch von seinem Fußballbegeisterten Cousin Jimboy, der ein Stipendium an einem College bekommen hat und hofft, dass "Soccer" in den USA noch einen großen Durchbruch feiert. Doch kurz nach seiner Ankunft bekommen die drei ??? Briefbomben, die von Fußballgegnern stammen. Als Jimboy dann ein unwiderstehliches Angebot von einer Lebensmittelmarkt-Kette bekommt, die ihn unter Vertrag nehmen wollen, kommen Justus, Peter und Bob einer großen Verschwörung auf die Spur...

In Folge 63 der "Die drei ???"-Serie widmen wir uns mal wieder dem Sport - Fußball um genauer zu sein. Nicht alle Fans der Serie möchten sich mit "Sport-Folgen" so recht anfreunden, und auch hier funktioniert das Zusammenspiel unserer beliebten drei Hauptcharaktere mit den Thema nicht hundertprozentig. Der Hintergrund ist dabei durchaus interessant, es geht um die niedrige Popularität von Fußball in den USA und welche Tricks angewendet werden sollen, um dies zu ändern. Die Geschichte zieht sich allerdings an einigen Stellen etwas und wirkt teilweise recht aufgesetzt. Lichtblick ist die Darstellung des Trainingslagers, welche sehr atmosphärisch gelungen ist. Gestört hat mich allerdings der Schluss: Nicht nur, dass die Freundinnen der Juniordetektive den Absender der Briefbomben finden und dies lediglich in einem knappen Bericht geschildert wird - denn eigentlich hat das gar nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun und dient anscheinend nur dazu, das Hörspiel spannend beginnen zu lassen. Insgesamt eine eher durchwachsene Folge, die nur in Ansätzen überzeugen kann.

Die Sprecher hingegen sind wie immer hervorragend. Überzeugend wie immer ist das Zusammenspiel von Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich, die sehr agil und abwechslungsreich miteinander spielen. Frank Meyer-Brockmann spricht Justus' Cousin Jimboy überzeugend und glaubhaft. Gut gefallen hat mir auch Klaus Sonnenschein als zwielichtiger Geschäftsmann, denn er mit viel Elan spricht. Weitere Rollen übernehmen Astrid Kollex, Verena Großner und Karin Lieneweg.

An der akustischen Gestaltung hat sich nicht getan, und das ist auch gut so! Denn die ruhige Umsetzung, bei der nur wenig Zwischenmusik und einige Geräusche eingebaut wurden, passt sehr gut zu den Geschichten und kann nachwievor begeistern. Nur der technolastige Titelsong geht einem nach mehrmaligen Hören etwas auf die Nerven.

Die Covergestaltung ist auch wie immer: Der schwarze Rahmen mit dem Schriftzug und Folgentitel umgibt schlicht eine kleine Illustration, die eher angedeutet als detailliert ist. Dieses mal ist jedoch nicht gerade ein Glanzstück gelungen, die Zeichnung ist ein wenig einfallslos und schlicht auf das Thema gepresst als sich mit dem Inhalt der Folge zu beschäftigen. Vielleicht wäre einer der Drohbriefe eine bessere Wahl gewesen.

Fazit: Keine Folge, die ich besonders empfehlen möchte, wobei die Serie natürlich insgesamt großartig ist.


Die drei ??? - 62. Spuk im Hotel



Erster Eindruck: Feuer, Geister und Ganoven

Die alternde Hollywoodschauspielerin Amanda Black hat ein Hotel eröffnet, doch immer wieder ist dieser Schauplatz von Diebstählen. Sie bittet die drei ??? zu ermitteln, und so schleusen sich Justus und Bob als Arbeiter, Peter als Gast ein. Schnell steht fest, dass ein Gast die Erinnerungsstücke von Amanda Black gestohlen haben muss, doch die Recherchen der Detektive scheinen immer wieder im Sande zu verlaufen...

"Spuk im Hotel" ist ein sehr viel versprechender Titel der "Die drei ???"-Serie. Leider ist die passende Folge dazu nicht halb so gruselig wie es sein könnte, in paar atmosphärische Momente mehr hätten dem Hörspiel sicherlich gut getan. Trotzdem wird ein recht ordentlichen Hörspiel geboten, die Gäste im Hotel sind genauso wie Amanda Black recht undurchsichtig und bieten genügend Unterhaltungspotenzial. Auch die Recherchen unserer Juniordetektive sind kurzweilig und lassen Spannung aufkommen. Peter, der seinen Part als Gast im Hotel sehr ausnutzt und die beiden anderen gerne mal herumscheucht, sorgt für den nötigen Humor in der Folge. Bis dahin also eine wirklich überzeugende Folge - wäre da nicht dieses völlig abstruse Ende. Dabei ist es nicht die Auflösung des Falles, die verwundert, sondern wie der Fall aufgelöst wird. Denn der Täter lässt seine Aufzeichnungen einfach offen herumliegen, sodass nicht die Recherchen zum Erfolg führen, sondern schlichte Dummheit des Täters. Mit einem besseren Ende wäre ich vollkommen überzeugt gewesen, so reicht es leider nur fürs Mittelmaß.

