Die drei ??? - 150. Geisterbucht

Die drei ??? - Top Secret – 3. High Strung

Die drei ??? - 149. Der namenlose Gegner

Die drei ??? - Top Secret – 2. House of Horrors

Die drei ??? - 148. und die feurige Flut

Die drei ??? - 147. Grusel auf Campbell Castle

Die drei ??? - 146. Der Biss der Bestie

Die drei ??? - Top Secret – 1. Brainwash

Die drei ??? - 145. und die Rache des Samurai

Die drei ??? - 144. Zwillinge der Finsternis

Die drei ??? - 143. und die Poker-Hölle

Die drei ??? - 142. Tödliches Eis

Die drei ??? - und der dreiTag

Die drei ??? - 141. und die Fußball-Falle

Die drei ??? - 140. Stadt der Vampire

Die drei ??? - 139. Das Geheimnis der Diva

Die drei ??? - 138. Die geheime Treppe

Die drei ??? - 137. Pfad der Angst(20.März 2010)

Die drei ??? - 136. und das versunkene Dorf (22.Februar 2010)

Die drei ??? - 135. Fluch des Piraten

Die drei ??? - 134. Der tote Mönch

Die drei ??? - 133. Fels der Dämonen

Die drei ??? - 132. Spuk im Netz

Die drei ??? - 131. Haus des Schreckens

Die drei ??? - 130. Der Fluch des Drachen

Die drei ??? - 129. SMS aus dem Grab

Die drei ??? - 128. Schatten über Hollywood

Die drei ??? - 127. Schwarze Madonna

Die drei ??? - 126. Schrecken aus dem Moor

Die drei ??? - 125. Feuermond

Die drei ??? - 124. Geister-Canyon

Die drei ??? - 123.Fußballfieber

Die drei ??? - 63. Fußball-Gangster

Die drei ??? - 62. Spuk im Hotel

Die drei ??? - 61. und die Rache des Tigers

Die drei ??? - 60. Dopingmixer

Die drei ??? - 59. Giftiges Wasser

Die drei ??? - 58. und der verrückte Maler

Die drei ??? - 57. Tatort Zirkus

Die drei ??? - 56. Angriff der Computerviren

Die drei ??? - 55. Gekaufte Spieler

Die drei ??? - 54. Gefahr im Verzug

Die drei ??? - 53. und die Automafia

Die drei ??? - 52. und die Musikpiraten


Die drei ??? - 150. Geisterbucht



Erster Eindruck: Moby Dick und indische Drohungen

Überraschend vererbt der verstorbene Harry Schreber den drei ??? einen Umschlag, in dem sich ein Rätsel verbirgt. Doch noch ist Justus, Peter und Bob nicht klar, wohin sie geführt werden sollen. Erst die Durchsuchung eines alten Flugzeuges aus dem Besitz des exzentrischen Mannes gibt erste Erkenntnisse. Doch was genau soll „Rashuras Schatz“ sein?

Wieder findet bei einer der bekanntesten Hörspielserien, „Die drei ???“ von Europa, ein Jubiläum statt: Die 150. Folge ist wieder eine Dreifachfolge mit dementsprechend erhöhter Laufzeit. Und das verlangt nach einer umfangreicheren und komplexeren Geschichte. „Geisterbucht“ ist deren Titel – und kann tatsächlich über die 3 Stunden richtig gut unterhalten. Der Anfang mit der Präsentation des merkwürdigen Rätsels weckt schon einmal reichlich Interesse, bietet reichlich Aufhänger für die nachfolgenden Verwicklungen. Und diese sind opulent ausgeführt, viele verschiedene Storylinien, Winkelzüge und Verdachtsmomente lassen den Handlungsverlauf stets dynamisch und kurzweilig werden. Dass dabei auch brenzlige Situationen für die Detektive entstehen, war nicht nur vorhersehbar, sondern ist auch richtig spannend. Nicht nur, dass zeitweilig alle drei außer Gefecht gesetzt wurden, sie schweben auch teilweise in Lebensgefahr. Ein tödliches Ultimatum für Bob ist ein weiteres Beispiel hierfür und lässt eine tollen Spannungsbogen entstehen. Obwohl immer gleich mehrere Stränge und Hinweise verfolgt werden, verliert man zu keiner Zeit den Überblick, was auch an der geschickten Erzählweise mit den eingebauten Zusammenfassungen liegt. Alles steuert auf einen grandiosen Höhepunkt mit überraschender Auflösung hin, in dem alle Stränge zusammengeführt werden und auch kleine Ungereimtheiten, die aufgefallen sind, aufgelöst werden. Gute drei Stunden spannende Unterhaltung, die die typische Atmosphäre der Serie mit einer umfangreichen Handlung und vielen gelungenen Szenen kombiniert.

Ein ganzes Arsenal an Sprechern wurde für diese lange Produktion aufgefahren, wie immer stehen aber natürlich Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich als Justus, Peter und Bob im Vordergrund – und das von Beginn an. Durch ihren Charme, ihre Spontanität und ihre hingebungsvolle Liebe zu diesem Projekt haben sie es sich redlich verdient, dieses Jubiläum mitzuerleben. Frank Manson wird von Wolfgang Condrus gesprochen, dessen prägnante Stimme auch hier für Akzente sorgen kann und der mit seiner gelungenen Interpretation einen kleinen roten Faden durch die Handlung bieten kann. Auch der bekannte Comedian Bernhard Hoecker gibt sich die Ehre und beweist als Taylor, dass er auch in diesem Gebiet eine gute Figur machen kann. Weitere Sprecher sind Kostja Uhlmann, Tobias Schmidt und Dirk Bach.

Die akustische Gestaltung der Serie funktioniert auch hier wieder hervorragend, was insbesondere an der passenden Musik liegt. Hier wurde für die jeweilige Stimmung die passende Melodie gefunden, auch das manchmal auftauchende indische Thema wird aufgegriffen. Die Geräusche sind immer gut eingefügt und lassen die jeweiligen Szenen lebendiger wirken.

Legt man die drei einzelnen Cover zusammen, zeigt sich ein einziges großes Motiv, das in stimmungsvollen Gelb- und Orangetönen einen Sonnenuntergang darstellt. Das Besondere: Aus jeder Folge wurde hier ein bestimmtes, wichtiges Motiv gezeichnet, so wird der Verlauf der Handlung verfolgt. Auch der Pappschuber ist mit diesem Panoramabild versehen und hübsch anzusehen.

Fazit: Dreifache Laufzeit, hohe Spannung, zahlreiche Handlungsbögen, komplexe Geschichte und ein richtig großer Hörspielspaß.

VÖ: 11.November 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978015020


Die drei ??? - Top Secret – 3. High Strung



Erster Eindruck: Gesucht: Elvis-Poster und Madonna-Foto

Justus Jonas nimmt an einem Gewinnspiel im Radio teil, von den in Aussicht stehenden 5000$ will er sich endlich ein Auto kaufen. Jeden Tag gibt der Sender ein Ding bekannt, welche gesammelt werden sollen. Dank des Schrottplatzes hat er natürlich einen kleinen Vorsprung – bis eingebrochen wird und alle Sachen entwendet werden. Die drei ??? machen sich auf die Suche nach dem Dieb...

Drei verschollene Vorlagen der Hörspielserie „Die drei ???“ sind nach einigen Jahren wieder aufgetaucht, und um den Fans auch diese nicht vorzuenthalten wurden sie neu vertont. Den Abschluss dieser kleinen Sonder-Mini-Serie macht „High Strung“, in der die Hobbydetektive mal keinem Auftraggeber helfen, sondern mal ganz eigennützig handeln. Neben der Jagd auf den Dieb, die eher gemächlich denn hochspannend geschildert wird, ist auch immer noch die Suche nach den vom Radiosender geforderten Gegenständen ein Thema, was immerhin einige recht witzige Ideen hervorbringt. Doch der Verlauf der Handlung stockt an einigen Stellen und vermag es leider nicht – wie andere Folgen der Serie – zu begeistern. Hinzu kommt, dass einige Elemente einfach zu vorhersehbar sind und prinzipiell schon zu Beginn feststehen. Hier werden eingetretene Pfade benutzt, die zudem nicht sonderlich phantasievoll ausgeschmückt wurden. Dennoch, der Kult-Faktor der Serie und die nicht zu überhörende Rückkehr zu alten Motiven mag Fans von Justus, Peter und Bob zu überzeugen – und schließlich wird nicht verheimlicht, auf was für einer Vorlage die Folge basiert und was einen erwartet. Das „Top Secret“-Experiment wird somit mit einer nicht ganz so gelungenen Folge abgeschlossen.

Dustin Sattler-Semmelrogge spricht die interessante Rolle des Stinky Rossiter recht launig und passt gut in die gelockerte Atmosphäre, die von den drei Hauptsprechern vorgegeben wird. Marek Harloff ist als Eric Mukogawa ebenfalls eine gute Wahl, er klingt durchgehend überzeugend und kann einen positiven Eindruck hinterlassen. Reinhilt Schneider ist in einer kleineren Rolle als Rosie zu hören und bringt ihre unverwechselbare Stimme wieder gut zur Geltung. Weitere Sprecher sind Krystian Martinek, Ingo Mommsen und Mike Olsowski.

Die akustische Umsetzung orientiert sich selbstverständlich an den heutigen Produktionsstandards denn an dem Sound der 80er. Nur bei der Musik wurde hörbar Wert darauf gelegt, auch ein wenig Stimmung der späten 80er aufkommen zu lassen, was sich insgesamt aber gut einzufügen weiß. Die Geräusche sind wie immer vielfältig und glaubhaft eingesetzt.

Hübsch anzusehen ist das Cover, das im typischen Stil der Serie gehalten ist. Neben dem schwarzen Rahmen, der zum Markenzeichen geworden ist, bedeutet dies ein stilisiertes Bild, hier mit dunklen Farben, das einen maskierten Mann vor einer untergehenden Sonne zeigt. Bei einer Sonderfolge der Serie hätte ich mir allerdings schon ein wenig Bonusmaterial gewünscht.

Fazit: Vorhersehbare Geschichte, die teilweise nicht so recht zu wissen scheint, wo sie eigentlich hin will. Leider kein runder Abschluss des Top-Secret-Specials.

VÖ: 11.November 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886977733529


Die drei ??? - 149. Der namenlose Gegner



Erster Eindruck: Unerwartete Freundschaft

Die drei ??? werden in eine Stadt gerufen, in der eine Gruppe von Vandalisten ihr Unwesen treibt. Doch Bob fällt bei der Lösung des Falles aus, da er ein paat Tage bei einer Tante verbringen soll. Doch im letzten Moment weigert er sich und eilt zu seinen beiden Kollegen – und hat prompt einen Unfall, bei dem er sein Gedächtnis verliert...

Nach einigen Folgen, in denen das scheinbar Übernatürliche eine große Rolle gespielt hat, sind in der 149. Folge der Kult-Serie „Die drei ???“ rein irdische Vorgänge der Ausgangspunkt der Serie. Es tut gut und ist erfrischend anders, mal kein großes Geheimnis aufdecken zu müssen, sondern schlichte Detektivarbeit zu Ohr zu bekommen. Dass das nicht ins Unbedeutende abrutscht, dafür sorgt ein interessanter Kniff: Bob, der sein Gedächtnis verliert und nicht einmal mehr seinen Namen kennt, freundet sich ausgerechnet mit dem Erzfeind des Juniordeteltivclubs Skinny Norris an – der dies sofort ausnutzt und Bob gegen seine Kollegen aufhetzt. Dies wird im Mittelteil der Folge erzählt und hat einige gute Elemente, wird aber nicht vollends ausgekostet und hätte noch farbintensiver ausgeführt werden können. Und auch der Fall an sich hat einen guten Ansatz, bleibt aber ein bisschen blass. Langeweile kommt zwar keine auf, aber eben auch keine Hochspannung. „Der namenlose Gegner“ ist durch die plötzliche Feindschaft zwischen den drei ??? pfiffig, scheint aber insgesamt zu wenig zielstrebig.

Andreas von der Meden, der die Serie von Anfang an begleitet, ist hier mal wieder als Skinny Norris zu hören, in der immer wieder kehrenden Rolle fühlt er sich hörbar wohl und kann neben dem Altbekannten auch neue Nuancen einbringen. Annabelle Krieg ist als Mina Parker zu hören und spricht die gefühlsbetonte junge Frau mit Leidenschaft, übertreibt aber zu keiner Zeit. Henry König und Konstanze Ullmer sind als Ehepaar Andrews zwar nur kurz zu hören, hinterlassen aber einen guten Eindruck. Weitere Sprecher sind Tim Grobe, Julia Fölster und Luise Lunow.

Die musikalische Umsetzung stammt wieder aus dem Europa-Archiv, ein immer wiederkehrendes Thema dieser Folge erinnert an die neue deutsche Welle und bringt durchaus Schwung mit sich. Ansonsten können sich die eingefügten Geräusche positiv herausstellen, die wieder sehr glaubwürdig klingen und passgenau eingebaut sind.

Auf dem Cover zu sehen ist eine nächtliche Szene, bei der eine Fledermaus vor dem hell strahlenden Mond fliegt. Das eigentliche Motiv, ein mit Zaun abgesperrtes und verfallenes Industriegebäude, liegt im Dunkeln und fällt eher weniger auf. Im Inneren lässt sich neben den nötigsten Angaben Werbung für andere ???-Produkte finden.

Fazit: Ein bodenständiger Fall, aufpoliert mit Bobs plötzlicher Wandlung und einer daraus resultierenden interessanten Situation.

VÖ: 7.Oktober 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014924


Die drei ??? - Top Secret – 2. House of Horrors



Erster Eindruck: Böse Wanderfüße!

In einem Vergnügungspark treffen die drei ??? einen neuen Bekannten. Tony berichtet ihnen von seltsamen Geräuschen in der Geisterbahn. Natürlich sind Justus, Peter und Bob sofort Feuer und Flamme, steigen selbst in die Achterbahn machen auf ihrer Fahrt eine merkwürdige Entdeckung. Doch was dann passiert, liegt zum Teil in deiner Hand...

Mit dem zweiten Teil der verschollenen Manuskripte der drei ???, die in der Mini-Reihe „Top Secret“ veröffentlicht werden, ist mal wirklich eine ganz besondere Folge entstanden. Denn statt eine gradlinige Geschichte zu erzählen, wird der Hörer am Ende eines Tracks dazu aufgefordert, die nächsten Aktivitäten der drei Hobbydetektive und ihres neuen Freundes Tony selbst zu bestimmen. Die Wahlmöglichkeiten sind mal offensichtlich richtig oder falsch, mal wirken aber auch alle Versionen sinnvoll, sodass ein wenig Glück dazu gehört, bis man am Ende den Fall selbst gelöst hat. Doch dies ist gar nicht so einfach, denn manche Wege führen unweigerlich ins Verderben der Personen und damit zum Ende des Falles. Und da frustriert es schon ein wenig, wenn man sich minutenlang durch die Handlung geklickt hat, um dann zu einem erneuten Versuch aufgefordert wird und bei Track 1 wieder anfangen muss. Die Möglichkeit, an einer bestimmten Stelle noch einmal anzufangen, gibt es nur, wenn man sich die jeweilige Tracknummer gemerkt hat. Trotzdem macht diese Reise durch die verschiedenen Möglichkeiten echt Spaß, zumal der Humor hier definitiv nicht zu kurz kommt. Da rennt Justus vor einer Schätzung seines Gewichts weg, stürzt Skinny Morris die drei ins Verderben oder gerät Bob mit Tony in die Fänge einer ziemlich obskuren Sekte. Auch die Kommentare aus dem Off tragen teilweise zur Erheiterung bei, beispielsweise wenn die Sprecherin den Unmut über einer merkwürdige Entscheidung kund tut. Einen durchdachten Fall voller Spannung sollte man hier allerdings nicht erwarten, vielmehr ist das Erlebnis, selbst die Entscheidungen zu treffen, der eigentliche Aufhänger der Folge. Darauf muss man sich einlassen (und dem Muss man sich vorher auch bewusst sein), dann wird man mit einem witzigen und außergewöhnlichen Hörerlebnis belohnt.

Zahlreiche Sprecher sind hier zu hören, vielen nur in kurzen Nebenrollen von ein paar Sätzen. Durch die gesamte Handlung wird man neben den drei Hautsprechern von Stefan Kaminski als Tony begleitet, der mit seiner witzigen Art die humorvollen Szenen einfangen kann, aber auch die spannenderen Momente gut herüber bringt. Off-Sprecherin ist Claudia Stocksieker, die neben den einfachen Ansagen zur Trackwahl auch an den teils bissigen Kommentaren hörbar Freude hat. Zu erwähnen ist wohl noch Verena Wolfien, die die geheimnisvolle Figur der Lily sehr lebendig darstellt. Weitere der vielen Sprecher sind Tommaso Cacciapuoti, Santiago Ziesmer und Patrick Bach.

Neben der wohl bekannten alten Titelmelodie sorgen auch zahlreiche andere Musikstücke, die in den vorangegangenen Folgen bereits eingesetzt wurden, eingesetzt worden und erzeugen so echtes Drei ???-Feeling. Dabei wird darauf sowohl während einiger Dialoge als auch als stimmungsvoller Pausenfüller gesetzt. Die Geräusche fügen sich wie bei jeder anderen Folge auch gut in die Handlung ein.

Das Bild eines in verschiedenen Farben beleuchteten Skeletts ist das Motiv für das Titelbild, was gut zu den anfänglichen Szenen passt. Gut auch, dass hier schon der Hinweis angebracht wird, dass es sich um einen Mitratefall handelt, was auch bei der Lektüre des Klappentextes ersichtlich wird. Im Booklet ist eine Auflistung der Tracks zu finden, die allerdings nur bedingt hilfreich ist. Wünschenswert wäre es allerdings gewesen, einen Musterweg abzudrucken, damit man den Fall wenigstens einmal ohne große Probleme hören kann.

Fazit: Ein guter Mitratefall mit viel Humor und witzigen Szenen, bei dem der Weg durch die Handlung viel Spaß macht. Die teilweise abrupten Enden trüben aber den Spaß ein wenig.

VÖ: 19.August 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886977733628


Die drei ??? - 148. und die feurige Flut



Erster Eindruck: Mysteriöse Vorkommen und ein schrecklicher Fluch

Allie Jamison sieht nur einen Ausweg aus ihrer verzwickten Lage: die Hilfe von Justus, Peter und Bob alias Die drei ???. Bei einem Streit ist sie von Alchemisten mit einem Fluch beladen worden und hat nur kurze Zeit, bis ein schreckliches Unglück geschehen wird. Ein Rätsel soll aus ihrer misslichen Lage helfen, doch den drei Detektiven droht bald höchste Gefahr...

Nicht alle neuen Folgen der Hobbydetektiv-Reihe Die drei ??? konnten ihre Fans überzeugen, besonders Freunde der alten Folgen waren mit den neuen Entwicklungen nicht unbedingt einverstanden. Was liegt also näher, als diese an die „guten alten Zeiten“ zu erinnern und einen Charakter aus einer früheren Folge einzubauen? Geschehen ist dies mit Allie Jamison in der 148. Folge „und die feurige Flut“, die tatsächlich runder und stimmiger wirkt – allerdings nicht nur wegen Allies erneutem Auftauchen, das ist und bleibt ein nettes Gimmick. Vielmehr kann hier die sehr gelungene Stimmung und das ungewöhnliche Setting punkten. Justus, Peter und Bob ermitteln in einem Milieu, das sich aus Zauberern, Wahrsagern und Alchemisten zusammensetzt, was dem ganzen eine mysteriöse und stellenweise unheimliche Atmosphäre verleiht. Diese wird auch voll ausgekostet und ist die große Stärke der Folge. Ergänzt wird dies durch einen spannenden Fall, der wieder typischer für die Serie ist und auch richtig auf Spannung setzt. Eine insgesamt wirklich gute Folge der Reihe mit einer Vielzahl von gelungenen Elementen.

Katrin Fröhlich ist in dieser Folge als Allie Jamison zu hören und kann mit ihrer frischen Art überzeugen, ihre Passagen werden durch ihre Lebendigkeit glaubhaft umgesetzt. In der gelungenen Rolle der Ursula Burns kann Birke Bruck mit einer interessanten Stimmfärbung für stimmungsvolle Momente sorgen. Wie immer gut gefällt mir Holger Mahlich als Inspektor Cotta. Seine lange Zugehörigkeit zu der Serie gehört fast ebenso dazu wie die drei Hauptsprecher, was er sich durch seine gute Sprechweise verdient hat. Weitere Sprecher sind unter anderem Monty Arnold, Peter Weis und Dagmar Dreke.

Eine der großen Stärken der Serie ist die akustische Untermalung, die sich seit vielen Jahren kaum verändert hat. So ist während der Handlung keine Musik zu hören, dieses beschränkt sich auf den instrumentalen Titelsong. Dafür sind zahlreiche Geräusche eingebaut, die das Geschehen sinnvoll untermauern und viele Stimmungen unterstützen können.

Das Cover zu dieser Folge gefällt mir ausnehmend gut, zumal hier eine Szene aus dem Hörspiel gezeigt wird. In einem gemauerten Tunnel wird eine Silhouette von hinten beleuchtet – von einem lodernden Feuer. Die Farbgebung ist ansprechend und bildet einen reizvollen Kontrast. Die restliche Gestaltung hat den modernen Look gut angenommen.

Fazit: Eine sehr runde und gelungene Folge der Serie mit einer wunderbaren Atmosphäre – hat mir gut gefallen!

VÖ: 19. August 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014825


Die drei ??? - 147. Grusel auf Campbell Castle



Erster Eindruck: Peter geht baden

Adam Campbell sucht Hilfe bei den drei ???, nachdem er eine spiritistische Sitzung abgehalten und diese auf einem Tonband aufgezeichnet hat. Hier erfährt er von einem geheimnisvollen Vermächtnis. Justus, Peter und Bob nehmen natürlich sofort die Ermittlungen auf und geraten dabei in große Gefahr – sollte es tatsächlich spuken?

„Grusel auf Campbell Castle“ lautet der Titel der mittlerweile 147. Folge der beliebten Detektivreihe „Die drei ???“, doch der im Titel vollmundig angekündigte Gruselfaktor ist hier leider nicht spürbar. Sicherlich, das anfängliche Tondokument mit der Seance, die Adam Campbell eigentlich zum Geldverdienen abgehalten hat, ist gut und stimmungsvoll umgesetzt, die leicht verzerrten Stimmen und der unbekannte Geist sorgen für einen atmosphärischen Einstieg. Nur danach nutzt die Geschichte leider nicht den erhaltenen Auftrieb und kann keine wirkliche Spannung erzeugen. In gemächlichem Tempo gehen die Ermittlungen voran, ohne rechte Höhepunkte oder weitreichende Erkenntnisse – zu viel Dialog, zu wenig Handlung. Dabei sind die Charaktere durchaus wieder gut ausgearbeitet und bergen das Potenzial zu einer guten Geschichte. Gegen Ende überschlagen sich dann die Ereignisse, innerhalb weniger Minuten werden so viele Themen eingebracht, tauchen so viele Figuren auf, dass man sich fragt, warum hier nicht besser im Mittelteil hingearbeitet wurde. Zumal die Lösung der Erbschaftsangelegenheit doch ein wenig haarsträubend und unglaubwürdig daher kommt. Schade, aber nach der gelungenen Introszene wurden einige Chancen vertan, die Folge zu einer guten werden zu lassen.

An guten Sprechern mangelt es hingegen nicht, besonders Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich sind wieder gut drauf, ihre sympathische und spontane Art wirkt auch hier wieder erfrischend. Als Adam Campbell ist Santiago Ziesmer zu hören, seine unverkennbare Stimme hat hier einen eher ernsten Klang angenommen, sodass man ihm auch den Schlossbesitzer abnimmt. Stefan Kaminski gestaltet auch die Rolle des Mr. Prescott mit seinem wandelbaren Ausdruck zu einem interessanten Charakter. Weitere Sprecher sind unter anderem Katja Brügger, Ben Hecker und Andreas von der Meden.

Die atmosphärische Gestaltung kann hier leider die etwas lahme Geschichte nicht auffangen, will aber glücklicherweise auch nicht gezwungen gruselige Stimmung aufkommen lassen. Die anfängliche ist hier gut umgesetzt, und auch der Rest ist solide produziert und mit etlichen glaubhaften und gut eingebauten Geräuschen wie immer ansprechend umgesetzt.

Ein altes Gemälde im Kerzenschein, das in der Geschichte eine nicht unwichtige Rolle spielt, ist auf dem Cover zu sehen. Schade nur, dass man beim genauen Betrachten schon etwas Entscheidendes der Folge erahnen kann. Der typische Stil der Serie wird hier selbstverständlich beibehalten, die übrige Aufmachung ist gleich geblieben und präsentiert übersichtlich die notwendigen Angaben.

Fazit: Nach einem guten Intro plätschert die Folge nur noch daher, da kann auch leider der gute Sprechercast nichts mehr raus holen. Der neue Fall der drei ??? hat zu wenig Handlung im Mittelteil und zu viel davon am Ende.

VÖ: 24.Juni 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014726


Die drei ??? - 146. Der Biss der Bestie



Erster Eindruck: Spuk im Naturkundemuseum?

Peter und Bob können es nicht fassen – Justus hat doch tatsächlich einen Job als Babysitter für das engagierte Detektivtrio angenommen. Allerdings ist dies der einzige Weg, wie die im Naturkundemuseum ungestört herumschnüffeln können, denn dort soll es angeblich spuken. Treibt das Skelett des Säbelzahntigers tatsächlich nachts sein Unwesen und verletzt Leute?

Seit über dreißig Jahren begeistern die drei Fragezeichen ihre Hörerschar, damit hat sie sich nicht nur zu einer der längsten, sondern auch zu einer der bekanntesten Hörspielserien Deutschlands gemausert. In letzter Zeit kommt des öfteren Kritik an den neuen Folgen auf, Nummer 146 mit dem Titel „Der Biss der Bestie“ ist allerdings sehr gut gelungen und dürfte bei objektiver Betrachtung den Großteil der Kritiker verstummen lassen. Die Folge beginnt in ihrer gewohnt lockeren Art mit dem leicht flapsigen Unterton, schlägt aber schon bald eine geheimnisvollere Richtung ein. Erster Höhepunkt ist dann die erste Nacht in dem Museum, und spätestens hier ist de Hörer von der mysteriösen Stimmung gefangen und erwartet mit Ungeduld die kommenden Ereignisse. Diese folgen dann tatsächlich auch Schlag auf Schlag, die Dichte der Geschichte hat sich gegenüber den Vorgängern noch einmal gesteigert. Auch ist der Verlauf und der Hintergrund der Geschichte besser durchdacht und würzt ein recht typisches Abenteuer mit einigen überraschenden Elementen, die man so vorher nicht erwartet hätte. Hier wird die volle Stärke der Serie ausgespielt, ein bisschen Grusel hinzugefügt und fertig ist eine der gelungensten Folgen der letzten Zeit.

Wie immer ist die Auswahl der Sprecher hervorragend, allesamt passen sehr gut zu ihren Rollen und sorgen für ungetrübten Hörgenuss. Gelobt sei wieder einmal das wunderbare Trio Jens Wawrczeck, Oliver Rohrbeck und Andreas Fröhlich, die mit ihrer lockeren und ungezwungenen Art sehr spontan wirken und sich in mehreren Jahrzehnten völlig in die Rollen eingespielt haben. In dieser Folgen könne zudem Philipp Drager und Jacob Meyerhoff als junges Geschwisterpaar Jamie und Sammy mit glaubwürdiger Aussprache überzeugen, die für so junge Sprecher keineswegs selbstverständlich ist. Weitere Sprecher sind Ingeborg Kallweit, Ingo Nommsen und Wolfgang Völz.

Auch die akustische Umsetzung dieser Folge ist insgesamt gut gelungen, insbesondere die Geräusche sind die große Stärke der Serie. So werden die einzelnen Dialoge durch den Einsatz von glaubwürdigen Sounds zu den jeweiligen Handlungen noch greifbarer. Auch die Musik ist mal wieder im gewohnten Stil der Serie, sodass wieder alles gut zusammenpasst.

In der Folge geht es um das Skelett eines Säbelzahntigers, und natürlich ist dieses auch auf dem Cover zu sehen. Das wirkt ziemlich beeindruckend, was sicherlich auch an der interessanten Beleuchtung von hinten sowie an den gewählten düsteren Blau- und Grüntönen liegt. Die restliche Aufmachung ist ebenfalls bereits hinlänglich bekannt.

Fazit: Mal wieder eine sehr gelungene Folge der drei ??? mit einer glaubwürdigen und temporeichen Geschichte. Weiter So!

VÖ: 6. Mai 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 801462 7


Die drei ??? - Top Secret – 1. Brainwash



Erster Eindruck: Neues vom Alten

Als Jugendliche aus Rocky Beach verschwinden, kommen die drei ??? auf die Spur einer Sekte, die sich SynRea nennt. Verdeckt schleusen sich Justus, Peter und Bob ein und wollen wissen, was dahinter steckt. Doch schnell werden die drei voneinander getrennt, und so muss jeder selbst den Versuchungen widerstehen, die ihnen angeboten werden...

Die Kult-Serie „Die drei ???“ wird schon seit längerem komplett in Deutschland geschrieben. Doch nun sind drei Manuskripte des amerikanischen Autors Peter Lerangis aufgetaucht, die nun auch von Europa vertont wurden und in einer kleinen Mini-Serie mit drei Folgen veröffentlicht werden. Den Anfang macht „Brainwash“, und hier merkt man gleich zu Beginn, dass hier ordentlich auf den Retro-Faktor gesetzt wird – der alte Titelsong ist wieder da! Und auch die Geschichte ist eher mit den früheren Folgen als den heutigen Produktionen zu vergleichen. Die Ermittlungen von den drei Detektiven sind durchaus spannend erzählt, besonders da die verschiedenen Umgangsweisen mit der Gruppe deutlich heraus gestellt werden. Auch, dass einer der drei tatsächlich beginnt, sich in dem Gelände der Sekte heimisch zu fühlen, macht die Sache interessanter, ebenso wie die kühle Logik von Justus. Der Verlauf ist flüssig, kommt aber manchmal ins Stocken, das Ende ist spannend erzählt. Allerdings wirkt die Geschichte dann doch recht unglaubwürdig, der Ansatz ist dann doch etwas zu weit her geholt, was sich auch in der Auflösung nicht von der Hand weisen lässt. Immer wieder hat man im Hinterkopf, dass doch alles übertrieben wirkt – und das stört den Hörgenuss. So wird Brainwash zu einer soliden Folge, die das interessante Projekt der „verschollenen Folgen“ zumindest schon mal genügend Aufmerksamkeit verschaffen dürfte.

Auf einen Erzähler wird hier komplett verzichtet, und auch andere wiederkehrende Nebenrollen sind nicht zu hören – dafür jede Menge Gastsprecher. Fabian Harloff ist beispielsweise als Ben mit dabei und trifft mit seiner variationsreichen Stimme immer die jeweilige Situation, könnte allerdings teilweise etwas mehr aus sich hinaus gehen. Celine Fontanges ist als O-Ian, einem Mitglied der Sekte zu hören, ihre angenehm lockere Art passt sehr gut zu dieser Serie. Auch Rasmus Borowski kann als Spud mit glaubhaftem Acting punkten. Weitere Sprecher sind Wolfgang Kaven, Marion von Stengel und Edgar Bessen.

Wie oben bereits erwähnt hat man für diese Spezial-Folge auf den guten alten Titelsong zurückgegriffen, um den Retro-Effekt zu verstärken. Ansonsten ist die Produktion, insbesondere die der Geräusche, eher auf dem heutigen Stand, die Dumpfheit, die einige der früheren Folgen begleitet hat, wurde sinigerweise nicht übernommen.

Klar, dass hier auch nicht auf den typischen Look der Serie verzichtet wurde, den sofort jeder mit der Serie in Verbindung bringt. Auf dem Cover zu sehen ist eine mysteriöse Szene, in der der Sektenführer aus dem Fernsehen stiert. Die restliche Aufmachung ist übernommen worden, im Inneren des kleinen Booklets findet man einen Ausblick auf die weiteren beiden Folgen.

Fazit: Ein interessantes Experiment und gut produziert sowieso, nur mag bei dieser Geschichte der Funke nicht restlos überspringen.

VÖ: 8. April 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886977733321


Die drei ??? - 145. und die Rache des Samurai



Erster Eindruck: Schlossinternatskämpfer

Es geht Merkwürdiges vor im Internat Shadow Stone – ein Schüler ist verschwunden und niemand scheint wirklich an der Aufklärung des Falles interessiert zu sein. Nur der stellvertretende Direktor der Schule schleust die drei ??? ein, um im Umfeld einer Samurai-AG zu ermitteln. Doch Justus, Peter und Bob haben nicht nur mit den fiesen Streichen ihrer neuen Mirschüler zu kämpfen...

Samurai ist ein bisher recht unverbrauchtes Thema bei der kultigen „Die drei ???“-Serie von Europa. Auch Internate bringen immer wieder frischen Schwung in die Handlungen. Auch der Schauplatz eines alten Schlosses kann zu einer atmosphärisch stimmigen Folge führen. Doch kombiniert man dies alles, ist es anscheinend etwas zu viel des Guten, wie die 145. Folge der Juniordetektivreihe beweist. Die Folge kommt nur sehr gemächlich in Fahrt, bis die drei im Internat angekommen sind vergeht schon mal einige Zeit, und auch danach wird sich nicht direkt dem Fall gewidmet. Hinzu kommt, dass sich bei dieser Themenflut kein Aspekt wirklich entfalten kann, alles wird routiniert abgearbeitet ohne Tiefgang zu bieten. Schade, denn grundsätzlich ist die Idee des Hörspiels nichts allzu schlecht, und stellenweise ist die Atmosphäre richtig gut gelungen. Doch es mangelt an Spannung, was auch daran liegen mag, dass viele Dinge nur aus zweiter Hand erzählt werden, viele Gespräche und wenig Handlung führen leider nicht gerade zu einem aufregenden Verlauf. Gerade bei der etwas langatmigen Auflösung hätte ich mir dies gewünscht. Bleibt zu erwähnen, dass die Figuren mal wieder gut miteinander harmonieren und sich gegenseitig ergänzen. Ein wenig mehr Pepp hätte hier doch ganz gut getan, so kommt „Die drei ??? und die Rache der Samurai“ leider nicht über das Mittelmaß der Serie hinaus.

Zahlreiche Gastsprecher sind hier zu hören, die meisten machen ihre Sache recht gut. Gefallen hat mir beispielsweise Jasmin Wagner als Mandy, die das junge Mädchen mit viel Charme in ihrer angenehmen Stimme ausstattet. Leonard Mahlich kann als Sean Doherty wieder einmal eine andere Seite zeigen und wirkt trotz häufigen Auftauchens in der Serie frisch. Wilfried Diallaz spricht Takasi Yukawa sehr professionell, ohne zu viel Routine aufkommen zu lassen. Michael Lott, Jesse Grimm und Jens Wendland sind ebenfalls in Gastrollen zu hören.

Die musikalische Gestaltung bewegt sich auf dem Niveau der vorangegangenen Folgen – nicht sonderlich auffällig, aber durchaus atmosphärisch und zu der Geschichte passend. Eine wirkliche Bank sind bei dieser Serie die Geräusche, die für ziemlich viel zusätzliche Stimmung sorgen und immer glaubhaft und passend eingebaut sind – hier ist die Qualität mal wieder hoch.

Zwei japanische Samurai-Kämpfer, ganz in schwarz gehüllt, fast schon schattenhaft, vor dem Hintergrund eines leuchtenden Sonnenuntergangs und dem Internat – die Titelillustration versprüht sehr viel Stimmung und ist ein echter Hingucker. Die Idee, Cover mit ähnlicher Farbgebung im Booklet abzudrucken, ist auch hier gut gelungen.

Fazit: Hier weiß die Folge anscheinend nicht so recht, wo sie hin will und bleibt dementsprechend etwas blass – schade, denn gute Ansätze sind vorhanden.

VÖ: 4. März 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014528


Die drei ??? - 144. Zwillinge der Finsternis



Erster Eindruck: Die Bücher des Teufels

Bei einer Auktion hat Titus Jonas eine Kiste mit alten Büchern ersteigert – mit ungeahnten Folgen. Nicht nur ein Antiquar interessiert sich für sie, eine vermummte Gestalt entwendet eines. Es stellt sich heraus, dass es sich um zwei Bücher, die Zwillinge der Finsternis, handelt – unschätzbare Werke in denen Zaubersprüche stehen sollen. Und dann taucht der Politiker Arthur Sinclair auf, der die Bücher für sich beansprucht...

Ein Hauch des Unheimlichen, Übersinnlichen hat der Kult-Serie „Die drei ???“, die seit 144 Folgen die Hörspielwelt mal mehr und mal weniger begeistert, immer recht gut gestanden und Würze in die Geschichten gebracht. „Zwillinge der Finsternis“ beschäftigt sich nun schon mehr als nur ein bisschen mit Magie, die Geschichte um die beiden angeblich vom Teufel selbst erschaffenen Bücher steckt von Anfang an voller merkwürdiger Ereignisse, die sich vorerst nicht logisch erklären lassen. Sofort zu Anfang kommt eine sehr mysteriöse, vermummte Gestalt vor, weiter geht es mit scheinbar lebenden Nebelschwaden, Schneefall mitten im Sommer und einem unheimlichen Feuerritual –allesamt Szenen mit sehr intensiven Stimmungen, die den Verlauf der Geschichte sehr interessant gestalten. Aus diesen Situationen zieht „Zwillinge der Finsternis“ seinen Reiz, macht den Verlauf spannend, zumal immer neue Wendungen oder Erkenntnisse für Abwechslung sorgen. Da kann man vielleicht die nicht allzu überzeugende Auflösung des Spukspektakels verkraften, die ein wenig konstruiert daherkommt. Die Überführung des Bösewichts im Anschluss kann sich hingegen wieder hören lassen und ist recht einfallsreich gelungen. Eine Folge, deren Hauptteil wirklich Spaß macht, die von Anfang an mit interessanten Elementen überzeugt, am Schluss dann aber etwas strauchelt.