Sehr viel Freude bereitet mir Jens Wawrczeck als Peter, der sehr amüsant die Rolle des Gastes genießt und mit hörbarer Freude bei der Sache ist. Auch Beate Hasenau ist als Amanda Black vorzüglich und gibt einen weiteren Beweis ihres Könnens und ihrer Wandlungsfähigkeit. Barbara Ratthay setzt ihre raue, kratzige Stimme wieder einmal gekonnt als schwerhörige Mrs. Silverstone mit dunklem Geheimnis um und liefert eine tadellose Leistung ab. Weitere Sprecher sind Ursula Sieg, Hans Hessling und Lutz Schnell.

Die Musik ist stimmig und unterstützt die Sprecher in ihrer Wirkung, tut sich aber nicht sonderlich hervor. Auch hier hätte etwas mehr kommen können, um die Geschichte atmosphärischer und unheimlicher wirken zu lassen. Ansonsten bekommen wir wieder solide Kost geboten, die so gut zu den Folgen passt.

Die Coverillustration mit dem Hotel im Hintergrund und der hochtoupierten Blondine mit dunkler Sonnenbrille im Zentrum des Blickfeldes ist im typischen Stil der Serie gehalten und deutet die meisten Dinge nur an. Mir gefällt sie sehr gut, allerdings wirkt die Frau im Vordergrund zu dominant. Auf der Rückseite finden wir wieder die Auflistung der einzelnen Tracks wieder.

Fazit: Eine wirklich gute Folge, nur das merkwürdige Ende trübt den ansonsten vollkommen positiven Gesamteindruck. Schade, hier hätte mehr kommen können!


Die drei ??? - 61. und die Rache des Tigers



Erster Eindruck: Gammelfleisch und ein Vergnügungspark

Bei der Einweihungsfeier eines Vergnügungsparks wird ein Sprengsatz während der Rede des Besitzers gezündet. Schnell findet er in der protestierenden Bürgerinitiative die Schuldigen, die für den Erhalt der Natur sind und eine Jugendfarm errichten wollen. Die drei Detektive Justus, Peter und Bob interessiert der Fall, und im angrenzenden Lokal treffen sie auf die Kellnerin Anne, die ihnen helfen will. Doch während einer nächtlichen Aktion verschwindet sie plötzlich...

Viele Themen finden Einzug in die 61. Folge der drei ???: In "Die Rache des Tigers" werden Gammelfleisch in einem Restaurant genauso behandelt wie ökologische Aktivisten (die im Gegenzug zur vorletzten Folge nicht sonderlich gut wegkommen) und Falschgeld. Als unbedarfter Hörer kann man da schon einmal den Überblick verlieren und sich die Zusammenhänge noch einmal klar machen. Hinzu kommt noch eines der berühmten Rätsel, dass sie zur Lösung des Falles führt. Auch wenn die Geschichte recht überladen wirkt und definitiv mit Klischees behaftet ist, kommt Spannung auf und die Auflösung des Falles liegen lange Zeit im Dunkeln. Leider verliert die Geschichte ab circa der Hälfte ihre Gradlinigkeit und wirkt etwas krude, aber das spannende Finale macht diese kleine Schwäche wieder wett, sodass eine ganz gute, wenn auch nicht überragende Folge der drei Juniordetektive dabei herauskommt.

Sehr gefreut habe ich mich über den Einsatz von Andreas von der Meden als Chaffeur Morton, der mir schon in vielen Folgen Freude bereitet hat und hier eine amüsante Schimpfkanonade loslässt. Janina Richter ist als Anne sicherlich eine gute Wahl und spricht die Rolle sehr eindringlich und überzeugend. Wie eigentlich immer kann auch hier als Bob Andrews Andreas Fröhlich begeistern und sorgt mit seiner trockenen Art für eine schöne Stimmung. Weitere Sprecher sind unter anderem Ursula Sieg, Holger Mahlich und Wolfgang Völz.

Die musikalische Gestaltung der Serie hat sich seit Langem nicht verändert und bietet so einen großen Wiedererkennungswert. Auch wenn sich die Musik hier nicht besonders hervorheben kann, wird mit ihrem Einsatz und der Verwendung passender Geräusche eine angenehme Atmosphäre erzeugt, die gut zu der Geschichte passt.