Stark ist wie immer die Besetzung der Sprecher, insbesondere die wichtigen Nebenrollen dieser Folge sind sehr gut besetzt. Joachim Pukaß ist als Arthur Sinclair zu hören, seine kraftvolle und betonte Stimme passt sehr gut zu dem Politiker, er kann in jeder Situation den richtigen Ton treffen. Martin Semmelrogge spricht den zwielichtigen Jeremy Witherspoon und kann mit seiner typischen Art für einen gekonnten Eindruck des unsympathischen Mannes sorgen. Sein Bruder Barnaby wird von Achim Schülke gesprochen, auch er vollbringt einer sehr gute Leistung. Eberhard Haar, Holger Mahlich und Andre Minninger sind ebenfalls zu hören.

Die akustische Gestaltung der Serie hat sich seit langer Zeit nicht mehr verändert, hier wird auf das bewährte Konzept gesetzt. Das bedeutet, dass stimmige Musik mit vielen unterschiedlichen und passenden Geräuschen kombiniert wird, was einerseits die Geschichte gut auflockert, aber auch zusätzliche Spannung verliehen werden kann, während die Handlungen auch akustisch nachvollziehbar sind.

Die geheimnisvolle, vermummte Gestalt vom Anfang der Geschichte ziert auch das Cover der CD, was nicht nur passend ist, sondern mit seiner mysteriösen Wirkung auch viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und die Lust aufs Hören steigert. Die restliche Aufmachung ist bereits hinlänglich bekannt, während im Inneren wieder einige Cover mit ähnlicher Farbstimmung zu sehen sind.

Fazit: Eine Folge, deren Verlauf mich sehr gut unterhalten hat, deren Ende aber nicht wirklich überzeugen konnte. Mir hat es trotzdem gut gefallen.

VÖ: 28. Januar
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014429


Die drei ??? - 143. und die Poker-Hölle

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Erster Eindruck: Großer Ärger im kleinen China

Zufällig werden Justus, Peter und Bob bei einem Botengang für Tante Mathilda Zeuge eines Überfalls: In einer Postfiliale wird einem jungen Mann ein Umschlag mit viel Geld entrissen. Richie Hanson soll ein großes Erbe antreten, doch davor muss er ein kompliziertes Rätsel lösen – wobei die drei Fragezeichen ihm sofort helfen wollen. Dabei geraten sie an einen gefährlichen Betreiber einer illegalen Poker-Hölle...

Aufgrund der kleinen Zwangspause für die beliebte Detektiv-Serie „Die drei ???“ vor einiger Zeit sind nun noch genügend Buchvorlagen vorhanden, sodass der Veröffentlichungsrhythmus sehr hoch ist und nun auch gleich zwei Folgen auf einmal erscheinen können. „Die drei ??? und die Poker-Hölle“ bietet dabei fast schon eine klassische Aufgabenstellung für die Hobbydetektive – und auch am Anfang stolpern sie eher zufällig in ihren neusten Fall. Schnell wird die Handlung gestartet, kein unnötiges Vorgeplänkel oder lange Erklärungen. Eine spannende Szene folgt der nächsten, frühes Highlight ist sicherlich Justus' ferngesteuerter Auftritt in der Poker-Hölle. Doch auch ansonsten ist für Kurzweil gesorgt, stetig wird an der Lösung des Falles weiter gearbeitet. Ein verschlüsseltes Rätsel fordert zwar immer wieder die grauen Zellen des Detektivtrios, folgt aber leider einem bekannten Muster und kann nicht wirklich überraschen. Und das lässt sich auch über die komplette Folge sagen: Gute Elemente, sinnvoll miteinander verbunden und angenehm zu hören, aber leider etwas überraschungsarm.

An den Sprechern ist mal wieder nichts auszusetzen – im Gegenteil, die lockere Art der Serie verleiht dem ganzen Spontanität und Glaubwürdigkeit. Gerrit Schmidt-Foss passt sowohl stimmlich als auch von seiner Sprechweise sehr gut zu dem Trio und ergänzt es als Richie Hanson sehr gut. Robert Misslers unverwechselbare Stimme kann auch als Jackie Jin Akzente setzen, seine Rolle spricht er sehr professionell und glaubwürdig. Andre Minninger, der aus etlichen anderen Gastauftritten bekannt sein dürfte, kann auch hier wieder als Goodween punkten. Weitere Sprecher sind unter anderem Ivo Müller, Corinna Wodrich und Dirk Bach.

Die musikalische Gestaltung dieser Folge ist gut gelungen. Obwohl einige der ausgewählten Melodien schon aus anderen Produktionen aus dem Hause Europa bekannt sind, passen diese sehr gut zu der Geschichte und fügen sich stimmig ins Gesamtbild ein. Besonders gelungen ist auch hier der Einsatz der Geräusche, die perfekt auf die Handlung abgestimmt sind.

Es ist ein düsteres und geheimnisvolles Bild, welches das Cover zu dieser Folge ziert – natürlich im typischen Stil der Serie. Gezeigt wird eine Hand, die auf einen Tisch mit Geld und Pokerkarten greift, sodass gleich die wichtigsten Elemente der Folge dargestellt werden. Der schattenhafte Mann im Hintergrund sorgt noch für ein wenig Stimmung. Ein durchaus ansprechendes Cover.

Fazit: Gute Sprecher, gute Produktion, leider aber nur eine mittelmäßige Story. Wenig überraschend, aber mit einem gelungenen Handlungsbogen.

VÖ: 3. Dezember 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014320


Die drei ??? - 142. Tödliches Eis

Erster Eindruck: Verbrechen bei eisigen Temperaturen

Die Journalistin Carol Ford fragt Justus, Peter und Bob, ob sie an einer Reportage über ein Schlittenhunderennen mitwirken wollen. Die drei ??? stimmen sofort zu und begeben sich in eine Welt voller Eis. Doch bei dem Rennen kommt es immer wieder zu gefährlichen Zwischenfällen, das Leben der Teilnehmer ist in Gefahr. Die Hobbydetektive greifen natürlich sofort ein und haben schnell einen Verdächtigen...

Immer wieder werden für die Juniordetektivserie „Die drei ???“ neue Szenarien erschaffen, die die Geschichten an unterschiedlichsten Schauplätzen spielen lassen und so eine neue Färbung verpassen. In der 142. Folge verschlägt es Justus, Peter und Bob ins ewige Eis, was wieder eine völlig neue Atmosphäre schafft. Denn auch der Hörer fühlt sich schnell in arktische Temperaturen versetzt und kann sich so viel schneller in die Handlung einfinden. Es handelt sich um eine klassische „Wer war's“-Geschichte, in der die drei ??? den Täter überführen müssen. Das ist wieder kurzweilig und gut erzählt, schmückt mit einigen Abstechern oder falschen Fährten die Folge aus und hält sie auf diese Weise interessant. Doch die Motive, die verwendet werden, sind durchaus schon aus anderen Folgen der Serie bekannt, wirkliche Innovation lässt sich nicht ausmachen. Dafür ist dies alles in den gut gelungenen Umfeld des Schlittenhunderennens angesiedelt, was eine insgesamt gute Folge entstehen lässt.

Elena Wilms spricht die Rolle der sympathischen Reporterin Carol Ford und verleiht ihrer Stimme einen sehr freundlichen Klang. Meik Spallek ist in der Rolle des Jared Fox zu hören, der die Folge immer wieder entscheidend zu prägen weiß. Das Trio aus Oliver Rohrbeck, Jens Wawraczek und Andreas Fröhlich ist auch hier wieder eher als Einheit als als Einzelsprecher zu sehen, wie immer ergänzen sie sich hervorragend und können den Eindruck von Spontanität erzeugen. In anderen Rollen sind einige namhafte Sprecher zu finden, beispielsweise Udo Schenk, Robert Missler und Jürgen Thormann.

Nicht immer trifft die musikalische Gestaltung der Serie hundertprozentig die Stimmung, die von der jeweiligen Folge ausgeht. Hier ist dies jedoch gut gelöst, indem viel Atmosphäre von den passenden Geräuschen und auch der wunderbaren Sprecherleistung geschaffen wird. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass die Musik eher zur Übergangsgestaltung denn zur Schaffen von Stimmung dient.

Vom Stil her weicht das Cover zu dieser Folge ein wenig von den Vorgängern ab und zeigt eine klarere Szene: Das Schlittenhunderennen wird auf berstenden Eisschollen dargestellt. Die angedeuteten Berge im Hintergrund und der im Schatten stehende Fahrer sind dann aber doch typisch für die Serie, zumal natürlich auch der schwarze Rahmen als DAS Merkmal der Serie nicht fehlen darf.

Fazit: Ein konventioneller, aber gut und spannend erzählter Fall für die drei ???, der an einem interessanten Schauplatz angesiedelt ist

VÖ: 3. Dezember 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014221


 Die drei ??? - und der dreiTag

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Erster Eindruck: Und täglich grüßt das Fragezeichen

Drei mal der selbe Tag - doch er könnte nicht unterschiedlicher verlaufen.
Die drei ??? kaufen einen alten Projektor und freuen sich über die Entdeckung eines alten Filmes. Neben dem normalen Film ist plötzlich eine schreckliche Gestalt zu sehen. Und ehe es die drei ahnen, sind sie mitten in einem neuen Fall... ("Der Fluch der Sheldon Street")
Dass er plötzlich um Autogramme gebeten wird, überrascht Peter vollkommen. Da ist es nicht verwunderlich, dass er vor seinen Freunden mit der Bekanntschaft von dem süßen Mädchen angibt. Als er jedoch merkwürdige Briefe bekommt, verwandelt sich sein Hochgefühl in einen Albtraum... ("Fremder Freund")
Grafittis bedecken seit neuestem einige Fassaden in Rocky Beach, doch die seltsamen Zeichen sehen so gar nicht nach dem üblichen Geschmiere aus. Bob versucht sie zu entziffern und entdeckt tatsächlich Hinweise, die ihn zu einer alten Ritterlegende führen ("Im Zeichen der Ritter")

Drei mal der selbe Tag - drei völlig unterschiedliche Fälle. "Die drei ??? und der dreiTag", ein Special der berühmten Hörspielserie, spielt mit dem Zufall und zeigt, welch kleine Entscheidungen großen Einfluss auf den weiteren Verlauf im Leben von Justus, Peter und Bob haben können. Drei Fälle sind in der Box enthalten, jeder legt den Schwerpunkt auf einen anderen der Detektive. Die Anfangsszene ist immer die gleiche: Die drei ??? sitzen in einem Café und schreiben einen Bericht zu ihrem vorigen Fall, und dann kommt der Zufall ins Spiel. Je nachdem, wer eine Cola wohin geschüttet hat, treffen die drei ??? andere Charaktere oder sehen Dinge anders und werden so auf drei völlig unterschiedliche Fälle geführt. Doch einige Ereignisse bleiben immer gleich, beispielsweise zieht jeden Tag zur gleichen Zeit ein heftiges Unwetter über Rocky Beach. Wunderbar ist auch das Auftauchen einer gewissen Georgina, in allen drei Fällen, die Freunden von Detektivhörspielen durchaus bekannt vorkommen dürfte. Kleinigkeiten, die in anderen Fällen entscheidend sind, werden nebenbei abgehandelt und finden zwar statt, haben aber keine weitreichenden Konsequenzen mehr - ein witziges und unterhaltsames Gedankenspiel.
Hinzu kommt, dass die drei Fälle ebenfalls wirklich gelungen sind. Justus' Version des Tages hat des Titel "Der Fluch der Sheldon Street" und beschäftigt sich mit organisiertem Verbrechen. Ein einfacher alter Film bringt sie auf die Spur, die sie einigen gefährlichen Situationen aussetzt und in der viele Charaktere bis kurz vor Schluss völlig undurchsichtig scheinen. Sehr spannend und sehr geschickt erzählt.
Peters Tag heißt "Fremder Freund" und beschert ihm neben einem leckeren Schokoladenkuchen einen Stalker. Dieses ernste Thema wird gut behandelt, doch auch ein großer Schuss Humor hat hier seinen Platz. Ein Detektivcasting stellt in mehreren Mini-Szenen, die teilweise nur aus einem Satz bestehen, ein Highlight der Folge dar - und auch Georgina taucht hier wieder auf. Hier geht es nicht um Verbrechen im großen Stil, sondern um die Gefahr und die Bedrohung, die von einem einzigen, psychisch labilen Mann ausgehen kann. Eine recht außergewöhnliche Folge, aber sehr gelungen.
Bob blüht in "Im Zeichen der Ritter" auf, denn hier gilt es, viele Fakten zusammenzutragen und Geheimnisse aus der Vergangenheit aufzudecken. Die alte Legende rund um die geheimnisvollen Ritter wird sher gut in die Gegenwart übertragen und sorgt dort für einen spannenden und kurzweiligen Fall. Besonders das merkwürdige Verhalten einiger Mitmenschen ist sehr gut dargestellt. Ein fast schon klassischer Fall für die drei Detektive, ebenfalls spannend und unterhaltsam erzählt.
Dieses Special ist mehr als gelungen, nicht nur weil drei wirklich spannende Fälle erzählt werden, sondern auch weil diese so interessant verknüpft sind, ohne wirklich aufeinander angewiesen zu sein. Sehr empfehlenswert!

Bei gleich drei Fällen gibt es natürlich eine Vielzahl von Sprechern, die sich nur teilweise überschneiden. Steffi Kirchberger, Dirk Bach, Luise Helm, Patrick Bach, Bastian Pastewka, Maud Ackermann und Ernst H. Hilbich sind nur einige der extrem gut besetzten Liste. Im Fall auf der Sheldon Street hat mich Marion Elskis als Tanya Sullivan überzeugt, da sie eine ihrer unzähligen Facetten gekonnt und pointiert präsentiert hat. In "Fremder Freund" kann Gerrit Schmidt-Foss begeistern, sehr variabel und vielfältig sein Auftreten, sehr überzeugend seine sprecherischen Qualitäten. Der wunderbare Douglas Welbat spricht in der dritten Folge den Officer Flann Doyle und kann seine einzigartige Stimme wieder gekonnt zum Einsatz bringen. Natürlich dürfen auch die Stammsprecher nicht fehlen, Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczek, Andreas Fröhlich, Karin Lieneweg, Hans Meinhardt und Thomas Fritsch geben wie immer ein tolles Gespann ab.

Eine besondere Folge - die akustische Untermalung der Geschichten ist im Großen und Ganzen aber dem Rest der Serie treu geblieben. So bekommt man wieder stimmungsvolle und kurzweilige Musik zu Ohr, die von glaubhaften und sinnvoll platzierten Geräuschen unterstützt werden, um die drei Geschichten auszustatten. Gut gefallen haben mir die Übergänge beim Detektivcasting, mit wenig Mitteln wurde hier viel erreicht.

Wie auch bei anderen Dreifach-Folgen der Serie werden die CDs in einem Pappscuber geliefert, jede noch einmal einzeln in einer Extra-Hülle samt dem kleinen Booklet. Dabei hätte man das Beiheft zur Sonderfolge etwas besser ausstatten können, insgesamt überzeugt aber auch hier die schlichte Aufmachung. Witziges Detail: Legt man die Bilder der drei Cover aneinander, ensteht das Titelbild der Box. Hier werden verschiedene Themen aus dem Hörspiel verarbeitet, was einem erst nach dem Hören so richtig auffällt.

Fazit: Drei wirklich tolle Fälle der drei ???, die schon allein sehr gut wären, zusammen aber einen ganz besonderen Reiz bieten. Das Zusammenspiel von Kleinigkeiten und Gags funktioniert wunderbar.

VÖ: 1. Oktober 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886976866624

 

Die drei ??? - 141. und die Fußball-Falle

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Erster Eindruck: Fußballer im Kunstfieber

Ein neuer Fall für Justus, Peter und Bob: In Rocky Beach trainiert eine Fußballmannschaft rund um den berühmten Spieler Jeffrey Seaman. Doch immer wieder stören Zwischenfälle das Training. Spätestens, als ägyptische Götter wieder auf der Erde wandeln, wird den drei ??? der Ernst der Lage bewusst...

Gleichzeitig mit der tollen und überraschenden Sonderfolge rund um den dreiTag erscheint auch die 141. reguläre Folge der Kult-Serie "Die drei ???", die einen interessanten Themenmix bietet. Natürlich geht es, wie Titel und Cover zu entnehmen ist, um Fußball, das jedoch nur am Rande. Auch ein wenig ägyptische Mythologie wird mit eingeflochten, sodass die Folge auch gut von Leuten gehört werden kann, die mit Sport-Folgen ansonsten nicht allzu viel anfangen können. Eine interessante Mischung, die mir gut gefallen hat und besser zusammen passt, als man auf den ersten Blick denken mag. Die Geschichte an sich ist eigentlich eine klassische Detektivgeschichte und recht gut erzählt, das sich steigernde Tempo vom gemächlichen Anfang bis zum spannenden Ende gefällt. Der Fall hinter der Folge ist dann aber nicht ganz so kreativ und setzt sich aus vielen Motiven aus bisherigen Folgen zusammen, sodass immer wieder der Eindruck entsteht, die Geschichte bereits einmal gehört zu haben. Das Ende kommt dann für den geübten Hörer auch nicht ganz so überraschend. Keine schlechte Folge, aber auch keine in der Spitzenklasse, sondern solides Mittelmaß.

Jeffrey Seaman wird von Daniel Welbat gesprochen, der eine prägnante Stimme hat. Diese setzt er gut ein und kann eine durchweg glaubhafte Darstellung des Fußballspielers abliefern. Patrick Bach ist als Eric mit dabei, auch er schafft es wieder, seine Rolle glaubhaft und den Situationen angepasst darzustellen. Erzähler Thomas Fritsch sorgt in seinen Passagen immer wieder für zusätzliche Spannung, was ihm hörbar Freude bereitet. Weitere Sprecher sind Oliver Böttcher, Achim Schülke und Hilla Fitzen.

Hier bekommt man recht viel Musik zu Ohr, mehr als in vielen anderen ???-Folgen. Die so geschaffene Atmosphäre passt wunderbar zu der Folge mit ihren zahlreichen Themen und wirkt stimmig wie kurzweilig. Auch an den Geräuschen gibt es mal wieder nichts zu bemängeln, sie sind treffend wie immer eingefügt.

Natürlich ist auf dem Cover im typischen Stil der Serie auf das Fußball-Thema angespielt, ein sichtlich gehetzter Spieler eilt durch einen Tunnel. Warum für das eher nebensächliche Thema sowohl im Titel als auch auf dm Cover so viel Wichtigkeit eingeräumt wird, bleibt aber wohl das größte Rätsel der Folge. Ansonsten ist die Aufmachung schlicht und übersichtlich wie immer.