Äußerst gelungen ist die Coverzeichnung. Der Übergang zwischen Mensch und Tiger ist ein großer optischer Reiz, insgesamt wirkt alles sehr geheimnisvoll und mit den verwendeten Blau- und Violetttönen sehr ansprechend. Die übliche Gestaltung rundet den positiven Eindruck ab.

Fazit: Eine durchaus gelungene Folge des Ermittlertrios, die über kleinere Schwächen hinwegtäuschen kann.


Die drei ??? - 60. Dopingmixer



Erster Eindruck: Gestohlene Blumen und gedopte Sportler

Obwohl Peter einer der besten Sportler seiner Schule ist, wird er beim Training für ein Sportfest locker geschlagen. Als der Gewinner namens Glenn dann noch berichtet, in sehr kurzer Zeit so schnell geworden zu sein, werden die drei ??? stutzig und beginnen zu recherchieren. Das erfolgreiche Buch einer ehemaligen Profisportlerin bringt sie der Lösung des Falls einen großen Schritt näher...

Sport ist immer wieder Thema bei den drei ??? - so auch in der 60. Folgen mit dem Titel "Dopingmixer". Doch hier steht nicht so sehr das Laufen an sich im Vordergrund, sondern die Hintergründe des Dopens. Dadurch, dass der Titel derart plakativ das Thema des Falles offenbart, kann können weder rechte Spannung noch Überraschungsmomente aufkommen, eigentlich ist dem Hörer von Anfang an klar, was Sache ist. Das abschließende Plädoyer gegen Dopingmissbrauch kommt vielleicht etwas gezwungen herüber, ist jedoch zusammen mit den eingebauten Details über die Folgen des Dopings eine gute Zusammenfassung und ein gelungener Apell. Im Prinzip ermitteln die drei ??? hier noch in einem anderen Fall, der um Blumendiebstahl bei einer Freundin von Tante Mathilda handelt. Anfangs hatte ich die Hoffnung, dass dieser Mini-Fall noch irgendeinen Zusammenhang zum Dopingskandal bieten würde, was leider nicht so ist. Daher wirken die beiden Fälle zusammen sehr zusammengeschustert, zumal für den Bluemdiebstahl nur etwas 10 Minuten aufgewendet werden.

In eben diesem zweiten Fall kann sich allerdings Margot Linde als Eleonore Sharp völlig hervorheben und liefert eine geniale Darstellung des unsympathischen und herrischen Dame ab. Tante Mathilda wird wie immer von der zauberhaften Karin Lieneweg gesprochen, die auch hier wieder sehr lebendig und liebevoll wirkt. Christian Stark spricht Glenn und ist dabei durchweg überzeugend. Weitere Sprecher sind unter anderem Gerd Druwner, Tilman Madaus und Tobias Stark.

In Sachen Akustik wird auf Altbewährtes gesetzt: Während der Szenen hält sich die Musik sehr zurück, lediglich ein paar Geräusche sorgen für die richtige Atmosphäre, während der Szenenübergänge sind dann einige abwechslungsreiche Melodien zu hören, die dieses mal sehr gut zu der Folge passen und sehr stimmig wirken. Wie gehabt also, und immer noch so wie wir es mögen.

Schlicht und ergreifend ist die Coverillustration. Im bekannten Stil wird nur ein kleiner Bildausschnitt geliefert, der leicht verfremdet dargestellt wird. Die Sportschuhe im Anschlag zum 100 Meter-Lauf passen dabei gut zur Story, während die restliche Aufmachung schlicht wie immer ist und auf der Rückseite sogar eine Übersicht über die Tracks hat.

Fazit: Auch die 60 Folge der drei ??? ist leider kein Glanzstück und ist überraschend spannungsarm. Zum Nebenbeihören kann man sie aber getrost einlegen.


Die drei ??? - 59. Giftiges Wasser



Erster Eindruck: Ein Erpresser und ziemlich heißes Wetter

Justus, Peter und Bob sind im Auftrag eines Senders in der kleinen Stadt Sedona unterwegs, um eine Reportage über das anstehende Musikfestival zu machen. Doch kurz nach ihrer Ankunft erfahren sie von einem Erpresser, der das gesamte Trinkwasser der Stadt vergiften will, sollte dieses Fest wirklich stattfinden, er befürchtet große Umweltbelastungen. Mit großem Einsatz und der Hilfe neuer Bekannter finden sie schließlich den Erpresser...