Fazit: Die Geschichte entwickelt sich mit zunehmenden Tempo, kann aber die vielen bekannten Motive nicht verleugnen. Eine Folge, die für zwischendurch geeignet ist.

VÖ: 1. Oktober 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886978014122


Die drei ??? - 140. Stadt der Vampire



Erster Eindruck: Beißerchen in der Kleinstadt

Auf der Suche nach ein paar erholsamen Tagen ohne Detektivstress landen Justus, Peter und Bob und in der kleinen Stadt Yonderwood. Doch die Straßen sind wie ausgestorben, viele Menschen sind geflohen. Ein blutrünstiger Vampir soll die Stadt unsicher machen und schon etliche Menschen angegriffen haben. Die drei ??? wollen das nicht so recht glauben...

Vampire gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Fantasiefiguren überhaupt - unzählige Bücher, Filme und auch Hörspiele beschäftigen sich mit dem Thema, das momentan einen erneuten Hype gefunden hat. Warum also nicht auch in einem Krimihörspiel über Vampire erzählen? So nun geschehen bei den kultigen drei ???, die sich der Aufklärung eines Vampirmythos gewidmet haben. Der wie immer unterhaltsame und lockere Anfang nimmt bald an Fahrt auf, als die drei in Yonderwood ankommen und dort das erste mal von dem angeblichen Blutsauger erfahren. In typischer Manier der Folge wird nun ermittelt, ausgeschlossen, falsche Fährten gelegt, bis sich alles zu einem sinnvollen und interessanten Bild zusammenfügt. Das Thema wirkt hier frisch und unverbraucht und verleiht der Folge nicht nur etwas außergewöhnliches für die Serie, sondern auch zusätzliche Spannung. Ein Hörspiel, welches mir richtig gut gefallen hat und die erneute Stärke der Serie betont.

Die Sprecherauswahl liest sich wieder sehr flüssig, viele bekannte und beliebte Namen lassen sich hier finden. So ist beispielsweise Annabelle Krieg als Mary Stamper zu hören und lässt ihre warme Stimme mit sehr genauer Betonung lebendig klingen. Eckehard Dux ist als Jonathan Black zu hören, mit harter Aussprache und seinem einzigartigen Klang hinterlässt er einen intensiven Eindruck beim Hörer. Steffi Kirchberger hat einen kurzen Auftritt als Klara Kowalski und bestreitet diesen tadellos. Weitere Sprecher sind unter anderem Lili Drager, Klaus Dittmann und Gerd Baltus.

Die musikalische Gestaltung ist hier gut gelungen. Zwar schallen auch schon bekannte Melodien aus den Boxen, die schon in anderen Produktionen eingesetzt wurden, insgesamt ist die Musikauswahl aber gut gelungen und an die jeweiligen Stimmungen angepasst. Die Geräusche sind wie immer hervorragend eingefügt und klingen sehr realistisch.

Wunderbar auch das Cover. Im Hintergrund sieht man die kleine Stadt, vom Vollmond beschienen, während eine riesige Fledermaus schattenhaft vorbeifliegt. Sehr stimmungsvoll und düster, trotzdem noch im unverkennbaren Stil der Serie. Die restliche Gestaltung ist wie immer übersichtlich, die Trackauflistung auf der Rückseite ist hilfreich.

Fazit: Das Thema ist für die Serie recht neu und unverbraucht und hat interessante Aspekte hinzugefügt, die diese Folge unterhaltsam machen.

VÖ: 20. August 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886974 414025


Die drei ??? - 139. Das Geheimnis der Diva



Erster Eindruck: Viel Theater

Fälschlicherweise verkaufte Theaterkulissen führen Justus, Peter und Bob zu ihrem neuesten Fall: In der Laienspielgruppe von Rocky Beach gehen seltsame Dinge vor sich, ein Phantom scheint ihnen das Leben schwer machen zu wollen. Dabei steht doch der Besuch der berühmten Schauspielerin Helena Darraz kurz bevor, die in ihre Heimatstadt zurückkehren will...

In den bisherigen Folgen der Kult-Krimi-Reihe "Die drei ???" wurde auch immer mal wieder auf Themen berühmter Geschichten zurückgegriffen, und auch die 139. Folge erinnert in Grundzügen an ein äußerst erfolgreiches Musical. Allerdings auch wirklich nur in Grundzügen, denn die eingeschlagene Richtung ist eine gänzlich andere. Ein fast schon klassischer Fall für die drei ??? ist herausgekommen, samt diverser falscher Spuren, typischen Verbrechen und interessanten Auflösungen. Denn nachdem der eigentliche Fall gelöst ist, kommt quasi als Sahnehäubchen noch eine Überraschung hinzu, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Ganz schön viel Stoff für eine Folge, und tatsächlich kommt zu keiner Zeit Leerlauf auf. Vielmehr wird in angenehmen Tempo eine unterhaltsame und stellenweise spannende Geschichte erzählt, die von dem guten Ansatz eine sinnige Fortführung erlebt, nur teilweise etwas konstruiert wirkt. Auch die langen Gespräche gegen Ende wirken nach einem Aha-Effekt zu ausführlich und langwierig.

Ingrid Andree ist als Helena Darraz zu hören und wirkt wunderbar abgehoben und divenhaft, sie bringt ordentlich Pfeffer in die Handlung. Sehr gut sind auch die Sprecher der Laienschauspieler, beispielsweise Celine Fontanges, die während der Bühnenszenen extra hölzern sprechen, um einen glaubhaften Eindruck zu hinterlassen. Einen überraschenden Auftritt am Ende hat Sabine Hahn, bei dem sie durch und durch sympathisch wirkt. Weitere Sprecher sind Sascha Rotermund, Tilman Madaus und Tim Kreuer.

Die Musik ist dieses mal gut gelungen, thematisch passend wird die Geschichte mit angenehm zu hörenden Titeln untermalt. Hier wird auf die jeweilige Situation eingegangen. Die Geräusche sind wie immer hervorragend, sehr glaubwürdig und an den richtigen Stellen platziert setzen sie akkustische Akzente.

Die schauerliche Maske des Phantoms, ein beringter Handschuh, dazu der obligatorische Theatervorhang - das Titelbild greift einige Themen der Handlung auf und ist nett anzuschauen. Zudem kann es die nötige Aufmerksamkeit erzeugen, um im prall gefüllten Hörspielregal nicht unter zu gehen.

Fazit: Vielleicht nicht eine der besten Folge der drei ??? aber mit interessantem Ausgangspunkt, sinnvoller Geschichte und überraschenden Auflösungen, aber kleineren Mängeln.

VÖ: 9. Juli 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886974413929


Die drei ??? - 138. Die geheime Treppe



Erster Eindruck: Codeknacken für Fortgeschrittene

Bei der Suche nach Peters Wagenschlüssel stoßen die drei ??? auf ein einsames Haus am Strand und entdecken schnell, dass dort jemand gefangen gehalten wird. Doch warum Davy Swann plötzlich freigelassen wird, kann sich keiner so recht erklären. Erst als sie Davys Arbeit an der Universität unter die Lupe nehmen, bekommen sie eine erste Spur...

Ein paar mysteriöse Andeutungen, scheinbar unzusammenhängende Begriffe, geheimnisvolle Worte - die drei ??? bekommen es in letzter Zeit wieder vermehrt mit verschlüsselten Botschaften zu tun. So auch in der mittlerweile 138. Folge mit dem Titel "Die geheime Treppe". Leider hat sich dieses Schema schon etwas abgenutzt und birgt weder große Spannung noch sonderlich viel Überraschung, ist aber wenigstens nicht sonderlich in die Länge gezogen geschildert. Abgesehen davon bietet sich eine solide Folge für die drei Juniordetektive an, der einem mächtigen Geheimbund auf die Spur kommt. Anfangs zeigt sich alles noch recht harmlos, auch wenn man lobenswerterweise schon wenige Augenblicke nach Beginn in den Fall startet. Aber Davy Swann Befreiung geht recht zügig, fast schon unspektakulär über die Bühne, sodass man sicher sein kann, dass noch mehr hinter dem Fall steckt. Und recherchieren sich die drei durch die Fakten hindurch, stellen Vermutungen an und verwerfen diese wieder - was allesamt recht unterhaltsam und kurzweilig ist. Das aufklärende Ende bietet zwar nicht sonderlich viele überraschende Wendungen, lässt aber alle Ereignisse in einem glaubwürdigen Licht erscheinen. Eine Folge, die nicht zu den besten gehört, aber immer noch recht unterhaltsam ist.

Thorsten Sense ist in der wichtigen Rolle des Davy Swann zu hören und fügt sich mit seiner sympathischen Art sehr gut in den Hauptcast ein. Craig Holden, ein zwielichtiger Geselle, wird von Gerhard Olschewski gesprochen, mit harter Aussprache und prägnanter Betonung kann er seinen Charakter gut darstellen. Und Thomas Fritsch gibt mal wieder einen wunderbaren Erzähler ab, dessen spannungsgeladene Stimme die Passagen wieder hervorragend gestaltet. Natürlich dürfen auch Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczek und Andreas Fröhlich nicht fehlen.

Akkustisch gesehen ist alles auf dem gleichen guten Standart wie in den vorherigen Folgen: glaubhafte Geräusche, einige wenige eingespielte Melodien, ansonsten Konzentration auf den Sprechern. Nur leider klingt Erzähler Thomas Fritsch des öfteren etwas dumpfer als die restlichen Stimmen, was einen leichten Störeffekt beim Zuhörer hervorruft.

Das Cover gefällt mir wieder sehr gut. Die Titel gebende geheime Treppe, umrahmt von Bücherregalen und alten Säulen, bekommt durch die Violett- und Orangefärbung sowie dem Schattenspiel einen mysteriösen Flair. Eine schöne Idee ist es immer noch, im Booklet schon mal das Titelbild zur nächsten Folge preiszugeben.

Fazit: Ein eher konventionell gestrickter Fall ohne große Überraschungen, aber kurzweilig und stimmungsvoll.

VÖ: 21. Mai 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 44138 2


Die drei ??? - 137. Pfad der Angst



Erster Eindruck: Ein hörendes Auge und zwei komische Brüder

Der exzentrische Forscher Matthew Granville ruft "die drei ???" zu einem neuen Fall. Ihm wurde das hörende Auge gestohlen, ein wertvolles Instrument, welches er momentan noch entwickelt. Doch er geizt mit Informationen, und auch sein Bruder Winston verhält sich nicht gerade kooperativ. Können Justus, Peter und Bob den Fall trotzdem klären?

Dass schwierige Rätsel und verschlüsselte Codes geknackt werden müssen, ist ja fast schon eine Tradition bei der Erfolgsserie "Die drei ???". In der 137. Folge "Pfad der Angst" geschieht dieses direkt am Anfang, denn ihr neuer Auftraggeber hat den Treffpunkt in einem Rätsel versteckt. Dies mag nicht so ganz zum Rest der Geschichte passen und wirkt wie ein vorgeschobenes Intro, doch danach kann man sich völlig auf die Geschichte einlassen. Wieder überzeugen die interessanten und plastischen Charaktere wie die verschrobenen Granville-Brüder. So wird die Geschichte noch unterhaltsamer gestaltet. Auch der Kern des Falles ist gut durchdacht, eine kleine aber gemeine Wendung lässt plötzlich alles in einem anderen Licht erscheinen. Allerdings wirkt das Tempo der Folge im Vergleich zu anderen Geschichten der drei Juniordetektive ein wenig gedrosselt, was ich hier allerdings nicht wirklich als störend empfunden habe. Ein interessantes Thema, eine überraschende Wendung und natürlich die wunderbaren Charaktere machen auch "Pfad der Angst" zu einer hörenswerten Folge der "drei ???".

Matthew Granville wird von Uwe Friedrichsen gesprochen, der ihn ein wenig durchgeknallt wirken lässt. Eine sehr gute Performance! Wunderbar ist der grandiose Christian Rode als Winston Granville, sehr grantig, sehr abweisend und sehr intensiv gesprochen. In einer kleinen Gastrolle ist der Schauspieler Tetje Mierendorf zu hören, der einen guten Eindruck hinterlässt. Weitere Sprecher sind Konstantin Graudus, Michael Brennicke und Wilhelm Wieben - im übrigen spricht in dieser Folge keine einzige Frau mit.

Die akkustische Gestaltung ist weiterhin so solide wie in den Vorgängerfolgen. Die Musik, die teilweise aus Archiven tammt, ist zwar nicht immer genau passend, aber sehr charmant und auflockernd. Die Geräusche hingegen sind wieder auf absolut hohem Niveau und verleihen der Geschichte mehr Tiefe.

Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Ein schwarzer Schattenriss mit einem merkwürdigen technischen Gerät vor dem Hintergrund einer Wüstenlandschaft. Ein interessanter Blickfang, der von dem typischen schwarzen Rahmen der Serie umrandet wird. Das Innere bietet wie immer neben den üblichen Informationen schon einmal einen Ausblick auf die nächste Folge.

Fazit: Wegen der interessanten Charaktere und einer ungewöhnlichen Situation für Justus, Peter und Bob kann man mit "Pfad der Angst" sehr zufrieden sein.

VÖ: 12. März 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 44137 2


Die drei ??? - 136. und das versunkene Dorf



Erster Eindruck: Lichter um Wasser

Die drei ??? werden zu einem neuen Fall in ein kleines Bergdorf gerufen: Der junge Darren Duff hat gespenstische Lichter im nahe gelegenen See beobachet. Schon bei ihrer Anreise sind Justus, Peter und Bob mitten im Geschehen, als sich ein alter Mann in das Wasser stürzen will...

Im Gegensatz zu den drei wohl berühmtesten Juniordetektiven "Die dei ???" erfährt der Hörer schon im Titel der 136. Folge, dass der Fall irgendetwas mit einem versunkenen Dorf zu tun hat. Schade, dass diese Überraschung dem Hörer verwährt bleibt, denn so kann man sich schnell einige Sachen zusammenreimen. Die Auflösung ist zwar nicht von Anfang an klar, dennoch hat man ständig das Gefühl, Justus, Peter und Bob fünf Minuen voraus zu sein. Dabei ist der Hintergrund der Geschichte eigenlich recht interessant, das Ermitteln in einer längst vergangenen Situation passt gut dazu. Der Verlauf, der durchaus die eine oder andere Gefahr für die drei ??? birgt und die eingeschworene kleine Dorfgemeinschaft sind gut aufgebaut. Der Tauchgang von Peter und Bob ist sehr stimmungsvoll gestaltet und sicherlich der Höhepunkt der Folge. Es gab sicherlich schon viele bessere Fälle, trotzdem ist dieser keineswegs schlecht und hat einige schöne Momente.

Jesse Grimm spricht Darren Duff, den Jungen, der die drei ??? zur Hilfe ruft. Mit seiner recht lockeren Art passt er gut zu dem Detektivtrio, auch Betonung und Aussprache wirken glaubhaft. Rolf Becker wirkt als Joe Wilcox ziemlich missmutig und liefert eine gute Vorstellung ab. Als Joan, die eine wichtige Rolle in der Folge einimmt, ist Christine Pappert zu hören, auch sie überzeugt mit einer grundsoliden Aussprache. Weitere Sprecher sind unter anderem Heinz Lieven, Barbara Focke und Elke Reissert.

Musikalisch bewegt sich diese Folge auf dem selben soliden Niveau wie die Vorgänger. Zwar passt nicht jede eingesetzte Melodie haargenau zu den Szenen, insgesamt wird aber ein sehr stimmiges Bild abgeliefert. Besonders der Tauchgang von Peter und Bob ist gut umgesetzt worden und liefert unheimliche Stimmung.

Auch das Coverbild verrät mir persönlich zu viel vom Inhalt der Folge, denn direkt sieht man das geflutete Dorf. Dieses ist dafür in Grüntönen gut in Szene gesetzt worden und wirkt auf potenzielle Käufer sicherlich ansprechend. Im Inneren darf ein Hinweis auf die neue Live-DVD der letzten Tour nicht fehlen.

Fazit: Etwas vorhersehbar, stimmungsvolle Szenen - bei diesem Fall reicht es zwar nicht zur völligen Begeisterung, aber dennoch zu einem wohlwollenden Kopfnicken.

VÖ: 5. Feburar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 44136 2


Die drei ??? - 135. Fluch des Piraten



Erster Eindruck: Auf der Spur des Schatzes

Von ihrer Detektivkollegin Althena bekommen die drei ??? in einer wilden Verfolgungsjagd eine Fotokamera zugespielt, danach verschwindet die Jungdetektivin spurlos. Schnell vermutet Justus, dass sich die darauf gespeicherten Fotos mit dem aktuellen Fall von Althena beschäftigen. Besonders das Bild eines Piratenschiffes weckt seine Aufmerksamkeit...

Das ziemlich plötzliche Auftauchen und das ebensp plötzliche Verschwinden einer alten Freundin ist der Anfang der 135. Folge von "Die drei ???". Und diese ist insgesamt ziemlich konventionell geworden: Ein Rätsel, das scheinbar unlösbar scheint und aus mehreren unzusammenhängenden Teilen besteht führt die drei ??? auf die Spur, es geht um einen verlorenen Schatz, bietet einige atmosphärische Abschnitte und besticht am Ende durch einen kleinen eingebauten Kniff, der viele Dinge in ein anderes Licht rückt und einen überraschenden Täter aufdeckt. Dies alles sind Themen, die man schon aus vielen anderen Folgen kennt und die dort gut funktioniert haben. Das ist auch hier der Fall, die einzelnen Elemente greifen gut ineinander und ergeben einen glaubhaften, teilweise recht spannenden Fall mit einer sinnigen Auflösung. Einige der spannungsgeladenen Szenen sind wieder intensiv umgesetzt worden, nur überraschend ist die Folge nun mal nicht. Auch ist der Titel leicht irreführend, denn mit einer wilden Piratengeschichte, die er vermuten lässt, hat der Fall überhaupt nichts zu tun. Trotzdem habe ich gern zugehört, was jeder Fan der Serie genauso sehen wird.

Als Althena ist dieses mal mit Steffi Kirchberger besetzt, die das junge Mädchen sehr dynamisch spricht und gut darstellt. Traudel Sperber ist als freundliche ältere Dame Max zu hören, die den dreien einen wichtigen Hinweis gibt. Ihre kurze Szene ist aufgrund der tollen Darbietung ein Highlight der Folge. Peter Striebeck zeigt als Liolotta einmal mehr sein Talent für fiese Rollen und sorgt für spannende Momente. Außerdem darf man noch Gerhart Hinze, Rosemarie Wohlbauer und Konstanze Ulmer lauschen.

Auffällig viele Musikstücke stammen dieses mal aus dem umfangreichen Archiv von Europa und sind aus vielen anderen Produktionen bekannt. Dies ergibt einen herrlich nostalgischen Effekt, der mit einigen moderneren Stücken auch in der heutigen Zeit gut funktioniert und die Dialoge gut ausstattet.

Das beeindruckende Piratenschiff ist das Covermotiv dieser Folge und wird mit einigen stimmungsvollen Details vor der Sonnenuntergangsstimmung gut in Position gerückt. Viel Flair wird hier verstrahlt. Der typische und zum Markenzeichen gewordene Rahmen ergänzt dies wie immer gekonnt.

Fazit: Sicherlich keine überraschende oder außergewöhnliche Folge, aber gut zusammengestellt und durchaus spannend.

VÖ: 27. November 2009
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 44135 2


Die drei ??? - 134. Der tote Mönch



Erster Eindruck: Unheimliche Geistererscheinung oder billiger Trick?

Eines Abends begegnen Justus, Peter und Bob dem völlig verstörten Lo Wang, der als Gärtner bei der netten älteren Dame Christine angestellt ist. Ein Unbekannter versetzt ihn in Angst und Schrecken, indem er ihm von einem toten Mönch erzählt, der auf dem Anwesen nach Rache sucht. Können die drei ??? den Fall aufklären?

Eine rüstige ältere Dame, eine Geistererscheinung und ein unterirdisches Gangsystem - bewährte Themen in der Serie "Die drei ???", die sich alle drei in der 134. Folge "Der tote Mönch" wieder finden lassen. Kein Wunder also, das auch die Geschichte um den spukenden Gesit und die nette alte Dame Hörern der Serie irgendwie bekannt vorkommt. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn das in der 134. Folge alles immer noch vollkommen neu und unverbraucht ist, dürfte keinen wirklich verwundern - und keiner wirklich erwarten. Sieht man hierüber hinweg merkt man, dass die Folge eigentlich gar nicht so übel ist. Der Hintergrund des Falles ist gut durchdacht und in sich logisch aufgebaut, einige spannende Stellen bilden Highlights in den Ermittlungen, die Figuren sind gut dargestellt und wachsen einem schnell ans Herz, während das Detektivtrio wieder in Hochform ist. "Der tote Mönch" mag keine sonderlich starke Folge sein, kurzweilige Unterhaltung bietet sie aber allemal.

Inken Sommer beweist hier einmal mehr, welch eine herausragende Sprecherin sie ist. Als Christine klingt sie nicht nur sehr warmherzig und gutmütig, sondern ist mit ihrer dynamischen Sprechweise auch sehr präsent. Dae Joon Yoo ist als Lo Wang zwar nicht ganz so häufig zu hören, stellt seinen Charakter aber mit viel Engagement dar. Sehr gefallen hat mir dieses mal Wolfgang Pampel als Anthony Hearst. Auch Gustav-Adolph Artz, Holger Mahlich und Konstantin Graudus sind zu hören.

Die Musik und die Atmosphäre können wieder vollkommen überzeugen. Abwechslungsreiche Arrangements, die nie zu aufdringlich sind, prägen das Bild der Serie, die durch ausgewählte glaubhafte Geräusche unterstützt werden. Das hat sich bewährt und funktioniert auch in der 134. Folge.

Ein wirklich wunderbares Bild ziert das Cover der Folge. Der unheimliche Mönch, wie er aus einem unterirdischen Raum komt, gehalten in düsteren Gelb- und Violetttönen - sehr stimmungsvoll und atmosphärisch. Auch der Rest der Aufmachung ist insgesamt gelungen.

Fazit: Mit Sicherheit nicht die beste aller Folgen, aber immer noch unterhaltsam und mit dem typischen Flair der Serie ausgestattet.


Die drei ??? - 133. Fels der Dämonen



Erster Eindruck: Abenteuer am Strand

Ein paar Tage an einem einsamen, abgelegenen Strand verbringen um sich vom Detektivstress zu erholen - mehr wollen Justus, Peter und Bob gar nicht. Doch schon vor ihrer Ankunft macht der junge Eddy ihnen einen Strich durch die Rechnung, er glaubt einen Zwerg gesehen zu haben. Als die drei beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen, begeben sie sich in große Gefahr...

Erholung suchen und stattdessen einen neuen Fall finden - wie sollte es auch anders laufen in der 133. Folge des beliebten Detektivtrios? Und siehe da - zumindestens für den Hörer hat sich der Ausflug der drei ??? definitiv gelohnt, denn er ist die Basis für eine sehr spannende und abwechslungsreiche Folge. Immer wieder geraten die drei in neue, gefährliche Situationen, wobei das Tempo der Folge trotz einer Laufzeit von über einer Stunde recht schnell ist - Langeweile kommt also definitiv nicht auf. Besonders gefallen hat mir, dass der Hörer fast die ganze Folge über aufs Glatteis geführt wird, die Auflösung ist dann doch eine andere als man erwartet hätte. Dieser geschickte Schachzug ergibt zusammen mit einer wirklich spannenden Handlung, der düsteren Atmosphäre in einem unterirdischen Höhlenlabyrinth und der ständig lauernden Gefahr eine sehr starke Folge, die alle Fans der Reihe überzeugen dürfte.

Zu einem guten Hörspiel gehören auch immer gute Sprecher, und diese geben natürlich auch hier ihr Bestes. Lukas Sperber sorgt mit seiner Darstellung des Eddy für einen gelungenen Einstieg in die Handlung, indem er den verängstigten Jungen sehr intensiv darstellt. Eberhard Haar spricht den fiesen Bandenchef und lässt ihn mit einer harten Aussprache sehr realistisch klingen. Herorragend ist auch wieder Thomas Fritsch als Erzähler, dessen einprägsame Stimme immer präsent ist und die Aufmerksamkeit aufrecht erhält. Weitere Sprecher sind Fabian Harloff, Lutz Harder und Dietmar Mues.

Seit die Musik für die Hörspiele über Justus, Peter und Bob unter anderem von Christian Hagitte und Simon Berteling stammt, wirkt alles sehr stimmig und auf das Hörspiel zugeschnitten. Nur am Ende springt ein eher elektronisches Stück aus der Reihe und mag sich nicht so recht einfügen. Dafür ist die düstere Stimmung in den unterirdischen Gängen umso besser eingefangen worden.

Eine typische Covergestaltung ist für diese Folge geschaffen worden. Ein finsterer Fels, dazu ein dämonisch kauerndes Wesen vor der Idylle des Sandstrandes. Schön anzusehen - aber leider nur bedingt mit der Handlung in Einklang zu bringen. Auch der Folgentitel hätte besser gewählt werden können.

Fazit: Eine sehr spannende Folge für die drei Juniordetektive, die besonders mit den vielen Wendungen und einer tollen Atmosphäre überzeugen kann.


Die drei ??? - 132. Spuk im Netz



Erster Eindruck: Uranus und Andromeda

Die Leiterin der Bibliothek von Rocky Beach, Miss Bannett , ist verschwunden. Ihre beiden Gehilfinnen bitten Justus, Peter und Bob um ihre Mithilfe. Doch die Suche auf ihrem Computer bleibt ergebnislos, alle Daten scheinen gelöscht. Erst als sie das Haus von Miss Bannett durchsuchen, stoßen sie auf einen Hinweis, der sie tief ins Reich der Astronomie führt...

"Spuk im Netz" ist kein wirklich glücklicher Titel für die 132. Folge der beliebten "Die drei ???"-Hörspielreihe, denn mit merkwürdigen Begebenheiten im Internet hat diese Folge nur am Rande zu tun. Viel mehr dreht sich vieles um Astronomie und damit verbunden auch die griechische Sagenwelt. Diese interessante Kombination ist eingebettet in einen wirklich guten Fall für Justus Peter und Bob, der einige echte Innovationen bringt. Denn lange Zeit ist nicht klar, ob wirklich ein Verbrechen stattgefunden hat. Hinzu kommt, dass der Fall alles andere als durchsichtig ist, bis zum Schluss kann man miträtseln, was mit Mrs. Bannett geschehen ist und wie die ganzen Fakten zusammenhängen. Besonders stimmungsvoll sind die Szenen in einem alten Haus, in dem die drei Detektive der Lösung des Falles einen großen Schritt näher kommen. Hier sind viele Überraschungen eingebaut, die für Hörer noch einmal viel Spannung aufbauen. Insgesamt ist diese Folge recht undurchsichtig, viele Dinge wollen unter einen Hut gebracht werden, aber genau das macht sie auch so spannend und vielseitig. Hervorragend!

Auch die Sprecher sind - wie in jeder Folge der Serie - in Hochform und perfekt ausgewählt. Als Miss Bannett ist Renate Pichler zu hören, die es immer wieder schafft, ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Sehr gut gefallen hat mir Rhea Harder als Felicia Sparing, die ihre Rolle sehr intensiv wirken lässt. Auch Sky du Mont ist zu hören und beweist einmal mehr, dass er unsympathische Rollen unglaublich gut umsetzen kann. Weitere Sprecher sind unter anderem Andreas von der Meden, Sabine Hahn und Holger Mahlich.

Auch in Sachen Atmosphäre kann diese Folge der drei ??? überzeugen. Die Musik von Christian Hagitte und Simon Berteling ist abwechslungsreich und fängt die jeweiligen Stimmungen gut ein, die Geräusche sind wieder gut eingesetzt und runden die Sprechpassagen ab. Die letzten Szenen sind besonders atmosphärisch geworden.

Eine geisterhafte Hand, die aus einem Laptop zu greifen scheint - hier wurde mehr auf den Titel als auf den Inhalt der Folge eingegangen. Das mehrfach erwähnte Poster des Planeten Uranus wäre vielleicht die bessere Wahl für das Titelbild gewesen. Ansonsten wirkt die Aufmachung wieder sehr rund und stimmig.

Fazit: Eine gute, spannende und unterhaltsame Folge für die drei ??? wenn auch kein glanzvolles Highlight. Der Titel ist unglücklich gewählt weil die Folge nur kurz was mit Internet zu tun hat.


Die drei ??? - 131. Haus des Schreckens



Erster Eindruck: Eine Nacht in einem Geisterhaus…

Justus, Peter und Bob nehmen im Marriott House an einem Kriminalspiel teil, bei dem sich eine Gruppe von Menschen eine Nacht lang einschließen lässt und einen fiktiven Mord aufklären soll. Doch dann verschwindet eine der Personen spurlos und den drei ??? wird schnell klar, dass etwas schief läuft. Denn jeder scheint hier ein Geheimnis zu haben selbst die drei Juniordetektive…

Wahre Innovationen sind wohl schwer zu finden, wenn man schon 130 Folgen einer Krimi-Hörspielserie produziert hat, denn irgendwann ist die Bandbreite an zumutbaren Verbrechen einmal aufgebraucht. So ist auch die Quintessenz der 131. Die drei ???-Folge nicht sonderlich überraschend. Doch der Rest der Folge entschädigt dieses mehrfach: Schon die Ausgangssituation ist sehr interessant und trägt die Spannung über die gesamte Laufzeit von immerhin 70 Minuten. Ganz zu Anfang ist sogar die Rolle, die Justus, Peter und Bob spielen ungeklärt, sodass der Hörer hier einiges zu knobeln hat. Interessant ist mal wieder die Gruppendynamik, die aufgrund der vielen Personen entsteht. Die verschiedenen Typen werden sehr gut herausgearbeitet und erschweren die Ermittlungen der Juniordetektive immer wieder. Ganz besonders gut gefallen hat mir aber die schaurige, bedrückende Atmosphäre, die so lange nicht mehr in einer ???-Folge stattgefunden hat. Da gibt es kleine Schockmomente, schreckliche Schreie und ganz viel gruselige Stimmungen. Herrlich, ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und halte diese Folge für eine der stärksten der letzten Zeit. So kann es sehr gern weitergehen!

Natürlich sind die Sprecher wieder hervorragend besetzt, sodass auch hier dem Genuss nichts im Wege steht. Unsympath Alexander Nolan wird von Wilfried Hochholdinger gesprochen, der immer wieder die Geduld der Teilnehmer auf die Probe stellt und seine Rolle optimal ausfüllt. Jack Lowell, der Besitzer von Marriott House und Initiator des Krimispiels, erklärt den Mythos des Hauses sehr eindringlich und stimmt so wunderbar auf das Kommende ein. Als Mary Parsley, einer älteren, leicht schreckhaften Dame, ist Karin Albrecht zu hören, die ihre Stimme leicht kratzig klingen lässt. Weitere Sprecher sind Henrike Fehrs, Jörg Gillner und Stefan Benson.

Die Musik ist wie immer gut umgesetzt und erfüllt das Hörspiel an den richtigen Stellen mit passenden Akzenten. Auch die Geräusche können wieder voll überzeugen und schaffen an den gruseligen Stellen zusammen mit den hervorragenden Sprechern eine tolle und dichte Atmosphäre.

Das Cover wirkt stilistisch leicht anders als andere Bilder der Serie, insgesamt ein wenig comichafter. Durch die Wellen an den Klippen hat es eine recht dynamische Wirkung, während das große und verschachtelte Haus zusammen mit dem Wolken verhangenen Vollmond viel von der genialen Atmosphäre transportiert. Im Inlay sind die Daten der kommenden Live-Tour zu finden.

Fazit: Eine der besten drei ??? Folgen der letzten Zeit! Die Atmosphäre ist so gut wie lange nicht mehr, hier passt einfach alles zusammen.


Die drei ??? - 130. Der Fluch des Drachen



Erster Eindruck: Eine Vase und ein Missgeschick

Als Überraschung für seine Verlobte möchte Thomas Hohnson eine wertvolle und seltene Ming-Vase auf dem Schrottplatz von Titus Jonas platzieren. Ungünstigerweise fällt die Vase auf den Boden, als Justus sie seinen Kameraden Peter und Bob zeigen will, und zerbricht in Stücke. Die drei suchen verzweifelt einen Ersatz, als ein alter Bekannter von ihnen auf dem Schrottplatz einbricht: Skinny Norris...

Wertvolle Kunstschätze sind ja schon öfters Thema bei den drei berühmtesten Satzzeichen Deutschlands gewesen, so auch in der nunmehr 130. Folge "Der Fluch des Drachen", in dem es um eine wertvolle Ming-Vase geht, die anscheinend etliche Interessenten auf den Plan ruft. Das Schöne an dieser Folge ist, dass nicht von Anfang an klar ist, was nun hinter allem stecken könnte, sodass durchaus Platz zum Miträtseln ist. Erst durch immer neue Hinweise kommt etwas Licht ins Dunkel - da stört es nur ein wenig, dass sich ein winziger Logikfehler eingebaut hat (denn schließlich dürften Künstler ihr selbst erschaffenes Werk recht schnell erkennen...) Auch das Ende bietet wieder einige Überraschungen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte, das Zusammenspiel der unterschiedlichen Figuren ist dabei wieder einzigartig geglückt. Trotz einer langen Laufzeit von 70 Minuten kommt keine Langeweile auf. Auch wenn der allerletzte Funke bei mir nicht überspringen wollte, die gute und solide Folge der beliebten drei ??? ist "Der Fluch des Drachen" allemal.

Gelobt sei an dieser Stelle noch einmal das wunderbare Stammensemble, die mit ihrer sympathischen und lockeren Art für eine angenehme Grundstimmung sorgen. Auch Erzähler Thomas Fritsch macht seine Sache wunderbar und gestaltet seine Passagen sehr lebendig. Mit dabei ist wieder Andreas von der Meden als Skinny Norris, dem Lieblingsfeind von Justus, der wieder herrlich berechnend wirkt, aber trotzdem an den Juniordetektiven scheitert. Als Gast ist Susanne Stangl als Hollywoodschauspielerin Beverly Leung dabei, die eine überzeugende Vorstellung abliefert. Weitere Sprecher sind Lutz Herkenrath, Sascha Rotermund und Robert Missler.

Dass das Update der Musik der Serie nur gut getan hat, tritt hier besonders deutlich ans Licht. Die schnelle Geigenmelodie, die das ein oder andere mal in den Szenenübergängen Verwendung findet, ist extrem mitreißend, ist zwar auffällig, fügt sich aber trotzdem gut in die atmosphärische Gestaltung der Folge ein. Auch die Geräusche sind wieder sehr gut eingefügt, und auch nach so vielen Folgen gefällt mir das Gekrächze von Papagei Blacky immer noch sehr gut.

Der weiße Drache scheint just in diesem Augenblick der Vase zu entsteigen - das ist das Titelmotiv der Folge. Zusammen mit dem Titel ergibt sich für den Zuhörer ein mystischer erster Eindruck, der im Laufe der Folge nicht gehalten wird. Das ist weiter nicht schlimm, gelungen und im Stil der restlichen Cover gehalten ist es allemal.

Fazit: Die positive Entwicklung der Serie setzt sich fort. Diese Folge ist vielleicht nicht so stark wie die direkten Vorgänger, aber immer noch guter Stoff von Justus, Peter und Bob.


Die drei ??? 129. SMS aus dem Grab



Erster Eindruck: Abenteuer in Ägypten

In den wenigen Habseligkeiten des verschwundenen Stadtstreichers Rubbish George finden Justus, Peter und Bob einen Brief, der zu einem gut gehüteten Geheimnis führen soll in Ägypten. Sofort machen sich die drei Hobbydetektive ins Land der Pyramiden. Doch bevor der Fall gelöst werden kann muss ein schwieriges Rätsel entschlüsselt werden, doch dann gerät Peter in große Gefahr…

Die drei ??? scheinen endgültig zu alter Stärke zurück gefunden zu haben, denn seit mehreren Folgen werden regelmäßig wahre Perlen der Serie veröffentlicht. Auch SMS aus dem Grab ist trotz fragwürdigem Titel beste Krimiunterhaltung. Mal wieder macht es die gelungene Mischung: Eine spannende Geschichte, ein verzwicktes Rätsel, das gelöst werden muss, gefährliche Situationen, eine gute Prise Humor und jede Menge Atmosphäre. Erfreulicherweise ist der Fall selbst für geübte ???-Hörer nicht allzu leicht zu durchschauen und bietet einiges Überraschungspotenzial. Eines muss noch erwähnt werden: Mit fast 80 Minuten Laufzeit ist diese Folge recht lang und damit auch entsprechend komplex, ein wenig Aufmerksamkeit ist also gefragt. Doch gerade das hat für mich einen weiteren Reiz gebildet, und somit war ich völlig zufrieden mit dem spannenden Hörerlebnis.

Mit Leyla taucht eine äußerst interessante Figur in einem Hörspiel auf: Sie ist stumm. Für die richtige Verständigung sorgt ein Sprachcomputer mit der Stimme von Saskia Weckler. Sie schafft eine gelungene Mischung aus menschlicher Wärme und technischem Computerklang, der durch Verzerrungseffekte gut unterstützt wird. Der phänomenale Utz Richter spricht den verwirrten Rubbish George und verlieht ihm mit seiner markanten Stimme Glaubwürdigkeit und Tiefe. Wolf Pahlke ist als aufdringlicher Taxifahrer eine gute Ergänzung des Ensembles, das auch aus Karin Lieneweg, Gosta Liptow und Abdul Kader-Diab besteht.