Mit "Giftiges Wasser" ist mal wieder eine Öko-Folge der "drei ???"-Serie als Nummer 59 erschienen. Die Geschichte an sich ist nicht uninteressant: Mit Ruth und ihrem Bruder Chosmo bekommen die drei tatkräftige Unterstützung, die anhaltende Hitzewelle wird sehr atmosphärisch dargestellt und ist ein wesentlicher Punkt des Hörspiels, die drei Juniordetektive sind in Hochform und müssen wieder einige Rätsel knacken, wobei sich natürlich besonders Justus Jonas hervorhebt. Doch merkwürdigerweise will keine rechte Spannung aufkommen, die andere Folgen zu etwas Besonderem gemacht hat, obwohl nie Langeweile aufkommt und man durchaus interessiert lauscht. Vielleicht liegt es daran, dass die Motive schon recht bekannt sind und hier nur neu zusammengewürfelt und variiert wurden. Trotzdem, wirklich schlecht ist diese Folge keinesfalls, aber der letzte Kick fehlt mir leider.

Peter Pasetti sorgt in seinen Erzählerparts wieder für stimmungsvolle Momente und scheint jedes Wort auszukosten und zu genießen. Ein Gefühl, dass sich bei ihm locker auf den Hörer überträgt. Hansi Jochmann spricht die Ruth und irkt dabei sehr engagiert und bleibt mit ihrer einprägsamen Stimme im Gedächtnis. Und Justus Jonas-Sprecher Oliver Rohrbeck scheint bei dieser Folge ist Höchstform zu sein und viel Spaß an seiner Arbeit zu haben. Weitere Sprecher sind unter anderem Rebecca Völz, Samira Chanfir und Michael Poelchau.

Wie oben schon erwähnt wird die Hitzewelle im kleinen Ort sehr atmosphärisch dargestellt. Dazu tragen neben den Sprechern auch akustische Mittel bei, besonders die eingesetzte Musik kann hier überzeugen und verstärkt die Wirkung des Gesprochenen. Auch die restliche Umsetzung ist gelungen und verbreitet die typische ???-Stimmung.

Mir gefällt die Coverillustration nicht wirklich. Im Prinzip könnte sie zu fast jeder Folge eingesetzt werden und bleibt zu allgemein. Die verfremdete Darstellung mit den deutlichen Linien mag ich aber sehr, und die restliche Gestaltung ist wie immer schlicht und enthält alle nötigen Informationen.

Fazit: Recht wenig Spannung in einen durchaus interessanten Fall, der mich aber trotzdem überzeugen konnte.


Die drei ??? - 58. und der verrückte Maler



Erster Eindruck: Ein gelbes Bild und ein Haus am Meer

Als Onkel Titus ein Gemälde ersteigert und im Wohnzimmer der Familie Jonas aufhängen will, protestiert Tante Mathilda entschieden. Glücklicherweise findet sich kurz darauf ein Abnehmer, doch etwas scheint mit dem Mann im Kamelfellmantel nicht zu stimmen. Tatsächlich wird versucht, in den Schuppen einzubrechen, in dem das Bild lagert. Als dann die drei ??? Wache halten, ist wieder ein Eindringling auf dem Gelände…

Ein rätselhaftes Bild gibt der Anstoß für den 58. Fall der drei ???, warum Justus aber direkt hinter dem Gemälde auf der Leinwand nachschauen will erschließt sich mir nicht so ganz und wirkt im Kontext etwas konstruiert. Dennoch entwickelt sich ein recht interessanter Fall, der von dem Kunstgeschehen weggeht und zu einem betrügerischen Unternehmen führt, das Tresore vertreibt. Bis auf einige kleinere Längen ist das Geschehen interessant und abwechslungsreich, und auch wenn nicht gerade Hochspannung aufkommt sind einige spannende Momente dabei. Was ist allerdings nicht vollkommen nachvollziehen kann ist die Dramaturgie, die schon recht früh die groben Züge des Falles aufdeckt und sich am Ende nur noch Kleinigkeiten dreht. Für wirklich gelungen halte ich die kleine eingebaute Finte mit dem Gemälde: So wird auch der Hörer ordentlich an der Nase herumgeführt, denn der eigentliche Fall handelt von etwas völlig anderem. Eine nette Abwechslung die dafür sorgt, dass der Folgentitel noch nicht allzu viel verrät. Auch wenn diese Folge kein Meisterstück sein mag, ich habe mich gut unterhalten gefühlt, die kleineren Schwächen fallen beim gelungenen und interessanten Gesamtkonzept nur wenig ins Gewicht.