Neben schon bekannten Sounds wird passend zur Folge mit orientalischen Klängen ägyptische Stimmung erzeugt. Auch wenn diese Anpassungen der Musik nur minimal sind, erzeugen sie eine große Wirkung, die durch die eingesetzten Geräusche noch verstärkt wird. Doch trotz allem neuen wird natürlich der Grundgedanke, den Fokus auf den Sprechern zu lassen, nicht verändert.

Grelles Grün ist die beherrschende Farbe des Covers, unterbrochen von ebenso schrillen anderen Farben. Mir persönlich ist das etwas zu grell, zumal das Mysteriöse des Falles so nicht wirklich herausgearbeitet wird. Das schlichte Motiv hingegen gefällt mir gut. Im inneren findet sich noch der Plan der kommenden Tournee.

Fazit: Wieder eine absolut gelungene Folge von Justus, Peter und Bob, die sich auch Nicht-Fans ruhig einmal anhören dürfen.


Die drei ??? - 128. Schatten über Hollywood



Erster Eindruck: Spuk an den berühmtesten Buchstaben der Welt

Wegen einer Wette begeben sich Justus, Peter und Bob des nachts zum Hollywood-Schriftzug, dem Wahrzeichen der Filmeschmiede. Doch Peter sieht eine Frau in weißem Kleid von einem der Buchstaben stürzen. Ist es wirklich der Geist einer verstorbenen Schauspielerin? Daran möchte Justus nicht glauben, und so erhoffen sich die drei ??? Erkenntnisse aus einem Brief von Casey Wye. Doch dieser ist nicht vollständig...

Es scheint, die berühmte Serie über die drei ??? hat endgültig zu alter Stärke zurückgefunden! Denn nachdem die letzten paar Folgen schon komplett überzeugen konnten, ist auch "Schatten über Hollywood" eine Hammer-Folge! Schon die Eingangsszene an den großen Buchstaben ist gruselig und am Ende wirklich spannend, der Mittelteil mit der Jagd nach den restlichen Teilen des Briefs, in der sich die Geschichte der Casey Wye immer mehr offenbart. ist unterhaltsam und trotz der Dauer sehr kurzweilig, das Ende sehr überraschend und logisch aufgelöst. Dabei sticht wieder die Zusammenarbeit zwischen den drei Detektiven heraus, die nur als Trio perfekt funktionieren können und für so viel Unterhaltung sorgen. Was soll man da noch sagen außer: Alles richtig gemacht! Eine ganz klare Empfehlung für Krimifans.

Auch die Sprecherauswahl unterstreicht die Qualität dieser Folge. Toll ist Gosta Liptow als Oliver Taper, der es versteht, die Spannung zu steigern. Die einzigartige Gisela Trowe setzt ihre kratzige Stimme wieder in allen Lagen gekonnt und forciert ein. Ein Wiederhören mit Holger Mahlich alias Inspektor Cotta rundet das Ensemble wunderbar ab. Doch auch die anderen Gastsprecher wie Renate Pichler, Marek Erhardt und Holger Mahlich können da mithalten.

Eine wesentliche Verbesserung hat die Musik durchgemacht, seitdem Christian Hagitte und Simon Berteling von Stil dafür verantwortlich sind. Denn die beiden verstehen ihr Handwerk meisterlich und schaffen Neues, ohne den Stil der Serie zu verändern. Auch die neue Titelmelodie, die nun wesentlich entspannter und harmonischer ist, überzeugt mich mittlerweile vollkommen. Lobenwert zu erwähne ist auch das die Lautstärkenschwankungen die bei den letzten Folgen hin und wieder bemängelt wurden, hier gänzlich ausgemerzt worden sind

Auch das Cover wirkt wesentlich moderner, ohne zu sehr von den alten Illustrationen abzuweichen. Jedenfalls ist der beleuchtete Schriftzug mit dem Schatten auf dem H ebenso gelungen wie der hügelige Hintergrund. Auch die restliche Gestaltung wurde minimal überarbeitet, und diese wenigen neuen Elemente lassen es runder erscheinen.

Fazit: Die drei ??? ist Top-Form, die neben einer spannenden und schlüssigen Handlung noch tolle Musik und geniale Sprecher vorweisen kann.


Die drei ??? - 127. Schwarze Madonna



Erster Eindruck: Kunstdieben auf der Spur

Ein ganz normaler Tag in Rocky Beach, doch wieder stolpern Justus, Peter und Bob in ein neues Abenteuer, als die drei beobachten, wie ein Mann ins Meer gestoßen wird. Dieser berichtet später von der "schwarzen Madonna", und schnell stoßen die drei auf eine Serie von Kunstdiebstählen. Können die drei Detektive das Rätsel um die wertvolle Statue lösen können, die angeblich mit einem Fluch belastet ist?

Mit "Schwarze Madonna" ist die 127. Folge der Serie um die drei Juniordetektive mit einem Titel versehen worden, der große Erwartungen weckt. Die Suche nach der Statue, von der die drei ??? von einem verletzten Mann erfahren, der kurz darauf ins Koma fällt und somit keine weiteren Auskünfte mehr geben kann, bildet den Hauptteil der Geschichte, führt aber wie immer über einige Umwege. So wird der Ruf von Justus, Peter und Bob in Frage gestellt, und sogar eine Festnahme von einem der drei bekommen wir zu Ohr. Auch die Nebencharaktere in dieser Folge sind typisch für die Serie: Leicht verschroben, undurchsichtig, auch mal unfreundlich, aber immer glaubwürdig und gut in Szene gesetzt. Der große Showdown birgt wieder eine große Gefahr für das Detektivtrio, und somit ist eine rundum gelungene Folge der beliebten Serie entstanden, die fast wieder mit dem Ruhm der "alten Zeiten" glänzt und auch für alteingesessene Fans genügend neue Aspekte bringt, statt Bekanntes nur zu wiederholen.

Inspektor Cotta wird wieder von Holger Mahlich gesprochen, der den wohlgesonnenen Polizisten facettenreich und mit einer guten Mischung aus Strenge und Augenzwinkern spricht. Als Museumsdirektorin Mrs. Osborne hören wir Anja Nejarri, die die Frau herrlich unsympathisch und streng wirken lässt. Nur kurz zu hören, dafür umso lebhafter und intensiver, ist Susanne von Loessl als aufgebrachte Senora Gonzalez. Wie immer grandios sind Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich, die mit ihren lockeren Sprüchen spontan und glaubhaft wirken.

Bei der Musik ist wieder auf die Neukomposition von Christian Hagitte und Simon Berteling zurückgegriffen worden, der sich immer mehr im Ohr festsetzt und eine wirklich gute Wahl darstellt. Ansonsten wird die übliche Atmosphäre geboten, die eher schlicht gestaltet ist und nur mit einigen Geräuschen die Konzentration voll auf den Sprechern lässt.

Das Cover halte ich für äußerst gelungen. Die "schwarze Madonna" wirkt geheimnisvoll und irgendwie bedrohlich, der Hintergrund ist abwechslungsreich genug, ohne den Fokus von der Statue zu nehmen. Im Booklet finden wir wieder einige farblich passende Cover anderer Folgen und wie immer die üblichen Angaben, auch an eine Trackauflistung wurde wieder gedacht.

Fazit: Mit "Schwarze Madonna" wurde wieder eine sehr gute Folge der drei ??? vertont, die spannend und unterhaltsam ist. Nicht umsonst ist diese Serie eine der erfolgreichsten Hörspielproduktionen überhaupt.


Die drei ??? - 126. Schrecken aus dem Moor



Erster Eindruck: Zurück an alten Schauplätzen...

Im Steadman Museum, in dem Peter einen Job als Nachtwächter bekommen hat, liegt eine alte Leiche aus der Eisenzeit. Doch gerade, als der Rest der drei ??? Peter einen Besuch abstattet, erwacht die Leiche scheinbar zum Leben und wandelt durch das Museum. Doch auf den Monitoren der Videoüberwachung ist nichts zu sehen. Auch Museumsdirektor Dr. Chandler ist ratlos. Treibt wirklich ein ratsloser Geist sein Unwesen? Justus stößt auf geheimnisvolle Zeilen...

Aufmerksame Zuhörer der beliebten Detektivserie "Die drei ???" dürften in der neuen Folge "Schrecken aus dem Moor" aufhorchen, denn neben dem Museum aus Folge 86 taucht auch Professor Rosenberg wieder auf. Doch hauptsächlich haben es Justus, Peter und Bob mit gleich zwei Mysterien zu tun: Da wäre zum eine ein seltsames Gedicht vom Stifter des Museums, das Superhirn Justus beim Entschlüsseln auf eine harte Probe stellt. Aufsehen erregender ist da aber natürlich die Moorleiche, die scheinbar zu neuem Leben erwacht und besonders Peter fast in den Wahnsinn treibt. Die Ermittlungen in dem Fall sind natürlich wieder ganz im Stil der Serie, und somit wird Fans zwar nichts furchtbar Innovatives geboten, aber dafür durchaus gut gemachte und spannende Unterhaltung.

Als Dr. Chandler ist Wolf Pahlke zu hören, der eine absolut überzeugende und glaubhafte Darstellung des Museumsdirektors abliefert. In einer etwas kürzeren Rolle hören wir Lothar Grützner als hilfsbereiten Wissenschafler Lothar Grützner. Und natürlich ist auch wieder Heikedine Jörting zu hören, die als krächzender Papagei in allen möglichen und unmöglichen Situationen dazwischenkräht und somit echtes "Die drei ???"-Flair bereitet. Wie immer zu hören sind Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczek, Andreas Fröhlich und der grandiose Thomas Fritsch als Erzähler.

Der neue Titelsong von Simon Bertleling und Christian Hagitte ist äußerst gelungen und besser den nun etwas erwachneneren Fans der ersten Stunde angepasst. Da ist es umso logischer, Fragmente daraus auch für die musikalische Gestaltung zu verwenden, die dadurch erheblich frischer wirkt. Ansonsten hat sich an der Geräuschkulisse nicht viel geändert, und das ist auch gut so!

Das Cover zeigt uns eine umherwandelnde Gestalt in einem Moor, auch wenn diese Szene nicht direkt aus dem Hörspiel stammt. Die Rückseite der CD wurde leicht modernisiert und wirkt jetzt dynamischer. Auch im Booklet gibt es kleinere Neuerungen, sodass wir anstatt der Folgenübersicht nun lediglich einige Folgen vorm Hintergrund des Titelbildes sehen.

Fazit: "Die drei ???" mit einem typischen Fall für die Serie, der Krimifans über eine Stunde spannende Unterhaltung bietet


Die drei ??? - 125. Feuermond



Erster Eindruck: Auf der Jagd nach einem Gemälde

Den drei ??? werden von einem unbekannten Jungen Briefe des berühmten Malers Jaccard zugespielt, die Informationen über sein legendäres Werk "Feuermond" enthalten. Bei Kunstkennern ist jedoch umstritten, ob es dieses Gemälde überhaupt gibt. Doch auch ein alter Bekannter des Detektivtrios ist hinter dem Bild her: Victor Hugenay... ("Das Rätsel der Meister")

Die Spur zu Feuermond führt Justus, Peter und Bob zu Victor Hugenays alter Freundin Julianne Wallace. Doch zuvor müssen die drei an einen Wohnwagen kommen. Und da muss eben ihr Hauptquartier dran glauben... ("Der Pfad der Täuschung")

Die drei ??? stehen kurz vor Auflösung des Falls, doch zuvor soll auf dem Stadtfest in Rocky Beach erst einmal gefeiert werden. Doch dann fällt der Strom aus, und eine spannende Nacht hat ihren Anfang... ("Die Nacht der Schatten")

Zum 125. Jubiläum der wohl berühmtesten Detektivserie "Die drei ???" wurde wieder etwas ganz Besonderes gemacht: Ein Fall, der mit über 3 1/2 Stunden in drei einzelne Folgen aufgeteilt ist. Fans der Serie dürfen sich auf einige Überraschungen gefasst machen, da viele alte Bekannte auftauchen und sogar das berühmte Hauptquartier eine wichtige Rolle bekommt. Das allerbeste ist jedoch, das über die extrem Lange Spielzeit eine wirklich gelungene Spannung aufgebaut werden konnte, die keine Langeweile aufkommen lässt und mit vielen kleinen Bögen die Geschichte interessant hält. Dabei ist besonders der Konflikt zwischen Justus Jonas und Victor Hugenay interessant und bringt allein durch das kleine Machtspiel der beiden Würze in die Story. Gut gefallen haben mir auch die Hintergrundinformationen über den Meisterdieb. Das große Finale in Teil drei hat es in sich und hat neben der spannenden Handlung ein wirklich überraschendes und unerwartetes Ende. Ein absolute Knaller-Folge der drei ???, die zu den besten der gesamten Serie gehört.

So viele Gastsprecher wirken mit, dass sie unmöglich alle aufgezählt werden können. Dirk Bach, Nick Heidfeld und Nova Meierhenrich sind genauso vertreten wie Lotti Krekel, Utz Richter und Douglas Welbat. Im Vordergrund stehen natürlich wie immer Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczek und Andreas Fröhlich, zu denen wohl nicht mehr viel gesagt werden muss außer ein lautes "Großartig!" Eine ebensolche Glanzleistung vollbringt Albert Giro als Victor Hugenay, der den berechnenden und hinterlistigen Meisterdieb in allen Situationen erschreckend glaubhaft darstellt. An Doretto Hugo in ihrer Rolle als Brittany dürften sich noch aufmerksame Hörer erinnern, und auch hier bringt sie ihre unverkennbare Stimme wunderbar zur Geltung. Auch Thomas Fritsch ist als Erzähler kaum zu übertreffen.

Auffälligste Änderung in Sachen Musik ist eine neue Titelmelodie, mit der von der arg gewöhnungsbedürftigen elektronischen Technomusik mit verzerrter Stimme Abschied genommen wurde. Die neue ist stimmiger, organischer und beschwingter und fügt sich nun besser in die Serie ein. Dennoch hätte sie etwas kraftvoller sein können. Die restliche akkustische Gestaltung iat wie immer toll, sowohl die Geräusche als auch die restliche Musik, die verschiedenste Stimmungen einzufangen weiß.

Ein schicker Pappschuber enthält die drei CDs, deren Cover zusammengelegt ein ganzes Bild ergeben. Eine tolle Idee, die außerdem genial umgesetzt wurde, denn das Bild ist äußerst stimmungsvoll und ansprechend. Als kleines Extra findet sich auf jeder CD ein Bonustrack, die aus der Story herausgeschnitten wurden, sodass sich der geneigte Hörer selbst seine "Extendet Edition" am heimischen CD-Spieler einspeichern kann.

Fazit: Hier wurde alles richtig gemacht und bewiesen, dass die Abenteuer der drei ??? durchaus auch das Potenzial zum abendfüllenden Hörspielvergnügen haben.…


Die drei ??? - 124. Geister-Canyon



Erster Eindruck: Eine Millionen Dollar für eine Geige...

Der Millionär Mr. O'Sullivan hat einen neuen Auftrag für das erfolgreiche Ermittlertrio. Eine wertvolle Geige wurde aus seinem Beseitz entwendet, der "Entführer" fordert eine Millionen Dollar als Lösegeld. Die Übergabe sollen die drei ??? erledigen. Doch vorher gilt es noch einige Rätsel zu lösen: Der Entführer hat den Übergabeort nämlich mit Fotos verschlüsselt. Und auch auf der Reise in einen Nationalpark haben die Juniordetektive mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen: Der unsympathische Privatermittler Dick Perry kommt ihnen immer wieder in die Quere, ein weiterer Übergabeort wird bestimmt und dann wird auch noch die Hälfte des Geldes geraubt. Kann die Geige noch gerettet werden?

Nach der etwas schwächeren Folge 123. wird mit "Geister-Canyon" wieder eine sehr starke neue Folge aus der Serie um Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews veröffentlicht. Es erinnert stark an ältere Folgen der Juniordetektive, ist unterhaltsam und kurzweilig und man tappt wirklich lange im Dunkeln, wer der Dieb der Geige ist. Das erneute Auftauchen von Dick Perry, dem unsympathischen Privatermittler, der die drei zu verfolgen scheint, ist wirklich gelungen und bringt die Sory in Fahrt. Auch die sonstigen Charaktere sind glaubhaft dargestellt, und am Ende wird es im Canyon wieder etwas gruselig. Dieser Mix ergibt wieder eine spannende Folge, die der bekannten Serie alle Ehre macht. Ein kleiner Kritikpunkt ist jedoch der etwas reißerische Titel, der nicht wirklich in Einklang mit der Folge steht.

Es ist unglaublich, wie gut sich die drei Hauptsprecher zu einer Einheit zusammengefügt haben. Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich sprechen so lebhaft und wirken extrem spontan, sodass ihre Charaktere sehr glaubhaft wirken. Als Mr. O'Sullivan ist Eckart Dux zu hören, der besonders gegen Ende eine tolle Sprecherarbeit leistet. Ernst Hilbich verkörpert wieder Dick Perry und ist mit seiner markanten Stimme die ideale Besetzung für diesen Charakter. Weiter sind noch Volker Bogdan, Frank Thannhäuser und wie immer Thomas Fritsch als Erzähler zu hören.

An der musikalischen Gestaltung der Serie hat sich nicht viel geändert, sodass man viele Einlagen zu hören bekommt, die einen schon bekannt sind, die zu dieser Folge passenden Geigenmelodien sind schön anzuhören. Auch die Geräuschkulisse ist wieder im typischen Stil der drei ??? gehalten.

Das Cover ist sehr gelungen. Der unbekannte Mann im Canyon mit dem Geigenkoffer wirkt mysteriös und stimmig. Die restliche schlichte Aufmachung passt sehr gut zur Serie. Schön ist immer wieder, dass das Cover der nächsten Folge schon abgedruckt wird und so schon jetzt Vorfreude weckt.

Fazit: Die drei ??? in alter Stärke! Eine tolle, spannende Folge mit ebenso tollen Sprechern und einer durchdachten Story. So kann es weitergehen!


Die drei ??? - 123.Fußballfieber

Erster Eindruck: Auch Rocky Beach ist im EM Fieber

Peter bereitet sich gerade auf ein anstehendes Fußballspiel vor, da werden die drei ??? von Emiliano, einem spanischen Jungen dessen Famile sehr abergläubisch ist, um Hilfe gebeten. Ein unbekannter Fremder hinterlegt auf dem Grundstück der Familie immer wieder Gegenstände, die sie als Zeichen des Todes sehen. Trachtet der gesamten Familie jemand nach dem Leben oder was hat das alles zu bedeuten? Justus, Peter und Bob ermitteln...