Die Sprecherauswahl ist wieder hervorragend und auf hohem Niveau. Mit Rebecca Völz ist die Rolle der Stella mit einer fähigen Schauspielerin besetzt worden, die ihre Rolle auszukleiden weiß und ihr etwas sehr Resolutes verleiht. Lutz Büschken wirkt als Pecker herrlich unsympathisch und spricht seine Parts mit viel Elan. Da kann natürlich auch Dr. Andreas Beurmann als Onkel Titus mithalten, der dieses mal aktiv in die Ermittlungen einbezogen wird. Weitere Sprecher sind Franz Rudnick, Knut Basewitz und Tobias Pauls.

Lobend erwähnen möchte ich hier die Musik, die zwar aus bekannteren Stücken aus dem Europa-Archiv besteht, aber immer stimmig und sinnig eingesetzt wurde. Gleiches gilt für die Geräusche, besonders die (wenigen) spannenden Szenen sind hier gut ausgestattet. Lediglich die Wiederholung des Titelsongs im Verlauf der Handlung bereitet mir leichtes Unbehagen.

Die Covergestaltung geht dieses mal völlig okay, das Bild an sich wird zwar nicht dargestellt, dafür ist mit den dunklen Farben aber eine recht stimmungsvolle Illustration geschaffen worden, die durch den typischen schwarzen Rahmen und der bekannten und gelungenen Gestaltung abgerundet wird.

Fazit: Sicherlich gibt es bessere Folgen des beliebten Trios, dennoch habe ich diese Folge gern gehört und mich gut unterhalten gefühlt.


Die drei ??? - 57. Tatort Zirkus



Erster Eindruck: Von Drahtseiltänzerinnen und Erbschaftstreits

Justus, Peter und Bob sind entsetzt: Bei einem Zirkusbesuch stürzt die junge Artistin Mary di Domenico vom Drahtseil. Dass es sich hier um einen Anschlag handelt, ist den dreien schnell klar, denn ein wertvolles Erbe wartet auf Mary. Doch bei den Ermittlungen stoßen sie auf immer mehr Ungereimtheiten...

Eine Zirkusfolge bei den drei Fragezeichen? Dass das eine passende Kombination ist, darf zumindest bezweifelt werden. Doch die 57. Folge dreht sich glücklicherweise nicht um Intrigen zwischen Clowns und Dompteurren, sondern um einen handfesten Erbschaftstreit, in den die drei Juniordetektive hereingezogen werden. Keine uninteressante Thematik, und auch keine uninteressante Auflösung - nur leider ist das ganze recht schwach ausgebaut. Der gesamte mittelteil ist zu langatmig, es passiert einfach zu wenig. Deshalb ist der Fall auch recht leicht zu durchschauen und bietet keine größeren Überraschungen. Neulingen in dieser Top-Serie sei empfohlen, erst einmal andere Folgen zu hören, und für Fans ist sicherlich auch dieser Fall ein Muss.

Die Sprecher liefern insgesamt eine sehr gute Leistung ab - wie immer bei den drei ???. Heidrun von Goessel spricht Mary di Domenico punktgenau und schafft es, sie immer undurchsichtiger wirken zu lassen. Wie immer genial ist Andreas von der Meden als Morton, der den drei ??? immer wieder hilft. Ich mag seine steife, zurückhaltende Art sehr gerne. Als Kurzauftritt hören wir Hörspiellegende und Regisseurin Heikedine Körting, die auch hier zeigt, was sie draufhat. Und natürlich dürfen Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich nicht fehlen.

An der Akkustik wurde nichts geändert, und das ist auch gut so! Denn so begeistern die drei ??? seit vielen Jahren ihre Fans, auch wenn an der einen oder anderen Stelle die Musik nicht wirklich zum Plot passen will und somit leicht sperrig wirkt. Die Geräusche sind wie immer gut und glaubhaft eingefügt.

Eher schlicht ist das Cover. Ein bis zur Unkenntlichkeit als Clown verkleideter Mensch, zwar keine schlechte Idee, mir hat es aber immer besser gefallen, wenn ein Gegenstand, der eine Schlüsselrolle spielt, gezeigt wird. Insgesamt ist die Gestaltung aber okay.

Fazit: Leider eine eher schwache Folge der ansonsten sehr guten Serie, die mich nicht überzeugen konnte. Schade!


Die drei ??? - 56. Angriff der Computerviren



Erster Eindruck: Die Tücken der modernen Technik

Miese Stimmung im Hauptquartier der drei Fragezeichen: Der Computer stürzt immer wieder ab, anscheinend hat er sich einen Virus eingehandelt. Justus erkennt sofort die Tragweite und wittert einen neuen Fall, doch Peter und Bob sind eigentlich verabredet… Eine Firma, die Werbefilme produziert, bietet erste Spuren.