Da ist sie also, die 123. Folge der drei ??? "Fußballfieber". Was soll ich sagen? Waren die beiden Vorgängerfolgen wirklich gut, bleibt diese weit zurück, die Story ist viel zu langatmig, irgendwie fehlt auch Spannung, nach relativ kurzer Zeit kommt Langeweile auf. Kein Vergleich zu Folgen, die vielleicht keine gute Story haben, aber eben durch die gewohnte drei ??? Atmosphäre leben. Hier kommt das Feeling nur schwerlich rüber, die so geliebten Szenen auf dem Schrottplatz kann man hier nur suchen. Zum Glück steht wenigstens der Fußball doch nicht so sehr im Vordergrund wie ich befürchtet hatte. Die Handlung ist schnell durchschaubar und die Auflösung ist auch relativ schwach. Alles in allem einer langweilige Folge. Ich bin gespannt wie sich der Geister-Canyon macht, der klingt von Titel her schon mal um Längen besser.

Die Sprecher sind hier natürlich auch große Klasse, können aber eben die Story nicht retten. Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich sind als die drei ??? legendär, und es ist auch gut so dass sie wieder ermitteln. Tobias Schmidt hat mir in der Rolle als Emiliano wie auch Anton Sprick als Pedro gut gefallen, talentierte Sprecher. In weiteren Rollen sind Ingeborg Christiansen, Ben Hecker, und Peter Brix dabei. Thomas Fritsch fungiert diesmal auch wieder als Erzähler und macht das ganz hervorragend.

Die Musik wird jeder kennen, es sind fast alles altbekannte Europa-Melodien, die man in anderen Produktionen schon oft gehört hat. Sie passen aber in die Folge und versprühen so wenigstens etwas alten Charme. Die Geräusche sind auch lang erprobte Europaurgesteine auch sie möchte ich nicht missen.

Das Cover stammt von Silvia Christoph und ist schön anzusehen, es zeigt einen der titelgebenden Fußbälle. Die Gestaltung passt zur Serie und zur Folge.

Fazit: Von einem hochgradigem Fieber ist hier nichts zu spüren, die Folge erinnert doch eher an eine Unterkühlung. Für die Sammlung gut, aber keine Folge zum "Immer-wieder-hören".


Die drei ??? - 63. Fußball-Gangster



Erster Eindruck: Jimboy Jonas taucht auf...

Justus Jonas bekommt Besuch von seinem Fußballbegeisterten Cousin Jimboy, der ein Stipendium an einem College bekommen hat und hofft, dass "Soccer" in den USA noch einen großen Durchbruch feiert. Doch kurz nach seiner Ankunft bekommen die drei ??? Briefbomben, die von Fußballgegnern stammen. Als Jimboy dann ein unwiderstehliches Angebot von einer Lebensmittelmarkt-Kette bekommt, die ihn unter Vertrag nehmen wollen, kommen Justus, Peter und Bob einer großen Verschwörung auf die Spur...

In Folge 63 der "Die drei ???"-Serie widmen wir uns mal wieder dem Sport - Fußball um genauer zu sein. Nicht alle Fans der Serie möchten sich mit "Sport-Folgen" so recht anfreunden, und auch hier funktioniert das Zusammenspiel unserer beliebten drei Hauptcharaktere mit den Thema nicht hundertprozentig. Der Hintergrund ist dabei durchaus interessant, es geht um die niedrige Popularität von Fußball in den USA und welche Tricks angewendet werden sollen, um dies zu ändern. Die Geschichte zieht sich allerdings an einigen Stellen etwas und wirkt teilweise recht aufgesetzt. Lichtblick ist die Darstellung des Trainingslagers, welche sehr atmosphärisch gelungen ist. Gestört hat mich allerdings der Schluss: Nicht nur, dass die Freundinnen der Juniordetektive den Absender der Briefbomben finden und dies lediglich in einem knappen Bericht geschildert wird - denn eigentlich hat das gar nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun und dient anscheinend nur dazu, das Hörspiel spannend beginnen zu lassen. Insgesamt eine eher durchwachsene Folge, die nur in Ansätzen überzeugen kann.

Die Sprecher hingegen sind wie immer hervorragend. Überzeugend wie immer ist das Zusammenspiel von Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich, die sehr agil und abwechslungsreich miteinander spielen. Frank Meyer-Brockmann spricht Justus' Cousin Jimboy überzeugend und glaubhaft. Gut gefallen hat mir auch Klaus Sonnenschein als zwielichtiger Geschäftsmann, denn er mit viel Elan spricht. Weitere Rollen übernehmen Astrid Kollex, Verena Großner und Karin Lieneweg.

An der akustischen Gestaltung hat sich nicht getan, und das ist auch gut so! Denn die ruhige Umsetzung, bei der nur wenig Zwischenmusik und einige Geräusche eingebaut wurden, passt sehr gut zu den Geschichten und kann nachwievor begeistern. Nur der technolastige Titelsong geht einem nach mehrmaligen Hören etwas auf die Nerven.

Die Covergestaltung ist auch wie immer: Der schwarze Rahmen mit dem Schriftzug und Folgentitel umgibt schlicht eine kleine Illustration, die eher angedeutet als detailliert ist. Dieses mal ist jedoch nicht gerade ein Glanzstück gelungen, die Zeichnung ist ein wenig einfallslos und schlicht auf das Thema gepresst als sich mit dem Inhalt der Folge zu beschäftigen. Vielleicht wäre einer der Drohbriefe eine bessere Wahl gewesen.

Fazit: Keine Folge, die ich besonders empfehlen möchte, wobei die Serie natürlich insgesamt großartig ist.


Die drei ??? - 62. Spuk im Hotel



Erster Eindruck: Feuer, Geister und Ganoven

Die alternde Hollywoodschauspielerin Amanda Black hat ein Hotel eröffnet, doch immer wieder ist dieser Schauplatz von Diebstählen. Sie bittet die drei ??? zu ermitteln, und so schleusen sich Justus und Bob als Arbeiter, Peter als Gast ein. Schnell steht fest, dass ein Gast die Erinnerungsstücke von Amanda Black gestohlen haben muss, doch die Recherchen der Detektive scheinen immer wieder im Sande zu verlaufen...

"Spuk im Hotel" ist ein sehr viel versprechender Titel der "Die drei ???"-Serie. Leider ist die passende Folge dazu nicht halb so gruselig wie es sein könnte, in paar atmosphärische Momente mehr hätten dem Hörspiel sicherlich gut getan. Trotzdem wird ein recht ordentlichen Hörspiel geboten, die Gäste im Hotel sind genauso wie Amanda Black recht undurchsichtig und bieten genügend Unterhaltungspotenzial. Auch die Recherchen unserer Juniordetektive sind kurzweilig und lassen Spannung aufkommen. Peter, der seinen Part als Gast im Hotel sehr ausnutzt und die beiden anderen gerne mal herumscheucht, sorgt für den nötigen Humor in der Folge. Bis dahin also eine wirklich überzeugende Folge - wäre da nicht dieses völlig abstruse Ende. Dabei ist es nicht die Auflösung des Falles, die verwundert, sondern wie der Fall aufgelöst wird. Denn der Täter lässt seine Aufzeichnungen einfach offen herumliegen, sodass nicht die Recherchen zum Erfolg führen, sondern schlichte Dummheit des Täters. Mit einem besseren Ende wäre ich vollkommen überzeugt gewesen, so reicht es leider nur fürs Mittelmaß.

Sehr viel Freude bereitet mir Jens Wawrczeck als Peter, der sehr amüsant die Rolle des Gastes genießt und mit hörbarer Freude bei der Sache ist. Auch Beate Hasenau ist als Amanda Black vorzüglich und gibt einen weiteren Beweis ihres Könnens und ihrer Wandlungsfähigkeit. Barbara Ratthay setzt ihre raue, kratzige Stimme wieder einmal gekonnt als schwerhörige Mrs. Silverstone mit dunklem Geheimnis um und liefert eine tadellose Leistung ab. Weitere Sprecher sind Ursula Sieg, Hans Hessling und Lutz Schnell.

Die Musik ist stimmig und unterstützt die Sprecher in ihrer Wirkung, tut sich aber nicht sonderlich hervor. Auch hier hätte etwas mehr kommen können, um die Geschichte atmosphärischer und unheimlicher wirken zu lassen. Ansonsten bekommen wir wieder solide Kost geboten, die so gut zu den Folgen passt.

Die Coverillustration mit dem Hotel im Hintergrund und der hochtoupierten Blondine mit dunkler Sonnenbrille im Zentrum des Blickfeldes ist im typischen Stil der Serie gehalten und deutet die meisten Dinge nur an. Mir gefällt sie sehr gut, allerdings wirkt die Frau im Vordergrund zu dominant. Auf der Rückseite finden wir wieder die Auflistung der einzelnen Tracks wieder.

Fazit: Eine wirklich gute Folge, nur das merkwürdige Ende trübt den ansonsten vollkommen positiven Gesamteindruck. Schade, hier hätte mehr kommen können!


Die drei ??? - 61. und die Rache des Tigers



Erster Eindruck: Gammelfleisch und ein Vergnügungspark

Bei der Einweihungsfeier eines Vergnügungsparks wird ein Sprengsatz während der Rede des Besitzers gezündet. Schnell findet er in der protestierenden Bürgerinitiative die Schuldigen, die für den Erhalt der Natur sind und eine Jugendfarm errichten wollen. Die drei Detektive Justus, Peter und Bob interessiert der Fall, und im angrenzenden Lokal treffen sie auf die Kellnerin Anne, die ihnen helfen will. Doch während einer nächtlichen Aktion verschwindet sie plötzlich...

Viele Themen finden Einzug in die 61. Folge der drei ???: In "Die Rache des Tigers" werden Gammelfleisch in einem Restaurant genauso behandelt wie ökologische Aktivisten (die im Gegenzug zur vorletzten Folge nicht sonderlich gut wegkommen) und Falschgeld. Als unbedarfter Hörer kann man da schon einmal den Überblick verlieren und sich die Zusammenhänge noch einmal klar machen. Hinzu kommt noch eines der berühmten Rätsel, dass sie zur Lösung des Falles führt. Auch wenn die Geschichte recht überladen wirkt und definitiv mit Klischees behaftet ist, kommt Spannung auf und die Auflösung des Falles liegen lange Zeit im Dunkeln. Leider verliert die Geschichte ab circa der Hälfte ihre Gradlinigkeit und wirkt etwas krude, aber das spannende Finale macht diese kleine Schwäche wieder wett, sodass eine ganz gute, wenn auch nicht überragende Folge der drei Juniordetektive dabei herauskommt.

Sehr gefreut habe ich mich über den Einsatz von Andreas von der Meden als Chaffeur Morton, der mir schon in vielen Folgen Freude bereitet hat und hier eine amüsante Schimpfkanonade loslässt. Janina Richter ist als Anne sicherlich eine gute Wahl und spricht die Rolle sehr eindringlich und überzeugend. Wie eigentlich immer kann auch hier als Bob Andrews Andreas Fröhlich begeistern und sorgt mit seiner trockenen Art für eine schöne Stimmung. Weitere Sprecher sind unter anderem Ursula Sieg, Holger Mahlich und Wolfgang Völz.

Die musikalische Gestaltung der Serie hat sich seit Langem nicht verändert und bietet so einen großen Wiedererkennungswert. Auch wenn sich die Musik hier nicht besonders hervorheben kann, wird mit ihrem Einsatz und der Verwendung passender Geräusche eine angenehme Atmosphäre erzeugt, die gut zu der Geschichte passt.

Äußerst gelungen ist die Coverzeichnung. Der Übergang zwischen Mensch und Tiger ist ein großer optischer Reiz, insgesamt wirkt alles sehr geheimnisvoll und mit den verwendeten Blau- und Violetttönen sehr ansprechend. Die übliche Gestaltung rundet den positiven Eindruck ab.

Fazit: Eine durchaus gelungene Folge des Ermittlertrios, die über kleinere Schwächen hinwegtäuschen kann.


Die drei ??? - 60. Dopingmixer



Erster Eindruck: Gestohlene Blumen und gedopte Sportler

Obwohl Peter einer der besten Sportler seiner Schule ist, wird er beim Training für ein Sportfest locker geschlagen. Als der Gewinner namens Glenn dann noch berichtet, in sehr kurzer Zeit so schnell geworden zu sein, werden die drei ??? stutzig und beginnen zu recherchieren. Das erfolgreiche Buch einer ehemaligen Profisportlerin bringt sie der Lösung des Falls einen großen Schritt näher...

Sport ist immer wieder Thema bei den drei ??? - so auch in der 60. Folgen mit dem Titel "Dopingmixer". Doch hier steht nicht so sehr das Laufen an sich im Vordergrund, sondern die Hintergründe des Dopens. Dadurch, dass der Titel derart plakativ das Thema des Falles offenbart, kann können weder rechte Spannung noch Überraschungsmomente aufkommen, eigentlich ist dem Hörer von Anfang an klar, was Sache ist. Das abschließende Plädoyer gegen Dopingmissbrauch kommt vielleicht etwas gezwungen herüber, ist jedoch zusammen mit den eingebauten Details über die Folgen des Dopings eine gute Zusammenfassung und ein gelungener Apell. Im Prinzip ermitteln die drei ??? hier noch in einem anderen Fall, der um Blumendiebstahl bei einer Freundin von Tante Mathilda handelt. Anfangs hatte ich die Hoffnung, dass dieser Mini-Fall noch irgendeinen Zusammenhang zum Dopingskandal bieten würde, was leider nicht so ist. Daher wirken die beiden Fälle zusammen sehr zusammengeschustert, zumal für den Bluemdiebstahl nur etwas 10 Minuten aufgewendet werden.

In eben diesem zweiten Fall kann sich allerdings Margot Linde als Eleonore Sharp völlig hervorheben und liefert eine geniale Darstellung des unsympathischen und herrischen Dame ab. Tante Mathilda wird wie immer von der zauberhaften Karin Lieneweg gesprochen, die auch hier wieder sehr lebendig und liebevoll wirkt. Christian Stark spricht Glenn und ist dabei durchweg überzeugend. Weitere Sprecher sind unter anderem Gerd Druwner, Tilman Madaus und Tobias Stark.

In Sachen Akustik wird auf Altbewährtes gesetzt: Während der Szenen hält sich die Musik sehr zurück, lediglich ein paar Geräusche sorgen für die richtige Atmosphäre, während der Szenenübergänge sind dann einige abwechslungsreiche Melodien zu hören, die dieses mal sehr gut zu der Folge passen und sehr stimmig wirken. Wie gehabt also, und immer noch so wie wir es mögen.

Schlicht und ergreifend ist die Coverillustration. Im bekannten Stil wird nur ein kleiner Bildausschnitt geliefert, der leicht verfremdet dargestellt wird. Die Sportschuhe im Anschlag zum 100 Meter-Lauf passen dabei gut zur Story, während die restliche Aufmachung schlicht wie immer ist und auf der Rückseite sogar eine Übersicht über die Tracks hat.

Fazit: Auch die 60 Folge der drei ??? ist leider kein Glanzstück und ist überraschend spannungsarm. Zum Nebenbeihören kann man sie aber getrost einlegen.


Die drei ??? - 59. Giftiges Wasser



Erster Eindruck: Ein Erpresser und ziemlich heißes Wetter

Justus, Peter und Bob sind im Auftrag eines Senders in der kleinen Stadt Sedona unterwegs, um eine Reportage über das anstehende Musikfestival zu machen. Doch kurz nach ihrer Ankunft erfahren sie von einem Erpresser, der das gesamte Trinkwasser der Stadt vergiften will, sollte dieses Fest wirklich stattfinden, er befürchtet große Umweltbelastungen. Mit großem Einsatz und der Hilfe neuer Bekannter finden sie schließlich den Erpresser...

Mit "Giftiges Wasser" ist mal wieder eine Öko-Folge der "drei ???"-Serie als Nummer 59 erschienen. Die Geschichte an sich ist nicht uninteressant: Mit Ruth und ihrem Bruder Chosmo bekommen die drei tatkräftige Unterstützung, die anhaltende Hitzewelle wird sehr atmosphärisch dargestellt und ist ein wesentlicher Punkt des Hörspiels, die drei Juniordetektive sind in Hochform und müssen wieder einige Rätsel knacken, wobei sich natürlich besonders Justus Jonas hervorhebt. Doch merkwürdigerweise will keine rechte Spannung aufkommen, die andere Folgen zu etwas Besonderem gemacht hat, obwohl nie Langeweile aufkommt und man durchaus interessiert lauscht. Vielleicht liegt es daran, dass die Motive schon recht bekannt sind und hier nur neu zusammengewürfelt und variiert wurden. Trotzdem, wirklich schlecht ist diese Folge keinesfalls, aber der letzte Kick fehlt mir leider.

Peter Pasetti sorgt in seinen Erzählerparts wieder für stimmungsvolle Momente und scheint jedes Wort auszukosten und zu genießen. Ein Gefühl, dass sich bei ihm locker auf den Hörer überträgt. Hansi Jochmann spricht die Ruth und irkt dabei sehr engagiert und bleibt mit ihrer einprägsamen Stimme im Gedächtnis. Und Justus Jonas-Sprecher Oliver Rohrbeck scheint bei dieser Folge ist Höchstform zu sein und viel Spaß an seiner Arbeit zu haben. Weitere Sprecher sind unter anderem Rebecca Völz, Samira Chanfir und Michael Poelchau.

Wie oben schon erwähnt wird die Hitzewelle im kleinen Ort sehr atmosphärisch dargestellt. Dazu tragen neben den Sprechern auch akustische Mittel bei, besonders die eingesetzte Musik kann hier überzeugen und verstärkt die Wirkung des Gesprochenen. Auch die restliche Umsetzung ist gelungen und verbreitet die typische ???-Stimmung.

Mir gefällt die Coverillustration nicht wirklich. Im Prinzip könnte sie zu fast jeder Folge eingesetzt werden und bleibt zu allgemein. Die verfremdete Darstellung mit den deutlichen Linien mag ich aber sehr, und die restliche Gestaltung ist wie immer schlicht und enthält alle nötigen Informationen.

Fazit: Recht wenig Spannung in einen durchaus interessanten Fall, der mich aber trotzdem überzeugen konnte.


Die drei ??? - 58. und der verrückte Maler



Erster Eindruck: Ein gelbes Bild und ein Haus am Meer

Als Onkel Titus ein Gemälde ersteigert und im Wohnzimmer der Familie Jonas aufhängen will, protestiert Tante Mathilda entschieden. Glücklicherweise findet sich kurz darauf ein Abnehmer, doch etwas scheint mit dem Mann im Kamelfellmantel nicht zu stimmen. Tatsächlich wird versucht, in den Schuppen einzubrechen, in dem das Bild lagert. Als dann die drei ??? Wache halten, ist wieder ein Eindringling auf dem Gelände…

Ein rätselhaftes Bild gibt der Anstoß für den 58. Fall der drei ???, warum Justus aber direkt hinter dem Gemälde auf der Leinwand nachschauen will erschließt sich mir nicht so ganz und wirkt im Kontext etwas konstruiert. Dennoch entwickelt sich ein recht interessanter Fall, der von dem Kunstgeschehen weggeht und zu einem betrügerischen Unternehmen führt, das Tresore vertreibt. Bis auf einige kleinere Längen ist das Geschehen interessant und abwechslungsreich, und auch wenn nicht gerade Hochspannung aufkommt sind einige spannende Momente dabei. Was ist allerdings nicht vollkommen nachvollziehen kann ist die Dramaturgie, die schon recht früh die groben Züge des Falles aufdeckt und sich am Ende nur noch Kleinigkeiten dreht. Für wirklich gelungen halte ich die kleine eingebaute Finte mit dem Gemälde: So wird auch der Hörer ordentlich an der Nase herumgeführt, denn der eigentliche Fall handelt von etwas völlig anderem. Eine nette Abwechslung die dafür sorgt, dass der Folgentitel noch nicht allzu viel verrät. Auch wenn diese Folge kein Meisterstück sein mag, ich habe mich gut unterhalten gefühlt, die kleineren Schwächen fallen beim gelungenen und interessanten Gesamtkonzept nur wenig ins Gewicht.