Computerviren halten schon seit langem die virtuelle Welt in Schach. Da dies auch schon im Jahr 1992 der Fall war, kämpfen die beliebten drei Fragezeichen Justus Jonas, Bob Andrews und Peter Shaw in der 56. Folge der Serie gegen den Angriff der Computer-Viren. Der Fall ist ein typischer für die Reihe: Der scheinbar halbwegs harmlose Ausgangspunkt wird zum neuen Fall erklärt, bei den Ermittlungen geraten sie immer weiter in ein recht undurchschaubares Netz, bei denen sie das ein oder andere mal in große Gefahr geraten, doch am Ende überführen die drei die Übeltäter durch eine List und können alles aufklären. Was diese Folge dennoch zu etwas Besonderem macht ist die Situationskomik, die immer wieder durchsickert, sowie der Running-Gag, dass Peter und Bob es wohl nie zu ihren Verabredungen schaffen. Insgesamt nicht die beste, spannendste oder überraschendste Folge der Serie, aber immer noch gute und unterhaltsame Hörspielkost.

Juliane Szalay und Verena Großler spielen Kelly und Liz, die beiden Verabredungen von Peter und Bob. Und das machen beide mit unüberhörbarer Leidenschaft und Freude. Ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen Stefan Brönneke und Kerstin Draeger als Yan und Lys, zwei junge Filmtalente. Erzähler ist der unverwechselbare Peter Pasetti, der mit seiner angenehmen, durchdringenden Stimme für Aufmerksamkeit sorgt. Weitere Sprecher sind Willi Röbke, Douglas Welbat und Hans Sievers.

Die Titelmusik ist wohl nicht jedermann Fall. Die Technoklänge sind recht hektisch und mit der verzerrten Stimme wirkt alles recht künstlich. Doch die restliche Musik sorgt mit bekannten Europa-Klängen für Abwechslung, wobei auch hier teilweise der Titelsong verwendet wird.

Das Cover weist mit einer brennenden Diskette, auf der ein Totenkopf abgebildet ist, auf das Thema der Folge hin. Mir gefällt die kleine Andeutung wesentlich besser, als wenn eine Szene aus dem Hörspiel verwendet werden wäre, da sich so jeder sein eigenes Bild der drei Detektive behalten kann. Die restliche Aufmachung ist recht schlicht und bietet im kleinen Booklet eine Auflistung der Folgen.

Fazit: Nicht die stärkste Folge der drei ???, aber bei weitem auch nicht die schlechteste. Der Humor hat mir dieses mal sehr gefallen.


Die drei ??? - 55. Gekaufte Spieler



Erster Eindruck: Krumme Machenschaften am College

Peter ist nicht nur Mitglied der drei ???, sondern auch gleichzeitig ein talentierter Basketballspieler. Von einem renommierten College bekommt er sogar ein Stipendium angeboten, sollte er für die dortige Mannschaft spielen, Doch anscheinend sind auch andere an den jungen Detektiv interessiert, und so bekommt er sogar Bestechungsgelder. Um diesen Skandal aufzudecken, schreibt sich Justus am dem College ein, und wird prompt als Maskottchen gebraucht…

Gekaufte Spieler heißt die 55. Folge der Erfolgsserie Die drei ???, und gegen aller Erwartungen ist es keine reine Sportfolge. Vielmehr geht es um Bestechung und den sportlichen Ehrgeiz, der auch schon mal zu unlauteren Mitteln greifen lässt. Den drei Detektiven geht es darum herauszufinden, wer die jungen Sportler zu bestechen versucht, doch dabei geht es wieder hoch her. Nicht nur Justus gibt in einem Hahnenkostüm alles (eine der witzigsten Szenen!), besonders Peter erlebt am eigenen Leib, wie gefährlich die Ermittlungen sein können. Dabei wird wieder einmal gut dargestellt, was für ein perfektes Team die drei abgeben. Zwar geht der Story im letzten Drittel etwas die Luft aus, doch darüber werden Fans der Serie sicherlich gerne hinwegsehen.

In dieser Folge gibt es ein Wiederhören mit Inspektor Reynolds, gesprochen von Wolfgang Draeger. Seine angenehme Stimme passt perfekt zu dem Kommissar, der immer zwischen Strenge und Gutmütigkeit schwankt. Zwei recht unterschiedliche Trainer sprechen Michael Hark und Douglas, die die Eigenheiten ihrer Charaktere sehr gut darstellen. Weitere Sprecher sind unter anderem Samira Chanfir, Eric Vaessen und Hans Clarin.

Die Musik ist zwar nicht extra für die Folge produziert worden, das stört aber nicht weiter. So kommen einem die meisten Melodien recht bekannt vor, und das typische Drei Fragezeichen-Feeling stellt sich schnell ein. Nichts neues, aber alles richtig gemacht!

Das Cover zeigt eine Szene aus einem Basketballspiel. Wie immer ist die Zeichnung durch verschiedene Stilmittel recht verfremdet und damit ein Hingucker. Gut gefallen hat mir, wie der Zeichner diesmal seine Signierung untergebracht hat.

Fazit: Gekaufte Spieler ist insgesamt eine recht starke Folge des Ermittlertrios und überzeugt mit einer spannenden Story.


Die drei ??? - 54. Gefahr im Verzug



Erster Eindruck: Die drei ??? auf den Brettern, die die Welt bedeuten

George Brandon, Star des Musicals "Gefahr in Verzug" bekommt anonyme Drohungen, und als er nur knapp einem Anschlag entgehen kann, wendet er sich an die drei ??? Justus, Peter und Bob. Als Statisten versuchen die drei, möglichst nah am geschehen zu sein. Und jetzt sind nicht nur Spürsinn, sondern auch schauspielerisches Talent verlangt...

Mit dem Titel "Gefahr im Verzug" verspricht die Nummer 54 der Jugendkrimiserie "Die drei ???" schon mal einiges. Dass es wirklich eine herausragende Folge ist, stellt sich schon recht am Anfang heraus, denn der typische Witz der Serie verbreitet seinen Charme, als man von Justus' Vergangenheit in der Welt des Filmes erfährt. Klar, dass dieses Thema immer wieder aufgegriffen wird und zu einem kleinen Running-Gag dient. Doch auch die Story muss ausdrücklich gelobt werden, denn sie gehört zu einer der spannendsten der Serie und ist über weite Teile des Hörspiels undurchsichtig, sodass man am Ende überrascht sein darf, welche Schlüsse Justus aus den kleinsten Hinweisen zieht. Das hilft dann auch über leichte Längen im Mittelteil hinweg.

Sprechertechnisch wird solide Kost geboten. Oliver Rohrbeck ist als Justus einfach unschlagbar. Hochintelligent, immer mit neuer Diät und mit hintergründigem Humor - und das bringt er perfekt herüber. Als George Brandon ist Fabian Harloff zu hören, der eine gute Leistung abliefert und von Anfang an auf den Schluss hinarbeitet. Ebenfalls in einer Nebenrolle ist Holger Mahlich als Jim Bernardi besetzt, der seinen Charakter recht lebhaft gestaltet. Weitere Sprecher sind Christian Weber, Rainer Schmitt und Juliane Szalay.

Die atmosphärische Gestaltung ist bereits aus den anderen Folgen bekannt, sodass schnell positive Assoziationen zu der Serie aufkommen. Auch die eingesetzte Musik ist entweder der Titelsong oder Stücke aus dem Europa-Fundus, und auch wenn diese nicht immer 100%ig passt, ist sie insgesamt gelungen.

Das Cover weckt bei mir zwiespältige Gefühle: Zwar mag ich die schemenhaften Darstellungen, allerdings erinnern die beiden Kämpfer eher an ein Kung-Fu-Film, nur das Scheinwerferlicht hat einen Bezug zum Thema Musical. Die restliche Aufmachung ist hinlänglich bekannt und hat wieder einer Trackauflistung auf der Rückseite, was das Wiederfinden einzelner Szenen stark erleichtert.

Fazit: Eine gute Folge der drei ???, die durch eine gelungene und überraschende Auflösung glänzt.


Die drei ??? 53. und die Automafia



Erster Eindruck: Ist Justus' Cousin ein Verbrecher?

Justus' Cousin Ty wird von einem Komissar, der sich um die häufig auftretenden Autodiebstähle kümmert, festgenommen, weil er angeblich ein gestohlenes Auto fährt. Doch Ty beteuert seine Unschuld, er sollte den Wagen gegen Bezahlung nach Rocky Beach fahren. Die drei Fragezeichen glauben ihm und wollen die Wahrheit ans Licht bringen.

"Die drei ??? und die Automafia" ist der Spannung versprechende Titel der 53. Folge der beliebten Hörspielreihe aus dem Hause Europa. Doch leider fällt die Story im Vergleich zu vielen anderen der Serie deutlich ab. Zwar ist der Anfang mit der Verhaftung Tys recht vielversprechend, doch die Ermittlungen der drei Juniordetektive können dieses mal leider nicht völlig überzeugen. Es passiert einfach zu wenig, um wirklich Spannung aufkommen zu lassen, zudem gefällt mir die recht plakative Darstellung der Latin-Band nicht so sehr. Auch die Auflösung ist nicht wirklich überraschend, vieles konnte man sich zusammenreimen oder war recht offensichtlich. Es ist nicht so, als wäre es ein wirklich schlechtes Hörspiel, aber von "drei ???" ist man gewöhnlich Besseres gewohnt.