Die Sprecherauswahl ist wieder hervorragend und auf hohem Niveau. Mit Rebecca Völz ist die Rolle der Stella mit einer fähigen Schauspielerin besetzt worden, die ihre Rolle auszukleiden weiß und ihr etwas sehr Resolutes verleiht. Lutz Büschken wirkt als Pecker herrlich unsympathisch und spricht seine Parts mit viel Elan. Da kann natürlich auch Dr. Andreas Beurmann als Onkel Titus mithalten, der dieses mal aktiv in die Ermittlungen einbezogen wird. Weitere Sprecher sind Franz Rudnick, Knut Basewitz und Tobias Pauls.

Lobend erwähnen möchte ich hier die Musik, die zwar aus bekannteren Stücken aus dem Europa-Archiv besteht, aber immer stimmig und sinnig eingesetzt wurde. Gleiches gilt für die Geräusche, besonders die (wenigen) spannenden Szenen sind hier gut ausgestattet. Lediglich die Wiederholung des Titelsongs im Verlauf der Handlung bereitet mir leichtes Unbehagen.

Die Covergestaltung geht dieses mal völlig okay, das Bild an sich wird zwar nicht dargestellt, dafür ist mit den dunklen Farben aber eine recht stimmungsvolle Illustration geschaffen worden, die durch den typischen schwarzen Rahmen und der bekannten und gelungenen Gestaltung abgerundet wird.

Fazit: Sicherlich gibt es bessere Folgen des beliebten Trios, dennoch habe ich diese Folge gern gehört und mich gut unterhalten gefühlt.


Die drei ??? - 57. Tatort Zirkus



Erster Eindruck: Von Drahtseiltänzerinnen und Erbschaftstreits

Justus, Peter und Bob sind entsetzt: Bei einem Zirkusbesuch stürzt die junge Artistin Mary di Domenico vom Drahtseil. Dass es sich hier um einen Anschlag handelt, ist den dreien schnell klar, denn ein wertvolles Erbe wartet auf Mary. Doch bei den Ermittlungen stoßen sie auf immer mehr Ungereimtheiten...

Eine Zirkusfolge bei den drei Fragezeichen? Dass das eine passende Kombination ist, darf zumindest bezweifelt werden. Doch die 57. Folge dreht sich glücklicherweise nicht um Intrigen zwischen Clowns und Dompteurren, sondern um einen handfesten Erbschaftstreit, in den die drei Juniordetektive hereingezogen werden. Keine uninteressante Thematik, und auch keine uninteressante Auflösung - nur leider ist das ganze recht schwach ausgebaut. Der gesamte mittelteil ist zu langatmig, es passiert einfach zu wenig. Deshalb ist der Fall auch recht leicht zu durchschauen und bietet keine größeren Überraschungen. Neulingen in dieser Top-Serie sei empfohlen, erst einmal andere Folgen zu hören, und für Fans ist sicherlich auch dieser Fall ein Muss.

Die Sprecher liefern insgesamt eine sehr gute Leistung ab - wie immer bei den drei ???. Heidrun von Goessel spricht Mary di Domenico punktgenau und schafft es, sie immer undurchsichtiger wirken zu lassen. Wie immer genial ist Andreas von der Meden als Morton, der den drei ??? immer wieder hilft. Ich mag seine steife, zurückhaltende Art sehr gerne. Als Kurzauftritt hören wir Hörspiellegende und Regisseurin Heikedine Körting, die auch hier zeigt, was sie draufhat. Und natürlich dürfen Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich nicht fehlen.

An der Akkustik wurde nichts geändert, und das ist auch gut so! Denn so begeistern die drei ??? seit vielen Jahren ihre Fans, auch wenn an der einen oder anderen Stelle die Musik nicht wirklich zum Plot passen will und somit leicht sperrig wirkt. Die Geräusche sind wie immer gut und glaubhaft eingefügt.

Eher schlicht ist das Cover. Ein bis zur Unkenntlichkeit als Clown verkleideter Mensch, zwar keine schlechte Idee, mir hat es aber immer besser gefallen, wenn ein Gegenstand, der eine Schlüsselrolle spielt, gezeigt wird. Insgesamt ist die Gestaltung aber okay.

Fazit: Leider eine eher schwache Folge der ansonsten sehr guten Serie, die mich nicht überzeugen konnte. Schade!


Die drei ??? - 56. Angriff der Computerviren



Erster Eindruck: Die Tücken der modernen Technik

Miese Stimmung im Hauptquartier der drei Fragezeichen: Der Computer stürzt immer wieder ab, anscheinend hat er sich einen Virus eingehandelt. Justus erkennt sofort die Tragweite und wittert einen neuen Fall, doch Peter und Bob sind eigentlich verabredet… Eine Firma, die Werbefilme produziert, bietet erste Spuren.

Computerviren halten schon seit langem die virtuelle Welt in Schach. Da dies auch schon im Jahr 1992 der Fall war, kämpfen die beliebten drei Fragezeichen Justus Jonas, Bob Andrews und Peter Shaw in der 56. Folge der Serie gegen den Angriff der Computer-Viren. Der Fall ist ein typischer für die Reihe: Der scheinbar halbwegs harmlose Ausgangspunkt wird zum neuen Fall erklärt, bei den Ermittlungen geraten sie immer weiter in ein recht undurchschaubares Netz, bei denen sie das ein oder andere mal in große Gefahr geraten, doch am Ende überführen die drei die Übeltäter durch eine List und können alles aufklären. Was diese Folge dennoch zu etwas Besonderem macht ist die Situationskomik, die immer wieder durchsickert, sowie der Running-Gag, dass Peter und Bob es wohl nie zu ihren Verabredungen schaffen. Insgesamt nicht die beste, spannendste oder überraschendste Folge der Serie, aber immer noch gute und unterhaltsame Hörspielkost.

Juliane Szalay und Verena Großler spielen Kelly und Liz, die beiden Verabredungen von Peter und Bob. Und das machen beide mit unüberhörbarer Leidenschaft und Freude. Ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen Stefan Brönneke und Kerstin Draeger als Yan und Lys, zwei junge Filmtalente. Erzähler ist der unverwechselbare Peter Pasetti, der mit seiner angenehmen, durchdringenden Stimme für Aufmerksamkeit sorgt. Weitere Sprecher sind Willi Röbke, Douglas Welbat und Hans Sievers.

Die Titelmusik ist wohl nicht jedermann Fall. Die Technoklänge sind recht hektisch und mit der verzerrten Stimme wirkt alles recht künstlich. Doch die restliche Musik sorgt mit bekannten Europa-Klängen für Abwechslung, wobei auch hier teilweise der Titelsong verwendet wird.

Das Cover weist mit einer brennenden Diskette, auf der ein Totenkopf abgebildet ist, auf das Thema der Folge hin. Mir gefällt die kleine Andeutung wesentlich besser, als wenn eine Szene aus dem Hörspiel verwendet werden wäre, da sich so jeder sein eigenes Bild der drei Detektive behalten kann. Die restliche Aufmachung ist recht schlicht und bietet im kleinen Booklet eine Auflistung der Folgen.

Fazit: Nicht die stärkste Folge der drei ???, aber bei weitem auch nicht die schlechteste. Der Humor hat mir dieses mal sehr gefallen.


Die drei ??? - 55. Gekaufte Spieler



Erster Eindruck: Krumme Machenschaften am College

Peter ist nicht nur Mitglied der drei ???, sondern auch gleichzeitig ein talentierter Basketballspieler. Von einem renommierten College bekommt er sogar ein Stipendium angeboten, sollte er für die dortige Mannschaft spielen, Doch anscheinend sind auch andere an den jungen Detektiv interessiert, und so bekommt er sogar Bestechungsgelder. Um diesen Skandal aufzudecken, schreibt sich Justus am dem College ein, und wird prompt als Maskottchen gebraucht…

Gekaufte Spieler heißt die 55. Folge der Erfolgsserie Die drei ???, und gegen aller Erwartungen ist es keine reine Sportfolge. Vielmehr geht es um Bestechung und den sportlichen Ehrgeiz, der auch schon mal zu unlauteren Mitteln greifen lässt. Den drei Detektiven geht es darum herauszufinden, wer die jungen Sportler zu bestechen versucht, doch dabei geht es wieder hoch her. Nicht nur Justus gibt in einem Hahnenkostüm alles (eine der witzigsten Szenen!), besonders Peter erlebt am eigenen Leib, wie gefährlich die Ermittlungen sein können. Dabei wird wieder einmal gut dargestellt, was für ein perfektes Team die drei abgeben. Zwar geht der Story im letzten Drittel etwas die Luft aus, doch darüber werden Fans der Serie sicherlich gerne hinwegsehen.

In dieser Folge gibt es ein Wiederhören mit Inspektor Reynolds, gesprochen von Wolfgang Draeger. Seine angenehme Stimme passt perfekt zu dem Kommissar, der immer zwischen Strenge und Gutmütigkeit schwankt. Zwei recht unterschiedliche Trainer sprechen Michael Hark und Douglas, die die Eigenheiten ihrer Charaktere sehr gut darstellen. Weitere Sprecher sind unter anderem Samira Chanfir, Eric Vaessen und Hans Clarin.

Die Musik ist zwar nicht extra für die Folge produziert worden, das stört aber nicht weiter. So kommen einem die meisten Melodien recht bekannt vor, und das typische Drei Fragezeichen-Feeling stellt sich schnell ein. Nichts neues, aber alles richtig gemacht!

Das Cover zeigt eine Szene aus einem Basketballspiel. Wie immer ist die Zeichnung durch verschiedene Stilmittel recht verfremdet und damit ein Hingucker. Gut gefallen hat mir, wie der Zeichner diesmal seine Signierung untergebracht hat.

Fazit: Gekaufte Spieler ist insgesamt eine recht starke Folge des Ermittlertrios und überzeugt mit einer spannenden Story.


Die drei ??? - 54. Gefahr im Verzug



Erster Eindruck: Die drei ??? auf den Brettern, die die Welt bedeuten

George Brandon, Star des Musicals "Gefahr in Verzug" bekommt anonyme Drohungen, und als er nur knapp einem Anschlag entgehen kann, wendet er sich an die drei ??? Justus, Peter und Bob. Als Statisten versuchen die drei, möglichst nah am geschehen zu sein. Und jetzt sind nicht nur Spürsinn, sondern auch schauspielerisches Talent verlangt...

Mit dem Titel "Gefahr im Verzug" verspricht die Nummer 54 der Jugendkrimiserie "Die drei ???" schon mal einiges. Dass es wirklich eine herausragende Folge ist, stellt sich schon recht am Anfang heraus, denn der typische Witz der Serie verbreitet seinen Charme, als man von Justus' Vergangenheit in der Welt des Filmes erfährt. Klar, dass dieses Thema immer wieder aufgegriffen wird und zu einem kleinen Running-Gag dient. Doch auch die Story muss ausdrücklich gelobt werden, denn sie gehört zu einer der spannendsten der Serie und ist über weite Teile des Hörspiels undurchsichtig, sodass man am Ende überrascht sein darf, welche Schlüsse Justus aus den kleinsten Hinweisen zieht. Das hilft dann auch über leichte Längen im Mittelteil hinweg.

Sprechertechnisch wird solide Kost geboten. Oliver Rohrbeck ist als Justus einfach unschlagbar. Hochintelligent, immer mit neuer Diät und mit hintergründigem Humor - und das bringt er perfekt herüber. Als George Brandon ist Fabian Harloff zu hören, der eine gute Leistung abliefert und von Anfang an auf den Schluss hinarbeitet. Ebenfalls in einer Nebenrolle ist Holger Mahlich als Jim Bernardi besetzt, der seinen Charakter recht lebhaft gestaltet. Weitere Sprecher sind Christian Weber, Rainer Schmitt und Juliane Szalay.

Die atmosphärische Gestaltung ist bereits aus den anderen Folgen bekannt, sodass schnell positive Assoziationen zu der Serie aufkommen. Auch die eingesetzte Musik ist entweder der Titelsong oder Stücke aus dem Europa-Fundus, und auch wenn diese nicht immer 100%ig passt, ist sie insgesamt gelungen.

Das Cover weckt bei mir zwiespältige Gefühle: Zwar mag ich die schemenhaften Darstellungen, allerdings erinnern die beiden Kämpfer eher an ein Kung-Fu-Film, nur das Scheinwerferlicht hat einen Bezug zum Thema Musical. Die restliche Aufmachung ist hinlänglich bekannt und hat wieder einer Trackauflistung auf der Rückseite, was das Wiederfinden einzelner Szenen stark erleichtert.

Fazit: Eine gute Folge der drei ???, die durch eine gelungene und überraschende Auflösung glänzt.


Die drei ??? 53. und die Automafia



Erster Eindruck: Ist Justus' Cousin ein Verbrecher?

Justus' Cousin Ty wird von einem Komissar, der sich um die häufig auftretenden Autodiebstähle kümmert, festgenommen, weil er angeblich ein gestohlenes Auto fährt. Doch Ty beteuert seine Unschuld, er sollte den Wagen gegen Bezahlung nach Rocky Beach fahren. Die drei Fragezeichen glauben ihm und wollen die Wahrheit ans Licht bringen.

"Die drei ??? und die Automafia" ist der Spannung versprechende Titel der 53. Folge der beliebten Hörspielreihe aus dem Hause Europa. Doch leider fällt die Story im Vergleich zu vielen anderen der Serie deutlich ab. Zwar ist der Anfang mit der Verhaftung Tys recht vielversprechend, doch die Ermittlungen der drei Juniordetektive können dieses mal leider nicht völlig überzeugen. Es passiert einfach zu wenig, um wirklich Spannung aufkommen zu lassen, zudem gefällt mir die recht plakative Darstellung der Latin-Band nicht so sehr. Auch die Auflösung ist nicht wirklich überraschend, vieles konnte man sich zusammenreimen oder war recht offensichtlich. Es ist nicht so, als wäre es ein wirklich schlechtes Hörspiel, aber von "drei ???" ist man gewöhnlich Besseres gewohnt.

Die Sprecher hingegen machen alle einen guten Job. Jens Wawrczeck ist natürlich in seiner Rolle als Peter Shaw, dem zweiten Detektiv, in echter Brüller, er scheint regelrecht mit dem sportlichen, aber leicht ängstlichen Charakter verwachsen. Als Ty Cassey hören wir Stefan Brönneke, der als Gast in so einigen Hörspielen auftritt und auch hier eine sehr gute Leistung abliefert. Als unsympathischen Kommissar Maxim hören wir Peter Matic, der druchweg glaubhaft bleibt. Weitere Rollen übernehmen Wolfgang Schimmelpfennig, Douglas Welbat und Karin Lieneweg als Tante Mathilda.

Musikalisch hat man sich keine großen Patzer erlaubt, und auch wenn die Auswahl nicht immer haargenau zur Story passt, wurde eine stimmige Atmosphäre erzeugt. Zusammen mit den guten Geräuschen und den Sprechern ist der Sound komplett und insgesamt gelungen.

Das Cover finde ich hervorragend: Ein teures, edles Auto, auf Hochglanz poliert und aus einem interessanten Blickwinkel gezeichnet. Selbst aus den guten Covern sticht dieses noch einmal heraus. Die restliche Aufmachung ist hinlänglich bekannt und sehr zweckmäßig.

Fazit: Leider keine sehr überzeugende Folge der Serie, da gibt es wesentlich bessere. Die voherige beispielsweise...


Die drei ??? 52. und die Musikpiraten



Erster Eindruck: Jagt nach den Raubkopierer

Bob ist begeistert: Auf einem Jahrmarkt findet er einen Stand, an dem drei Musikkassetten nur 5$ kosten. Doch nachdem er zugeschlagen hat merkt er, dass es nur billige und minderwertige Raubkopien sind. Als er schließlich noch Masterbänder von Aufnahmen einer erfolgreichen Band in seiner Tasche findet, ist der Spürsinn der drei Fragezeichen geweckt…

Musikpiraterie ist ein brisantes Thema vor rund 20 Jahren auch schon, allerdings auf eine ganz andere Art. Denn in Die drei ??? und die Musikpiraten werden zwar auch illegale Kopien gehandelt, dazu aber auch noch Bänder mit den Originalaufnahmen gestohlen. Daraus entwickelt sich ein Fall im typischen ???-Stil: Dubiose Zeitgenossen, Ermittlungen, die immer ein Stück mehr offenbaren und zwischendrin immer mal wieder gefährliche Situationen für unsere drei Hobbydetektive. Der interessante Ansatz und der spannende Fall tragen zum Gelingen der Folge bei, die für mich zu den besseren Folgen zählt. Gut gefallen hat mir, dass das Hauptaugenmerk bei den Ermittlungen dieses mal auf Bob liegt, der eine ebenso gute Figur macht wie seine Kollegen. Eine rundum gelungene Folge, die immer mal wieder gerne eingelegt wird.

Auch an der Sprecherauswahl gibt es nichts zu bemängeln, recht viele sind es für diese Folge geworden. Rainer Schmitt beispielsweise spricht Brick und ist glaubwürdig wie eh und je. Wie immer hervorragend ist Andreas Fröhlich als Bob Andrews, der hier zu seiner vollen Größe hinausläuft. Auch über den - recht kleinen - Auftritt von Hildegard Krekel als Maxi habe ich mich gefreut, denn ihre angenehme Stimme höre ich immer wieder gerne. Weitere Sprecher sind unter anderem Lutz Mackensy, Gerd Baltus und Wolfgang Völz.

Auch die Akkustik ist hier recht gut gelungen. Mit verschiedenen Musiktiteln, die aus dem großen Europa-Repertoire stammen und teilweise aus anderen Produktionen bekannt sind, und den passenden Geräuschen entsteht eine gute Atmosphäre, die zusammen mit den Sprechern die Story zu tragen weiß.

Ebenfalls positiv fällt das Cover auf. Die schlichte Abbildung zweier Kassetten reicht völlig aus, um den typischen Stil der Serie zu erschaffen. Die restliche Aufmachung ist wie immer recht schlicht, hat aber netterweise wieder eine Trackauflistung auf der Rückseite.

Fazit: Eine wirklich gute Folge der "drei ???", die ich Fans und Neueinsteigern gleichermaßen ans Herz legen würde.