Die Sprecher hingegen machen alle einen guten Job. Jens Wawrczeck ist natürlich in seiner Rolle als Peter Shaw, dem zweiten Detektiv, in echter Brüller, er scheint regelrecht mit dem sportlichen, aber leicht ängstlichen Charakter verwachsen. Als Ty Cassey hören wir Stefan Brönneke, der als Gast in so einigen Hörspielen auftritt und auch hier eine sehr gute Leistung abliefert. Als unsympathischen Kommissar Maxim hören wir Peter Matic, der druchweg glaubhaft bleibt. Weitere Rollen übernehmen Wolfgang Schimmelpfennig, Douglas Welbat und Karin Lieneweg als Tante Mathilda.

Musikalisch hat man sich keine großen Patzer erlaubt, und auch wenn die Auswahl nicht immer haargenau zur Story passt, wurde eine stimmige Atmosphäre erzeugt. Zusammen mit den guten Geräuschen und den Sprechern ist der Sound komplett und insgesamt gelungen.

Das Cover finde ich hervorragend: Ein teures, edles Auto, auf Hochglanz poliert und aus einem interessanten Blickwinkel gezeichnet. Selbst aus den guten Covern sticht dieses noch einmal heraus. Die restliche Aufmachung ist hinlänglich bekannt und sehr zweckmäßig.

Fazit: Leider keine sehr überzeugende Folge der Serie, da gibt es wesentlich bessere. Die voherige beispielsweise...


Die drei ??? 52. und die Musikpiraten



Erster Eindruck: Jagt nach den Raubkopierer

Bob ist begeistert: Auf einem Jahrmarkt findet er einen Stand, an dem drei Musikkassetten nur 5$ kosten. Doch nachdem er zugeschlagen hat merkt er, dass es nur billige und minderwertige Raubkopien sind. Als er schließlich noch Masterbänder von Aufnahmen einer erfolgreichen Band in seiner Tasche findet, ist der Spürsinn der drei Fragezeichen geweckt…

Musikpiraterie ist ein brisantes Thema vor rund 20 Jahren auch schon, allerdings auf eine ganz andere Art. Denn in Die drei ??? und die Musikpiraten werden zwar auch illegale Kopien gehandelt, dazu aber auch noch Bänder mit den Originalaufnahmen gestohlen. Daraus entwickelt sich ein Fall im typischen ???-Stil: Dubiose Zeitgenossen, Ermittlungen, die immer ein Stück mehr offenbaren und zwischendrin immer mal wieder gefährliche Situationen für unsere drei Hobbydetektive. Der interessante Ansatz und der spannende Fall tragen zum Gelingen der Folge bei, die für mich zu den besseren Folgen zählt. Gut gefallen hat mir, dass das Hauptaugenmerk bei den Ermittlungen dieses mal auf Bob liegt, der eine ebenso gute Figur macht wie seine Kollegen. Eine rundum gelungene Folge, die immer mal wieder gerne eingelegt wird.

Auch an der Sprecherauswahl gibt es nichts zu bemängeln, recht viele sind es für diese Folge geworden. Rainer Schmitt beispielsweise spricht Brick und ist glaubwürdig wie eh und je. Wie immer hervorragend ist Andreas Fröhlich als Bob Andrews, der hier zu seiner vollen Größe hinausläuft. Auch über den - recht kleinen - Auftritt von Hildegard Krekel als Maxi habe ich mich gefreut, denn ihre angenehme Stimme höre ich immer wieder gerne. Weitere Sprecher sind unter anderem Lutz Mackensy, Gerd Baltus und Wolfgang Völz.

Auch die Akkustik ist hier recht gut gelungen. Mit verschiedenen Musiktiteln, die aus dem großen Europa-Repertoire stammen und teilweise aus anderen Produktionen bekannt sind, und den passenden Geräuschen entsteht eine gute Atmosphäre, die zusammen mit den Sprechern die Story zu tragen weiß.

Ebenfalls positiv fällt das Cover auf. Die schlichte Abbildung zweier Kassetten reicht völlig aus, um den typischen Stil der Serie zu erschaffen. Die restliche Aufmachung ist wie immer recht schlicht, hat aber netterweise wieder eine Trackauflistung auf der Rückseite.

Fazit: Eine wirklich gute Folge der "drei ???", die ich Fans und Neueinsteigern gleichermaßen ans Herz legen würde.